Liveticker Ukraine-Krieg: Russland bestätigt massiven Angriff auf Energieanlagen der Ukraine

20.01.2026 14:43 Uhr
14:43 Uhr
UN-Menschenrechtsbeauftragter Volker Türk verurteilt russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur
Der Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen, Volker Türk, hat gesagt, dass er über die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine empört sei. Das teilte der Österreicher in einer Erklärung mit, die bei einer Pressekonferenz in Genf von einem Sprecher vorgelesen wurde. Türk zufolge war die Heizungsversorgung für Hunderttausende Familien unterbrochen.
"Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Angriffe. Sie können nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssen aufhören."
Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur seien ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Kriegsführung, betonte Türk.
Russland weist immer wieder Vorwürfe zurück, Zivilisten und zivile Infrastrukturen im Nachbarland anzugreifen. Angegriffen würden nur militärische Ziele und Objekte, welche zu militärischen Zwecken verwendet würden, so der Kreml.
14:11 Uhr
Drei Verletzte im Gebiet Saporoschje durch ukrainische Angriffe
Die russischen Behörden des Gebiets Saporoschje melden andauernde ukrainische Angriffe. Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet auf Telegram, dass der Gegner am vergangenen Tag neun Angriffe auf Ortschaften im Gebiet Saporoschje durchgeführt hat. Dabei meldet der Politiker drei Verletzte. Ein 23 Jahre alter Mann und ein 63 Jahre alter Mann wurden verletzt, als eine ukrainische Drohne die Autostraße in der Nähe der Siedlung Werchnjaja Kriniza angriff. Nahe der Stadt Wassiljewka erlitt ein 64 Jahre alter Mann Verletzungen, als eine Drohne sein Auto attackierte.
13:38 Uhr
Ein Toter und zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 40 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Ortschaften im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 40 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 21 Geschosse ab und setzte 76 unbemannte Luftfahrzeuge ein, von denen 52 abgeschossen wurden.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod eines Zivilisten. Bei ihm handelt es sich um einen Einwohner der Siedlung Otradnoje. Der Mann wurde durch eine ukrainische Drohne tödlich verletzt und erlag auf dem Weg zum Krankenhaus seinen Verletzungen. In der Siedlung Grusskoje wurde eine Frau verletzt. Außerdem erlitt ein Einwohner der Siedlung Golowtschino Verletzungen.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden acht Einfamilienhäuser, ein Geschäft, ein Betriebsgebäude, vier Infrastrukturobjekte, eine Stromleitung, ein Lkw, drei Kleintransporter und sechs Autos zerstört oder beschädigt.
13:10 Uhr
Russlands Außenministerium: Elf Zivilisten in einer Woche durch ukrainische Angriffe getötet
Nach Angaben des russischen Außenministeriums wurden in Russland zwischen dem 12. und 18. Januar elf Zivilisten durch Angriffe aus der Ukraine getötet. Am Dienstag erklärte der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums für Angelegenheiten im Zusammenhang mit den ukrainischen Verbrechen, Rodion Miroschnik, dass 64 weitere Menschen, darunter drei Kinder, in der vergangenen Woche verletzt wurden. Insgesamt hat der Gegner mindestens 3.688 Geschosse auf russisches Territorium abgefeuert.
Zudem berichtete Miroschnik über die schwierige Lage der Energieversorgung in einigen Gebieten aufgrund von Attacken aus der Ukraine. Insgesamt blieben mehr als 802.000 Menschen vorübergehend ohne Strom. Der von Russland kontrollierte Teil des Gebiets Saporoschje ist besonders schwer von Stromausfällen betroffen: Dort sind knapp 315.000 Menschen zeitweise ohne Strom.
12:39 Uhr
Russland bestätigt massiven Angriff auf Energieanlagen und Rüstungswerke der Ukraine

Archivbild: Ukrainische Arbeiter reparieren am 14. Januar 2026 im Gebiet Kiew einen StrommastUrheberrechtlich geschützt Das russische Verteidigungsministerium berichtet am Dienstag auf Telegram über einen massiven Vergeltungsschlag auf Ziele in der Ukraine. Als Reaktion auf die jüngsten Terrorattacken aus dem Nachbarland attackierte die russische Armee Rüstungswerke, Energieanlagen und Verkehrsinfrastrukturen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutzt, heißt es. Dabei kamen boden- und luftbasierte Hochpräzisionswaffen und Drohnen zum Einsatz. Alle anvisierten Ziele wurden getroffen.
