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Liveticker Ukraine-Krieg – LVR wirft Kiew Ökoterrorismus vor: 40.000 Hektar Wald beschädigt

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – LVR wirft Kiew Ökoterrorismus vor: 40.000 Hektar Wald beschädigtQuelle: Sputnik © WIKTOR ANTONJUK
  • 6.06.2026 13:40 Uhr

    13:40 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Schewtschenko im Gebiet Charkow befreit

    Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Schewtschenko im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht und zudem ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Kolodesnoje, Ternowaja, Gratschowka und Isbizkoje im Gebiet Charkow sowie Lesnoje, Pustogorod, Choten und Wolnaja Sloboda im Gebiet Sumy getroffen. Der Gegner habe dabei bis zu 210 Soldaten verloren. Ein Kampfpanzer und sechs Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Tscherwony Oskol und Berjosowka im Gebiet Charkow sowie Schtschurowo und Losowoje in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 180 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Autos und zwei Geschütze zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Nikolajewka, Druschkowka, Nikolaipole und Konstantinowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 175 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem einen Kampfpanzer des Typs Leopard, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und vier Geschütze verloren.          

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Raiskoje, Beloserskoje, Sergejewka, Dobropolje und Matjaschewo in der DVR und Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 280 Armeeangehörige verloren. Sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos und zwei Geschütze seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Samoilowka, Seljonoje, Neschenka, Tscherwony Jar und Omelnik im Gebiet Saporoschje sowie Gawrilowka und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 385 Kämpfer. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, drei Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Orechow, Jurkowka und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje sowie Noworaisk und Suchanowo im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 45 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 17 Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Drohnenwerke und -basen, militärisch relevante Energie- und Verkehrsinfrastrukturen und 153 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden 13 Lenkbomben, vier HIMARS-Raketen und 911 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 157.327 Drohnen, 661 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.637 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.729 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.241 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:07 Uhr

    Deutsche Stimmen beim Petersburger Forum: Dialog statt Konfrontation

    Am dritten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg hat die Plenarsitzung mit Reden von Wladimir Putin, dem usbekischen Präsidenten, der tansanischen Präsidentin und dem chinesischen Vizepräsidenten im Mittelpunkt gestanden. Unser Korrespondent Roman Ziskin berichtete über die politischen und wirtschaftlichen Schwerpunkte, darunter Putins Kritik an den westlichen Sanktionen, der WTO-Erosion und Selenskijs Brief.

    Am Rande des Forums sprachen zudem der Unternehmer Thomas Bruch, der sächsische Landtagsabgeordnete Jörg Urban und der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré über Dialog mit Russland, wirtschaftliche Schäden durch Sanktionen und die Notwendigkeit neuer Zusammenarbeit.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 12:33 Uhr

    Zwei Tote und sieben Verletzte durch ukrainische Angriffe auf 61 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 61 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 35 Geschosse abgefeuert und 150 Drohnen eingesetzt, von denen 80 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Stadt Schebekino sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Infolge eines Drohnenangriffs auf einen Betrieb in der Ortschaft Otradowski sei ein Mitarbeiter getötet worden, ein weiterer habe Verletzungen erlitten. Bei der Detonation einer FPV-Drohne seien zwei Einwohner der Siedlung Jasnyje Sori verletzt worden. Zwei weitere Zivilisten seien in den Siedlungen Otradnoje und Urasowo zu Schaden gekommen. In der Siedlung Tomarowka seien zwei Männer verletzt worden, als eine Drohne ein Geschäft angegriffen habe. Am Freitag habe außerdem ein Lkw-Fahrer eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem er noch am 4. Juni ein Barotrauma des Ohres erlitten habe, als eine Drohne sein Fahrzeug in der Siedlung Wosnessenowka angegriffen habe.

    Der Krisenstab meldet darüber hinaus viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden acht Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, drei Geschäfte, zwei Betriebe, eine Scheune, ein Infrastrukturobjekt, eine Gasleitung, vier Lkw, mehrere Landwirtschaftsfahrzeuge, ein Bus, zwei Kleinbusse, 16 Autos und ein Lkw-Anhänger zerstört oder beschädigt worden.

  • 12:09 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 5. Juni 14 Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Aljoschki — 5,
    • Golaja Pristan — 4
    • Netschajewo — 3,
    • Solonzy — 2.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kachowka, Nowaja Kachowka, Tschernjanka, Tschelburda und Podstepnoje seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 11:35 Uhr

    Drei Verletzte durch massive Drohnenattacke auf Sankt Petersburg

    Gouverneur Alexander Beglow gibt auf der Plattform Telegram bekannt, dass die russische Luftabwehr am Samstagmorgen eine ukrainische Drohnenattacke auf die Stadt Sankt Petersburg abgewehrt hat, in der an diesem Tag das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF zu Ende geht. Wie der Politiker schreibt, sei es gelungen, Sachschäden zu vermeiden. Ohne Einzelheiten mitzuteilen, berichtet Beglow über drei Leichtverletzte. Sie seien nach einer ärztlichen Behandlung inzwischen nach Hause entlassen worden. Der Gouverneur bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der gestörte Luftverkehr bald in den üblichen Betrieb zurückkehren werde.

