Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee greift Rüstungswerke in Kiew und im Gebiet Odessa an

11.07.2026 10:39 Uhr
10:39 Uhr
Selenskij kündigt nach Skandal um Todesfälle in Militäreinheit Reform der Sturmtruppen an
Nach einem Skandal um Todesfälle in einer Militäreinheit hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij eine Reform der Sturmtruppen angekündigt. In einer Videoansprache sagte der Staatschef:
"Es gibt viele Fragen, Probleme, die gelöst werden müssen. Vor allem im Umgang mit den Leuten."
Neben strafrechtlichen Ermittlungen werde es auch personelle Wechsel an der Spitze der Sturmtruppen geben.
Russia’s gasoline crisis is deepening – quite justly – in response to Putin’s reluctance to end this war. We have put forward proposals on how to bring peace closer, and we have support not only among our partners around the world, but also within Putin’s own circle. They… pic.twitter.com/vVwIdfRMS4
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 10, 2026Im Juni hatte ein Medienbericht Aufsehen erregt, nachdem beim Sturmregiment "Skala" (auf Deutsch "Fels") innerhalb von sechs Monaten mehr als zwei Dutzend Rekruten während ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben gekommen waren. Diese sollen demnach verprügelt, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein. Derartige Praktiken sollen Berichten zufolge auch in anderen Einheiten verbreitet sein, insbesondere gegenüber Zwangsrekrutierten.
10:07 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge hat die ukrainische Artillerie im Laufe des 10. Juli 26 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 5,
- Welikije Kopani — 4,
- Nowaja Sburjewka — 6,
- Golaja Pristan — 4,
- Dnjeprjany — 4,
- Nowaja Kachowka — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, dauerte der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag an. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Kardaschinka, Pestschanoje, Solonzy, Nowaja Majatschka und Radensk seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:31 Uhr
DVR meldet sieben ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden sieben Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Gebiet der Volksrepublik acht Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 10. Juli bis 0 Uhr am 11. Juli (Ortszeit) wurde eine zivile Person verletzt. Durch den Beschuss wurden drei zivile Infrastrukturobjekte und ein Lkw beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 23 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person kam dabei ums Leben, vier Einwohner erlitten Verletzungen. Ein Wohnhaus, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Autos, Lkw, Busse und Kommunalfahrzeuge wurden beschädigt.
09:06 Uhr
Russische Streitkräfte greifen Rüstungswerke in Kiew an
Das russische Verteidigungsministerium berichtet auf der Plattform Telegram über neue kombinierte Schläge gegen militärisch relevante Ziele in der Ukraine. Wie die Behörde mitteilt, seien dabei unbemannte Luftfahrzeuge sowie hochpräzise boden- und luftgestützte Langstreckenwaffen zum Einsatz gekommen. Unter den getroffenen Objekten nennt das Ministerium Rüstungswerke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Diese hätten Mittel- und Langstreckendrohnen hergestellt und gelagert.
Außerdem seien Häfen in den Städten Odessa, Tschernomorsk und Ismail getroffen worden, über die militärische Güter sowie Treib- und Schmierstoffe in die Ukraine geliefert werden. Weitere Einzelheiten teilt die Behörde nicht mit.
08:34 Uhr
Ukraine greift erneut Schiffe in Bucht von Taganrog an: Ein Matrose getötet
Das ukrainische Militär hat erneut Schiffe im Asowschen Meer angegriffen. Wie Juri Sljussar, Gouverneur des südrussischen Gebiets Rostow, auf Telegram schreibt, hat der Gegner in der Bucht von Taganrog vier verschiedene Schiffe, darunter ein Tankschiff mit Methanol, attackiert. Die Wasserfahrzeuge hätten nur geringfügige Schäden davongetragen. Es bestehe keine Gefahr.
Der Politiker berichtet zudem über den Tod eines Matrosen. Weitere Opfer oder Verletzte habe es nicht gegeben. Bei der Abwehr der Attacke seien mehr als ein Dutzend Drohnen zerstört worden. Darüber hinaus habe der Gegner die Stadt Taganrog und zwei Bezirke des Gebiets angegriffen.
08:02 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 178 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr am Freitag bis 7 Uhr am Samstag (MESZ) 178 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Brjansk, Kaluga, Rostow, Smolensk und Twer, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Krim und Adygeja sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
07:29 Uhr
US-Senatoren kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

