Liveticker Ukraine-Krieg: Der von Putin verkündete Osterfrieden tritt in Kraft

11.04.2026 16:37 Uhr
16:37 Uhr
Zwei Verletzte bei Drohnenangriff auf Auto im russischen Grenzgebiet Belgorod
Im russischen Grenzgebiet Belgorod steigt die Zahl der Opfer durch andauernde Attacken aus der Ukraine weiter an. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet auf Telegram einen weiteren Drohnenangriff. Wie der Politiker schreibt, habe ein unbemanntes Luftfahrzeug in der Nähe der Siedlung Samostje ein fahrendes Auto gerammt. Das Fahrzeug sei beschädigt worden. Zwei Insassen hätten zahlreiche Splitterverletzungen erlitten. Kämpfer der örtlichen Selbstverteidigung hätten die beiden verletzten Männer ins Krankenhaus eingeliefert.
15:54 Uhr
Der von Putin verkündete Osterfrieden tritt in Kraft

SymbolbildRIA Nowosti / Konstantin Michaltschewski / Sputnik Der Waffenstillstand gilt vom 11. April um 16:00 Uhr bis zum Ende des 12. April. Die russischen Truppen wurden angewiesen, bereit zu sein, mögliche Provokationen seitens des Gegners zu unterbinden. Zuvor hatte Wladimir Selenskij erklärt, dass die Ukraine den Waffenstillstand ebenfalls einhalten werde.
15:35 Uhr
Energodar: Zwei Stadtteile nach Angriff einer ukrainischen Drohne ohne Strom
Wie der Bürgermeister der Stadt, Maksim Puchow, mitteilte, sind nach einem Angriff einer ukrainischen Drohne der 1. und 2. Stadtteil von Energodar, der Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, ohne Strom. In seinen sozialen Netzwerken schrieb er:
"Die Stadtteile 1 und 2 von Energodar sind seit 06:00 Uhr morgens ohne Strom. Der Stromausfall ist die Folge eines erneuten Drohnenangriffs. Die voraussichtliche Zeit für die Behebung der Schäden ist 14:00 Uhr Moskauer Zeit am 11. April bei klarem Himmel."
15:03 Uhr
Selenskij warnt vor Verstößen gegen Osterwaffenruhe
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat Russland vor möglichen Verstößen gegen die vom Kremlchef Wladimir Putin angekündigte Waffenruhe gewarnt. Auf der Plattform X schrieb Selenskij, er und der Oberkommandierende der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrski, hätten die Bedingungen für ukrainische Reaktionen auf eine etwaige Verletzung der Feuerpause festgelegt.
"Solange es keine russischen Angriffe in der Luft, zu Lande oder auf See gibt, wird es auch keine Reaktionen unsererseits geben."
Die ukrainische Armee sei auf jede Entwicklung an der Front vorbereitet, sagte Selenskij. Der Politiker erneuerte auch seinen Vorschlag, aus der Waffenruhe einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen. Die Initiative für eine Verlängerung der Waffenruhe sei der russischen Seite übergeben worden.
"Ein Waffenstillstand zu Ostern könnte auch der Beginn einer echten Bewegung in Richtung Frieden sein – von unserer Seite liegt ein entsprechender Vorschlag vor."
Die Waffenruhe gilt nach einer Festlegung von Putin ab 15 Uhr MESZ. Auch Moskau hat angekündigt, auf mögliche Verstöße von Kiews Truppen zu reagieren.
14:38 Uhr
Verteidigungsausschuss kritisiert Pistorius' Reformtempo
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius Versäumnisse bei der Reform der Bundeswehr zur Last gelegt. Der CDU-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND):
"Was wir dringend brauchen, ist eine Gesamtverteidigungsbeschaffungsplanung ‒ über Einzelbeschaffungen hinaus. Uns ist das außerordentlich wichtig. Das Ministerium muss sich hier bewegen."
Defizite gebe es offenkundig bei der Luftverteidigung, der Anschaffung von Drohnen und im Weltraum. Doch benötige man einen genaueren Überblick.
Röwekamp kritisierte auch das langsame Tempo bei der Steigerung der Zahl von Soldaten:
"Uns fehlt weiterhin ein Aufwuchsplan für die aktive Truppe und damit eine Antwort auf die Frage: Wie wollen wir auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten kommen? Der Minister wollte eigentlich bis Ostern ein Konzept vorlegen. Das ist auch notwendig."
14:09 Uhr
Zwei Tote und sieben Verletzte bei Drohnenattacke auf Jassinowataja in DVR
Die Stadt Jassinowataja in der Volksrepublik Donezk hat am Samstagmorgen eine folgenschwere ukrainische Drohnenattacke erlebt. Wie Bürgermeister Alexander Penjajew auf Telegram mitteilte, habe eine gegnerische Kamikazedrohne Sprengsätze abgeworfen und sei daraufhin detoniert. Dadurch seien vier Wohnhäuser zu Schaden gekommen.
Außerdem meldet der Politiker Opfer unter der Zivilbevölkerung. Demnach seien infolge der Attacke zwei Menschen ums Leben gekommen. Sieben Einwohner hätten Verletzungen erlitten. Sie würden derzeit im Krankenhaus ärztlich versorgt.
13:40 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Miropolje, Nowodmitrowka und Choten im Gebiet Sumy sowie Stariza, Pokaljanoje, Woltschanskije Chutora, Weterinarnoje, Sybino und Semljanki im Gebiet Charkow getroffen hat. Der Gegner habe mehr als 180 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe außerdem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen, vier Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie ein Munitions- und zwei Materiallager zerstört.
Auch der Truppenverband West habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Tscherwony Sokol, Schijkowka, Kutkowka und Borowaja im Gebiet Charkow sowie Stary Karawan, Krasny Liman und Swjatogorsk in der DVR getroffen. Dabei seien mehr als 190 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 28 Wagen, vier Geschütze, einen Mehrfachraketenwerfer, eine Anlage der elektronischen Kampfführung sowie drei Munitions- und vier Materiallager verloren.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Konstantinowka, Iljinowka, Kriwaja Luka, Nikolajewka, Artjoma und Slawjansk in der DVR getroffen habe. Das russische Ministerium beziffert die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 160 Soldaten. Dabei seien ein Transportpanzer, ein Mannschaftstransporter, fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 21 Wagen, ein Geschütz, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie drei Munitions- und vier Materiallager zerstört worden.
Auch der Truppenverband Mitte habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Rubeschnoje, Belizkoje, Prijut, Iwanowka, Sergejewka und Grischino in der DVR sowie Nowopodgorodnoje und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 345 Kämpfer verloren. Fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und zwei Geschütze seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch ebenfalls fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Pokrowskoje und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowossjolowka, Wosdwischewka und Werchnjaja Tersa im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 285 Armeeangehörige. Dabei seien vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sechs Wagen außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Saporoschez, Orechow und Nowoandrejewka im Gebiet Saporoschje getroffen. Bis zu 40 ukrainische Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Zudem habe das russische Militär elf Wagen und vier Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Rüstungswerke, militärisch relevante Energieanlagen und Verkehrsinfrastrukturen, Lager mit Seedrohnen und unbemannten Luftfahrzeugen sowie 152 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe dagegen in den vergangenen 24 Stunden zwölf Lenkbomben und 259 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 133.387 Drohnen, 655 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.822 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.699 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.393 Geschütze und Mörser verloren.
13:01 Uhr
Russland und Ukraine tauschen Kriegsgefangene aus

