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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Stadt Energodar – Ukrainische Truppen beschießen Atommülllager

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Stadt Energodar – Ukrainische Truppen beschießen AtommülllagerQuelle: Sputnik © РИА Новости
  • 16.08.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

  • 22:35 Uhr

    Wasserkraftwerk Kachowka aufgrund des ständigen Beschusses durch die ukrainischen Streitkräfte im Notbetrieb

    Wie der Telegram-Kanal Readovka feststellt, könnte der fortdauernde Beschuss des Wasserkraftwerks Kachowka katastrophale Folgen haben. Denn der Beschuss könnte auch die Kühlung des AKW Saporoschje gefährden.

    In den vergangenen Wochen war das Wasserkraftwerk Nowaja Kachowka mehrfach angegriffen, die Dammbrücke beschädigt und schließlich eine Turbine abgeschaltet worden (anderen Quellen zufolge mussten sogar drei Turbinen abgeschaltet werden).

    Dadurch ist nicht nur die Stromerzeugung in Kachowka selbst beeinträchtigt, sondern auch der sichere Betrieb des AKW Saporoschje in Energodar. Auch das Gelände des AKW sowie dasjenige des benachbarten konventionellen Heizkraftwerks wird regelmäßig von ukrainischer Seite beschossen. Störungen der Stromerzeugung und der Wasserver-/bzw. -entsorgung des AKW könnten das gesamte Energiesystem stören und die Kühlung der Reaktoren gefährden. Kürzlich musste bereits die Leistung des Atomkraftwerks aus Sicherheitsgründen heruntergefahren werden (RT DE berichtete).

  • 22:14 Uhr

    Chinas Außenministerium: 85 Prozent der Weltbevölkerung verhängten keine Sanktionen gegen Russland

    Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian wies am Dienstag darauf hin, dass 85 Prozent der Weltbevölkerung keine Sanktionen gegen Russland verhängt haben. 
    "Nur die Mehrheit steht für die internationale Gemeinschaft", twitterte er und postete dazu ein Tortendiagramm, das verdeutlicht, dass weniger als ein Sechstel der Welt Sanktionen gegen Russland verhängt hatte.

  • 22:00 Uhr

    Russischer Abgeordneter schlägt vor, Finnen die Einreise zu erschweren

    Als Gegenreaktion auf die zuvor angekündigten Pläne Finnlands, deutlich weniger Touristenvisa an russische Bürger auszustellen, hat der Abgeordnete der russischen Staatsduma Oleg Morosow vorgeschlagen, Finnen die Einreise nach Russland zu erschweren.

    Ihm zufolge sollten finnische Staatsbürger nur zu medizinischen Zwecken und für Beerdigungen nach Russland einreisen dürfen.

    Russland werde definitiv ohne die Besuche der Finnen zwecks Benzinkaufs auskommen, sagte Morosow.

  • 21:38 Uhr

    AKW Saporoschje: Atommülllager von ukrainischen Truppen beschossen

    Die ukrainischen Streitkräfte haben das Atommülllager beschossen, eines der Geschosse sei in zehn Metern Entfernung vom Container explodiert. Dies erklärte Wladimir Rogow, Mitglied des Obersten Rates der militärisch-zivilen Verwaltung der Region. Weitere Geschosse sollen ihm zufolge in 20 und 500 Metern Entfernung eingeschlagen haben. Ein Treffer könnte dazu führen, dass die Integrität des Lagers verletzt werde und eine bestimmte Menge an Atommüll in die Umwelt gelange, warnte er. "Im Klartext wäre das wie eine schmutzige Bombe", sagte Rogow.

    Obwohl das Kernkraftwerk allgemein gut geschützt sei und nur mit taktischen Atomwaffen zerstört werden könne, beschießen die ukrainischen Streitkräfte außerdem eine weitere Schwachstelle, das Kühlsystem des Reaktors, fügte Rogow hinzu. 

    "Der Reaktor muss ständig gekühlt werden. Mehrere Dutzend Schüsse wurden genau auf das Kühlsystem abgefeuert", zitiert ihn die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

    Mehr zum Thema - Örtliche Verwaltung: Ukraine beschießt Atommülllager im AKW Saporoschje

  • 21:34 Uhr

    Kriegsalltag in Donezk: Regenwassergewinnung

    Der Telegram-Kanal Tipitschnyj Donezk hat zwei Kurzclips veröffentlicht, die den Alltag unter Kriegsbedingungen veranschaulichen. Der erste Clip zeigt starken Regenguss oder ein Gewitter, aufgenommen offenbar im Vorgarten eines Privathauses. Das Tor der Einfahrt ist von innen zu sehen. Wer über ein Grundstück verfügt, kann relativ einfach das reichliche Regenwasser in Tonnen sammeln.

