Liveticker Ukraine-Krieg: Paris sagt Kiew mehr Abfangraketen zu

23.08.2026 12:32 Uhr
12:32 Uhr
Putin-Interview: Moskau signalisiert Gesprächsbereitschaft – unter Bedingungen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in einem Interview mit Korrespondent Pawel Zarubin zu den Angriffen auf russische Infrastruktur, den Folgen für die Wirtschaft und den weiteren Verlauf des Konflikts geäußert. Er betonte, Russland habe die ukrainischen Ziele zur Schwächung des Landes vereitelt, und erklärte, Moskau sei weiterhin zu Verhandlungen bereit – jedoch auf Grundlage der aktuellen Realitäten vor Ort.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
12:07 Uhr
Ex-Verteidigungsminister Fjodorow prangert Korruption im ukrainischen Militär an
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat in einem Interview für den Fernsehsender 24 Kanal die "weitverbreitete Korruption" im Verteidigungsministerium in Kiew kritisiert und zugleich erneut Vorbereitungen auf Wahlen gefordert. Er habe während seiner Amtszeit erlebt, wie "Hunderte von Menschen" sich am Staatshaushalt bereichert hätten, behauptete Fjodorow. Die Korruption hindere die Ukraine daran, den Krieg "aus einer Position der Stärke" zu beenden und eine Grundlage für den Aufbau der Ukraine zu schaffen. Gleichzeitig forderte der von Präsident Wladimir Selenskij geschasste Verteidigungsminister, sich auf die "Rückkehr zu einem demokratischen Wahlzyklus" vorzubereiten. Damit meinte er Wahlen auf lokaler, parlamentarischer und präsidentieller Ebene.
11:40 Uhr
Staats- und Regierungschefs von baltischen und nordischen Ländern besuchen Ukraine
Am kommenden Montag begeht die Ukraine den Unabhängigkeitstag. Im Vorfeld der Feierlichkeiten sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew die Staats- und Regierungschefs von Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Norwegen eingetroffen. Die hochrangigen Politiker wurden am Bahnhof von Außenminister Andrei Sibiga empfangen. Auf der Plattform X kündigte der Diplomat an, dass sich die Gäste aus den nordischen und baltischen Ländern auch mit Präsident Wladimir Selenskij treffen würden. Sibiga fügte hinzu:
"Im Vorfeld unseres Unabhängigkeitstages fühlen wir uns nicht allein. Unsere Verbündeten stehen an unserer Seite."
Ahead of our Independence Day, we feel we are not alone. Our allies are with us.
— Andrii Sybiha 🇺🇦 (@andrii_sybiha) August 23, 2026
Today in the morning, I was pleased to welcome leaders of Denmark, Estonia, Finland, Latvia, Lithuania, Norway, alongside other high representatives, at the Kyiv Railway Station.
They will hold… pic.twitter.com/NmPgIVH1g3Auf den vom Diplomaten geteilten Fotos waren die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre und der finnische Präsident Alexander Stubb zu sehen.
11:04 Uhr
Zahlreiche Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 76 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 76 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens vier Geschosse abgefeuert und 371 Drohnen eingesetzt, von denen 239 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei Drohnenangriffen auf Passagierbusse seien in den Ortschaften Dubowoje, Tawrowo und Nikolskoje neun Zivilisten verletzt worden. In der Siedlung Tawrowo seien zudem ein Mann und eine Frau zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft angegriffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf ein Wohnhaus in der Siedlung Dubowoje hätten zwei Frauen Verletzungen erlitten. In der Siedlung Otradnoje seien drei Einwohner zu Schaden gekommen. Bei der Detonation einer Drohne sei eine Einwohnerin der Stadt Graiworon verletzt worden. Eine weitere Frau sei bei der Detonation einer Drohne in der Siedlung Krasnaja Jaruga zu Schaden gekommen. Ein Einwohner der Siedlung Proletarski habe ebenfalls bei der Detonation einer Drohne ein Barotrauma erlitten. Ein weiterer Mann sei infolge einer ukrainischen Drohnenattacke auf einen Betrieb in der Siedlung Soldatskoje verletzt worden. In der Siedlung Surkowo sei ein 17-jähriges Mädchen verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ein Auto attackiert habe. Außerdem sei in der Stadt Schebekino ein Kämpfer der örtlichen Drohnenverteidigungseinheit Orlan zu Schaden gekommen. Ein Mann und eine Frau hätten Verletzungen erlitten, als ihr Auto in der Siedlung Oktjabrski auf eine Mine aufgefahren sei. Eine Frau, die noch am 16. August bei einer Drohnenattacke auf einen Betriebsbus in der Siedlung Rakitnoje schwere Verletzungen erlitten habe, sei in einem Krankenhaus in der Stadt Schebekino verstorben.
