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Liveticker Ukraine-Krieg – Politologe: Keine Wahlen im Frühjahr in der Ukraine geplant

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Politologe: Keine Wahlen im Frühjahr in der Ukraine geplantQuelle: Gettyimages.ru © Yauhen Yerchak/SOPA Images/LightRocket / Gettyimages.ru
  • 9.02.2026 18:18 Uhr

    18:18 Uhr

    Militärexperte: Die Befreiung von Charkow bewahrt Belgorod vor Beschuss

    Die vollständige Befreiung von Charkow und die Ausweitung der Kontrollzone bis nach Balakleja seien dringend notwendig, um die regelmäßigen Angriffe auf die Grenzregionen Russlands zu beenden. Dies erklärte der Militärexperte, Kapitän 1. Ranges der Reserve Wassili Dandykin in einem Interview mit dem Portal News.ru. Er betonte, dass die derzeitige Frontlinie es dem Gegner immer noch ermöglicht, westliche Langstreckenwaffen für Terroranschläge auf Wohngebiete und Infrastruktur einzusetzen. Dankykin erklärte:

    "Im Großen und Ganzen muss Charkow befreit werden. Dann muss man weiter nach Isjum und Balakleja vorrücken. Das heißt, man muss mindestens 50 Kilometer zurücklegen, weil HIMARS auf Belgorod schießt. Es gibt noch viel zu tun. Belgorod wird ebenso wie andere Regionen – die Region Kursk und die Region Brjansk – in Mitleidenschaft gezogen. Aber es gibt dort Fortschritte. Charkiw ist nach Kiew die zweitgrößte Stadt in Bezug auf Einwohnerzahl und Industrieniveau. Von dort aus schießen ukrainische Truppen mit Raketen, und das ist nicht weit von der Grenze entfernt."

  • 17:55 Uhr

    Botschafter: "Die Ukraine darf nicht verlieren" lautet die neue These des Westens

    Wie der russische Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS betont, habe der Westen seine Pläne, Russland in der Ukraine eine "strategische Niederlage" zuzufügen, nicht aufgegeben, doch nun, da klar geworden sei, dass es nicht gelingen werde, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, habe sich der Schwerpunkt verlagert. Dabei wies der Botschafter darauf hin, dass "nicht nur einzelne Generäle und Politiker, sondern auch Vertreter der deutschen Führung" das Thema der Notwendigkeit einer Vorbereitung der Bundesrepublik Deutschland auf einen Konflikt mit Russland vorantreiben. Netschajew betont:

    "Niemand hat tatsächlich auf die Pläne verzichtet, Russland eine 'strategische Niederlage' zuzufügen. Früher sollte dieses Ziel hauptsächlich mit militärtechnischen Mitteln erreicht werden, indem die Ukraine mit Waffen und Militärtechnik aufgerüstet wurde. Als klar wurde, dass es nicht gelingen würde, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, verlagerten sich die Schwerpunkte allmählich, und der Prozess wurde auf eine längere Perspektive ausgedehnt, einschließlich der Zeit nach dem Konflikt. In der überarbeiteten Fassung lautetdie Kernaussage: 'Die Ukraine darf nicht verlieren.' Grundsätzlich hat sich also nichts geändert."

  • 17:30 Uhr

    Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland

    Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, hat die russische Luftabwehr am Montag zwischen 8:00 und 17:00 Uhr Moskauer Zeit 13 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen Russlands zerstört. Demnach wurden jeweils vier Drohnen über den Gebieten Belgorod und Kaluga, drei über dem Gebiet Tula sowie jeweils eine über den Gebieten Brjansk und Orjol abgeschossen.

