Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow: Etwa 80 Ortschaften seit Jahresbeginn befreit

20.05.2026 21:45 Uhr
21:45 Uhr
Explosionen in Sumy
In der Stadt Sumy im Norden der Ukraine ist es nach Angaben des ukrainischen Fernsehkanals Suspilne zu einer Explosion gekommen. Zuvor war in der Stadt der Luftalarm ausgerufen worden.
21:33 Uhr
Tusk warnt Russland scharf: NATO könnte "entschlossen reagieren"
Die NATO könnte harte Maßnahmen ergreifen, falls der Ukraine-Konflikt weiter eskaliert. Das erklärte der polnische Premierminister Donald Tusk laut dem TV-Sender Sky News:
"Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine könnte bald zu einer Situation führen, in der wir entschlossen reagieren müssen."
Zuvor hatte der Kreml erklärt, ein Eingreifen von NATO-Staaten mit Bodentruppen in den Ukraine-Konflikt berge "eine enorme Gefahr". Auch das russische Außenministerium betonte, dass jeder mögliche Einsatz von Truppen aus NATO-Mitgliedstaaten in der Ukraine für Moskau "kategorisch inakzeptabel" sei und eine scharfe Eskalation nach sich ziehen könnte. Äußerungen aus Großbritannien und anderen europäischen Ländern über eine mögliche Entsendung von Kontingenten wertete das Ministerium als Anstiftung zur Fortsetzung der Kampfhandlungen.
21:17 Uhr
Peskow: Unser Militär prüft Reaktion auf Drohnenflüge über Baltikum

Die kriegerischen Aussagen des ukrainischen Präsidenten, Wladimir Selenskij, über zukünftige Angriffe auf Russland tragen kaum zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes bei. Dies betonte Dmitri Peskow.
Vor diesem Hintergrund werde Russland die militärische Sonderoperation fortsetzen, bis deren Ziele erreicht seien. Moskau ziehe dennoch eine friedliche Beilegung des Konflikts vor und sei für eine solche Option offen.
Russland sei sich der Gefahr der Drohnenüberflüge durch den Luftraum der baltischen Länder bewusst, erklärte der Kremlsprecher. Ihm zufolge arbeiteten die russischen Streitkräfte aktuell daran, eine angemessene Reaktion vorzubereiten. Die zuständigen Dienste, vor allem das Militär, würden die Lage genau beobachten.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.20:58 Uhr
Lawrow: Etwa 80 Ortschaften seit Jahresbeginn befreit
Im Rahmen seiner Sonderoperation hat Russland im Jahr 2026 etwa 80 Orte befreit. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview gegenüber Shanghai Media Group. Demnach teilte er mit:
"Im Verlauf des Jahres 2026 wurden etwa 80 Siedlungen befreit, darunter 35 im März und April. Der Prozess läuft."
Lawrow betonte, dass Russland die Aufgaben der Sonderoperation konsequent verfolge, dabei allerdings auf besonders gewaltsame Mittel verzichte:
"Russlands Präsident Wladimir Putin sagte mehrmals, dass wir nicht jene Mittel einsetzen, die wir einsetzen könnten, weil wir die Gebiete, wo im Grunde unsere Leute leben, die von den Nazis unterdrückt werden, nicht zu sehr schädigen wollen."
20:32 Uhr
EU-Sonderbeauftragte: Schutz für ukrainische Männer in der EU "ist nicht logisch"

Soldatenfriedhof in Saporoschje, 17. Mai 2024. Die EU-Sonderbeauftragte für Ukrainer in der EU möchte ukrainischen Männern im wehrfähigen Alter offenbar keinen Schutz mehr gewähren. Männer, die sich unrechtmäßig und vielfach illegal aus der Ukraine entfernt haben, sollten die EU verlassen, erklärte Johansson.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.
20:14 Uhr
Verletzte in südrussischen Regionen wegen ukrainischer Angriffe
Zwei Menschen haben bei den heutigen Drohnenangriffen der Ukraine auf ein Industriegebiet in der Region Stawropol Verletzungen erlitten. Laut Gouverneur Wladimir Wladimirow handelt es sich um die Mitarbeiter der örtlichen Betriebe. Einer von ihnen musste hospitalisiert werden.
In der Stadt Rostow am Don stürzten Fragmente der Drohne auf ein mehrstöckiges, im Bau befindliches Wohnhaus ab, berichtet Gouverneur des Gebietes Rostow Juri Sljussar. Ein Mann wurde dabei verletzt.
19:43 Uhr
Slowakischer Präsident: Ukraine-Konflikt militärisch nicht lösbar
Peter Pellegrini, der Präsident der Slowakei, hat zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts in der Ukraine aufgerufen. Nach den Gesprächen mit seinem albanischen Amtskollegen Bajram Begaj, der sich in Bratislava zu Besuch befindet, erklärte Pellegrini:
"Wir sind mit dem Herrn Präsidenten übereingekommen, dass es für den Krieg östlich von uns nur eine diplomatische Lösung gibt. Eine militärische Lösung gibt es nicht, er kann nur auf diplomatischem Wege und durch Verhandlungen beendet werden."
Zuvor hatte Pellegrini Mitte Mai zu einem Dialog zwischen der EU und Russland aufgerufen und vorgeschlagen, einen entsprechenden Vertreter der EU zu bestimmen.
19:06 Uhr
Rutte gibt Russland Schuld für Drohnenvorfälle über dem Baltikum
Die Verantwortung für ukrainische Drohnen im Luftraum der baltischen Länder liegt bei den russischen Behörden, glaubt NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Laut der Nachrichtenagentur ERR erklärte er auf einer Pressekonferenz in Brüssel:
"Wenn die Drohnen aus der Ukraine kommen, heißt das nicht, dass die Ukraine eine Drohne nach Lettland, Litauen oder Estland entsenden wollte."
Nach Ansicht von Rutte waren ukrainische Drohnen wegen Russland über dem Baltikum.
18:42 Uhr
"Wahnhaft russlandfeindlich": Peskow lehnt lettische Drohungen über Kaliningrad ab
Die baltischen Staaten sind "geradezu wahnhaft russlandfeindlich" und handeln gegen ihre eigenen Interessen, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er sprach zudem von "kurzsichtigen Politikern" im Baltikum, "die mit Russophobie durchtränkt sind".
Peskow weist hierbei im Einzelnen auf die Aussagen des lettischen Außenministers Kęstutis Budrys über Kaliningrad hin. In einem Interview für die Neue Zürcher Zeitung hatte der Lette erklärt, die NATO müsse Russland zeigen, dass sie die "kleine Festung" von Kaliningrad durchdringen könne. Das Militärbündnis habe die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dem "Erdboden gleichzumachen".
17:56 Uhr
Von der Leyen: Drohungen gegen Baltikum "inakzeptabel"
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weist die russischen Warnungen für die baltischen Staaten zurück. Auf X (Twitter) schreibt sie:
"Die öffentlichen Drohungen Russlands gegen unsere baltischen Staaten sind völlig inakzeptabel."
Eine Bedrohung gegen einen Mitgliedstaat sei eine Bedrohung für die gesamte EU, führt von der Leyen weiter aus. Ihrer Ansicht nach tragen Russland und Weißrussland die direkte Verantwortung für Drohnen, die das Leben und die Sicherheit der Menschen an der Ostflanke der EU gefährden. Europa werde mit Einigkeit und Stärke reagieren.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

