Liveticker Ukraine-Krieg – Peskow: Verhandlungen mit den USA sind wichtig

15.01.2026 18:28 Uhr
18:28 Uhr
Sacharowa: Jegliche ausländischen Truppen in Ukraine sind legitime Ziele für russische Streitkräfte
Bei dem Ukraine-Treffen in Paris am 6. Januar haben Wladimir Selenskij, Emmanuel Macron und Keir Starmer eine Absichtserklärung zur künftigen Entsendung einer "multinationalen Truppe" in die Ukraine unterzeichnet.
"Unsere Position ist unverändert und wohlbekannt", erklärte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharow bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Jedes ausländische Truppenkontingent in der Ukraine wird von den russischen Streitkräften als legitimes Ziel betrachtet", fügte sie hinzu.
Die britischen Militärs würden keine Ausnahme bilden, sollten sie in die Ukraine geschickt werden, betonte Sacharowa. Sie wolle davor warnen, dass in dem Fall die Verantwortung für das Leben der Bürger des Vereinigten Königreichs allein bei London liegen werde
Großbritannien sei sich durchaus bewusst, dass die Truppenentsendung in die Ukraine für Russland inakzeptabel sei, so die Sprecherin weiter. Dennoch setze London darauf, "um den Friedensprozess unter Beteiligung der USA zu untergraben und die Kampfhandlungen fortzusetzen, bis der letzte Ukrainer getötet ist."
18:00 Uhr
Gouverneur des Gebiets Cherson: Ausländische Journalisten sollen Anschlagsort in Chorly besuchen
Journalisten aus dem Ausland sind zu einem Besuch des Anschlagsorts in Chorly im Gebiet Cherson eingeladen, wo bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Neujahresnacht 29 Zivilisten getötet wurden. Wladimir Saldo, Gouverneur des Gebiets, erklärte dazu in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
"Ich bin mir sicher, dass es unter den Journalisten viele ehrliche und objektive Menschen gibt, die die Wahrheit herausfinden und berichten wollen. Doch wir wissen genau, dass, selbst wenn sie existieren, sie unter einem ernsthaften Druck der westlichen Staatsführung stehen. Wir haben ausländische Journalisten bereits eingeladen. Und ich lüfte ein kleines Geheimnis: Es scheint Interessierte zu geben."
Mehr zum Thema – Russland fordert von UNO öffentliche Verurteilung des ukrainischen Terrorangriffs im Gebiet Cherson
17:27 Uhr
Ukrainischer Kriegsgefangener: Die russische Armee soll eine Bombe auf das TZK werfen

