Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau und Kiew planen Gefangenenaustausch zu Ostern

2.04.2026 14:42 Uhr
14:42 Uhr
Explosionen in zahlreichen ukrainischen Städten
Ukrainische Medien melden Explosionen in den Städten Charkow, Odessa, Sumy und Tschernigow. Zudem wurde laut Angaben der Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Transformation Stand 13:17 Uhr MEZ der Luftalarm in Stadt und Gebiet Kiew sowie den Gebieten Schitomir, Winniza, Tscherkassy, Kirowograd, Dnjepropetrowsk, Poltawa, Sumy und Tschernigow ausgerufen.
13:52 Uhr
Kiews Truppen greifen Pferdefarm im Gebiet Saporoschje an – 14 Tiere tot

Ein Pferd, das den ukrainischen Drohnenangriff auf eine Farm im Gebiet Saporoschje überlebte.Telegram: Jewgenin Balizki Im Gebiet Saporoschje hat das ukrainische Militär eine Pferdefarm mit Drohnen angegriffen. Wie der Gouverneur der Region, Jewgeni Balizki, berichtet, wurden beim sinnlosen Gewaltakt 14 Pferde getötet:
"Mindestens zehn Starrflügler-Drohnen haben eine Pferdefarm im Gemeidebezirk Akimowka angegriffen. Das ist ein vorsätzlicher Angriff gegen einen zivilen Betrieb. Durch direkte Treffer und den darauffolgenden Brand starben 14 Pferde, nur drei überlebten. Der geschädigte Betrieb wird Unterstützung erhalten."
Auf seinem Telegram-Kanal teilt Balizki Bilder vom Ort des Vorfalls und betont:
"Dieses weitere Kriegsverbrechen zeigt das wahre Gesicht des Gegners, der weder Kinder noch Alte und nicht einmal Tiere verschont, die keinesfalls ein militärisches Ziel sein können. So sehen die gegnerischen 'Siege' aus, so die taktischen Errungenschaften und entsprechend die Berichte, um von Europa Waffen zu erhalten."
13:32 Uhr
Russische Verwaltung des Gebiets Charkow: Woltschansk bleibt unter Beschuss
Das ukrainische Militär nimmt nach dem Verlust der Stadt Woltschansk im Gebiet Charkow den Ort täglich unter Feuer, ohne auf mögliche zivile Verluste zu achten. Witali Gantschew, Leiter der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets, schreibt dazu auf sozialen Netzwerken:
"Nach Angaben von evakuierten Zivilisten steht Woltschansk unter täglichem Beschuss durch bewaffnete Verbände der Ukraine. Nach dem Verlust der Kontrolle über die Stadt schont die ukrainische Armee keine Zivilisten und vernichtet sämtliche bewegliche Objekte und Gebäude."
Gantschew fügte hinzu, dass in dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets aktiv die Zwangsmobilmachung der männlichen Bevölkerung laufe. Dabei tun die Charkower "alles Mögliche, um nicht für das verbrecherische Kiewer Regime kämpfen zu müssen."
12:48 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlaufe des vergangenen Tages bekannt.
Angaben der Behörde zufolge haben alle Truppenverbände ihre taktische Lage verbessert. Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord verlor Kiew bis zu 170 Soldaten. Zudem wurden acht Autos, drei Geschütze, eine Eloka-Anlage sowie 13 Material- und Munitionslager eliminiert.
Die ukrainischen Verluste bei Kämpfen gegen den Truppenverband West beliefen sich auf über 190 Soldaten. Ein Panzer, zwei US-produzierte gepanzerte Mannschaftstransporter vom Typ M113, 27 Autos, zwei Geschütze und ein Munitionslager wurden zerstört.
Beim Vorrücken des Truppenverbands Süd verlor die Ukraine bis zu 185 Kämpfer, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, zehn Autos, sechs Geschütze, eine Eloka-Anlage sowie neun Lager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte musste Kiews Militär einen Verlust von über 375 Soldaten hinnehmen. Außerdem wurden ein Panzer, zehn gepanzerte Kampffahrzeuge und 15 Autos ausgeschaltet.
Bei Kämpfen gegen den Truppenverband Ost verloren ukrainische Truppen über 335 Militärangehörige. Zudem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwölf Autos, ein Artilleriegeschütz und eine Eloka-Anlage außer Gefecht gesetzt.
Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr kamen bis zu 50 ukrainische Soldaten ums Leben. Ein gepanzertes Kampffahrzeug, elf Autos, eine Eloka-Anlage und ein Materiallager wurden eliminiert.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie fünf Lenkgleitbomben und 291 Starrflügler-Drohnen ab.
11:23 Uhr
Prorussischer Untergrund: Über 3000 Bewohner von Cherson verweigern Evakuierung
Über 3.000 Bewohner der vom ukrainischen Militär besetzten Stadt Cherson unterliegen einer Evakuierung, wollen aber nicht ausreisen. Die prorussische Untergrundorganisation "Chersoner Widerstand" meldet dazu gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
"Die Behörden in Cherson kündigten an, dass gegenwärtig über 3.000 Menschen einer Evakuierung unterliegen. Es ist unklar, wo diese Menschen untergebracht werden sollen. Trotz der Angriffe wollen die Menschen nicht ausreisen: Die einen wollen die Ankunft der Russen selbst unter Lebensrisiko abwarten, die anderen verstehen, dass sie bei einer Abreise zu Obdachlosen werden und es viel zu teuer und riskant ist, selbstständig nach Cherson zurückzukehren."
10:14 Uhr
Russlands Menschenrechtsbeauftragte: Moskau und Kiew planen Gefangenenaustausch zu Ostern

