Liveticker Ukraine-Krieg – Lettlands Zentralbankchef: Europa ist schon im Krieg mit Russland

18.01.2026 12:38 Uhr
12:38 Uhr
Russische Behörden stellen Stromversorgung im Gebiet Cherson wieder her
Im von Russland kontrollierten Teil des Gebietes Cherson gibt es nun wieder Strom. Wie Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram mitteilt, seien die Reparaturarbeiten die ganze Nacht durch auf Hochtouren gelaufen. Die Stromversorgung erfolge nun über eine Reservelinie. Saldo dankte den Reparaturteams und seinen Landsleuten für ihre Ausdauer.
Am Samstag ist der Strom auch im von Russland kontrollierten Gebiet Saporoschje ausgefallen. Nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Balizki seien dort aktuell ungefähr 213.000 Haushalte in 386 Ortschaften ohne Strom. Die Reparaturarbeiten gingen weiter.
Die Ursache des massiven Stromausfalls waren ukrainische Drohnenangriffe auf Energieanlagen in dem von Russland kontrollierten Teil des Gebietes Saporoschje.
12:06 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der letzten 24 Stunden.
Wie die Behörde am Sonntag auf Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Rogosnoje, Nowaja Setsch, Jastrebinoje, Pissarewka und Miropolje im Gebiet Sumy sowie Watutino, Prikolotnoje, Rjasnoje, Pokaljanoje, Ochrimowka und Seljony Gai im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 175 Kämpfer verloren. Dabei seien 24 Wagen, fünf Geschütze, eine Radaranlage, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und vier Materiallager zerstört worden.
Auch der Truppenverband West habe günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners unweit der Ortschaften Blagodatowka, Berjosowka, Nowoossinowo, Petrowka, Kutkowka und Netschwolodowka im Gebiet Charkow sowie Jarowaja und Krasny Liman in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 200 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 19 Wagen und zwei Munitionslager zerstört.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kurtowka, Kramatorsk, Wassjutinskoje, Druschkowka, Konstantinowka und Malinowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 135 Soldaten. Dabei seien zwei Transportpanzer, fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Wagen, vier Geschütze und eine Anlage für elektronische Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Mitte habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Artjomowka, Annowka, Belizkoje, Spassko-Michailowka und Grischino in der DVR sowie Gawrilowka, Nowopawlowka, Fjodorowskoje und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 455 Kämpfer verloren. Dabei seien ein Kampfpanzer, zwei Transportpanzer, drei Panzerfahrzeuge, vier Pick-ups, drei Geschütze und eine Radaranlage außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Malomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Risdwjanka, Salisnitschnoje, Rosowka, Wosdwischenka, Staroukrainka, Doroschnjanka, Zwetkowoje und Ternowatoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 205 Armeeangehörige. Dabei seien drei Transportpanzer, acht Wagen, zwei Geschütze und ein Materiallager zerstört worden.
Seinerseits habe der Truppenverband Dnjepr ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Antonowka im Gebiet Cherson sowie Orechow und Magdalinowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Bis zu 40 ukrainische Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe ein Flugabwehrraketensystem, vier Wagen, ein Geschütz, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Materiallager verloren.
Ferner meldet die Behörde in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Drohnenwerke, militärisch relevante Energieanlagen und Verkehrsinfrastrukturen in der Ukraine sowie 149 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden sechs Lenkbomben, neun HIMARS-Raketen und 220 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 109.778 Drohnen, 646 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.192 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.642 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.662 Geschütze und Mörser verloren.
11:35 Uhr
Lettlands Zentralbankchef: Europa ist schon im Krieg mit Russland
Im Gespräch mit der Zeitung Financial Times hat sich der Leiter der lettischen Zentralbank, Mārtiņš Kazāks, zu der Krise in den Beziehungen zwischen der EU und Russland geäußert. Deren Zustand bezeichnete er als "Krieg". Im Interview sagte der Ökonom wörtlich:
"Es ist naiv zu glauben, dass wir noch nicht im Krieg sind."
Europe already ‘at war’ with Russia, says central banker https://t.co/s91RxxBPFi
— Finance News (@ftfinancenews) January 18, 2026Russlands Präsident Wladimir Putin hat den westlichen Ländern bereits mehrfach vorgeworfen, ihre Landsleute mit einer angeblichen russischen Bedrohung einzuschüchtern, um von inneren Problemen abzulenken. Moskau wolle niemanden angreifen, betonte der Kremlchef.
