Liveticker Ukraine-Krieg – Orbán: Russland lässt NATO nicht an seine Grenzen heran

24.01.2026 18:56 Uhr
18:56 Uhr
Russische Panzersoldaten zerstören Erdbunker bei Konstantinowka (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Panzerbesatzungen des Truppenverbands Süd bei einem Kampfeinsatz. Wie es heißt, zerstörten sie getarnte Erdbunker und einen Beobachtungsposten der ukrainischen Streitkräfte im Frontabschnitt Konstantinowka.
18:34 Uhr
Belgiens Premier: Russisches Vermögen zu stehlen, wäre eine "Kriegshandlung"

Belgiens Premierminister Bart De Wever hat sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu dem gescheiterten EU-Plan geäußert, russische Vermögenswerte zu stehlen. De Wever erläuterte am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, dass man nicht einfach das Geld beschlagnahmen könne ‒ "das ist eine Kriegshandlung".
"Wir sind mit Russland nicht im Krieg, Europa ist mit Russland nicht im Krieg."
Der Politiker merkte an, dass "selbst während des Zweiten Weltkriegs" eingefrorenes Geld nie beschlagnahmt worden sei. De Wever meinte, eine Aneignung der eingefrorenen russischen Guthaben wäre ein noch nie dagewesener Akt und würde das Vertrauen in das Finanzsystem und in die Eurozone untergraben.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
18:07 Uhr
Kiews Kräfte greifen Krankenwagen in Energodar an
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Samstagnachmittag (Ortszeit) einen Krankenwagen in Energodar angegriffen. Wie der Bürgermeister der Stadt, Maxim Puchow, berichtet, befand sich das Rettungsteam zu dem Zeitpunkt auf dem Weg zu einem Notfall.
Das Fahrzeug sei wegen seiner markanten Lackierung und Kennzeichnung eindeutig zu erkennen gewesen, schreibt Puchow auf Telegram. Trotzdem schickte das Kiewer Regime eine Drohne vom Typ Multikopter los, um es anzugreifen.
"Der Wagen wurde beschädigt. Glücklicherweise blieben die Ärzte und der Fahrer unverletzt", so der Beamte. Ihm zufolge ist es nicht der erste Angriff der ukrainischen Truppen auf medizinische Fachkräfte im Gebiet Saporoschje.
17:42 Uhr
Präziser Treffer: Russische Artilleriesoldaten im Einsatz (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass eine Artilleriebesatzung einen Stützpunkt der ukrainischen Armee am rechten Dnjepr-Ufer samt Personal außer Gefecht setzt. Wie es heißt, wurde das Ziel mithilfe eines 120-Millimeter-Mörsers getroffen.
17:16 Uhr
Orbán: Russland lässt NATO nicht an seine Grenzen heran
Ungarns Premier Viktor Orbán wurde bei einer Veranstaltung in Kaposvár am Samstag auf den Konflikt in der Ukraine angesprochen. Es gebe keine andere Lösung, als anzuerkennen, dass die NATO und die EU ihre Truppen nicht direkt an Russlands Grenzen verlegen können, erklärte der Politiker. "Die Russen würden stets mit Krieg reagieren", argumentierte Orbán.
Zwischen Russland und dem Westen müsse immer etwas bestehen, eine Art Pufferzone, fügte er hinzu.
Und weiter:
"Und wir müssen uns darüber einigen, wie dieses Land namens Ukraine, das einst eine Pufferzone war und jetzt ein Kriegsgebiet ist, wieder zu einem Pufferstaat werden kann."
Die Ukraine-Krise sei durch den Wunsch der NATO ausgelöst worden, die Ukraine in das westliche Sicherheitssystem einzugliedern, so der ungarische Ministerpräsident. Und Russland gehe davon aus, das Recht zu haben, "eine feindliche Armee daran zu hindern, an seine Grenzen vorzurücken".
16:50 Uhr
Russische Artilleristen nehmen feindliche Stellungen auseinander (Video)
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt Aufnahmen auf Telegram, welche die Artilleriebesatzungen entlang der Front im Einsatz zeigen.
Zeitstempel 00:00 ‒ Ein Grad-Mehrfachraketenwerfer zerstört einen ukrainischen Stützpunkt im Frontabschnitt Dnjepropetrowsk.
Zeitstempel 00:19 ‒ Russische Artilleriesoldaten greifen einen gegnerischen Truppenstandort im Raum Saporoschje an.
Zeitstempel 00:34 ‒ Artilleristen, die im Gebiet Cherson kämpfen, setzen Infanterie der ukrainischen Armee am rechten Dnjepr-Ufer außer Gefecht.
