International

Liveticker zum Ukraine-Krieg - Moskau: US-Waffenlieferungen an Kiew erhöhen Gefahr einer Eskalation

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg - Moskau: US-Waffenlieferungen an Kiew erhöhen Gefahr einer Eskalation© ARIS MESSINIS / AFP
  • 28.06.2022 14:10 Uhr

    14:10 Uhr

    LVR-Innenministerium: Kiew will Situation in Krementschug zur Provokation im Stil von Butscha ausnutzen

    Durch die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates nach den Ereignissen in der ukrainischen Stadt Krementschug will Kiew offenbar diese Situation auf dieselbe Weise darstellen, wie es zuvor mit der ukrainischen Provokation in Butscha der Fall war. Dies erklärte der Assistent des Innenministers der Volksrepublik Lugansk, Witali Kisseljow, am Dienstag gegenüber RIA Nowosti.

    Ihm zufolge wurden in den Hangars in der Nähe eines stillgelegten Einkaufszentrums in Krementschug Munition gelagert und ukrainische Kämpfer ausgebildet. Dieses war am Montag durch eine Detonation des Waffenlagers infolge eines Präzisionswaffenangriffs der russischen Luftwaffe in Flammen aufgegangen, wie das russische Verteidigungsministerium zuvor berichtet hatte. Nun werde man in der Ukraine jedoch versuchen, den Vorfall für einen russischen Raketenangriff auf das Einkaufszentrum mit Dutzenden Toten auszugeben und dieses Thema in den Medien auf Hochtouren laufen zu lassen, so Kisseljow. In seinem Telegram-Account führte er aus:

    "Deswegen wird diese Fälschung jetzt immer weiter aufgebauscht, und es wird erzählt, dass die russischen Truppen eine Rakete abgefeuert hätten und eine Million Menschen ums Leben gekommen seien."

    Die Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage in der Ukraine ist für Dienstag angesetzt. Zuvor hatte der Erste Stellvertretende Botschafter Russlands bei den Vereinten Nationen, Dmitri Poljanski, angedeutet, dass es sich bei den Geschehnissen in Krementschug um eine ukrainische Provokation im Stil von Butscha handele. In der Angelegenheit gebe es bereits zu viele eklatante Ungereimtheiten. Das sei genau das, was Kiew brauche, damit die Ukraine im Vorfeld des NATO-Gipfels weiter im Fokus bleibe, meinte der Diplomat.

  • 13:45 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen erneut Donezker Stadtteil Petrowski

    Die ukrainische Armee soll erneut den Donezker Stadtteil Petrowski beschossen haben. Das teilte die Vertretung der Volksrepublik Donezk im Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstandsregimes mit.

    Der Donezker Stadtteil Petrowski liegt am westlichen Stadtrand der Hauptstadt der DVR. Seit 2014, als die Republik ihre Unabhängigkeit von Kiew proklamierte, gerät dieses Gebiet regelmäßig unter Beschuss durch ukrainische Kräfte.

  • 13:20 Uhr

    G7-Staaten stellen 4,5 Milliarden US-Dollar für Ernährungssicherheit bereit

    Im Kampf gegen eine drohende Hungerkrise verpflichten sich die G7-Staaten, weitere 4,5 Milliarden US-Dollar für die weltweite Ernährungssicherheit bereitzustellen. Mehr als die Hälfte des Betrages werde von den Vereinigten Staaten kommen, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter am Dienstag beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau der Deutschen Presse-Agentur zufolge.

    Der Beamte sagte, US-Präsident Joe Biden werde beim Gipfel 2,76 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen US-Mitteln für die Bemühungen in über 47 Ländern und regionalen Organisationen zusagen. Zwei Milliarden US-Dollar davon würden zur Rettung von Menschenleben durch direkte humanitäre Maßnahmen eingesetzt. 760 Millionen US-Dollar seien für nachhaltige kurz- und mittelfristige Nahrungsmittelhilfe vorgesehen, hieß es.

