Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedtschuk: London will Moskaus Luftverteidigungssystem durchbrechen

4.09.2026 14:44 Uhr
14:44 Uhr
Kiewer Kräfte setzen Drohnenterror gegen Zivilisten im Raum Cherson fort
Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden erneute Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. In den vergangenen 24 Stunden setzte das ukrainische Militär laut dem Gouverneur Wladimir Saldo Drohnen gegen acht Gemeindebezirke ein. Zwei Zivilisten kamen dabei ums Leben, weitere 19 Einwohner erlitten Verletzungen. In 39 Ortschaften entstanden Sachschäden an Infrastruktureinrichtungen und Privateigentum.
Wie der Beamte weiter mitteilt, zerstörten die russischen Flugabwehrkräfte 107 unbemannte Fluggeräte. Die Pioniertruppe entschärfte 15 Sprengsätze.
14:19 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem Bericht vom heutigen Freitag gibt Russlands Verteidigungsministerium die Geländegewinne der russischen Streitkräfte und die Verluste des ukrainischen Militärs im Zeitraum zwischen 29. August und 4. September bekannt.
Wie es heißt, haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den gegnerischen Einheiten entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt. Im Zuge der offensiven Gefechtsführung befreite das russische Militär 15 Ortschaften.
Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 8.025 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 21 Anlagen der elektronischen Kampfführung
- 42 Artilleriegeschütze
- 70 gepanzerte Kampffahrzeuge
- 612 Fahrzeuge.
Entlang der Frontlinie zerstörte die Luftverteidigung 49 Lenkbomben, 19 Raketen aus dem HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, acht Langstrecken-Marschflugkörper vom Typ Flamingo und 6.093 ukrainische Starrflüglerdrohnen. Es wurden 14 Seedrohnen, acht Trockenfrachter und ein Containerschiff zerstört, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt wurden.
13:48 Uhr
Russische Artillerie greift den Gegner massiv an (Video)
Artilleriebesatzungen der russischen Truppenverbände Mitte und Nord setzen gegnerische Einheiten massiv unter Druck. Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass die Artilleristen unter Einsatz der Selbstfahrlafetten der Typen Giazint-S und Msta-S Drohnenleitstellen der ukrainischen Streitkräfte eliminieren.
12:58 Uhr
Russischer Präsidentenberater: Trumps Ukraine-Plan ist für die Welt schwer zu verstehen
Die aktuelle Entwicklung in der Ukraine lässt den Schluss zu, dass der Plan des US-Präsidenten Donald Trump zur Konfliktlösung für die Weltgemeinschaft offensichtlich schwer zu verstehen und umzusetzen ist. Der Berater des russischen Präsidenten, Anton Kobjakow erklärte dies bei einem Pressebriefing am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok.
"Was die Ukraine betrifft, so war sie und bleibt auch im Einflussbereich der Russischen Welt", fügte Kobjakow hinzu.
"Das ist unser genetischer Code."
Kiew werde immer die "Mutter aller russischen Städte" bleiben, so der Präsidentenberater.
12:24 Uhr
Medwedtschuk: London will Moskaus Luftverteidigungssystem durchbrechen
Großbritannien bereitet sich darauf vor, das Luftverteidigungssystem der russischen Hauptstadt mit einem massiven Einsatz von ballistischen Raketen und Langstreckendrohnen zu durchbrechen. Diese Meinung vertritt Wiktor Medwedtschuk, der im Exil lebende ehemalige Vorsitzende der größten Oppositionspartei der Ukraine. Sein Beitrag dazu wurde auf der Webseite der Bewegung "Andere Ukraine" veröffentlicht, die er derzeit leitet.
Im Laufe mehrerer Jahre habe Großbritannien eine Produktions- und Testbasis für die Serienproduktion von Aufklärungs- und Langstreckendrohnen aufgebaut, schreibt Medwedtschuk. Zudem sei ein System entwickelt worden, um ukrainische Kampferfahrung in die britische Industrie zu übertragen. Zugleich habe London Lieferketten für Triebwerke, Sprengköpfe, Treibstoff, Elektronik und andere Raketenwaffenkomponenten aufgebaut.
Ehemalige und aktuelle hochrangige britische und ukrainische Politiker, Militärs sowie Geheimdienstchefs seien laut dem ukrainischen Exilpolitiker direkt als Führungskräfte in dem System tätig.
