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Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Neun Ortschaften binnen einer Woche befreit

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Neun Ortschaften binnen einer Woche befreitQuelle: Sputnik © SERGEI BOBYLJOW
  • 2.01.2026 17:49 Uhr

    17:49 Uhr

    Russland übergibt USA Beweismaterial für gescheiterten ukrainischen Enthauptungsschlag

    Der Direktor des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostljukow, hat am Donnerstag einen Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau getroffen und ihm Materialien übergeben, die beweisen, dass Kiew am 29. Dezember versucht hat, einen Enthauptungsschlag gegen Russland durchzuführen.

    Bei dem Angriff am 29. Dezember wurde die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation im Gebiet Nowgorod von insgesamt 91 ukrainischen Drohnen angegriffen. Alle am Angriff beteiligten Drohnen konnten von der russischen Luftabwehr zerstört werden.

    Das Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 17:24 Uhr

    Zahl der Todesopfer bei ukrainischem Angriff auf Chorly steigt auf 28

    Die Zahl der Todesopfer des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf ein Café und ein Hotel im Dorf Chorly im Gebiet Cherson in der Nacht zum 1. Januar stieg auf 28. Dies teilt das Gesundheitsministerium der Krim mit und präzisiert, dass es nicht gelungen sei, eine Frau zu retten, die zuvor ins Krankenhaus eingeliefert worden sei.

    Derzeit befinden sich noch 14 Verletzte in den Krankenhäusern der Republik Krim. Zwei von ihnen – ein Erwachsener und ein Kind – befinden sich in einem kritischen Zustand, die übrigen in einem mittelschweren, präzisiert das Gesundheitsministerium.

  • 16:57 Uhr

    Ukrainische Medien melden Iskander-Angriff auf Charkow – Glaubwürdigkeit fraglich

    Ukrainische Medien melden den Einschlag von Iskander-Raketen in der Stadt Charkow.

    Russische Medien weisen jedoch darauf hin, dass keine der Monitoring-Plattformen vor der Raketengefahr gewarnt habe. Außerdem sei demnach die Rakete selbst auf den Videos aus den Telegram-Kanälen nicht zu sehen. Ukraina.ru schreibt:

    "Im Gegenteil, man kann sehen, wie es zu einer Detonation im Gebäude kommt, woraufhin benachbarte Häuser zerstört wurden."

    Weiter berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Bürgermeister von Charkow, dass das Einkaufszentrum, auf das der Angriff mutmaßlich gerichtet war, nicht im Betrieb gewesen sei. Russische Militär-Telegram-Kanäle teilen darüber hinaus mit, dass am Ort des angeblichen Raketeneinschlags typische Militärfahrzeuge zerstört worden seien, was durch Videos vom Ort des Geschehens belegt werde. Überdies merken russische Militärbeobachter an, dass auf offiziellen ukrainischen Fotos vom Ort Verwundete in Militäruniformen zu sehen seien.

    Ukrainische Medien geben an, dass es keine Toten, sondern nur Verwundete gebe.

  • 16:16 Uhr

    Drei weitere Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Grenzgebiet Belgorod

    Die Zahl der Opfer der heutigen Raketenattacke auf die Stadt Belgorod steigt an. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram schreibt, habe eine weitere Frau eine medizinische Einrichtung aufgesucht. Sie habe ein Barotrauma erlitten. Zuvor hat der Gouverneur von zwei Verletzten berichtet.

    Außerdem meldet der Politiker eine ukrainische Drohnenattacke auf ein fahrendes Auto. Nach Angaben von Gladkow seien dabei zwei Zivilisten verletzt worden. Der Vorfall habe sich in der Siedlung Beljanka im Bezirk Schebekino ereignet. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann und eine Frau. Als die FPV-Drohne ihr Auto angegriffen habe, hätten sie Splitterverletzungen und Explosionstraumata erlitten. Das Fahrzeug sei in Flammen aufgegangen.

  • 15:51 Uhr

    Selenskij will Militärgeheimdienstchef Budanow zum Leiter seines Büros machen

    Wladimir Selenskij hat sich mehr als einen Monat nach der Entlassung seines langjährigen Büroleiters und Weggefährten Andrei Jermak für einen Nachfolger entschieden. Auf der Plattform X schrieb der Staatschef, er habe Kirill Budanow, dem Leiter des Militärgeheimdiensts GUR, das Amt des Büroleiters angeboten. Eine formelle Ernennung Budanows zum Leiter der Präsidentenverwaltung gab Selenskij zunächst nicht bekannt. Seine Entscheidung begründete der Politiker wie folgt:

    "Die Ukraine muss sich jetzt auf Sicherheitsfragen sowie Verhandlungsdiplomatie fokussieren, und das Präsidentenbüro wird sich allem voran damit befassen, diese Aufgaben zu lösen. Kirill hat eine besondere Erfahrung in diesen Bereichen und genügend Kraft, um Ergebnisse zu erzielen."

