Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij droht Russland mit bis zu 1.000 Drohnen täglich

29.08.2026 08:32 Uhr
08:32 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 313 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie es auf der Plattform Telegram heißt, habe die russische Luftabwehr in der letzten Nacht 313 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Rostow und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Krim und Tatarstan sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:07 Uhr
DVR meldet elf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden elf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 13 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 28. August bis 0 Uhr am 29. August (Ortszeit) wurde eine zivile Person verletzt. Durch den Beschuss kamen zwei Wohnhäuser, zwei zivile Infrastrukturobjekte und ein Minibus zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 24 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person erlitt dabei Verletzungen. Beschädigt wurden zwei Wohnhäuser, fünf zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Kommunalfahrzeuge.
07:30 Uhr
Selenskij droht Russland mit bis zu 1.000 Drohnen täglich

Archivbild: Ein ukrainischer Soldat bereitet am 16. August 2026 Langstreckendrohnen des Typs Raid auf Angriffe im russischen Hinterland vor.Efrem Lukatsky / AP Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht. In seiner auf der Plattform X verbreiteten abendlichen Videobotschaft sagte der Politiker:
"Die Aufgabe lautet: täglich 1.000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus."
Zugleich müsse die Ukraine die Produktion von Abfangraketen speziell gegen Russlands Drohnen deutlich beschleunigen, betonte Selenskij.
Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden durch ukrainische Attacken auf Ölraffinerien und Logistikzentren zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch bezeichnet. Der Kremlchef drohte der Ukraine als Reaktion auf solche Angriffe mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.
28.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:56 Uhr
Russland startet Massenproduktion elektronischer Kriegsführungsanlagen gegen Starlink
Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine Quelle im russischen Rüstungskomplex berichtet, wurde die Serienproduktion der neuesten russischen elektronischen Kriegsführungsanlage "Wolna Kupol Garant" aufgenommen, mit der dem Satellitensystem Starlink effektiv entgegengewirkt werden kann. Die Quelle erklärte:
"Das System Wolna Kupol Garant hat sich als wirksam erwiesen, und wir haben begonnen, es in Serie zu produzieren. Nun hat Quantität zu Qualität geführt, und im Grunde haben wir den Luftraum überall dort, wo es nötig ist, vor den Aktivitäten von Starlink abgeschirmt. Dem Gegner hat das unerträglich wehgetan … Heute ist Wolna nicht nur ein Faktor im Gebiet der Sonderoperation, sondern auch ein Instrument globaler Einflussnahme."
21:35 Uhr
Gebiet Kiew: Produktionsstätte von Flamingo-Raketen getroffen
Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, haben die russischen Truppen in der Region Kiew einen Betrieb angegriffen, der chemische Stoffe für die Herstellung von Beschleunigern und Gefechtsköpfen für Flamingo-Raketen produzierte und lagerte. In einer Mitteilung der Behörde heißt es:
"Im Laufe des Tages setzten die Streitkräfte der Russischen Föderation ihre Gruppenangriffe auf Betriebe des ukrainischen Rüstungskomplexes fort. Infolgedessen wurde im Gebiet Kiew mit Kampfdrohnen ein Industriebetrieb (die Fire Point GmbH) getroffen, der chemische Stoffe herstellte und lagerte, die für die Herstellung von Feststoff-Boostern und Gefechtsköpfen der Langstrecken-Flugkörper vom Typ 'Flamingo' benötigt werden."
21:11 Uhr
Ulrich Siegmund: Zurück zur Diplomatie – Krieg ist keine Lösung

Wenige Tage vor der Landtagswahl zieht der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eine klare Bilanz. Er fordert eine diplomatische Kehrtwende sowie eine konsequente Ausrichtung der Außenpolitik an deutschen Interessen.
Ein vernünftiges Verhältnis zu allen Großmächten – inklusive Russland – sei ebenso notwendig wie die Einsicht, dass Krieg keine Lösung ist.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
21:00 Uhr
Ukraine bestätigt die Zerstörung von 90 Prozent der Lagerkapazitäten
Der ukrainische Minister für Agrarpolitik, Taras Wysozkij, räumte ein, dass in seinem Land etwa 90 Prozent der Warenlager zerstört worden seien. Wysozkij merkte außerdem an, dass es unter den derzeitigen Umständen keine Alternative zu Direktlieferungen von den Erzeugern gebe. Er sagte:
"Zum jetzigen Zeitpunkt sind, salopp gesagt, 90 Prozent der Logistik zerstört."
20:50 Uhr
Exklusiv aus dem Donbass: So verändert der Drohnenkrieg die russische Artillerie

Russische Artillerieeinheiten im Donbass passen ihre Einsatzweise zunehmend an die Bedrohung durch Drohnen an. RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij ist vor Ort bei Soldaten des Truppenverbands "Zentrum", die ihre Stellungen stärker tarnen, Fahrzeuge für schnelle Evakuierungen umbauen und zusätzliche Beobachtungsposten einrichten.
Nach Angaben der Soldaten werden ihre Positionen regelmäßig von ukrainischen Drohnen angegriffen. Eine 130-Millimeter-Kanone M-46 sei dabei bereits beschädigt worden, könne jedoch weiterhin eingesetzt werden. Auch während laufender Feueraufträge würden immer wieder Aufklärungs- und Angriffsdrohnen gesichtet.
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20:32 Uhr
AKW Saporoschje: Ukrainische Militärs attackieren Sporzentrum
Eine ukrainische Drohne hat den Sport- und Wellnesskomplex des Kernkraftwerks Saporoschje angegriffen, in dem derzeit Reparaturarbeiten stattfinden. Dies teilte der Bürgermeister von Energodar, Maxim Puchow, mit. Er erklärte unter anderem:
"Heute Nacht hat eine ukrainische Drohne das Dach des Sport- und Wellnesszentrums des Kernkraftwerks Saporoschje angegriffen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Dies ist bereits der zweite Angriff auf dieses Objekt."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