    Die Mittel der G7-Staaten für die globale Ernährungssicherheit summieren sich damit seit Jahresbeginn auf mehr als 14 Milliarden US-Dollar.

    Indessen machten die führenden westlichen Wirtschaftsmächte Russland weiterhin für die Blockade ukrainischer Häfen verantwortlich und riefen Moskau am Dienstag in einer Erklärung auf, diese ohne Bedingungen zu beenden. Weizensilos und andere landwirtschaftliche Infrastruktur dürften nicht länger zerstört werden. In dem Papier des G7-Gipfels betonten sie:

    "Diese (Aktivitäten) können nur als geopolitisch motivierter Angriff auf die globale Ernährungssicherung gewertet werden."

  • 12:45 Uhr

    Verteidigungsministerin Spaniens: Prognosen zum Ukraine-Konflikt sind nicht optimistisch

    Die Prognosen über die Entwicklung der Lage in der Ukraine seien nicht optimistisch, so die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung El Mundo.

    Ihrer Meinung nach befinde sich der Ukraine-Konflikt in einem Stadium der "großen Erschöpfung" und "großen Stagnation". Sie geht davon aus, dass die ukrainischen Behörden auf dem NATO-Gipfel in Madrid, der vom 28. bis zum 30. Juni stattfindet, "um mehr Hilfe bitten werden". "Und wir sind entschlossen, ihnen mehr Unterstützung zu geben", versicherte Robles.

  • 12:20 Uhr

    Russische Luftabwehrkräfte schießen sieben ukrainische Totschka-U-Raketen über der LVR ab

    Die russischen Luftabwehrkräfte haben an einem Tag sieben ukrainische Totschka-U-Raketen über der LVR und zehn MLRS-Raketen über dem Gebiet Charkow und der DVR abgefangen. Das teilte der offizielle Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Generalleutnant Igor Konaschenkow am Dienstag mit.

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden seit Beginn der militärischen Sonderoperation insgesamt 218 Flugzeuge, 133 Hubschrauber, 1.382 unbemannte Luftfahrzeuge, 350 Boden-Luft-Raketensysteme, 3.837 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 690 Kampffahrzeuge mit Mehrfachraketenwerfern, 3.037 Feldartilleriegeschütze und Mörser sowie 3.889 militärische Spezialfahrzeuge zerstört.

  • 11:45 Uhr

    Chirurgisches Zentrum in Omsk bekommt 17 Patienten aus Lugansk

    Ein medizinisches Team, das zuvor in die Volksrepublik Lugansk gereist war, um Schwerverletzten zu helfen, hat 17 Patienten aus Lugansk nach Omsk transportiert. Die Menschen werden im Klinisch-Medizinischen und Chirurgischen Zentrum des Gebietes Omsk behandelt, berichtete TASS.

    Am Abend des 27. Juni brachten Ärzte aus Omsk die Patienten mit einem Mi-8-Militärhubschrauber nach Rostow, von wo sie mit einer Il-76 zunächst nach Jekaterinburg und dann nach Omsk geflogen wurden. Es wird berichtet, dass 11 der 17 Patienten sich nicht selbständig bewegen können. Sie wurden in das klinische medizinische und chirurgische Zentrum des Gesundheitsministeriums des Gebietes Omsk gebracht.

  • 11:20 Uhr

    Rosawiazija verlängert die Beschränkungen für Flüge zu elf russischen Flughäfen bis 6. Juli

    Die Föderale Luftverkehrsbehörde Russlands hat die Flugbeschränkungen für elf Flughäfen im Süden und im Zentrum des Landes bis zum 6. Juli verlängert. Das teilte die Agentur in einer Erklärung mit.

    Flüge zu den Flughäfen in Anapa, Belgorod, Brjansk, Woronesch, Gelendschik, Krasnodar, Kursk, Lipezk, Rostow am Don, Simferopol und Elista sind vorübergehend eingeschränkt.

