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Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine nennt keine Zahlen zu abgefangenen russischen Raketen mehr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 11.08.2026 21:45 Uhr

    21:45 Uhr

    Ukraine: Lebensmittelmangel in Supermärkten dürfte sich verschärfen

    Der Lebensmittelmangel in ukrainischen Supermärkten dürfte weiter zunehmen. Das berichtet das Portal Strana.ua unter Berufung auf einen Lieferanten.

    Grund dafür sind vor allem zerstörte Logistik- und Verteilzentren. Eine schnelle Lösung des Problems sei nicht in Sicht. "In den nächsten Tagen lässt sich das Problem nicht lösen. Im Gegenteil: Der Mangel an Produkten wird noch einige Zeit zunehmen", wird die Quelle vom Portal zitiert.

    Einige Handelsketten hatten zuvor verstärkt auf importierte Lebensmittel gesetzt und Verträge mit heimischen Lieferanten gekündigt. Aufgrund der aktuellen Logistikprobleme sind schnelle Lieferungen aus dem Ausland nun nicht möglich. Der Abschluss neuer Verträge und der Wiederaufbau der Lieferketten werden Zeit benötigen. Unternehmen, die überwiegend heimische Produkte bezogen haben, sind vor allem von der Zerstörung gemeinsamer Verteilzentren betroffen und müssen ihre Logistik kurzfristig umstellen.

    Zuvor hatten ukrainische Medien über Engpässe bei Obst und Gemüse, Milchprodukten und teilweise auch Fleisch berichtet. Der Wirtschaftswissenschaftler Oleg Ustenko warnte zudem, dass längere Transportwege die Lebensmittelpreise um bis zu zehn Prozent erhöhen könnten.

  • 21:30 Uhr

    Ukraine nennt keine Zahlen zu abgefangenen russischen Raketen mehr

    Die ukrainischen Luftstreitkräfte veröffentlichen offenbar keine Statistiken über die Zahl der abgefangenen russischen Raketen mehr. Darauf weist ein Korrespondent von RIA Nowosti hin.

    Zuletzt haben die ukrainischen Luftstreitkräfte am 8. August Zahlen zu den abgefeuerten und abgefangenen russischen Raketen veröffentlicht. Zuvor waren solche Angaben mit Typ und Anzahl der Raketen täglich in ihrem offiziellen Telegram-Kanal erschienen. Inzwischen werden nur noch die Typen der eingesetzten russischen Flugkörper genannt. Angaben zu ihrer Anzahl und zu erfolgreichen Abfangversuchen fehlen.

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hatte zuletzt eingeräumt, dass die ukrainischen Streitkräfte wegen eines Mangels an Flugabwehrraketen keine ballistischen Raketen abfangen könnten. Der Abgeordnete Jegor Tschernjow bezeichnete die Lage bei der ukrainischen Luftabwehr als die schlechteste seit Beginn des Konflikts.

  • 21:22 Uhr

    Kriegsreporter: Russische Angriffe auf Werchowna Rada sind "sinnlos"

    Russische Angriffe auf das ukrainische Parlament seien sinnlos, da es an wichtigen Entscheidungen nicht beteiligt sei. Dies erklärt der russische Kriegsreporter Jewgeni Poddubny in einem Interview mit TASS-Generaldirektor Andrei Kondraschow:

    "Von der Werchowna Rada hängt in der Ukraine überhaupt nichts ab. Wozu sollte man sie angreifen? Das ist ein nutzloser Ort."

    Viel wichtiger sind ihm zufolge Angriffe auf ukrainische Unternehmen, die Drohnen herstellen. Davon hänge die Lage an der Front ab, so der Kriegsreporter.

  • 21:15 Uhr

    Kiews Armee setzt Angriffe auf Gebiet Belgorod fort – Ein Toter und zwei Verletzte 

    Bei Drohnenangriffen der Ukraine im Gebiet Belgorod ist ein Mensch getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Dies teilt der operative Stab der Region mit.

    Im Dorf Kosinka im Kreis Graiworon erlitt ein Mann bei der Detonation einer Drohne schwere Verletzungen und starb noch vor Ort. Auf dem Gelände eines Gewerbeobjekts im Dorf Dubowo im Kreis Belgorod wurden zwei weitere Männer bei der Detonation einer Drohne verletzt. Sie erlitten Splitterverletzungen und konnten nach ambulanter medizinischer Behandlung weiterbehandelt werden.

    Im Dorf Oktjabrski wurden zudem die Fassade und Verglasung eines Gewerbeobjekts bei einem Drohnenangriff beschädigt.

  • 21:11 Uhr

    Eurostat: Zahl erwachsener ukrainischer Männer in der EU steigt auf 1,2 Millionen

    Die Zahl erwachsener ukrainischer Männer mit vorübergehendem Schutz in der EU ist innerhalb eines Jahres um rund 15 Prozent gestiegen. Ende Juni 2026 lag sie bei etwa 1,19 Millionen. Dies geht aus am Dienstag veröffentlichten Eurostat-Daten hervor.

    Insgesamt stehen derzeit rund 4,41 Millionen Ukrainer in der EU unter vorübergehendem Schutz. Der Anteil erwachsener Männer stieg innerhalb eines Jahres von 24,1 auf 27 Prozent. Ende Juni 2025 waren es demnach rund 1,04 Millionen. Ihre Zahl nahm somit innerhalb eines Jahres um etwa 150.000 zu. Die Gesamtzahl der Schutzberechtigten stieg im selben Zeitraum dagegen nur um rund 100.000 beziehungsweise 2,3 Prozent.

