Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreit

17.01.2026 14:07 Uhr
14:07 Uhr
EU-Hilfen für Kiew nur bei konsequenter Korruptionsbekämpfung

Während die Kämpfe andauern, wird Kiew zugleich von einem neuen innenpolitischen Skandal erschüttert: Der jüngste Korruptionsfall um die ehemalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat auch auf europäischer Ebene Konsequenzen. Mehrere Abgeordnete des EU-Parlaments fordern, der Ukraine vorerst keine weiteren Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
13:39 Uhr
Großbritannien sagt Ukraine Millionenhilfe für Energiesektor zu
Die britische Regierung hat ein millionenschweres Notfallpaket zur Unterstützung der stark beschädigten Energieinfrastruktur der Ukraine angekündigt. Die Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 23 Millionen Euro) soll der Reparatur und dem Schutz der Energieversorgung zugutekommen.
Die Millionenhilfe soll der Downing Street zufolge dazu beitragen, den "dringenden Bedarf an Wärme und Strom" etwa für Haushalte, Krankenhäuser und Schulen zu decken. Demnach hat Großbritannien mit diesem jüngsten Paket seit Beginn des Krieges insgesamt mehr als 470 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 542 Millionen Euro) zur Unterstützung des ukrainischen Energiesektors bereitgestellt.
Die Ukraine erlebt derzeit den schwersten Winter seit dem Kriegsausbruch vor knapp vier Jahren. Hunderttausende Menschen haben wegen der russischen Angriffe keinen Strom und bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad auch keine Heizung.
13:10 Uhr
Gouverneur meldet ukrainische Angriffe auf 32 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 32 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens 23 Geschosse ab und setzte 163 Drohnen ein, von denen 136 abgeschossen wurden.
In der Statistik meldet der Politiker keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Ihm zufolge wurden in den vergangenen 24 Stunden im Gebiet Belgorod insgesamt zwei Einfamilienhäuser, ein Verwaltungsgebäude, zwei Infrastrukturobjekte, eine Scheune, zwei Stromleitungen, ein Traktor, zwei Kleintransporter und sieben Autos zerstört oder beschädigt.
12:37 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6:00 Uhr MEZ bis 10:00 Uhr MEZ zehn unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Astrachan – 7,
- Gebiet Wolgograd – 2,
- Gebiet Rostow – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
12:08 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf Telegram schreibt, hat der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Roschkowitschi, Chrapowschtschina, Nowaja Setsch und Choten im Gebiet Sumy sowie Woltschanskije Chutora, Krugloje, Grigorowka und Bely Kolodes im Gebiet Charkow getroffen hat. Der Gegner verlor bis zu 170 Kämpfer. Das russische Militär hat zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Wagen, zwei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Lager mit Kriegszubehör zerstört.
Auch der Truppenverband West hat günstigere Stellungen bezogen, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Krasny Liman in der DVR sowie Schijkowka, Tscherneschtschina, Smorodkowka und Kowscharowka im Gebiet Charkow getroffen hat. Dabei wurden mehr als 210 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt. Der Gegner verlor ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 30 Wagen, zwei Geschütze und drei Munitionslager.
Der Truppenverband Süd hat die Ortschaft Priwolnoje in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und gegnerische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Resnikowka und Konstantinowka in der DVR getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 225 Soldaten. Darüber hinaus wurden ein Transportpanzer, 14 Wagen, drei Geschütze und ein Brennstoffdepot zerstört.
Der Truppenverband Mitte hat ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Gawrilowka, Fjodorowskoje und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Grischino, Gulewo, Belizkoje, Suchezkoje und Wodjanskoje in der DVR getroffen hat. Der Gegner verlor mehr als 440 Kämpfer. Zudem wurden acht gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwei Pickups und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Ost hat die Ortschaft Priluki im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Ternowatoje, Salisnitschnoje, Wosdwischenka und Gorkoje im Gebiet Saporoschje und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 210 Soldaten. Dabei wurden fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und fünf Wagen zerstört.
Der Truppenverband Dnjepr hat ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Antonowka im Gebiet Cherson und Nowojakowlewka, Magdalinowka und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Bis zu 50 ukrainische Soldaten wurden getötet oder verletzt. Außerdem verlor das russische Militär neun Wagen, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Materiallager.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Drohnenproduktionsstätten, militärisch relevante Energieanlagen und Verkehrsinfrastrukturen in der Ukraine sowie 167 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr hat in den vergangenen 24 Stunden sechs HIMARS-Raketen, zwei Neptun-Marschflugkörper und 214 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 109.558 Drohnen, 645 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.170 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.642 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.634 Geschütze und Mörser verloren.
11:35 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Energieanlagen in LVR an
In der vergangenen Nacht hat das ukrainische Militär das Energiesystem der Volksrepublik Lugansk (LVR) mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das örtliche Ministerium für Energie und Kohleindustrie sprach auf Telegram von mindestens zehn ukrainischen Drohnen. Die meisten davon wurden zerstört. Die Behörde meldete vier Einschläge. Infolge der Attacke gebe es in zwei Bezirken keinen Strom, da einige Energieanlagen in Brand gerieten und erheblich beschädigt wurden. Die LVR-Regierung teilte mit, die Lage sei unter Kontrolle.
11:06 Uhr
Moderne Kriegsführung: Die Ausbildung zum Drohnenpiloten

