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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe mit Militärgütern an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Hafen von Odessa und Frachtschiffe mit Militärgütern an© STANISLAW KRASSILNIKOW
  • 18.07.2026 16:28 Uhr

    16:28 Uhr

    Russische Drohnen attackieren ukrainische Hafenlogistik und Frachter

    Das russische Verteidigungsministerium meldet neue Angriffe mit Präzisionswaffen und Drohnen auf ukrainische Ziele. Dabei wurden Hafenanlagen in Odessa, darunter Infrastruktur zur Entladung von Treib- und Schmierstoffen sowie entsprechende Tanks für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte, getroffen.

    Außerdem wurden im Hafen von Tschornomorsk zwei Schläge mit "Geran-4"-Drohnen gegen ein Containerschiff mit militärischer Fracht geführt. Nahe der Schlangeninsel sei zudem ein Frachtschiff mit Gütern für die ukrainische Armee getroffen worden.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite

  • 15:52 Uhr

    TASS: Einer der größten Drohnenangriffe auf Moskau seit zwei Jahren

    Ausgehend von Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergei Sobjanin hat die Nachrichtenagentur TASS berechnet, dass der von ukrainischen Truppen im Laufe des vergangenen Abends und der vergangenen Nacht versuchte Drohnenangriff auf die Hauptstadt einer der größten seit zwei Jahren war.

    Wie die Agentur mitteilte, flogen nach den neuesten Angaben des Bürgermeisters im Zeitraum ab Freitag, 20:30 Uhr Moskauer Zeit, "mehr als 370 Drohnen" in Richtung Hauptstadtgebiet, wobei der Großteil bereits in weiter Entfernung von den Luftabwehrkräften neutralisiert wurde und 64 feindliche Drohnen beim Anflug auf Moskau zerstört wurden.

  • 15:18 Uhr

    Nach Anschlägen auf Lagerhäuser: Wildberries-Chefin verspricht Betroffenen Hilfe

    Wie die Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens, Tatjana Kim, mitteilte, wird Wildberries den betroffenen Mitarbeitern nach den Anschlägen auf die Lagerhäuser des Unternehmens die notwendige Unterstützung gewähren. Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht das Logistikzentrum von Wildberries in Kotowsk im Gebiet Tambow. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben, 25 wurden verletzt. Zudem wurden 24 Menschen durch den Absturz einer Drohne auf dem Gelände des Wildberries-Lagers in Elektrostal bei Moskau verletzt. Ein Teil der Verletzten befindet sich in einem kritischen Zustand. Auf ihrem Telegram-Kanal schrieb Tatjana Kim:

    "Ich spreche allen Angehörigen und Freunden der Verstorbenen mein Beileid aus. Wir werden ihren Familien auf jeden Fall helfen. Den Verletzten werden wir jede notwendige Unterstützung zukommen lassen."

  • 14:37 Uhr

    Gebiet Kursk: Mehr als 46.000 Einwohner nach Angriff aus Ukraine ohne Strom

    Am Samstag haben die ukrainischen Streitkräfte erneut im russischen Grenzgebiet Kursk zugeschlagen. Gouverneur Alexander Chinstein teilt auf der Plattform Telegram mit, dass die Attacke der Energiewirtschaft der Region gegolten habe. Nachdem der Gegner am Morgen eine Energieanlage im Bezirk Kurtschatow mit Drohnen angegriffen habe, sei es zu einem massiven Stromausfall gekommen. Betroffen seien fünf Bezirke des Gebiets mit insgesamt mehr als 46.000 Einwohnern. Mit den Reparaturarbeiten werde man beginnen, sobald die Lage vor Ort wieder sicher sei.

  • 14:10 Uhr

    Mehrere Opfer bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Cherson

    Gouverneur Wladimir Saldo berichtet über Opfer und Schäden durch andauernde ukrainische Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, sei in der Ortschaft Golaja Pristan eine 86-jährige Frau ums Leben gekommen. Drei Einwohner der Ortschaft Welikije Kopani seien verletzt worden. Fünf weitere Zivilisten seien infolge der ukrainischen Angriffe auf die Ortschaften Winogradowo, Kachowka, Aljoschki, Skadowsk und Welikaja Lepeticha zu Schaden gekommen. Insgesamt seien 15 Ortschaften der Region von Sachschäden betroffen.

