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Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreit

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreitQuelle: Sputnik © JEWGENI BIJATOW
  • 28.06.2026 15:08 Uhr

    15:08 Uhr

    Geran-Drohnen zerstören ukrainische MiG-29-Kampfjets

    Russische Drohnenpiloten haben einen Angriff auf den Flugplatz Wosnessensk in dem ukrainischen Gebiet Nikolajew geflogen. Dabei wurden zwei MiG-29-Kampfflugzeuge sowie mehrere Unterstützungsfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Bei dem Angriff wurden zwei "Geran-4 Seeker"-Drohnen eingesetzt.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 14:38 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen Getreidefelder im Gebiet Saporoschje an

    Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften vor, Getreidefelder im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje mit Drohnen in Brand zu setzen. Zuletzt habe der Gegner zwei größere Brände in den Bezirken Melitopol und Berdjansk ausgelöst. Das Feuer habe eine Fläche von zwei beziehungsweise 20 Hektar ergriffen. Die Brände seien umgehend gelöscht worden. Dazu teilt der Politiker mit:

    "In den letzten 24 Stunden hat es mindestens 18 barbarische Drohnenattacken des Gegners gegeben. Dabei wurden zivile Objekte, Autos und Landwirtschaftsflächen angegriffen. Wir sehen, dass das Ziel der Bandera-Anhänger nicht ein militärischer Erfolg ist, sondern die Einschüchterung und Tötung von Zivilisten, die Zerstörung von Logistik und Lebensmittelsicherheit."

    Nach Angaben von Balizki seien am vergangenen Tag sechs friedliche Einwohner des Gebiets Saporoschje verletzt worden. Ein weiterer Zivilist sei ums Leben gekommen.

  • 14:09 Uhr

    Polen befürchtet russische Übergriffe an NATO-Ostflanke

    Die polnische Führung sieht ein wachsendes Risiko russischer Provokationen an der NATO-Ostflanke. Die Zeitung Rzeczpospolita zitiert den Chef des Auslandsgeheimdienstes, Oberst Paweł Szota, mit den Worten:

    "Wir sehen die Ereignisse in der Ukraine und dass der Krieg für Russland derzeit nicht gut läuft. Das ist ein Grund zur Besorgnis, dass Moskau die Situation weiter eskalieren könnte."

    Seiner Einschätzung nach könnte es einen begrenzten Angriff auf die baltischen Staaten geben, da Russland systematisch rote Linien überschreite, um die Reaktion der NATO zu testen.

    "Die Kosten solcher Provokationen sind gering, aber das Bündnis reagiert vor allem politisch, was zu weiterer Eskalation einlädt."

    Ähnlich hatte der polnische Außenminister Radosław Sikorski vergangene Woche vor möglichen Aktionen der Russen unter falscher Flagge gewarnt.

    Russlands Präsident Wladimir Putin und andere Mitglieder der russischen Führung weisen regelmäßig solche Vorwürfe zurück.

  • 13:34 Uhr

    Ukrainische Drohnen zerstören Schulbusse im Gebiet Cherson

    Gouverneur Wladimir Saldo wirft der Führung in Kiew vor, zivile Infrastrukturen im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson absichtlich zu zerstören, um den Ortsansässigen das alltägliche Leben zu erschweren. Auf Telegram schreibt der Politiker, dass das ukrainische Militär in der vergangenen Nacht einen Parkplatz für zivile Busse mit Drohnen angegriffen habe. Unter den zerstörten Fahrzeugen seien auch 14 Schulbusse.

    "Ich will den Führern der NATO-Staaten, die das Kiewer Regime unterstützen, eine einfache Frage stellen. Gegen wen kämpft die Ukraine heute? Gegen Schüler? Gegen Kinder, die zum Unterricht fahren sollten? Gegen friedliche Einwohner, die öffentliche Verkehrsmittel brauchen?"

    Die Attacke gegen die zivile Busflotte habe nichts mit den Kampfhandlungen zu tun. Dies sei eine "Untat von Schuften", die bewusst zivile Infrastrukturen zerstörten, sagt Saldo. Die Täter werde man über kurz oder lang zur Verantwortung ziehen.

    Nach Angaben der Behörden des Bezirks Skawosk seien als Folge der Drohnenattacke insgesamt 40 Busse ausgebrannt.

  • 13:06 Uhr

    Strack-Zimmermann begrüßt Einschränkung des Flüchtlingsschutzes für wehrfähige Ukrainer

    Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die Entscheidung der EU-Kommission begrüßt, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land pauschal Aufnahme zu gewähren. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte die FDP-Politikerin:

    "Die Ukraine verteidigt seit über vier Jahren ihre Existenz, und mit ihr die Freiheit ganz Europas, gegen einen brutalen Angreifer. Ein Land, das in diesem Überlebenskampf steht, ist auf seine Bürger angewiesen. Wie es seine Wehrpflicht ausgestaltet, ist zuallererst eine Entscheidung der Ukraine selbst, und der Wunsch dazu kommt ausdrücklich aus Kiew."

    Die Einschränkung müsse jedoch rechtsstaatlich sauber erfolgen. Das Recht auf einen Asylantrag und auf eine Prüfung des Einzelfalls bleibe unberührt, humanitäre Härten müsse die EU im Blick behalten, so Strack-Zimmermann.

    Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für neu Ankommende gelten, die die Ukraine nach ukrainischem Recht wegen ihrer Wehrpflicht nicht verlassen dürfen.

