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Bill Gates gibt keine Entwarnung – "Werden eine weitere Pandemie haben"

Am Sonntag endete die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz. In dem Zusammenhang plauderte der US-Milliardär Bill Gates über seinen Blick auf die jüngsten Entwicklungen rund um die Corona-Krise. Hätte sich die Welt Australien zum Vorbild genommen, wäre es wohl nicht zur Pandemie gekommen, gibt sich Gates überzeugt.
Bill Gates gibt keine Entwarnung – "Werden eine weitere Pandemie haben"Quelle: www.globallookpress.com

Neben der sich zuspitzenden Ukraine-Krise war es vor allem die zwar nachlassende, aber dennoch nach wie vor schwelende COVID-19-Krise, die die Agenda der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) bestimmte. Vor Ort fand sich auch der von nicht wenigen politischen Entscheidungsträgern als "Corona-Experte" hofierte US-Unternehmer Bill Gates ein.

Was der vor allem in der westlichen Hemisphäre als Philanthrop gefeierte Multi-Milliardär auf einer Podiumsdiskussion am 18. Februar nicht ohne Bedauern zur Omikron-Variante zu sagen hatte, sorgte anschließend für reichlich Diskussionsstoff – auch in den sozialen Medien. "Leider ist das Virus selbst – insbesondere Omikron – eine Art Impfstoff, schafft sowohl B-Zellen- als auch T-Zellen-Immunität und hat es besser geschafft, die Weltbevölkerung zu erreichen, als wir es mit Impfstoffen getan haben."

Zudem musste Gates auf der entsprechenden Podiumsdiskussion – geleitet von der CNBC-Journalistin Hadley Gamble – einräumen, dass die Gefahr, durch COVID-19 schwer zu erkranken, "dramatisch gesunken" sei: "Die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung, die vor allem bei älteren Menschen mit Fettleibigkeit oder Diabetes besteht, –  diese Risiken sind jetzt aufgrund der Infektionsexposition drastisch reduziert." Er fügte jedoch hinzu, dass der Welt wohl sicherlich weitere Pandemien ins Haus stehen.

"Wir werden eine weitere Pandemie haben. Das nächste Mal wird es ein anderer Erreger sein."

Sollte die Antwort auf diese zukünftige Pandemie jedoch "vernünftig" ausfallen, werde es möglich sein, die Gefahr frühzeitig zu erkennen und eine globale Ausbreitung zu verhindern: "Die Kosten für die Vorbereitung auf die nächste Pandemie sind nicht so hoch. Es ist nicht wie mit dem Klimawandel. Wenn wir vernünftig sind, werden wir sie beim nächsten Mal früh erkennen."

Über die Bill & Melinda Gates Foundation ließ Gates in der jüngeren Vergangenheit – gemeinsam mit dem britischen Wellcome Trust – der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) 300 Millionen US-Dollar an Spendengeldern zukommen. CEPI wurde 2017 mit dem Ziel ins Leben gerufen, durch die Entwicklung von Impfstoffen zukünftige Pandemien zu verhindern. Auch das COVAX-Programm zur Bereitstellung von Impfstoffen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen wurde so mitgestaltet.

Auf der eigenen Webseite heißt es zum CEPI-Grundgedanken: "Die Bereitstellung eines Impfstoffs gegen die nächste Krankheit X innerhalb von 100 Tagen würde der Welt die Chance geben, die existenzielle Bedrohung durch ein künftiges Pandemievirus auszuschalten."

In diesem Monat kündigte der Milliardär an, dass er in seinem neuen Buch seine Ansichten darüber darlegen wird, wie die nächste Pandemie verhindert werden könne.

Auf die Frage, ob es möglich sei, eine weitere Pandemie zu verhindern, pries Gates in München derweil den australischen Sonderweg bei der Corona-Bekämpfung als mutmaßlich globales Vorbild an:

"Wenn jedes Land das tun würde, was Australien getan hat, dann würde man nicht von einer Pandemie sprechen."

Als "COVID-Festung" verfolgte Australien im Rahmen einer sogenannten Null-COVID-Strategie eine Politik äußerst rigider Corona-Maßnahmen. Die Strategie entfaltete jedoch keineswegs die erhoffte Wirkung.

Die australische Metropole Melbourne hält mit 262 Tagen den weltweiten Lockdown-Rekord. Im Oktober 2021 wurde diese Maßnahme beendet, um "Lockerungen" Platz zu machen, da 70 Prozent der Bevölkerung damals als "vollständig" gegen SARS-CoV-2 geimpft galten. Zuvor genügten den Politikern in diesem Land schon einzelne Ausbrüche, um neuerlich strikteste Beschränkungen zu verhängen. Aktuell gelten gut 79 Prozent der Australier als vollständig geimpft.

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