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NBC: Trumps engster Kreis gegen neues Telefonat mit Putin

Die Berater des Präsidenten sollen angeblich darauf bestanden haben, dass jedes weitere Engagement eine volle Waffenruhe im Ukraine-Konflikt zur Bedingung haben müsse. Die bestehende partielle Waffenruhe wurde aber nach russischen Angaben schon mehrfach von der Ukraine gebrochen.
NBC: Trumps engster Kreis gegen neues Telefonat mit PutinQuelle: www.globallookpress.com © CNP/AdMedia

Unter Berufung auf zwei anonyme Regierungsvertreter berichtete NBC News am Donnerstag, US-Präsident Donald Trump sei von seinen Beratern gedrängt worden, sein russisches Gegenüber Wladimir Putin nicht anzurufen, ehe Moskau nicht eine vollständige Waffenruhe im Ukraine-Konflikt zusichert.

Trump hatte dem Sender zuvor gesagt, er wolle nach ihrem vorhergehenden Gespräch am 18. März erneut mit Putin reden, womöglich bereits in dieser Woche. Am Donnerstag erklärte Trump, der nach mehr als drei Jahren Feindseligkeiten versucht, eine Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew zu vermitteln, dass Putin und Wladimir Selenskij dank seiner Bemühungen "bereit sind, ein Abkommen zu schließen".

Putin betonte, dass er eine völlige Einstellung der Kämpfe unterstützt, jedoch über die Details besorgt sei, wie es arrangiert werden könne. Er meinte, eine Pause wäre möglich, wenn die USA eine umfassende Überwachung entlang der Frontlinie sicherstellten und Kiew die Mobilisierung von Verstärkungen einstelle.

In seinem letzten Gespräch mit Trump stimmte der russische Präsident einer Pause bei den Angriffen auf die Energieinfrastruktur zu, die auch Selenskij öffentlich unterstützte. Seitdem hat das russische Verteidigungsministerium jedoch regelmäßig von ukrainischen Angriffen berichtet – auch gegen Infrastruktur auf russischem Boden, die in internationalem Besitz ist –, die die partielle Waffenruhe gebrochen haben. Moskau sagte, dass es sich weiterhin an seine Seite der Vereinbarung halte.

Der Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte am Freitag, dass keine Kontakte zwischen Putin und Trump für "die nächsten paar Tage" geplant seien. Er spielte den NBC-Bericht herunter und warnte vor "Spekulationen und offenen Lügen" in der Presse.

Ebenfalls in dieser Woche hatte der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew, der Präsident Putin zu internationaler Wirtschaftszusammenarbeit berät, die USA besucht, um Mitarbeiter des Weißen Hauses zu treffen. Nach den Gesprächen sagte er, es wurden weitere Fortschritte in Richtung auf eine Lösung des Ukraine-Konflikts gemacht, aber dritte Parteien versuchten, die Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Russland zu unterbinden, die Trump im Februar mit seinem ersten Telefonat mit Putin seit Amtsantritt eingeleitet habe.

Die US-Zeitung Politico berichtete, dass Großbritannien und Deutschland nach dem Besuch von Dmitrijew ein drittes Gespräch zwischen Trump und Putin binnen weniger Tage erwarten.

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