Liveticker Ukraine-Krieg – Peskow: Russland hat genug Kräfte für Fortsetzung der Militäroperation

9.07.2026 20:57 Uhr
20:57 Uhr
Präsident der Slowakei: Ukraine steht vor einem schwierigen Weg zur EU-Mitgliedschaft
Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hält es für verfrüht, über einen EU-Beitritt der Ukraine zu sprechen. Der Politiker äußerte sich zu dem Thema nach Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan am Donnerstag.
Pellegrini führte gegenüber slowakischen Journalisten aus:
"Wir befürworten weder Abkürzungen noch Doppelstandards oder die Bevorzugung eines Landes gegenüber einem anderen, nur weil es sich in einer schwierigen Lage befindet. Es wird ein sehr langer und komplexer Prozess sein, der möglicherweise nicht mit einem EU-Beitritt der Ukraine endet."
Wenn man bedenke, wie die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union das Thema informell diskutierten, sei die Mitgliedschaft der Ukraine in der Gemeinschaft noch in weiter Ferne, fügte der Politiker hinzu. Und diesbezügliche Erklärungen, die jetzt abgegeben würden, seien "vielleicht eher eine Art Motivation, ein positives Signal an die Ukraine".
20:17 Uhr
Nach Eintrag in Datenbank "Mirotworez": Polnische EU-Abgeordnete fordert Stopp des beschleunigten EU-Beitritts der Ukraine
Die polnische Europaabgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik hat die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, offiziell dazu aufgefordert, den beschleunigten Beitritt der Ukraine zur EU einzustellen.
Zuvor war die Politikerin in die ukrainische Denunziations-Datenbank "Mirotworez" (dt.: Friedensstifter) eingetragen worden, weil sie während der Debatten über die Ukraine die Flagge der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) zerrissen hatte.
Die UPA als militärischer Flügel der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) war an dem Massaker von Wolhynien gegen ethnische Polen im Jahr 1943 beteiligt.
Wie Zajączkowska-Hernik betonte, seien ihre Kollegen zuvor ebenfalls in die berüchtigte Datenbank aufgenommen worden. "Das ist Gangstertum und Gemeinheit gegenüber EU-Diplomaten", erklärte die EU-Abgeordnete. Es handele sich um einen Akt der Feindseligkeit Kiews gegenüber Warschau.
Die Webseite, die womöglich mit dem Inlandsgeheimdienst und dem Innenministerium der Ukraine in Verbindung steht, sammelt seit 2014 Personendaten von vermeintlichen Feinden der Ukraine. Einige von ihnen, beispielsweise der bekannte ukrainische Historiker und Buchautor Oles Busina, wurden bereits ermordet.
19:35 Uhr
"Unglaubliche Leistung" – Russische Soldaten retten Zivilisten aus Konstantinowka

