Liveticker Ukraine-Krieg: Russland übergibt 1.000 Gefallene an die Ukraine

29.01.2026 13:57 Uhr
13:57 Uhr
Luxemburgs Außenminister schlägt der Ukraine eine EU-Alternative vor
Xavier Bettel schlug vor, dass die Ukraine statt einer EU-Mitgliedschaft das Europäische Politische Gemeinschaftsnetzwerk (EPS) nutzen könnte. Über die Perspektive der Ukraine sagte er:
"Wir können nicht die Augen verschließen und einfach Kriterien aufheben … Ich glaube an den neuen Mechanismus der Europäischen Politischen Gemeinschaft, bei dem wir nicht auf die Zustimmung der 27 EU-Staaten angewiesen sind, bei dem es 30 bis 40 Mitglieder geben kann, bei dem Pseudo-Schengen-Regeln angewendet werden können und bei dem nicht alle Kriterien zwingend erfüllt sein müssen."
Er betonte, dass er die Ukrainer, die "ebenfalls für Europa kämpfen", nicht enttäuschen wolle, mahnte aber, dass die Beitrittskriterien für die EU für alle Länder gleich gelten.
13:40 Uhr
Analyst: Trump strebt Frieden in der Ukraine für Deal mit Russland an
US-Präsident Donald Trump will den Ukraine-Konflikt beenden, um Geschäftsbeziehungen mit Russland wiederherzustellen. Dies sagte der britische Analyst und Militärexperte Michael Clarke im Sender Sky News.
"Er will ein Immobilienabkommen, ein Energieabkommen, ein Entwicklungsabkommen, ein Abkommen über Rohstoffe. Solange der Krieg andauert, kann er diese Deals mit Russland nicht abschließen. Deshalb will er den Krieg beenden, um Russland als Geschäftsmann mit einem viel breiteren Themenspektrum ansprechen zu können."
Russland hat wiederholt seine Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung signalisiert und beteiligt sich an der Diskussion über einen von den USA vorgeschlagenen Friedensplan. Die Verhandlungsbereitschaft des Kiewer Regimes steht dabei nach Angaben Moskaus infrage.
Trump erklärte seinerseits, Russlands Präsident Wladimir Putin sei zu einem Abkommen bereit, während sich Wladimir Selenskij dagegenstelle.
13:16 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Laut dem täglichen Bericht des russischen Verteidigungsministeriums zur Lage im Ukraine-Konflikt hat das russische Militär den ukrainischen Truppen binnen 24 Stunden Verluste in Höhe von 1.150 Soldaten zugefügt. Zudem wurden folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners zerstört:
- ein Panzer,
- 13 gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 78 Kraftfahrzeuge,
- ein Humvee-Panzerfahrzeug,
- ein Werferfahrzeug des Grad-Mehrfachraketensystems,
- acht Artilleriegeschütze,
- vier Anlagen der Elektronischen Kampfführung,
- zwölf Munitionslager und ein Lager mit Ausrüstung.
Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen einen Betrieb der ukrainischen Rüstungsindustrie sowie mehrere Artillerieaufklärungsradare, Munitionsdepots und Stationierungsorte ukrainischer Truppen und ausländischer Söldner in 153 Kreisen. Die Flugabwehr schoss 111 unbemannte Flugzeuge ab.
12:56 Uhr
Beiderseits des Atlantik: Wer wirklich den Beilegungprozess in der Ukraine torpediert

