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Türkisches Außenministerium: So sieht Russlands Kompromiss bei den Territorien aus

Der türkische Außenminister Fidan offenbart, welchen Gebietskompromiss Russland vorgeschlagen haben soll. Moskau sei bereit, an der Frontlinie in Cherson und Saporoschje zu verharren, wenn es den unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Teil des Donbass erhalte.
Türkisches Außenministerium: So sieht Russlands Kompromiss bei den Territorien ausQuelle: Gettyimages.ru © AlexLMX

Ursprünglich habe Moskau von Kiew vier Gebiete innerhalb der Verwaltungsgrenzen der Ukraine gefordert. Diese Forderungen habe Moskau aber wieder zurückgezogen, berichtet die Zeitung Haberler unter Berufung auf den türkischen Außenminister Hakan Fidan. Das Blatt zitiert:

"Jetzt haben sie diese Forderungen aufgegeben und sind bereit, an der Kontaktlinie zu bleiben, mit Ausnahme eines Gebiets. Wie Sie wissen, ist der Donbass in zwei Teile geteilt – Lugansk und Donezk. Derzeit gibt es eine vorläufige Vereinbarung, ihnen die verbleibenden 25 bis 30 Prozent von Donezk zu übergeben und Saporoschje und Cherson innerhalb der Kontaktlinien zu belassen."

Russlands Vorschlag und seine Bereitschaft, den Vertrag mit Sicherheitsgarantien zu bestätigen, schaffe "eine wirklich hervorragende Grundlage in Form eines Rahmenabkommens", ist Fidan überzeugt.

Über ähnliche Friedensbedingungen, die von Moskau verkündet worden sein sollen, berichteten zuvor andere ausländische Medien unter Berufung auf Quellen. Die russischen Behörden haben diese Informationen nicht bestätigt.

Wie Russlands Präsident Wladimir Putin am 1. August erklärte, hätten sich die Bedingungen seit Sommer vergangenen Jahres nicht geändert: Rückzug der ukrainischen Truppen aus den Republiken im Donbass sowie den Gebieten Saporoschje und Cherson und die Anerkennung dieser Regionen sowie der Krim als Teil Russlands. Am 15. August wurden die Bedingungen für eine friedliche Beilegung des Konflikts von Putin und US-Präsident Donald Trump in Alaska diskutiert. Putin äußerte im Juni: "Wo der Fuß eines russischen Soldaten auftritt, gehört es uns."

Im Frühjahr kontrollierten russische Truppen bereits 99 Prozent der LVR und mehr als 70 Prozent sowohl der DVR als auch der Gebiete Saporoschje und Cherson.

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