International

Häuserkampf in Mariupol: Menschen harren in Treppenhäusern aus, während geschossen wird (Video)

Wie die Einwohner Mariupols Kämpfe in einem Wohngebiet erleben, zeigen Videos, die ein örtlicher Kameramann für RT in der umkämpften Stadt gedreht hat. Die Asow-Kämpfer beziehen ihre Stellungen in Wohnungen, während Menschen Zuflucht in den Treppenhäusern suchen.
Häuserkampf in Mariupol: Menschen harren in Treppenhäusern aus, während geschossen wird (Video)

Seit Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine am 24. Februar haben die Kämpfer der rechtsradikalen Einheiten de facto die Macht in der Stadt Mariupol übernommen. Da das Referendum über die Abspaltung von der Ukraine nach dem Putsch in Kiew im Mai 2014 auch in Mariupol abgehalten wurde, hält die nun von Russland anerkannte Volksrepublik Donezk die Stadt für ihr Territorium, das zurückzuerobern ist.

Die Operation Russlands zur Entnazifizierung der Ukraine war eine Kampfansage vor allem an die Kämpfer der rechtsradikalen Formationen "Asow" oder "Aidar", die seit Jahren in die Einheiten der ukrainischen regulären Armee eingegliedert sind. Da sie sich nicht ergeben wollten, waren Straßen- und Häuserkämpfe in der eingekreisten Stadt unvermeidbar.

Dabei stand der Schutz des Lebens friedlicher Einwohner der Stadt keineswegs auf der Prioritätenliste der militanten Nationalisten. Viel eher nutzten sie die Menschen als Schutzschild, raubten sie aus und erschossen diejenigen, die versuchten, aus der Stadt zu fliehen. Über die von Russland und der Volksrepublik Donezk vorbereitete Evakuierung wurden die Menschen nicht einmal informiert. Die Infrastruktur der Stadt liegt seit Wochen komplett lahm, die notleidenden Menschen müssen Zuflucht in den Kellern suchen, um sich wenigstens vor dem Tod durch Artilleriebeschuss zu retten.

Nach mehrtägigen Kämpfen brachten die Kräfte der vorrückenden Einheiten inzwischen die Hälfte der Stadt unter ihre Kontrolle. Schätzungen zufolge sind noch über 100.000 Einwohner in der Stadt eingeschlossen. Wie die Befreiung der Stadt vonstattengeht und wo sich dabei die Zivilisten befinden, zeigt ein exklusiver RT-Videobericht.

Die Asow-Kämpfer besetzen Wohnungen der neunstöckigen Häuser, um aus ihnen heraus Feuergefechte zu führen, zum Einsatz kommen Maschinengewehre und Antipanzerraketen. Die Wohnungen und Bausubstanz der Häuser werden dadurch zerstört. Die Kämpfer der Volksrepublik Donezk unterdrücken das gegnerische Feuer und stürmen Treppenhäuser, um die Wohnungen zu durchsuchen. Ihre taktische Planung stimmen sie mit Luftaufnahmen einer Drohne ab.

In einigen der Wohnungen finden sie gegnerische Kämpfer, die kurz verhört werden. Einige Wohnungen brennen, und es ist zu hören, wie in Brand geratene Munition explodiert. In Treppenhäusern harren verängstigte Menschen aus, Frauen, Alte und Kinder – offenbar ist der Eingang zu den Kellern durch Beschuss blockiert.

In vielen anderen Videos russischer Medien, die in diesen Tagen veröffentlicht werden, erzählen die geretteten Einwohner, dass die ukrainische Armee Treppenhäuser aus ihren Panzern gezielt und systematisch beschoss. Damit setzten sie ganze mehrstöckige Häuser in Brand und verhinderten die Evakuierung derer Einwohner. Die Stadt Mariupol gehört damit wohl jetzt schon zu der wohl am meisten beschädigten Großstadt in der ganzen Konfliktregion.

Mehr zum Thema - Live-Ticker zum Ukraine-Krieg: Donezker Volksrepublik meldet Hälfte von Mariupol befreit

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.