Liveticker Ukraine-Krieg: Kreml nennt Termin für zweites Ukraine-Treffen in Abu Dhabi

2.02.2026 13:34 Uhr
13:34 Uhr
Experte: Kiew verliert im Januar 15.000 Soldaten
Infolge des Vormarsches der russischen Truppenverbände Nord, Süd und West habe Kiew nach Angaben des Militärexperten Andrei Marotschko im vergangenen Monat 15.000 Tote und Verletzte verzeichnet, darunter auch ausländische Söldner.
Gegenüber TASS teilte Marotschko mit, dass die größte Anzahl der ukrainischen Soldaten im Verantwortungsbereich der Einheiten des Verbandes West außer Gefecht gesetzt worden sei, insgesamt 5.370 Kämpfer. Beim Vorrücken des Truppenverbandes Süd habe die Ukraine über 1.020 Soldaten verloren, während der Verband Nord 4.690 ukrainische Kämpfer eliminiert habe.
Zudem seien neun Panzer, 159 Feldartilleriegeschütze, 62 Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr, 258 Lager für Munition, Brennstoff und Material sowie fast 1.500 verschiedene gepanzerte Kampffahrzeuge außer Gefecht gesetzt worden.
13:09 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Laut dem täglichen Bericht des russischen Verteidigungsministeriums zur Lage im Ukraine-Konflikt haben Kiews Truppen bis zu 1.355 Soldaten an einem Tag in der Zone der Kampfhandlungen verloren. Die russischen Streitkräfte zerstörten zudem folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- einen Panzer,
- sieben gepanzerte Kampffahrzeuge,
- 65 Kraftfahrzeuge,
- fünf Artilleriegeschütze,
- eine Anlage der Elektronischen Kampfführung,
- ein Kampffahrzeug des Grad-Mehrfachraketenwerfers,
- drei Abschussvorrichtungen der HIMARS-Mehrfachraketenwerfer,
- drei Startanlagen der S-300-Flugabwehrraketensysteme,
- vier Munitionslager und acht Ausrüstungslager.
Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen Objekte der Transportinfrastruktur, die vom ukrainischen Militär betrieben werden, Munitionsdepots, Lager mit unbemannten Flugzeugen, Kommandostellen und Stationierungsorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner in 147 Kreisen. Die Flugabwehr schoss vier Flugbomben, fünf HIMARS-Raketen und 202 unbemannte Flugzeuge ab.
12:54 Uhr
Peskow: Russland besteht auf Putin-Selenskij-Treffen in Moskau
Russland vertritt die Position, dass Wladimir Selenskij nach Moskau kommen muss, wenn er Verhandlungen mit Wladimir Putin wünscht, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten. Auf die Frage, ob ein Treffen der Präsidenten auf neutralem Boden möglich wäre, antwortet Peskow:
"Selenskij schlägt Kontakte vor. Putin sagte, dass sie in Moskau möglich sind. Das ist unsere Position, dabei bleibt es. Sie ist ziemlich konsequent."
12:29 Uhr
Russische Armee befreit Pridoroschnoje im Gebiet Saporoschje
Die russischen Streitkräfte haben Pridoroschnoje im Gebiet Saporoschje eingenommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurde die Befreiung der Ortschaft durch den Einsatz des Truppenverbandes Ost möglich.
12:06 Uhr
Ukrainischer Gefangener: Verbot von Kommando, russische Soldaten gefangen zu nehmen
Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte habe verboten, russische Soldaten gefangen zu nehmen. Wie der gefangene ukrainische Geheimdienstmitarbeiter und SBU-Agent Sergei Michailow in einem Gespräch mit TASS berichtete, versuchten ukrainische Kämpfer, russische Soldaten zu verhören und dann zu töten.
"Soweit ich weiß, besteht die Position des ukrainischen Kommandos darin, russische Soldaten nicht gefangen zu nehmen. Viele Einheiten haben die Aufgabe, sie nicht gefangen zu nehmen, sondern zu verhören und zu töten."
11:47 Uhr
Kreml: Zweites Ukraine-Treffen findet am 4. und 5. Februar in Abu Dhabi statt
Die zweite Verhandlungsrunde der Arbeitsgruppe für Sicherheitsfragen zwischen Russland, den USA und der Ukraine findet am Mittwoch und Donnerstag am selben Austragungsort, in Abu Dhabi, statt. Dies bestätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit Journalisten.
