International

Polen will keine WM-Play-offs gegen Russland spielen

Der polnische Fußball-Verband PZPN will mit seinem Nationalteam nicht in den WM-Play-offs gegen Russland antreten. Damit reagiert der polnische Verband auf die Eskalation im Ukraine-Konflikt. Lob für die Entscheidung gab es von Star-Fußballer Robert Lewandowski.
Polen will keine WM-Play-offs gegen Russland spielenQuelle: AFP © Dmitry Lovetsky/Pool/AFP

Polen will in den Play-offs für die WM-Qualifikation nicht gegen Russland antreten. "Schluss mit Worten, es ist Zeit zum Handeln!", twitterte Verbandspräsident Cezary Kulesza am Samstag. Und weiter:

"Im Zusammenhang mit der Eskalation der Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine wird die polnische Nationalmannschaft kein Playoffspiel gegen das russische Team spielen. Das ist die einzige anständige Entscheidung."

Man führe Gespräche mit den Verbänden Schwedens und Tschechiens, um dem Weltverband FIFA eine gemeinsame Stellungnahme zu präsentieren. Der PZPN retweetete die Aussage.

Lob für die Entscheidung des polnischen Verbands gab es von deren Starspieler Robert Lewandowski. Der Bayern-Stürmer schrieb auf Twitter:

"Das ist die richtige Entscheidung! Ich kann mir nicht vorstellen, ein Spiel gegen das russische Nationalteam in einer Situation zu spielen, wenn die bewaffnete Aggression in der Ukraine weitergeht."

Er ergänzte:

"Russische Fußballer und Fans sind nicht dafür verantwortlich, aber wir können nicht so tun, als ob nichts passiert."

Zuvor hatten die Verbände aus Polen, Schweden und Tschechien ihre Weigerung gegenüber der Austragung der WM-Playoffs in Russland angekündigt. Die FIFA hatte am Donnerstag zunächst keine Konsequenzen gezogen.

In den europäischen Play-offs zur WM-Endrunde in Katar (vom 21. November bis 18. Dezember) werden Ende März drei Tickets vergeben. In einem Halbfinal-Weg soll Polen am 24. März in Russland antreten. Kämen die Russen in das Finale, wären dort am 29. März Schweden oder Tschechien der Gegner. Die Ukraine spielt in ihrem Halbfinale am 24. März in Schottland.

Mehr zum Thema"Nein zum Krieg" – Russische Künstler, Medienleute und Sportler gegen Militäreinsatz

(rt de/dpa)

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.