Liveticker Ukraine-Krieg: Russland führt massive Schläge gegen Hafeninfrastruktur in Odessa

14.08.2026 21:21 Uhr
21:21 Uhr
Brjansk: Zahl der Verletzten nach ukrainischem Raketenangriff auf Wohnhaus steigt auf neun

Fotos der Folgen des ukrainischen Raketenangriffs auf Brjansk, veröffentlicht vom Gouverneur auf Telegram.Soziale Medien Im Gebiet Brjansk wurden am Morgen und am Nachmittag mehrfach Raketen- und Drohnenalarme ausgelöst. Später teilte der amtierende Gouverneur Jegor Kowaltschuk mit, dass ukrainische Truppen ein Wohnhaus im Sowjetski-Bezirk von Brjansk mit Raketen angegriffen hätten. Dabei brach ein Feuer aus und die Bewohner wurden evakuiert.
Bei dem Angriff kam ein Mensch ums Leben, neun weitere wurden verletzt. Drei Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Freiwillige helfen den Bewohnern nun bei der Beseitigung der Schäden in den Wohnungen und im Innenhof.
20:53 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken
Bei Angriffen der Ukraine auf die Donezker Volksrepublik (DVR) und das Gebiet Belgorod sind weitere Zivilisten getötet oder verletzt worden. In der Stadt Gorlowka in der DVR kam im zentralen Stadtbezirk eine Frau durch einen Angriff der Ukraine ums Leben. Bei einem Drohnenangriff im Stadtzentrum wurden zudem sieben weitere Zivilisten verletzt. Dies teilte Bürgermeister Iwan Prichodko mit.
In der Stadt Jenakijewo wurden außerdem zwei Mitarbeiter eines Hypermarkts verletzt. In der Nacht war das Einkaufszentrum "Galaktika" bei einem massiven ukrainischen Angriff zerstört worden. Das Feuer erfasste eine Fläche von rund 8.000 Quadratmetern. Die Löscharbeiten wurden durch die Gefahr weiterer Angriffe erschwert.
Auch im Gebiet Belgorod wurden zwei Menschen verletzt. Im Dorf Nikolajewka detonierte eine FPV-Drohne auf dem Gelände eines Privathauses. Ein Mann erlitt Splitterverletzungen am Auge, am Brustkorb und am Oberschenkel. In der Siedlung Rakitnoje wurde ein weiterer Mann durch die Explosion einer Drohne verletzt. Er erlitt ein Drucktrauma und wird ambulant behandelt.
20:35 Uhr
Experte: Ukrainische Truppen könnten Slawjansk und Kramatorsk im Herbst verlieren
Die ukrainischen Streitkräfte sollten die Städte Slawjansk und Kramatorsk noch vor Herbstbeginn verlassen. Andernfalls drohe ihnen ein "heißer" September mit anschließender Niederlage. Dies erklärte der Militärexperte und ehemalige US-Armeeoffizier Stanislaw Krapiwnek dem Nachrichtenportal mk.ru.
Seiner Einschätzung nach könnte die Stadt Orechow bereits Ende August fallen. Dort sei eine rund 2.000 Mann starke ukrainische Gruppierung eingeschlossen. Auch für die Gruppierung im Ballungsraum Slawjansk-Kramatorsk gebe es kaum Rückzugsmöglichkeiten.
"Das Problem für die Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte im Ballungsraum Slawjansk-Kramatorsk besteht auch darin, dass sie nirgendwohin zurückweichen kann. Bis Dnjepropetrowsk gibt es hier ebenfalls nur Steppendörfer und offene Felder. Wohin der Gegner auch fliehen würde – in Richtung Poltawa, Dnjepropetrowsk oder Charkow –, er müsste 30 bis 40 Kilometer über freies Feld zurücklegen. Durchbrechen könnten höchstens Einzelne."
Unterdessen wächst laut Bild in der Ukraine die Sorge über die Lage rund um Kramatorsk und Slawjansk. Der Druck der russischen Streitkräfte nehme dort zu, während sich die Frontlinie den Städten allmählich nähere. Zuvor hatte die Ukraine über ein Vorrücken russischer Truppen im Raum Konstantinowka berichtet.
