Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte haben Konstantinowka vollständig befreit

3.07.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:57 Uhr
UN-Hochkommissar fordert Einstellung der Folter russischer Kriegsgefangener in der Ukraine
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, forderte die sofortige Einstellung der Folter russischer Kriegsgefangener. Seinen Worten zufolge müssen die für die Misshandlungen Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Auf einer Sitzung des UN-Rats für Menschenrechte sagte er insbesondere:
"Etwa die Hälfte der von der Ukraine gefangengenommenen Kriegsgefangenen, mit denen Mitarbeiter meines Büros gesprochen haben, berichteten von Folter oder anderen Formen der Misshandlung."
Dabei gab er keine genauen Angaben zur Anzahl der Betroffenen.
21:42 Uhr
Russische Streitkräfte haben Konstantinowka vollständig befreit
Die russische Armee hat die Industriestadt Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) vollständig befreit. Dies meldet der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.
Die Ortschaft liegt im Norden der DVR, 55 Kilometer von Donezk entfernt. Sie spielt eine Schlüsselrolle für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte im Ballungsraum Kramatorsk-Slawjansk, da sich dort ein großer Eisenbahnknotenpunkt befindet.
Mehr zum Thema – Die Befreiung von Konstantinowka wird sich auf die gesamte Sonderoperation auswirken
21:31 Uhr
"Einschüchterungsversuch" – Russische Botschaft in Stockholm von zwei Drohnen attackiert

Die russische Botschaft in Stockholm ist am Donnerstag Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Laut Angaben des russischen Außenministeriums überflogen zwei Quadkopter das Botschaftsgelände.
Eine der Drohnen warf dabei einen Behälter mit roter Farbe ab. Die zweite Drohne, an der eine Sprengstoff-Attrappe angebracht war, stürzte in unmittelbarer Nähe des Botschaftsgebäudes ab.
Die Botschaft sprach von einem "eklatanten Versuch, die Mitarbeiter einzuschüchtern", der weit über eine bloße Provokation hinausgehe. Demzufolge ereignen sich solche Vorfälle in Schweden regelmäßig, ohne dass die dortigen Sicherheitsdienste effektiv eingreifen.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
21:03 Uhr
The Telegraph: Russische Drohnen erreichen Raketengeschwindigkeit

SymbolbildRIA Nowosti / Stanislaw Krasilnikow / Sputnik Die neuesten Entwicklungen Russlands im Bereich der unbemannten Luftfahrt haben die Schlagkraft der russischen Armee erheblich gesteigert, schreibt die britische Zeitung The Daily Telegraph. Einige Drohnenmodelle erreichen so hohe Geschwindigkeiten, dass man sie leicht für Raketen halten könnte. Nach Angaben der Zeitung können neue Modelle wie die "Geran-4" Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h erreichen. Damit übertreffen sie die ukrainischen Abfangdrohnen, deren Höchstgeschwindigkeit nur 350 km/h beträgt, bei Weitem. In dem Artikel heißt es:
"Die neuen russischen Drohnen […] rasen mit solcher Geschwindigkeit über den Himmel, dass man sie für Raketen halten könnte. […] Russland greift die ukrainische Hauptstadt immer häufiger an und zwingt Kiew dadurch, seine wertvollsten Abfangdrohnen einzusetzen. Dadurch entstehen Lücken, durch die ballistische Raketen und Marschflugkörper vordringen können."
20:40 Uhr
Gebiet Charkow: Kiew ordnet Zwangsevakuierung aus 60 Ortschaften an
Wie der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Charkow, Oleg Sinegubow, mitteilte, wurde in Teilen der Region eine obligatorische Evakuierung angeordnet. Seinen Angaben zufolge betrifft die Zwangsevakuierung 41 Ortschaften der Gemeinde Schewtschenkowskij, zwölf Ortschaften des Bezirks Bogoduchow und sieben Ortschaften der Gemeinde Dergatschowo. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Sinegubow:
"Wir erweitern das Evakuierungsgebiet für die Zivilbevölkerung aus den Gemeinden der Bezirke Kupjansk, Bogoduchow und Charkow. Der entsprechende Beschluss wurde auf der Sitzung des Verteidigungsrates der Region gefasst."
20:23 Uhr
Schicksal Hunderter in Weliki Prikol gefallener ukrainischer Soldaten wird verheimlicht
Wie der Nachrichtenagentur RIA Nowosti aus Sicherheitskreisen mitgeteilt wurde, verschweigt das Kommando des 4. Bataillons der 119. Brigade der Territorialverteidigung der ukrainischen Streitkräfte den Angehörigen das Schicksal Hunderter Soldaten, die in der Ortschaft Weliki Prikol in der Region Sumy ums Leben gekommen sind. Auf diese Weise versuche Kiew, Entschädigungszahlungen zu umgehen. Ein Gesprächspartner der Agentur merkte an:
"Das Kommando des 4. Bataillons der 119. Brigade der Territorialverteidigung der ukrainischen Streitkräfte teilte den Angehörigen der vermissten ukrainischen Soldaten mit, dass Hunderte von Leichen in Feldleichenhäusern gelagert worden seien, die in verlassenen Häusern im Dorf Weliki Prikol eingerichtet worden waren und dann im Verlauf der Kämpfe zusammen mit den Leichen 'plötzlich' niedergebrannt seien."
19:41 Uhr
Macgregor: Putin hat jede Hoffnung auf eine diplomatische Lösung aufgegeben

