Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow zu Verhandlungen: Russland hat keine Illusionen

16.09.2026 17:54 Uhr
17:54 Uhr
Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff auf DVR
Ein Zivilist ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff gegen das Dorf Solotarjowka in der Donezker Volksrepublik ums Leben gekommen, berichtet das Gesundheitsministerium der DVR. Zwei weitere Personen wurden verwundet, so die Meldung weiter. Die Nachrichtenagentur TASS berichtet unter Verweis auf ihren Korrespondenten vor Ort, dass es insgesamt vier Drohneneinschläge gegeben habe. Dabei wurde ein Haus vollständig zerstört, vier weitere Häuser wurden beschädigt.
17:38 Uhr
Gorlowka: Zwei Verwundete nach ukrainischem Angriff
Zwei Zivilisten haben nach einem ukrainischen Drohnenangriff gegen die Stadt Gorlowka Verwundungen erlitten. Iwan Prichodko, Bürgermeister der Stadt, berichtet dazu:
"Durch einen Drohnenangriff der bewaffneten Verbände der Ukraine sind im Nikitowski Stadtbezirk von Gorlowka zwei Zivilisten verwundet worden."
17:17 Uhr
Mehrere Regionen Russlands von ukrainischen Drohnenangriffen betroffen
In Schebekino im Gebiet Belgorod griff eine ukrainische Drohne ein Mehrfamilienhaus an. Ein Bewohner erlitt Splitterverletzungen an Gesicht, Brust, Bauch, Armen und Beinen und wurde ins Krankenhaus gebracht. In Schebekino wurden zudem ein weiteres Wohnhaus beschädigt und zwei Autos in Brand gesetzt. Dies teilten die regionalen Behörden mit.
Im Dorf Konstantinowka im Kreis Gornostajewski im Gebiet Cherson geriet nach mehreren Drohnenabwürfen das Gebäude des Abgeordnetenrats in Brand und wurde vollständig zerstört. Verletzte oder Tote gab es dabei nicht.
16:59 Uhr
Russisches Generalkonsulat in Bonn offiziell geschlossen

In Bonn ist das russische Generalkonsulat offiziell geschlossen worden. Bei der Abschlusszeremonie wurde die russische Staatsflagge zu den Klängen der Nationalhymne eingeholt. Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, dankte den Mitarbeitern für ihre Arbeit und würdigte ihren Einsatz.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:34 Uhr
Bloomberg: Deutsche Kliniken und Bundeswehr bereiten sich auf möglichen Krieg vor
Deutsche Krankenhäuser und die Bundeswehr bereiten sich laut Bloomberg verstärkt auf einen möglichen militärischen Konflikt und die Versorgung einer großen Zahl von Verwundeten vor.
Nach Einschätzung der Bundeswehr müssten im Falle eines größeren Konflikts täglich bis zu 1.000 verwundete Soldaten in deutschen Kliniken behandelt werden. Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser würden dabei schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, sodass zivile Kliniken einbezogen werden müssten.
Das deutsche Gesundheitssystem sei auf ein solches Szenario derzeit nicht vorbereitet. Zu den Problemen zählen fehlende Betten, ein Mangel an erfahrenen Chirurgen für die Behandlung von Kriegsverletzungen sowie Schwachstellen bei Logistik und Medikamentenversorgung. Benedikt Friemert, Leiter des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm, kommentierte:
"Ist unser Gesundheitssystem darauf vorbereitet? Die einzige Antwort lautet: Nein. Was vor uns liegt, ist ein Marathon."
Um die Versorgung im Ernstfall besser zu koordinieren, plant die Bundesregierung laut Bloomberg ein Gesetz zur Gesundheitssicherheit. Es soll zivile und militärische Krankenhäuser in einem gemeinsamen Überwachungsnetz zusammenführen.
16:02 Uhr
"Alarm ohne Unterbrechung" – Russland bereitet ukrainisches Militär auf harten Winter vor

