Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Donbass steht in Abu Dhabi auf der Agenda

23.01.2026 11:00 Uhr
11:00 Uhr
Zwei Agenten ukrainischer Geheimdienste wegen Sabotageakte auf der Krim festgenommen
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat zwei russische Staatsbürger, Jahrgang 1995, in der Republik Krim festgenommen, die in den Jahren 2024 und 2025 an einer Reihe von Sabotage- und Terroranschlägen im Auftrag der ukrainischen Geheimdienste beteiligt waren, teilt der Pressedienst der russischen Behörde am Freitag mit.
Aus der Erklärung geht hervor, dass die Täter im Jahr 2024 Kontakt mit einem Vertreter der ukrainischen Geheimdienste aufgenommen hätten.
Auf seine Anweisung hätten sie Informationen über Objekte des russischen Verteidigungsministeriums auf der Krim, Standorte der kritischen Infrastruktur, Bewegungen der russischen Militärtechnik sowie Ergebnisse der ukrainischen Raketenangriffe gesammelt und diese dann der ukrainischen Seite übermittelt.
Im Auftrag des ukrainischen Kontaktmannes hätten die Täter zudem Eisenbahn-Schaltschränke und Ausrüstung von Mobilfunkbasisstationen gesetzt.
Die beiden Männer haben Geständnisse abgegeben.
10:40 Uhr
Kosatschow: Ukraine-Konflikt verläuft nach russischem Szenario
Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des Föderationsrats, Konstantin Kosatschow, zeigen die Gespräche von Präsident Wladimir Putin mit der US-Delegation im Kreml sowie der Besuch von Wladimir Selenskij in Davos, dass der Konflikt in der Ukraine nach russischem, nicht nach ukrainischem oder europäischem Szenario verläuft. Er schrieb auf Telegram:
"Die ungeplante Ankunft von Selenskij in Davos auf Geheiß des US-Präsidenten und die geplanten, regulären Verhandlungen des russischen Präsidenten mit der amerikanischen Verhandlungsdelegation im Kreml bestätigen das Wichtigste: Der Konflikt entwickelt sich nach einem russischen und nicht nach einem ukrainischen und schon gar nicht nach einem europäischen Szenario. Ich bin sicher, dass dies in den USA klar verstanden wird, ohne die die Verhandlungen noch lange auf sich warten lassen würden."
Laut Kosatschow wird die weitere Entwicklung von militärischen, politischen und wirtschaftlichen Diplomaten abhängen. Er erwartet, dass die Arbeitsgruppen am 23. Januar mit der praktischen und fachlichen Erörterung wirtschaftlicher Fragen beginnen. Dazu könnte auch die Klärung des Mechanismus zur Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte in den USA gehören.
10:24 Uhr
Gebiet Kursk: Ukrainische Streitkräfte führen 78 Artillerieangriffe durch
In den vergangenen 24 Stunden haben die ukrainischen Streitkräfte 78 Mal Artillerie auf die evakuierten Grenzgebiete des Gebiets Kursk eingesetzt. Dies teilt Gouverneur Alexander Chinschtein mit.In der Zeit von 9:00 Uhr am 22. Januar bis 7:00 Uhr am 23. Januar wurden demnach zudem 51 feindliche Drohnen verschiedener Typen abgeschossen. Es gebe keine Toten und Verletzten, so Chinschtein. Er schrieb auf Telegram:
"13 Mal griffen Drohnen unser Territorium mit dem Abwurf von Sprengsätzen an."
Durch die Angriffe sei in der Stadt Rylsk die Fassade eines Hauses beschädigt und die Verglasung von drei Gebäuden zerstört worden. Zudem sei ein Auto ausgebrannt. In einem Privathaus im Dorf Bolschoje Schumakowo seien Fenster eingeschlagen worden und in der Ortschaft Lebjaschje habe ein Privathaus gebrannt.
10:10 Uhr
Selenskij: Donbass wird von Delegationen in Abu Dhabi besprochen werden

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij beim WEF in Davos am 22. Januar 2026.Nuran Erkul Kaya/Anadolu / Gettyimages.ru Laut dem ukrainischen Präsidenten, Wladimir Selenskij, werden die russische, ukrainische und US-amerikanische Delegation, die heute in Abu Dhabi zusammentreffen, über die Frage des Donbass diskutieren. Dies erklärt der Politiker am Freitag gegenüber Medien. Ihm zufolge sei diese Frage von zentraler Bedeutung.
"Sie wird diskutiert werden, ebenso wie die Modalitäten, wie die drei Seiten dies sehen, heute und morgen in Abu Dhabi."
10:00 Uhr
Fast 2.000 Mehrfamilienhäuser in Kiew ohne Wärmeversorgung
Nach Angaben von Vitali Klitschko, dem Bürgermeister von Kiew, bleiben fast 2.000 Mehrfamilienhäuser in der ukrainischen Hauptstadt ohne Heizung. Der Politiker teilt auf Telegram mit:
"Am Morgen bleiben noch 1.940 Mehrfamilienhäuser ohne Wärmeversorgung. Die meisten dieser Gebäude befinden sich am linken Ufer der Stadt, im Bezirk Petscherski, teilweise in den Bezirken Golosejewski und Solomenski."
In Kiew kommt es seit mehreren Tagen zu Notstromabschaltungen. Nach Angaben der örtlichen Medien gebe es seit Wochenbeginn in mehreren Häusern keine Wärmeversorgung.
Derzeit gilt in der Ukraine ein Notstand im Energiesektor. In mehreren Regionen des Landes kommt es täglich zu stundenlangen Stromabschaltungen wegen der Beschädigungen der Energieanlagen. Laut Behörden sei die schwierigste Lage in Kiew.
09:44 Uhr
Ukrainische Hauptstadt wird für normales Leben unbewohnbar

