Liveticker Ukraine-Krieg: Kind stirbt bei ukrainischem Angriff auf Noworossijsk

12.08.2026 08:27 Uhr
08:27 Uhr
"Kalaschnikow": Sonderoperation ist Russlands schwerste Bewährungsprobeseit 30 Jahren
Die Sonderoperation sei für Russland zur schwersten Bewährungsprobe der letzten 30 Jahre geworden, meint Alan Luschnikow, Leiter des Konzerns "Kalaschnikow". In einem Interview für die AgenturTASS merkte er jedoch an, dass es noch zu früh sei, eine Bilanz der vom Konzern geleisteten Arbeit zu ziehen, und sagte:"Wir befinden uns wohl immer noch in der wohl schwersten Bewährungsprobe, die unser Land in den letzten 30 Jahren durchstehen musste. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der wir alle dachten, dass die Ära der großen Kriege und Konflikte vorbei sei, dass alles vorbei sei und es nichts mehr zu streiten gäbe. […] Es hat sich herausgestellt, dass wir uns alle geirrt haben und dass eine Ära großer Umwälzungen angebrochen ist."
07:43 Uhr
DVR: Ukrainische Verteidigungslinien im Raum Alexejewo-Druschkowka durchbrochen
Im Raum Alexejewo-Druschkowka haben russische Sturmtruppen nach einer Konzentration ihrer Kräfte die Verteidigungslinien des Gegners durchbrochen, und Teile der ukrainischen Streitkräfte ziehen sich zurück. Dies teilte der stellvertretende Bataillonskommandeur für den Kampfeinsatz das Truppenverbands Süd mit dem Rufnamen Beria der Nachrichtenagentur TASS mit. Er betonte:
"Die ukrainischen Soldaten haben Probleme mit der Verpflegung, der Munition und auch mit der medizinischen Versorgung; sie können sich nicht zurückziehen, wir erledigen sie. Außerdem lassen sie Verwundete zurück ... Auf der Straße von Slawjansk nach Kramatorsk haben sie Stellungen in befestigten Bereichen eingerichtet, allerdings einfacher als in Konstantinowka. Wir werden bald Nowosjolowka einnehmen, danach Alexejewo-Druschkowka – die Pläne liegen bereits vor."
07:02 Uhr
Kind stirbt bei ukrainischem Angriff auf Noworossijsk
Wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, mitteilt, kam bei einem nächtlichen ukrainischen Angriff auf Noworossijsk ein achtjähriges Kind ums Leben; acht Menschen, darunter ebenfalls ein Kind, wurden verletzt. In seinen sozialen Netzwerken schrieb der Gouverneur:
"In Noworossijsk ist ein achtjähriges Kind ums Leben gekommen. Ich spreche den Eltern mein tiefstes Beileid aus. Ich habe den Bürgermeister von Noworossijsk, Andrei Krawtschenko, angewiesen, den Angehörigen jede erforderliche Hilfe zukommen zu lassen. Außerdem wurden acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert."
11.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:51 Uhr
RIA Nowosti: Aus Gefangenschaft zurückgekehrter ukrainischer Soldat zu Tode gefoltert
Ein ukrainischer Soldat, der im Rahmen eines Gefangenenaustauschs nach Kiew zurückgekehrt war, soll durch Elektroschocks zu Tode gefoltert worden sein. Dies berichtet eine Quelle aus russischen Sicherheitskreisen RIA Nowosti.
Der Mann namens Oleg Kotow war demnach vier Jahre in Gefangenschaft und starb nur zwei Monate nach seiner Rückkehr in die ukrainische Hauptstadt. Als offizielle Todesursache wurde eine Verschlechterung seiner Krebserkrankung angegeben.
Laut der Quelle suchten Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU Kotow wiederholt auf und führten ihn zu "Gesprächen" ab. Mehrmals hätten Ärzte den Mann wegen der Elektroschocks, mit denen er gefoltert worden sei, notfallmedizinisch behandeln müssen.
Die Ärzte hätten bestätigt, dass Kotow an Krebs erkrankt war. Laut der Quelle starb er jedoch infolge der Folter an einem Herzstillstand. Zudem habe sich Kotow nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft geweigert, einen Vertrag mit den ukrainischen Streitkräften zu unterzeichnen.
21:45 Uhr
Ukraine: Lebensmittelmangel in Supermärkten dürfte sich verschärfen
Der Lebensmittelmangel in ukrainischen Supermärkten dürfte weiter zunehmen. Das berichtet das Portal Strana.ua unter Berufung auf einen Lieferanten.
Grund dafür sind vor allem zerstörte Logistik- und Verteilzentren. Eine schnelle Lösung des Problems sei nicht in Sicht. "In den nächsten Tagen lässt sich das Problem nicht lösen. Im Gegenteil: Der Mangel an Produkten wird noch einige Zeit zunehmen", wird die Quelle vom Portal zitiert.
