Liveticker Ukraine-Krieg: Putin ordnet Freilassung zweier zwangsrekrutierter Ungarn an

4.03.2026 21:11 Uhr
21:11 Uhr
Tschuwaschien: Unterricht in Schulen wegen Drohnenangriffen ausgesetzt
Wie der Bildungsminister der russischen Region Tschuwaschien, Dmitri Sacharow, heute mitteilte, wird der Unterricht in allen Bildungseinrichtungen vorerst im Fernunterricht stattfinden. Grund dafür ist die ständige Gefahr von Angriffen durch ukrainische Drohnen. In seinem Telegram-Kanal schrieb er:
"Achtung. Aufgrund der Gefahr eines UAV-Angriffs werden die Schulen der Republik im Fernunterricht betrieben. Wir bitten Sie, Ihre Kinder zu Hause zu lassen. Eltern von Kindergartenkindern empfehlen wir ebenfalls, heute auf den Besuch des Kindergartens zu verzichten und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Auch Studenten von Fachschulen und Hochschulen werden im Fernunterricht unterrichtet. Sicherheit geht vor!"
Zuvor hatte auch der Bürgermeister von der Stadt Tscheboksary, Stanislaw Trofimow, über die Absage des Präsenzunterrichts in den Schulen informiert, schreibt die Zeitung Kommersant. Er forderte die Hausverwaltungen auf, die Keller zu öffnen, und bat die Einwohner, Fenster zu meiden und sich in der Stadt nur eingeschränkt zu bewegen.
20:55 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Mittwoch über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der gesamten Frontlinie Feuerschaden zugefügt.
Im Laufe des Tages wurden an allen Frontabschnitten rund 1.150 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet. Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- zwei Panzer,
- fünf gepanzerte Truppentransporter,
- neun Artilleriegeschütze,
- neuen EloKa-Anlagen,
- elf gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 26 Munitions- und Materiallager,
- 86 Autos.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 149 Orten durch. Entlang der Front zerstörte die Luftverteidigung neun gelenkte Bomben und 204 ukrainische Starrflüglerdrohnen.
20:39 Uhr
Bericht: Moskau prüft Ukraine-Pläne der USA
Die Ereignisse in Venezuela und in Iran sowie die Hinterlist amerikanischer Unterhändler, die Verhandlungen zur Expansion und zum Angriff nutzen, haben das wahre Gesicht Washingtons gezeigt, schreiben die Autoren der polnischen Zeitung Myśl Polska. Im Grunde genommen sei die Politik der USA nach wie vor antirussisch und auf die Schwächung und Zerstörung Russlands ausgerichtet. Und wie die Autoren bemerken, wissen die russischen Unterhändler das – deshalb spielen sie ein "starkes diplomatisches Spiel" und lassen sich nicht von Illusionen einer vermeintlichen Partnerschaft mit den USA blenden. In dem Zeitungsartikel heißt es dazu:
"Naive Märchen darüber, dass Trump gemeinsam mit Präsident Wladimir Putin die Welt regieren will und in unserer Region Strukturen entstehen werden, deren Tätigkeit auf die Zusammenarbeit mit Moskau und Washington ausgerichtet ist, kann man getrost in die Schublade mit Literatur für Grundschüler legen. Die Ziele Washingtons haben sich nicht geändert – es wird weiterhin danach streben, Russland und seine Verbündeten zu schwächen und zu zerstören. Washington wird die Feindschaft zwischen Moskau und Warschau schüren. Es ist Zeit, mit naiven Illusionen Schluss zu machen."
20:20 Uhr
Duma-Abgeordneter droht Kiew mit Sperrung aller Lieferungen wegen Angriff auf russischen Gastanker
Russland könnte seine U-Boot-Flotte einsetzen, um alle Lieferungen von Gütern in die Ukraine zu unterbinden, falls die Angriffe auf russische Zivilschiffe fortgesetzt werden. Diese Erklärung gab der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Staatsduma, Alexej Tschepa, ab, als er den Angriff auf den Gastanker "Arktik Metagas" im Mittelmeer kommentierte. In einem Interview mit dem Portal News.ru bemerkte er:
"Im Falle wiederholter Aktionen gegen unsere Schiffe werden wir gezwungen sein, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Wir verfügen dafür über eine hervorragende U-Boot-Flotte, und wenn man ihr diese Aufgabe stellt, kann man sofort alle Lieferungen von Waren in die Ukraine unterbinden."
19:41 Uhr
Ukrainischer Raketenwerfer vom Typ "Flamingo" im Gebiet Nikolajew zerstört
In der Nähe der Stadt Wosnessensk im Gebiet Nikolajew ist laut Sergei Lebedew, dem Koordinator des Nikolajewer Untergrunds, ein ukrainischer Raketenwerfer vom Typ "Flamingo" zerstört worden.
"Die Rakete landete an derselben Stelle, von der diese Flamingos gestartet waren. Der Werfer wurde vollständig zerstört, teilweise sogar eingeschmolzen."
Dabei erlitten nach seinen Angaben auch Offiziere aus NATO-Ländern Verletzungen.