Medwedtschuk führt aus:
"London ist nun in der Lage, die industrielle und militärische Infrastruktur der Ukraine zu nutzen, um vom Masseneinsatz von Langstreckendrohnen zur Serienproduktion von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen überzugehen."
Es sei klar, dass Großbritannien gezielt und in großem Umfang komplexere Langstreckenwaffen entwickele, die es potenziell gegen Moskau einsetzen könne, meint Medwedtschuk.
Vor diesem Hintergrund könnten massive Drohnenangriffe auf Moskau, die Kiew im Sommer unternommen hat, als eine praktische Erkundung der Fähigkeiten der Flugabwehr betrachtet werden, die den Schutz der russischen Hauptstadt gewährleisten soll.
11:28 Uhr
Russische Truppen nehmen weiterhin logistische Anlagen des Gegners ins Visier
Einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums zufolge führen Russlands Streitkräfte weiterhin kombinierte Angriffe auf Logistikeinrichtungen, Seeschiffe, Hafenanlagen und Energieinfrastruktur durch, die im Interesse der ukrainischen Armee eingesetzt werden.
Wie es heißt, wurde in der Nacht zum Freitag mithilfe von luftgestützten Präzisionswaffen und Kampfdrohnen das Logistikzentrum von EKO-Awtotechniks in Gatnoje im Gebiet Kiew zerstört, dessen Räume für die Lagerung und den Vertrieb von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck genutzt wurden.
Laut der Behörde in Moskau wurden auch folgende Ziele im Raum Odessa getroffen:
- ein Trockenfrachter mit Militärgütern im Hafen "Juschny";
- ein Trockenfrachter mit Waffen aus westlicher Produktion an Bord, ein Lager mit Rüstungsgütern und ein Terminal zum Treibstoffumschlag im Hafen "Tschernomorsk";
- das Umspannwerk "Nowoodesskaja" in der Ortschaft Mirnoje.
10:39 Uhr
Kiew terrorisiert weiterhin das russische Grenzgebiet Belgorod
Die Behörden des Gebiets Belgorod melden 148 Angriffe aus der Ukraine in den zurückliegenden 24 Stunden. Dabei setzten Kiewer Kräfte Drohnen und Artillerie gegen Ortschaften in 15 Gemeindebezirken ein. Wie der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew mitteilt, schossen russische Flugabwehrkräfte 123 unbemannte Fluggeräte ab.
Ferner meldet der Beamte fünf Todesopfer im Gemeindebezirk Schebekino. Weitere 14 Zivilisten erlitten Verletzungen. Neun Verletzte werden ihm zufolge im Krankenhaus behandelt. "Laut Ärzten befindet sich einer von ihnen in einem ernsten Zustand", schreibt Schuwajew in einer auf der Plattform Max veröffentlichten Mitteilung.
09:49 Uhr
Selenskij erwartet US-Vermittler in Kiew
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat in einer Videobotschaft angekündigt, in den kommenden Tagen die Anreise von US‑amerikanischen Vermittlern zu erwarten.
"Wir zählen darauf, die Vertreter des Präsidenten der USA hier in Kiew zu sehen", sagte Selenskij. Es seien "vorläufige Termine" festgelegt worden.
Es gebe eine Bestätigung der US-amerikanischen Seite für Treffen in Moskau und Kiew, so der ukrainische Staatschef weiter. "Es ist sehr wichtig, dass die USA weiter aktiv bleiben."
Die Ukraine sei laut Selenskij bereit für eine inhaltliche Diskussion auf hoher Ebene. Das ukrainische Verhandlungsteam sei praktisch rund um die Uhr im Kontakt mit Washington.
09:19 Uhr
Volksrepublik Donezk: Weitere Tote und Verletzte bei Angriffen aus der Ukraine
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden haben Behörden in Donezk 47 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 56 Geschosse verschiedener Art abgefeuert.
Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 3. September bis 0:00 Uhr am 4. September (Ortszeit) kamen drei Zivilisten ums Leben. Weitere 15 Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden sechs Wohngebäude und vier zivile Infrastruktureinrichtungen beschädigt.
Am Vortag meldeten die Behörden 28 Angriffe aus der Ukraine.
08:22 Uhr
Russische Truppen zerschlagen gegnerische Sabotagegruppe im Gebiet Saporoschje (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass das russische Militär eine Sabotage- und Aufklärungsgruppe der Ukraine im Raum Saporoschje außer Gefecht setzt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.