Liveticker Ukraine-Krieg – Peskow: Russland hat genug Kräfte für Fortsetzung der Militäroperation

9.07.2026 21:46 Uhr
21:46 Uhr
Lawrow: Kein Vertrauen in Einigungswillen des Westens in Ukraine-Krise
Der Westen täuscht nach Ansicht des russischen Außenministers Sergei Lawrow lediglich Verhandlungsbereitschaft im Ukraine-Konflikt vor. Zugleich stelle er der Russischen Föderation offene Ultimaten. Dies erklärte Lawrow auf einer Pressekonferenz im Anschluss an Gespräche mit seiner mosambikanischen Amtskollegin Maria Manuela dos Santos Lucas in Maputo.
Lawrow führte dabei aus:
"Wir werden nicht länger glauben, dass der Westen an der Konfliktlösung in Verhandlungen interessiert ist. Dieser Rest an gutem Willen und Hoffnung ist erschöpft."
Die Garantien, die der Westen im Rahmen der Ukraine-Abkommen von 2014, 2015 und 2019 gegeben habe, seien von ihm selbst zunichtegemacht worden, fügte der russische Spitzendiplomat hinzu. Sämtliche Garantien der westlichen Länder hätten sich als falsch erwiesen.
21:35 Uhr
Ukrainisches Militär setzt Drohnenterror gegen russische Regionen fort
In der Zeit von 8 bis 20 Uhr Moskauer Zeit hat die russische Luftverteidigung nach Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt 152 ukrainische Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Smolensk, Tula und Twer, über der Region Moskau, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen Meer zerstört.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen am Donnerstag Starrflüglerdrohnen ein.
21:23 Uhr
LVR: Verletzte nach ukrainischem Angriff auf Tankstelle
Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) haben die ukrainischen Streitkräfte eine Menschenmenge an einer Tankstelle im Gemeindebezirk Nowoaidar mit einer Drohne angegriffen. Dies gibt Leonid Passetschnik, Chef der Volksrepublik Lugansk (LVR), auf Telegram bekannt. Fünf Personen – vier Männer und eine Frau – hätten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades erlitten.
20:57 Uhr
Präsident der Slowakei: Ukraine steht vor einem schwierigen Weg zur EU-Mitgliedschaft
Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hält es für verfrüht, über einen EU-Beitritt der Ukraine zu sprechen. Der Politiker äußerte sich zu dem Thema nach Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan am Donnerstag.
Pellegrini führte gegenüber slowakischen Journalisten aus:
"Wir befürworten weder Abkürzungen noch Doppelstandards oder die Bevorzugung eines Landes gegenüber einem anderen, nur weil es sich in einer schwierigen Lage befindet. Es wird ein sehr langer und komplexer Prozess sein, der möglicherweise nicht mit einem EU-Beitritt der Ukraine endet."
Wenn man bedenke, wie die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union das Thema informell diskutierten, sei die Mitgliedschaft der Ukraine in der Gemeinschaft noch in weiter Ferne, fügte der Politiker hinzu. Und diesbezügliche Erklärungen, die jetzt abgegeben würden, seien "vielleicht eher eine Art Motivation, ein positives Signal an die Ukraine".
20:17 Uhr
Nach Eintrag in Datenbank "Mirotworez": Polnische EU-Abgeordnete fordert Stopp des beschleunigten EU-Beitritts der Ukraine
Die polnische Europaabgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik hat die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, offiziell dazu aufgefordert, den beschleunigten Beitritt der Ukraine zur EU einzustellen.
Zuvor war die Politikerin in die ukrainische Denunziations-Datenbank "Mirotworez" (dt.: Friedensstifter) eingetragen worden, weil sie während der Debatten über die Ukraine die Flagge der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) zerrissen hatte.
Die UPA als militärischer Flügel der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) war an dem Massaker von Wolhynien gegen ethnische Polen im Jahr 1943 beteiligt.
Wie Zajączkowska-Hernik betonte, seien ihre Kollegen zuvor ebenfalls in die berüchtigte Datenbank aufgenommen worden. "Das ist Gangstertum und Gemeinheit gegenüber EU-Diplomaten", erklärte die EU-Abgeordnete. Es handele sich um einen Akt der Feindseligkeit Kiews gegenüber Warschau.