19:19 Uhr
Putin erhöht Sollstärke der Streitkräfte um mehr als 2.500 Stellen
Die reguläre Personalstärke der russischen Streitkräfte ist um mehr als 2.500 Stellen angehoben worden. Dies geht aus einem Erlass von Russlands Präsident Wladimir Putin hervor, der auf dem offiziellen Portal für Rechtsinformationen veröffentlicht wurde.
Dem Dokument zufolge beträgt die Sollstärke der Streitkräfte nun 2.391.770 Stellen, darunter 1.502.640 Militärangehörige. Neben Berufssoldaten umfasst dies auch zivile Mitarbeiter.
Im Vergleich zum Erlass aus dem Jahr 2024, der eine Sollstärke von 2.389.130 Stellen, darunter 1,5 Millionen Militärangehörige, vorsah, entspricht dies einem Zuwachs von 2.640 Personen. Der Erlass wurde am 4. März veröffentlicht und ist in Kraft getreten.
Zuvor hatte Verteidigungsminister Andrei Beloussow mitgeteilt, dass sich im Jahr 2025 fast 410.000 Russen freiwillig zum Vertragsdienst gemeldet hätten. Nahezu zwei Drittel von ihnen seien unter 40 Jahre alt.
18:50 Uhr
Ombudsfrau: Evakuierte Kinder aus Gebiet Charkow in sozialen Netzwerken diffamiert
Laut Wiktorija Kolesnik-Lawinskaja, der Ombudsfrau der russischen Verwaltung des Gebiets Charkow, werden ukrainische Kinder, die nach Russland evakuiert wurden, in den sozialen Netzwerken von Gleichaltrigen aus dem Gebiet Charkow schikaniert. Diese stehen wohl unter dem Einfluss der Kiewer Behörden. Ihren Worten zufolge greifen die ukrainischen Behörden zu "immer raffinierteren Methoden des Terrors".
"Diese Kampagne wird unter Einbeziehung von Ressourcen ukrainischer spezialisierter Dienste durchgeführt. Die Evakuierten sehen sich einer negativen sozialen Stigmatisierung ausgesetzt und werden als 'Verräter' und 'Kollaborateure' gebrandmarkt."
Dies führe zur sozialen Isolation der Betroffenen. Zudem würden Fotos evakuierter Jugendlicher im Netz verbreitet und häufig mithilfe von neuronalen Netzen in anstößige Bilder umgewandelt, so die Ombudsfrau.
18:31 Uhr
Szijjártó dankt Putin für die Freilassung zwangsrekrutierter Ungarn auf Russisch
Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó bedankte sich bei dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf Russisch für die Freilassung ungarischer Staatsbürger, die zwangsweise in die ukrainische Armee eingezogen worden waren und sich in russischer Gefangenschaft befanden.
"Vielen Dank. Ich danke Ihnen."
Szijjártó wies darauf hin, dass viele Ungarn, die in der Ukraine zwangsrekrutiert wurden, vermisst oder gefangen genommen wurden. Bereits im vergangenen Jahr hatte Ungarn von zwei transkarpatischen Ungarn berichtet, die im Zuge der Zwangsmobilisierung in der Ukraine ums Leben gekommen waren. Der Außenminister erklärte:
"Dieser Konflikt zwingt auch ungarische Bürger zur Mobilisierung. Viele sind vermisst, viele sind in Gefangenschaft geraten."
18:05 Uhr
Putin ordnet Freilassung zweier zwangsrekrutierter Ungarn an

Russlands Präsident Wladimir PutinGawriil Grigorow / Sputnik Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Freilassung von zwei ungarischen Staatsbürgern angeordnet. Sie waren zwangsweise in die ukrainischen Streitkräfte eingezogen worden und anschließend in russische Gefangenschaft geraten. Putin sagte bei einem Treffen mit dem ungarischen Außenminister Péter Szijjártó:
"Es handelt sich um Bürger mit doppelter Staatsangehörigkeit – der ukrainischen und der ungarischen. Sie wurden zwangsweise mobilisiert. Ich habe die Entscheidung getroffen, zwei Personen freizulassen."
Putin betonte, dass Szijjártó die beiden Ungarn direkt mit seinem Flugzeug abholen könne.
"Sie können sie, wie vom Premierminister Viktor Orbán gewünscht, direkt in das Flugzeug nehmen, mit dem Sie hierhergekommen sind, und mit ihnen nach Budapest zurückkehren."
17:55 Uhr
Putin trifft Szijjártó im Kreml
Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Kreml den ungarischen Außenminister Péter Szijjártó empfangen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. An den Gesprächen nahmen zudem der russische Außenminister Sergei Lawrow, Präsidialberater Juri Uschakow sowie Vizepremier Denis Manturow teil.
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuvor erklärt, dass bei dem Treffen unter anderem die Blockade des Öltransits über die Druschba-Pipeline thematisiert werden solle. Zudem solle es um die Freilassung transkarpatischer Ungarn aus russischer Gefangenschaft gehen, die in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte gekämpft haben.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
