International

Duma-Abgeordnete: Russische Spezialeinheit nimmt ukrainische Folterer gefangen

Nach Meldungen aus Moskau hat eine russische Spezialeinheit zwei ukrainische Rechtsradikale festgenommen, die auf einem online verbreiteten Video mutmaßlich russischen Kriegsgefangenen in die Knie geschossen hatten. Dies ist von unabhängiger Stelle noch nicht bestätigt.
Duma-Abgeordnete: Russische Spezialeinheit nimmt ukrainische Folterer gefangenQuelle: RT

Russische Spezialeinheiten haben nach Bekundungen von Abgeordneten der Duma in Moskau ukrainische Soldaten gefangen genommen, die in die Folterung von Soldaten der russischen Streitkräfte verwickelt waren. Dies teilte unter anderen der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Ausschusses für die Entwicklung der Zivilgesellschaft, der öffentlichen und religiösen Vereinigungen Wladimir Schamanow mit:

"Diejenigen, die unsere Soldaten misshandelten, freuten sich nicht lange. Heute liegen sie zu Füßen und betteln um Vergebung. Ich werde ihre Namen nennen!"

Schamanow präzisierte, dass es sich um die ukrainischen Bürger Sergei Welitschko und Konstantin Nemitschew handele. Sie sollen den russischen Soldaten unter anderem in die Knie geschossen und ihre Qualen gefilmt haben. Ob die Angaben von Schamanow der Wahrheit entsprechen, kann unabhängig nicht verifiziert werden.

Das Video der Misshandlungen war vor einigen Tagen aufgetaucht und sorgte weltweit für Empörung. Selbst der Berater des ukrainischen Präsidenten und sein inoffizieller Sprecher in militärischen Angelegenheiten Alexei Arestowitsch hatte den Vorfall in einer Videoansprache verurteilt und die Bestrafung der Schuldigen gefordert.

Es gab aber auch anderslautende Stellungnahmen aus der Ukraine. So sprach der Befehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Waleri Saluschny auf Facebook von einer russischen Fälschung. "Ich betone, dass die Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte und anderer legitimer militärischer Formationen die Normen des humanitären Völkerrechts strikt einhalten", schrieb er. Der ukrainische Geheimdienst SBU schloss sich dem an. Mit Kriegsgefangenen werde nach der Genfer Konvention verfahren, teilte der Dienst mit.

Auf den Aufnahmen sieht man mehrere Männer in Militärkleidung auf dem Boden liegen, bei mindestens einem sieht man auch Blut aus dem Beinbereich heraustreten. Es bleibt unklar, ob diese Soldaten im Kampf verwundet oder ebenfalls in der im folgenden sichtbaren Weise misshandelt wurden. Nach einem Kameraschwenk sieht man, wie in dichter zeitlicher Abfolge zwei weitere Militärangehörige aus einem Transporter herausgeführt werden, wonach einer der Anwesenden, offenbar ukrainischen Militärangehörigen, ihnen nacheinander von hinten in die Knie schießt. Die Angeschossenen stürzen daraufhin und wälzen sich am Boden.

Die auf dem Video sichtbaren ukrainischen Militärangehörigen wurden schon bald in sozialen Netzwerken als zwei Rechtsradikale aus Charkow identifiziert, die der Fußballhooligan-Szene zugerechnet werden. Es soll sich um die besagten Welitschko und Nemitschew handeln.

Der Moskauer Unterhändler Wladimir Medinski sagte am Dienstag am Rande der Friedensverhandlungen in Istanbul, Russland habe der ukrainischen Seite seinen Protest in Zusammenhang mit dem Video ausgedrückt. Die ukrainische Seite habe entschiedene Maßnahmen gegen die Verantwortlichen zugesagt, sollten sie gefasst werden.

Mehr zum Thema - Folterungen von Kriegsgefangenen durch ukrainische Soldaten? Russland leitet Untersuchung ein

rt de / dpa

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.