Nord Stream-Untersuchung: Schweden will Ergebnisse nicht mit Russland teilen

Schweden wird die Ergebnisse der Ermittlungen zu den Explosionen der Nord Stream-Gaspipelines nicht mit den russischen Behörden oder Gazprom teilen. Das erklärte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Montag.

Im Verlauf des 26. September 2022 kam es zu mindestens zwei Explosionen an den Nord Stream-Pipelines. Die Ergebnisse einer Untersuchung dazu will Schweden aber nicht mit Russland oder Gazprom teilen, wie die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Montag mitteilte.

Laut schwedischen Angaben habe eine Tatortuntersuchung der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 von Russland nach Europa Beweise für Explosionen erbracht, und die Staatsanwaltschaft vermute Sabotage.

Letzte Woche hatte der russische Ministerpräsident Michail Mischustin in einem Schreiben an die schwedische Regierung gefordert, dass die russischen Behörden und Gazprom an den Ermittlungen beteiligt werden. Dies lehnte Schweden allerdings ab.

Am Montag erklärte Andersson, Schweden werde die Ermittlungsergebnisse zu den Explosionen in der schwedischen Wirtschaftszone nicht mit den russischen Behörden teilen. Sie begründete dies mit den Worten:

"In Schweden sind unsere Voruntersuchungen vertraulich, und das gilt natürlich auch in diesem Fall."

Andersson erklärte aber gleichzeitig, dass Schweden nicht verhindern könne, dass russische Schiffe die Orte der Explosionen anlaufen, nachdem die Tatortuntersuchung abgeschlossen sei.

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