Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij weigert sich, Territorien abzutreten

25.01.2026 18:33 Uhr
18:33 Uhr
Selenskij: Hauptfeinde Kiews sind sowjetisches Moskau und imperiales Sankt Petersburg
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij bezeichnete in seiner Rede in Vilnius anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Aufstands von 1863–1864 "das sowjetische Moskau und das imperiale Sankt Petersburg" als die Hauptfeinde Kiews.
In seiner Rede wandte er sich an die Verbündeten der Ukraine und nannte unter ihnen Polen und Litauen, alle nördlichen Länder Europas, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, alle Staaten Südeuropas und fast alle Länder Mitteleuropas.
Selenskij forderte diese Staaten auf, Kiew "zu einhundert Prozent und nicht nur zur Hälfte" zu unterstützen. Er behauptete, dass es sich um einen Konflikt zwischen zwei Gesellschaftsordnungen handele, wobei auf der einen Seite die Ukraine stehe und auf der anderen Seite die Regierung, die er als Erbe des "sowjetischen Moskaus und des imperialen Sankt Petersburgs" bezeichnete.
Die Rede des ukrainischen Staatschefs erfolgte im Rahmen seines Besuchs in Litauen, wo er sich mit den Präsidenten Litauens und Polens traf, um die weitere Unterstützung der Ukraine und die Koordinierung der Maßnahmen zu besprechen.
18:00 Uhr
Selenskij weigert sich, Territorien abzutreten, und fordert Kompromisse von den USA

Archivbild: Wladimir SelenskijHarun Ozalp/Anadolu / Gettyimages.ru In den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sind noch zahlreiche strittige Fragen zu klären. So will Kiew "unter keinen Umständen" auf seine Gebietsansprüche verzichten, sagte der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij.
Er betonte, dass seine Position in der Territorialfrage unverändert sei und alle drei Verhandlungsparteien – einschließlich der USA – Kompromisse eingehen müssten. Selenskij fügte hinzu:
"Es gab viele problematische Fragen, aber es werden immer weniger."
Der Machthaber teilte außerdem mit, dass das Dokument über Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu 100 Prozent fertig sei und Kiew auf ein Signal der USA bezüglich des Datums und des Ortes der Unterzeichnung warte. Danach werde das Dokument im US-Kongress und im ukrainischen Parlament ratifiziert.
17:28 Uhr
Frankreich stoppt mutmaßlichen russischen Öltanker

Die französische Marine hat am Donnerstag einen Öltanker im Mittelmeer abgefangen, der unter Verdacht steht, russisches Öl zu transportieren. Zudem werde das Schiff verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, und sei mit internationalen Sanktionen belegt, teilte Präsident Emmanuel Macron auf X mit.
Das Schiff wurde zur Inspektion in französische Gewässer gebracht. Aufnahmen vom Samstag zeigen den Tanker "Grinch" vor Fos-sur-Mer, begleitet von einem Schiff der französischen Marine und unter strenger Überwachung.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:10 Uhr
Peskow: Europäische Politiker verstehen das derzeitige Koordinatensystem nicht
Die derzeitigen europäischen Politiker verstehen die Koordinaten der heutigen Zeit nicht und sind nicht in der Lage, in die Zukunft zu blicken, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow. In einem Interview mit dem Rossija-1-Journalisten Pawel Sarubin sagte Peskow über die Inkompetenz der derzeitigen Generation europäischer Politiker:
"Nennen Sie mir irgendjemanden. Es gibt dort keine politischen Visionäre, sondern nur Funktionäre, die ungebildet und inkompetent sind, nicht in die Zukunft blicken können und das heutige Koordinatensystem nicht verstehen."
Der Pressesprecher des Kremls ging gesondert auf die Chefin der europäischen Diplomatie, Kaja Kallas, ein. Peskow betonte, dass weder Russland noch die USA jemals etwas mit ihr besprechen würden. Er sagte:
"Wie kann man etwas mit Kaja Kallas besprechen? Denn weder wir noch die Amerikaner werden jemals etwas mit ihr besprechen, und das ist offensichtlich. Was soll man tun? Man muss nur warten, bis sie zurücktritt."
16:37 Uhr
Orbán: "Europa zieht nicht in den Krieg – Europa ist bereits im Krieg"

