Liveticker Ukraine-Krieg – Klitschko: Kiew ist am Rande des Zusammenbruchs

15.02.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:56 Uhr
Rada-Abgeordneter: Anklage gegen ehemaligen Justizminister der Ukraine erhoben
Wie der Abgeordnete der Werchowna Rada, Aleksej Gontscharenko, mitteilte, haben die ukrainischen Antikorruptionsbehörden Anklage gegen den ehemaligen Minister für Energie und Justiz, German Galuschenko, erhoben, der in der Affäre um den Geschäftsmann Timur Minditsch eine Rolle spielt. Diese Nachricht wurde auch vom Nationalen Antikorruptionsbüro der Ukraine bestätigt, dem zufolge Galuschenko bei dem Versuch, aus dem Land zu fliehen, festgenommen wurde. Gontscharenko schrieb in seinem Telegram:
"Galuschenko wurde bereits angeklagt. Zuvor hatte er den Status eines Zeugen."
Galuschenko war von 2021 bis 2025 Energieminister. Anschließend leitete er mehrere Monate lang das Justizministerium, bis er wegen seiner Verwicklung in Timur Minditschs Korruptionsskandal im Energiesektor entlassen wurde.
19:37 Uhr
Szijjártó: Ukraine blockiert weiterhin Öllieferungen aus Russland nach Ungarn

Archivbild: Péter SzijjártóRIA Nowosti / Alexei Majschew / Sputnik Obwohl die Ölpipeline "Druschba" unbeschädigt und betriebsbereit ist, wird wegen politischer Entscheidungen der ukrainischen Regierung kein Öl aus Russland nach Ungarn geliefert. Dies erklärte der ungarische Minister für auswärtige Angelegenheiten und Außenwirtschaft, Péter Szijjártó. Szijjártó sieht darin den Versuch, der ungarischen Regierung im Vorfeld der Parlamentswahlen Schwierigkeiten zu bereiten. In einem Kommentar zu Berichten über die Einstellung der Öllieferungen in die Slowakei und nach Ungarn über ukrainisches Gebiet stellte er im Radiosender Kossuth fest, dass "die Ölpipeline Druschba durch die jüngsten Angriffe nicht beschädigt wurde". Szijjártó betonte:
"Die Beschädigung der Infrastruktur rund um die Ölpipeline stellt kein Hindernis für deren Betrieb dar. Technisch ist sie bereit, die Lieferungen wieder aufzunehmen. Somit gibt es nur politische Gründe für die Behinderung ihres Betriebs."19:15 Uhr
Rund 123 ukrainische Drohnen über russischen Regionen innerhalb von fünf Stunden abgeschossen
Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur TASS, die sich auf das Verteidigungsministerium beruft, haben die russischen Luftabwehrkräfte innerhalb von fünf Stunden 123 ukrainische Drohnen über Russland abgeschossen, darunter auch Drohnen, die in Richtung Moskau flogen. In der Meldung des Ministeriums heißt es:
"Die Luftabwehrkräfte haben zwischen 13:00 und 18:00 Uhr Moskauer Zeit 123 ukrainische Drohnen über den Regionen Brjansk, Kaluga, Tula, Kursk, Orjol, Belgorod, Wladimir und dem Moskauer Gebiet abgeschossen, darunter 15, die auf Moskau zuflogen."
18:59 Uhr
DikGazete: Europa gerät wegen mangelnder Beachtung von Putins Warnungen in Schwierigkeiten
Die europäischen Länder erleben derzeit Krisen, die der russische Präsident Wladimir Putin bereits auf der Münchner Konferenz im Jahr 2007 vorhergesagt hatte. Darüber berichtet die türkische Zeitung dikGazete. Damals kritisierte Putin die unipolare Welt, die Erweiterung der NATO und die Pläne der USA, Raketenabwehrsysteme in Osteuropa zu stationieren. Wie die Zeitung schreibt, wurden seine Worte damals nicht ernst genommen. Die Autoren stellen fest, dass Europa sich geweigert habe, eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur mit Russland zu schaffen, und nun die Folgen seiner strategischen Kurzsichtigkeit zu spüren bekomme. In dem Artikel von dikGazete heißt es:
"(...) Putins Signale (...) sind zu den wichtigsten Punkten auf der Tagesordnung Europas geworden. Sicherheit, Abschreckung, kollektive Verteidigung. All dies sind verspätete Echos der Warnungen, die damals in München ausgesprochen wurden."18:32 Uhr
Fico: Europa wird zum Freilichtmuseum für chinesische Touristen

