International

Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Drohnen setzen erstmals Ozon-Logistikzentrum in Brand

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Drohnen setzen erstmals Ozon-Logistikzentrum in BrandQuelle: TASS © JEGOR ALEJEW
  • 22.08.2026 14:10 Uhr

    14:10 Uhr

    Magyar: NATO-Verbündete müssen sich auf Ungarns Militär verlassen können

    Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar hat vor Offizieren die Modernisierung der ungarischen Streitkräfte gefordert. Angesichts des "Krieges in Europa" und einer zunehmend unberechenbaren Weltlage wandele sich die Natur der Kriegsführung rasant.

    Neue Technologien wie Drohnen, künstliche Intelligenz und Cyberangriffe erfordern laut Magyar eine Neuausrichtung. Um diesen Bedrohungen zu begegnen, müsse das Land konsequent auf eigene militärische Stärke setzen. Zugleich bekräftigte er am Donnerstag die Rolle Ungarns als verlässlichen Partners der NATO und der Europäischen Union.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 13:38 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen südrussische Region Krasnodar an: Zwei Kinder getötet

    Der Gouverneur der südrussischen Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, meldet auf Telegram einen folgenschweren ukrainischen Angriff auf den Bezirk Jeisk. Demnach habe der Gegner am Samstagmorgen Wohnhäuser und zivile Infrastrukturobjekte attackiert. Der Politiker bezeichnet den Schlag als "zynisch" und "niederträchtig": Infolge der Attacke seien zwei Kinder ums Leben gekommen. Zwei Erwachsene seien mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Kondratjew spricht den Angehörigen sein aufrichtiges Beileid aus:

    "Aber keine Worte werden helfen, die Familienmitglieder zu trösten."

    Außerdem meldet ein Feuer in einem Betrieb. Das Unternehmen sei in Brand geraten, als Drohnenteile auf das Gelände des örtlichen Hafens herabgestürzt seien.

  • 13:04 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kotowka, Nowoalexandrowka, Pioner, Kasatschja Lopan und Goptowka im Gebiet Charkow sowie Kijaniza, Ulanowo, Pissarewka und Chrapowschtschina im Gebiet Sumy getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 200 Soldaten verloren. Darüber hinaus seien ein Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Podliman und Isjumskoje im Gebiet Charkow sowie Raigorodok, Losowoje, Tatjanowka, Krymki, Swjatogorsk und Sidorowo in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 220 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 21 Autos, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und dabei ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Nikolajewka, Slawjansk, Kramatorsk, Schabelkowka, Weroljubowka, Wyssokoiwanowka und Druschkowka in der DVR getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 250 Kämpfer. Der Gegner habe zudem 20 Autos und drei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Sergejewka, Swjatogorowka, Beloserskoje, Annowka, Solotoi Kolodes, Rubeschnoje und Grusskoje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 360 Kämpfer verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sechs Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wassilkowka und Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Barwinowka, Nowotroizkoje, Nikolskoje, Mirowka, Schewtschenkowskoje, Obschtscheje und Tscherwonaja Kriniza im Gebiet Saporoschje getroffen. Das Ministerium in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 310 Soldaten. Sieben gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Preobraschenka und Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 30 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 14 Autos, drei unbemannte Boote, ein Artillerieaufklärungsradar und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das russische Ministerium erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf einen Militärflugplatz, militärisch relevante Energie- und Verkehrsinfrastrukturen, Lager mit Drohnen und Drohnenteilen und 146 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden elf Lenkbomben und 1.053 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 216.701 Drohnen, 669 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.688 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.774 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.235 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:35 Uhr

    Zwei Tote und 13 Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 77 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 77 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen hat. Der Gegner habe mindestens 32 Geschosse abgefeuert und 301 Drohnen eingesetzt, von denen 160 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nikolskoje sei ein Mann ums Leben gekommen, ein weiterer habe Verletzungen erlitten. Bei der Attacke einer FPV-Drohne auf ein Auto sei in der Nähe der Ortschaft Rasumnoje eine Frau getötet worden, zwei weitere Insassen seien verletzt worden. Bei einer ähnlichen Attacke habe ein Mann in der Nähe der Siedlung Ustinka Verletzungen erlitten. Ein Mann und eine Frau seien in der Siedlung Wolokonowka zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft angegriffen habe. Ein weiterer Einwohner habe bei einem Drohnenangriff auf einen Betrieb Verletzungen erlitten. Bei der Detonation einer Drohne sei eine Einwohnerin der Siedlung Pjatnizkoje verletzt worden, ein weiterer Einwohner habe bei einer Drohnenattacke Verletzungen erlitten. Zudem seien im Gebiet vier Angehörige der örtlichen Drohnenabwehr Orlan bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt worden. Außerdem sei in Belgorod ein Feuerwehrmann ärztlich behandelt worden, der noch am 19. August Verletzungen erlitten habe.