ArchivbildMariam Zuhaib / AP In den USA zeichnen sich verschärfte Russland-Sanktionen ab: Vier Senatoren haben sich nach eigenen Angaben mit der Regierung von Präsident Donald Trump auf entsprechende Maßnahmen geeinigt. Die Gesetzgebung solle bald umgesetzt werden, erklärten die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Roger Wicker sowie ihre demokratischen Kollegen Richard Blumenthal und Jeanne Shaheen am Freitag in Washington. Es gehe um Instrumente, die denjenigen einen "hohen Preis" abverlangten, die Öl und Gas aus Russland kauften und damit die "Kriegsmaschinerie" des russischen Präsidenten Wladimir Putin antrieben, teilten die vier Kongressmitglieder mit. Details der Einigung nannten sie nicht.
Im US-Senat wurde zuletzt ein Gesetzentwurf diskutiert, der hohe Strafzölle gegen Länder ermöglichen soll, die weiterhin Öl und Erdgas aus Russland importieren. Trump hatte bereits im Herbst erklärt, er sei damit grundsätzlich einverstanden. Die USA hatten unter Trump zwischenzeitlich Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Indien verhängt. Diese wurden jedoch im Februar wieder aufgehoben, nachdem sich das Land verpflichtet hatte, auf Energieimporte aus Russland zu verzichten.
10.07.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:54 Uhr
Lawrow: Russland glaubt nicht mehr an Verhandlungen mit dem Westen

Russland glaube nicht mehr an die Bereitschaft der westlichen Länder, Verhandlungen zur Ukraine-Krise zu führen.
Das erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow während seines Besuchs in Mosambik. Der Minister erinnerte daran, dass bereits zuvor Vereinbarungen zur Ukraine-Krise unter der Garantie des Westens getroffen worden seien, diese jedoch jedes Mal "vom Westen selbst zunichte gemacht wurden und sich als wertlos erwiesen haben."
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
21:28 Uhr
Bericht: Nördlich und östlich von Slawjansk schaffen Russen "Todeszonen" für Armee der Ukraine
Der Gürtel der Donbass-Festungen, zu dem auch Slawjansk und Kramatorsk gehören, entwickelt sich zu einem der wichtigsten Schauplätze des Konflikts, schreibt die polnische Wochenzeitschrift Polityka. Dies ist der letzte Teil des Donbass-Gebiets, den die russischen Truppen bislang noch nicht eingenommen haben. Im nördlichen Abschnitt des Festungsgürtels konnten sie Erfolge erzielen und stellen nun eine reale Bedrohung dar, räumen die Autoren der Zeitschrift ein. Sie bezeichnen diese Gebiete als "Todeszonen":
"Die schwierigste Lage ergibt sich auf der anderen Seite des Donez, in Richtung der Dörfer Rajgorodok und Nikolajewka, die nordöstlich und östlich von Slawjansk liegen. Dort ist es den Russen gelungen, die Gruppe ukrainischer Brigaden aufzuteilen, die entlang eines Waldstreifens Verteidigungsstellungen gehalten hatten. Durch diese Aufspaltung entstehen sogenannte 'Todeszonen', in denen die ukrainischen Stellungen von den Russen von drei Seiten eingekesselt sind ... Dort wüten russische Drohnen, und Maschinengewehrfeuer kann aus den unerwartetsten Richtungen kommen, sodass es schwer ist, sich davor zu verstecken ... Die Personalstärke der Brigaden und Bataillone schwindet; bei einigen sind nur noch 20 bis 40 Prozent der Sollstärke übrig."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