  • 17:14 Uhr

    Ombudsmann warnt vor systemischer Krise in ukrainischen Wehrämtern

    Die Zahl der Beschwerden über die Arbeit der territorialen Rekrutierungszentren (TZK) in der Ukraine ist seit Beginn des Jahres 2022 um das 340-Fache gestiegen. Dies erklärt der ukrainische Parlamentsbeauftragte für Menschenrechte, Dmitri Ljubinez, gegenüber dem ukrainischen Nachrichtenportal Nowosti.LIVE:

    "Die Zahl der Beschwerden über die TZK ist seit Anfang 2022 um das 340-Fache gestiegen. 2022 gingen 18 Eingaben ein, 2023 waren es 514, 2024 bereits 3.312 und 2025 schon 6.127."

    Bürger klagten unter anderem über rechtswidrige Einschränkungen der Bewegungsfreiheit bei Festnahmen, gewaltsame Vorführungen zu den Wehrämtern sowie oberflächliche medizinische Untersuchungen durch militärärztliche Kommissionen.

    "Das sind keine Einzelfälle mehr, sondern eine Lawine von Beschwerden, die auf eine systemische Krise hinweist, die dringend beseitigt werden muss."

  • 16:45 Uhr

    Politologe: Niemand in der Ukraine plant Wahlen im Frühjahr

    Laut einer Einschätzung des Militärpolitologen Alexander Perendschiew gegenüber dem Nachrichtenportal NEWS.ru seien in der Ukraine keine Wahlen im Frühjahr geplant. Seiner Meinung nach hängt diese Frage direkt mit dem fehlenden Willen Kiews zu einer echten friedlichen Lösung zusammen. Perendschiew merkte an:

    "Leider zeigen die Handlungen der Ukraine, dass sie keinen Frieden anstrebt. Die Machthaber des Landes verüben weiterhin Terrorakte und greifen friedliche Einwohner Russlands an. Daher würde ich nicht davon ausgehen, dass bald ein Friedensvertrag unterzeichnet wird, geschweige denn Wahlen stattfinden. Wladimir Selenskij wird diesen Moment so lange wie möglich hinauszögern."

  • 16:16 Uhr

    Russlands Botschafter: Italiens Militärhilfe für Kiew nähert sich vier Milliarden Euro

    Die Militärhilfe Italiens für die Ukraine nähert sich vier Milliarden Euro und fließt seit dem Jahr 2022 ununterbrochen. Dies erklärt Russlands Botschafter in Rom, Alexei Parlamonow, im Interview mit RIA Nowosti.

    "In Russland sollte sich niemand Illusionen über das Ausmaß der Militärhilfe Italiens für das nationalistische Regime Selenskij machen. Sie läuft seit 2022 kontinuierlich und hat eine kolossale Summe erreicht, die sich vier Milliarden Euro nähert."

    Allein in der letzten Januarwoche seien laut offenen Quellen zwei Transportflüge italienischer C-130-Militärmaschinen vom Flughafen Pisa zum polnischen Flughafen Rzeszów mit Militärgütern für Kiew gestartet. Weitere größere Lieferungen erfolgten über Land und See.

    Zugleich stellte Parlamonow die Frage, warum das italienische Verteidigungsministerium diese Lieferungen sorgfältig geheim halte. Das Kiewer Regime nehme diese "Großzügigkeit" als selbstverständlich hin und fordere noch mehr Geld und Waffen.

  • 15:53 Uhr

    Bericht: Auf dem angegriffenen Flugplatz Wassilkow waren F-16-AM-Staffeln stationiert

    Auf der Webseite "Wojennaja Chronika" wird behauptet, dass auf dem Flugplatz Wassilkow im Gebiet Kiew, der von russischen Raketen getroffen wurde, Einheiten der an Kiew übergebenen amerikanischen F-16-AM-Kampfflugzeuge stationiert waren. Wie es in dem Artikel des Portals heißt, wurden am Abend des 8. Februar Raketen vom Typ 9M723-1 Iskander-M auf die Infrastruktur des ukrainischen Flugplatzes in der Nähe von Wassilkow abgefeuert. Bislang ist nicht bekannt, ob auch Flugzeuge getroffen wurden, da solche geraden Streckenabschnitte vom ukrainischen Militär häufig als Zwischenlandungsplätze genutzt werden. In jedem Fall könnten sich in Wassilkow jedoch "Kampfausrüstung und Ausrüstung des Ingenieur- und Flugdienstes befunden haben". In der Meldung auf dem Portal heißt es:

