Liveticker Ukraine-Krieg – Russland setzt nicht mehr auf Anchorage-Deal: "Wir erwarten den Sieg"

21.06.2026 13:09 Uhr
13:09 Uhr
Deutsche und französische Abgeordnete wollen Schritte gegen Russlands "Schattenflotte"
Parlamentsabgeordnete aus Deutschland und Frankreich fordern mit einer gemeinsamen Initiative mehr konkrete Schritte gegen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Nötig seien verstärkte Kontrollen und die Festsetzung von Schiffen bei Verstößen gegen geltendes Recht, heißt es in einer Vorlage, die am Montag bei einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) beschlossen werden soll. Darüber hinaus werden zusätzliche diplomatische Bemühungen gegenüber den Flaggenstaaten von beteiligten Schiffen verlangt.
In Deutschland unterstützen Abgeordnete von Union, SPD und Grünen die an die Regierungen gerichtete Forderung. In dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es unter anderem:
"Die Schattenflotte stellt nicht nur ein geopolitisches, sondern auch ein erhebliches Sicherheits- und Umweltrisiko dar."
Viele der Tanker seien alt, schlecht gewartet und erfüllten nicht die internationalen Standards. Zudem würden einzelne Schiffe für Sabotage- oder Spionagezwecke genutzt.
Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland angeblich, Sanktionen zu umgehen, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg für den Handel mit Öl und anderen Waren verhängt wurden.
12:30 Uhr
Kreml setzt nicht mehr auf Anchorage-Deal mit USA: "Wir erwarten den Sieg"

Archivbild: Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, 29. Mai 2026ALEXANDER KASAKOW / Sputnik Im Gespräch mit dem russischen Reporter Pawel Sarubin hat Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, den Westen vor der falschen Hoffnung gewarnt, dass er Russland im Ukraine-Konflikt eine Niederlage versetzen könne. Die Position des Westens gegenüber Russland bezeichnete Uschakow als "schädlich" und "nicht konstruktiv". Mit Blick auf die Unterstützer der Regierung in Kiew sagte der ranghohe Beamte:
"Sie irren sich, weil man aufmerksam darauf schauen sollte, was auf dem Schlachtfeld und an der Kontaktlinie passiert, wo unsere Truppen nach und nach konsequent vorankommen."
Uschakow äußerte sich auch zu den Vereinbarungen, die Putin und sein US-Amtskollege Donald Trump bei ihrem persönlichen Treffen im August 2025 in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska getroffen hatten. Der Berater des Kremlchefs bedauerte, dass Washington allem Anschein nach unfähig sei, seinen Teil des Deals zu erfüllen, während Moskau nach wie vor an den Prinzipien der Anchorage-Vereinbarungen festhalte. In diesem Zusammenhang erklärte Uschakow:
"Wir erwarten nicht mehr die Erfüllung dieser Verständigungen oder Vereinbarungen, sondern wir erwarten den Sieg. Wir erwarten die Umsetzung unserer eigenen Ziele."
12:10 Uhr
Sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 72 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 72 Ortschaften in zwölf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 39 Geschosse abgefeuert und 197 Drohnen eingesetzt, von denen 127 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Detonation einer Drohne sei ein Einwohner der Siedlung Woltschja Alexandrowka verletzt worden. In der Siedlung Rakitnoje habe ein Mann Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft angegriffen habe. Ein weiterer Zivilist sei zu Schaden gekommen, als eine Drohne auf dem Gelände eines Geschäfts in der Siedlung Proletarski detoniert sei. In der Nähe der Siedlung Tschurajewo sei ein Lkw-Fahrer verletzt worden. Ein Einwohner habe Verletzungen erlitten, als eine FPV-Drohne sein Auto attackiert habe. In der Stadt Graiworon sei ein Kämpfer der örtlichen Verteidigungseinheit Orlan schwer verletzt worden, als eine Drohne in seiner Nähe detoniert sei. Außerdem hätten am Samstag eine Frau und ein Mann eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem sie noch am 19. Juni bei einem Angriff auf die Siedlung Nowaja Tawolschanka Barotraumata erlitten hätten.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden drei Mehrfamilienhäuser, 15 Einfamilienhäuser, zwei Geschäfte, zwei Verwaltungsgebäude, zwei Betriebsgebäude, vier Infrastrukturobjekte, acht Lkw, ein Traktor, drei Busse und 17 Autos zerstört oder beschädigt worden.
11:33 Uhr
Wie der Ukraine-Krieg zum Konflikt mit der NATO führen kann

