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Australiens Opposition gewinnt Wahl – Morrison gibt Niederlage zu

Die Parlamentswahlen in Australien hat am Samstag die oppositionelle Labor-Partei gewonnen. Deren Parteichef Anthony Albanese dürfte somit demnächst den bisherigen Premier Scott Morrison als Regierungschef ablösen.
Australiens Opposition gewinnt Wahl – Morrison gibt Niederlage zuQuelle: www.globallookpress.com © Bai Xuefei / XinHua

Die sozialdemokratische Labor-Partei unter dem bisherigen Oppositionsführer Anthony Albanese hat nach Zahlen des Senders ABC und anderer Medien die Parlamentswahl in Australien gewonnen. Labor werde mindestens eine Minderheitsregierung bilden können, möglicherweise werde es auch für eine Mehrheitsregierung reichen, hieß es am Samstagabend (Ortszeit).

Damit wird Albanese aller Voraussicht nach der 31. Premierminister des Landes. Der 59-Jährige war in der Vergangenheit bereits einmal Vizepremier. Er ist seit 2019 Labor-Chef.

Australiens bisheriger konservativer Premierminister Scott Morrison räumte seine Niederlage bei der Parlamentswahl. Er habe Albanese angerufen und ihm zu seinem Sieg gratuliert, sagte Morrison am späten Abend (Ortszeit). Der 54-Jährige, der seit 2018 Regierungschef war, sprach von einer "schweren Nacht für die Liberalen".

Den vorläufigen Berechnungen zufolge kann die Labor-Partei mit mindestens 71 Sitzen im Unterhaus rechnen. Die Mehrheit liegt bei 76 Sitzen. Die rechtskonservative Koalition unter Morrison lag zunächst nur bei 49 Sitzen und kann keine Mehrheit mehr erreichen. Labor war in Australien seit fast zehn Jahren nicht mehr an der Macht.

Wie die Wahl ausgeht, war auch Stunden nach Beginn der Stimmenauszählung zunächst unklar. Grund war vor allem das gute Abschneiden vieler unabhängiger Kandidaten und der australischen Grünen (The Greens).

Rund 17 Millionen Wahlberechtigte waren dazu aufgerufen, über alle 151 Sitze im Unterhaus und die Hälfte der 78 Sitze im Senat zu entscheiden. Es herrscht Wahlpflicht. Berichten zufolge wählte etwa die Hälfte der Australier schon im Vorfeld entweder per Briefwahl oder per frühzeitiger Stimmabgabe. Die 2,7 Millionen Briefwahl-Stimmen wurden am Samstag noch nicht ausgezählt.

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rt de / dpa 

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