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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Russischer FSB meldet Zerschlagung islamistischer Terrorzelle auf Krim

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Russischer FSB meldet Zerschlagung islamistischer Terrorzelle auf KrimQuelle: Sputnik © ЦОС ФСБ РФ/РИА Новости
  • 17.08.2022 15:52 Uhr

    15:52 Uhr

    Russisches Verteidigungsministerium: Ukrainische Soldaten begehen massenhaft Fahnenflucht

    Die ukrainischen Streitkräfte würden große Verluste erleiden, weshalb die Soldaten aus ihren Stellungen bei Soledar und Marinka fliehen. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium mit. In einer Erklärung heißt es laut RIA Nowosti:

    "In Soledar hat im Zuge der Maßnahmen zur Wiederaufstockung der 10. Gebirgsjägerbrigade der ukrainischen Streitkräfte mehr als ein Drittel der mobilisierten Bürger ihre Einheiten freiwillig verlassen und sich in unbekannte Richtung abgesetzt. Der Personalbestand der Brigade liegt aufgrund der hohen Verluste unter 50 Prozent."

    In der Nähe von Marinka soll außerdem mehr als die Hälfte der Soldaten des 3. Bataillons der 66. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte wegen schwerer Verluste und Munitionsmangels das Kampfgebiet verlassen haben.

  • 15:18 Uhr

    Bundesnetzagentur: Gas-Vorräte reichen bei Lieferstopp aus Russland für knapp drei Monate

    Deutschlands Gasreserven würden im Fall eines vollständigen russischen Lieferstopps den Bedarf für Heizungen, Stromwirtschaft und Industrie nur etwa zweieinhalb Monate lang decken können, warnte der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller im Interview mit Bloomberg am Dienstag. Dies gelte allerdings nur für den Fall, dass die Gasspeicher wie geplant bis November zu 95 Prozent gefüllt sind, was Müller jedoch stark infrage stellte. Er führte aus:

    "Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass alle Speicher in Deutschland im November zu 95 Prozent gefüllt sein werden, selbst bei guten Angebots- und Nachfragebedingungen. Im besten Fall werden drei Viertel von ihnen das Ziel erreichen."

    Beim Auffüllen der Speicher sei man etwas schneller als früher, doch "das ist kein Zeichen dafür, dass wir uns entspannen können", stellte der Behördenchef klar.

  • 14:47 Uhr

    Russisches Verteidigungsministerium meldet Zerstörung von neun Waffen- und Munitionslagern der ukrainischen Armee

    Russische Truppen haben neun Depots der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Raketen- und Artilleriewaffen sowie Munition seien hierbei eliminiert worden. Das teilte Generalleutnant Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Mittwoch mit. Er erklärte laut TASS:

    "Es wurden neun Waffen- und Munitionslager für Raketen und Artillerie bei Kramatorsk, Nikolajewka, Krasnoje in der Volksrepublik Donezk, Malinowka im Gebiet Charkow, Guljai Polje, Samoilowka im Gebiet Saporoschje und Beresnegowatoje im Gebiet Nikolajew zerstört."

    Konaschenkow wies darauf hin, dass auch drei Treibstoffdepots in den Bezirken Charkow, Bogoduchow und Tschugujew im Gebiet Charkow zerstört worden seien.

    Außerdem sei eine große Anzahl ukrainischer Reservisten samt militärischer Ausrüstung im Gebiet Cherson eliminiert worden:

    "Eine große Anzahl ukrainischer Reservisten, Waffen und militärischer Ausrüstung, die zum Entladen am Bahnhof von Kalinindorf im Gebiet Cherson eintrafen, wurden eliminiert."

  • 14:15 Uhr

    Bürgermeister von Lwow fordert Einwohner auf, sich mit Brennholz für den Winter einzudecken

    Lwows Bürgermeister Andrei Sadowoi hat die Einwohner der Stadt aufgefordert, sich auf einen schwierigen Winter vorzubereiten und mit Brennholz einzudecken. Er erklärte dem Onlineportal Strana.ua:

    "Die Bürger sollten sich auf eine Situation vorbereiten, die schwer vorstellbar ist."

    "Niemand hat das Brennholz abbestellt."

    Laut dem Bürgermeister kaufe die Stadtverwaltung Holzheizöfen in großer Anzahl, da diese das Einzige seien, was übrig bleibe, wenn der Rest nicht mehr funktioniere.

    Wenige Tage zuvor hatte der Kiews Bürgermeister Witali Klitschko die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt vor Heizproblemen im Winter gewarnt und sie aufgerufen, warme Kleidung und Decken bereitzuhalten.

  • 13:44 Uhr

    Behörden des Gebiets Saporoschje melden Sprengstofffund im Hafen von Berdjansk

    Am Mittwoch wurden auf dem Gelände des Hafens von Berdjansk im Gebiet Saporoschje mehrere Sprengkörper entdeckt, wie Wladimir Rogow, das Mitglied des Hauptrates der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebietes, auf seinem Telegram-Kanal berichtet.