Symbolbildmit KI erstellt Aus russischer Sicht erhöht die Kombination aus ukrainischen Langstreckenangriffen auf sensible Ziele und die fortgesetzte massive militärische Unterstützung durch den Westen das Risiko, dass der Ukraine-Krieg in einen offenen Konflikt zwischen Russland und der NATO übergeht.
Mehr dazu in dieser Analyse von Rainer Rupp auf unserer Website.
11:05 Uhr
Medienbericht: Großbritannien testet experimentelle Waffensysteme für Ukraine
Einem Medienbericht zufolge soll Großbritannien erste Tests von experimentellen Waffensystemen durchgeführt haben, die später an die Ukraine geliefert werden könnten. Nach Angaben der Zeitung The Telegraph wurden die Waffen von diversen Unternehmen entwickelt, nachdem das Verteidigungsministerium in der Industrie zur Entwicklung dieser Systeme aufgerufen hatte. Die ersten Tests seien auf einem Testgelände auf den Hebriden vor Schottlands Nordwestküste erfolgt. Es handele sich um Raketen mit einer Reichweite von etwa 480 Kilometern. Sie könnten zudem mit einem 250 Kilogramm schweren Sprengkopf bestückt werden. Somit könnten die Waffen theoretisch auch Moskau erreichen. Wie das Blatt schreibt, hoffen britische Offizielle, dass das erste Waffensystem innerhalb eines Jahres ausgeliefert werden könnte.
New systems that can attack targets more than 300 miles away have been tested at a range in the Hebrides, with further trials taking place in the UK over the coming months.
— The Telegraph (@Telegraph) June 20, 2026
🔗 https://t.co/vpUpRn00ACpic.twitter.com/ExLnqGoXAx10:40 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: 45 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 20. Juni 28 Geschosse auf acht Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kachowka — 5,
- Dnjeprjany — 4,
- Aljoschki — 3,
- Gornostajewka — 4,
- Kairy — 2,
- Sawodowka — 2,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Korsunka — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Nowaja Kachowka, Korsunka und Staraja Sburjewka seien insgesamt 17 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:01 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 20. Juni bis 8 Uhr MESZ am 21. Juni 91 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 121-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 15 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über Sachschäden in den Siedlungen Schtschekino, Maloje Soldatskoje, Ilek, Kalinowka und Lgow. Dort seien ein Einfamilienhaus, eine Schule, zwei Garagen, ein Auto und eine Diesellokomotive beschädigt worden.
09:38 Uhr
DVR meldet 28 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 28 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 28 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 20. Juni bis 0 Uhr am 21. Juni (Ortszeit) wurde eine zivile Person getötet. Ein weiterer friedlicher Einwohner erlitt Verletzungen. Durch den Beschuss wurden zwei Wohnhäuser, fünf zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 20 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Zwei Zivilisten kamen dabei ums Leben, weitere vier erlitten Verletzungen. Zu Schaden kamen drei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.
09:03 Uhr
Hofreiter wirft Bundesregierung Versagen vor: Kein Überblick über Russlands "Schattenflotte"
Die Bundesregierung hat keinen genauen Überblick, wie viele Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte seit dem Jahr 2022 Öl durch deutsche Gewässer transportiert haben. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Hofreiter wirft der Bundesregierung deshalb Versagen vor:
"Sie nimmt damit in Kauf, dass der Export von Öl durch die Ostsee der russischen Staatskasse weiterhin Einnahmen beschert."
Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums erlaubten die Kriterien der Schattenflotten-Resolution der Versammlung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation und anderer Definitionen "keine lückenlose statistische Erfassung von Schiffen oder Aktivitäten der Schattenflotte". Abschließende Angaben zur Gesamtheit der Schattenflotte seien deshalb nicht möglich. Die Erkenntnisse der Behörden würden dennoch in gemeinsamen Lagebildern zusammengeführt, die Bundesregierung sehe deshalb keine wesentlichen Datenlücken.
Hofreiter hält diese Auffassung der Bundesregierung für "besorgniserregend".
"Es offenbart, dass die Bundesregierung ihren Spielraum beim Vorgehen gegen die russische Schattenflotte nicht nutzt."
Der Grünen-Politiker behauptet ferner, dass die angeblichen Schattenflottentanker "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Bedingungen für das Recht auf freie Durchfahrt nicht erfüllten. Es sei höchste Zeit, "konsequent gegen die Aktivitäten der russischen Schattenflotte vorzugehen und damit die Einnahmen des russischen Staates zu verkleinern und die Gefahren für die Sicherheit und die Umwelt im Ostseeraum zu verringern".
08:34 Uhr
Angriff auf Fähre in Straße von Kertsch: Russische Behörden melden Opfer
Auch der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar meldet auf der Plattform Telegram eine ukrainische Attacke auf eine Fähre, die gewöhnlich in der Straße von Kertsch verkehrt. Demnach sei das Schiff "Panagija" in der Nacht zum 21. Juni mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen worden. Nach vorläufigen Angaben sei ein Mensch ums Leben gekommen. Es gebe mindestens einen Verletzten. Weitere Einzelheiten werden nicht bekanntgegeben.
Ferner berichtet der Krisenstab über eine Drohnenattacke auf ein Ölhafenterminal in der Siedlung Tschuschka. Am Ort des Geschehens sei die Feuerwehr im Einsatz. In zwei Siedlungen der Region Krasnodar seien zudem zwei Privathaushalte durch herabfallende Drohnenteile beschädigt worden.
Der sämtliche Fährverkehr zwischen der Region Krasnodar und der Halbinsel Krim ist vorübergehend eingestellt worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