20:02 Uhr
Rumänien: Drohne nahe der Grenze zur Ukraine abgestürzt
Das rumänische Verteidigungsministerium hat den Absturz einer Drohne in einem Waldgebiet nahe der ukrainischen Grenze gemeldet. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Verletzten oder Sachschäden. In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es:
"Am Freitag, dem 14. August, erhielt das Verteidigungsministerium über die einheitliche Notrufnummer 112 die Meldung über den Absturz einer Drohne im Raum Luncavița im Kreis Tulcea, fünf Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die Drohne stürzte in einem Waldgebiet ab und verursachte nach vorläufigen Angaben weder Opfer noch Sachschäden."
Die Drohne sei von den Radarsystemen des Ministeriums nicht erfasst worden, da sie in sehr geringer Höhe geflogen sei. Ein Hubschrauberteam des Ministeriums soll das Absturzgebiet untersuchen. Das rumänische Parlament hatte zuvor ein Gesetz verabschiedet, das den Abschuss von Drohnen erlaubt, die den rumänischen Luftraum verletzen. Die NATO hat zudem die Überwachung des rumänischen Luftraums verstärkt.
19:40 Uhr
Medien: Selenskijs Patriot-Forderungen sorgen für Unmut in Polen
In Warschau sorgt insbesondere Kiews Vorgehen bei den Forderungen nach Patriot-Raketen für Irritation. Zugleich verstehe man, dass Selenskijs Auftreten mit der verzweifelten Lage der Ukraine zusammenhänge, berichtet Wirtualna Polska.
Kiew geht demnach davon aus, dass Polen eine größere Zahl von Patriot-Raketen liefern könnte. In Warschau wird jedoch betont, dass es keine offizielle Anfrage aus der Ukraine gebe. Diskussionen über die Medien und Versuche, moralischen Druck auszuüben, würden als unangemessen empfunden. Das Blatt zitiert einen Vertreter des polnischen Verteidigungsministeriums:
"Selenskij hat die polnischen Patriot-Raketen gezählt und entschieden, dass wir uns eine große Spende leisten können. Uns überrascht, woher er die Gewissheit über die Zahl der PAC-3-MSE-Raketen in unseren Lagern nimmt. Außerdem sollte eine solche Diskussion mit einer offiziellen Anfrage beginnen und nicht mit einem Interview."
Selbst im Falle einer Zustimmung Warschaus gehe es laut Wirtualna Polska lediglich um einige wenige Raketen. Der Bestand der polnischen Armee wird auf rund 200 PAC-3-MSE-Raketen geschätzt. Auch die geplante Übergabe polnischer MiG-29-Kampfjets im Austausch gegen ukrainische Technologien und Drohnen stößt dem Bericht zufolge auf Schwierigkeiten. Die Verhandlungen seien weitgehend abgeschlossen, doch es gebe Zweifel an der Zuverlässigkeit der ukrainischen Partner. Eine Quelle der Zeitung sagte:
"Mit den Ukrainern kann man sich einigen und alles unterschreiben. Die Frage ist, ob sie es auch umsetzen werden."
Die Übergabe der MiG-29 könnte dem Bericht zufolge in den kommenden Wochen erfolgen.
19:19 Uhr
Gebiet Kursk: Mann fährt auf Sprengsatz und wird verletzt
Bei der Feldarbeit ist im Gebiet Kursk ein 41-jähriger Mann auf einen Sprengsatz der ukrainischen Streitkräfte gefahren und dabei verletzt worden. Dies teilte der Gouverneur der Region, Alexander Chinstein, mit. Der Mann kam mit einem Drucktrauma in die Poliklinik des Zentralen Bezirkskrankenhauses von Rylsk. Laut dem Gouverneur sind die Verletzungen leicht. Für den Mann bestehe keine Gefahr. Er werde ambulant behandelt und ärztlich überwacht.