Ferner meldet die Militärbehörde in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Artillerie- und Raketenangriffe auf Kommandopunkte und 158 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den letzten 24 Stunden hat die russische Luftabwehr vier Lenkbomben, fünf HIMARS-Raketen und 254 Drohnen abgefangen.
Zuvor hatten die ukrainischen Behörden über einen russischen Angriff auf die Hauptstadt Kiew berichtet. Die Attacke habe zu Unterbrechungen der Strom- und Wasserversorgung geführt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Ein Gebäude sei getroffen und eine Person verletzt worden. Nach Angaben der Energieholding DTEK seien infolge der nächtlichen Luftangriffe auf das ukrainische Energienetz in Kiew 335.000 Menschen vorübergehend ohne Strom geblieben.
12:06 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

Archivbild: Russische Armeeangehörige begutachten das Wrack eines Leopard-Kampfpanzers am Frontabschnitt Krasnoarmeisk (ukrainisch Pokrowsk), 1. Dezember 2025STANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der letzten 24 Stunden.
Wie die Behörde am Dienstag auf Telegram schreibt, hat der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Chrapowschtschina, Nowaja Setsch, Belopolje und Choten im Gebiet Sumy sowie Stariza, Sacharowka, Ochrimowka und Woltschanskije Chutora im Gebiet Charkow getroffen hat. Der Gegner verlor dabei mehr als 185 Kämpfer. Darüber hinaus wurden zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Wagen, ein Mehrfachraketenwerfer, zwei Geschütze, ein Artillerieaufklärungsradar, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie sieben Munitions- und Materiallager zerstört.
Auch der Truppenverband West hat günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Krasny Liman, Drobyschewo, Krestischtsche und Schtschurowo in der DVR sowie Kowscharowka, Tscherneschtschina, Berjosowka, Gruschewka und Gluschkowka im Gebiet Charkow getroffen. Dabei wurden bis zu 200 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt. Der Gegner verlor zwei Kampfpanzer, 28 Wagen, eine Panzerhaubitze und sechs Munitionslager.
Der Truppenverband Süd hat ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Slawjansk, Kriwaja Luka, Kurtowka, Stepanowka, Nikiforowka, Resnikowka und Konstantinowka in der DVR getroffen hat. Die russische Behörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 145 Soldaten. Dabei wurden zwölf Wagen, ein Transportpanzer, zwei Panzerfahrzeuge, eine Panzerhaubitze, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung, ein Artillerieaufklärungsradar und ein Materiallager zerstört.
Auch der Truppenverband Mitte hat günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Belizkoje, Dobropolje, Suchezkoje, Grischino und Samarskoje in der DVR und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner verlor mehr als 425 Kämpfer. Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard, fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und zwei Pickups wurden außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Ost setzt seien Vormarsch fort, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Skotowatoje und Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Ljubizkoje, Tersjanka, Seljonaja Dibrowa, Tschariwnoje und Sarniza im Gebiet Saporoschje getroffen hat. Das russische Ministerium schätzt die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 230 Armeeangehörige. Dabei wurden vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen, zwei Geschütze und ein Materiallager zerstört.
Der Truppenverband Dnjepr hat gegnerische Einheiten im Raum der Ortschaften Nowojakowlewka und Magdalinowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei wurden bis zu 55 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt. Das russische Militär hat zudem drei Wagen und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 110.154 Drohnen, 646 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.224 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.644 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.701 Geschütze und Mörser verloren.
11:31 Uhr
Ukraine organisiert ihre Drohnenabwehr neu
Zum besseren Schutz vor Drohnen organisiert die Ukraine ihre Flugabwehr um. Präsident Wladimir Selenskij hat den Kommandeur einer Drohneneinheit mit dieser Aufgabe betraut und ihn zum Vizekommandeur der ukrainischen Luftwaffe gemacht. Es gehe um einen verbesserten Einsatz der mobilen Flugabwehrtrupps und Anti-Drohnen-Einheiten im Nahbereich, sagte der Präsident in seiner Videoansprache.
