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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Truppen erschießen 16 Zivilisten im Gebiet Cherson

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Truppen erschießen 16 Zivilisten im Gebiet ChersonQuelle: AFP © Yasuyoshi CHIBA

  • 7.10.2022 13:18 Uhr

    13:18 Uhr

    Musk nennt sich selbst einen großen Fan der Ukraine, aber nicht des Dritten Weltkriegs

    Der US-amerikanische Unternehmer, Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk hat auf die Kritik an seinem Plan zur Lösung des Ukraine-Konflikts reagiert. Musk schrieb auf Twitter, er sei "ein großer Fan der Ukraine, aber kein Fan des Dritten Weltkriegs."

    Der Milliardär konterte mit diesen Worten die Reaktion der ukrainischen Zeitung Kyiv Post auf seinen Friedensvorschlag. Das Blatt war mit dem Plan nicht einverstanden und hatte festgestellt:

    "Die Situation mit Musk ist eindeutig außer Kontrolle geraten und es scheint, dass Stolz und Eitelkeit eine große Rolle bei seinen Versuchen spielen, die Rolle eines Experten für die Ukraine einzunehmen."

    Die Kyiv Post forderte Musk auf, mit solcherlei Einlassungen aufzuhören und zuzugeben, dass er es "übertrieben" habe.

  • 12:43 Uhr

    DVR übernimmt offizielle Währungskurse der russischen Zentralbank

    Ab dem 6. Oktober gelten in der Donezker Volksrepublik die offiziellen Währungskurse und der Leitzinssatz der Zentralbank der Russischen Föderation. Dies meldete am heutigen Freitag der Pressedienst der Zentralen Republikanischen Bank. In der Mitteilung hieß es:

    "Ab dem 6. Oktober 2022 legt die Zentrale Republikanische Bank der DVR nicht mehr die offiziellen Währungs- und Bankmetallkurse sowie den Leitzinssatz fest. Es ist notwendig, die von der Zentralbank Russlands festgelegten offiziellen Kurse und den Leitzinssatz zu befolgen."

    Die Donezker Volksrepublik hatte sich am 30. September auf der Grundlage eines zwischenstaatlichen Vertrages der Russischen Föderation angeschlossen.

  • 12:15 Uhr

    Japan verhängt Sanktionen gegen 80 Russen und neun Unternehmen

    Die japanische Regierung hat wegen der Referenden und des Beitritts der Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR, LVR) sowie der Gebiete Cherson und Saporoschje zu Russland Sanktionen gegen neun russische Organisationen und 80 Einzelpersonen verhängt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur TASS.

    Die Beschränkungen betreffen insbesondere Verwandten des tschetschenischen Staatschefs Ramsan Kadyrow, des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu, der Sprecherin des Föderationsrates, Walentina Matwijenko, des russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin, des stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, und der ehemaligen Leichtathletin Alina Kabajewa. Sanktionen wurden zudem gegen Familienmitglieder von Rosgwardija-Chef Wiktor Solotow sowie gegen den ständigen Vertreter des Präsidenten im Nordkaukasus-Föderalen Bezirk, Juri Tschaika, den Präsidenten des Motorradclubs Night Wolves, Alexander Saldastanow, und die Chefredakteurin des Fernsehsenders RT, Margarita Simonjan, verhängt.

    Das aktualisierte Dokument enthält 58 Russen und neun Organisationen aus Russland sowie weitere 23 Personen, die mit den neuen Subjekten der Russischen Föderation in Verbindung stehen. Sie werden restriktiven Maßnahmen wie dem Einfrieren von Vermögenswerten unterworfen.

  • 11:39 Uhr

    Immer mehr NATO-Söldner in ukrainischen Streitkräften

    An der Frontlinie in der DVR steigt die Anzahl von Söldnern aus den NATO-Staaten, die für die ukrainische Armee kämpfen. Sie fungieren nicht nur als Ausbilder, sondern auch als Kommandeure einzelner Verbände. Das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, erklärte diesbezüglich:

    "Der Gegner ist nicht mehr derjenige, der er im Jahr 2014 war. Jetzt kämpfen wir nicht nur gegen bewaffnete Verbände der Ukraine. Die Präsenz der NATO ist deutlich sichtbar, nicht nur bei Waffen und Munition. Zuerst dienten sie als Ausbilder, jetzt kommandieren sie gemischte Verbände. Wir beobachten sehr viele Söldner – aus Polen, aus Großbritannien. Zuletzt wurden ukrainische Truppen auf britischem Gebiet ausgebildet. Sie lassen jede Zurückhaltung fallen und zeigen offen ihre Präsenz. Uns bleibt nur noch, zu siegen."

  • 11:02 Uhr

    Russische Streitkräfte befreien Otradowka und Wesselaja Dolina in der DVR

    Russische Truppen haben Otradowka und Wesselaja Dolina befreit, wie das DVR-Hauptquartier mitteilte. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb das Hauptquartier:

    "Seit dem 7. Oktober 2022 haben die Truppen der DVR und der LVR auf dem Territorium der Donezker Volksrepublik mit Feuerunterstützung der russischen Streitkräfte Otradowka, Wesselaja Dolina und Saizewo befreit."

