Liveticker Ukraine-Krieg – Luzk: Rekrutierer bedrohen Mann mit Waffen und werfen ihn vom Dach ab

23.04.2026 13:27 Uhr
13:27 Uhr
Luzk: Ukrainische Rekrutierer bedrohen Mann mit Waffen und werfen ihn vom Dach
In der westukrainischen Stadt Luzk ist es zu einem weiteren gewaltsamen Vorfall im Zusammenhang mit der Zwangsmobilisierung gekommen. Dies berichtet unter anderem das ukrainische Nachrichtenportal Strana unter Verweis auf zahlreiche Videoaufnahmen aus sozialen Medien. Nachdem ein Mann versucht hatte, sich vor den Mitarbeitern der Musterungsbehörde (TZK) auf das Dach eines Hauses zu retten, bedrohten ihn die Rekrutierer mit Waffen. Nachdem einer von ihnen auf das Dach gestiegen war, kam es zu einem Kampf, wobei der Rekrutierer den Mann vom Dach herunterwarf und kurz darauf selbst abstürzte. Anschließend wurde der Mann von TZK-Mitarbeitern an Händen und Füßen gefasst und weggeschleppt.
Die regionale Musterungsbehörde behauptete in einer Stellungnahme zu dem Vorfall, dass die Rekrutierer dem Mann dabei helfen wollten, "Höhenangst" zu überwinden und vom Dach abzusteigen. Indessen zeigt eine der Videoaufnahmen, wie einer der Rekrutierer den Mann beschimpft und seinem "Kollegen" zuruft:
"Nimm eine Knarre, wir werden ihm auf die Beine schießen!"
Zudem bedrohte der TZK-Mitarbeiter Menschen, die den Vorfall filmten, mit einer Festnahme.
Die seit dem Beginn der russischen Sonderoperation in der Ukraine geltende Mobilmachung treibt immer gewaltsamere Blüten. Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren ist die Ausreise aus dem Land verboten, während zahlreiche Videoaufnahmen zeigen, wie Rekrutierer Wehrpflichtige gewaltsam misshandeln.
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13:08 Uhr
Gebiet Cherson: Gouverneur meldet mehrere Verletzte an einem Tag durch ukrainische Angriffe
Im Laufe des Tages haben ukrainische Truppen die Zivilbevölkerung am linken Dnjepr-Ufer im Gebiet Cherson unter Beschuss genommen, erklärt Gouverneur Wladimir Saldo. Dabei wurden sieben Männer verletzt.
12:31 Uhr
Peskow zur deutschen Militärstrategie: "Manchen Europäern läuft es eiskalt über den Rücken"
Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentiert die deutsche Militärstrategie und die Pläne Berlins, die größte Armee Europas aufzustellen. Im Gespräch mit Journalisten erklärt der Beamte:
"Ich glaube, es läuft manchen Europäern eiskalt über den Rücken, wenn sie solche Zeilen lesen und von solchen Plänen erfahren."
Deutschland hatte erstmals in seiner Geschichte eine eigene Militärstrategie genehmigt. Unter anderem wird im Dokument eine angebliche russische Bedrohung erwähnt.
Mehr zum Thema – Pistorius stellt neue Militärstrategie vor – der deutsche Militarismus ist zurück
11:43 Uhr
Französischer Außenminister: EU kann Ukraine-Kredit ab Mitte Mai freigeben
Die Ukraine kann die ersten Tranchen des EU-Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro ab Mitte Mai bekommen, erklärt der französische Außenminister Jean-Noël Barrot. Im Rundfunk Franceinfo betont er:
"Wir sind bereit, die ersten Tranchen ab Mitte Mai freizugeben, sobald eine endgültige Einigung erzielt worden ist, was dank der Aufhebung des ungarischen Vetos in den kommenden Stunden oder Tagen geschehen sollte."
Die EU-Botschafter hatten am Mittwoch den milliardenschweren Kredit und das 20. Sanktionspaket gegen Russland gebilligt.
11:06 Uhr
Kiews Truppen greifen Gebiet Kursk mit Drohnen und Artillerie an
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hat die Flugabwehr 54 ukrainische Drohnen über dem Gebiet Kursk zerstört, berichtet Gouverneur Alexander Chinstein. Zudem führte der Gegner 79 Artillerieangriffe auf Städte und Ortschaften der Region durch.
10:32 Uhr
Drohnenangriff auf Gebiet Belgorod – ein Toter, ein Verletzter
Die ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet Belgorod mit unbemannten Flugzeugen angegriffen. Laut Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow schlug eine FPV-Drohne in ein privates Wohnhaus ein. Ein Mann kam dabei vor Ort ums Leben. Der Vater der Verstorbenen erlitt Verletzungen. Er wurde mit Splitterwunden am Kopf und Bauch sowie an den oberen und unteren Extremitäten ins Krankenhaus eingeliefert.
10:02 Uhr
Flugabwehr zerstört mehrere Drohnen über DVR
Die Flugabwehr der Donezker Volksrepublik (DVR) hat weiterhin gegnerische Drohnen zerstört. Nach Angaben der Behörden wurden innerhalb eines Tages neun unbemannte Flugzeuge zum Absturz gebracht.
09:25 Uhr
Prinz Harry besucht überraschend Kiew
Prinz Harry ist am Donnerstagmorgen überraschend in Kiew eingetroffen, berichtet der Sender ITV. Bei seiner Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt erklärt der Brite, es sei gut, wieder in der Ukraine zu sein.
Zuvor war Prinz Harry im September 2025 zu Besuch in Kiew.
BREAKING: Prince Harry has arrived in Ukraine for an unannounced visit to Kyiv. pic.twitter.com/evFmkuPQS6
— Chris Ship (@chrisshipitv) April 23, 202609:07 Uhr
FSB eliminiert ukrainische Sabotageeinheiten in DVR
Angehörige der Antiterroreinheit des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands (FSB) haben zwei ukrainische Sabotageeinheiten in Konstantinowka der Donezker Volksrepublik (DVR) eliminiert. Laut einer Mitteilung sollen die Saboteure geplant haben, russische Truppen aus dem Hinterhalt anzugreifen. Außerdem wurden zwei Stellungen getroffen, von denen aus ukrainische Drohnenpiloten Gorlowka und Dserschinsk attackierten, heißt es in der Mitteilung.
08:27 Uhr
Gebiet Samara: Gouverneur meldet einen Toten und Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff
Ukrainische Drohnen haben Industriebetriebe in Nowokuibyschewsk im Gebiet Samara angegriffen. Laut Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew kam ein Mensch ums Leben. Nach vorläufigen Angaben gibt es auch Verletzte.
In der Stadt Samara schlugen Fragmente einer Drohne ins Dach eines mehrgeschossigen Wohnhauses ein. Durch den Absturz der Fragmente wurden mehrere Menschen auf der Straße verletzt, eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Vor dem Hintergrund des Drohnenangriffs organisierten die Behörden des Gebiets einen Krisenstab, Rettungsdienste sind im Einsatz, betont der Gouverneur.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.