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Samstag auf einer Friedenskundgebung in Kaposvár gesprochen. Er warnte, dass sich die EU bereits im Krieg befinde.
Unter anderem sagte Viktor Orbán in seiner Ansprache:
"Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben beschlossen, dass Russland in einem Krieg an der ukrainischen Front besiegt werden soll. Diese Entscheidung ist gefallen (…) Waffen, Geld, und jetzt gibt es sogar eine unterzeichnete Vereinbarung, bei Bedarf Soldaten in die Ukraine zu entsenden."
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:16 Uhr
Einwohner des Gebiets Cherson wegen versuchten Sprengstoffanschlags auf Mobilfunkmast verurteilt
Das Regionalgericht Cherson hat einen Mann wegen der Herstellung einer Sprengladung und des versuchten Sprengstoffanschlags auf einen Mobilfunkmast zu 18 Jahren Haft verurteilt, wie der Gouverneur der Region, Wladimir Saldo, mitteilte.
Der im April 2025 Verurteilte hatte sich mit unbekannten ukrainischen Personen zu einer kriminellen Vereinigung zusammengetan, eine Bombe hergestellt und diese gegen eine Geldprämie unter einem Mobilfunkmast platziert. Der Täter konnte vor Ort festgenommen werden, das Gerät wurde von Mitarbeitern des FSB-Amtes für das Gebiet Cherson entschärft, teilte der Gouverneur mit. Saldo sagte:
"Das Regionalgericht Cherson hat den 56-jährigen Anatoli Gronja der Herstellung einer selbst gebauten Sprengvorrichtung und des versuchten Sabotageakts für schuldig befunden. Unter Berücksichtigung der Position der Staatsanwaltschaft hat das Gericht eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren verhängt. Gegen die Komplizen wird ein separates Verfahren geführt."
15:44 Uhr
SWR-Chef Naryschkin: Russische Armee rückt an gesamter Frontlinie vor
Die russische Armee rückt an der gesamten Front vor, der heimische militärisch-industrielle Komplex entwickelt sich rasant, und die Wirtschaft zeigt sich stabil, erklärte der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR), Sergei Naryschkin. Er sagte:
"Die russische Armee rückt konsequent an praktisch der gesamten Front vor. Der militärisch-industrielle Komplex Russlands entwickelt sich rasant, die Wirtschaft zeigt sich stabil. Und vor allem unterstützt die russische Gesellschaft die Politik des Oberbefehlshabers und die Aktionen der russischen Armee."
Zuvor hatte Naryschkin erklärt, dass trotz des Nachlassens der öffentlichen "Beschwörungen" über eine strategische Niederlage Russlands die russophobsten Kreise in Europa weiterhin an der Umsetzung dieses Plans festhalten und den Krieg "bis zum letzten ukrainischen Soldaten" fortsetzen wollen.
15:05 Uhr
LVR teilweise ohne Strom nach Drohnenangriff aus Ukraine
Die Behörden der Volksrepublik Lugansk berichten über eine folgenschwere Attacke aus der Ukraine. Wie das örtliche Ministerium für Brennstoff, Energie und Kohleindustrie auf Telegram schreibt, habe der gegnerische Drohnenangriff der Energieinfrastruktur gegolten. Mehrere Energieanlagen seien beschädigt worden. In Teilen der Volksrepublik gebe es keinen Strom. Auch in der Hauptstadt Lugansk gebe es Probleme mit der Stromversorgung. Das Ministerium warnt dabei vor möglichen Notabschaltungen:
"Als Folge von Reparaturarbeiten könnte es bei einigen Abnehmern ebenfalls zu Stromabschaltungen kommen. Das ist notwendig, um das Stromnetz zu stabilisieren."
14:41 Uhr
Papst Leo fordert mehr Einsatz für Kriegsende in der Ukraine
Papst Leo hat die andauernden russischen Angriffe auf die Ukraine verurteilt und ein Ende des Krieges gefordert. Nach seinem Mittagsgebet an diesem Sonntag am Petersplatz machte der Pontifex darauf aufmerksam, dass auch in diesen Tagen "ganze Bevölkerungsgruppen" in der Ukraine der Kälte des Winters ausgesetzt würden.
"Mit Schmerz verfolge ich die Ereignisse, bin den Leidenden nahe und bete für sie. Die anhaltenden Feindseligkeiten mit immer schwerwiegenderen Folgen für die Zivilbevölkerung vertiefen die Kluft zwischen den Völkern und verzögern einen gerechten und dauerhaften Frieden."
Er lade alle ein, ihre Bemühungen zur Beendigung des Krieges noch zu verstärken, sagte der Papst nach Angaben der Nachrichtenagentur Vatican News.
14:07 Uhr
Mehr als 1.600 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew bleiben nach einer Serie von Luftangriffen aus Russland Hunderte von Wohngebäuden ohne Heizung. Obwohl der größte Teil der am Samstag in 6.000 Wohnblocks ausgefallenen Heizungen wieder an das Wärmenetz angeschlossen worden sei, seien 1.676 Wohnblocks aber immer noch ohne Wärmeversorgung, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Die Reparaturarbeiten dauerten an. In der Nacht haben die Temperaturen in Kiew im zweistelligen Frostbereich gelegen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