    Diese Siedlungen liegen zehn Kilometer von Artjomowsk entfernt, nicht weit von Saizewo, aus dem die ukrainischen Streitkräfte am Vortag vertrieben werden konnten. Die Verluste der ukrainischen Streitkräfte beliefen sich dort auf 120 Gefallene und drei Schützenpanzer.

    Zuvor hatte DVR-Chef Puschilin erklärt, die ukrainische Armee habe ihre Reserven aus Artjomowskoje verlegt, um eine Offensive in Richtung Kupjansk zu starten. Dadurch sei es den russischen Truppen gelungen, in das Gebiet vorzudringen, während die Ukrainer zum Rückzug gezwungen waren.

  • 10:19 Uhr

    Puschilin: Frontlinie bei Kremennaja stabilisiert, Verstärkung unterwegs

    Die Lage am Frontabschnitt bei Kransy Liman bleibt schwierig. Dennoch kommt die Front zum Stehen, während die russischen Streitkräfte Verteidigungsstellungen in der Nähe von Kremennaja errichten. Dies erklärte das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Er sagte:

    "Die Situation am Abschnitt bei Krasny Liman bleibt die schwierigste. Die Verteidigungslinie wird jetzt bei Kremennaja aufgebaut. Der Gegner versucht buchstäblich Tag und Nacht, unsere Verteidigung zu durchbrechen. Dennoch kann man sagen, dass sich die Frontlinie stabilisiert."

    Puschilin fügte hinzu, dass dieser Abschnitt in Kürze verstärkt werde. Anschließend könnten die russischen Streitkräfte in die Gegenoffensive übergehen:

    "Verstärkung ist unterwegs. Man kann nicht sagen, dass die Lage einfach ist, sie bleibt schwierig. Aber unter Berücksichtigung der Motivation und des Verständnisses für die Wichtigkeit dieses Abschnitts sind alle Möglichkeiten gegeben, Kräfte zu sammeln und die Befreiung der Gebiete in Angriff zu nehmen."

  • 09:43 Uhr

    Anzahl der Todesopfer bei ukrainischem Raketenangriff auf Bus im Gebiet Cherson gestiegen

    Das Gesundheitsministerium des Gebiets Cherson hat die Anzahl der Zivilisten, die bei dem ukrainischen Raketenangriff auf einen Bus getötet wurden, auf fünf beziffert. Zuvor hatten die lokalen Rettungsdienste vier Tote gemeldet. Die Bergungsarbeiten würden weiter andauern, sodass auch diese neuen Angaben noch nicht endgültig seien, so die Behörde weiter.

    Inzwischen veröffentlichte der Fernsehkanal Swesda außerdem Videoaufnahmen der zerstörten Fahrzeuge.

    Das ukrainische Militär hatte zuvor bei dem Versuch, die Brücke von Darjewka im Gebiet Cherson zu beschießen, einen zivilen Bus mit einer HIMARS-Rakete getroffen (wir berichteten in diesem Ticker).

  • 08:48 Uhr

    Ukrainische Soldaten erschießen 16 Zivilisten im Gebiet Cherson

    Im Dorf Welikaja Alexandrowka im Norden des Gebiets Cherson haben ukrainische Soldaten 16 Zivilisten erschossen. Dies meldete der stellvertretende Verwaltungschef der Region Kirill Stremousow. Er berichtete der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:

    "Soeben kam die Meldung, dass in Welikaja Alexandrowka vor den Augen eines Zeugen 16 Zivilisten erschossen wurden. Es wurden wahllos Leute gefasst und erschossen – Männer, Frauen, egal. Dies geschah vor den Augen eines Zeugen, er hat es selbst gesehen."

    Das Dorf Welikaja Alexandrowka liegt in einer Pufferzone und wurde nach Stremousows Angaben jüngst von ukrainischen Streitkräften besetzt.

    In den sozialen Netzwerken kursiert inzwischen ein Video, das vermutlich eine der Erschießungen zeigt (Achtung, verstörender Inhalt!)

  • 08:37 Uhr

    Flugsperren für südrussische Flughäfen bis 16. Oktober verlängert

    Russlands Föderale Agentur für Luftverkehr hat die Flugsperren für elf Flughäfen im südlichen und zentralen Russland bis 16. Oktober verlängert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf eine Mitteilung der zuständigen Behörde.

    Gesperrt bleiben die Flughäfen von Anapa, Belgorod, Brjansk, Elista, Gelendschik, Krasnodar, Kursk, Lipezk, Rostow am Don, Simferopol und Woronesch. Moskau hat Teile des Luftraums im Süden des Landes im Zusammenhang mit dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine geschlossen.

  • 08:05 Uhr

    Ukrainische Einheiten beschießen Bus im Gebiet Cherson – vier tote Zivilisten

    Das ukrainische Militär hat einen Bus im Gebiet Cherson mit HIMARS-Raketen beschossen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf örtliche Rettungsdienste:

    "Um 07:05 Uhr haben die ukrainische Streitkräfte das Gebiet um die Brücke von Darjewka beschossen und dabei vier HIMARS-Raketen abgefeuert. Die Raketen trafen einen zivilen Bus. Vier Zivilisten sind umgekommen, drei wurden schwer verwundet. Die Opferzahl ist vorläufig, die Bergung dauert an."

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