"Die zweite Runde wird tatsächlich am Mittwoch und Donnerstag stattfinden. Sie wird in Abu Dhabi stattfinden, das können wir bestätigen."
Das trilaterale Treffen sollte am vergangenen Sonntag stattfinden, sei aber wegen "zusätzlicher Abstimmung der Zeitpläne der drei Seiten" für diese Woche verschoben worden, fügte Peskow hinzu.
11:31 Uhr
Medwedew: Territoriale Frage ist kompliziertester Aspekt der Ukraine-Beilegung
Die territoriale Frage stellt den kompliziertesten Aspekt der Beilegung des Ukraine-Konflikts dar, erklärt Dmitri Medwedew, der stellvertretende Leiter des russischen Sicherheitsrates, im Interview für die Nachrichtenagenturen TASS, Reuters und den Telegramkanal Wargonzo.
Die Bedingungen der Beilegung seien zuvor von Präsident Wladimir Putin formuliert worden und blieben bislang unverändert. Seine Position habe Moskau den US-amerikanischen Kollegen bei dem Gipfeltreffen in Alaska mitgeteilt.
Russland habe kein Interesse daran, einen globalen Konflikt auszulösen. Genauso wenig habe Russland Interesse am Ukraine-Konflikt gehabt. Medwedew betont:
"Natürlich haben wir kein Interesse an einem globalen Konflikt. Wir sind ja nicht verrückt! Das haben wir schon hundertmal gesagt … aber wir waren auch nicht daran interessiert, dass die militärische Sonderoperation beginnt."
Medwedew erinnert daran, dass Moskau im Vorfeld des Ukraine-Konflikts den Westen und die NATO mehrmals aufforderte, die Grenzen der Ausweitung des Militärbündnisses zu definieren und auf die Integration der Ukraine zu verzichten.
11:05 Uhr
Behörden im Gebiet Belgorod melden Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen
Die ukrainischen Streitkräfte haben binnen vergangenen 24 Stunden das Gebiet Belgorod mit 150 unbemannten Flugzeugen und 20 Artilleriegeschossen angegriffen, berichtet der regionale Krisenstab auf Telegram.
In der Stadt Belgorod und deren Umgebung wurden durch die ukrainischen Drohnenangriffe eine Frau und ein Mann verletzt. In der Ortschaft Golowtschino im Kreis Graiworon attackierte eine Drohne des Gegners ein Auto, wovon vier Zivilisten betroffen waren. Einer von ihnen erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Nach Drohnenangriffen auf die Stadt Stary Oskol kamen zwei Menschen ums Leben. Im Kreis Schebekino traf eine ukrainische FPV-Drohne einen Lastkraftwagen, der Fahrer wurde verletzt.
10:39 Uhr
Gebiet Cherson: Kiews Truppen unternehmen binnen sieben Tagen über 700 Angriffe auf Stadt Aljoschki
Ukrainische Truppen haben zwischen dem 24. und dem 30. Januar mehr als 700 Drohnen- und Artillerieangriffe auf die Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson unternommen, teilt Ruslan Chomenko, der Chef der örtlichen Verwaltung, auf Telegram mit. Im Ergebnis der Attacken erlitten sieben Zivilisten Verletzungen. Einzelne Angriffe wurden zudem in Ortschaften um Aljoschki verzeichnet.
10:04 Uhr
Puschilin: Befreiung von Torezkoje ermöglicht weiteres Vorrücken in DVR
Die Befreiung der Ortschaft Torezkoje in der Volksrepublik Donezk ermögliche einen weiteren Vormarsch in mehrere Richtungen, teilt der DVR-Chef Denis Puschilin in einer Sendung des Senders Rossija-24 mit.
"Die befreite Ortschaft Torezkoje befindet sich zwischen Dobropolje und Druschkowka. Dies ermöglicht unseren Einheiten, in mehrere Richtungen vorzurücken – sowohl in Richtung Dobropolje mit darauffolgender Befreiung dieser Ortschaft, als auch in Richtung Druschkowka, also in Richtung Kramatorsk-Slawjansk."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.