Kiew: Ein mobiles Zelt, der sogenannte "Punkt der Unbesiegbarkeit", leuchtet vor dem Hintergrund eines dunklen Wohngebiets während eines Stromausfalls. Anwohner versammeln sich in dem Zelt, um sich aufzuwärmen, heißen Tee zu trinken und ihre Handys aufzuladen. 20. Januar 2026.Mykhaylo Palinchak / SOPA Images/Sipa USA / Legion-media.ru 600.000 Flüchtlinge in drei Wochen, die Gefahr von Epidemien und die Schließung von McDonald’s – so sieht es heute in Kiew aus. Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Wasser- und Energieversorgung räumt Bürgermeister Witali Klitschko ein: "Die Hauptstadt steht am Rande einer humanitären Katastrophe."
Mehr dazu in dieser Analyse von Anastassija Kulikowa.09:30 Uhr
Brand auf Öldepot in Pensa nach ukrainischem Drohnenangriff
In der russischen Stadt Pensa ist nach dem Absturz von Trümmern einer ukrainischen Drohne ein Feuer auf einem Öldepot ausgebrochen. Gouverneur Oleg Melnitschenko gab über Telegram bekannt, dass weder Verletzte noch Tote zu beklagen seien. Einsatzkräfte seien vor Ort.
Auch im Gebiet Woronesch fing durch herabfallende Drohnentrümmer das Dach eines Wohnhauses Feuer. "Es gibt keine Verletzten", erklärte Gouverneur Alexander Gussew. Der Brand sei rasch gelöscht worden, nun stünden Reparaturarbeiten bevor.
Am Flughafen Pensa wurden vorübergehend Einschränkungen für Starts und Landungen verhängt.
09:09 Uhr
Verstecke mit NATO-Waffen in DVR entdeckt
Die Polizei hat Verstecke mit Schusswaffen und Munition, darunter auch mit NATO-Waffen, in der Ortschaft Welikaja Nowosjolka in der Volksrepublik Donezk entdeckt, teilt TASS unter Berufung auf die regionale Abteilung des Innenministeriums mit.
Wie es heißt, seien über 10.500 Schuss Munition, 221 Handgranaten, etwa 300 Sprengsätze, 127 Granatwerferpatronen, 300 Minen, 103 Granaten, über 550 Kilogramm Sprengstoff und 111 Waffen von anderen Typen beschlagnahmt worden.
Die Ortschaft Welikaja Nowosjolka im Westen der DVR wurde von den russischen Truppen am 27. Januar 2025 befreit.
08:48 Uhr
Marotschko: Russische Truppen schneiden Logistik der ukrainischen Streitkräfte bei Konstantinowka ab
Russische Einheiten haben laut dem Militärexperten Andrei Marotschko die Nachschubwege ukrainischer Verbände im Raum Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) gekappt. Dies sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.
"Bei Konstantinowka setzt sich die Umzingelung fort. Von Nowodmitrijewka aus gehen wir nach Westen und unterbrechen die gesamte Logistik der ukrainischen Kämpfer. Von Stepanowka aus rücken wir nach Norden vor und bilden so eine vollständige Einkreisung einzelner Gruppen."
Schwierige Wetterbedingungen erschwerten zwar die Gefechtsführung, eröffneten aber zugleich neue taktische Möglichkeiten, etwa das Überwinden kleiner Gewässer ohne Pontonbrücken.
Unterdessen meldeten russische Sicherheitsbehörden, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Verteidigungsstellungen bei Charkow verstärken. Entlang wichtiger Verkehrsachsen würden verstärkt Drohnenschutznetze installiert.
08:34 Uhr
Ukrainische Streitkräfte verlegen Söldner in Richtung Liman
Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Söldnerkompanie in die Umgebung der Ortschaft Liman im Gebiet Charkow verlegt. Dies berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die russischen Sicherheitsdienste.
"Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hat eine Söldnerkompanie der Fremdenlegion der Hauptverwaltung für Aufklärung beim Verteidigungsministerium der Ukraine in das Gebiet entsandt."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

