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Estland kauft ATACMS-Raketen von USA

Im Jahr 2025 erhält Estland ATACMS-Raketen aus US-Produktion. Der baltische Staat kauft sie gemäß dem Rüstungsvertrag mit Washington. Die Ukraine, die diese Waffe ebenfalls verlangt, geht indessen wegen vermeintlich geringer Vorräte leer aus.
Estland kauft ATACMS-Raketen von USAQuelle: AP © Sergei Grits

Nach Angaben des Nachrichtenportals ERR wird Estland ATACMS-Raketen von den USA kaufen. Wie Magnus Saar, der Direktor des Nationalen Zentrums für Rüstungsinvestitionen, erklärt, beziehe sich der Auftrag auf das neuste M-57-Modell mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Die Lieferung soll im Rahmen des Beschaffungsvertrags erfolgen, den Tallinn und Washington im Dezember letzten Jahres unterzeichnet haben. Neben den ATACMS umfasse das Rüstungsabkommen auch das HIMARS-Waffensystem samt Raketen, Abschussanlagen und anderer notwendiger Ausrüstung. Laut dem Vertrag bekomme Estland die Rüstungsgegenstände im Laufe des Jahres 2025.

Zwar produziert das US-Rüstungsunternehmen Lockheed Martin weiterhin die ATACMS-Munition zum Verkauf, aber das US-Militär will auf diese verzichten, so das ERR weiter. Eine neue Waffe sei bereits getestet worden – eine Präzisionsrakete vom Typ PSR mit einer Reichweite von 500 Kilometern. Die US-Streitkräfte würden wahrscheinlich bereits in diesem Jahr damit beginnen, die ATACMS-Raketen durch die modernere Ausrüstung zu ersetzen. Saar betont, dass Estland auch die PSR-Raketen kaufen wolle. Dies sei jedoch noch Zukunftsmusik und hänge stark davon ab, ob Washington deren Verkauf überhaupt erlauben werde.

Seit Monaten fordert auch Kiew die Übergabe von ATACMS-Raketen aus US-Produktion. Medienangaben zufolge soll US-Präsident Joe Biden dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wladimir Selenskij entsprechende Lieferungen versprochen haben. Offiziell wurden die Informationen jedoch nicht bestätigt. Bisher begründete das Weiße Haus die Lieferverweigerung mit geringen Vorräten an ATACMS-Raketen.

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