International

WHO empfiehlt Ukraine Vernichtung gefährlicher Krankheitserreger in Labors

Um eine Freisetzung zu verhindern, empfiehlt die WHO der Ukraine die Vernichtung gefährlicher Krankheitserreger in den Biolabors des Landes. Russland erklärt, dass die Ukraine mit Hilfe der USA biologische Waffen entwickelt hat. Kiew und Washington bestreiten dies.
WHO empfiehlt Ukraine Vernichtung gefährlicher Krankheitserreger in LaborsQuelle: Gettyimages.ru © Jon Cherry

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Behörden der Ukraine empfohlen, in den Labors des Landes befindliche "hochgefährliche Krankheitserreger" zu vernichten, um zu verhindern, dass sich Krankheiten in der Bevölkerung ausbreiten. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung der Organisation.

Laut der Meldung verfügt die Ukraine wie viele weitere Länder über Laboratorien, die Forschungsarbeiten im Bereich der öffentlichen Gesundheit durchführen. Sie untersuchen, wie die Auswirkungen der Bedrohung durch gefährliche Krankheiten, die sowohl Tiere als auch Menschen befallen, eingedämmt werden können. Die WHO teilte Reuters mit, dass sie mit ukrainischen Labors zusammenarbeite und wies darauf hin:

"Im Rahmen dieser Arbeit hat die WHO das ukrainische Gesundheitsministerium und andere zuständige Behörden aufgefordert, hochgefährliche Krankheitserreger zu vernichten, um mögliche Freisetzungen zu verhindern."

Allerdings machte die WHO keine Angeben, wann die Empfehlung ausgesprochen wurde und ob die ukrainischen Behörden sie umgesetzt haben. Auch nannte man keine Details zu den Arten von Krankheitserregern oder Toxinen, die in ukrainischen Labors gelagert werden.

Reuters schrieb unter Berufung auf Biosicherheitsexperten, das Risiko, dass Labors im Rahmen von Kampfhandlungen beschädigt werden könnten, sei hoch.

Russland behauptet, dass die Ukraine mit Unterstützung des Pentagons biologische Waffen entwickelt. Nach Angaben von Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, wurde das Laborpersonal nach Beginn der russischen Militäroperation im Land angewiesen, neben anderen besonders gefährliche Erreger verschiedener Krankheiten wie Cholera, Milzbrand, Pest, Tularemie dringend zu vernichten. Laut Konaschenkow hatten die US-Behörden Bedenken, dass "geheime biologische Experimente" aufgedeckt werden könnten.

Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete die US-amerikanischen Biolabore auf dem Territorium der Ukraine als "Instrument einer direkten Bedrohung Russlands". Der Leiter des russischen Ermittlungskomitees Alexander Bastrykin ordnete eine Überprüfung der Daten an.

Russland beantragte eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu den militärischen und biologischen Aktivitäten der USA in der Ukraine.

Unterdessen bezeichnete Washington die Anschuldigungen aus Moskau als Desinformation und "glatte Lügen". Das US-Außenministerium versicherte, dass die US-Behörden die Bestimmungen des Übereinkommens über chemische und biologische Waffen einhielten. Avril Haines, die Leiterin des Nationalen Nachrichtendienstes der USA, betonte, dass die Ukraine nicht an der Herstellung biologischer Waffen beteiligt sei und dass die Laboratorien auf dem Territorium des Landes in der Biosicherheits- und Gesundheitsforschung tätig seien.

Auch Kiew weist die Vorwürfe Moskaus zurück. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij betonte, dass sich die Labors, die nach der Sowjetzeit im Land verblieben sind, "mit normaler Wissenschaft" und nicht mit Militärtechnologie befassen würden. Die Ukraine habe niemals biologische, chemische oder andere Massenvernichtungswaffen entwickelt.

Mehr zum Thema - China fordert Aufklärung: Was haben die USA in den Hunderten Biolaboren im Ausland getan?

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.