    Ihm zufolge sollen sie nun teilweise durch kontrollierte Detonation entschärft werden. Ein anderer Teil soll auf einen Truppenübungsplatz beim Dorf Nowopetrowka im Bezirk Berdjansk gebracht werden, um dort ebenfalls zerstört zu werden.

  • 13:16 Uhr

    Aus der Ukraine koordinierte Hizb ut-Tahrir-Zelle auf der Krim ausgehoben

    Eine geheime Zelle der in Russland verbotenen Terrorgruppe Hizb ut-Tahrir al-Islami, die von der Ukraine aus koordiniert wurde, ist nach Angaben des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes in Dschankoi und Jalta zerschlagen worden. In einer entsprechenden Erklärung hieß es laut RIA Nowosti:

    "Als Ergebnis koordinierter Aktionen neutralisierten russische FSB-Beamte in den Städten Dschankoj und Jalta eine geheime Zelle der Terrororganisation, die aus sechs russischen Staatsbürgern bestand."

    Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden haben die Inhaftierten unter der Koordination von Abgesandten der terroristischen Organisation aus der Ukraine "gezielte Arbeit zur Verbreitung der terroristischen Ideologie in Russland" geleistet und auch einheimische Muslime in ihre Reihen aufgenommen.

    In Russland verbotenes Propagandamaterial der Hizb ut-Tahrir al-Islami, Kommunikationsmittel und elektronische Medien wurden in den Wohnungen der Verhafteten beschlagnahmt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

  • 12:54 Uhr

    DVR meldet Befreiung von insgesamt 268 Siedlungen

    Die alliierten Streitkräfte haben das Dorf Werschina in der Nähe von Artjomowsk eingenommen, das somit zur 268. befreiten Siedlung der Donezker Volksrepublik (DVR) wurde. Dies erklärte das Hauptquartier der territorialen Verteidigung der Republik am Mittwoch. In einer entsprechenden Erklärung hieß es laut TASS:

    "Seit dem 17. August 2022 hat eine Gruppe von DVR- und LVR-Truppen auf dem Territorium der Donezker Volksrepublik mit Feuerunterstützung der russischen Streitkräfte 268 Siedlungen befreit, darunter auch Werschina."

  • 12:26 Uhr

    Behörden von Saporoschje laden UNO-Chef Guterres zum Besuch in Energodar ein

    Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebietes Saporoschje, hat UN-Generalsekretär António Guterres eingeladen, Energodar vor seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij zu besuchen, um zu sehen, wie die Stadt und das örtliche Atomkraftwerk von den ukrainischen Streitkräften beschossen werden.

    Guterres soll laut Plan am Donnerstag zu einem trilateralen Treffen mit den Präsidenten der Ukraine und der Türkei nach Lwow reisen. Am 19. August wird Guterres auch Odessa und den dortigen Hafen besuchen. Rogow hob gegenüber TASS hervor:

    "Ehrlich gesagt, verstehe ich Guterres' Verhalten nicht ganz. Er sollte zum Beispiel nach Cherson oder Melitopol oder Energodar kommen und sehen, wie diese Städte von Selenskijs Kämpfern bombardiert werden, den Nuklearterrorismus in Aktion sehen und Schlussfolgerungen ziehen und dann erst Selenskij treffen und ihn fragen, warum dies geschieht."

  • 11:50 Uhr

    Russische Nationalgarde deckt Waffen- und Munitionslager in der LVR auf

    Die Soldaten der russischen Nationalgarde haben in zwei Siedlungen in der Volksrepublik Lugansk Verstecke mit Waffen und Munition entdeckt. Dies teilte der Pressedienst der Behörde gegenüber TASS mit.

    Der Erklärung zufolge stellten die Nationalgardisten unter anderem Granatwerfer, Panzerabwehrminen und Granaten aus ausländischer Produktion sowie Patronen und einen selbstgebauten Sprengsatz sicher. Darüber hinaus meldete die Behörde die Festnahme eines mutmaßlichen Komplizen der ukrainischen Streitkräfte, bei dem eine F-1-Granate, Munition, Patronen und Rauschgift beschlagnahmt worden seien.

  • 11:33 Uhr

    Selenskijs Berater droht mit Sprengung der Krim-Brücke

    Die ukrainische Führung hält die Zerstörung der Krim-Brücke für notwendig. Im Gespräch mit der britischen Zeitung The Guardian bezeichnete der Berater des ukrainischen Präsidenten, Michail Podoljak, die Verkehrsader zwischen der Halbinsel und dem russischen Festland als "illegal" und behauptete, dass diese von großer militärischer Bedeutung sei. Er fügte hinzu:

    "Solche Objekte gehören zerstört."

    Wie die ukrainische Armee eventuell versuchen könnte, die Krim-Brücke anzugreifen, präzisierte Podoljak nicht.