Unbemannte Systeme entwickeln sich rasant weiter. Das selbstständige Regiment für unbemannte Systeme "Sturmvogel" bemüht sich, den hohen Anforderungen gerecht zu werden.
Unser Korrespondent Iwan Poljanskij war bei den Übungen der Drohnenpiloten dabei. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
10:31 Uhr
Energiemangel in Kiew: Schulen bis Februar geschlossen, UNICEF warnt vor Unterkühlung von Kindern
Nach den massiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine werden in der Hauptstadt Kiew bis Anfang Februar sämtliche Schulen geschlossen. Die Schließung werde am Montag beginnen und bis zum 1. Februar andauern, so der Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Die Stadtverwaltung will zudem die Straßenbeleuchtung auf ein Fünftel dimmen und sämtliche dekorative Beleuchtung abschalten.
Mittlerweile warnt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF vor Gefahren für Kinder infolge der russischen Attacken auf das ukrainische Energienetz. Die Notvorräte an Stromgeneratoren gingen zur Neige, während die Temperaturen nachts auf bis zu minus 18 Grad fielen, heißt es. Die Organisation versorgt nach eigenen Angaben derzeit 1,65 Millionen Menschen mit Winterhilfen, darunter 470.000 Kinder.
Schwere Angriffe in der #Ukraine legen die Energie- und Wasserversorgung lahm, die Temperaturen liegen weit unter dem Gefrierpunkt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. UNICEF arbeitet unermüdlich daran, 1,65 Mio Menschen, darunter 470.000 Kinder, mit Hilfsangeboten zu erreichen. pic.twitter.com/VxuiWKeQEM
— UNICEF Deutschland (@UNICEFgermany) January 16, 202610:02 Uhr
Artilleriebeschuss und Drohnenangriffe auf Gebiet Kursk: Zwei Häuser und zwei Autos beschädigt
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Am Samstagmorgen hat Gouverneur Alexander Chinstein auf Telegram Statistiken geteilt, wonach der Gegner im Zeitraum von 7:00 Uhr MEZ am 16. Januar bis 5:00 Uhr MEZ am 17. Januar die grenznahen Zonen des Gebiets 38-mal unter Beschuss genommen hat. In dieser Zeit wurden 36 Drohnen abgeschossen. Es erfolgten auch zehn Angriffe, bei denen der Gegner Sprengsätze von unbemannten Luftfahrzeugen abwarf.
Der Politiker meldet weder Todesopfer noch Verletzte. Bei einer Drohnenattacke wurden zwei Einfamilienhäuser und zwei Autos in der Siedlung Alexandrowka im Bezirk Rylsk beschädigt, teilt Chinstein mit. Er hat den Betroffenen Hilfe bei der Reparatur zugesagt.
09:30 Uhr
Nord-Stream-Anschlag: Bundesregierung nennt Saboteure beim Namen

Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines hat eine juristische Fortsetzung bekommen. Der Bundesgerichtshof stellt in einem Beschluss fest, dass die Sabotage mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem fremden Staat in Auftrag gegeben wurde – der Ukraine.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