16:33 Uhr
Moskau: Kiew und Brüssel müssen aufhören, Konzepte zur Konfliktlösung zu manipulieren
Gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten versucht die Ukraine derzeit, die zentralen Begriffe der Konfliktlösung zu verfälschen. Konkret geht es um die Versuche, Diskussionen über die Territorialfrage und grundlegende Ursachen der Ukraine-Krise durch Gespräche unter anderem über Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Erholung zu ersetzen. Alexei Polischtschuk, Direktor einer Abteilung für die GUS-Staaten im russischen Außenministerium, erklärte das gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Der Diplomat wird hierbei mit den Worten zitiert:
"Ukrainer und Europäer müssen aufhören, das Pferd beim Schwanz aufzuzäumen, denn das behindert die Beilegung."
Moskau halte die Vermittlungsvorschläge westlicher Länder, die das Kiewer Regime unterstützen und den Konflikt weiter anheizen würden, für inakzeptabel, betonte Polischtschuk.
16:02 Uhr
Altkanzler Schröder plädiert für Kooperation mit Russland
Der Altkanzler Gerhard Schröder hat für die Berliner Zeitung einen Gastbeitrag verfasst, in dem er Deutschlands Geschäftsmodell als überholt kritisiert, vor Hochrüstung und Zensurnetzwerken warnt und für Kooperation mit Russland plädiert. Zwar bezeichnet der frühere Bundeskanzler den Krieg in der Ukraine als völkerrechtswidrig und ruft dazu auf, alle diplomatischen Mittel nutzen, um den Krieg zu stoppen. Gleichzeitig betont der SPD-Politiker:
"Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind. Russland, das ist nicht das Land der Barbaren, sondern ein Land mit einer großen Kultur und vielfältigen historischen Verbindungen zu Deutschland."
Schröder schreibt, er halte es weiterhin für richtig, was er in seiner Zeit als Kanzler vorangetrieben habe: den sicheren und verlässlichen Import preiswerter Energie aus Russland.
"Wir brauchen derartige Formen der Kooperation mit Russland."
Der Altkanzler hält Deutschlands Geschäftsmodell für überholt. Er warnt vor Hochrüstung, kritisiert „Zensurnetzwerke“ und plädiert für Kooperationen mit Russland. https://t.co/V29A29I0nq
— Berliner Zeitung (@berlinerzeitung) January 23, 202615:41 Uhr
Gouverneur: Häfen im Raum Cherson werden wieder in Betrieb genommen
Sobald die Kampfhandlungen beendet sind, werden die Häfen im Gebiet Cherson wiedereröffnet, berichtet der Gouverneur Wladimir Saldo. Es gehe unter anderem um die Anlegestellen in Skadowsk und Chorly am Schwarzen Meer, sagte Saldo der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Zugleich gab der Beamte an, der Hafen in Genitschesk am Asowschen Meer werde schneller wiederhergestellt und in Betrieb genommen.
Saldo wörtlich im Interview:
"Da der Schiffsverkehr ausgesetzt wurde, liegen die Häfen momentan brach und sind nicht funktionsfähig, aber wir entwickeln bereits Pläne für deren Wiederinbetriebnahme."
Das Gebiet Cherson ist eine Region Russlands am Unterlauf des Dnjepr, die an das Asowsche Meer und das Schwarze Meer grenzt. Nach einem Referendum im September 2022 trat das Gebiet der Russischen Föderation bei.
15:21 Uhr
NATO will an Grenze zu Russland "automatisierte Zone" schaffen
Die NATO will nach Angaben des Bundeswehr-Brigadegenerals Thomas Lowin in den kommenden zwei Jahren an der Grenze zu Russland massiv aufrüsten, deutlich mehr Waffen einlagern und eine menschenleere "automatisierte Zone" schaffen. Die Welt am Sonntag zitiert den hochrangigen Militär mit den Worten:
"Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den NATO-Grenzstaaten zu Russland sehen."
Dazu gehörten etwa "Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der NATO-Streitkräfte", so der Vizechef des Stabes für Operationsführung im NATO-Landkommando im türkischen Izmir.
An den Grenzen selbst soll nach Lowins Angaben ein Abschnitt entstehen, in dem Angreifer früh gestoppt werden sollen. Das Ziel dieser Zone sei es, einen feindlichen Vorstoß früh zu brechen. Dazu könnten etwa bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, Roboter sowie automatisierte Luftverteidigungssysteme genutzt werden.
"Diese miteinander verbundenen Systeme sind darauf ausgelegt, den Feind schnell zu stellen, seine Handlungsmöglichkeiten zu brechen und ihm die Kampfkraft und Initiative zuverlässig zu nehmen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
