Liveticker Ukraine-Krieg – Medienbericht: USA drängen auf Referendum und Wahlen in Ukraine im Mai

7.02.2026 11:06 Uhr
11:06 Uhr
Ukraine meldet massive Angriffe aus Russland – Stromausfälle in weiten Teilen des Landes
Die Ukraine hat am Samstag erneut massive Angriffe aus Russland gemeldet. Nach Angaben des örtlichen Netzbetreibers verursachten die Attacken Stromausfälle in weiten Teilen des Landes. Infolge der Schäden sei am Samstagmorgen in den meisten Regionen der Strom abgeschaltet worden, hieß es auf dem Telegram-Kanal von Ukrenergo.
Energieminister Denis Schmygal teilte mit, dass das russische Militär es auf Anlagen zur Stromerzeugung und -verteilung abgesehen habe. Die Reparaturarbeiten sollen beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse.
Am Samstagmorgen war auch der Luftraum im Südosten Polens wegen eines Militäreinsatzes gesperrt. Grund seien "ungeplante militärische Aktivitäten", teilte der Flugbeobachtungsdienst FlightRadar24 auf der Plattform X mit. Der Flughafen Lublin sei wegen eines Einsatzes von NATO-Flugzeugen in dem Gebiet nicht erreichbar.
Airspace in southeastern Poland has once again been closed for the past few hours: CTR/TMA LUBLIN NOT AVBL DUT TO UNPLANNED MILITARY ACTIVITY RELATED TO ENSURING STATE SECURITY.NATO aircraft operating in the area at the moment: https://t.co/XwT8h6HtWApic.twitter.com/lQ67ti8ysY
— Flightradar24 (@flightradar24) February 7, 202610:34 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: mehr als 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 6. Februar 16 Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 4,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Dnjeprjany — 3,
- Kachowka — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Kachowka, Obrywka, Aljoschki und Sawodowka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:02 Uhr
DVR meldet keine ukrainischen Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 6. Februar bis 0 Uhr am 7. Februar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden liegen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk einen Angriff aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurde ein ziviles Infrastrukturobjekt beschädigt. Berichte über Opfer unter der Zivilbevölkerung lagen nicht vor.
09:35 Uhr
US-Regierung genehmigt begrenzten Verkauf von Ersatzteilen an Ukraine
Die US-Regierung hat einen begrenzten Verkauf von militärischen Ersatzteilen an die Ukraine gebilligt. Über die geplante Bereitstellung sogenannter Class-IX-Ersatzteile im Wert von 185 Millionen US-Dollar oder umgerechnet 156 Millionen Euro sei der Kongress informiert worden, teilte das Außenministerium in Washington am Freitag mit. Die Ersatzteile umfassten demnach unter anderem Motoren, Getriebe, Räder, Reifen und Bremsen und sollen der Instandsetzung der von den USA gelieferten Militärfahrzeuge dienen.
09:03 Uhr
Medienbericht: USA drängen auf Referendum und Wahlen in Ukraine im Mai
Die USA und die Ukraine erörtern Insidern zufolge einen Zeitplan für ein Friedensabkommen mit Russland, der im Frühjahr Wahlen vorsehen könnte. Ziel sei eine Einigung im März, gefolgt von einem Referendum und Wahlen im Mai, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Das US-Verhandlungsteam um den Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dränge zur Eile. Hintergrund sei die Sorge, dass sich der US-Präsident angesichts der im November anstehenden Kongresswahlen bald stärker auf innenpolitische Themen konzentrieren werde.
Exclusive: US aims for March peace deal in Ukraine, quick elections, sources say | Reuters https://t.co/WocwsChPzy
— John Dawson (@dawsonjohn95) February 6, 2026Mehrere Experten bezeichneten den Zeitplan als unrealistisch. Zum einen seien Wahlen unter dem geltenden Kriegsrecht verboten und logistisch kaum in der kurzen Zeit zu organisieren. Zum anderen gebe es bei zentralen Streitpunkten noch keine Einigung. Moskau fordere die Kontrolle über den gesamten Donbass, während Kiew dies ablehne. Auch die Zukunft des AKW Saporoschje sei ungeklärt: Russland habe einen US-Vorschlag abgelehnt, wonach Washington die Anlage kontrollieren und die Stromversorgung beider Seiten sicherstellen solle.
Am Donnerstag war die zweite Runde der von den USA vermittelten Verhandlungen in Abu Dhabi mit einem Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine zu Ende gegangen. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij stellte ein baldiges nächstes Treffen in den USA in Aussicht.
08:30 Uhr
OSZE in der Krise: Lawrow empfängt Vorsitzenden Cassis

