Liveticker Ukraine-Krieg: Witkoff kündigt Treffen mit Putin für Donnerstag an

21.01.2026 13:04 Uhr
13:04 Uhr
Medien: Estland leistete der Ukraine Militärhilfe im Wert von 805 Millionen Euro
Seit Beginn des Konflikts hat Estland der Ukraine Militärhilfe im Umfang von 805 Millionen Euro bereitgestellt. Dies berichtet der estnische Rundfunk ERR unter Verweis auf eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Rechne man die Ausgaben der estnischen Streitkräfte hinzu, etwa für die Ausbildung von rund 1.500 ukrainischen Soldaten, belaufe sich die Summe auf insgesamt 815 Millionen Euro.
Laut ERR entfielen davon rund 550 Millionen Euro auf Munition. Zudem habe Estland der Ukraine und ihren Bürgern im selben Zeitraum mindestens 370 Millionen Euro an weiterer Unterstützung zur Verfügung gestellt, darunter Leistungen für Flüchtlinge und Hilfe für den ukrainischen Staatshaushalt.
12:45 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr die Ukraine im Laufe des Tages etwa 1.260 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf etwa 160 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär ein gepanzertes Kampffahrzeug, zehn Autos, eine Abschussvorrichtung des Raketenwerfers RAK-SA-12 aus kroatischer Produktion, vier Feldartilleriegeschütze, eine Station für elektronische Kampfführung sowie drei Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär etwa 200 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 15 Autos, zwei Artilleriegeschütze, eine Station für elektronische Kampfführung sowie vier Munitionslager der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd musste das ukrainische Militär mehr als 185 Kämpfer einbüßen. Zwei Schützenpanzerwagen, darunter einer vom Typ М113 aus US-Produktion, neun gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos, drei Artilleriegeschütze, darunter ein vom Typ Paladin aus US-Produktion, zwei Stationen für elektronische Kampfführung sowie zwei Materiallager wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 395 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte sechs gepanzerte Kampffahrzeuge, 20 Autos, sieben Artilleriegeschütze, darunter zwei vom Typ Paladin aus US-Produktion, sowie zwei Grad-Mehrfachraketenwerfer außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten ukrainische Truppen den Verlust von etwa 260 Kämpfern hinnehmen. Darüber hinaus zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich zwei Panzer, einen Schützenpanzerwagen, 13 Autos, ein Feldartilleriegeschütz sowie einen Grad-Mehrfachraketenwerfer.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf mehr als 60 Soldaten. Außerdem eliminierte der Verband neun Autos, ein Artilleriegeschütz vom Typ Krab aus polnischer Produktion, vier Stationen für elektronische Kampfführung, eine Radaranlage P-18 sowie ein Materiallager der ukrainischen Armee.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben ein Lager für Kamikaze-Drohnen, Vorbereitungs- und Startplätze für Langstreckendrohnen sowie Objekte der Energieinfrastruktur, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte verwendet wurden, angegriffen. Zudem wurden vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner in 144 Bezirken getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben vier gelenkte Bomben, 20 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, drei Neptun-Raketen und 370 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 670 gegnerische Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 110.524 unbemannte Luftfahrzeuge, 646 Flugabwehrraketensysteme, 27.248 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.648 Mehrfachraketenwerfer, 32.731 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 52.462 militärische Spezialfahrzeuge zerstört.
12:16 Uhr
Medien: Witkoff kündigt Treffen mit Putin für Donnerstag an
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff kündigte an, am Donnerstag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau zu reisen. Dies teilt Witkoff in einem Interview mit Bloomberg TV mit. Demnach will er gemeinsam mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, nach Russland aufbrechen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass für Donnerstag ein Treffen zwischen Putin und Witkoff geplant sei.
Laut Witkoff soll bei dem Gespräch ein 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges erörtert werden, der zu mehr als 90 Prozent ausgearbeitet sei. "Alle wollen ein Friedensabkommen erreichen", erklärte Witkoff.
Zugleich weigerte er sich, die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur zu verurteilen. Durch diese waren große Teile Kiews bei eisigen Temperaturen ohne Wasser, Heizung und Strom. "Sie befinden sich im Krieg, sie schießen aufeinander", sagte er.
Unterdessen erklärte Peskow, Moskau rechne damit, zeitnah alle Informationen zu den Gesprächen über die Ukraine zu erhalten, die zwischen den USA und der EU sowie zwischen der Ukraine und Europa geführt wurden.
11:50 Uhr
Gebiet Cherson: Zivilist bei Angriff der ukrainischen Streitkräfte verletzt
Ein Einwohner des Dorfes Ljubimowka im Gebiet Cherson ist bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram mit.
"In Ljubimowka im Kachowka-Bezirk wurde ein Mann des Jahrgangs 1971 verletzt. Er wurde mit Splitterverletzungen im Gesicht in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert."
Nach seinen Angaben griffen die ukrainischen Streitkräfte auch weitere Ortschaften der Region an, darunter die Stadt Aljoschki.
