Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Kiew verliert täglich Territorien und setzt auf Terror

28.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Magyar: Treffen mit Selenskij in Transkarpatien geplant
Der Vorsitzende der siegreichen ungarischen Partei "Tisza", Péter Magyar, hat angekündigt, Anfang Juni den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in Beregowo in der Ukraine treffen zu wollen. Thema sollen die Rechte der ungarischen Minderheit in Transkarpatien sein. Magyar teilte mit, er habe sich bereits mit dem Bürgermeister von Beregowo, Zoltán Babják, getroffen.
"Wir waren uns einig, dass das Interesse der Ungarn in Transkarpatien darin besteht, eine neue Grundlage für die Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine zu schaffen. Ausgehend davon initiiere ich Anfang Juni ein Treffen mit Präsident Wladimir Selenskij – symbolisch in Beregowo, wo die ungarische Bevölkerung die Mehrheit stellt."
Nach seinen Angaben soll es um die rechtliche Lage der ungarischen Minderheit gehen. Magyar kritisierte sprachliche Einschränkungen durch die ukrainischen Behörden, die den Zugang zu Bildung und Selbstverwaltung in der Muttersprache erschwerten.
"Es ist an der Zeit, dass die Ukraine die seit Jahrzehnten bestehenden Einschränkungen der Rechte aufhebt und den Ungarn in Transkarpatien kulturelle, sprachliche und administrative Rechte sowie den Zugang zu höherer Bildung zurückgibt, damit sie wieder gleichberechtigte und respektierte Bürger der Ukraine werden."
21:45 Uhr
Abgeordneter: Rekrutierungsbeamte sperren Autobahn für Kontrollen
Der von Kiew eingesetzte Abgeordnete des Regionalrats von Cherson Sergei Chlan erklärt, Mitarbeiter der Rekrutierungszentren sperrten die Autobahn Odessa–Kiew und kontrollierten sämtliche Fahrzeuge. Dabei werde überprüft, ob Fahrer und Passagiere über eine Mobilisierungsaufschiebung verfügen, so Chlan. Er berichtet in einem auf Telegram veröffentlichten Video von Novosti.Live:
"Sie sperren die Straße Odessa–Kiew und kontrollieren alle Autos. Was mich betrifft, sagten sie: 'Bitte zeigen Sie Ihre Aufschiebung.' Ich habe sie gezeigt. Es gibt ein Dokument, auch ein erweitertes Dokument."
Dann hätten die Mitarbeiter ihn zudem nach der Grundlage der Aufschiebung gefragt. Der Abgeordneter weiter:
"Ich sagte: Das geht Sie nichts an, auf welcher Grundlage ich die Aufschiebung habe. Sie haben das Dokument, Sie können es lesen."
Nach seinen Angaben wurde der Vertreter des Rekrutierungszentrums nach dem Hinweis auf seine Zuständigkeiten zudem ausfallend.
21:34 Uhr
Pistorius: Deutschlands Ukraine-Hilfe wird zu strategischer Partnerschaft
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärt im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, dass sich Deutschland von einer rein situativen Unterstützung der Ukraine gelöst habe und zunehmend eine strukturierte, langfristige strategische Partnerschaft mit Kiew aufbaue. Diese Entwicklung bringe nach seinen Worten Vorteile mit sich und wirke sich zugleich positiv auf die Sicherheit beider Länder sowie auf Wirtschaft und Industrie aus.
Zudem verweist der Minister auf den intensiven Erfahrungsaustausch zwischen Kiew und Berlin und betont, dass Deutschland weiterhin auf gemeinsame Beschaffungen von Militärtechnik mit europäischen Partnern setzen werde – sowohl zur Unterstützung der Ukraine als auch im eigenen Interesse.
Darüber hinaus kündigt Pistorius an, dass Deutschland eine mögliche Beteiligung am ukrainischen Verteidigungscluster Brave1 prüfe. Dieser sei auf die beschleunigte Entwicklung und Einführung neuer militärischer Technologien ausgerichtet.
21:19 Uhr
Bericht: Massengrab auf Gelände ukrainischer Einheit entdeckt
Ein Ausbilder des 225. Separaten Sturmregiments der ukrainischen Streitkräfte soll auf einem Truppenübungsplatz ein Massengrab für mobilisierte Soldaten angelegt haben. Dies berichten russische Sicherheitsstrukturen laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
"Einer der Hauptkriegsverbrecher im 225. Separaten Sturmregiment ist ein Vertrauter des Regimentskommandeurs Schirjajew mit dem Rufnamen April."
Dieser sei für die Organisation von Misshandlungen und Folter zwangsrekrutierter Ukrainer verantwortlich und habe ein Massengrab eingerichtet, in dem Verweigerer begraben würden. Zuvor berichtete RIA Nowosti, dass Ausbilder derselben Einheit einen alleinerziehenden Vater zu Tode geprügelt hätten, der nach dem Tod seiner Frau hatte demobilisiert werden wollen.
