International

Genfer Abrüstungskonferenz: Moskau wirft Berlin Teilnahme an Biowaffen-Entwicklung in Ukraine vor

In seiner Rede vor der UN-Abrüstungskonferenz in Genf hat der russische Botschafter Gennadi Gatilow den Verdacht geäußert, dass Deutschland über die Entwicklung von Biowaffen in der Ukraine im Klaren gewesen sei.
Genfer Abrüstungskonferenz: Moskau wirft Berlin Teilnahme an Biowaffen-Entwicklung in Ukraine vorQuelle: Gettyimages.ru

Gennadi Gatilow, der Ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen in Genf, hat während seiner Rede vor der Abrüstungskonferenz am Donnerstag weitere Informationen dargelegt, die russische Streitkräfte über die Arbeit der Biolabore zur Forschung verschiedener Krankheitserreger und ihrer Wirkung in der Ukraine während der militärischen Operation gesammelt haben sollen. Dem Botschafter zufolge hätte nicht nur Washington, sondern auch Berlin von den Aktivitäten der Labore in der Ukraine gewusst.

Dem US-Verteidigungsministerium wirft Moskau die unmittelbare Leitung der Forschung in den Laboren in der Ukraine vor. Nach Angaben der russischen Seite habe es auf dem Territorium der Ukraine ein ganzes Netzwerk von etwa 30 Laboren gegeben, die Gatilow zufolge an der "Stärkung pathogener Eigenschaften einer Reihe tödlicher Krankheiten" gearbeitet hätten. Unter anderem hatte Russland bereits zuvor den Verdacht geäußert, dass die Forscher in diesen Laboren angeblich ebenfalls mit dem Coronavirus aus Fledermäusen experimentiert hätten.

Darüber hinaus hegt Russland den Verdacht, dass ein Teil der Experimente in der Forschung der Wirkungen von Viren und weiteren Krankheitserregern auf Menschen verschiedener Ethnien bestanden habe. An den Forschungen seien laut Gatilow auch ausländische Labore und Institute beteiligt gewesen, unter anderem in Georgien, den USA und Deutschland. Konkret nannte der russische Botschafter das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, das angeblich Blutproben der slawischen Volksgruppe bekommen habe. Deutsche Ärzte hätten nach russischen Angaben "regelmäßig" ukrainische Krankenhäuser besucht und den Verlauf der Krankheiten beobachtet. Gatilow wörtlich:

"Die Aktivitäten Deutschlands, die für die breite Öffentlichkeit bisher unbekannt blieben, bergen die gleiche Bedrohung wie biologische Experimente der USA und erfordern eine detaillierte Untersuchung."

Der Diplomat warf Washington vor, gefährliche Experimente auf dem Territorium der Ukraine durchführen zu lassen, um das eigene Territorium dadurch nicht zu bedrohen. Die russische Seite erwarte ausführliche Erklärungen zu diesen Vorwürfen seitens der USA, so Gatilow.

Mehr zum Thema - Medienbericht: Hunter Biden sicherte Finanzierung für US-Biowaffen-Hersteller in Ukraine

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.