Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Vier Ortschaften im Gebiet Saporoschje befreit

15.02.2026 15:48 Uhr
15:48 Uhr
Klitschko: Kiew ist am Rande des Zusammenbruchs
Wie der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, gegenüber der Zeitung Financial Times erklärte, steht Kiew am Rande des Zusammenbruchs. Die Hauptstadt befinde sich in dieser Lage aufgrund von Schäden an kritischen Infrastruktureinrichtungen, die in den letzten zwei Monaten entstanden seien, erklärte er. Die Einwohner der Stadt seien mit massiven Ausfällen der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung konfrontiert. Klitschko ist überzeugt, dass seine langjährige politische Feindschaft mit Präsident Wladimir Selenskij die Situation nur noch verschlimmert. Nach Angaben des Bürgermeisters habe Selenskijs Einmischung in die lokale Selbstverwaltung durch die Ernennung von Militärverwaltungen wichtige Dezentralisierungsreformen geschwächt. Er erinnerte auch an die Strafverfahren gegen Beamte der Hauptstadt und merkte an, dass diese politisch motiviert seien.
15:21 Uhr
Zwischen Front und Heimat: Dokumentarfilme über Liebe, Krieg und Wiedersehen

Beim Festival "RT.DOC: Time of Heroes" werden Dokumentarfilme über das Alltagsleben im vom Krieg zerrütteten Donbass präsentiert. Nach Stationen in sieben russischen Städten ist das Festival nun auch im Donbass angekommen. Soldaten sehen Filme über sich selbst und darüber, wie sehr sie zu Hause geliebt und erwartet werden.
Die Vorführungen fanden entlang der gesamten Frontlinie in fünf Einheiten und einem Krankenhaus statt. Die Generalproduzentin des Festivals, Jekaterina Jakowlewa, besuchte die Frontlinie persönlich und erlebte ein emotionales Wiedersehen mit ihrem Bruder, der Verwundete von der Frontlinie evakuiert.
In diesem Dokumentarfilm erleben Sie die tiefsten Gefühle der Kämpfer und ihre sehnsüchtig erwarteten Wiedersehen mit ihren Lieben. Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:37 Uhr
EU-Außenbeauftragte Kallas will russische Zugeständnisse für Frieden sehen
Bei den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine muss es nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutlich mehr um Zugeständnisse vom Kreml gehen. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte die Estin, Europa habe dabei viele Mitsprachemöglichkeiten. Als Beispiel nannte die EU-Chefdiplomatin die Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen und den Umgang mit den eingefrorenen Vermögenswerten.
Nach den Worten von Kallas müssten Russland und die USA die Europäer bei ernsthaften Gesprächen über den Frieden einbinden:
"Wenn wir nicht einfach allem zustimmen, was Amerika aushandelt, dann müssen sie mit uns sprechen."
Derzeit sitze Europa bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch, weil die Russen wirklich glaubten, dass sie das, was sie militärisch nicht erreicht hätten, nun am Verhandlungstisch erreichen könnten und dass die Amerikaner ihnen dies liefern würden. Europa könne aber diesen Dingen nicht zustimmen.
"Jetzt kommt ein Punkt, an dem auch die Russen verstehen, dass die Dinge, die sie tatsächlich brauchen oder von denen sie glauben, dass die Amerikaner sie ihnen liefern werden, von Europa abhängig sind."
14:10 Uhr
Mobilfunk-Reparateur im russischen Gebiet Brjansk verletzt
Gouverneur Alexander Bogomas meldet auf Telegram eine massive ukrainische Drohnenattacke auf das russische Grenzgebiet Brjansk. Seit 5 Uhr MEZ habe die russische Luftabwehr über der Region mehr als 80 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen.
"Unsere Zivilisten und zivilen Objekte leiden unter den barbarischen Handlungen der ukrainischen Streitkräfte. Die Folgen könnten viel schlimmer sein, wenn nicht unsere Verteidiger da wären."
Der Politiker berichtet über mindestens ein Opfer unter der Zivilbevölkerung. Es handele sich um einen Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters Megafon, der im Bezirk Zlynka eine Mobilfunkanlage repariert habe. Der Verletzte sei ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt worden.
13:39 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört innerhalb von vier Stunden 102 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 7 Uhr bis 11 Uhr MEZ 102 Drohnen unschädlich gemacht. Demnach seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Brjansk, Kaluga und Tula sowie über dem Großraum Moskau abgeschossen worden. Drei Drohnen seien im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden, heißt es. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
13:08 Uhr
Gouverneur meldet zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 17 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 17 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 18 Geschosse abgefeuert und 23 Drohnen eingesetzt, von denen sechs abgeschossen worden seien.
Die aktuelle Statistik berichtet über zwei Verletzte. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann und eine Frau. Sie seien verletzt worden, als eine FPV-Drohne ihr Auto in der Siedlung Oktjabrski angegriffen habe. Außerdem habe am Samstag ein Mann ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Belgorod aufgesucht, nachdem er noch am 13. Februar bei einer Raketenattacke ein Barotrauma erlitten habe.
Gladkow meldet darüber hinaus Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden ein Mehrfamilienhaus, vier Einfamilienhäuser, ein Betriebsgebäude, Betriebsausrüstung und zwei Autos beschädigt worden.
12:36 Uhr
"Panikmache um Putin ist primitiv und unseriös" – Orbán sieht Gefahr in Brüssel