In einem Interview für den Podcast Redacted sieht der Oberst a. D. der US-Armee und Politikwissenschaftler Douglas Macgregor einen militärischen Wendepunkt in der Ukraine. Putin habe die Hoffnung auf Verhandlungen mit dem Westen – insbesondere mit Donald Trump nach einem substanzlosen Treffen in Alaska – sowie auf einen politischen Wandel in Europa endgültig aufgegeben, so Macgregor.
Angesichts drohender neuer US-Milliardenhilfen für Kiew habe der russische Präsident nun den Befehl erteilt, den Konflikt militärisch zu beenden.
Macgregor sieht die ukrainische Verteidigung vor dem Kollaps. Er erwartet eine finale russische Großoffensive mit einem Vorstoß auf die Hafenstadt Odessa und die Hauptstadt Kiew.
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19:05 Uhr
Drei ukrainische Kämpfer bei Ergebungsversuch getötet
Eine ukrainische Drohne hat drei ukrainische Kämpfer angegriffen, als diese versuchten, sich in der Nähe der Siedlung Rownoje im Gebiet Saporoschje den russischen Soldaten zu ergeben. Dies erklärte ein Militärangehöriger des Truppenverbandes Ost mit dem Rufnamen Dawa gegenüber RIA Nowosti.
"Der Gegner hat von einer Aufklärungsdrohne aus gesehen, dass wir drei Soldaten gefangen nehmen und diese sich ergeben. Daraufhin hat der Gegner eine Drohne geschickt, die direkt in seinen eigenen Militärangehörigen flog."
Alle drei ukrainischen Soldaten wurden bei dem Drohnenangriff getötet. Er fügte hinzu, dass diese Kämpfer etwa 30 bis 40 Jahre alt waren.
18:33 Uhr
Bericht: Die Europäer fallen Selenskij-Desinformationen zum Opfer
Europäer seien Desinformationen zugunsten Wladimir Selenskijs zum Opfer gefallen, schreibt das italienische Portal IL Fatto Quotidiano. Westliche Medien verkünden den unmittelbar bevorstehenden Sieg der Ukraine, während ukrainische Truppen nicht einmal in der Lage seien, verlorene Gebiete zurückzuerobern, heißt es in dem Artikel. Um der Ukraine zu helfen, müsse die EU mit Wladimir Putin verhandeln, so der Autor des Portals. Er betont:
"Wenn die ukrainische Armee der russischen überlegen ist, warum kann sie dann Mariupol, Sewerodonezk, Lisitschansk, Awdejewka oder Ugledar nicht zurückerobern? Wenn 10.000 Ukrainer 80.000 Russen töten können, warum hat Selenskij keine dieser Städte zurückerobert? Die Antwort ist einfach: Am 17. Dezember des Jahres 2024 erklärte Selenskyj der französischen Zeitung Le Parisien, die Ukraine sei nicht stark genug, um die verlorenen Gebiete zurückzuerobern. Das Ergebnis der NATO-Strategie ist also folgendes: 1) Die Ukraine hat ihre reichsten und strategisch wichtigsten Regionen verloren; 2) sie hat den Zugang zum Meer fast vollständig verloren; 3) sie hat die Fähigkeit zur Selbstversorgung verloren."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