Einige Handelsketten hatten zuvor verstärkt auf importierte Lebensmittel gesetzt und Verträge mit heimischen Lieferanten gekündigt. Aufgrund der aktuellen Logistikprobleme sind schnelle Lieferungen aus dem Ausland nun nicht möglich. Der Abschluss neuer Verträge und der Wiederaufbau der Lieferketten werden Zeit benötigen. Unternehmen, die überwiegend heimische Produkte bezogen haben, sind vor allem von der Zerstörung gemeinsamer Verteilzentren betroffen und müssen ihre Logistik kurzfristig umstellen.
Zuvor hatten ukrainische Medien über Engpässe bei Obst und Gemüse, Milchprodukten und teilweise auch Fleisch berichtet. Der Wirtschaftswissenschaftler Oleg Ustenko warnte zudem, dass längere Transportwege die Lebensmittelpreise um bis zu zehn Prozent erhöhen könnten.
21:30 Uhr
Ukraine nennt keine Zahlen zu abgefangenen russischen Raketen mehr
Die ukrainischen Luftstreitkräfte veröffentlichen offenbar keine Statistiken über die Zahl der abgefangenen russischen Raketen mehr. Darauf weist ein Korrespondent von RIA Nowosti hin.
Zuletzt haben die ukrainischen Luftstreitkräfte am 8. August Zahlen zu den abgefeuerten und abgefangenen russischen Raketen veröffentlicht. Zuvor waren solche Angaben mit Typ und Anzahl der Raketen täglich in ihrem offiziellen Telegram-Kanal erschienen. Inzwischen werden nur noch die Typen der eingesetzten russischen Flugkörper genannt. Angaben zu ihrer Anzahl und zu erfolgreichen Abfangversuchen fehlen.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hatte zuletzt eingeräumt, dass die ukrainischen Streitkräfte wegen eines Mangels an Flugabwehrraketen keine ballistischen Raketen abfangen könnten. Der Abgeordnete Jegor Tschernjow bezeichnete die Lage bei der ukrainischen Luftabwehr als die schlechteste seit Beginn des Konflikts.
21:22 Uhr
Kriegsreporter: Russische Angriffe auf Werchowna Rada sind "sinnlos"
Russische Angriffe auf das ukrainische Parlament seien sinnlos, da es an wichtigen Entscheidungen nicht beteiligt sei. Dies erklärt der russische Kriegsreporter Jewgeni Poddubny in einem Interview mit TASS-Generaldirektor Andrei Kondraschow:
"Von der Werchowna Rada hängt in der Ukraine überhaupt nichts ab. Wozu sollte man sie angreifen? Das ist ein nutzloser Ort."
Viel wichtiger sind ihm zufolge Angriffe auf ukrainische Unternehmen, die Drohnen herstellen. Davon hänge die Lage an der Front ab, so der Kriegsreporter.
21:15 Uhr
Kiews Armee setzt Angriffe auf Gebiet Belgorod fort – Ein Toter und zwei Verletzte
Bei Drohnenangriffen der Ukraine im Gebiet Belgorod ist ein Mensch getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Dies teilt der operative Stab der Region mit.
Im Dorf Kosinka im Kreis Graiworon erlitt ein Mann bei der Detonation einer Drohne schwere Verletzungen und starb noch vor Ort. Auf dem Gelände eines Gewerbeobjekts im Dorf Dubowo im Kreis Belgorod wurden zwei weitere Männer bei der Detonation einer Drohne verletzt. Sie erlitten Splitterverletzungen und konnten nach ambulanter medizinischer Behandlung weiterbehandelt werden.
Im Dorf Oktjabrski wurden zudem die Fassade und Verglasung eines Gewerbeobjekts bei einem Drohnenangriff beschädigt.
21:11 Uhr
Eurostat: Zahl erwachsener ukrainischer Männer in der EU steigt auf 1,2 Millionen
Die Zahl erwachsener ukrainischer Männer mit vorübergehendem Schutz in der EU ist innerhalb eines Jahres um rund 15 Prozent gestiegen. Ende Juni 2026 lag sie bei etwa 1,19 Millionen. Dies geht aus am Dienstag veröffentlichten Eurostat-Daten hervor.
Insgesamt stehen derzeit rund 4,41 Millionen Ukrainer in der EU unter vorübergehendem Schutz. Der Anteil erwachsener Männer stieg innerhalb eines Jahres von 24,1 auf 27 Prozent. Ende Juni 2025 waren es demnach rund 1,04 Millionen. Ihre Zahl nahm somit innerhalb eines Jahres um etwa 150.000 zu. Die Gesamtzahl der Schutzberechtigten stieg im selben Zeitraum dagegen nur um rund 100.000 beziehungsweise 2,3 Prozent.
Der Anteil erwachsener Männer unter den ukrainischen Schutzberechtigten in der EU wächst bereits seit mehreren Jahren. Hatte er im Juni 2024 noch bei 22 Prozent gelegen, so waren es ein Jahr später 24,1 Prozent und im Juni 2026 schließlich 27 Prozent.
Damit stieg die Zahl erwachsener Männer unter vorübergehendem Schutz innerhalb von zwei Jahren von schätzungsweise 946.000 auf 1,19 Millionen – um rund ein Viertel. Gleichzeitig sank der Anteil erwachsener Frauen innerhalb eines Jahres von 44,7 auf 43,4 Prozent. Der Anteil Minderjähriger ging von 31,2 auf 29,6 Prozent zurück.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.