  • 13:33 Uhr

    Kiew: Proteste gegen Entlassung des Verteidigungsministers Fjodorow

    In mehreren ukrainischen Städten finden Proteste gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Michail Fjodorow statt. Er war nur sechs Monate lang Verteidigungsminister, schaffte es aber in dieser Zeit, umfassende Reformen in der Armee durchzuführen. Darüber hinaus hatte sich Fjodorow die Bekämpfung der Massenkorruption in der Armee zum Ziel gesetzt.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 13:04 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe der Ortschaften Michailowskoje, Ulanowo, Ryschewka, Mogriza und Sadki im Gebiet Sumy sowie Mironowka, Kasatschja Lopan, Sosnowka, Bugajewka und Werowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 230 Soldaten verloren. Zudem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, neun Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Krasny Liman und Majaki in der DVR sowie Tscherwony Oskol, Starowerowka und Isjum im Gebiet Charkow getroffen. Mehr als 215 ukrainische Armeeangehörige seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos, eine Panzerhaubitze und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe den Ortschaften Weroljubowka, Slawjansk, Kramatorsk, Druschkowka, Semjonowka, Nikolajewka, Nikanorowka und Wassjutinskoje in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 145 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 15 Autos und vier Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowogrigorowka, Nowofjodorowka, Raiskoje, Dobropolje, Schewtschenko, Grusskoje, Sergejewka, Solotoi Kolodes und Krasny Kut in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 370 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, vier Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wassilkowka, Malinowka, Pokrowskoje und Wolnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Obschtscheje, Nikolskoje, Nowoje Pole und Ljubizkoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die Militärbehörde in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 515 Kämpfer. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sieben Autos außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Ingulez im Gebiet Cherson sowie Sapasnoje und Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen. Mehr als 65 ukrainische Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem elf Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsanlagen in der Ukraine, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, und 143 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden hingegen 13 Lenkbomben und 774 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 183.930 Drohnen, 666 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.195 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.760 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.808 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:35 Uhr

    Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe auf russische Gebiete Orjol und Wladimir

    Auch in den russischen Gebieten Orjol und Wladimir gibt es nach den jüngsten Drohnenattacken aus der Ukraine Sachschäden. Die örtlichen Behörden melden aber keine Opfer unter der Zivilbevölkerung.

    Andrei Klytschkow, Gouverneur des Gebiets Orjol, teilt auf der Plattform MAX mit, dass über seiner Region 16 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Zwei Einfamilienhäuser hätten geringfügige Schäden erlitten.

    Alexander Awdejew, Gouverneur des Gebiets Wladimir, schreibt auf MAX, dass eine ukrainische Drohne in ein Mehrfamilienhaus eingeschlagen sei. Es sei zu einem Brand gekommen. Mehrere Hausbewohner seien evakuiert worden.

  • 12:09 Uhr

    Ukrainehilfen sollen aus Sicht von Wadephul nicht unter Schuldenbremse fallen

    Bundesaußenminister Johann Wadephul hat im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) die Idee der Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, die Ukrainehilfen von der Schuldenbremse auszunehmen, unterstützt. Der CDU-Politiker erklärte:

    "Ich halte das für eine sinnvolle Idee. Darüber muss jetzt in ​der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden ⁠werden."

    Die SPD-Politikerin hatte argumentiert, mit dem Schritt könne man den finanziellen Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe ‌erhöhen.

    Außerdem forderte Wadephul von den Europäern mehr Bemühungen, um eine Verhandlungslösung für den Ukraine-Krieg durchzusetzen. Zuletzt habe die US-Regierung in der Ukraine-Frage ein weniger starkes Engagement gezeigt, daher seien nun die EU-Staaten gefragt. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten dazu einen Vorstoß gemacht. Das Wichtigste sei, "endlich einen Weg für Gespräche zu finden". Putin verschließe sich dem bislang, so der Minister.

    "Es liegt also an ihm, denn er muss jetzt die Chance ergreifen, diesen auch für sein Land sehr schädlichen Krieg zu beenden."

  • 11:30 Uhr

    Ein Toter und drei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 56 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 56 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 16 Geschosse abgefeuert und 237 Drohnen eingesetzt, von denen 169 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nikolskoje sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei der Detonation einer Drohne in der Stadt Schebekino seien drei Menschen verletzt worden. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Schebekino sei am Freitag ein Mann gestorben, der noch am 19. Juni bei einer Drohnenattacke auf seinen Lkw schwere Verletzungen erlitten habe.

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwei Mehrfamilienhäuser, elf Einfamilienhäuser, vier Geschäfte, zwei Betriebe, ein Verwaltungsgebäude und vier soziale Einrichtungen zerstört oder beschädigt worden. Betroffen seien auch eine Garage, eine Gasleitung, zwei Stromleitungen, fünf Lkw und 17 Autos.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.