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Benin: Militär versucht Staatsstreich 

In Cotonou im westafrikanischen Staat Benin sind am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) Schüsse gefallen. Die Zeitschrift "Jeune Afrique" berichtet über einen Putschversuch. Der Angriff auf die Präsidentenresidenz sei zwar abgewehrt worden. Die Lage sei aber weiterhin unübersichtlich.
Benin: Militär versucht Staatsstreich © Urheberrechtlich geschützt

Soldaten unter Führung von Oberstleutnant Pascal Tigri, dem Chef der Spezialeinheit, sollen die Residenz des beninischen Präsidenten Patrice Talon in Cotonou angegriffen haben. Früh am Sonntagmorgen (Ortszeit) seien Schüsse gefallen. Darüber berichtet die Zeitschrift Jeune Afrique.

Die Militärgruppe, die sich als Militärkomitee für die Neugründung (Military Committee for Refoundation) ausgab, behauptete, in Benin die Macht übernommen zu haben.

Die Lage in Cotonou bleibe weiterhin unübersichtlich, heißt es im Bericht. Laut einer dem Präsidenten nahestehenden Quelle sei der Angriff auf die Residenz abgewehrt worden, und Talon selbst sei in Sicherheit.

Romuald Wadagni, Benins Finanzminister, erklärte gegenüber Jeune Afrique, dass die Lage unter Kontrolle sei. "Die Rebellen haben sich verschanzt", wird der Minister zitiert. "Wir räumen das Gebiet, aber es ist noch nicht vorbei. Wir sind in Sicherheit."

Die Soldaten brachten am Sonntagmorgen kurzzeitig das Hauptquartier des nationalen Fernsehsenders ORTB unter ihre Kontrolle und verkündeten ihre Botschaft, berichtet die Zeitschrift weiter.

Bevor die Fernsehübertragung unterbrochen werden konnte, hätten die Militärs die Verfassung sowie alle Institutionen und politischen Parteien für ungültig erklärt. Außerdem behaupteten die Militärs, Benins Grenzen zu schließen.

Patrice Talon ist seit dem Jahr 2016 an der Macht. Die nächsten Präsidentschaftswahlen sind für April angesetzt. Laut Jeune Afrique will Talon nicht zur Wiederwahl antreten. Er habe den Finanzminister Romuald Wadagni als seinen Nachfolger bestimmt.

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