Die Webseite, die womöglich mit dem Inlandsgeheimdienst und dem Innenministerium der Ukraine in Verbindung steht, sammelt seit 2014 Personendaten von vermeintlichen Feinden der Ukraine. Einige von ihnen, beispielsweise der bekannte ukrainische Historiker und Buchautor Oles Busina, wurden bereits ermordet.
19:35 Uhr
"Unglaubliche Leistung" – Russische Soldaten retten Zivilisten aus Konstantinowka

Die russische Armee hat Zivilisten aus Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk evakuiert. Bei einem Drohnenflug über Wohnviertel der Stadt entdeckten sie in einem halb zerstörten Haus Zivilisten, die ein Schild mit der Aufschrift "Familie mit Kind" aufgehängt hatten. Nachdem über Funk Kontakt hergestellt worden war, wurde eine Operation durchgeführt, um die Familie in ein sicheres Gebiet zu bringen.
Darüber hinaus wurde ein zehnjähriges Mädchen evakuiert. Die Familie des Mädchens ist im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe ums Leben gekommen. Die Soldaten kümmerten sich fast einen Monat lang um das Mädchen, bevor es aus der Gefahrenzone gebracht werden konnte. Nun wird sich die Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa um die Suche nach weiteren Verwandten kümmern.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
18:52 Uhr
Iranischer Politiker: Russland hat alles, was es zum Sieg braucht, trotz der NATO-Hilfe für Kiew
Die NATO-Mitglieder haben ihr gesamtes Potenzial in die Ukraine investiert, doch Russland verfügt trotz allem über die militärische Macht, ihnen allen eine Niederlage zuzufügen. Alaeddin Boroujerdi, Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, erklärte dies im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS.
Die USA und die NATO hätten die Ukraine durch eine Täuschung in einen Konflikt mit Russland hineingezogen, meinte der Politiker. Es liege im Interesse des ukrainischen Volkes und der ukrainischen Regierung, sich aus dem Krieg zurückzuziehen und ihn schnellstmöglich zu beenden.
"Wenn sie das nicht tun, hat Russland alle Macht, sie zu besiegen", wiederholte der Abgeordnete.
18:29 Uhr
Waldbrände nahe der AKW-Stadt Energodar wegen ukrainischer Angriffe
Die Lage rund um das Atomkraftwerk Saporoschje und Energodar, wo sich die Anlage befindet, bleibt insgesamt angespannt, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur TASS bekannt gibt. Die ukrainischen Streitkräfte griffen die Stadt sowie die Zufahrtsstraße regelmäßig mit Drohnen an, fügte sie hinzu.
Im Unland von Energodar komme es regelmäßig zu Bränden in Totholz und Waldgebieten, die durch gezielte ukrainische Drohnenattacken verursacht würden.
"Dies stellt eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte dar", so die Sprecherin weiter.
17:51 Uhr
Peskow: Russland ist bereit für Friedenslösung im Ukraine-Konflikt
Moskau ist zu einer friedlichen Lösung für den Konflikt in der Ukraine bereit, verfügt aber über ausreichende Fähigkeiten, um unabhängig zu handeln und die militärische Spezialoperation fortzusetzen. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte das in einem Gespräch mit der Agentur Reuters.
Zuvor hat Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern angekündigt, Russland sei bereit für Friedensgespräche mit der Ukraine auf der Grundlage der in Istanbul im Jahr 2022 getroffenen Vereinbarungen.
17:25 Uhr
Tote und Verletzte in der Volksrepublik Lugansk durch Angriffe aus der Ukraine
In der Nacht zum Donnerstag haben Kiewer Kräfte vier Gemeindebezirke in der Volksrepublik Lugansk (LVR) mit Drohnen angegriffen. Die Luftverteidigung und mobile Feuergruppen schossen mehr als 20 Fluggeräte ab. Der Republikchef Leonid Passetschnik gibt dies auf Telegram bekannt.
Bei einer Drohnenattacke auf ein ziviles Fahrzeug, das zwischen Perwomajsk und Irmino unterwegs gewesen sei, sei ein 18-jähriger Mann ums Leben gekommen, teilt der Beamte mit. Ein 30-jähriger Mann sei verletzt und umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden.
In Perwomajsk sei ebenfalls bei einem Drohnenangriff auf ein Transportunternehmen ein Mitarbeiter getötet worden. Ferner habe ein Katastrophenschutzmitarbeiter während eines Einsatzes Verletzungen erlitten.
"Beamte des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation für die LVR dokumentieren die Folgen feindlicher Angriffe", schreibt Passetschnik in seinem Post.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