    Budanow selbst äußerte sich zunächst nicht zur Ankündigung des Präsidenten. Er war im Jahr 2020 zum GUR-Leiter ernannt worden. Auch nahm er mehrmals an informellen Gesprächen mit Russland teil.

  • 15:22 Uhr

    Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien

    Zwischen der Ukraine und der neuen Regierung Tschechiens ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Der ukrainische Botschafter in Prag protestierte gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Der Politiker hatte zuvor in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen "sinnlosen Krieg" fortzuführen. Die Führung in Kiew beschimpfte er als korrupte "Diebe".

    In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Wassili Swarytsch die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, "unter dem Einfluss russischer Propaganda" zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.

    Seit wenigen Wochen regiert in Tschechien eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babiš. Tschechien hat bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine gezählt.

  • 14:40 Uhr

    Bundeswehr schreibt 18-Jährige an: Fragebogen zum neuen Wehrdienst

    Junge Deutsche sollen künftig zum 18. Geburtstag Post von der Bundeswehr bekommen: Ein Fragebogen soll abfragen, ob Interesse an einem freiwilligen Wehrdienst besteht. Während junge Männer zur Antwort verpflichtet sind und bei Verstößen ein Bußgeld riskieren, bleibt die Teilnahme für junge Frauen freiwillig.

    Die Bundesregierung hält zugleich am Ziel fest, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas auszubauen. Doch Digitalisierungsvorhaben stocken, der Personalmangel bleibt groß – und Umfragen zeigen nur begrenzte Bereitschaft in der Altersgruppe der 18- bis 28-Jährigen, einen Wehrdienst zu unterstützen oder selbst zu leisten.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 14:08 Uhr

    Mehr als 85.400 Haushalte in LVR nach ukrainischen Attacken ohne Strom

    Die Behörden der Volksrepublik Lugansk (LVR) melden einen massiven Stromausfall infolge einer Reihe von Attacken aus der Ukraine. Demnach habe der Gegner in der Nacht zum 2. Januar örtliche Energieanlagen mindestens sechsmal attackiert. Ein Umspannwerk im Norden der LVR sei außer Betrieb gegangen. Mehr als 85.400 Haushalte in vier Städten und umliegenden Siedlungen seien zeitweilig ohne Strom geblieben. Bis Freitagmittag (Ortszeit) habe man die Stromversorgung von 4.900 Haushalten wiederhergestellt. Bis zum Abend sollten weitere 40.000 Haushalte wieder ans Stromnetz angeschlossen werden. Die Reparaturen in einer namentlich nicht genannten frontnahen Stadt würden dagegen drei bis fünf Tage in Anspruch nehmen, heißt es. Auf Telegram teilt die LVR-Regierung Fotos der beschädigten Umspannwerke.

  • 13:39 Uhr

    Drei Verletzte durch ukrainische Attacken auf Ortschaften im Gebiet Saporoschje

    Die ukrainischen Streitkräfte greifen weiterhin Ortschaften im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson an. Wie Gouverneur Jewgeni Balizki auf Telegram schreibt, habe der Gegner sechs Angriffe durchgeführt, bei denen drei zivile Einwohner der Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja verletzt worden seien. Bei ihnen handele es sich um einen 41 Jahre alten Mann und zwei Frauen im Alter von 55 und 53 Jahren. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

    Der Politiker berichtet außerdem über beschädigte überirdische Gasleitungen in Kamenka-Dnjeprowskaja. In der Stadt Wassiljewka seien ein Einfamilienhaus und ein fünfgeschossiges Wohnhaus beschädigt worden, heißt es.

  • 13:10 Uhr

    Gouverneur meldet fünf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 31 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 31 Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 17 Geschosse abgefeuert und 134 Drohnen eingesetzt, von denen 114 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik berichtet der Politiker auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung. Am Dienstagmorgen seien zwei Einwohnerinnen von Belgorod verletzt worden, als das ukrainische Militär die Gebietshauptstadt mit Raketen beschossen habe. In der Siedlung Rasumnoje seien drei Zivilisten verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft angegriffen habe.

    Gladkow meldet darüber hinaus viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden elf Mehrfamilienhäuser, fünf Einfamilienhäuser, drei Geschäfte, eine Garage, eine Stromleitung und 15 Autos beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.