21:11 Uhr
Putin: Kiew verliert täglich Territorien und setzt auf Terror

Russlands Präsident Wladimir Putin leitet eine Beratung zu Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit den Wahlen 2026 am 28. April.Michail Metzel / Sputnik Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt, die Ukraine verliere täglich Territorium und sei nicht in der Lage, den Vormarsch russischer Truppen zu stoppen. Er sagt bei einer Beratung zur Sicherheit der bevorstehenden Wahlen:
"Der Gegner ist nicht in der Lage, das Vorrücken unserer Truppen an der Kontaktlinie aufzuhalten. Jeden Tag verliert er bestimmte Gebiete. Daraus ergibt sich auch der Einsatz von Terror – sowohl gegen Militärangehörige als auch gegen Zivilisten. Immer häufiger werden zivile Infrastrukturen mit Drohnen angegriffen. Sie hoffen, dass sich dadurch etwas ändert. Das wird nichts ändern."
Zugleich erklärt der Präsident, das "Kiewer Regime und seine Unterstützer" hätten zu "offen terroristischen Methoden" gegriffen, da sie militärisch nicht erfolgreich seien. Putin warnt zudem vor steigenden terroristischen Bedrohungen im Vorfeld der Wahlen und fordert ein hartes Vorgehen der Sicherheitsorgane.
"Versuche von Sabotage- und Terrorakten sowie extremistische Erscheinungen müssen entschieden und kompromisslos unterbunden werden."
21:00 Uhr
Kiews Armee terrorisiert weiterhin Gebiet Belgorod – Ein Toter und mehrere Verletzte
Bei mehreren Angriffen der Ukraine im Gebiet Belgorod kam es zu einem Toten und sechs Verletzten unter der Zivilbevölkerung. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Bei einem Drohnenangriff im Dorf Borissowka im Kreis Wolokonowski wurde ein Mann getötet. Er erlag noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes seinen schweren Verletzungen.
Zudem wurden in der Region weitere Zivilisten verletzt. In der Nähe der Siedlung Krasnaja Jaruga wurden ein Vater und sein Sohn verletzt, als eine Drohne ihr Fahrzeug traf. In der Siedlung Oktjabrski wurde eine Frau verletzt. Auf der Straße Bobrawa–Rakitnoje erlitt ein weiterer Mann ein Drucktrauma infolge einer Drohnenexplosion.
Der Gouverneur berichtete außerdem über einen Vorfall im Bezirk Graiworon: Das Dorf Dobroje wurde demnach mit gelenkten Fliegerbomben angegriffen. Dabei wurden zwei Männer verletzt, die Drucktraumata, Minenexplosionsverletzungen sowie Prellungen an Rücken und Beinen erlitten. Laut dem Zentralen Bezirkskrankenhaus Graiworon befinden sich die beiden Verletzten in einem mittelschweren Zustand.
20:44 Uhr
LVR: Wahlkommissionsgebäude nach Drohnenangriff der Ukraine zerstört
Das Gebäude der territorialen Wahlkommission im Markowski-Bezirk in der Volksrepublik Lugansk (LVR) ist bei einem Drohnenangriff zerstört worden. Dies teilt die Zentrale Wahlkommission Russlands mit.
"Heute wurde infolge eines Drohnenangriffs das Gebäude der territorialen Wahlkommission des Markowski-Bezirks zerstört. Der Systemadministrator der Kommission befindet sich mit einer leichten Verletzung im Krankenhaus."
Nach Angaben der Wahlkommission wurde das Gebäude der Bezirksverwaltung dreimal angegriffen. Es bestehe weiterhin die Gefahr weiterer Angriffe.
20:35 Uhr
Dnjepropetrowsk: Gewalt bei Mobilisierungsaktion – Mann aus Haus gezerrt
In Dnjepropetrowsk in der Ukraine ist es bei einer Zwangsmobilisierung zu einem gewaltsamen Zwischenfall gekommen. Dies berichtet das ukrainische Portal Vremja.ua:
"In Dnjepropetrowsk hat eine Gruppe von Mobilisierungsbeamten einen Mann an Armen und Beinen aus dem Hauseingang gezogen und in einen Bus geworfen."
Auf einem veröffentlichten Video ist zu sehen, wie mindestens sieben Mitarbeiter eines Rekrutierungszentrums den Mann aus dem Gebäude zerren, in einen Bus bringen und dort offenbar auf ihn einschlagen. Polizeikräfte, die bei solchen Maßnahmen anwesend sein sollten, sind auf dem Video nicht zu sehen. Anschließend fuhr der Bus davon.
20:22 Uhr
Selenskijs Ex-Sprecherin kritisiert Drohungen gegen Israel
Die ehemalige Pressesprecherin von Wladimir Selenskij, Julia Mendel, kritisiert dessen Sanktionsdrohungen gegen Israel scharf. Auf der Plattform X schreibt sie:
"Seien wir ehrlich – die Ukraine braucht dringend eine ernsthafte Lektion in Diplomatie. Obwohl das Land fast vollständig von seinen Partnern abhängig ist, ist es der Ukraine gelungen, sich mit nahezu allen Nachbarn und wichtigen Verbündeten zu zerstreiten. Radikale Rhetorik, die nichts mit echter Diplomatie zu tun hat, und ständige beleidigende Angriffe auf alle wirken sich letztlich direkt auf den Kriegsverlauf und das Leben der Menschen im Land aus."
Mendel erinnert dabei unter anderem an frühere Konflikte Selenskijs mit dem ehemaligen britischen Verteidigungsminister Ben Wallace, US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance sowie an Spannungen mit Polen und Ungarn.
"Nun führt er eine persönliche PR-Attacke gegen Israel, obwohl seine Regierung keinerlei Beweise vorgelegt hat. Infolgedessen wird Israel höchstwahrscheinlich die humanitäre Hilfe für die Ukraine reduzieren."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