Russiche Armeeangehörige kehren am 11. April 2026 über Weißrussland nach Russland zurück.TASS Russland und die Ukraine haben im Vorfeld des orthodoxen Osterfestes erneut Dutzende Kriegsgefangene ausgetauscht. Das russische Verteidigungsministerium spricht auf der Plattform MAX von jeweils 175 Armeeangehörigen, die demnächst in ihre jeweilige Heimat zurückkehren werden. Derzeit befinden sich die russischen Armeeangehörigen in Weißrussland, wo sie vor der Heimkehr psychologische und ärztliche Unterstützung erhalten. Auch zu Hause steht ihnen nach Angaben der Militärbehörde in Moskau eine Rehabilitierung in medizinischen Einrichtungen bevor.
Das Verteidigungsministerium erwähnt insbesondere die Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate.
Außerdem berichtet die Militärbehörde über die Rückkehr von sieben Zivilisten, die beim Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem russischen Grenzgebiet Kursk im März 2025 illegal entführt worden waren. Laut Medienberichten handelt es sich um die letzten der insgesamt 165 Geiseln, die sich bislang im ukrainischen Gebiet Sumy befunden haben. Der älteste der nun zurückgekehrten Einwohner des Gebiets Kursk ist 91 Jahre alt, der jüngste ist 30 Jahre alt.
12:30 Uhr
Drei Tote und fünf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 15 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 15 Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 32 Geschosse abgefeuert und 48 Drohnen eingesetzt, von denen 34 abgeschossen worden seien.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod von drei Menschen. In der Siedlung Nowaja Tawolschanka sei eine Frau ums Leben gekommen, als der Gegner die Ortschaft unter Beschuss genommen habe. Infolge einer Drohnenattacke auf einen Lkw seien in der Nähe der Siedlung Wosnessenowka zwei Männer getötet worden. Ein weiterer Mann habe Verletzungen erlitten, als eine ukrainische FPV-Drohne sein Auto in der Nähe der Siedlung Krasny Oktjabr attackiert habe. Bei einer ähnlichen Attacke in der Siedlung Golowtschino seien zwei Männer zu Schaden gekommen. Zwei Einwohner der Stadt Graiworon seien mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem eine FPV-Drohne ein Geschäft angegriffen habe.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden fünf Einfamilienhäuser, ein Geschäft, ein Betrieb, zwei Stromleitungen, zwei Lkw und drei Autos zerstört oder beschädigt worden.
12:07 Uhr
Estland bestellt weitere US-Mehrfachraketenwerfer
Estland rüstet vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs weiter auf: Das baltische EU- und NATO-Land erwirbt drei zusätzliche US-Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS mit Munition und Ausrüstung. Darüber sei ein Kaufvertrag mit dem Hersteller Lockheed Martin unterzeichnet worden, teilt das Estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen in Tallinn mit. Die Auslieferung der Raketensysteme sei im kommenden Jahr vorgesehen.
Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur zufolge wird der Erwerb der Raketensysteme mit einer Reichweite von 300 Kilometern die Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit seines Landes und der NATO erheblich stärken. In der Mitteilung wird der Politiker mit den Worten zitiert:
"Dies ist eine bewusste und langfristige Anstrengung, die die Umsetzung der NATO-Verteidigungspläne unterstützt."
Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Die Vereinbarung umfasst demnach auch Investitionen von Lockheed Martin in Höhe von rund elf Millionen US-Dollar (etwa 9,4 Millionen Euro) in die Verteidigungsindustrie des an Russland grenzenden Baltenstaats.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


