Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Europas Bürger wollen keinen Krieg mit Russland

18.09.2026 21:31 Uhr
21:31 Uhr
Putin: Europäische Bürger wollen keinen Krieg mit Russland
Die Bürger Europas machten bei Wahlen deutlich, dass sie keinen Krieg mit Russland wollten. Dennoch schürten einige europäische Staats- und Regierungschefs die Spannungen weiter, erklärt der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Sitzung der Militärisch-Industriellen Kommission.
Russland habe keinerlei aggressive Absichten gegenüber Europa und den europäischen Staaten, betont Putin. Dafür gebe es "überhaupt keine Grundlage".
Zugleich wirft Putin europäischen Politikern vor, mit einer angeblichen Bedrohung durch Russland ihre sinkenden Zustimmungswerte retten und Fehler in der Wirtschafts- und Sozialpolitik verdecken zu wollen. Um ihre Position und die aus seiner Sicht übermäßigen Ausgaben für die Ukraine zu rechtfertigen, brächten sie verschiedene Argumente vor, darunter die Behauptung einer russischen Bedrohung.
Mit Blick auf die Ukraine erklärt Putin, die Macht in Kiew sei von einer "Gruppe von Veruntreuern und Korrupten" usurpiert worden. Diese benötige den Krieg, um ohne Wahlen an der Macht zu bleiben und sich weiter die Taschen mit dem Geld ihrer Sponsoren zu füllen, darunter auch aus Europa. Das ukrainische Regime könne keine Demokratie verteidigen, weil es selbst zu einer Diktatur "verkommen" sei.
"Wie bekannt, finden in der Ukraine keine Wahlen statt", sagt Putin. Die ukrainische Führung beeile sich bekanntlich nicht, Wahlen abzuhalten, versuche aber zugleich, Wahlen in Russland zu verhindern, fügt Putin hinzu.
21:19 Uhr
Ukrainische Wehrämter haben 122 UOK-Priester mobilisiert
Seit März 2024 sollen ukrainische Wehrämter 122 orthodoxe Priester der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) zwangsweise eingezogen haben. 42 von ihnen seien laut russischen Sicherheitskreisen, die sich gegenüber RIA Nowosti äußerten, bereits ums Leben gekommen.
Laut der Quelle habe sich die Situation im Sommer verschärft, nachdem die UOK von der Liste der Religionsgemeinschaften gestrichen worden sei, deren Angehörige Anspruch auf einen Mobilisierungsaufschub haben. In 28 Fällen sei es gelungen, die Einberufung rückgängig zu machen. Die übrigen Geistlichen seien zu Militäreinheiten und auf Truppenübungsplätze geschickt worden. Über das Schicksal vieler von ihnen sei nichts bekannt.
21:01 Uhr
Le Pen warnt: Ohne Frieden droht Dritter Weltkrieg oder Hundertjähriger Krieg

In einem Interview mit dem französischen Sender LCI hat die Fraktionsvorsitzende der Partei Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, eindringlich vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges gewarnt. Dabei zeichnete sie ein düsteres Zukunftsszenario: Ohne Verhandlungen drohe entweder der direkte Eintritt der NATO, der in den Dritten Weltkrieg führen würde, oder ein jahrzehntelanger Abnutzungskrieg.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:51 Uhr
Peskow weist Berichte über geplante Mobilisierung von 300.000 Menschen zurück
Russland plant laut dem Kreml keine Mobilisierung von 300.000 Menschen bis Ende 2026, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow RTVI erklärt. Damit weist er einen entsprechenden Bericht von Bloomberg zurück. Peskow sagt:
"Nein, solche Pläne gibt es nicht."
Anfang September erklärte Präsident Wladimir Putin, dass derzeit kein Szenario bestehe, in dem eine Mobilisierung erforderlich wäre. Der Personalbedarf der russischen Streitkräfte werde durch Vertragssoldaten gedeckt.
Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrates Dmitri Medwedew hatten im ersten Halbjahr 2026 rund 200.000 Menschen Verträge mit dem Verteidigungsministerium abgeschlossen. Weitere rund 16.000 Russen meldeten sich demnach als Freiwillige für den Einsatz.
20:36 Uhr
Russisches Außenministerium: Wahlkommissionsvorsitzende in Saporoschje angegriffen
Das russische Außenministerium hat nach eigenen Angaben zwei Angriffe auf Vorsitzende von Wahlkommissionen im Gebiet Saporoschje verurteilt. Die Vorfälle ereigneten sich demnach kurz vor der Öffnung der Wahllokale für die Wahlen zur Staatsduma.
So sei bei einem Drohnenangriff am 15. September auf die Siedlung Oktjabrskoje im Bezirk Tokmak die Vorsitzende der Wahlkommission Nr. 394 Jelena Astanina getötet worden.
Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus am 16. September in Ljubimowka im Bezirk Michailowka wurden die Vorsitzende der Wahlkommission Nr. 595 Walentina Maximowa sowie mehrere ihrer Angehörigen verletzt, darunter ein neunjähriges Kind.
Das russische Ermittlungskomitee leitete nach Angaben des Außenministeriums am 17. September in beiden Fällen Strafverfahren wegen des Verdachts eines "Terroranschlags" gemäß Artikel 205 des russischen Strafgesetzbuches ein.
Das Außenministerium erklärte, die Angriffe zielten darauf ab, die Bevölkerung einzuschüchtern und die Abstimmung in den betroffenen Gebieten zu verhindern. Die russischen Behörden würden eigenen Angaben zufolge Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Wähler zu gewährleisten.
20:15 Uhr
Ex-Sprecherin Mendel: Selenskij ist süchtig nach Ruhm – er zerstört die Ukraine