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden 31 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Geschäft, zwei Betriebe, ein Infrastrukturobjekt, zwei Garagen, mehrere Gas- und Stromleitungen, zwei Busse, ein Lkw, drei Kleintransporter, acht nicht näher definierte Fahrzeuge und 31 Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 12:09 Uhr

    "Gleichberechtigung" – Ex-Verteidigungsminister Kiews fordert Wehrpflicht für Frauen

    Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow hat sich am Donnerstag zur Wehrpflicht für Frauen geäußert. "Gleichberechtigung bedeutet, dass auch Frauen in der Armee dienen müssen", erklärte er in einem Interview mit dem ukrainischen Ableger von Radio Free Europe/Radio Liberty. Resnikow war von 2021 bis 2023 im Amt.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 11:40 Uhr

    Ein Todesopfer und sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 21. August bis 8 Uhr MESZ am 22. August 148 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 117-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 19 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet mehrere Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Pestschanoje sei ein 69-jähriger Mann ums Leben gekommen. Im Bezirk Kursk seien vier Menschen verletzt worden. In den Bezirken Belaja und Sudscha seien ein Mann und eine Frau zu Schaden gekommen. Infolge der Attacken seien insgesamt 15 Einfamilienhäuser, zwei Verwaltungsgebäude, zwei Garagen und 19 Autos beschädigt oder zerstört worden.

  • 11:02 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 21. August achtzehn Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Kairy — 4,
    • Welikije Kopani — 6,
    • Aljoschki — 5,
    • Sagi — 3.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Dnjeprjany, Kasatschji Lageri und Korsunka seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 10:37 Uhr

    Bundesverteidigungsministerium äußert sich zur Fahnenflucht ukrainischer Soldaten

    Das Bundesverteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben Kenntnis von Fällen ukrainischer Soldaten, die sich bei der Ausbildung in Deutschland abgesetzt haben. Weitere Details dazu werden aber nicht genannt. Eine Sprecherin des Ausbildungskommandos ("Special Training Command") in Strausberg bei Berlin wird mit den Worten zitiert:

    "Dass sich vereinzelt Angehörige der ukrainischen Streitkräfte während der Ausbildung in Deutschland entfernt haben, ist dem Bundesministerium der Verteidigung bekannt."

    Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben keine Rolle bei der Feststellung ukrainischer Fahnenflüchtiger und verweist auf die dafür zuständigen Stellen der ukrainischen Administration.

    Hintergrund ist ein Bericht der Zeit, wonach allein in Sachsen-Anhalt 80 Fälle bekannt sind, in denen ukrainische Soldaten desertiert seien, die zur Ausbildung in Deutschland gewesen seien. Deutschlandweit sollen es demnach einige Hundert sein.

    Im Rahmen einer EU-Mission haben 22 Teilnehmernationen nach Angaben der Bundeswehr bis Anfang 2026 bereits rund 87.000 ukrainische Soldaten aus- und weitergebildet. Deutschland bildete demnach als einer der wesentlichen Träger bisher rund 29.000 Soldaten – unter anderem in Gefechtsausbildung, Waffenausbildung, Wartung, Instandhaltung und Logistik, Sanitätsdienst sowie ABC- und Minenabwehr.

  • 10:05 Uhr

    Macgregor: Die Mehrheit der Deutschen ist gegen einen Krieg mit Russland

    Laut Macgregor regieren europäische Regierungen am Willen ihrer eigenen Bürger vorbei, um einen Kurs gegen Russland fortzusetzen. Die Menschen in Europa seien kriegsmüde und wollten sich lieber um die Themen Wirtschaft und Migration im eigenen Land kümmern, statt sich mit dem Ukraine-Konflikt zu belasten. Wladimir Putin müsse daher nur abwarten, bis Europa unter seinen eigenen inneren Problemen zusammenbricht und die Unterstützung für die Ukraine von selbst stoppt. Macgregor lobt zugleich Putins Geduld und meint, man solle ihm dafür dankbar sein.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 09:31 Uhr

    Ukrainische Drohnen setzen Ozon-Logistikzentrum im Gebiet Samara in Brand

    In der zurückliegenden Nacht hat das russische Wolga-Gebiet Samara einen massiven Drohnenangriff aus der Ukraine überstanden. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilt auf der Plattform MAX mit, dass die russische Luftabwehr Dutzende Drohnen abgefangen habe. Der Politiker meldet dennoch Schäden und Opfer.

    Ohne Einzelheiten mitzuteilen, schreibt Fedorischtschew, dass im Gebiet Samara ein Industriebetrieb zu Schaden gekommen sei. Außerdem sei ein Logistikzentrum des Online-Händlers Ozon getroffen worden. Es gebe Verletzte, denen man ärztliche Hilfe erweisen werde.    

    Der Online-Händler Ozon bestätigt die Attacke auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Demnach sei dort infolge des Angriffs ein Brand ausgebrochen. Mehr als 500 Mitarbeiter seien innerhalb von wenigen Minuten evakuiert worden, einige hätten aber Verletzungen erlitten. Das Lager sei jetzt außer Betrieb.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.