Die russische Armee hat Zivilisten aus Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk evakuiert. Bei einem Drohnenflug über Wohnviertel der Stadt entdeckten sie in einem halb zerstörten Haus Zivilisten, die ein Schild mit der Aufschrift "Familie mit Kind" aufgehängt hatten. Nachdem über Funk Kontakt hergestellt worden war, wurde eine Operation durchgeführt, um die Familie in ein sicheres Gebiet zu bringen.
Darüber hinaus wurde ein zehnjähriges Mädchen evakuiert. Die Familie des Mädchens ist im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe ums Leben gekommen. Die Soldaten kümmerten sich fast einen Monat lang um das Mädchen, bevor es aus der Gefahrenzone gebracht werden konnte. Nun wird sich die Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa um die Suche nach weiteren Verwandten kümmern.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
18:52 Uhr
Iranischer Politiker: Russland hat alles, was es zum Sieg braucht, trotz der NATO-Hilfe für Kiew
Die NATO-Mitglieder haben ihr gesamtes Potenzial in die Ukraine investiert, doch Russland verfügt trotz allem über die militärische Macht, ihnen allen eine Niederlage zuzufügen. Alaeddin Boroujerdi, Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, erklärte dies im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS.
Die USA und die NATO hätten die Ukraine durch eine Täuschung in einen Konflikt mit Russland hineingezogen, meinte der Politiker. Es liege im Interesse des ukrainischen Volkes und der ukrainischen Regierung, sich aus dem Krieg zurückzuziehen und ihn schnellstmöglich zu beenden.
"Wenn sie das nicht tun, hat Russland alle Macht, sie zu besiegen", wiederholte der Abgeordnete.
18:29 Uhr
Waldbrände nahe der AKW-Stadt Energodar wegen ukrainischer Angriffe
Die Lage rund um das Atomkraftwerk Saporoschje und Energodar, wo sich die Anlage befindet, bleibt insgesamt angespannt, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur TASS bekannt gibt. Die ukrainischen Streitkräfte griffen die Stadt sowie die Zufahrtsstraße regelmäßig mit Drohnen an, fügte sie hinzu.
Im Unland von Energodar komme es regelmäßig zu Bränden in Totholz und Waldgebieten, die durch gezielte ukrainische Drohnenattacken verursacht würden.
"Dies stellt eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte dar", so die Sprecherin weiter.
17:51 Uhr
Peskow: Russland ist bereit für Friedenslösung im Ukraine-Konflikt
Moskau ist zu einer friedlichen Lösung für den Konflikt in der Ukraine bereit, verfügt aber über ausreichende Fähigkeiten, um unabhängig zu handeln und die militärische Spezialoperation fortzusetzen. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte das in einem Gespräch mit der Agentur Reuters.
Zuvor hat Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern angekündigt, Russland sei bereit für Friedensgespräche mit der Ukraine auf der Grundlage der in Istanbul im Jahr 2022 getroffenen Vereinbarungen.
17:25 Uhr
Tote und Verletzte in der Volksrepublik Lugansk durch Angriffe aus der Ukraine
In der Nacht zum Donnerstag haben Kiewer Kräfte vier Gemeindebezirke in der Volksrepublik Lugansk (LVR) mit Drohnen angegriffen. Die Luftverteidigung und mobile Feuergruppen schossen mehr als 20 Fluggeräte ab. Der Republikchef Leonid Passetschnik gibt dies auf Telegram bekannt.
Bei einer Drohnenattacke auf ein ziviles Fahrzeug, das zwischen Perwomajsk und Irmino unterwegs gewesen sei, sei ein 18-jähriger Mann ums Leben gekommen, teilt der Beamte mit. Ein 30-jähriger Mann sei verletzt und umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden.
In Perwomajsk sei ebenfalls bei einem Drohnenangriff auf ein Transportunternehmen ein Mitarbeiter getötet worden. Ferner habe ein Katastrophenschutzmitarbeiter während eines Einsatzes Verletzungen erlitten.
"Beamte des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation für die LVR dokumentieren die Folgen feindlicher Angriffe", schreibt Passetschnik in seinem Post.
16:59 Uhr
Ukrainische Generalstaatsanwaltschaft weist staatliche Beteiligung an Nord-Stream-Anschlägen zurück
Im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines hat die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew deutsche Mutmaßungen über eine Beteiligung staatlicher Stellen in der Ukraine zurückgewiesen. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Ukraine, ihre Behörden oder einzelne Amtsträger an den Explosionen in der Ostsee im September 2022 beteiligt gewesen seien oder entsprechende Anweisungen erteilt hätten, erklärte die Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag.
Für weitere Untersuchungen schlug sie die Einrichtung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Deutschland vor. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, und Erkenntnisse würden weiterhin gesammelt und geprüft.
Die deutsche Bundesanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche Anklage gegen den ukrainischen Ex-Offizier Sergei K. unter anderem wegen Mittäterschaft an einem Kriegsverbrechen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, im Auftrag nicht näher genannter ukrainischer Staatsorgane gehandelt zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe.
Den deutschen Ermittlern zufolge soll Sergei K., der im Jahr 2022 noch Offizier der ukrainischen Armee war, gemeinsam mit anderen aktiven Militärangehörigen die Anschläge geplant und ausgeführt haben. Ziel sei es gewesen, die Gaslieferungen dauerhaft zu unterbinden und so die Einnahmequellen Russlands zu schwächen. Der Verdächtige war im August 2025 in Italien festgenommen und im November nach Deutschland überstellt worden.
16:34 Uhr
Kommandeur: Russische Truppen nach Befreiung von Konstantinowka in der DVR weiter auf dem Vormarsch
Nach der Befreiung von Kostantinowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) rückt die russische Armee in Richtung Druschkowka vor. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen russischen Kommandeur mit dem Rufnamen Lis (dt.: Fuchs), der als Teil des Truppenverbands Süd kämpft. Die Stadt stellt einen wichtigen Stützpunkt der ukrainischen Verteidigung im Ballungsraum Kramatorsk-Slawjansk dar.
Ziel in Konstantinowka sei die Eliminierung verstreuter gegnerischer Kräfte, die sich noch in Kellern versteckten, teilte der Offizier mit. Sie würden an den Stadtrand gedrängt und außer Gefecht gesetzt. Die russischen Stoßtrupps rückten weiter auf Druschkowka vor.
Die Verteidigung der ukrainischen Streitkräfte in diesem Abschnitt sei schlecht organisiert und es herrsche Chaos, da die russischen Einheiten ihre Nachschubwege gekappt hätten. Der Gegner sei verwirrt, weil er nicht damit gerechnet habe, dass er eine dermaßen befestigte Stadt wie Konstantinowka werde aufgeben müssen, so der Offizier weiter.
"Zudem erleidet der Gegner in diesem Frontabschnitt schwere Verluste. Prinzipiell läuft also alles gut und erfolgreich für uns."
16:24 Uhr
Peskow: "In den Köpfen europäischer Politiker schwirren viele verrückte Ideen herum"

Das schweizerische Medium Die Weltwoche hat ein Interview mit dem Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, veröffentlicht. In dem in Moskau aufgenommenen Gespräch legte Peskow die russische Sichtweise auf den Konflikt mit dem Westen dar.
Der Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel fragte den russischen Volksvertreter, ob die am 24. Februar 2022 begonnene "Militäroperation, die zu einem Krieg wurde und sich nun in einer Phase wahrscheinlicher Eskalation befindet, die sogar die Hölle entfesseln könnte, zumindest in Europa" das wert gewesen oder doch "ein Fehler Russlands" sei. Worauf Peskow das verneinte und sich auf die vielen frustrierenden Erfahrungen stützend, die Russland mit den westlichen Eliten im Vorhinein jahrelang sammelte, erwiderte:
"Sobald man begreift, dass niemand auf einen hören wird, ergreift man entschlossene Maßnahmen."
Das eigentliche Eskalationspotenzial für einen großen Krieg war eines von Köppels wichtigsten Anliegen, worauf Peskow versicherte, dass "Russland ein zu großes und zu verantwortungsbewusstes Land ist, um einen Dritten Weltkrieg auszulösen". Dabei zeigte er sich zumindest zuversichtlich, dass es zwischen den USA und Russland aufgrund der atomaren Abschreckung zu keinem direkten Krieg kommen werde. Dabei fügte Peskow hinzu:
"Aber da ist noch Europa. Und in den Köpfen der europäischen Politiker schwirren viele verrückte Ideen herum."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

