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Bloomberg: USA drängt Zypern vergeblich zu einem Verbot russischer Rohöltransporte

US-Finanzministerin Janet Yellen drängt Zypern dazu, die Verschiffung von Rohöl aus Russland zu verbieten, berichtet Bloomberg. Der zyprische Finanzminister lehne solche Vorschläge der USA jedoch ab.
Bloomberg: USA drängt Zypern vergeblich zu einem Verbot russischer RohöltransporteQuelle: Sputnik © Vitaly Timkiv

Wie die Agentur Bloomberg am Dienstag berichtete, versuche die US-amerikanische Finanzministerin Janet Yellen ihre Amtskollegen in der EU zu drängen, Maßnahmen zur Durchsetzung einer Preisobergrenze für Öl aus Russland zu ergreifen. Laut Bloomberg hoffe die US-Regierung, "dass damit die weltweite Versorgung mit Rohöl aufrechterhalten und gleichzeitig die Einnahmen Moskaus begrenzt werden können".

Wie die anonymen Quellen der Agentur mitteilten, habe Yellen am 27. Juni mit dem Finanzminister Zyperns Constantinos Petrides gesprochen. Die USA versuche nun Zypern dazu zu bewegen, ein Verbot für Schiffe "unter zyprischer Flagge zu verhängen, die russisches Öl in Drittländer transportieren", da laut dem US-Finanzministerium dieses Land "Europas größtes Schiffsmanagementzentrum" sei. Nach Angaben von Bloomberg habe der zyprische Finanzminister jedoch Bedenken gegen einen solchen Schritt geäußert, da "viele andere Länder keine Sanktionen gegen Russland verhängen".

Die USA und die EU versuchen wiederholt, den Transport von Öl aus Russland auf dem Seeweg vollständig zu verbieten. So enthielt beispielsweise einer der Entwürfe des sechsten EU-Sanktionspakets gegen Russland den Vorschlag, europäischen Schiffen die Beförderung von russischem Öl zu untersagen. Der Vorschlag scheiterte jedoch, da EU-Länder wie Griechenland und Zypern dem nicht zustimmten.

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