11:35 Uhr
Gebiet Kursk: Dutzende Geschosse aus Ukraine binnen 24 Stunden abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, seien im Laufe des Tages 20 Geschosse auf die Region abgefeuert worden.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 20. Januar bis 7:00 Uhr am 21. Januar wurden insgesamt 13 gegnerische Drohnen von unterschiedlichen Typen abgeschossen. Der Gegner hat 20 Mal Artillerie gegen abgesiedelte Bezirke eingesetzt."
Chinstein vermeldet weder zivile Opfer noch materielle Schäden.
11:14 Uhr
Ukrainische Saboteure in russischer Uniform eliminiert
Nach Angaben von Igor Kimakowski, dem Berater des Chefs der DVR, seien zwei Gruppen ukrainischer Saboteure an der Grenze zwischen den Gebieten Saporoschje und Dnjepropetrowsk außer Gefecht gesetzt worden.
"Unsere Drohnenpiloten haben ukrainische Saboteure an der Grenze zwischen den Gebieten Saporoschje und Dnjepropetrowsk aufgespürt – zwei Gruppen. Sie haben sich russische Uniformen angezogen und begannen mit ihrer Aufgabe. Diese haben sie nicht erfüllt, denn sie wurden eliminiert."
10:36 Uhr
Gebiet Saporoschje: Zwei Verletzte bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte
In den vergangenen 24 Stunden sind im Gebiet Saporoschje zwei Menschen bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Jewgeni Balizki auf Max mit:
"Im Laufe des vergangenen Tages wurden neun gezielte Angriffe des Gegners auf Ortschaften im Gebiet Saporoschje registriert. Leider wurden zwei Menschen verletzt."
In der Stadt Wassiljewka seien bei Drohnenangriffen zwei Männer der Jahrgänge 1961 und 1939 verletzt worden. Zwei Autos wurden beschädigt. Einer der Verletzten wurde ins Krankenhaus eingeliefert, der andere ambulant behandelt. In Dneprorudnoje griff eine Drohne eine Tankstelle an. Der Brand wurde gelöscht, es gab keine Verletzten.
In Kamenka-Dneprowskaja wurden durch Drohnenangriffe ein Auto und die Verglasung eines Wohnhauses beschädigt. Auch in Michailowka und im Dorf Oktjabrskoje wurden Fahrzeuge und Wohnhäuser beschädigt. Verletzte habe es dort nicht gegeben, so Balizki.10:02 Uhr
Medien: Selenskij kritisiert Trump erstmals seit Langem
Wladimir Selenskij hat erstmals seit langer Zeit öffentlich Unmut über US-Präsident Donald Trump geäußert. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua. Anlass war Selenskijs Verzicht auf ein Treffen mit Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. In dem Bericht heißt es:
"Selenskij erlaubte sich offenbar erstmals seit dem denkwürdigen Skandal im Oval Office, wenn schon keine offene Kritik, so doch deutlich verhaltene Unzufriedenheit gegenüber Trump."
Er habe mehrere "vorsichtig negative" Kommentare zur Politik des US-Präsidenten abgegeben und zudem die "Souveränität und territoriale Integrität Dänemarks" unterstützt – mit Blick auf Trumps Pläne bezüglich Grönlands.Nach Einschätzung des Portals verzichtete Selenskij auf das Treffen wegen fehlender Fortschritte in den ukrainisch-amerikanischen Gesprächen in Miami sowie, um Meinungsverschiedenheiten mit Trump in der Grönland-Frage zu vermeiden.
09:25 Uhr
Drohnenangriff auf Adygeja – Anzahl der Verletzten gestiegen
Die Anzahl der Verletzten bei einem nächtlichen Drohnenangriff auf die Republik Adygeja sei von elf auf 13 gestiegen. Dies meldet Murat Kumpilow, der Leiter der Region, auf Telegram. Nach seinen Angaben befinden sich diese zwei Menschen auf der Intensivstation; ihr Zustand werde als stabil eingeschätzt.
09:00 Uhr
Ukrainische Truppen setzen wegen Logistikproblemen Baba-Jaga-Drohnen zur Versorgung ein
Die ukrainischen Streitkräfte seien wegen logistischer Schwierigkeiten am Frontabschnitt Melowoje-Chatneje im Gebiet Charkow gezwungen, Baba-Jaga-Drohnen zur Versorgung einzusetzen. Dies berichtet TASS unter Berufung auf die russischen Sicherheitsdienste.
"Am Frontabschnitt bei Melowoje-Chatneje haben die Soldaten des Truppenverbandes Nord durch aktive Offensivoperationen und erfolgreiche Angriffe auf Brücken und Übergänge die Feuerkontrolle über die Nachschubwege des Gegners genommen und die Logistik erheblich erschwert. Deshalb ist der Gegner gezwungen, Drohnen vom Typ Baba Jaga zur Versorgung seiner Stellungen einzusetzen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.