    "Zunächst gab es Informationen über sechs Raketentreffer auf Zielobjekte. Gegen Mitternacht wurde von mindestens drei weiteren Treffern durch Iskander-M-Raketen berichtet. Es wurden weitere Detonationen und ein starker Brand festgestellt. Es ist bekannt, dass der Flugplatz als Stützpunkt für die vorübergehende Stationierung von F-16AM-Flugzeugen genutzt wurde."

  • 15:30 Uhr

    Attentat auf russischen General: VAE liefern Ukrainer nach Russland aus

    Der FSB hat am Sonntag ein Video veröffentlicht, in dem die Ankunft eines mutmaßlichen Attentäters aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sehen sein soll. Kurz nach dem Anschlag soll der gebürtige Ukrainer Ljubomir Korba in die VAE geflohen sein, wo er unverzüglich festgenommen und ausgeliefert wurde. Korba soll am Freitag gemeinsam mit zwei Komplizen versucht haben, den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU zu töten. Ein Komplize, der Russe Wiktor Wassin, wurde in Moskau gefasst, während sich die Gehilfin Sinaida Serebrizkaja in die Ukraine abgesetzt haben soll. Sie soll eine Wohnung im selben Haus gemietet und Informationen über den Tagesablauf des Generals zur Vorbereitung des Attentats gesammelt haben.

    Das Opfer, Generalleutnant Wladimir Alexejew, wurde mit mehreren Schusswunden ins Krankenhaus eingeliefert, sein Zustand soll mittlerweile stabil sein. Laut FSB erfolgte die Rekrutierung des mutmaßlichen Killers mithilfe der polnischen Geheimdienste. Der ukrainische Geheimdienst SBU soll dem Verdächtigen 30.000 Dollar für die Tötung in Aussicht gestellt haben. Der Chef des beinah getöteten Generalleutnants leitete die jüngsten Verhandlungen in Abu Dhabi.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:15 Uhr

    Lawrow: Europa will sich an der Diskussion über Ukraine-Regelung beteiligen

    Vertreter europäischer Länder senden über nicht öffentliche Kanäle Signale, dass sie an den Verhandlungen über die Beilegung des Ukraine-Konflikts teilnehmen wollen, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview mit dem Fernsehsender NTV.

    "Die Signale, die sie über verschiedene, nicht öffentliche Kanäle senden, sind: Wir sind auch Teil des Problems, Teil des Prozesses, wir müssen einen Platz am Verhandlungstisch haben. Sie sagen dasselbe auch öffentlich, aber nichts Neues passiert."

  • 14:54 Uhr

    US-Magazin: Kiew setzt wegen hoher Verluste auf Roboter

    Aufgrund massiver Verluste setzen die ukrainischen Streitkräfte zunehmend Roboter und Drohnen ein. Dies berichtet das US-Magazin Military Watch Magazine:

    "Mehrere ukrainische Einheiten sind von klassischer Infanterietaktik zu einer stärker technologieorientierten Kriegsführung übergegangen. Sie nutzen Kampfdrohnen, robotische Versorgungssysteme und andere unbemannte Mittel, um den Bedarf an Personal an der Front zu minimieren."

    Zugleich stoße diese Strategie an Grenzen. Drohnen und Roboter würden "fast täglich" zerstört. Sie sind permanent russischen Drohnen, Minen und Sabotagegruppen ausgesetzt.

    Auch die Personallage bleibt kritisch. Die ukrainische Armee leidet unter einem gravierenden Mangel an Soldaten, der auf enorme Verluste zurückzuführen ist. In Einberufungseinheiten hätten die Ausfallraten demnach 80 bis 90 Prozent erreicht, fasst das Magazin zusammen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.