11:09 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Region Krasnodar an: Mensch verletzt, Stromleitung beschädigt
Der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar meldet auf Telegram weitere Drohnenangriffe aus der Ukraine. Wie die Sicherheitsbehörde mitteilt, habe der Gegner zivile Objekte im Bezirk der Schwarzmeer-Hafenstadt Tuapse attackiert. Dabei habe eine Person Verletzungen erlitten und sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Infolge der Drohnenattacke seien Schäden an einem Verwaltungsgebäude in der Nähe einer nicht funktionierenden Anlegestelle entstanden. Durch herabfallende Drohnenteile sei darüber hinaus eine Stromleitung in der Siedlung Bolschoi Beisug im Bezirk Brjuchowezkaja beschädigt worden.
10:30 Uhr
Gouverneur meldet einen Verletzten bei ukrainischen Angriffen auf 40 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 40 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 64 Geschosse und zwei Raketen abgefeuert und 164 Drohnen eingesetzt, von denen 132 abgefangen worden seien.
In der aktuellen Statistik berichtet der Politiker über einen verletzten Zivilisten. Bei diesem handele es sich um einen Einwohner der Siedlung Tawrowo, der bei der Detonation einer Drohne zu Schaden gekommen sei. Darüber hinaus habe am Samstag ein Mann ein Krankenhaus in Belgorod aufgesucht, nachdem er noch am 16. Januar bei der Detonation einer ukrainischen Drohne in der Nähe der Siedlung Siborowka ein Barotrauma erlitten habe.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden drei Mehrfamilienhäuser, 15 Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturobjekt, drei Stromleitungen, ein Lkw und 13 Autos beschädigt worden.
10:01 Uhr
Zahl der Verletzten im nordossetischen Beslan steigt auf drei
Nach einer Drohnenattacke aus der Ukraine ist die Zahl der Verletzten in der nordkaukasischen Stadt Beslan auf drei gestiegen. Der Leiter der Teilrepublik Nordossetien-Ananien, Sergei Menjailo, teilt auf Telegram mit, dass es sich um eine erwachsene Person und zwei Kinder handele. Sie seien bereits ärztlich versorgt worden.
Zuvor hatte Menjailo von einer verletzten Person berichtet, nachdem herabfallende Drohnenteile das Dach eines Wohnhauses in der Stadt beschädigt hatten. Den betroffenen Bewohnern sagte der Politiker Unterstützung zu.
Das örtliche Ministerium für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft veröffentlichte auf Telegram ein Foto des beschädigten fünfgeschossigen Hauses und berichtete über den Verlauf der Aufräumarbeiten.
09:33 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebietes Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 17. Januar 19 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kostogrysowo – 3,
- Nowaja Kachowka – 6,
- Golaja Pristan – 5,
- Dnjeprjany – 2,
- Aljoschki – 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf Objekte der zivilen Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Kairy, Welikaja Lepeticha, Kasatschji Lageri, Gornostajewka und Aljoschki seien insgesamt 19 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:05 Uhr
DVR meldet keine ukrainischen Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine Angriffe durch ukrainische Truppen registriert – erstmals seit dem 15. Januar. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 17. Januar bis 0 Uhr am 18. Januar (Ortszeit) schlugen auf dem Territorium der Volksrepublik keine Geschosse ein. Berichte über Opfer und Infrastrukturschäden lagen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk einen Angriff aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Beschädigt wurden fünf Wohnhäuser und ein ziviles Infrastrukturobjekt.
08:31 Uhr
Wie Russland eine Wende im Kampfeinsatz von Drohnen erreichte

SymbolbildWitali Ankow / Sputnik Das Jahr 2025 hat im Hinblick auf den Einsatz von Kleindrohnen durch Russlands Streitkräfte eine Wende gebracht. Taktische Drohnen wurden zur Hauptschlagkraft der russischen Truppen. Wie gelang dies und welche Rolle spielen die Drohnen auf dem Schlachtfeld heute?
Mehr dazu in dieser Analyse von Boris Dscherelijewski auf unserer Website.
08:04 Uhr
Selenskij ordnet schnellere Stromimporte an
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat wegen der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung den schnellstmöglichen Ausbau der Stromimporte und der Einfuhr zusätzlicher Energieausrüstung angeordnet. Nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern erklärte der Politiker am Samstag auf der Plattform X:
"Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen."
I held a special energy coordination call. Reports on dealing with the aftermath of Russian strikes and on the implementation of decisions that must boost the resilience of our cities and communities.First – I thank all repair crews, the State Emergency Service of Ukraine,… pic.twitter.com/bxdymysCg3
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 17, 2026Die schwierigste Lage besteht nach Angaben der ukrainischen Behörden in Kiew, Charkow und Saporoschje samt den umliegenden Regionen. Hinzu kommt noch, dass in den Regionen ein eisiges Wetter mit zweistelligen Minusgraden herrscht. Wohnungen kühlen aus, Fahrstühle in Hochhäusern funktionieren nicht.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