    Russland sperrte Teile seines Luftraums in dieser Region des Landes für zivile Flugzeuge ab dem 24. Februar 2022 als Teil seiner militärischen Sonderoperation in der Ukraine.

  • 10:50 Uhr

    Russische Luftwaffe beschießt Waffenlager in Krementschug

    Die russische Luftwaffe hat einen Präzisionswaffenangriff auf Lager mit von den USA und der EU gelieferten Waffen in der Stadt Krementschug in der Nähe von Poltawa durchgeführt. Das verkündete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Generalleutnant Igor Konaschenkow am Dienstag gegenüber Reportern. Er erklärte:

    "Am 27. Juni haben russische Präzisionswaffen aus der Luft Hangars mit Waffen und Munition aus den USA und europäischen Ländern in der Stadt Krementschug, Gebiet Poltawa, in der Nähe der Straßenbaumaschinenfabrik Krementschug getroffen."

    "Die Detonation der gelagerten Munition, die für westliche Waffen vorgesehen war, verursachte einen Brand in einem stillgelegten Einkaufszentrum in der Nähe der Anlage."

    Gemeint ist das Einkaufszentrum, das am Montag laut den ukrainischen Behörden angeblich von einem russischen Raketenangriff getroffen worden sein soll.

  • 10:30 Uhr

    US-Kolumnist: Polen fürchten Russlands Erfolge im Donbass

    Polen fürchtet Russlands Erfolge im Donbass und die Aussicht, dass das gesamte Gebiet der Ukraine unter Moskaus Kontrolle gerät, schrieb der Kolumnist Anthony Tokarz in einem Artikel für die Zeitschrift American Conservative.

    Der Journalist beschrieb eine Reise nach Polen, wo er mit Einheimischen und ukrainischen Flüchtlingen sprechen konnte, die sich über die aktuelle Lage im Kriegsgebiet Sorgen machten. Er stellte fest:

    "In meinen zahlreichen Gesprächen mit Polen, ausländischen Freiwilligen und ukrainischen Flüchtlingen zeichnete sich ein ähnliches Bild ab: Trotz der Freude über die auffallende Großzügigkeit der Polen machten sich meine Gesprächspartner Sorgen über die fehlende einheitliche Flüchtlingspolitik der EU und äußerten die Befürchtung, dass angesichts des schwindenden öffentlichen Interesses an dem Konflikt der größte Teil, wenn nicht sogar die gesamte Ukraine in die Hände eines unerbittlichen Russlands fallen würde."

    Der Autor merkte an, dass seine Gesprächspartner an der Fähigkeit der EU zweifelten, angesichts des Vormarsches der russischen Armee im Donbass wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

  • 10:05 Uhr

    Australien prüft Möglichkeit einer Erhöhung der Militärhilfe für die Ukraine

    Canberra erwägt eine Aufstockung der Hilfe für die Ukraine unter anderem durch eine zusätzliche Lieferung von gepanzerten Bushmaster-Fahrzeugen. Das teilte der stellvertretende australische Premierminister und Verteidigungsminister Richard Marles am Dienstag mit.

    Er verkündete, Australien prüfe "neue Möglichkeiten, die Ukraine vor dem Hintergrund der russischen Invasion zu unterstützen, und prüft die Möglichkeit, die Gesamthilfe für das Land zu erhöhen". "Anfragen aus der Ukraine über eine zusätzliche Lieferung von gepanzerten Bushmaster-Armeefahrzeugen und weitere Möglichkeiten der Unterstützung werden in Betracht gezogen", so Marles in einer Rede vor Reportern in Canberra.

    Wie der stellvertretende Regierungschef klarstellte, sei nicht die gesamte "zuvor von Australien zugesagte militärische Ausrüstung" an Kiew übergeben worden. Die neue australische Regierung, die im Mai gebildet worden sei, hätte noch keine Zeit, das "neue Paket" anzukündigen. Er betonte:

    "Es wird jedoch gerade ausgearbeitet, und ich bin sicher, dass es bald so weit sein wird."

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team