Archivbild: Ausgetauschte Russische Kriegsgefangene bei ihrer Rückkehr am 6. März.Michail Woskressenski / Sputnik Russland und die Ukraine bereiten einen Gefangenenaustausch vor, berichtet die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert sie dazu:
"Im Vorfeld von Ostern wird eine große Arbeit zur Vorbereitung des Austauschens von Gefangenen geleistet."
Moskalkowa fügte hinzu, dass zudem mit der ukrainischen Seite vereinbart wurde, "alles Mögliche zu tun, damit auch Kriegsgefangene diesen Feiertag spüren":
"Die Kriegsgefangenen sind orthodox. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine wird ihnen Osterbrot gereicht und die Gelegenheit geboten, mit einem Priester zusammenzutreffen."
Nach orthodoxer Tradition wird das Osterfest im laufenden Jahr am 12. April begangen.
09:28 Uhr
Gebiet Kursk wird weiter von ukrainischen Drohnen angegriffen
Während des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär erneut das russische Gebiet Kursk angegriffen. Alexandr Chinstein, Gouverneur der Region, meldet dazu:
"Insgesamt wurden im Zeitraum zwischen 09:00 Uhr Moskauer Zeit am 1. April bis 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 2. April 47 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. Der Gegner setzte 31 Mal Artillerie ein, sieben Mal griffen Drohnen unser Gebiet mit Sprengsätzen an."
Nach Chinsteins Angaben wurden durch die Angriffe mehrere Fahrzeuge beschädigt. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.
08:41 Uhr
Ukrainische Drohnenleitstände vom russischen Truppenverband Ost zerstört
Im Zuständigkeitsbereich des russischen Truppenverbands Ost hat das ukrainische Militär neun Drohnenleitstände verloren. Michail Gerassimow, Pressesprecher des Verbands, berichtet dazu:
"In den vergangenen 24 Stunden verlor der Gegner fünf Starlink-Stationen, 21 Starrflügler-Drohnen und neun Drohnenleitstände."
Bei Angriffen gegen ukrainische Stellungen kamen unter anderem schwere Flammenwerfer zum Einsatz, so Gerassimow weiter.
08:08 Uhr
Russischer Truppenverband Süd zerstört 60 ukrainische Unterstände
Am vergangenen Tag haben Einheiten des russischen Truppenverbands Süd unter anderem 60 ukrainische Unterstände zerstört. Wadim Astafjew, Pressesprecher des Verbands, berichtet:
"An Frontabschnitten Kramatorsk, Konstantinowka und Slawjansk zerstörten Einheiten der Truppen für unbemannte Systeme 15 Antennen, einen Starlink-Terminal und acht Roboter-Landkomplexe. Es wurden zehn Drohnenleitstände sowie 60 Unterstände mit ukrainischem Militärpersonal getroffen, 14 gegnerische Drohnen wurden abgeschossen."
07:35 Uhr
Prorussischer Widerstand: Intensität der Kämpfe in Cherson nimmt zu

Archivbild: Stele an der Einfahrt zur Stadt Cherson.Urheberrechtlich geschützt Die Intensität der Kämpfe in unmittelbarem Umland der Stadt Cherson hat zugenommen, meldet der städtische prorussische Widerstand. Die Organisation "Chersoner Widerstand" berichtet laut Angaben der Nachrichtenagentur TASS:
"Selenskijs Regime will verbrannte Erde nach sich lassen. In der vergangenen Woche nahm die Intensität der Kämpfe zu. In der Nähe der Antonow-Brücke und der Belogrudy-Insel zermalmen russische Truppen das ukrainische Militär und rücken in Richtung der Gebietshauptstadt vor."
Vertreter des Widerstands betonten weiter, dass Kiew für ukrainische Soldaten vorsätzlich Bedingungen schaffe, die weder einen Rückzug noch ein Aufgeben zulassen:
"Die nazistische Führung beabsichtigt, sowohl das Territorium als auch die Soldaten zu vernichten."
Leonid Iwlew, Duma-Abgeordnete von der Republik Krim, erklärte parallel dazu gegenüber TASS, dass Kiew trotzt der Besatzung von Cherson die Stadtbewohner nicht mehr für Bürger der Ukraine halte. Damit bezog er sich auf die Meldung des russischen Gebietsgouverneurs Wladimir Saldo, wonach ukrainische Rekrutierungsbeamte die informelle Erlaubnis erhalten hatten, Waffen gegen die Stadtbewohner einzusetzen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


