International

Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift wieder Energie- und Verkehrsanlagen in Ukraine an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift wieder Energie- und Verkehrsanlagen in Ukraine anQuelle: Sputnik © STANISLAW KRASSILNIKOW
  • 23.08.2026 18:57 Uhr

    18:57 Uhr

    Selenskij: Kiew vereinbart Drohnenproduktion in Finnland

    Im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit hat die Ukraine ein Abkommen mit Helsinki über Drohnenproduktion in Finnland unterzeichnet. Dies gab der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij nach seinem Treffen mit den nordischen und baltischen Staatschefs bekannt. Auf Telegram schrieb er:

    "Unsere Unternehmen haben Dokumente über die Entwicklung und die Produktion von Drohnen für die Ukraine und Europa in Finnland, über die Erweiterung der Möglichkeiten im Bereich der Seedrohnen und über die Gründung von Betrieben zur Produktion von Landdrohnen unterzeichnet."

  • 18:06 Uhr

    Gorlowka: Ukraine greift Kirche während Gottesdienst an

    In der Stadt Gorlowka in der Donezker Volksrepublik hat das ukrainische Militär die örtliche Kathedrale angegriffen, während im Inneren ein Sonntagsgottesdienst abgehalten wurde. Wie das Oberhaupt der DVR, Denis Puschilin, berichtet, erlitten dabei insgesamt vier Personen – zwei Priester und zwei Mitarbeiter einer humanitären Mission – mittelschwere Verletzungen. Auf seinem Telegramkanal kommentierte Puschilin den Angriff:

    "Das ist nicht bloß ein Beschuss. Das ist ein Angriff gegen ein Heiligtum, gegen jene, die Menschen helfen. Die Ukraine hat erneut ihr menschenfeindliches Wesen zur Schau gestellt, indem sie wehrlose Zivilisten angegriffen hat."

  • 17:01 Uhr

    Gebiet Tula: Zivilistin bei ukrainischem Drohnenangriff getötet

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das russische Gebiet Tula ist eine Zivilistin ums Leben gekommen. Dmitri Miljajew, Gouverneur der Region, berichtet dazu:

    "Heute ist bei der Abwehr eines Drohnenangriffs in der Siedlung Plechanowo leider eine Frau in einem Einfamilienhaus ums Leben gekommen. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine weiteren Verletzten."

  • 15:58 Uhr

    Dänemarks Regierung verschärft Asylregelungen für Ukrainer

    Die dänischen Behörden werden aufhören, Ukrainern aus Regionen, die weniger vom Konflikt betroffen sind, Aufenthaltserlaubnisse nach vereinfachtem Verfahren zu gewähren. Dies berichtet Dänemarks Ministerium für Migration und Integration. Die Änderungen betreffen Einreisende aus 14 Regionen, vor allem im Westen der Ukraine, darunter die Gebiete Kiew, Lwow und Iwano-Frankowsk. Der dänische Migrationsminister Morten Bødskov erklärt dazu:

    "Gegenwärtig leben rund 47.600 Ukrainer in den Gemeinden, und einige Gemeinden sind erheblich belastet. Daher wird die Regierung die Regeln ändern, damit nur jene Ukrainer, die am meisten Schutz benötigen, eine Aufenthaltserlaubnis zu vereinfachten Bedingungen erhalten können."

    Zusätzlich gab das Ministerium bekannt, dass ukrainische Bürger wie alle Personen, die Sozialleistungen erhalten, zu Arbeit verpflichtet werden.

    Zuvor hatte Dänemarks Regierung einen Gesetzentwurf vorbereitet, wonach wehrpflichtige Ukrainer keine Aufenthaltsgenehmigung in Dänemark erhalten können.

  • 15:19 Uhr

    Selenskij erwartet 30 Milliarden Euro von EU

    Die Ukraine benötigt nach den Worten von Präsident Wladimir Selenskij dringend Milliarden zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen Russland. Kiew erwarte von der EU 30 Milliarden Euro für die Verteidigungsausgaben, sagte der Politiker im Gespräch mit Journalisten in Kiew.

    "Sie werden für die Verteidigung des ganzen Landes gebraucht."

    Derzeit gebe es im Verteidigungshaushalt eine Lücke von 27 Milliarden Dollar oder rund 23 Milliarden Euro. Allein 20 Milliarden US-Dollar seien notwendig, um die Gehälter der Soldaten, die Kompensationen für die Familien der Gefallenen und andere Ausgaben zu bezahlen, sagte Selenskij. Auch wegen der Produktion von Drohnen sei zusätzliches Geld nötig:

    "Ein bedeutender Geldbetrag ist erforderlich. Ich arbeite in dieser Sache mit den Franzosen und Deutschen."

