Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit zwei Orte

22.07.2026 19:45 Uhr
19:45 Uhr
Neuer ukrainischer Armeechef kündigt verstärkte Offensive an
Die ukrainischen Streitkräfte sollen nach den Worten ihres neuen Oberbefehlshabers Michail Drapaty ihre Gegenoffensive umfassend verstärken.
"Der Präsident der Ukraine hat uns klare Ziele gesetzt: die offensiven Operationen in allen Dimensionen fortzusetzen und zu intensivieren, neue Operationen hinter den feindlichen Linien zu planen, unser Militär und seine Technologien weiterzuentwickeln und die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte auszubauen", teilte Drapatij auf Facebook mit.
19:25 Uhr
Flugabwehr zerstört Dutzende ukrainische Drohnen über Russland
Einheiten der russischen Flugabwehr haben im Laufe des Tages 80 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Demnach wurden die Drohnen zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod und Kursk sowie über der Teilrepublik Krim, dem Asowschen und Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
19:18 Uhr
Umbau bei Armeespitze: Wadephul kündigt klärendes Gespräch an – als "größter Unterstützer der Ukraine"
Außenminister Johann Wadephul will sich bei seinem ukrainischen Amtskollegen Andrej Sibiga über den Austausch an der Spitze der ukrainischen Armee informieren. Er wolle kurzfristig mit Kiews geschäftsführendem Außenminister über die Sicherheitslage sowie die Personalentscheidungen, die Präsident Wladimir Selenskij jüngst getroffen habe, sprechen, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuchs in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.
"Sie wissen, Deutschland zählt, und das wird so bleiben, zu den größten Unterstützern der Ukraine, politisch, wirtschaftlich und finanziell. Und deswegen haben wir natürlich ein großes Interesse daran, auch zu wissen, was dort im Einzelnen stattfindet", sagte Wadephul.
"Ich bin ganz sicher, dass das Entscheidungen sind, die wir nachvollziehen können und dass insgesamt der Reformprozess innerhalb der Ukraine weiter vorangetrieben wird."
19:10 Uhr
Medien: Selenskij erörtert mit Witkoff und Kushner diplomatische Lösung des Konfliktes
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat die Lösung des Konfliktes mit Russland mit US-Vertretern erörtert. Wie Axios-Journalist Barak Ravid mitteilt, sprach Selenskij mit dem Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten.
Es seien Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen zur Lösung des Konfliktes besprochen worden, betont Ravid.
18:48 Uhr
US-Botschafter bei der NATO spricht in Kiew mit Selenskij über Patriot-Lieferungen
Der US-Botschafter bei der NATO, Matt Whitaker, traf sich in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij. Medien zufolge berieten die Parteien über die Lieferung von Patriot-Abfangraketen und über das geplante Drohnengeschäft zwischen den USA und der Ukraine.
"Wir hatten ein gutes Gespräch – vor allem darüber, wie der ukrainische Luftraum durch zusätzliche Lieferungen von Patriot-Abfangraketen im Rahmen der PURL-Initiative geschützt werden kann", wird Selenskij zitiert.
PURL ist die NATO-Initiative, über die Bündnispartner US-amerikanische Militärausrüstung für die Ukraine beschaffen. Mit Whitaker reiste auch US-General Curtis Buzzard, der Leiter der NATO-Mission für die Ukraine, nach Kiew.
Während Russland seine Luftangriffe auf Objekte mit militärischer Relevanz verstärkt, beklagt sich die Ukraine über den Mangel an Patriot-Abfangraketen. Der US-Besuch erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Trump-Regierung nach Monaten der Ungewissheit eine stärker unterstützende Haltung gegenüber der Ukraine signalisiert.
18:30 Uhr
Russische Armee trifft weitere ukrainische Schiffe
Die russischen Streitkräfte haben weitere Angriffe auf ukrainische Häfen und Schiffe unternommen. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurden zwei Frachtschiffe getroffen, die Güter für die ukrainische Armee in die Häfen von Odessa und Tschernomorsk lieferten. Dabei kamen Kampfdrohnen zum Einsatz.
18:05 Uhr
Minsk dementiert Berichte über Bau befestigter Anlagen an Grenze zu Ukraine
Weißrusslands Verteidigungsminister Wiktor Chrenin hat Berichte zurückgewiesen, wonach Weißrussland angeblich Befestigungsanlagen an der Grenze zur Ukraine errichte. In einem Gespräch mit Journalisten bezeichnete er solche Falschmeldungen als einen Krieg im Informationsraum, der gegen Minsk geführt werde.
"Das entspricht in keiner Weise der Realität."
Diese Behauptungen zielten darauf ab, "Spannungen in unserer und auch in der ukrainischen Gesellschaft zu schüren", betonte Chrenin.
17:35 Uhr
Russische Armee greift drei Frachter und mehrere Lagerstätten in Odessaer Häfen an
Im Laufe des Tages setzten die Streitkräfte der Russischen Föderation ihre Angriffe auf ukrainische Häfen und Seeschiffe sowie auf Logistikzentren fort, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden. Das gab das russische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung bekannt. Alle Ziele seien mit hochpräzisen Boden- und Luftwaffen sowie Kampfdrohnen getroffen worden. Darunter waren:
- im Hafen "Tschernomorsk" ein Trockenfrachter während der Entladung von Fracht, die für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt war, sowie die Hafeninfrastruktur eines Logistikzentrums, das zur Lagerung von Militärgütern genutzt wurde, und Tanks mit Kraft- und Schmierstoffen;
- im Hafen "Odessa" Objekte der Hafeninfrastruktur, die zum Entladen und zur Lagerung von militärischen Gütern genutzt werden;
- auf See ein Trockenfrachter und ein Massengutfrachter, die Fracht für die ukrainischen Streitkräfte in den Hafen "Odessa" transportierten.
Darüber hinaus wurden in der Stadt Odessa und in Molodeschnoje (10 km südwestlich von Odessa) drei Lager mit unbemannten Luftfahrzeugen, die für die Belieferung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt waren, durch Angriffsdrohnen getroffen.

