Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij wirft Westen Verzögerungen bei Flugabwehrlieferungen vor

5.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Trump signalisiert: Russland hat die Oberhand

Symbolbild: Trump vor untergehender SonneRIA Nowosti/KI-generiertes Bild Keine Patriot-Lizenz, keine Zusage für weitere Abfangraketen: Donald Trump setzt Kiew und Europa zunehmend unter Druck. Washington scheint nicht mehr auf einen ukrainischen Sieg zu setzen und verfolgt stattdessen konsequent eigene Interessen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:55 Uhr
Selenskij vermutet politischen Druck hinter geringeren Flugabwehrlieferungen
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij hat angedeutet, dass die deutlich geringeren Lieferungen von Flugabwehrraketen durch westliche Partner ein Mittel sein könnten, um Kiew zu Verhandlungen zu bewegen. Bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats erklärte Selenskij, die Lieferungen von Flugabwehrraketen seien in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel zurückgegangen.
"Möglicherweise sind das politische Schritte, um die Ukraine kompromissbereiter zu machen. Meiner Meinung nach ist da durchaus etwas dran."
Zuvor hatten die ukrainischen Luftstreitkräfte eingeräumt, in der Nacht zum Mittwoch keine der auf die Ukraine abgefeuerten Raketen abgefangen zu haben. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, die russischen Streitkräfte hätten in der Nacht Transport-, Logistik- und Verteilzentren in Kiew und im Gebiet Kiew angegriffen.
21:44 Uhr
US-Politologe: "Leben in einem von der NATO kontrollierten Staat ist die Hölle"
Der US-Politologe Garland Nixon hat die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine scharf kritisiert. Die Lage in den ukrainischen Häfen und die russischen Angriffe auf militärische Ziele in Kiew zeigten seiner Meinung nach, wohin der Kurs der Annäherung an die NATO geführt habe. Nixon schrieb auf der Plattform X:
"Die Ukraine hat die Möglichkeit verloren, ihre Seehäfen zu nutzen. Kiew ist ein Nadelkissen für russische Raketen und Männer werden entführt und an die Front geschickt. Das Leben in einem von der NATO kontrollierten Staat ist die Hölle."
Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, in der Nacht Lager für Militärgüter in Kiew und im Umland angegriffen zu haben. Zudem habe Wladimir Selenskij laut russischen Angaben bestätigt, dass die Ukraine ihre Seehäfen nicht mehr nutzen könne.
21:39 Uhr
Russisches Außenministerium: Kiew greift wegen militärischer Rückschläge zu Terrorakten
Der stellvertretende russische Außenminister Dmitri Lubinski wirft der ukrainischen Führung vor, angesichts der militärischen Lage zunehmend zu Terrorakten gegen russische Zivilisten und die zivile Infrastruktur zu greifen. Er erklärte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
"Je mehr die Kiewer Behörden im Kampfgeschehen den Boden unter den Füßen verlieren, desto häufiger greifen sie zu barbarischen Terrorakten gegen die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur unseres Landes."
Als Beispiele nannte der Diplomat den Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk sowie den Beschuss eines Busses mit weißrussischen Kindern im russischen Gebiet Brjansk.
21:20 Uhr
Selenskij wirft Westen Verzögerung bei Flugabwehrlieferungen vor
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat den westlichen Verbündeten vorgeworfen, durch verzögerte Waffenlieferungen die russischen Angriffe auf Ziele in Kiew und im Umland begünstigt zu haben. Er schrieb auf Telegram:
"Es ist sehr wichtig, dass unsere Partner verstehen: Verzögerungen bei ihren Lieferungen oder die Weigerung, Mittel zur Abwehr ballistischer Raketen bereitzustellen, führen genau zu solchen schrecklichen Zerstörungen."
Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, in der Nacht einen massierten Angriff auf Lager für Militärgüter in Kiew und im Gebiet Kiew durchgeführt zu haben.
Bereits Anfang August hatte Selenskij den Westen wegen ausbleibender Lieferungen von Patriot-Abfangraketen kritisiert. Laut der Financial Times lehnte US-Präsident Donald Trump später zusätzliche Lieferungen solcher Raketen an die Ukraine ab.
21:11 Uhr
Rutte sucht mit NATO-Staaten nach weiterer Flugabwehr für Ukraine
Der NATO-Generalsekretär hat dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij zugesichert, mit den Mitgliedstaaten des Bündnisses über zusätzliche Flugabwehrsysteme für die Ukraine zu beraten. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sagte Rutte während eines Telefonats mit Selenskij:
"Ich bespreche mit den NATO-Staaten, wie wir die Luftverteidigungssysteme bereitstellen können, die die Ukraine dringend benötigt."
Zuvor hatte der ukrainische Präsident die westlichen Partner wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Patriot-Abfangraketen kritisiert. Seinen Angaben zufolge konnte die Ukraine in der vergangenen Nacht deshalb keine einzige Rakete abfangen.
21:01 Uhr
Britischer Verteidigungsminister trifft in Kiew ein
Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting ist zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Dies berichtet das ukrainische Portal Obschtschestwennoje.
Geplant sind Treffen mit Präsident Wladimir Selenskij und Verteidigungsminister Jewgeni Chmara. Zudem kündigte Streeting an, im September ein weiteres Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format einberufen zu wollen. Der sogenannten Ramstein-Gruppe gehören mehr als 50 Staaten an, die ihre Militärhilfe für die Ukraine gemeinsam koordinieren.
20:59 Uhr
Selenskij weist Botschafter an: Raketenbestände der Gastländer überwachen

Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij.Urheberrechtlich geschützt Eine Anweisung die weit über klassische Diplomatie hinausgeht. Bei der jährlichen Botschafterkonferenz in Kiew hat Wladimir Selenskij klare Vorgaben gemacht: Diplomaten sollen künftig genau wissen, wie viele Flugabwehrraketen in ihren Gastländern lagern – und dafür sorgen, dass diese in die Ukraine gelangen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.20:53 Uhr
Gebiet Belgorod: Elf Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf Intensivstation
Elf Einwohner des Gebiets Belgorod, die in den vergangenen Tagen bei Angriffen der Ukraine verletzt wurden, befinden sich in einem schweren Zustand auf der Intensivstation. Insgesamt werden derzeit 131 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Dies teilte die Regionalregierung mit.
Unter den Intensivpatienten befindet sich auch ein Kind. Sein Zustand sei laut Ärzten weiterhin kritisch, aber stabil. Eine akute Lebensgefahr bestehe derzeit nicht. Von den 18 Menschen, die in den vergangenen 24 Stunden verletzt wurden, mussten neun nach medizinischer Versorgung in Krankenhäusern aufgenommen werden. Die übrigen werden zu Hause behandelt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