  • 14:35 Uhr

    Norwegen sichert Ukraine Milliardenhilfe zu

    Norwegen will die Ukraine im Haushaltsjahr 2027 mit ​weiteren 85 Milliarden Kronen unterstützen. ⁠Umgerechnet sind das 7,82 Milliarden Euro. ​Die Summe entspreche dem Betrag für das Jahr 2026, so ⁠die Regierung des ​skandinavischen Landes.

    Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre ist an diesem Sonntag zu einem offiziellen Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Am Bahnhof wurde er von Außenminister Andrei Sibiga empfangen. Im Vorfeld des Unabhängigkeitstags der Ukraine kamen in Kiew darüber hinaus die Staats- und Regierungschefs von Dänemark, Estland, Finnland, Lettland und Litauen an.

  • 14:08 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen Café in AKW-Stadt Energodar an: zwei Verletzte

    Der Bürgermeister von Energodar, Maxim Puchow, berichtet über eine weitere Attacke der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Demnach habe der Gegner in der vergangenen Nacht ein Café mit drei Quadrokoptern angegriffen. Das Lokal mit dem Namen "Aroma" sei in Brand geraten und in Flammen aufgegangen.

    Puchow bezeichnet den Drohnenangriff auf das zivile Objekt als "zynisch" und meldet zwei Verletzte. Infolge der Attacke seien zwei Einwohner der Stadt verletzt worden: eine 54 Jahre alte Frau und ein 40 Jahre alter Mann. Nach einer ärztlichen Behandlung seien sie nach Hause entlassen worden.

  • 13:38 Uhr

    Selenskij lehnt Forderung nach Wahlen zurück: Urnengang im Krieg würde Ukraine spalten

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat die Forderung des früheren Verteidigungsministers Michail Fjodorow nach Neuwahlen zurückgewiesen. Vor Journalisten sagte der Staatschef am Sonntag:  

    "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen."

    Selenskij warnte vor einem "Tsunami", der die Ukraine spalten könnte.

    Kurz zuvor hatte Fjodorow in einem Interview für den Fernsehsender 24 Kanal die "weit verbreitete Korruption" im Verteidigungsministerium in Kiew kritisiert und zugleich erneut Vorbereitungen auf Wahlen gefordert. Das Land müsste sich auf die "Rückkehr zu einem demokratischen Wahlzyklus" vorzubereiten.

    Die jüngsten Meinungsumfragen zeigten zuletzt zurückgehende Beliebtheitswerte von Selenskij, sodass er nicht mehr auf dem ersten Platz lag.

  • 13:06 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Kijaniza, Pissarewka und Persche Trawnja im Gebiet Sumy sowie Weliki Burluk, Zupowka und Prikolotnoje im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 200 Armeeangehörige verloren. Außerdem seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und elf Autos außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Raigorodok, Krasny Liman, Tatjanowka und Majaki in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 210 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, einen Mehrfachraketenwerfer, zwei Geschütze und 19 Autos zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Nikolajewka, Semjonowka, Krasny Molotschar und Wyssokoiwanowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 225 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 26 Autos und zwei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Nowotroizkoje, Nowofjodorowka, Swjatogorowka, Beloserskoje, Raiskoje, Staroraiskoje, Solotoi Kolodes und Dobropolje in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 390 Armeeangehörige verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, fünf Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wassilkowka, Pokrowskoje und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Sofijewka im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 305 Kämpfer. Drei Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow und Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 25 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwölf Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, eine Radarstation der ukrainischen Luftabwehr, Drohnenlager und 159 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden acht Lenkbomben, vier HIMARS-Raketen und 1.120 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 217.821 Drohnen, 669 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.698 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.775 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.244 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:32 Uhr

    Putin-Interview: Moskau signalisiert Gesprächsbereitschaft – unter Bedingungen

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in einem Interview mit Korrespondent Pawel Zarubin zu den Angriffen auf russische Infrastruktur, den Folgen für die Wirtschaft und den weiteren Verlauf des Konflikts geäußert. Er betonte, Russland habe die ukrainischen Ziele zur Schwächung des Landes vereitelt, und erklärte, Moskau sei weiterhin zu Verhandlungen bereit – jedoch auf Grundlage der aktuellen Realitäten vor Ort.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.