Die ehemalige Pressesprecherin von Wladimir Selenskij, Julia Mendel, erklärte, dass der ukrainische Staatschef seit 2022 mindestens fünf Friedensvorschläge abgelehnt habe. In einem Gespräch mit der Schweizer Weltwoche betonte sie, dass Selenskij das Land nicht verteidige, sondern zerstöre.
"Wie kann er das Land heute verteidigen, wenn die Menschen für die Soldaten immer noch mit ihren mageren Gehältern das Geld für Uniformen, Lebensmittel und alles andere zusammenlegen müssen? Denn an der Front fehlt es an allem."Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:02 Uhr
Energodar: Zivilist bei ukrainischem Artilleriebeschuss getötet
Die ukrainischen Streitkräfte haben die Stadt Energodar, die Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, mit Artillerie beschossen. Dabei kam ein Zivilist ums Leben. Dies teilt der Bürgermeister der Stadt Maxim Puchow auf der Plattform Max mit:
"Heute kam infolge eines Artilleriebeschusses ein 1966 geborener Mann in einem Haus am Stroitelei-Prospekt ums Leben. Mein aufrichtiges Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden."
19:48 Uhr
Russische Streitkräfte treffen zwei Frachter und einen Tanker
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte am Freitag ihre Drohnenangriffe auf ukrainische Häfen und Schiffe fortgesetzt, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt wurden.
Im Hafen von Odessa wurde demnach ein Tanker getroffen, der Treib- und Schmierstoffe für die ukrainische Armee geliefert hatte. Im Hafen Juschny im Gebiet Odessa trafen die russischen Streitkräfte einen Frachter mit Militärgütern.
Auf See wurde zudem ein Frachter getroffen, der Güter zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte zum Hafen von Odessa transportierte.
19:29 Uhr
Geran-Drohnen zerstören ukrainische Radar- und Elektronikanlagen
Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zufolge haben Angriffe mit Geran-Drohnen mehrere Anlagen der ukrainischen Streitkräfte zerstört.
Im Gebiet Dnjepropetrowsk wurde demnach im Raum Schyrokoje eine P-19MA-Radarstation sowie eine Kuppel-Anlage zur elektronischen Kampfführung zerstört.
Im Gebiet Odessa trafen die Drohnen im Raum Dalnik zudem eine 79K6-Radarstation vom Typ Pelikan.
19:11 Uhr
Selenskij nennt ukrainisches Haushaltsdefizit "astronomisch"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij bezeichnet das Haushaltsdefizit des Landes als "astronomisch". Dies sagt er bei einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, wie die ukrainische Zeitung Strana berichtet.
"Wir bereiten mehrere Strategien vor, um dieses, wie ich bereits sagte, astronomische Defizit zu überwinden."
Nach seinen Angaben hofft Kiew trotz des Ausmaßes des Problems, eine Lösung zu finden. Reuters hatte zuvor unter Berufung auf die Vorsitzende des Haushaltsausschusses der Werchowna Rada Roxolana Pidlassa berichtet, dass die Ukraine ihren Verteidigungsbedarf nicht mehr vollständig aus eigenen Mitteln decken könne.
Selenskij beziffert das Defizit bei der Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte auf 27 Milliarden US-Dollar. Er fordert Europa auf, einen Teil eines für das kommende Jahr vorgesehenen EU-Kredits bereits jetzt bereitzustellen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

