Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit fünf Ortschaften binnen einer Woche

16.01.2026 13:00 Uhr
13:00 Uhr
Peskow: Moskau an Besuch von Witkoff und Kushner interessiert
Moskau ist an einem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner interessiert. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten:
"Wir sind an einem solchen Besuch ohne Zweifel interessiert und erwarten ihn."
12:45 Uhr
Polen bereitet Verminung seiner östlichen Grenze vor
Polen bereitet die Verminung seiner östlichen Grenze vor. Das Programm umfasse sowohl technische Sperranlagen als auch die Vorbereitung von Minenfeldern. Dies erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk im Radiosender Radio Zet:
"Polen wird die Grenzbereiche für eine Verminung vorbereiten. Die Minen selbst würden jedoch nur im Falle einer Krise eingesetzt."An der Grenze zu Russland und Weißrussland setze Warschau das Programm "Ostschild" um. Ziel sei der Aufbau einer umfassenden Verteidigungsinfrastruktur am östlichen NATO-Flügel, teilte die Kanzlei von Premier Donald Tusk mit. Dies wird mit angeblichen Bedrohungen aus Weißrussland und Russland begründet.
Vor diesem Hintergrund leitete Polen im Juni 2025 den Austritt aus der Ottawa-Konvention ein, die den Einsatz und die Herstellung von Antipersonenminen verbietet. Im Dezember kündigten die Behörden zudem die Wiederaufnahme der Minenproduktion an, erstmals seit dem Kalten Krieg. Die Minen sollen Teil des Programms "Ostschild" werden.
12:28 Uhr
FT: EU-Beitrittsfrage der Ukraine könnte Friedensprozess gefährden
Ein EU-Beitritt der Ukraine könnte eine Vereinbarung zur friedlichen Beilegung des Konflikts scheitern lassen. Dies berichtet die Financial Times.
"In den Entwürfen, die im Rahmen der von den USA geführten Gespräche diskutiert werden, wird ein EU-Beitritt der Ukraine im Jahr 2027 erwähnt. Angesichts des Umfangs der notwendigen Reformen ist das jedoch ein unmöglicher Zeitrahmen."Zuvor hatte die Zeitung berichtet, dass EU-Vertreter davon ausgehen, Wladimir Selenskij könne territorialen Zugeständnissen zustimmen, wenn er den EU-Beitritt als "Gewinn der Verhandlungen" darstellen könne. In der EU wird zwar über eine Änderung der Beitrittsregeln zugunsten der Ukraine diskutiert, doch viele Mitgliedstaaten lehnen dies ab.
Ein Verzicht auf diesen Termin könnte den Friedensdeal gefährden. Eine Regeländerung nur für die Ukraine würde die EU-Politik laut der Zeitung der Lächerlichkeit preisgeben.
12:10 Uhr
Schmygal: In der Ukraine ist kein Kraftwerk unversehrt geblieben
In der Ukraine ist kein einziges Kraftwerk mehr unbeschädigt. Dies erklärte Energieminister und Erster Vizepremier Denis Schmygal bei seiner Rede im Parlament.
"Es gibt kein Kraftwerk mehr, das nicht getroffen wurde. Tausende Megawatt an Erzeugungskapazitäten sind ausgefallen."
Zugleich betonte er, das Energiesystem des Landes funktioniere weiterhin und stehe unter Kontrolle, allerdings unter erheblichen Verbrauchsbeschränkungen. Die schwierigste Lage bestehe in Kiew und der Region Kiew sowie in den Gebieten Odessa, Dnjepropetrowsk und Charkow. Die Situation sei sehr schwierig, so Schmygal.
11:44 Uhr
Ukrainische Botschafterin in USA kündigt weitere Gespräche zwischen Kiew und Washington an
Eine weitere Runde der Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA werde in den nächsten zwei Tagen stattfinden. Dies gab Olga Stefanischina, die ukrainische Botschafterin in Washington, bekannt.
"Unsere Teams werden weiterhin zusammenarbeiten. In den nächsten zwei Tagen wird es eine neue Runde des Dialogs geben."
Die Diplomatin präzisierte weder die Zusammensetzung der Delegationen noch den Verhandlungsort. Sie fügte hinzu, dass derzeit kein weiterer Besuch des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in den USA geplant werde, sich die beiden Staatschefs jedoch in der kommenden Woche in Davos treffen könnten.
