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Russland über afghanische Flugzeuge und Hubschrauber in der Ukraine besorgt

Flugzeuge und Hubschrauber, mit denen afghanische Militärpiloten vor den Taliban flohen, sowie die geflohenen afghanischen Soldaten selbst könnten in der Ukraine landen, warnt der russische Sonderbeauftragte in Afghanistan Samir Kabulow.
Russland über afghanische Flugzeuge und Hubschrauber in der Ukraine besorgtQuelle: AFP © WAKIL KOHSAR

Militärische Luftfahrzeuge, die von Piloten der US-gestützten afghanischen Armee nach der Machtübernahme der Taliban aus dem Land ausgeflogen wurden, könnten in die Ukraine kommen. Davor warnte der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten in Afghanistan Samir Kabulow.

In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti wurde Kabulow um einen Kommentar zu einem Zwischenfall gebeten, als einige für die afghanische Luftwaffe bestimmte Hubschrauber von den USA nach der Machtübernahme der Taliban an die Ukraine übergeben wurden. Der Sonderbeauftragte schloss eine Wiederholung ähnlicher Vorfälle nicht aus. Besonders besorgt zeigte er sich um Luftfahrzeuge, die in Afghanistans Nachbarländer ausgeflogen wurden:

"Für uns ist es wichtig, dass diejenigen Hubschrauber und Flugzeuge, die auf dem Gebiet von Usbekistan und Tadschikistan landeten, nicht in die Ukraine kommen."

Kabulow erinnerte daran, dass während der Flucht der afghanischen Militärs etwa 60 Flugzeuge und Hubschrauber nach Tadschikistan und weitere 40 bis 50 nach Usbekistan überführt wurden. Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten in Bezug auf diese Frage schloss der Sonderbeauftragte allerdings aus:

"Von den USA sind überhaupt keine Garantien zu erwarten, denn sie sind nicht verhandlungsfähig."

Eine weitere Gefahr sah Kabulow in der Möglichkeit, dass sich afghanische Söldner den ukrainischen Streitkräften anschließen könnten. Er betonte hierbei, dass die Taliban im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine Anwerbung von Söldnern für die Ukraine in Afghanistan nicht zulassen würden. Ehemalige Angehörige afghanischer Spezialkräfte, die in Zentralasien als Flüchtlinge leben und weder in ihre Heimat zurückkehren können noch eine Einreisegenehmigung von den USA erhalten, könnten allerdings dazu übergehen, sich als Söldner zu verdingen. Kabulow führte aus:

"Ein Teil von diesen Spezialkräften schloss sich dem IS an und kämpfte sowohl in Irak als auch in Syrien. Das war sehr vorhersehbar, das ist eine Wiederholung des irakischen Szenarios, als dessen Ergebnis der IS erst entstanden war."

Andere ehemalige afghanische Soldaten könnten von der Ukraine angeworben werden, warnte der Sonderbeauftragte:

"Ein anderer Teil dieser ehemaligen Spezialkämpfer schließt sich den ukrainischen Nazis an – wahrscheinlich für Geld, denn sie müssen ja von irgendetwas leben."

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