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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Erdoğan pocht auf "konkrete" Schritte von Schweden und Finnland

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Erdoğan pocht auf "konkrete" Schritte von Schweden und FinnlandQuelle: www.globallookpress.com © IMAGO / Christian Ohde / www.imago-images.de
  • 26.06.2022 07:31 Uhr

    07:31 Uhr

    Explosionen in Kiew

     

    In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es am Sonntagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Medien berichteten von mindestens 14 Raketen. Auf Fotos und Videos waren Rauchsäulen zu sehen. Krankenwagen und Rettungskräfte seien im Bezirk Schewtschenko im Einsatz, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Unter den Trümmern gebe es Menschen. Zwei Betroffene seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Berichte über mögliche Todesopfer lagen zunächst nicht vor.

    Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, teilte mit, eine Rakete habe ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen. Eine weitere Rakete sei auf dem Gelände eines Kindergartens im Bezirk Schewtschenko eingeschlagen.

  • 07:31 Uhr

    Russland evakuiert mehr als 25.000 Menschen aus gefährlichen Zonen in Ukraine und Donbass-Republiken

     

    Der Leiter des Nationalen Zentrums für Verteidigungsmanagement der Russischen Föderation, Generaloberst Michail Misinzew, hat auf seinem Pressebriefing am Samstagabend mitgeteilt, dass Menschen aus gefährlichen Zonen in der Ukraine und den Donbass-Republiken weiterhin nach Russland evakuiert würden. Allein am Freitag seien ohne Unterstützung der Kiewer Behörden 25.674 Menschen, 3.803 davon Kinder, in Sicherheit gebracht worden. Misinzew zufolge seien seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar fast 2,1 Millionen Menschen, darunter fast 333.000 Minderjährige, nach Russland evakuiert worden.

    Ferner berichtete Misinzew über die Minenräumung im Donbass. Allein am Freitag habe man dort 18,92 Hektar Fläche, darunter 35 Gebäude, zwei Brücken und 9,64 Kilometer Straßen, abgesucht und 2.127 Sprengsätze entschärft.

  • 07:00 Uhr

    Erdoğan pocht auf "konkrete" Schritte von Schweden und Finnland

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan beharrt weiter auf den Bedenken seines Landes gegen einen möglichen NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands. Die beiden Länder müssten zunächst "konkrete und ernst gemeinte" Schritte etwa gegen die kurdischen Organisationen PKK und YPG unternehmen, machte Erdoğan nach Angaben seines Präsidialamtes am Samstag in einem erneuten Telefonat mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg deutlich. Die beiden Länder müssten mit Blick auf die PKK "ihre Haltung ändern". Darüber hinaus sollten sie garantieren, ein Waffenembargo aufzuheben, und versprechen, in Zukunft nicht auf ähnliche Taktiken zurückzugreifen.

    In einem weiteren Telefonat mit der schwedischen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson habe Erdogan seine Forderung wiederholt, bestimmte Personen auszuliefern oder abzuschieben, hieß es von türkischer Seite.

    Schweden und Finnland hatten Mitte Mai die Aufnahme in das Militärbündnis beantragt. Die Türkei blockiert bislang aber den Aufnahmeprozess und begründet seine Haltung mit der angeblichen Unterstützung Finnlands und Schwedens von Terrororganisationen wie der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der syrischen Kurdenmiliz YPG. Schweden und Finnland weisen das zurück. Ab dem kommenden Mittwoch treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 30 Bündnisstaaten zu einem zweitägigen Nato-Gipfel in Madrid.

  • 25.06.2022 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:27 Uhr

    Nukleares Forschungszentrum in Charkow erneut unter Beschuss

    Die nukleare Forschungseinrichtung "Neutronenquelle" in der ostukrainischen Stadt Charkow ist nach ukrainischen Angaben erneut unter Beschuss geraten. Dabei seien Gebäude und Infrastruktur wie Lüftungskanäle beschädigt worden, teilte die Nuklearaufsichtsbehörde des Landes am Samstag mit. Der Teil der Anlage, wo der Kernbrennstoff gelagert wird, wurde nicht in der Auflistung der Schäden erwähnt. Es sei keine erhöhte Strahlung festgestellt worden.

    Die "Neutronenquelle" ist in der Datenbank für Forschungsreaktoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gelistet, es handelt sich nach Angaben der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln jedoch nicht um einen klassischen Reaktor. Die Anlage ist seit Kriegsbeginn Ende Februar wiederholt unter Beschuss geraten. Aus Anlass der damaligen Beschüsse und eines zwischenzeitlichen Brandes stellte die IAEA mehrfach klar, dass keine Verseuchungsgefahr bestehe, da die in der Anlage vorhandenen Mengen spaltbaren Materials äußerst gering seien. 

