Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Rüstungswerke in Kiew an

16.07.2026 08:03 Uhr
08:03 Uhr
Selenskij will Chef von Energiekonzern als Ministerpräsidenten
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij will den bisherigen Leiter eines staatlichen Energiekonzerns zum Regierungschef machen. Den Antrag zur Ernennung von Sergei Korezki zum Ministerpräsidenten habe er im Parlament eingereicht, so Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk auf Facebook.
"Das Parlament wird ihn in Kürze entsprechend dem festgelegten Verfahren prüfen."
Wann die Abstimmung darüber erfolgen soll, gibt Stefantschuk nicht bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass sie bereits am Donnerstag erfolgt.
Am Dienstag hatte das ukrainische Parlament dem Rücktritt von Regierungschefin Julia Swiridenko zugestimmt. Dieser zog automatisch die Entlassung des gesamten Ministerkabinetts nach sich. Korezki leitete bisher den staatlichen Energiekonzern Naftogaz. Selenskij hatte ihn zuvor bei einer Pressekonferenz im Hinblick auf die laufenden Vorbereitungen für den kommenden Winter als besonders geeignet bezeichnet.
07:30 Uhr
Russland greift Rüstungswerke in Kiew an
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über neue kombinierte Angriffe auf militärisch relevante Ziele in der Ukraine. Wie die Behörde auf der Plattform Telegram schreibt, seien in der Nacht zum Donnerstag Drohnen sowie hochpräzise boden- und luftbasierte Langstreckenwaffen zum Einsatz gekommen. Unter den getroffenen Objekten nennt das russische Militär mehrere Rüstungswerke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, die Häfen Odessa und Juschny, die der Gegner unter anderem zum Umschlagen von Militärgütern und Treibstoff benutze, ein Schiff und ein Schnellboot der ukrainischen Streitkräfte. Weitere Details gibt das Ministerium vorerst nicht bekannt.
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet von Einschlägen in zwei Stadtteilen. Ihm zufolge sei die Dreimillionenstadt ein weiteres Mal mit ballistischen Raketen angegriffen worden. In einem Lager im Westen der Stadt und in einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk seien Brände ausgebrochen.
Fotos und Videos zeigen einen Großbrand in der ukrainischen Hauptstadt.
‼️🇺🇦🔥Massive fires in Kyiv after missile strikes
— Apocalypse (@ApocEnthalpy) July 16, 2026
▪️At least 10 missiles struck the Ukrainian capital in 15 minutes.
▪️Fires are reported at facilities in the Sviatoshynskyi and Darnitsky districts. pic.twitter.com/6ZxFbNDfCi15.07.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Absage an Macron: Radew lehnt Beitritt zur "Koalition der Willigen" ab

RT Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew hat den Beitritt seines Landes zur "Koalition der Willigen" für die Ukraine abgelehnt.
Am Rande des französischen Nationalfeiertags in Paris erklärte Radew gegenüber Journalisten, dass er zwar eine persönliche Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erhalten habe, Bulgarien jedoch nicht in dieses Bündnis passe. Sein Land werde sich nicht an einer Allianz beteiligen, die auf eine Fortsetzung der finanziellen und militärischen Hilfe für Kiew beharrt.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:42 Uhr
Sacharowa: Einsatz der "Koalition der Willigen" in der Ukraine käme Intervention gleich
Russland würde die Verlegung von Kräften der "Koalition der Willigen" in die Ukraine als inakzeptabel betrachten, erklärt Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, auf der Pressekonferenz in Moskau.
Dieser Schritt der "Koalition der Willigen" käme einer "ausländischen Intervention" gleich und würde die Bedrohungen für die Sicherheit Russlands verschärfen.
Ausländische Einheiten würde Russland für legitime militärische Ziele halten, betont Sacharowa.
21:31 Uhr
Ukrainischer Verteidigungsminister bestätigt seinen Rücktritt
Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat seinen Rücktritt bestätigt. In einem Beitrag in sozialen Medien schreibt er:
"Es war mir eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen."
Fjodorow gelang es nach eigener Ansicht, die Umstrukturierung des Verteidigungsministeriums "im Einklang mit NATO-Standards und dem gesunden Menschenverstand" einzuleiten. Er scheiterte aber daran, den Prozess abzuschließen:
"Die neue Struktur wurde eingeführt, viele Mitarbeiter wurden entlassen und zahlreiche Prozesse angestoßen. Doch es war notwendig, diejenigen, die diese Veränderungen behinderten, noch entschiedener zu entlassen."
Zum Schluss versichert Fjodorow, er werde weiterhin daran arbeiten, womit er das Amt im Verteidigungsministerium angetreten habe.
Fjodorow war im Januar dieses Jahres zum Verteidigungsminister ernannt worden. Zuvor war er über sechs Jahre als Minister für digitale Transformation tätig.
Präsident Wladimir Selenskij möchte laut ukrainischen Medien das vakante Amt dem bisherigen Innenminister Igor Klimenko anbieten.
21:15 Uhr
Flugabwehr zerstört 155 ukrainische Drohnen
Im Laufe des Tages hat die Flugabwehr 155 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Flugziele zwischen 8 und 21 Uhr Moskauer Zeit über neun Gebieten sowie über der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer vom Himmel geholt.
21:02 Uhr
Sacharowa: IAEA muss Mord an AKW-Chefingenieur verurteilen
Rafael Grossi, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), muss endlich das Verbrechen des Kiewer Regimes erkennen. Dies forderte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, im Zusammenhang mit dem Tod des Chefingenieurs des AKW Saporoschje, Alexander Jakowlew. Gegenüber der Nachrichtenagentur TASS sagte die Diplomatin:
"Dieses Verbrechen des Kiewer Regimes muss Grossi endlich erkennen. Wir fordern, dass die zuständigen internationalen Organisationen, allen voran die IAEA, eine klare und deutliche Erklärung abgeben, in der dieser Mord verurteilt wird."
20:40 Uhr
AKW Saporoschje: Chefingenieur bei Kiews Angriff ums Leben gekommen

Archivbild: Das AKW SaporoschjeAlexei Konowalow / TASS Der Chefingenieur des Atomkraftwerks Saporoschje, Alexander Jakowlew, ist am Mittwochnachmittag ums Leben gekommen. Nach Angaben von Alexei Lichatschjow, dem Leiter des Staatskonzerns Rosatom, wurde Jakowlew bei einem gezielten Terrorangriff des Kiewer Regimes getötet.
Dabei schlug eine ukrainische Drohne in den Dienstwagen an der Grenze zwischen dem Industriegebiet des AKW und der Stadt Energodar ein. Neben Jakowlew kam auch der Fahrer Dmitri Filippow um.
Lichatschjow betonte, dass der Angriff wegen der direkten Unterstützung des verbrecherischen Kiewer Regimes durch den Westen möglich wurde. Die russische Seite erwarte eine umgehende, konkrete und eindeutige Reaktion der Internationalen Atomenergie-Organisation.
20:03 Uhr
Weitere Schiffe in der Ukraine angegriffen
Die russischen Streitkräfte haben Frachter im Hafen von Tschernomorsk im Gebiet Odessa getroffen, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Außerdem wurden ukrainische Schiffe im Dnjepr-Bug-Hafen nahe dem Ort Galizynowo im Gebiet Nikolajew angegriffen. Die Ziele traf die russische Armee mit Drohnen vom Typ Geran-4 Seeker.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

