Liveticker Ukraine-Krieg – Diplomat: Europäer wollen Verhandlungen nur blockieren

11.09.2026 12:41 Uhr
12:41 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium hat seine Bilanz zum Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine für den Zeitraum vom 5. bis 11. September vorgelegt. Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der Front Niederlagen zugefügt.
Truppenverband Nord hat in der Region Charkow den inneren Einkesselungsring enger gezogen und den äußeren erweitert und dabei die Kontrolle über Ortschaften Beresniki, Osjornoje, Dolgenkoje und Sarubinka erlangt. Bei Olchowatka seien zwei gegnerische Bataillone eingeschlossen worden, alle Ausbruchsversuche seien abgewehrt worden; zudem sei die Ortschaft Goptowka unter Kontrolle gebracht worden. In den Einschließungszonen hat der Gegner binnen der Woche über 180 Soldaten, acht gepanzerte Kampffahrzeuge, fünf Fahrzeuge, elf Quads und acht Bodenroboter verloren.
Zudem haben russische Truppen Ortschaften Kurtowka und Nowogrischino in der Donezker Volksrepublik sowie Sorewka im Gebiet Saporoschje befreit.
Bei den Kämpfen entlang der Front wurden in der Woche mehr als 9.480 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Ferner wurden zerstört oder getroffen:
- 71 gepanzerte Kampffahrzeuge
- 560 Fahrzeuge
- 31 Feldartilleriegeschütze
- 35 Stationen für elektronische Kampfführung
Vom 5. bis 11. September haben russische Streitkräfte zudem einen massierten sowie sechs weitere kombinierte Schläge mit präzisionsgelenkten Waffen und Langstreckendrohnen geführt. Getroffen wurden Rüstungsbetriebe, Logistikzentren, Energie- und Verkehrsinfrastruktur, ein Datenzentrum, Produktions- und Lagerstätten für Drohnen und unbemannte Boote, Munitions- und Treibstofflager sowie Aufklärungszentren und vorübergehende Stationierungsorte ukrainischer Kräfte und ausländischer Söldner. Zudem wurden Teile der ukrainischen Hafeninfrastruktur für Militärgüter und Treibstoff außer Betrieb gesetzt.
Die russische Luftabwehr hat binnen der Woche 48 gelenkte Bomben, 14 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, vier Flamingo-Marschflugkörper und zwei Neptun-Lenkflugkörper sowie 5.673 Starrflüglerdrohnen abgefangen.
Zudem wurden binnen der Woche 13 Frachter, zwei Tanker, zwei Schlepper und zwei Boote getroffen, die im Interesse der ukrainischen Armee operierten. Die Schwarzmeerflotte hat im Schwarzen Meer weitere zwölf unbemannte Boote der ukrainischen Marine zerstört.
12:15 Uhr
Gebiet Cherson: Eine Tote und 25 Verletzte durch ukrainische Angriffe binnen einer Woche
Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte ist binnen einer Woche im Gebiet Cherson eine Zivilistin ums Leben gekommen, 25 Menschen wurden verletzt. Wie der Gouverneur, Wladimir Saldo, im Messenger Max weiter mitteilt, sind in diesem Zeitraum insgesamt 149 ukrainische Drohnen zerstört worden.
11:42 Uhr
FSB: Sicherheitsmitarbeiter spähte britische Diplomaten für Anschläge aus

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen Agenten des ukrainischen Geheimdienstes enttarnt, der Informationen über Mitarbeiter der britischen Botschaft gesammelt hatte. Laut FSB plante Kiew eine Sabotageaktion, um die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien zu untergraben.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
11:19 Uhr
Gebiet Tula: Zwei Tote und drei Verletzte nach Drohnenangriff
In der vergangenen Nacht sind im Gebiet Tula 26 ukrainische Drohnen von der russischen Luftabwehr zerstört worden. Der Gouverneur des Gebiets, Dmitri Miljajew, teilt mit, dass bei dem Angriff zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Drei Menschen wurden verletzt; ihnen wird die notwendige medizinische Hilfe geleistet.
Zugleich rief Miljajew die Bewohner des Gebiets zu Wachsamkeit auf, da weiterhin Drohnengefahr bestehe.
