Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Neun Ortschaften binnen einer Woche befreit

2.01.2026 16:16 Uhr
16:16 Uhr
Drei weitere Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Grenzgebiet Belgorod
Die Zahl der Opfer der heutigen Raketenattacke auf die Stadt Belgorod steigt an. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram schreibt, habe eine weitere Frau eine medizinische Einrichtung aufgesucht. Sie habe ein Barotrauma erlitten. Zuvor hat der Gouverneur von zwei Verletzten berichtet.
Außerdem meldet der Politiker eine ukrainische Drohnenattacke auf ein fahrendes Auto. Nach Angaben von Gladkow seien dabei zwei Zivilisten verletzt worden. Der Vorfall habe sich in der Siedlung Beljanka im Bezirk Schebekino ereignet. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann und eine Frau. Als die FPV-Drohne ihr Auto angegriffen habe, hätten sie Splitterverletzungen und Explosionstraumata erlitten. Das Fahrzeug sei in Flammen aufgegangen.
15:51 Uhr
Selenskij will Militärgeheimdienstchef Budanow zum Leiter seines Büros machen
Wladimir Selenskij hat sich mehr als einen Monat nach der Entlassung seines langjährigen Büroleiters und Weggefährten Andrei Jermak für einen Nachfolger entschieden. Auf der Plattform X schrieb der Staatschef, er habe Kirill Budanow, dem Leiter des Militärgeheimdiensts GUR, das Amt des Büroleiters angeboten. Eine formelle Ernennung Budanows zum Leiter der Präsidentenverwaltung gab Selenskij zunächst nicht bekannt. Seine Entscheidung begründete der Politiker wie folgt:
"Die Ukraine muss sich jetzt auf Sicherheitsfragen sowie Verhandlungsdiplomatie fokussieren, und das Präsidentenbüro wird sich allem voran damit befassen, diese Aufgaben zu lösen. Kirill hat eine besondere Erfahrung in diesen Bereichen und genügend Kraft, um Ergebnisse zu erzielen."
I had a meeting with Kyrylo Budanov and offered him the role of the Head of the Office of the President of Ukraine. At this time, Ukraine needs greater focus on security issues, the development of the Defense and Security Forces of Ukraine, as well as on the diplomatic track of… pic.twitter.com/SCs6Oj2Rb7
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 2, 2026Budanow selbst äußerte sich zunächst nicht zur Ankündigung des Präsidenten. Er war im Jahr 2020 zum GUR-Leiter ernannt worden. Auch nahm er mehrmals an informellen Gesprächen mit Russland teil.
15:22 Uhr
Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien
Zwischen der Ukraine und der neuen Regierung Tschechiens ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Der ukrainische Botschafter in Prag protestierte gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Der Politiker hatte zuvor in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen "sinnlosen Krieg" fortzuführen. Die Führung in Kiew beschimpfte er als korrupte "Diebe".
In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Wassili Swarytsch die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, "unter dem Einfluss russischer Propaganda" zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.
Seit wenigen Wochen regiert in Tschechien eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babiš. Tschechien hat bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine gezählt.
14:40 Uhr
Bundeswehr schreibt 18-Jährige an: Fragebogen zum neuen Wehrdienst

Junge Deutsche sollen künftig zum 18. Geburtstag Post von der Bundeswehr bekommen: Ein Fragebogen soll abfragen, ob Interesse an einem freiwilligen Wehrdienst besteht. Während junge Männer zur Antwort verpflichtet sind und bei Verstößen ein Bußgeld riskieren, bleibt die Teilnahme für junge Frauen freiwillig.
Die Bundesregierung hält zugleich am Ziel fest, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas auszubauen. Doch Digitalisierungsvorhaben stocken, der Personalmangel bleibt groß – und Umfragen zeigen nur begrenzte Bereitschaft in der Altersgruppe der 18- bis 28-Jährigen, einen Wehrdienst zu unterstützen oder selbst zu leisten.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:08 Uhr
Mehr als 85.400 Haushalte in LVR nach ukrainischen Attacken ohne Strom
Die Behörden der Volksrepublik Lugansk (LVR) melden einen massiven Stromausfall infolge einer Reihe von Attacken aus der Ukraine. Demnach habe der Gegner in der Nacht zum 2. Januar örtliche Energieanlagen mindestens sechsmal attackiert. Ein Umspannwerk im Norden der LVR sei außer Betrieb gegangen. Mehr als 85.400 Haushalte in vier Städten und umliegenden Siedlungen seien zeitweilig ohne Strom geblieben. Bis Freitagmittag (Ortszeit) habe man die Stromversorgung von 4.900 Haushalten wiederhergestellt. Bis zum Abend sollten weitere 40.000 Haushalte wieder ans Stromnetz angeschlossen werden. Die Reparaturen in einer namentlich nicht genannten frontnahen Stadt würden dagegen drei bis fünf Tage in Anspruch nehmen, heißt es. Auf Telegram teilt die LVR-Regierung Fotos der beschädigten Umspannwerke.
13:39 Uhr
Drei Verletzte durch ukrainische Attacken auf Ortschaften im Gebiet Saporoschje
Die ukrainischen Streitkräfte greifen weiterhin Ortschaften im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson an. Wie Gouverneur Jewgeni Balizki auf Telegram schreibt, habe der Gegner sechs Angriffe durchgeführt, bei denen drei zivile Einwohner der Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja verletzt worden seien. Bei ihnen handele es sich um einen 41 Jahre alten Mann und zwei Frauen im Alter von 55 und 53 Jahren. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Der Politiker berichtet außerdem über beschädigte überirdische Gasleitungen in Kamenka-Dnjeprowskaja. In der Stadt Wassiljewka seien ein Einfamilienhaus und ein fünfgeschossiges Wohnhaus beschädigt worden, heißt es.
13:10 Uhr
Gouverneur meldet fünf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 31 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 31 Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 17 Geschosse abgefeuert und 134 Drohnen eingesetzt, von denen 114 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung. Am Dienstagmorgen seien zwei Einwohnerinnen von Belgorod verletzt worden, als das ukrainische Militär die Gebietshauptstadt mit Raketen beschossen habe. In der Siedlung Rasumnoje seien drei Zivilisten verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft angegriffen habe.
Gladkow meldet darüber hinaus viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden elf Mehrfamilienhäuser, fünf Einfamilienhäuser, drei Geschäfte, eine Garage, eine Stromleitung und 15 Autos beschädigt worden.
12:37 Uhr
Neues Jahr 2026: AfD-Politiker Kotré fordert Rückkehr zu engeren Beziehungen zu Russland