Verteidigungsminister Michail Fjodorow lobte die Ernennung von Pawel Jelisarow, der vor dem Krieg Geschäftsmann und Produzent einer Polit-Talkshow im Fernsehen war, zum Vizekommandeur der Luftwaffe. Fjodorow erklärte in diesem Zusammenhang:
"Unsere Aufgabe ist es, einen Anti-Drohnen-Schutzschild über der Ukraine zu errichten. Ein System, das nicht erst nachträglich reagiert, sondern die Bedrohung bereits im Anflug zerstört."
Die Luftabwehr dürfe nicht nur punktuell wirken, sie müsse als Netz über das ganze Land gespannt werden, erläuterte Fjodorow.
11:00 Uhr
Deutschland sieht Energieversorgung in Ukraine kurz vor Kollaps: Zusätzlich 60 Millionen Euro an Hilfe
Die anhaltenden russischen Angriffe auf die Ukraine haben die Infrastruktur und die Energieversorgung des Landes nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin in die Nähe eines "Kollapses" gebracht. Die Behörde sprach von "brutalen" Attacken auf die Energieinfrastruktur. Das deutsche Außenministerium habe noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung gestellt, gab ein Sprecher am Montag bekannt. Unterstützt werden unter anderem Bargeldhilfen für Menschen in frontnahen Gebieten, etwa zur Anschaffung von Notstromaggregaten für Schutzräume, Heizsystemen, warmer Kleidung und Decken. Zudem werde geprüft, welche weiteren Maßnahmen möglich seien.
10:37 Uhr
FSB: Russischer Terrorhelfer bei Festnahmeversuch getötet
Der russische Inlandsgeheimdienst (FSB) hat die Neutralisierung eines Einwohners von Kislowodsk gezeigt, der auf Anweisung der ukrainischen Geheimdienste an der Vorbereitung eines Terroranschlags gegen einen russischen Militärangehörigen in Stawropol beteiligt war.
Auf den veröffentlichten Aufnahmen, die mit einer Nachtsichtkamera von einer Drohne aus gemacht wurden, ist zu sehen, wie der Täter aus dem Auto steigt und versucht zu fliehen. Ihm folgen Einsatzkräfte in einem Dienstwagen und verteilen sich im Wald. Der Terrorist versucht, auf sie zu schießen. Durch Gegenfeuer wird er getötet.
Außerdem wurden die Leiche des Terroristen und die bei ihm gefundenen Gegenstände, darunter eine Granate und eine Pistole, gezeigt.
Der FSB hatte zuvor mitgeteilt, dass der Mann bei dem Versuch seiner Festnahme getötet wurde. Nach Angaben der Behörden war der russische Staatsbürger an der Vorbereitung eines im Dezember 2025 in Stawropol vereitelten Terroranschlags gegen einen Militärangehörigen beteiligt. Der Einwohner von Kislowodsk soll im Auftrag ukrainischer Geheimdienste einen Sprengsatz deponiert haben, der später von einer weiteren Tatverdächtigen an sich genommen wurde. Diese habe im Dezember versucht, ein Fahrzeug auf dem Parkplatz einer Militäreinheit zu sprengen.
09:58 Uhr
Lawrow: Europa hält an Plänen fest, Russland strategische Niederlage zuzufügen

Russlands Außenminister Sergei Lawrow auf der Pressekonferenz zu den Ergebnissen der russischen Diplomatie im Jahr 2025, 20. Januar 2026Juri Kotschetkow / Sputnik Das Ziel, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, bleibt in den Köpfen und Plänen der europäischen Staats- und Regierungschefs bestehen. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow auf einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen der russischen Diplomatie im Jahr 2025. Der Außenminister sagte:
"Ich spreche gar nicht mehr von dem Bestreben der meisten westlichen Länder, das Regime in Kiew weiterhin für eine bewaffnete Konfrontation mit Russland zu nutzen. Das Ziel, uns eine strategische Niederlage zuzufügen, wird zwar nicht mehr so oft genannt, aber allem Anschein nach bleibt es in den Köpfen und Plänen vor allem der europäischen Staats- und Regierungschefs bestehen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