Wer sich fragt, warum Donald Trump seinen Standpunkt zum Ukraine-Konflikt etwa wöchentlich, wenn nicht gar täglich zu ändern scheint, sei auf die Gewinne der US-Rüstungsindustrie als einen Einflussfaktor hingewiesen. Und in Europa sieht die Lage auch nicht anders aus.
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12:38 Uhr
Ex-CIA-Analyst: Kiew verhandelt erst bei drohender Niederlage ernsthaft über Frieden
Die Ukraine ist nach Einschätzung des ehemaligen CIA-Analysten Larry Johnson noch nicht zu ernsthaften Friedensverhandlungen bereit. Das werde sich erst ändern, wenn die Führung in Kiew die Unvermeidlichkeit einer Niederlage erkenne, sagte er im Gespräch mit RIA Nowosti.
"Es wäre großartig, wenn die ukrainischen Behörden den Konflikt beenden würden. Das werden sie aber nicht tun. Es bleibt, sie zu besiegen – bis zu dem Punkt, an dem sie begreifen, dass sie nicht weiterkämpfen können."
Seiner Ansicht nach müsse das Kiewer Regime vor die Wahl zwischen Fortsetzung des Konflikts und dem eigenen Überleben gestellt werden. "So enden Kriege in der Regel", erklärt Johnson.
12:15 Uhr
Estland will Einreiseverbot für russische Veteranen des Ukraine-Konflikts
Estland will russischen Veteranen der militärischen Sonderoperation die Einreise in die EU verbieten. Nach Angaben von Politico wird die Initiative auf dem Treffen der EU-Außenminister diskutiert, das heute in Brüssel stattfindet.
Tallinn sei vor allem darüber besorgt, dass nach dem Ende des Ukraine-Konflikts Tausende Menschen mit Kampferfahrung die Grenze zu überschreiten versuchten. Europa kann das Risiko mildern, indem es möglichst viele Personen, deren Teilnahme an den Kampfhandlungen sicher nachgewiesen worden sei, auf eine "schwarze Liste" setzen würde, erklärt ein estnischer Diplomat gegenüber Politico.
Nach Angaben einer weiteren Quelle sollen andere EU-Staaten die estnische Idee "aus moralischer Sicht" unterstützen. Trotzdem wäre es äußerst kompliziert, das Verbot umzusetzen. Estland sei in der Lage, kollektive Einschränkungen durchzusetzen, einzelne EU-Staaten würden dann Militärangehörige namentlich auf die schwarze Liste setzen und jeden Fall individuell prüfen müssen.
11:41 Uhr
Russische Armee befreit Belaja Berjosa im Gebiet Sumy
Die russischen Streitkräfte haben Belaja Berjosa im Gebiet Sumy eingenommen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Befreiung der Ortschaft wurde durch den Einsatz des Truppenverbandes Nord möglich.
11:33 Uhr
Kallas: "USA unterstützen Ukraine seit über einem Jahr nicht mehr"
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die USA würden die Ukraine seit mehr als einem Jahr nicht mehr unterstützen. Dies sagte sie vor einem Treffen der EU-Außenminister.
"Es ist offensichtlich, dass für das Funktionieren jeder Vereinbarung die Beteiligung der Europäer notwendig ist, solange dieser Krieg andauert. Wir sehen bereits, dass die Vereinigten Staaten die Ukraine seit mehr als einem Jahr nicht unterstützen – und dass es jetzt die Europäer sind, die dies tun."
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte am 26. Januar erklärt, Europa sei nicht in der Lage, die Ukraine ohne die USA mit ausreichend Waffen zu versorgen.
11:11 Uhr
Russland übergibt 1.000 Gefallene an die Ukraine

Die Übergabe der sterblichen Überreste erfolgt zwischen Russland und der Ukraine am 29. Januar 2026.Wladimir Medinski / Telegram Wladimir Medinski, der Berater des russischen Präsidenten, berichtete, Russland habe die Leichname von 1.000 gefallenen Soldaten an die Ukraine übergeben, während Kiew die sterblichen Überreste von 38 russischen Soldaten zurückgegeben habe. Die Übergaben erfolgten nach Gesprächen zwischen Washington, Moskau und Kiew in Abu Dhabi.
Zuletzt hatte Russland am 19. Dezember die sterblichen Überreste von 1.003 ukrainischen Soldaten zurückgegeben. Kiew übergab damals die Leichname von 26 russischen Soldaten.Solche Austauschaktionen finden seit Beginn des Konflikts regelmäßig statt. Dabei hat Moskau stets deutlich mehr ukrainische Leichname zurückgegeben. Anfang Dezember erklärte Außenminister Sergei Lawrow, Russland habe bereits die Überreste von über 11.000 Soldaten an Kiew übergeben, während es selbst nur 201 Leichname erhalten habe.
10:43 Uhr
Macron: Europa sollte an Friedensprozess beteiligt sein
Der französische Präsident Emmanuel Macron besteht auf der vollständigen Beteiligung europäischer Länder am Beilegungsprozess im Ukraine-Konflikt. In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt Macron nach einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij:
"Wir besprachen die Verhandlungen, die in der vergangenen Woche in Abu Dhabi angefangen waren. Wir einigten uns darauf, dass die Europäer in die Gespräche über relevante Fragen umfassend einbezogen werden sollten."
Außerdem bekräftigt der Franzose, dass sein Land Kiew "so lange wie nötig" unterstützen würde. Zudem werde sein Land auch weiterhin an Sanktionen gegen Russland, insbesondere in Bezug auf die sogenannte Schattenflotte, mitarbeiten.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