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat bei seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation im Budapester Várkert Bazár die Europäische Union zur zentralen Bedrohung für Ungarn erklärt. Am Samstag, dem 14. Februar 2026, forderte er dazu auf, das Misstrauen gegenüber Russland abzulegen. Die westliche Panikmache vor einer russischen Bedrohung bezeichnete der Politiker dabei als "primitiv und unseriös". Stattdessen mahnte er, den Fokus konsequent auf Brüssel zu richten.
Orbán warf der EU sowie westlichen Großkonzernen – insbesondere dem Energieriesen Shell und dem Finanzinstitut Erste Bank – vor, eine "Kriegsallianz" gebildet zu haben. Er beschuldigte sie, als "Blutzöllner" massiv am Sterben in der Ukraine zu verdienen, während sie gleichzeitig versuchten, Ungarn von günstiger russischer Energie abzuschneiden. Mit Blick auf die Parlamentswahl am 12. April 2026 stilisierte er seine Fidesz-Partei zum Bollwerk gegen ausländische Agenten und versprach, "Ungarn wieder groß zu machen".
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
12:05 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Vier Ortschaften im Gebiet Saporoschje befreit

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten nahe der Ortschaften Miropolje und Melja im Gebiet Sumy sowie Kasatschja Lopan, Welerinarnoje, Stariza und Prikolotnoje im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 180 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe außerdem 22 Wagen, drei Geschütze und zwei Materiallager zerstört.
Auch der Truppenverband West habe günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Gruschewka, Gussinka, Petrowka, Samborowka und Blagodatowka im Gebiet Charkow sowie Korowi Jar in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen habe. Dabei seien bis zu 160 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Wagen, eine Panzerhaubitze und fünf Munitionslager verloren.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Resnikowka, Kramatorsk, Tscherewkowka, Nikiforowka, Konstantinowka und Slawjansk in der DVR getroffen. Die russische Behörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 130 Kämpfer. Dabei seien ein Transportpanzer, drei Panzerfahrzeuge, 16 Pick-ups, zwei Geschütze, ein Munitionslager, ein Brennstoffdepot und zwei Lager mit Kriegszubehör zerstört worden.
Auch der Truppenverband Mitte habe seine taktische Position verbessert, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Kutscherow Jar, Grischino, Belizkoje, Torezkoje, Dobropolje, Sergejewka, Annowka und Nowy Donbass in der DVR sowie Gawrilowka und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 275 Armeeangehörige verloren. Dabei seien ein Kampfpanzer, fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sechs Wagen außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe die Ortschaft Zwetkowoje im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht. Außerdem seien Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte im Raum der Ortschaften Trudowoje, Rosowka, Werchnjaja Tersa, Nowonikolajewka und Gorkoje im Gebiet Saporoschje sowie Pokrowskoje, Dobropassowo, Wassilkowka und Bratskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen worden. Die russische Behörde schätzt die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 320 Soldaten. Zwei Transportpanzer, acht gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Wagen, zwei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Materiallager seien zerstört worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe die Ortschaften Sapasnoje, Magdalinowka und Primorskoje im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht und außerdem ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Orechow im Gebiet Saporoschje sowie Solnetschnoje und Sadowoje im Gebiet Cherson getroffen. Der Gegner habe bis zu 45 Kämpfer verloren. Darüber hinaus seien 15 Wagen und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Verkehrsinfrastrukturen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze und 147 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den vergangenen 24 Stunden habe die russische Luftabwehr ihrerseits 222 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation vor knapp vier Jahren insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 114.297 Drohnen, 650 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.704 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.664 Mehrfachraketenwerfer sowie 33.296 Geschütze und Mörser verloren.
11:33 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört innerhalb von zwei Stunden 88 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet am Sonntag auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 5 Uhr bis 7 Uhr MEZ 88 gegnerische Drohnen abgeschossen. Demnach seien die unbemannten Luftfahrzeuge über dem Gebiet Astrachan, der Teilrepublik Adygeja, dem Asowschen Meer, den Gebieten Brjansk und Wolgograd, den Regionen Krasnodar und Stawropol und über dem Schwarzen Meer abgeschossen worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
11:02 Uhr
Selenskij: Ukraine weiterhin an Taurus interessiert
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat das anhaltende Interesse seines Landes an Marschflugkörpern des Typs Taurus aus Deutschland bestätigt. Auf die Frage, ob die Ukraine die 500 Kilometer weitreichenden Marschflugkörper bei ihrer Verteidigung brauche, sagte er "ja". Eine Entscheidung darüber sei aber bislang nicht gefallen.
Kiew hatte Berlin bereits vor einigen Jahren um die Lieferung von Taurus gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Sein Nachfolger Friedrich Merz wollte damals die Lieferung hingegen nicht ausschließen.
Außerdem rief Selenskij seine westlichen Verbündeten auf, seinem Land schnell zu helfen und geschlossen aufzutreten. Russland habe seine Angriffswaffen während des Kriegs stark weiterentwickelt. Um mithalten zu können, brauche die Ukraine schnell weitere Unterstützung bei der Verteidigung. Es habe Monate und mitunter Jahre gedauert, ehe bestimmte Waffensysteme geliefert worden seien. Zugleich dankte der Politiker den Partnern für ihre bisherige Hilfe.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