10:47 Uhr
Miroschnik: Europäer wollen Verhandlungen nur blockieren
Vertreter europäischer Staaten, die massiv in die Finanzierung der ukrainischen Armee investiert hatten, versuchten laut dem russischen Sonderbotschafter Rodion Miroschnik nur, sich in die Ukraine-Verhandlungen einzumischen, um sie scheitern zu lassen oder auf reine Imitation zu reduzieren.
Miroschnik sagte der russischen Nachrichtenagentur TASS, er bezweifle, dass die europäische Beteiligung konstruktiv sei. Die EU-Staaten hätten Kiew beispiellose Summen bereitgestellt, die gezielt in die Produktion einer großen Zahl von Kampfdrohnen für Terrorangriffe geflossen seien. Nach solchen Ausgaben und einer derartigen Belastung der eigenen Haushalte sei kaum vorstellbar, dass diese Länder nun bereit wären, den Krieg zu beenden.
10:20 Uhr
Russische Luftabwehr fängt in einer Nacht 777 ukrainische Drohnen ab
Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass die Luftabwehrkräfte des Landes in der Nacht zwischen 20.00 Uhr Moskauer Zeit am 10. September und 8.00 Uhr am 11. September 777 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen und zerstört haben.
Betroffen waren die Gebiete Brjansk, Kursk, Belgorod, Orjol, Kaluga, Woronesch, Tula, Rjasan, Lipezk, Nischni Nowgorod, Saratow, Rostow und Samara, die Region Perm, die Teilrepubliken Mari El, Krim und Udmurtien sowie die Akwatoria des Schwarzen und des Kaspischen Meeres.
09:55 Uhr
Brjansk meldet Abschuss von 171 ukrainischen Drohnen in 24 Stunden
Der amtierende Gouverneur des Gebiets Brjansk teilt im Messenger Max mit, dass die Luftabwehreinheiten des russischen Verteidigungsministeriums, mobile Feuergruppen der Brigade "BARS-Brjansk", sowie Spezialeinheiten der Nationalgarde für das Gebiet Brjansk binnen 24 Stunden über dem Gebiet 171 ukrainische Starrflüglerdrohnen zerstört haben.
09:31 Uhr
Ukrainische Angriffe auf Gebiet Belgorod fordern vier Tote binnen 24 Stunden
Der Interimsgouverneur des Gebiets Belgorod, Alexander Schuwajew, teilt mit, dass die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet binnen 24 Stunden 178 Mal angegriffen haben, wobei vier Zivilisten getötet und 16 weitere verletzt wurden. Ein Verletzter befindet sich in schwerem Zustand, die notwendige medizinische Hilfe wird geleistet.
Von den insgesamt 178 Angriffen sind dem Gouverneur zufolge neun mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern erfolgt, in vier weiteren Fällen sind Sprengsätze von Drohnen abgeworfen worden. Über dem Gebiet sind zudem 189 ukrainische Drohnen abgeschossen worden.
09:00 Uhr
Russische Streitkräfte greifen gegnerische Rüstungsindustrie und Logistikzentren an
In der vergangenen Nacht haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums einen kombinierten Schlag mit präzisionsgelenkten Luftwaffen und Kampfdrohnen geführt.
Getroffen wurden Rüstungsbetriebe und Logistikzentren, die an der Produktion und Lagerung von Drohnen beteiligt sind, sowie Datenzentren in der Stadt Kiew und in den Gebieten Kiew, Chmelnizki und Dnepropetrowsk. Zudem wurden Hafeninfrastruktur im Gebiet Odessa, über die die für die ukrainische Armee bestimmte Ladung entladen und gelagert wurde, sowie Schiffe getroffen, die Militärgüter und Treib- und Schmierstoffe für die ukrainische Armee transportierten.
08:27 Uhr
Raketenangriff auf Wolgograd beschädigt Mehrfamilienhaus, zwei Verletzte
Bei einem nächtlichen Raketenangriff auf das Gebiet Wolgograd ist ein Mehrfamilienhaus beschädigt worden. Der Gouverneur Andrei Botscharow teilt auf seinem Telegram-Kanal mit, dass zwei Männer im Alter von 55 und 42 verletzt wurden. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Zudem sind Trümmerteile auf dem Gelände eines Industriebetriebs im Süden der Stadt niedergegangen.
Einsatzkräfte sind vor Ort, die Aufräumarbeiten dauern an. Der Gouverneur hat zudem angeordnet, Notunterkünfte in Bereitschaft zu versetzen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
