Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 127 gegnerische Drohnen

30.05.2026 11:07 Uhr
11:07 Uhr
Drei Tote bei ukrainischen Angriffen auf 51 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 51 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 57 Geschosse abgefeuert und 91 Drohnen eingesetzt, von denen 36 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Demnach seien in der Nacht zum Samstag und am frühen Morgen drei Männer ums Leben gekommen, als das ukrainische Militär die Siedlung Oktjabrski mit unbemannten Luftfahrzeugen attackiert habe. Zwei weitere Männer seien verletzt worden. In der Siedlung Golowtschino sei eine Frau verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ihr Auto angegriffen habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden 19 Einfamilienhäuser, eine Kirche, eine soziale Einrichtung, eine Garage, eine Stromleitung, zwei Lkw, ein Kleintransporter und 20 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:33 Uhr
Gouverneur meldet zahlreiche ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 29. Mai bis 8 Uhr MESZ am 30. Mai 63 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 77-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus zwei Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über ein beschädigtes Einfamilienhaus in der Ortschaft Michailowka im Bezirk Rylsk. Dort sei zudem ein Auto in Mitleidenschaft gezogen worden.
10:01 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 50 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 29. Mai 27 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Welikaja Lepeticha — 5,
- Golaja Pristan — 2,
- Gornostajewka — 6,
- Knjase-Grigorowka — 7,
- Nowaja Kachowka — 4,
- Aljoschki — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Lepeticha, Aljoschki, Dnjeprjany, Nowaja Kachowka und Kachowka seien insgesamt 20 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:38 Uhr
Journalistin: EU untersucht nichts und weist Russland trotzdem die Schuld zu

Rumänien hat wegen eines Drohnenvorfalls die Schließung des russischen Generalkonsulats in Constanța beschlossen. Der russische Generalkonsul in Constanța wurde zur Persona non grata erklärt. Die unabhängige Journalistin Sonja van den Ende weist im Gespräch mit RT DE darauf hin, dass die EU keinerlei Untersuchung durchgeführt habe, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine russische Drohne gehandelt hat.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:04 Uhr
DVR meldet 34 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 34 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 43 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 29. Mai bis 0 Uhr am 30. Mai (Ortszeit) wurden sechs Zivilisten verletzt. Durch den Beschuss kamen sechs Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw, ein Kommunalfahrzeug, ein Linienbus und mehrere Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 25 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Drei Zivilisten kamen dabei ums Leben, fünf zivile Einwohner erlitten Verletzungen. Darüber hinaus wurden vier Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte, sechs Kommunalfahrzeuge, ein Lkw und ein Auto beschädigt.
08:30 Uhr
Selenskij bekräftigt Warnung vor Großangriff aus Russland
In seiner nächtlichen Videoansprache hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij seine frühere Warnung vor einem angeblich bevorstehenden russischen Großangriff bekräftigt. Der Politiker sagte:
"Wir haben Geheimdienstinformationen, dass Russland einen neuen großangelegten Angriff vorbereitet."
Die ukrainischen Dienste seien vorbereitet und reagierten umgehend. Die Luftstreitkräfte und die Luftabwehr würden – wie immer – rund um die Uhr im Einsatz sein, sagte Selenskij.
Auch das Verteidigungsministerium in Kiew rief die Ukrainer auf, die Luftschutzsirenen an diesem Wochenende nicht zu ignorieren. Diese Warnung gelte für das ganze Land, "insbesondere aber für Kiew".
08:06 Uhr
Verletzte und Brand im Hafen von Taganrog nach Drohnenangriff aus Ukraine
In der zurückliegenden Nacht hat das südrussische Gebiet Rostow eine massive Drohnenattacke aus der Ukraine überstanden. Gouverneur Juri Sljussar berichtet auf der Plattform Telegram über Verletzte und Sachschäden in der Hafenstadt Taganrog, die am Asowschen Meer liegt. Wie der Politiker mitteilt, seien zwei Einwohner – eine Frau und ein Mann – verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ihr Haus getroffen habe. Sie würden jetzt in einem städtischen Krankenhaus ärztlich versorgt. Im Hafen von Taganrog seien ein Tankschiff, ein Tank mit Brennstoff und ein Verwaltungsgebäude in Brand geraten. Das Feuer sei schon gelöscht worden.
Darüber hinaus berichtet Sljussar über Sachschäden in den Ortschaften Grekowo-Timofejewka, Bozmanowo und Salsk. Dort seien insgesamt ein Mehrfamilienhaus, drei Einfamilienhäuser, ein Lagerhaus und eine Gasleitung zu Schaden gekommen.
Der Gouverneur meldet den Abschuss von fast 50 ukrainischen Drohnen in der Nacht zum Samstag. Angegriffen worden sei auch die Gebietshauptstadt Rostow am Don.
07:31 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 127 ukrainische Drohnen

Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketensystem des Typs Strela-10 im Gebiet Cherson, 6. Mai 2026ALEXEI KONOWALOW / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 6 Uhr MESZ am Samstag 127 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tula und Uljanowsk, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
29.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Sacharowa bei Patrik Baab: "Menschen wie Merz hassen ihr eigenes Volk aufrichtig"

In einem am 28. Mai 2026 veröffentlichten Interview des deutschen Journalisten Patrik Baab mit der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, wurde die Rolle Deutschlands im Ukraine-Krieg vertieft.
Baab erinnerte an die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass "die Russische Föderation keine Chance hat, diesen Krieg zu gewinnen", womit er auf die These einer "Europäisierung" des Ukraine-Kriegs hinwies und Sacharowa danach fragte, ob dies in Moskau auch so vernommen werde.
"Ich würde sagen, es ist eher eine erzwungene Ukrainisierung des europäischen Bewusstseins passiert", entgegnete die Diplomatin. Demnach habe "alles, was in Westeuropa getan wird, seine wirtschaftliche Logik verloren, den Pragmatismus – auch die Rechtmäßigkeit".
"Jetzt wird alles nur noch durch das Prisma der sogenannten 'ukrainischen Frage' betrachtet", ergänzte Sacharowa.
Zur Situation Deutschlands unter Merz hat sie konstatiert, dass "wir in erster Linie das Gefühl haben, dass Menschen wie Merz ihr eigenes Volk aufrichtig hassen", wonach es nicht ein aggressives Russland sei, das Deutschland bald angreifen würde, sondern die eigenen deutschen Eliten, die "in Wahrheit die größten Lobbyisten für Kriege und für Militarisierung sind", die ihr eigenes Land in den Ruin treiben.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