17:00 Uhr
Personalwechsel in der ukrainischen Militärführung: Deutsche Medien sind besorgt
Die deutschen Medien sind wegen des Umbaus im ukrainischen Militärblock beunruhigt. Sie sehen die vermeintliche Einheit des Landes in Gefahr, was dem Gegner nutzen könnte. Der Machtkampf könnte eine größere Gefahr für sein Land darstellen, als alles, was Moskau dem ukrainischen Militär entgegensetzen kann, zitiert Focus einen ukrainischen Frontsoldaten. Hier eine Auswahl an Schlagzeilen mit düsteren Prognosen für militärische Perspektiven der Ukraine:
"Hat sich Präsident Selenskij verrechnet?" — RND.
"Dann wird Selenskij zu einer Art Hochzeitsgeneral" — Die Welt.
"Soldat: Machtkampf in der Ukraine rund um General Syrsky gefährlicher als Putin" — Focus.
"Finnland oder Afghanistan: Wohin führt Selenskij die Ukraine?" — Berliner Zeitung.
"Wut auf Selenskij vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine — ein Signal sogar für Deutschland und die NATO" — Merkur.

16:30 Uhr
Einzelheiten über die Befreiung von Blagodatnoje bekannt – fünf Quadratkilometer Vorstoß

Militärblog Colonelcassad teilt Einzelheiten über den rasanten Vorstoß der russischen Armee in der Ortschaft Blagodatnoje mit. Daran seien Gardisten der 36. eigenständigen motorisierten Schützenbrigade der 29. Armee der Truppengruppe "Ost" beteiligt gewesen, so der Blog.
"Die Soldaten aus Transbaikalien haben ein großes Verteidigungsgebiet des Gegners mit einer Fläche von mehr als fünf Quadratkilometern unter ihre Kontrolle gebracht. In langwierigen Kämpfen wurden folgende Ziele vernichtet: bis zu einem Zug am Personal der 82. motorisierten Schützenbrigade der ukrainischen Streitkräfte, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Fahrzeuge, drei bodengestützte Robotersysteme sowie 32 Hexacopter vom Typ "Baba Jaga".
Die Befreiung von Blagodatnoje war das Ergebnis eines massiven, koordinierten Einsatzes von Luftwaffe, Artillerie und Drohnenbesatzungen sowie der gut abgestimmten Arbeit der Sturmtruppen. Die Befreiung dieser Ortschaft ermöglichte es, die erreichten Stellungen zu festigen und die Befreiung der Oblast Saporischschja fortzusetzen".
In einem Video, das Drohnenführer der 36. Schützenbrigade dem Kanal zur Verfügung gestellt haben, ist die Vernichtung der gegnerischen Technik und des Personals anhand einiger Beispiele dokumentiert. Warnung: Manche Bilder können verstörend wirken.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