    Am frühen Morgen hat Beglow die Einwohner der Stadt aufgerufen, wegen der massiven Drohnenattacke zu Hause zu bleiben. Außerdem warnte er vor möglichen Störungen bei der Nutzung des mobilen Internets. Die Behörden des umliegenden Gebiets Leningrad meldeten den Abschuss von 144 Drohnen. Der Flughafen Pulkowo stellte vorübergehend aus Sicherheitsgründen den Betrieb ein.

    In den sozialen Medien tauchten offiziell noch nicht bestätigte Informationen über Brände auf. Auch im von der russischen Kriegsmarine genutzten Ostseehafen von Kronstadt soll es Einschläge gegeben haben. Die Zufahrtsstraße nach Kronstadt war eine Zeit lang gesperrt.

  • 11:06 Uhr

    Republikchef Passetschnik beklagt Zerstörung von Wäldern in LVR: Kiew betreibt Ökoterrorismus

    Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS hat Leonid Passetschnik, Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), der Führung in Kiew vorgeworfen, Wälder in der Region absichtlich zu zerstören. Nach vorläufigen Angaben seien in der LVR durch ukrainische Attacken, Brandsetzung und Verminung ungefähr 40.000 Hektar Forst beschädigt worden. Momentan sei es unmöglich, den gesamten Schaden zu berechnen. Betroffen seien nicht nur Wälder an der Kontaktlinie, sondern auch ziemlich weit davon entfernte Waldungen. Der Politiker sagte dabei mit Blick auf die ukrainischen Truppen:

    "Ich bin mir sicher, dass dieses Vorgehen gar keine strategische Rechtfertigung und gar keine militärischen Ziele hat. Sie agieren seit langem nach dem Prinzip der verbrannten Erde."

    Die Zerstörung der Wälder in der LVR durch das ukrainische Militär bezeichnete Passetschnik als Ökoterrorismus. Dieser richte sich gegen die Zivilbevölkerung und füge der Umwelt einen langfristigen Schaden zu.

  • 10:30 Uhr

    Fünf Verletzte durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker auf der Plattform MAX mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 5. Juni bis 8 Uhr MESZ am 6. Juni 139 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 190-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus 18 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Kosyrewka seien aber drei Zivilisten verletzt worden. In der Stadt Lgow hätten eine Frau und ein Mann Verletzungen erlitten. Außerdem teilt der Gouverneur mit, dass im Dorf Terechowka zwei Wohnhäuser niedergebrannt seien. Ein weiteres Haus sei in der Siedlung Koljatschek beschädigt worden. In der Stadt Rylsk sei ein Tankwagen zu Schaden gekommen.

  • 10:08 Uhr

    Ukrainische Drohnen setzen Erdöldepot in Region Krasnodar in Brand

    Neben dem nordwestrussischen Gebiet Leningrad und der Stadt Sankt Petersburg, in der an diesem Samstag das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF endet, haben die ukrainischen Streitkräfte auch den Süden des Landes angegriffen. Wie der Krisenstab der Region Krasnodar auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Gegner unter anderem ein Erdöldepot in der Stadt Ust-Labinsk angegriffen. Auf dem Betriebsgelände sei es zu einem Brand gekommen.

    Der Krisenstab meldet weder Todesopfer noch Verletzte. An den Löscharbeiten seien 167 Feuerwehrleute und 54 Löschfahrzeuge beteiligt. Aus benachbarten Häusern seien 60 Menschen evakuiert worden. In ihren Häusern seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. 

  • 09:34 Uhr

    Șoșoacă: Kiew will Rumänien in den Krieg hineinziehen

    Die Explosion einer Marinedrohne im rumänischen Hafen Constanța hat für Spannungen zwischen Bukarest und Moskau gesorgt: Die russische Botschaft wies jede Verbindung zu Russland zurück und sprach von ukrainischen unbemannten Wasserfahrzeugen. Am Rande des Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg erklärte die rumänische Politikerin Diana Iovanovici-Șoșoacă, Kiew versuche, Rumänien immer tiefer in den Konflikt hineinzuziehen.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 09:01 Uhr

    Ukraine entschuldigt sich bei Griechenland für Drohnenvorfall

    Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. Außenamtssprecher Georgi Tichi schrieb auf der Plattform X:

    "Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen ist, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden."

    Das zeige, dass der andauernde Krieg auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit dem Kriegsbeginn im Februar 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung.

    Bereits im Mai hatten Fischer vor der griechischen Mittelmeerinsel Lefkada ein etwa sechs Meter langes unbemanntes Boot mit laufendem Motor entdeckt. Auf dem von den Behörden als ukrainisch identifizierten Boot wurden rund 100 Kilogramm Sprengstoff entdeckt. Die Küstenwache machte den Sprengsatz mit einer kontrollierten Explosion unschädlich. In seiner Protestnote sprach Athen von einer Gefährdung der maritimen Sicherheit und einem Risiko für Zivilisten und verlangte von Kiew eine offizielle Stellungnahme.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.