  • 12:40 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

    Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Werchneje Pestschanoje, Luschki und Petruschewka im Gebiet Sumy sowie Bely Kolodes, Moskalewka, Semljanki, Rubeschnoje, Stariza und Sosnowy Bor im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 210 Armeeangehörige verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zehn Autos, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Krestischtsche, Schtschurowo, Raigorodok und Majaki in der Donezker Volksrepublik (DVR) sowie Losowoje, Gussinka, Podliman, Smorodkowka und Monatschinowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Zudem setze die russische Armee ihren Vormarsch in der Ortschaft Krasny Liman fort, wo sie zuletzt 59 Gebäude befreit und bis zu 30 ukrainische Kämpfer eliminiert habe. Insgesamt seien am jeweiligen Frontabschnitt bis zu 210 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos und drei Geschütze zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei Einheiten der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Druschkowka, Nowonikolajewka, Nikanorowka, Nikolaipole, Orechowatka, Nikolajewka und Alexejewo-Druschkowka in der DVR getroffen. In der Ortschaft Konstantinowka seien 26 Gebäude befreit und bis zu 100 ukrainische Soldaten eliminiert worden. Das russische Ministerium beziffert die gesamten gegnerischen Personalverluste am jeweiligen Frontabschnitt auf mehr als 210 Armeeangehörige. Der Gegner habe außerdem zwei Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Autos und zwei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Nowopawlowka, Nowopodgorodnoje, Tschugujewo, Iwanowka und Meschewaja im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Lenina, Kutscherow Jar, Dobropolje, Grusskoje, Sergejewka, Matjaschewo und Swetloje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 300 Soldaten verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, drei Autos, eine Radaranlage und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe die Ortschaften Pissanzy im Gebiet Dnjepropetrowsk und Nowossjolowka im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht. Außerdem seien ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Malinowka, Wassinowka und Ljubizkoje im Gebiet Saporoschje sowie Podgawrilowka, Kriwobokowo, Romanki, Schirokoje und Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen worden. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 490 Kämpfer. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sechs Autos und vier Geschütze seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Grigorowka und Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem 14 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, ein Lager mit unbemannten Wasserfahrzeugen und 141 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Auf einem ukrainischen Militärflugplatz seien zwei Kampfjets des Typs MiG-29 zerstört worden. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sieben Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 590 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 170.750 Drohnen, 664 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.945 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.749 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.545 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:07 Uhr

    Fico lehnt neue NATO-Hilfen für Ukraine ab

    Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat sich gegen die Pläne der NATO ausgesprochen, der Ukraine beim bevorstehenden Gipfel der Allianz in Ankara umfangreiche finanzielle und militärische Hilfe zuzusagen. Gegenüber slowakischen Medien erklärte Fico am 27. Juni, er lehne die NATO-Vorschläge ab, die er als "massiv" bezeichnete. Außerdem kündigte er Gespräche mit dem slowakischen Verteidigungsminister Robert Kaliňák an. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Delegation aus Bratislava ohne Mandat zum Gipfel reist, um die Slowakei in weitere "Militärdarlehen oder finanzielle Beiträge" einzubeziehen.

    Ficos Äußerungen fielen weniger als zwei Wochen vor dem jährlichen NATO-Gipfel, der am 7. und 8. Juli in der Türkei stattfinden wird. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij ist zur Teilnahme eingeladen. Berichten zufolge wollen die Mitgliedstaaten dort milliardenschwere neue Waffen- und Hilfspakete für die Ukraine beschließen.

  • 11:36 Uhr

    Starobelsk: Kein Kind sollte sterben müssen

    In diesem Dokumentarfilm geht es um den Drohnenangriff vom 22. Mai 2026 auf eine Berufsschule in Starobelsk, bei dem die ukrainischen Streitkräfte schlafende Schüler kaltblütig getötet haben. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt. Diese jungen Menschen hatten davon geträumt, Lehrer zu werden und später an Schulen zu arbeiten. Einige planten sogar bereits ihre Hochzeit. Doch ihre Träume wurden unter den Trümmern begraben.

    Das Filmteam besuchte die Überreste des Wohnheims und sprach mit Schülern und Lehrern, die den Angriff überlebt hatten. Ziel war es, die schrecklichen Ereignisse im Detail zu rekonstruieren. Unter anderem auch mit Elena Jurjewa, einer Lehrerin, die mehr als 30 verletzte Schüler rettete.

    Den Dokumentarfilm gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 11:10 Uhr

    Bürgermeister der AKW-Stadt Energodar wirft Kiew Provokation vor: Infos über Evakuierung sind falsch

    Der Bürgermeister der Stadt Energodar, Maxim Puchow, wirft der Regierung in Kiew eine Provokation vor. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, habe das ukrainische Militär in der vergangenen Nacht über eine Drohne eine falsche Warnung an die Einwohner verbreitet, wonach die Stadt ab dem 1. Juli evakuiert werden solle. Der Bürgermeister spricht von einem "zynischen Trick", mit dem der Gegner die friedlichen Einwohner auf die Straßen bringen wolle, um sie dann anzugreifen. Puchow betont dabei:

    "Es gibt keine Evakuierung."

    Sollte sich die Sicherheitslage in der Stadt ändern, würden die Behörden die Bevölkerung rechtzeitig über offizielle Kanäle auf dem Laufenden halten, so der Bürgermeister.

    Puchow ruft seine Landsleute dazu auf, Ruhe zu wahren, keine Panik zu kriegen und nur offiziellen Informationsquellen zu vertrauen.

    "Der Feind benutzt Lügen, um Ängste zu schüren."

  • 10:35 Uhr

    Ein Verletzter und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 27. Juni bis 8 Uhr MESZ am 28. Juni 117 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 115-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Rylsk sei aber ein 66 Jahre alter Einwohner verletzt worden. Der Politiker berichtet auch über Schäden in den Ortschaften Maloje Soldatskoje, Pestschanoje, Makejewo und in der Stadt Rylsk. Dort seien insgesamt eine Getreidekammer, eine Scheune und zwei Autos beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.