Der Krisenstab meldet darüber hinaus zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden acht Mehrfamilienhäuser, 39 Einfamilienhäuser, drei soziale Einrichtungen, sechs Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, sieben Betriebe, ein Infrastrukturobjekt, drei Stromleitungen, drei Garagen, eine Bushaltestelle, drei Lkw, zwei Busse, zwei Kleintransporter, ein Kleinbus und 66 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:36 Uhr
Ein Verletzter und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 22. August bis 8 Uhr MESZ am 23. August 149 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 139-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 13 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über einen Verletzten. Bei ihm handele es sich um einen 35 Jahre alten Einwohner der Ortschaft Belaja. In der Siedlung seien zudem zwei Einfamilienhäuser und ein Auto beschädigt worden. Im Dorf Slobodka-Korotschka seien ein Lagerhaus und ein Lkw zu Schaden gekommen. In der Siedlung Kolontajewka habe der Gegner einen Mobilfunkmast beschädigt. In der Siedlung Michailowka seien drei Autos zu Schaden gekommen.
10:10 Uhr
Russland greift weiterhin ukrainische Häfen an
Russlands Verteidigungsministerium hat am Sonntagmorgen über weitere Angriffe auf ukrainische Häfen berichtet, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schrieb, seien bei den jüngsten Attacken Langstreckendrohnen zum Einsatz gekommen. Infolge des Angriffs auf den Hafen Juschny im Gebiet Odessa seien fünf Tanks mit Schmier- und Brennstoffen sowie andere Hafeneinrichtungen getroffen worden, die der Gegner zum Umschlagen und zum Lagern von Militärgütern benutzte. Weitere Details gab die russische Militärbehörde zunächst nicht bekannt.
09:39 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 22. August 26 Geschosse auf sieben Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 4,
- Dnjeprjany — 3,
- Kairy — 2,
- Kachowka — 4,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Nowaja Majatschka — 4,
- Staraja Sburjewka — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Kachowka, Kasatschji Lageri und Nowaja Majatschka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:05 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Ozon-Logistikzentrum in Orenburg an: Brand und Evakuierung
Das ukrainische Militär hat am Sonntagmorgen die russische Stadt Orenburg, 1.230 Kilometer südöstlich von Moskau, mit Drohnen angegriffen. Wie der Bürgermeister der unweit der Grenze zu Kasachstan liegenden Stadt, Albert Jumadilow, auf der Plattform MAX schreibt, seien etliche unbemannte Luftfahrzeuge über der lokalen Sonderwirtschaftszone, in der sich unter anderem Industriebetriebe befänden, abgefangen worden. Der Politiker meldet zwar weder Todesopfer noch Verletzte, berichtet aber über Sachschäden. Demnach seien Wrackteile auf das Gelände eines Logistikzentrums des Online-Händlers Ozon herabgefallen. Es sei zu einem Brand gekommen, der umgehend gelöscht worden sei.
Ozon hat den inzwischen zweiten Drohnenangriff auf seine Infrastruktur bestätigt. In einer entsprechenden Mitteilung eines der führenden Online-Versandhändler im Land heißt es, dass das Logistikzentrum in Orenburg in Brand geraten sei. Während der Drohnenattacke seien binnen weniger Minuten mehr als 300 Mitarbeiter evakuiert worden. Es gebe keine Opfer. Das beschädigte Lagerhaus sei vorübergehend außer Betrieb.
08:37 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 328 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 7 Uhr MESZ am Sonntag 328 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Orenburg, Orjol, Rostow, Rjasan, Saratow, Smolensk, Twer und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:03 Uhr
DVR meldet acht ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden acht Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik acht Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 22. August bis 0 Uhr am 23. August (Ortszeit) wurden zwei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen sechs Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte und ein Auto zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 40 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kamen drei Zivilisten, darunter ein Jugendlicher, ums Leben, weitere 13 Einwohner erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden zwei Wohnhäuser, sechs zivile Infrastrukturobjekte, ein Passagierbus und mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
