Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Kiew vereinbart Drohnenproduktion in Finnland

23.08.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
Russische Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Im Verlauf des heutigen Sonntags haben russische Luftabwehrkräfte insgesamt 269 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie Russlands Verteidigungsministerium berichtet, wurden die Drohnen zwischen 8:00 und 20:00 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Archangelsk, Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Smolensk, Tula, Moskau und Krasnodar, über der Krim sowie über dem Schwarzen Meer zerstört.
20:14 Uhr
TASS: Witkoffs und Kushners Besuch in Kiew und Moskau wird vertagt
Der Besuch des Sondergesandten des US-Präsidenten, Steve Witkoff, und des Schwiegersohns des US-Staatschefs, Jared Kushner, in Kiew und Moskau wird vertagt. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine Quelle:
"Vor Ende August wird der Besuch kaum stattfinden. Das heißt, es gibt Gründe, um ihn zu vertagen."
Zuvor hatte eine Quelle gegenüber TASS berichtet, dass Witkoff und Kushner die Hauptstädte der Ukraine und Russlands vor Ende August besuchen könnten. Sergei Lawrow, der russische Außenminister, erklärte dazu, dass Russlands Präsident Wladimir Putin bereit sei, die US-Diplomaten zu empfangen, es aber vor allem auf deren Vorschläge ankomme.
18:57 Uhr
Selenskij: Kiew vereinbart Drohnenproduktion in Finnland
Im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit hat die Ukraine ein Abkommen mit Helsinki über Drohnenproduktion in Finnland unterzeichnet. Dies gab der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij nach seinem Treffen mit den nordischen und baltischen Staatschefs bekannt. Auf Telegram schrieb er:
"Unsere Unternehmen haben Dokumente über die Entwicklung und die Produktion von Drohnen für die Ukraine und Europa in Finnland, über die Erweiterung der Möglichkeiten im Bereich der Seedrohnen und über die Gründung von Betrieben zur Produktion von Landdrohnen unterzeichnet."
18:06 Uhr
Gorlowka: Ukraine greift Kirche während Gottesdienst an
In der Stadt Gorlowka in der Donezker Volksrepublik hat das ukrainische Militär die örtliche Kathedrale angegriffen, während im Inneren ein Sonntagsgottesdienst abgehalten wurde. Wie das Oberhaupt der DVR, Denis Puschilin, berichtet, erlitten dabei insgesamt vier Personen – zwei Priester und zwei Mitarbeiter einer humanitären Mission – mittelschwere Verletzungen. Auf seinem Telegramkanal kommentierte Puschilin den Angriff:
"Das ist nicht bloß ein Beschuss. Das ist ein Angriff gegen ein Heiligtum, gegen jene, die Menschen helfen. Die Ukraine hat erneut ihr menschenfeindliches Wesen zur Schau gestellt, indem sie wehrlose Zivilisten angegriffen hat."
17:01 Uhr
Gebiet Tula: Zivilistin bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das russische Gebiet Tula ist eine Zivilistin ums Leben gekommen. Dmitri Miljajew, Gouverneur der Region, berichtet dazu:
"Heute ist bei der Abwehr eines Drohnenangriffs in der Siedlung Plechanowo leider eine Frau in einem Einfamilienhaus ums Leben gekommen. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine weiteren Verletzten."
15:58 Uhr
Dänemarks Regierung verschärft Asylregelungen für Ukrainer
Die dänischen Behörden werden aufhören, Ukrainern aus Regionen, die weniger vom Konflikt betroffen sind, Aufenthaltserlaubnisse nach vereinfachtem Verfahren zu gewähren. Dies berichtet Dänemarks Ministerium für Migration und Integration. Die Änderungen betreffen Einreisende aus 14 Regionen, vor allem im Westen der Ukraine, darunter die Gebiete Kiew, Lwow und Iwano-Frankowsk. Der dänische Migrationsminister Morten Bødskov erklärt dazu:
"Gegenwärtig leben rund 47.600 Ukrainer in den Gemeinden, und einige Gemeinden sind erheblich belastet. Daher wird die Regierung die Regeln ändern, damit nur jene Ukrainer, die am meisten Schutz benötigen, eine Aufenthaltserlaubnis zu vereinfachten Bedingungen erhalten können."
Zusätzlich gab das Ministerium bekannt, dass ukrainische Bürger wie alle Personen, die Sozialleistungen erhalten, zu Arbeit verpflichtet werden.
Zuvor hatte Dänemarks Regierung einen Gesetzentwurf vorbereitet, wonach wehrpflichtige Ukrainer keine Aufenthaltsgenehmigung in Dänemark erhalten können.
15:19 Uhr
Selenskij erwartet 30 Milliarden Euro von EU
Die Ukraine benötigt nach den Worten von Präsident Wladimir Selenskij dringend Milliarden zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen Russland. Kiew erwarte von der EU 30 Milliarden Euro für die Verteidigungsausgaben, sagte der Politiker im Gespräch mit Journalisten in Kiew.
"Sie werden für die Verteidigung des ganzen Landes gebraucht."
Derzeit gebe es im Verteidigungshaushalt eine Lücke von 27 Milliarden Dollar oder rund 23 Milliarden Euro. Allein 20 Milliarden US-Dollar seien notwendig, um die Gehälter der Soldaten, die Kompensationen für die Familien der Gefallenen und andere Ausgaben zu bezahlen, sagte Selenskij. Auch wegen der Produktion von Drohnen sei zusätzliches Geld nötig:
"Ein bedeutender Geldbetrag ist erforderlich. Ich arbeite in dieser Sache mit den Franzosen und Deutschen."
14:35 Uhr
Norwegen sichert Ukraine Milliardenhilfe zu
Norwegen will die Ukraine im Haushaltsjahr 2027 mit weiteren 85 Milliarden Kronen unterstützen. Umgerechnet sind das 7,82 Milliarden Euro. Die Summe entspreche dem Betrag für das Jahr 2026, so die Regierung des skandinavischen Landes.
Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre ist an diesem Sonntag zu einem offiziellen Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Am Bahnhof wurde er von Außenminister Andrei Sibiga empfangen. Im Vorfeld des Unabhängigkeitstags der Ukraine kamen in Kiew darüber hinaus die Staats- und Regierungschefs von Dänemark, Estland, Finnland, Lettland und Litauen an.
14:08 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Café in AKW-Stadt Energodar an: zwei Verletzte
Der Bürgermeister von Energodar, Maxim Puchow, berichtet über eine weitere Attacke der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Demnach habe der Gegner in der vergangenen Nacht ein Café mit drei Quadrokoptern angegriffen. Das Lokal mit dem Namen "Aroma" sei in Brand geraten und in Flammen aufgegangen.
Puchow bezeichnet den Drohnenangriff auf das zivile Objekt als "zynisch" und meldet zwei Verletzte. Infolge der Attacke seien zwei Einwohner der Stadt verletzt worden: eine 54 Jahre alte Frau und ein 40 Jahre alter Mann. Nach einer ärztlichen Behandlung seien sie nach Hause entlassen worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.