11:19 Uhr
Orbán: Europäer glauben an "Kindermärchen" über russische Reparationen
Ungarns Premierminister Viktor Orbán zeigte sich verwundert darüber, dass viele Europäer an "Kindermärchen" über angebliche Reparationen Russlands glauben. Zugleich würden sie nicht gegen Politiker aufbegehren, die Milliarden an Steuergeldern in die Ukraine schicken. Dies sagte Orbán im Radio Kossuth.
Europäische Politiker "werfen Hunderte Milliarden aus Steuergeldern zum Fenster hinaus", so Orbán. Sie setzten darauf, dass Russland Reparationen zahlen und Europa so sein Geld aus der Ukraine zurückerhalten werde.
"Ich habe noch keinen seriösen Experten getroffen, der behauptet, man könne die Russen militärisch so besiegen, dass sie Reparationen zahlen müssten. Das liegt jenseits von Kindermärchen."
Die Bürger Westeuropas würden mit solchen Geschichten ruhig gestellt. Er beobachte "mit Überraschung", wie lange dies anhalte, ohne dass "das Volk aufstehe". In Ungarn wäre er nach eigenen Worten "keine Woche im Amt geblieben", da solche Aussagen als Betrug entlarvt worden wären.Das russische Außenministerium hatte wiederholt erklärt, dass die Ideen der EU über angebliche russische Reparationen an die Ukraine realitätsfern seien.
11:03 Uhr
Russische Armee befreit fünf Ortschaften binnen einer Woche
Im Laufe der Woche haben die russischen Streitkräfte insgesamt fünf Siedlungen in der Volksrepublik Donezk, im Gebiet Sumy und im Gebiet Saporoschje befreit.
Einheiten des Truppenverbandes Süd haben die Siedlung Sakotnoje in der DVR befreit.
Die Siedlung Schowtnewoje im Gebiet Saporoschje wurde durch Einheiten des Truppenverbandes Ost befreit.
Die Ortschaft Komarowka im Gebiet Sumy wurde durch Einheiten des Truppenverbandes Nord befreit.
Durch Einheiten des Truppenverbandes Dnjepr wurden die Ortschaften Belogorje und Nowoboikowskoje im Gebiet Saporoschje befreit.
10:38 Uhr
Gebiet Rjasan: Zivilisten bei Drohnenangriffen verletzt
Nach Angaben von Pawel Malkow, dem Gouverneur des Gebiets Rjasan, erlitten zwei Zivilisten bei Drohnenangriffen auf die Region Verletzungen. Außerdem seien zwei Mehrfamilienhäuser, eines davon noch nicht bewohnt, und ein Betrieb beschädigt worden. Insgesamt haben die Luftverteidigungskräfte 22 nächtliche Drohnenangriffe über dem Gebiet abgewehrt.
10:17 Uhr
Medien: Trump und von der Leyen könnten über die Ukraine sprechen
US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen könnten am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos Gespräche zur Ukraine führen. Dies berichtet die spanische Zeitung El País unter Verweis auf EU-Quellen.
Dem Blatt zufolge planen Trump und von der Leyen ein Treffen in Davos, um über "Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts" zu sprechen.
Das Treffen sei vorläufig für Mittwoch, den 21. Januar angesetzt. Es sei jedoch "nicht zu 100 Prozent bestätigt". Ziel sei die Fortsetzung der Gespräche zur Ukraine. El País merkt an, zuletzt seien das Thema Venezuela sowie anhaltende Drohungen in Richtung Grönland in den Vordergrund gerückt.
09:59 Uhr
Gebiet Kursk: Mehr als 80 Geschosse aus Ukraine binnen 24 Stunden abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, seien im Laufe des Tages mehr als 80 Geschosse auf die Region abgefeuert worden.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 15. Januar bis 7:00 Uhr am 16. Januar wurden insgesamt 29 Drohnen von unterschiedlichen Typen abgeschossen. Der Gegner hat 84 Mal Artillerie gegen abgesiedelte Bezirke eingesetzt. Fünfmal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein vermeldet weder zivile Opfer noch materielle Schäden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.