International

Liveticker zum Ukraine-Krieg: Russland dürfte "Asow" bald als terroristische Organisation einstufen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Russland dürfte "Asow" bald als terroristische Organisation einstufenQuelle: AFP © EVGENIYA MAKSYMOVA
  • 17.05.2022 22:10 Uhr

    22:10 Uhr

    Russische Zuckerfabrik im Gebiet Kursk durch ukrainische Truppen beschossen

    Eine Zuckerfabrik am Rande des Dorfes Tjotkino im russischen Gebiet Kursk soll von den ukrainischen Streitkräften mit Mörsergranaten beschossen worden sein. Dies wurde vom Gouverneur Roman Starowoit auf Telegram berichtet:

    "Das feindliche Feuer wurde durch Gegenmaßnahmen unseres Grenzschutzes und Militärs unterdrückt. Es gab keine Verletzten."

    So sieht die Zuckerfabrik aus:

    Es ist der zweite Beschuss des Gebiets Kursk durch die Ukraine am Dienstag. Zudem wurde ebenfalls am 17. Mai eine an der Grenze zur Ukraine liegende Siedlung im Gebiet Belgorod beschossen. Dabei wurde ein Zivilist verletzt.

  • 21:50 Uhr

    Zeitung "Iswestija" veröffentlicht Bilder von der Durchsuchung der "Asow"-Kämpfer nach dem Verlassen des Stahlwerks in Mariupol

    Die Moskauer Zeitung Iswestija hat zwei Kurzclips veröffentlicht, die zeigen, wie die Angehörigen des "Asow"-Bataillons, die das Stahlwerk "Asow-Stahl" in Mariupol verlassen haben, durchsucht und befragt werden.

    Die gefangen genommenen Kämpfer der nationalistischen und faschistischen Verbände werden in Gruppen aus dem Werksgelände geführt (manche Verletzte auch auf Tragen) und müssen auf der Straße vor den russischen Soldaten ihr Gepäck und sonstige Sachen ausbreiten und durchsuchen lassen. Gleichzeitig werden dabei Name, Dienstgrad und die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Kampfeinheiten abgefragt.

    Danach würden die Gefangenen in Untersuchungshaftanstalten oder bei Bedarf in Krankenhäuser gebracht, heißt es.

  • 21:30 Uhr

    Medwedew: Russland wird Dritten Weltkrieg nicht zulassen

    Russland werde den Ausbruch des Dritten Weltkriegs nicht zulassen. Dies schrieb Dmitri Medwedew, Stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, auf seinem Telegram-Kanal. Wörtlich hieß es:

    "Ein Arsenal moderner, zuverlässiger und wirksamer Waffen kühlt die Ambitionen derjenigen ab, die bereit sind, mit ihren eigenen Händen und denen anderer Menschen einen dritten Weltkrieg zu entfesseln. Wir werden eine solche Situation nicht zulassen."

    Jedoch wies Medwedew auch darauf hin, dass Russland gezwungen sei, ständig daran zu erinnern, dass das Land im Falle eines Angriffs in der Lage sei, eine sofortige und übermächtige Antwort zu geben, "um jede Aggression abzuwehren, die unser Land bedroht".

  • 21:10 Uhr

    Dokumentiert: Nazi-Symbolik in den früheren Quartieren von ukrainischen Kämpfern

    Der Telegram-Kanal Donbass reschajet (Der Donbass entscheidet) dokumentiert Inschriften und Symbole in denjenigen Unterkünften, die zuvor von ukrainischen Kämpfern der nationalistischen und faschistischen Verbände genutzt wurden und nun unter Kontrolle der Donezker Volksrepublik (DVR) genommen worden sind.

    Dazu wird mit sarkastischem Unterton im Kanal geschrieben: "Dies ist die 'ukrainische Felsmalerei', die von DVR-Soldaten in den befreiten Vierteln von Marinka bei Donezk gefunden wurde." Nikolaj, ein Soldat der DVR, kommentierte die Fundstücke so in dem Kanal:

    "Einige der Schriftzüge an den Wänden sind so geschrieben, dass man meint, sie seien von Idioten geschrieben worden, bis man dann merkt, dass viele der Jungs dort jetzt 20 bis 25 Jahre alt sind und acht Jahre davon Krieg herrschte. Sie wurden durch Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen und haben keine Bildung."

  • 20:50 Uhr

    Ukraine beschießt russische Siedlung nahe Belgorod

    Der Gouverneur des russischen Gebietes Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, hat gemeldet, dass eine an der Grenze zur Ukraine liegende Siedlung von der ukrainischen Seite aus beschossen worden sei. Dies schrieb Gladkow am Dienstag auf seinem Telegram-Kanal:

    "Das Oberhaupt von Graiworon Stadtkreis, Gennadi Bondarew, hat soeben über den Beschuss der Siedlung Besymeno von der ukrainischen Seite aus berichtet. Es gibt ein leicht verletztes Opfer."

    Gladkow zufolge werde der Verletzte bereits medizinisch versorgt, sein Leben sei nicht in Gefahr. Weiter hieß es:

    "Es gibt Zerstörungen. Eine Bewertung und eine Hausdurchsuchung in dem Gebiet sind im Gange. Was auch immer zerstört wurde, wird so schnell wie möglich wiederhergestellt."