Am Freitag, dem 13. Februar 2026, hat sich der Ministerpräsident der Slowakei, Robert Fico, zur Deindustrialisierung in der Europäischen Union geäußert. Fico warnte, dass die EU ohne eine stärkere Führung Gefahr laufe, wirtschaftlich zu stagnieren und ihre globale Bedeutung zu verlieren. Er sagte, dass der Block zu einem kulturellen Freilichtmuseum für chinesische Touristen werden könnte, wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite
18:04 Uhr
Außenministerium: Russland zu Gesprächen über temporäre externe Verwaltung der Ukraine bereit

SymbolbildRIA Nowosti / Sputnik Nach Abschluss der militärischen Sonderoperation ist Russland bereit, Gespräche über die Möglichkeit einer externen Verwaltung der Ukraine unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen aufzunehmen. Dies erklärte der stellvertretende Außenminister Russlands, Michail Galusin. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS merkte er an, dass die Idee der Einrichtung einer externen Verwaltung für die Ukraine unter der Schirmherrschaft der UNO nicht neu sei und dass ähnliche Verwaltungsformen bereits von der UNO im Rahmen ihrer Friedensoperationen angewendet worden seien. Galusin betonte:
"Insgesamt ist Russland bereit, mit den USA, europäischen und anderen Ländern die Möglichkeit einer vorübergehenden externen Verwaltung in Kiew zu diskutieren."
17:38 Uhr
Kiew verlegt seine am besten ausgebildeten Sturmtruppen in Richtung Saporoschje
Das Kommando der ukrainischen Armee hat die am besten ausgebildeten Sturmtruppen aus anderen Gebieten in Richtung Saporoschje verlegt. Dies berichtet die Agentur TASS unter Berufung auf den Chef des Generalstabs der russischen Armee, General Waleri Gerassimow. Er erklärte unter anderem:
"Die Truppengruppe Ost treibt ihren Vormarsch im östlichen Teil der Region Saporoschje voran. Um unseren Vormarsch zu stoppen, hat das feindliche Kommando die am besten ausgebildeten Sturmtruppen aus anderen Gebieten in diese Richtung verlegt. Die Verbände der Truppengruppe schlagen die Angriffe des Feindes souverän zurück, die feindlichen Formationen erleiden erhebliche Verluste."
16:53 Uhr
Aufrüstung ohne Rückhalt: Kaum Soldaten für Merz' NATO-Pläne

Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz angekündigt, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas auszubauen und mit einer Brigade in Litauen die NATO Ostflanke zu stärken. Doch der Realitätstest fällt ernüchternd aus.
Nach Spiegel-Informationen fehlen massiv Freiwillige für den Einsatz nahe der russischen Grenze. Während die Bundeswehr mit fragwürdigen Werbeideen um Soldaten wirbt, wächst der politische und gesellschaftliche Widerstand. Im Video kritisieren unter anderem Sevim Dağdelen vom BSW, Klaus Ernst vom BSW sowie der Publizist Werner Rügemer die Militarisierung, die Ukraine Politik und die Abhängigkeit Europas von den USA.
Zeitgleich startet die NATO mit Arctic Sentry eine neue Arktis Mission, an der sich Deutschland mit Eurofightern beteiligt. In München protestieren zahlreiche Menschen gegen Aufrüstung und Konfrontation und fordern Diplomatie, Verhandlungen und eine europäische Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands statt weiterer Eskalation.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
16:18 Uhr
Außenministerium: Kiew reagiert nicht aufs Angebot zur Einrichtung der Feuerpause-Kontrollstelle
Kiew hat das Angebot Russlands zur Einrichtung einer bilateralen Stelle zur Überwachung und Kontrolle der Feuerpause ignoriert, sagte der stellvertretende Außenminister Russlands, Michail Galusin. Damit bremst die ukrainische Seite den Verhandlungsprozess. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS erklärte er:
"Kiew hat unsere Vorschläge zur Steigerung der Effizienz des Verhandlungsprozesses durch die Einrichtung eines bilateralen Zentrums zur Überwachung und Kontrolle des Waffenstillstands sowie von Arbeitsgruppen zur Lösung militärischer, politischer und humanitärer Fragen unbeantwortet gelassen. Auch auf unsere Bereitschaft, die Ebene der Delegationsleiter aufzuwerten, gab es keine klare Reaktion."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



