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EU zeigt sich besorgt über Störungen der Gasversorgung von Bergkarabach

Zum zweiten Mal in diesem Monat ist die Gasversorgung der umstrittenen Republik Bergkarabach eingestellt worden, über die Aserbaidschan im Jahr 2020 die Kontrolle zurückgewonnen hatte. Die EU zeigt sich über die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung besorgt.
EU zeigt sich besorgt über Störungen der Gasversorgung von BergkarabachQuelle: Gettyimages.ru © Resul Rehimov/Anadolu Agency

Der Sprecher der Europäischen Kommission für auswärtige Angelegenheiten Peter Stano hat sich am Mittwoch auf Twitter mit dem Aufruf an Aserbaidschan gewandt, die Gaslieferungen an Bergkarabach "dringend" wiederherzustellen, um die lokale Bevölkerung nicht zu beeinträchtigen.

Die Reparaturarbeiten an der Verbindung sollen dazu geführt haben, dass die Gasversorgung vom 8. bis 19. März gestört wurde. Nach Angaben der lokalen Behörden wurde der Gasfluss bis heute nicht fortgesetzt. Stano schrieb diesbezüglich:

"Es besteht eine dringende Notwendigkeit, die sofortige Wiederaufnahme der Gasversorgung der betroffenen lokalen Bevölkerung sicherzustellen, insbesondere im Zusammenhang mit den schlimmen Wetterbedingungen. Die EU fordert die zuständigen Behörden auf, das zuzulassen."

Die Gasroute sollte Lieferungen nach Stepanakert liefern, das im von Bergkarabach kontrollierten Gebiet liegt. Die vorherige Abschaltung hatte zu Stromausfällen geführt, da die Bewohner während eines Kälteeinbruchs mit ungewöhnlich kühlen Temperaturen auf elektrisch betriebene Heizgeräte zurückgegriffen hatten.

Die lokalen Medien berichten von der Gefahr einer humanitären Katastrophe in Bergkarabach. Berichten zufolge soll das Arewik-Krankenhaus in der Republik wegen der ausgefallenen Heizung die geplanten Operationen für Patienten einschließlich von Kindern verschieben. Die alternative Heizung funktioniere nicht gut genug.

Bergkarabach ist eine zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittene Region, die nach dem Zerfall der Sowjetunion zu Aserbaidschan gehört. Sie ist jedoch überwiegend von Armeniern besiedelt und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Im Jahr 2020 hatte Aserbaidschan mit Unterstützung der Türkei die Kontrolle über die Region zurückgewonnen. Gemäß einer trilateralen Vereinbarung, die unter Vermittlung Russlands erzielt worden war, übergab Jerewan einige Bezirke an Baku. Außerdem wurden russische Friedenstruppen in der Region stationiert.

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