Am Freitag hat sich der russische Außenminister Sergei Lawrow im Kreml mit dem amtierenden OSZE-Vorsitzenden Ignazio Cassis getroffen. Zu Beginn der Gespräche betonte Lawrow, dass sich die OSZE in einer tiefen Krise befinde.
Unser Korrespondent Georg Sadownitschij berichtet ausführlich über das Treffen. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:01 Uhr
Mehrere Opfer bei Absturz einer ukrainischen Drohne auf Einfamilienhaus im russischen Gebiet Kursk
Am späten Freitagabend ist es im russischen Grenzgebiet Kursk zu einer Tragödie gekommen. Wie Gouverneur Alexander Chinschtein in der Nacht zum Samstag auf Telegram schrieb, sei eine ukrainische Drohne auf ein Einfamilienhaus in der Siedlung Werchni Ljubasch abgestürzt. Dabei sei ein Brand ausgebrochen, der zwei Schuppen und ein Dampfbad ergriffen habe.
Der Politiker meldete ein Todesopfer. Es handele sich um einen 27 Jahre alten Mann, der sich zum Zeitpunkt des Drohnenabsturzes in der Hausgarage befunden habe. Weitere drei Menschen – ein 39 Jahre alter Mann, eine 42 Jahre alte Frau und ein 13 Jahre altes Mädchen – seien mit Splitterverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Chinschtein drückte den Angehörigen des Getöteten sein aufrichtiges Beileid aus und versprach der Familie alle notwendige Unterstützung. Die ukrainische Attacke auf die Zivilbevölkerung des Gebiets Kursk bezeichnete der Gouverneur als barbarisch.
"Solche niederträchtigen Verbrechen sind durch nichts zu rechtfertigen."
07:32 Uhr
Ukrainische Drohne löst Brand in Betrieb im russischen Gebiet Twer aus
Infolge einer ukrainischen Drohnenattacke ist es im russischen Gebiet Twer zu einem Brand gekommen. Gouverneur Witali Koroljow teilte auf der Plattform MAX mit, dass das Feuer in der Nacht zum 7. Februar auf dem Gelände eines Betriebs im Bezirk Konakowo ausgebrochen sei. Der Politiker meldete keine Opfer. Vor Ort seien Rettungs- und Sicherheitskräfte im Einsatz. Seine Regierung beobachte die Situation genau, fügte Koroljow hinzu.
Russlands Verteidigungsministerium berichtete auf der Plattform Telegram, dass die russische Luftabwehr über dem Gebiet Twer vier ukrainische Drohnen abgeschossen habe.
07:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 82 ukrainische Drohnen

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet am Samstagmorgen auf der Plattform Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 21 Uhr MEZ am Freitag bis 5 Uhr MEZ am Samstag 82 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Wolgograd – 45,
- Gebiet Brjansk – 8,
- Gebiet Rostow – 6,
- Gebiet Saratow – 6,
- Gebiet Orjol – 4,
- Gebiet Twer – 4,
- Gebiet Kursk – 3,
- Gebiet Astrachan – 1,
- Gebiet Belgorod – 1,
- Gebiet Woronesch – 1,
- Gebiet Kaluga – 1,
- Gebiet Lipezk – 1,
- Gebiet Smolensk – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
6.02.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

