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"Beispiellos hohes Niveau": Putin lobt Beziehungen zwischen Russland und China im Xinhua-Interview

Die russisch-chinesische wirtschaftliche Zusammenarbeit entwickelt sich stetig in vielen Bereichen, erklärt Wladimir Putin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua. Moskau und Peking hätten bei wichtigen globalen Themen ähnliche Ansichten und Interessen.
"Beispiellos hohes Niveau": Putin lobt Beziehungen zwischen Russland und China im Xinhua-InterviewQuelle: Sputnik © Wjatscheslaw Prokofjew

Vor seinem offiziellen Besuch in China, der vom 31. August bis zum 3. September stattfindet, hat Russlands Präsident Wladimir Putin der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ein schriftliches Interview gegeben.

Darin äußerte sich Putin zu mehreren wichtigen Themen mit Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking, darunter auch im Rahmen multilateraler Formate wie den Vereinten Nationen, der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der BRICS-Gruppe.

Vor allem lobte der russische Staatschef die wirtschaftliche Kooperation zwischen beiden Ländern, die sich in vielen Bereichen intensiv entwickle. In dem Zusammenhang führte er aus:

"Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und China haben ein beispiellos hohes Niveau erreicht. Seit 2021 ist der Handelsumsatz um rund 100 Milliarden Dollar gestiegen."

Beim bilateralen Handel sei China für Russland "unangefochtener Spitzenreiter", betonte Putin weiter. Und Russland habe im vergangenen Jahr den fünften Platz unter Chinas Außenhandelspartnern belegt.

"Ich möchte betonen, dass die Handelsumsatzzahlen lediglich in Dollar geschätzt werden, die Abrechnungen zwischen unseren Ländern jedoch fast vollständig auf nationale Währungen umgestellt wurden", fügte der russische Präsident hinzu. Der Anteil des Dollars und des Euro sei dabei zu einem statistischen Fehler verkommen.

Ferner erklärte Putin, dass die Zusammenarbeit zwischen Russland und China im Rahmen der Vereinten Nationen, der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der BRICS-Gruppe ein bedeutender Faktor in der Weltpolitik sei. Der Meinungsaustausch zu den wichtigsten globalen Themen habe bestätigt, dass "Moskau und Peking über weitgehende gemeinsame Interessen und ähnliche Ansichten in grundlegenden Fragen verfügen".

Putin wörtlich im Interview:

"Wir blicken in die gleiche Richtung, wenn es darum geht, eine gerechte, multipolare Weltordnung auf der Grundlage der Länder der globalen Mehrheit zu fördern."

"Die russisch-chinesische strategische Verbindung wirkt als stabilisierender Faktor. Als die beiden größten Mächte Eurasiens können wir die aktuellen Herausforderungen und Bedrohungen nicht ignorieren – sowohl auf der Ebene unseres gemeinsamen Kontinents als auch auf der ganzen Welt."

Laut dem russischen Präsidenten ist dieses Thema im bilateralen politischen Dialog stets präsent.

Des Weiteren betonte Putin, dass in mehreren westlichen Ländern heute die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs revidiert und die Urteile der Nürnberger und Tokioter Tribunale gegen die Kriegsverbrecher offen ignoriert würden.

"Unter dem Vorwand einer imaginären Bedrohung durch Russland und China wird der japanische Militarismus wiederbelebt", so Putin. "Und in Europa, auch in Deutschland, wird, ohne sich historischer Parallelen zu schämen, der Kurs auf eine Remilitarisierung des Kontinents eingeschlagen."

Russland und China verurteilten aufs Schärfste jegliche Versuche, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs zu verfälschen, die Nazis und Militaristen zu verherrlichen und zugleich die Befreier zu diffamieren.

"Die in der UN-Charta und anderen internationalen Dokumenten verankerten Ergebnisse des Krieges sind unveränderlich, und ihre Revision ist inakzeptabel", stellte Putin klar.

"Dies ist unsere unerschütterliche Position, die wir mit unseren chinesischen Freunden teilen."

Russlands Präsident wird während seines Besuchs am SOZ-Gipfel in Tianjin und anschließend an Veranstaltungen in Peking zum Gedenken an den 80. Jahrestag des Sieges des chinesischen Volkes im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und im antifaschistischen Weltkrieg teilnehmen.

In Peking trifft sich Putin mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Darüber hinaus wird der russische Präsident mehr als zehn bilaterale Treffen abhalten, unter anderem mit dem indischen Premierminister Narendra Modi und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian.

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