    Da in der Stadt die Versorgung kriegsbedingt häufig ausfällt, müssen die Donezker, die in einer Wohnung leben, sich anders zu helfen wissen.

    So ist im zweiten kurzen Video eine Apparatur zu erkennen, mit der das Regenwasser auch von Mehrfamilienhaus-Bewohnern in oberen Stockwerken aufgefangen werden kann. Es handelt sich um eine Art Trichterkonstruktion, die aus dem Fenster oder über das Balkongeländer nach außen gehängt werden kann. Die Auffangvorrichtung leitet das Wasser über eine aufgeschnittene PET-Getränkeflasche als Puffer in einen langen Schlauch. So lassen sich Eimer oder andere Behältnisse notdürftig befüllen.

    Selbstironisch heißt der Video-Untertitel übersetzt: "Donezker Innovationen".

  • 21:22 Uhr

    UN-Generalsekretär Guterres trifft auf Selenskij und Erdoğan in Lwow

    UN-Generalsekretär António Guterres trifft am Donnerstag den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij und das türkische Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdoğan in der Ukraine.

    Geplant sei ein Treffen in Lwow, teilte UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York mit. Danach werde Guterres nach Odessa ans Schwarze Meer weiterreisen und einen Hafen besuchen. Vor seiner Rückreise nach New York werde der UN-Chef in Istanbul das gemeinsame Koordinationszentrum zur Überwachung von Getreideexporten über das Schwarze Meer besuchen.

  • 20:55 Uhr

    Russische Literatur nicht mehr im Lehrplan der Ukraine 

    Das Bildungsministerium der Ukraine hat Werke russischer und weißrussischer Autoren aus dem Lehrplan gestrichen. Stattdessen werden neue Werke ausländischer Schriftsteller in den Lehrplan aufgenommen. Dazu gehören unter anderem nun O. Henry, Jean de La Fontaine und Anna Gavalda.

    Im Schulkurs "Ausländische Literatur" sind allerdings noch Werke von Schriftstellern geblieben, "die auf Russisch schrieben, aber deren Leben und Werk eng mit der Ukraine verbunden waren", etwa Michail Bulgakow, Wladimir Korolenko und Nikolai Gogol.

    Auch die Fächer "Geschichte der Ukraine" und "Weltgeschichte" erfahren Änderungen. Besonderes Augenmerk wird nach Angaben des Ministeriums auf den ukrainisch-russischen Konflikt ab 2014 gelegt. 

  • 20:10 Uhr

    Großbritannien beantragt Fluggenehmigung für Spionageflugzeug RC-135 über Russland

    Großbritannien hat laut RIA Nowosti für ein Spionageflugzeug eine Genehmigung beantragt, russisches Territorium zu überfliegen. Das russische Verteidigungsministerium hat die Luftwaffe beauftragt, Grenzverletzungen zu verhindern, so das Ministerium.

    "Großbritannien hat einen Antrag für einen Flugplan für ein britisches Aufklärungsflugzeug vom Typ RC-135 eingereicht, um eine Route auch über dem Gebiet der Russischen Föderation zu fliegen. Wir betrachten diese Aktion als eine bewusste Provokation", hieß es.

    Das Ministerium wies darauf hin, dass alle möglichen Folgen dieser absichtlichen Provokation allein vom Vereinigten Königreich zu tragen seien.

    Am Vortag war ein ähnliches britisches Aufklärungsflugzeug in den russischen Luftraum eingedrungen und wurde dann von einer MiG-31 aus dem Luftraum gedrängt (RT DE berichtete).

  • 19:54 Uhr

    Selenskij fordert Grenzschließung für Russen für ein Jahr

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat in einem Interview mit der Washington Post vorgeschlagen, die Grenzen für russische Bürger für ein Jahr zu schließen. 

    Die Grenzschließung sei für Russen die bedeutendste Sanktion, erklärte er. Der Schritt sei die einzige Möglichkeit, auf den russischen Präsidenten Druck auszuüben.

    "Das sind sehr verständliche Sanktionen, sie sind sehr einfach. Es geht nicht ums Geld, nicht um Gas oder Rohre und darum, dass die Deutschen im Winter keine Heizung haben werden. Schließen Sie einfach die Grenzen für ein Jahr, und Sie werden das Ergebnis sehen."

    Sobald die russische Bevölkerung Druck auf Wladimir Putins Entscheidungen ausübt, werde der Krieg enden, mutmaßte Selenskij.

    Außerdem erklärte er in dem Interview, warum die ukrainischen Behörden ihre Bevölkerung nicht im Voraus gewarnt hatten.

    "Ich sage nicht, wessen Idee es war, aber im Großen und Ganzen war unser Bauchgefühl richtig: Wenn wir vor der Invasion Chaos unter den Menschen angerichtet hätten, würden die Russen uns verschlingen. Denn im Chaos fliehen die Menschen aus dem Land."