  • 20:30 Uhr

    Volksmiliz der LVR befreit die Siedlung Orechowo

    Die Streitkräfte der Volksrepublik Lugansk haben das Dorf Orechowo befreit, teilte die Volksmiliz der LVR in ihrem Telegram-Kanal mit. Dies meldete die Agentur RIA Nowosti.

    In dem veröffentlichten Video steht ein Vertreter der Agentur vor einem ukrainischen Panzer und zeigt auf ein Schild mit dem Namen der Siedlung. Auf diesem steht, dass das Dorf "jetzt vollständig durch Einheiten der LVR-Volksmiliz befreit wurde."

    Ebenfalls am Dienstag vermeldete die Miliz der Donezker Volksrepublik die Befreiung des Dorfes Drobyschewo.

  • 20:10 Uhr

    Russischer Geheimdienst SWR: USA verwickeln IS-Mitglieder in Kämpfe in der Ukraine

    Nach Angaben des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR rekrutieren die USA aktiv Mitglieder internationaler Terrororganisationen, darunter auch des Islamischen Staates, als Söldner für die Teilnahme an Kampfhandlungen in der Ukraine. Wörtlich hieß es:

    "Nach Informationen, die der Auslandsgeheimdienst erhält, rekrutieren die USA sogar Mitglieder internationaler terroristischer Organisationen, einschließlich der in Russland verbotenen Gruppierung Islamischer Staat, aktiv als Söldner, damit sie an Kampfhandlungen in der Ukraine teilnehmen."

  • 19:50 Uhr

    Mindestens sieben Busse mit ukrainischen Kämpfern verlassen "Asow-Stahl"

    Ein Konvoi von sieben Bussen mit ukrainischen "Soldaten" (tatsächlich überwiegend wohl eher Angehörige des nazistischen "Asow"-Bataillons), die von einem Mi-24-Hubschrauber begleitet wurden, hat das Werksgelände von "Asow-Stahl" verlassen. Das berichtete der Telegram-Kanal Readovka. Nach vorläufigen Angaben seien 256 Personen evakuiert worden.

    Wie es heißt, hätten sich die Kämpfer der nationalistischen Einheit "Asow", die in der Anlage "Asow-Stahl" in Mariupol eingeschlossen waren, bedingungslos ergeben. Dies habe der stellvertretende ständige Vertreter Russlands bei der UNO, Dmitri Poljanski, erklärt.

  • 19:30 Uhr

    Putin nennt EU-Energiepolitik "ökonomisches Autodafé"


    Wie die TASS meldet, hat der russische Präsident Wladimir Putin die Energiepolitik der europäischen Länder, gemeint ist damit die Europäische Union (EU), als "wirtschaftlichen Selbstmord" bezeichnet.

    "Es liegt auf der Hand, dass mit den russischen Energieressourcen die Möglichkeit, die Wirtschaftstätigkeit zu steigern, [den Kontinent] Europa in Richtung anderer Weltregionen verlassen wird. Solch ein wirtschaftliches Autodafé, ein solcher ökonomischer Selbstmord ist natürlich eine innere Angelegenheit der europäischen Länder",

    sagte Putin auf einer Tagung über die Entwicklung der Ölindustrie. Und er zog den Schluss:

    "Wir müssen pragmatisch handeln und in erster Linie von unseren eigenen wirtschaftlichen Interessen ausgehen."

    Putin erklärte, die steigenden Energiepreise würden die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie untergraben.

    "Der Verzicht auf russische Energieressourcen führt dazu, dass Europa systematisch und langfristig zur Region mit den höchsten Energiekosten der Welt wird ...",

    prognostizierte der russische Staatschef. Und er fügte hinzu:

    "Dies kann die Wettbewerbsfähigkeit eines bedeutenden Teils der europäischen Industrie, die schon jetzt zunehmend an Unternehmen aus anderen Regionen der Welt verliert, ernsthaft und nach Ansicht einiger Experten unwiderruflich untergraben."

    Von nun an würden sich all diese Prozesse nur noch beschleunigen, so der russische Präsident. Putin betonte in diesem Zusammenhang, dass "Europa" [die EU; Anm. d. Red.] sich selbst die Aufgabe stelle, auf russische Energieträger zu verzichten – und dabei den Schaden für seine eigene Wirtschaft ignoriere.

  • 19:10 Uhr

    Schweden: Stockholm und Helsinki beantragen am 18. Mai gemeinsam NATO-Beitritt

    Die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson hat erklärt, dass Finnland und Schweden am 18. Mai gemeinsam einen Antrag auf Beitritt zur NATO stellen werden. Dies verkündete sie auf einer Pressekonferenz:

    "Wir werden im Laufe des morgigen Tages gemeinsam einen Antrag bei der NATO stellen."

    Zuvor hatte die schwedische Außenministerin Ann Linde am Morgen des 17. Mai den Antrag Schwedens auf Beitritt zur NATO unterzeichnet.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team