    Der Anteil erwachsener Männer unter den ukrainischen Schutzberechtigten in der EU wächst bereits seit mehreren Jahren. Hatte er im Juni 2024 noch bei 22 Prozent gelegen, so waren es ein Jahr später 24,1 Prozent und im Juni 2026 schließlich 27 Prozent.

    Damit stieg die Zahl erwachsener Männer unter vorübergehendem Schutz innerhalb von zwei Jahren von schätzungsweise 946.000 auf 1,19 Millionen – um rund ein Viertel. Gleichzeitig sank der Anteil erwachsener Frauen innerhalb eines Jahres von 44,7 auf 43,4 Prozent. Der Anteil Minderjähriger ging von 31,2 auf 29,6 Prozent zurück.

  • 21:00 Uhr

    Sacharowa fordert ukrainische Soldaten zur Flucht aus der Armee auf

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa rät ukrainischen Soldaten, die Streitkräfte des Landes zu verlassen. Anlass war ein Video, in dem ukrainische Soldaten über unzumutbare Bedingungen, Versorgungsprobleme und die Gleichgültigkeit ihrer Kommandeure klagten. Sacharowa schreibt auf Telegram:

    "Ich wiederhole: Haut ab, Jungs! Ihr werdet mit den Händen Selenskijs vernichtet."

    Versorgungsprobleme bei ukrainischen Einheiten an der Front – darunter ein erheblicher Mangel an Wasser, Munition und Medikamenten – seien wiederholt von Kriegsgefangenen bestätigt worden und hätten sich durch Erkenntnisse aus Funkabhörungen erhärtet.

  • 20:55 Uhr

    "Cheerleader des Tötens" – Deutscher TV-Moderator entsetzt über FAZ-Korrespondenten Martens

    Der deutsche TV-Moderator Thomas Eglinski hat am Montag ein Video auf X geteilt, in dem er sich zu der Frage des FAZ-Korrespondenten Michael Martens an Präsident Wladimir Selenskij vom Samstag in Belgrad äußert.

    Er zitiert die Frage zunächst: "Was können wir konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?" und erklärt dann, dass er "fassungslos" sei. Zumal diese Frage "ausgerechnet von einem deutschen" Journalisten stammt.

    Eglinski erinnerte dabei an die deutsch-russische Geschichte sowie daran, dass im Zweiten Weltkrieg "Deutsche und Russen sich millionenfach gegenseitig abgeschlachtet haben". Mit dieser "verachtungswürdigen" Formulierung sei für Eglinski "eine Grenze überschritten" worden.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:40 Uhr

    Medien: Angriffe auf Häfen von Odessa durchkreuzen westliche Ukraine-Pläne

    Die russischen Angriffe auf die Hafeninfrastruktur in Odessa, die von den ukrainischen Streitkräften genutzt wird, haben die Pläne des Westens für die Ukraine durchkreuzt. Dies schreibt das US-Portal Responsible Statecraft. In dem Beitrag heißt es:

    "Das ist eine bittere Lektion für alle, die behaupten, die Ukraine könne zu einem 'stählernen Stachelschwein' werden und so ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts vermeiden. Das ist eine Falle. Innerhalb weniger Wochen hat sich eine neue düstere Realität herausgebildet. Russland hat gezeigt, dass es nicht die gesamte Schwarzmeerküste des Landes erobern und besetzen muss, um ihm faktisch den Zugang zum Meer zu nehmen."

    Nach Ansicht des Autors haben die Ereignisse in Odessa gezeigt, dass der Versuch des Westens, Kiew bis an die Zähne zu bewaffnen und so ein Friedensabkommen mit Moskau zu verhindern, zum Scheitern verurteilt ist. Weder die Ukraine noch ihre Verbündeten könnten die Bedrohung durch russische Luft- und Raketenangriffe allein mit militärischen Mitteln beseitigen. Der Autor resümiert:

    "Die Alternative zu einer für viele unbequemen Kompromisslösung des Konflikts wäre daher keineswegs ein stählernes ukrainisches Stachelschwein, sondern ein schwacher und handlungsunfähiger Rumpfstaat, der nicht einmal seinen eigenen Bürgern dienen könnte und die Sicherheit Europas als Ganzes gefährden würde."

  • 20:22 Uhr

    Saporoschstal stellt Betrieb nach russischem Angriff ein

    Das Stahlwerk Saporoschstal in der von Kiew kontrollierten Stadt Saporoschje hat nach einem russischen Angriff den Betrieb vollständig eingestellt. Dies teilt die Unternehmensleitung am Dienstag mit. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es:

    "Beschädigt wurden Energieanlagen und die Infrastruktur der Saporoschje-Betriebe von Metinvest sowie die Haupt- und Nebenanlagen der Kokerei und Hochofenproduktion. Der Betrieb des Stahlwerks ist derzeit vollständig eingestellt, andere Produktionsstandorte arbeiten mit reduzierter Leistung."

    Experten des Werks bewerten derzeit das Ausmaß der Schäden sowie die Möglichkeit und den Zeitrahmen für eine Wiederaufnahme des Betriebs. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die russischen Streitkräfte das Stahlwerk in Saporoschje getroffen hätten. Dort seien Schutzgitter für ukrainische schwere Kampffahrzeuge gegen Drohnen montiert worden.

  • 20:02 Uhr

    "Fragt die einfachen Menschen" – Ukrainische Journalistin rechnet mit Selenskij ab

    Die ukrainische Journalistin Diana Pantschenko hat in einem Beitrag auf ihrem X-Kanal Videosequenzen zusammengetragen, in denen einfache Ukrainer ungefiltert über ihre Lage in ihrem Land sprechen. Sie kritisiert, dass westliche Medien und bezahlte Propagandisten seit Jahren nur Selenskij zu Wort kommen lassen und die Realität vor Ort verschweigen.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.