18:54 Uhr
Gebiet Cherson: Fünf Tote und 31 Verletzte durch ukrainische Angriffe
Innerhalb einer Woche sind im Gebiet Cherson fünf Zivilisten getötet und 31 weitere verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram mit. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 7. bis zum 14. August. Zudem seien innerhalb einer Woche 144 ukrainische Kampfdrohnen vom Typ Flugzeug abgeschossen und elf explosive Gegenstände unschädlich gemacht worden.
18:35 Uhr
Lawrow zum Ukraine-Konflikt: "Wir werden viel härtere Methoden anwenden, um alles zu zerstören"

Russlands Außenminister Sergei Lawrow.© Russisches Außenministerium Moskau werde als Reaktion auf ukrainische Terroranschläge härtere Methoden im Konflikt anwenden, so der russische Außenminister. Sergej Lawrow betonte zugleich, dass man sich dabei nicht auf Kiews Niveau herablassen werde. Inzwischen hat Moskau Selenskijs Vorschlag zu einer begrenzten Waffenruhe im Schwarzen Meer zurückgewiesen.
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Mann stirbt zwei Tage nach Mobilisierung in ukrainischem Krankenhaus
Zwei Tage nach seiner Mobilisierung ist ein Einwohner des Dorfes Kletenka im Gebiet Winniza in einem Krankenhaus gestorben. Eine Dorfbewohnerin berichtete, dass auf dem Leichnam Spuren von Gewalt festgestellt worden seien. Die Frau schrieb auf Facebook:
"Am 7. August 2026 wurde Nikolai im Rahmen der Mobilisierung zum territorialen Rekrutierungszentrum (TZK) gebracht. Am 9. August kam seine Mutter zu ihrem Sohn. Er sagte ihr, dass er geschlagen worden sei. Noch am selben Tag starb Nikolai im Zentralen Bezirkskrankenhaus von Kasatin."
Laut ihren Angaben wurde die Familie erst zwei Tage später, am 11. August, über den Tod informiert. Als die Angehörigen den Sarg öffneten, sahen sie ein "blaues Gesicht mit Spuren von Verletzungen" sowie einen gebrochenen Arm, der mit unbekanntem Material verbunden war. Die Familie fordert eine objektive und umfassende Untersuchung der Todesumstände.
Das ukrainische Portal Strana.ua berichtete hingegen unter Berufung auf die örtliche Polizei, der Mann sei nach einem Sturz aus dem Fenster einer Kaserne im zweiten Stock ins Krankenhaus eingeliefert worden und an den Folgen des Sturzes gestorben.
17:50 Uhr
Warum stellt Kiew Berichte über abgeschossene russische Raketen ein?
Kiew hat die tägliche Veröffentlichung von Berichten über abgeschossene russische Raketen eingestellt. Offiziell wird diese Entscheidung mit Sicherheitsaspekten begründet, um zu verhindern, dass Russland die Effektivität der ukrainischen Luftabwehr einschätzen kann.
Laut Vertretern des prorussischen Untergrunds gibt es jedoch einen anderen Grund: Die Ukrainer würden zunehmend Widersprüche zwischen den Angaben der ukrainischen Streitkräfte und der Realität feststellen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Der Untergrund erklärte:
"Während die Luftstreitkräfte meldeten: 'So viele von so vielen abgeschossen', zählten die Menschen in den Gebieten Odessa, Saporoschje und Dnjepropetrowsk die Einschläge selbst – und kamen auf ganz andere Zahlen."
Dies sei der eigentliche Grund für die Änderung der Berichterstattung und nicht die Sicherheit. Zudem fehle der ukrainischen Armee zunehmend Munition für die Patriot-Systeme. Die Verbündeten könnten nicht schnell genug Nachschub liefern. Kiew kann diesen Umstand jedoch nicht offen eingestehen.
Am Vortag erklärte Wladimir Selenskij, die Ukraine verfüge lediglich über ein Zehntel der benötigten Abfangraketen für Patriot-Systeme. Zuvor war es der Ukraine in einer Nacht nicht gelungen, auch nur eine einzige russische Rakete abzuschießen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

