Liveticker Ukraine-Krieg – Rada-Abgeordneter: Kiew hat nur noch Geld für zwei Wochen

2.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Selenskij wirft EU Verzögerung bei Milliardenkredit vor
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij wirft der Europäischen Union vor, die Auszahlung eines Kredits für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro zu verzögern. Er schreibt auf Telegram:
"Das europäische Unterstützungspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine ist weiterhin blockiert. Es ist ein Problem, dass die Europäer keine Lösung finden und nicht das umsetzen, was sie versprochen haben."
Zugleich äußert er die Hoffnung, dass Europa bald eine Lösung finde und die Mittel bereitstelle. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte am 31. März eingeräumt, dass es derzeit keine guten Nachrichten zur Vergabe eines größeren Kredits an die Ukraine gebe.
21:51 Uhr
Bericht: Stoltenberg erwog 2021 Pufferzone zwischen Russland und NATO
Der damalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigte sich im Jahr 2021 offen für die Idee einer "Pufferzone" zwischen Russland und der Allianz. Dies berichtet das lettische Portal NRA:
"Trotz der Einwände Polens und der baltischen Staaten schlug Stoltenberg dem NATO-Russland-Rat vor, die Idee des Kremls über eine 'Pufferzone' sowie einen Rückzug der Allianztruppen auf den Stand von vor 1997 zu erörtern."
In seinen Erinnerungen äußerte Stoltenberg zudem Bedenken über die Zukunft der NATO im Falle einer möglichen Wiederwahl Donald Trumps. Er hielt sogar einen Zerfall des Bündnisses für denkbar.
21:35 Uhr
Luftabwehr schießt 98 Drohnen über russischen Gebieten ab
Die russische Luftabwehr hat am Donnerstag zwischen 14 und 20 Uhr Moskauer Zeit 98 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Drohnen seien über mehreren Gebieten abgeschossen worden, darunter Brjansk, Belgorod, Kursk, Tula sowie der Moskauer Raum. Auch über dem Asowschen Meer seien Ziele bekämpft worden.
21:25 Uhr
Mann bei ukrainischem Drohnenangriff auf Auto in DVR verletzt
In der Volksrepublik Donezk ist ein Mann bei einem Angriff einer ukrainischen Kampfdrohne auf ein Fahrzeug verletzt worden. Dies teilte der Republikchef Denis Puschilin auf Telegram mit:
"Im Ort Otscheretino im Jassinowataja-Bezirk erlitt ein 1986 geborener Mann mittelschwere Verletzungen, nachdem ein Angriff einer ukrainischen Kampfdrohne auf ein Auto erfolgt war. Er erhält qualifizierte medizinische Hilfe."
Zudem seien im Kalininski-Bezirk von Gorlowka ein Unternehmensgebäude sowie zwei Lastwagen beschädigt worden.
21:22 Uhr
Russischer Vizedigitalminister will freiwillig an die Front
Der stellvertretende russische Digitalminister Andrei Sarenin will sich freiwillig in die Zone der militärischen Sonderoperation begeben. Dies berichtete Minister Maksut Schadajew laut der Zeitung Kommersant:"Heute hat mein Stellvertreter Andrei Sarenin seine Entscheidung bekannt gegeben, sich freiwillig in die Zone der Spezialoperation zu begeben."
Sarenin habe zuvor die Front unterstützt, humanitäre Hilfe geliefert, technische Ausrüstung bereitgestellt und sich ehrenamtlich engagiert. Laut dem Minister will er demnächst einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnen.
Zuvor war berichtet worden, dass sich auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Jalta, darunter ein Vizebürgermeister, freiwillig gemeldet haben.
21:14 Uhr
Astrachan: Ideologe proukrainischer Terrorgruppe festgenommen
In der Stadt Astrachan wurde ein mutmaßlicher Ideologe einer proukrainischen terroristischen Organisation festgenommen. Sicherheitskräfte haben die rechtswidrige Tätigkeit eines ehemaligen Mitarbeiters der Strafverfolgungsbehörden unterbunden. Der Mann soll die Ideen der in Russland verbotenen Organisation "Legion 'Freiheit Russlands'" unterstützt haben.
In proukrainischen Telegram-Gruppen soll der Mann die Bevölkerung zu terroristischen und extremistischen Handlungen aufgefordert und die militärische Sonderoperation diskreditiert haben. Zudem habe er versucht, Kontakt zu Mitgliedern der Organisation aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg.
Gegen den Mann wurden Strafverfahren nach Paragraf 280, Teil 2 sowie 205.2, Teil 2 des russischen Strafgesetzbuches eingeleitet. Er hat ein Geständnis abgelegt. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft.
21:01 Uhr
Kamenka-Dneprowskaja: Kinder nach Beschuss nahe Kindergarten evakuiert
Das Zentrum des frontnahen Ortes Kamenka-Dnjeprowskaja im Gebiet Saporoschje wurde von ukrainischen Einheiten beschossen. Dies teilt die lokale Verwaltung mit:
"Die ukrainischen Streitkräfte haben zwei Artillerieschläge auf das Zentrum von Kamenka-Dnjeprowskaja durchgeführt. Ein Geschoss beschädigte eine Gasleitung in der Nähe des Geländes eines Kindergartens. Die Kinder wurden umgehend in den Keller evakuiert."
Über der Stadt wurde zudem eine hohe Aktivität feindlicher Drohnen registriert, darunter Aufklärungsdrohnen und FPV-Drohnen.
21:00 Uhr
Ex-Rada-Abgeordneter schließt Frauenmobilisierung nicht aus
In der Ukraine könnte es zur Mobilisierung von Frauen kommen. Dies erklärt der ehemalige Rada-Abgeordnete Spiridon Kilinkarow der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
"Es gibt dort nichts Unmögliches. Wir sprechen von einem Land, in dem die Verfassung nicht funktioniert und das Gesetz keine Bedeutung hat. Ich schließe auch eine Mobilisierung von Frauen oder eine Senkung des Mobilisierungsalters auf 18 Jahre nicht aus."
Das Ziel bestehe darin, Frauen verstärkt in den Dienst zu holen, um Männer im Hinterland zu ersetzen. Diese könnten dann in Kampfeinheiten eingesetzt werden. Das sei der einfachste Weg, um die Situation bei der Mobilisierung zu verbessern, so Kilinkarow. Selbst Zwangsmaßnahmen hätten bislang nicht den gewünschten Effekt gebracht. Frauen seien bereits als Sanitäterinnen und Drohnenbedienerinnen im Einsatz, nun gehe es darum, ihre Rolle auszuweiten.
In russischen Sicherheitskreisen hieß es im September 2025 gegenüber RIA Nowosti, in der Ukraine liefen angesichts von Personalmangel die Vorbereitungen für eine Mobilisierung von Frauen auf Hochtouren. In den Brigaden der ukrainischen Streitkräfte würden zudem Posten von Beratern der Kommandeure für Gleichstellungsfragen eingeführt.
20:45 Uhr
Energodar: Ukrainische Drohne greift Feuerwehrauto bei Löscharbeiten an
In der Stadt Energodar wurde ein Feuerwehrauto während eines Einsatzes von einer ukrainischen Drohne angegriffen. Dies teilt Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram mit:"Während der Löscharbeiten im Bereich des Wärmekraftwerks Saporoschje wurde ein Feuerwehrfahrzeug des Katastrophenschutzes von Energodar von einer Drohne getroffen. Die Technik wurde beschädigt."
Nach seinen Angaben geriet das Fahrzeug nicht in Brand. Verletzt wurde niemand.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.