Der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré spricht über seine Hoffnung auf einen baldigen Frieden und erfolgreiche Verhandlungen zwischen Russland, den USA, der Ukraine und europäischen Staaten. Der AfD-Politiker fordert eine Rückkehr zu normalen deutsch-russischen Beziehungen und betont historische sowie kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Russland.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
12:05 Uhr
Norwegischer Regierungschef: Moskau strebt keinen Konflikt mit Oslo an
Der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre geht nicht davon aus, dass Russland einen militärischen Konflikt mit seinem Land anstrebt. Zugleich behauptet er aber in einer Neujahrsansprache an seine Landsleute, dass die Gefahr von Sabotagen real sei. Norwegen und seine Partner stünden vor Herausforderungen wie Einflussnahme, Desinformation und nachrichtendienstlichen Aktivitäten.
"Dies kann viele Bereiche unserer Gesellschaft betreffen: Verkehrsadern, Industrieanlagen, Erdöl- und Gasanlagen, Banken."
11:38 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Neun Ortschaften binnen einer Woche befreit

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Wie die Behörde am Freitag auf der Plattform Telegram schreibt, habe das russische Militär im Zeitraum vom 27. Dezember 2025 bis zum 2. Januar 2026 als Antwort auf ukrainische Terrorattacken gegen zivile Objekte einen massiven und sechs kombinierte Hochpräzisionsschläge gegen Ziele im Nachbarland durchgeführt. Dabei seien Rüstungsbetriebe, militärisch relevante Energieobjekte, Verkehrsinfrastrukturen, Häfen, Drohnenbasen, Munitionslager, Brennstoffdepots sowie Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern getroffen worden.
Der Truppenverband Nord habe zahlreiche ukrainische Einheiten getroffen, wobei der Gegner mehr als 1.305 Kämpfer verloren habe. Zudem seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 91 Wagen, fünf Geschütze, sechs Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie zehn Lager mit Munition, Militärzubehör und Kraftstoff zerstört worden.
Der Truppenverband West habe die Ortschaften Dibrowa in der Volksrepublik Donezk und Boguslawka im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle genommen. Am Frontabschnitt Kupjansk seien innerhalb einer Woche 16 ukrainische Versuche verhindert worden, in die Stadt Kupjansk vorzustoßen. Dabei seien mehr als 180 ukrainische Soldaten eliminiert worden. Das russische Ministerium beziffert die gesamten Personalverluste des Gegners auf mehr als 1.390 Armeeangehörige. Dabei seien drei Kampfpanzer, 19 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 102 Wagen, fünf Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und 31 Munitionslager zerstört worden.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert. Bei den Gefechten seien mehr als 1.295 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 40 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 83 Wagen, 15 Geschütze, sieben Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie 13 Munitions- und Materiallager zerstört.
Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaften Dimitrow, Rodinskoje, Artjomowsk und Wolnoje in der Volksrepublik Donezk unter seine Kontrolle genommen. Der Gegner habe mehr als 3.305 Kämpfer verloren. 24 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 32 Wagen, neun Geschütze und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort, indem er die Ortschaft Guljaipole im Gebiet Saporoschje befreit habe. Das Ministerium in Moskau schätzt die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 1.405 Armeeangehörige. Der Gegner habe zudem zwei Kampfpanzer, 24 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 60 Wagen, sieben Geschütze sowie fünf Munitions- und Materiallager verloren.
Der Truppenverband Dnjepr habe die Ortschaften Stepnogorsk und Lukjanowskoje im Gebiet Saporoschje befreit, wobei innerhalb von sieben Tagen mehr als 365 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden seien. Das russische Militär habe drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 57 Wagen, sechs Geschütze, zwölf Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie sieben Lager mit Munition, Militärzubehör und Kraftstoff zerstört.
Ferner meldet die russische Militärbehörde den Abschuss eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-27. Die Flugabwehr habe sechs Lenkbomben, zwei Raketen vom Typ Grom, drei HIMARS-Raketen und 1.662 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 106.879 Drohnen, 641 Flugabwehrraketenkomplexe, 26.845 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.634 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.332 Geschütze und Mörser verloren.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