Der Ukrainer Nikolai Piliptschuk wurde zwangsmobilisiert und geriet im Laufe von Gefechten in Kriegsgefangenschaft. Der Vater von zwei kleinen Kindern wurde unter vorgetäuschtem Vorwand an die Front geschickt und ist dermaßen enttäuscht von den Behörden in seiner Heimat, dass er "den Russen gerne die Koordinaten weitergeben würde, damit sie eine Bombe auf das [ukrainische Rekrutierungszentrum] TZK abwerfen."
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17:06 Uhr
Kiew setzt Drohnenterror gegen russische Gebiete fort
In der Zeitspanne von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr Moskauer Zeit am Donnerstag hat die Luftverteidigung insgesamt zehn unbemannte Fluggeräte über den russischen Gebieten Belgorod und Kursk abgefangen oder zerstört. Dies gibt das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt. Bei den Angriffen setzte das ukrainische Militär Starrflügler-Drohnen ein.
16:43 Uhr
Zwei Zivilisten sterben bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Saporoschje
Im Gebiet Saporoschje sind zwei Zivilisten durch einen ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen, berichtet der Gouverneur der Region, Jewgeni Balizki. Auf seinem Telegram-Kanal schreibt er:
"Zwei Mitarbeiter des staatlichen Apothekennetzwerks sind durch den Angriff einer ukrainischen Drohne in der Nähe des Dorfes Basan im Bezirks Pologi ums Leben gekommen. Das Fahrzeug von Mitarbeitern einer staatlichen Apotheke lieferte lebenswichtige Arzneimittel an eine Apotheke in Pologi und wurde von einer Drohne angegriffen. Der Fahrer und der Lader sind ums Leben gekommen."
16:25 Uhr
Türkischer Außenminister: Mit Amtsantritt von Trump hat sich Rolle der USA im Ukraine-Konflikt zu einer neutralen Position gewandelt
Der türkische Außenminister Hakan Fidan ist der Ansicht, dass die Rolle der USA im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland weitgehend neutral geworden sei und sich auch die Parameter der Verantwortung der USA für die Sicherheit Europas verändert hätten.
"Der Frieden, der erreicht werden wird, wird nicht nur ein Frieden zwischen Russland und der Ukraine sein. Im Grunde wird es auch ein Frieden zwischen Europa und Russland sein. Wie Sie wissen, ist nach dem Amtsantritt von (US-Präsident Donald) Trump in Amerika ein anderes Problem aufgetreten. Die USA haben ihre führende Rolle im russisch-ukrainischen Konflikt geändert und im Grunde eine neutrale Position eingenommen. Auch die historische Rolle und Verantwortung Amerikas im Kontext der europäischen Sicherheit haben sich verändert."
Er merkt an, dass "der russisch-ukrainische Konflikt an sich schon ein Problem war, die endgültige Position Amerikas jedoch ein weiteres Problem geschaffen hat" und dass "die europäische Sicherheit sehr eng mit der Sicherheit der Ukraine verbunden ist".
15:51 Uhr
Russlands Außenministerium: Westen will keinen Frieden
Westliche Staaten sind nicht an einer Beendigung des Ukraine-Konflikts interessiert, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Während einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag erklärte sie dazu:
"Davon, dass der Westen nach wie vor keine Beendigung des Konflikts will, keinen Frieden will, zeugen die Tatsachen des unterbrechungsfreien Betriebs des Flughafens im polnischen Rzeszów, über den seit 2022 ein stabiler Fluss militärischer Güter für das ukrainische Militär läuft."
15:33 Uhr
Russische Drohnenpiloten haben die Lage fest im Griff (Video)
Das russische Verteidigungsministerium zeigt die Drohnenpiloten entlang der Front im Einsatz. Wie es heißt, setzten sie Kampffahrzeuge, sonstige Fahrzeuge, Kampfdrohnen, ein Artilleriegeschütz und eine Funkrelaisstation der ukrainischen Streitkräfte samt Personal außer Gefecht.
15:26 Uhr
Lawrow: Wir nehmen Deutschlands Forderung nach Waffenstillstand nicht ernst

Russland ist offen für Verhandlungen über die Ukraine, sofern diese ernsthaft geführt werden, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Kommentar zu Berichten über einen möglichen Besuch des Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Steve Witkoff, und des Schwiegersohns des US-Präsidenten, Jared Kushner, in Moskau noch im Januar.
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15:20 Uhr
Verwaltungschef des Gebiets Saporoschje: Fluss Konka letztes natürliches Hindernis vor Gebietshauptstadt
Der Fluss Konka bildet für die russische Armee im Gebiet Saporoschje das letzte natürliche Hindernis vor der ukrainisch besetzten Gebietshauptstadt. Jewgeni Balizki, Gouverneur der Region, schreibt dazu auf seinem Telegram-Kanal:
"Russlands Armee dringt im hohen Tempo weiter in die Tiefe der gegnerischen Verteidigung vor. Der Truppenverband Ost treibt die Offensive im Gebiet Saporoschje voran und weitete den Sicherheitsstreifen im Gebiet Dnjepropetrowsk aus. Der Fluss Konka ist das letzte natürliche Hindernis, das russische Streitkräfte von der Gebietshauptstadt Saporoschje trennt."
Balizki fügte hinzu, dass sich russische Einheiten im Ostteil der Ortschaft Lukjanowskoje festgesetzt, Stepnogorsk besetzt und die Kontrollzone bei Pawlowka ausgeweitet haben. Zusätzlich bedrohe die russische Armee die ukrainische Verteidigung bei Kamyschewacha. Damit werden Voraussetzungen für die Befreiung der Stadt Saporoschje geschaffen, schlussfolgert Balizki.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