  • 21:00 Uhr

    Karte des aktuellen Frontverlaufs um Lissitschansk 

    Nach Darstellung russischer Militärexperten und Kriegsreporter sieht der Frontverlauf um Lissitschansk aktuell so aus: 

    Sewerodonezk ist vollständig unter Kontrolle russischer Truppen und der Lugansker Volksmiliz, Lissitschansk ist bis auf einen Korridor im Südwesten von den alliierten Truppen umschlossen. 

  • 20:30 Uhr

    Ukraine und Russland bestätigen russische Einnahme von Sewerodonezk

    Das ukrainische Militär hat den Rückzug aus der zuletzt umkämpften Stadt Sewerodonezk im Osten des Landes bestätigt. "Nach dem Rückzug von Einheiten unserer Truppen hat sich der Feind in Sewerodonezk festgesetzt", teilte der Generalstab am Samstagabend in Kiew mit. Dies sei auch in zwei Vororten der Fall sowie in Sirotino, einem Dorf westlich von Metjolkino.

    Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte diese Angaben. Prorussische Kämpfer der Volksrepublik Lugansk hätten mit Unterstützung russischer Truppen die Stadt vollständig befreit, sagte Sprecher Igor Konaschenkow der Nachrichtenagentur TASS zufolge.

    Zuvor hatte der Bürgermeister von Sewerodonezk am Ostufer des Sewerski Donez ukrainischen Medien zufolge gesagt, dass russische Truppen die Stadt besetzt hätten. 

  • 20:00 Uhr

    Putin verspricht die Lieferung von Iskander-Raketenkomplexen nach Weißrussland 

    Beim Treffen mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Sankt Petersburg am Samstag hat der russische Präsident Wladimir Putin dem Nachbarland die Lieferung von Iskander-M-Raketenkomplexen zugesagt.

    "Ich schlage vor, die Verteidigungsministerien und die Generalstabschefs anzuweisen, alle Einzelheiten dieser gemeinsamen Arbeit auszuarbeiten", sagte Putin zu seinem Amtskollegen.

    Putin wies unter anderem auf die Stationierung von 200 US-amerikanischen taktischen Nuklearsprengköpfen durch europäische NATO-Mitgliedstaaten hin, für die 257 Flugzeuge als Träger vorbereitet wurden. In seiner Antwort sagte Lukaschenko, dass eine spiegelbildliche Reaktion auf die Trainingsflüge der USA und anderer Mitglieder des Bündnisses erforderlich sei. Putin schlug vor, dass die weißrussischen Su-25-Flugzeuge in russischen Fabriken umgerüstet werden und das Flugpersonal eine Ausbildung erhalten sollte.

    Iskander-M-Raketen sind dazu geeignet, konventionelle wie nukleare Sprengköpfe an Ziele von bis zu 500 Kilometern Entfernung zu transportieren.

  • 19:20 Uhr

    Niemand hat überlebt – Schockierende Aufnahmen aus dem Dorf Nowotoschkowskoje 

    Die Kriegsberichterstatterin Julia Martowaliewa filmte am Samstag in dem Dorf Nowotoschkowskoje (Volksrepublik Lugansk), das bis Freitag von den ukrainischen Truppen kontrolliert worden war. Wie die Reporterin berichtet, sind unter der "Fürsorge" der ukrainischen Armee alle in der Siedlung noch verbliebenen Zivilisten in ihren Unterschlüpfen an Hunger und Wassermangel verstorben. 

    Als die Soldaten der Lugansker Volksmiliz in das Dorf eindrangen, fanden sie keinen einzigen Einwohner mehr lebendig vor. Nowotoschkowskoje liegt an der Bachmutow-Stoßrichtung, einer Schlüsselposition. In dem Dorf gibt es kein einziges Gebäude mehr, so brutal waren die Kämpfe. Die ukrainische Armee zog sich zurück und ließ die Ausrüstung und die Leichen ihrer Soldaten in den Schützengräben zurück.

  • 19:00 Uhr

    Russland meldet fast 800 getötete ukrainische Soldaten an einem Tag

    In der erbitterten Schlacht um den Osten der Ukraine haben russische Truppen nach eigenen Angaben binnen 24 Stunden fast 800 gegnerische Soldaten getötet – darunter 80 freiwillige Kämpfer aus Polen. Die Söldner seien durch einen Raketenangriff auf ein Zinkwerk in der Stadt Konstantinowka liquidiert worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag.

    Ein Raketenangriff auf Nikolajew im Süden habe etwa 300 Soldaten getötet. Auch die Regierung in Kiew berichtete von heftigem Beschuss in vielen Gebieten.

    Gesichert ist inzwischen die Information, dass die alliierten Truppen der Lugansker Volksmiliz und der russischen Armee die Stadt Sewerodonezk, einschließlich des Asot-Chemiewerkes, vollständig unter ihre Kontrolle gebracht haben. Das bestätigte am Nachmittag der ukrainische Bürgermeister der Stadt im ukrainischen Fernsehen.

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