Symbolbild: Brand in Kiew nach einem russischen Angriff.Urheberrechtlich geschützt Die Intensität der Angriffe gegen die Ukraine nimmt zu und die Geographie der Ziele weitet sich aus. Auch ausländische Sponsoren des Kiewer Regimes sollen betroffen sein. RIA Nowosti berichtet von Ergebnissen und getroffenen Objekten.
Mehr dazu in dieser Analyse von Dawid Narmanija.15:29 Uhr
Lawrow: Russland hegt keine Illusionen zu Ukraine-Verhandlungen
Russland ist für Verhandlungsvorschläge aus Europa im Ukraine-Konflikt offen, hegt aber dazu keine Illusionen, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow. Im Rahmen des Internationalen Jugendforums in Jekaterinburg führte er aus:
"Wenn jemand aus den europäischen Ländern einen ernsthaften Dialog erneuern will, werden wir uns zuallererst anhören, was sie im Sinne haben und was sie vorschlagen können. Und dann werden wir entscheiden, ob es uns passt oder nicht."
Lawrow schlussfolgerte:
"Wir werden auf Vorschläge warten, doch ich werde vertraulich sagen, dass wir keine Illusionen mehr hegen."
Der Minister betonte dabei, dass sämtliche bisherigen Verhandlungen nicht auf die Initiative Russlands hin unterbrochen wurden:
"Wir haben niemals Verhandlungen abgelehnt. Alle eingeleiteten Verhandlungsprozesse, angefangen vom weißrussisch-türkischen im März/April 2022, bei dem in Istanbul bereits getroffene Vereinbarungen gebrochen wurden, einschließlich der bilateralen russisch-ukrainischen Verhandlungen in Genf und der trilateralen Verhandlungen in Abu Dhabi unter Teilnahme der USA – all diese Verhandlungsprozesse wurden nicht auf unsere Initiative abgebrochen."
14:59 Uhr
Hohe Spritpreise: "Nur Friedensgespräche schaffen Entlastung"

Die Benzinpreise in Deutschland bleiben auf Rekordniveau. Die ADAC-Sprecherin Katharina Luca erklärte, der Preisanstieg sei hauptsächlich auf die Rohölpreise zurückzuführen. Dennoch verteuert sich der Kraftstoff ihrer Aussage nach schneller, als es die objektiven Marktfaktoren erfordern würden. Dies deute auf mögliche Missbräuche bei der Preisgestaltung hin.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
14:27 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs während des vergangenen Tages bekannt.
Der Meldung zufolge verlor Kiew im Zuständigkeitsbereich des russischen Truppenverbands Nord über 220 Soldaten, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad.
Einheiten des Truppenverbands West verbesserten ihre Frontstellungen, wobei die Ukraine über 210 Kämpfer verlor. Zusätzlich wurden zwölf Autos und zwei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd bezog günstigere Stellungen. In diesem Bereich beliefen sich die ukrainischen Verluste auf über 155 Soldaten, 20 Autos und zwei Geschütze.
Am Abschnitt des Truppenverbands Mitte musste Kiews Militär einen Verlust von über 380 Soldaten hinnehmen. Drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos und eine Eloka-Anlage wurden außer Gefecht gesetzt.
Einheiten der Truppenverbände Ost und Dnjepr setzten ihr Vorrücken fort. Im Zuständigkeitsbereich des Letzteren verlor der Gegner bis zu 40 Soldaten. Zudem wurden elf Autos und eine Eloka-Anlage eliminiert.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie 258 Starrflügler-Drohnen ab.
13:44 Uhr
Russland kreist ukrainische Truppen im Gebiet Charkow enger ein
Im Norden des Gebiets Charkow ziehen Russlands Streitkräfte den Ring um die eingekesselten ukrainischen Truppen enger und erweitern den äußeren Perimeter. Dies berichtet das russische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Frontbericht.
Nach Angaben der Behörde werde gegenwärtig das Dorf Malaja Woltschja umkämpft. In der Nähe der Ortschaft Gogino sei zudem der Ausbruchversuch eines ukrainischen Stoßtrupps vereitelt worden. Dabei verlor Kiews Militär bis zu 50 Kämpfer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge aus westlicher Produktion, ein Auto sowie zwei Landdrohnen. Die gesamten ukrainischen Verluste im Kessel beliefen sich seit Beginn des Monats auf über 600 Soldaten, 15 gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos, 13 Quads und 23 Landdrohnen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


