Liveticker Ukraine-Krieg: Russland testet im Kampfgebiet das neueste Kamikaze-Geschoss

8.02.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:56 Uhr
Lawrow: Russland wird mit allen Mitteln auf mögliche Angriffe aus Europa reagieren
Russland führt eine militärische Spezialoperation in der Ukraine durch und hat keinerlei Absicht, Europa anzugreifen. Der Außenminister Sergei Lawrow erklärte dies in einem Interview mit dem TV-Sender NTW. "Das brauchen wir überhaupt nicht", betonte der Spitzendiplomat.
Sollte Europa seine Drohungen, sich auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten, wahr machen und das Land angreifen, werde es, wie Präsident Wladimir Putin gesagt hat, "unsererseits keine militärische Spezialoperation sein".
Lawrow führte hierbei aus:
"Es wird eine umfassende militärische Reaktion sein, bei der alle verfügbaren Mittel gemäß den Doktrindokumenten zu diesem Thema zum Einsatz kommen."
19:44 Uhr
Russisches Militär greift Flugplatz im Gebiet Poltawa an
Die russischen Streitkräfte haben einen Militärflugplatz in Mirgorod, Gebiet Poltawa, angegriffen. Dies teilte Sergei Lebedew, ein Koordinator des prorussischen Widerstands in Nikolajew, der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Kurz vor dem Angriff soll ein Transportflugzeug mit Waffen für die ukrainischen Truppen auf dem Flugfeld gelandet sein.
Mirgorod ist ein wichtiger Knotenpunkt der Luftfahrtinfrastruktur im Hinterland in der Zentralukraine. Der Flugplatz dient Lebedew zufolge als Standort für die Transportflugzeuge, als Lagerhalle für die Ausrüstung sowie als Reservebasis für taktische Flugzeuge und Drohnen.
19:37 Uhr
FPV-Drohnen fügen ukrainischen Truppen Feuerschaden im Frontabschnitt Krasny Liman zu (Video)
Bei Einsätzen der Drohnenpiloten des russischen Rubikon-Zentrums für unbemannte Systeme wurden Fahrzeuge, Bodenroboter, Teile der Funkmeldesysteme, Anlagen der elektronischen Kampfführung, Deckungen und temporäre Truppenstandorte der ukrainischen Streitkräfte an der Front bei Krasny Liman zerstört. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
19:15 Uhr
Ukraine will Drohnen in Deutschland produzieren
Laut dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij soll noch in diesem Monat an einem Standort in Deutschland die Produktion ukrainischer Drohnen starten.
"Bereits 2026 werden zehn Exportzentren in ganz Europa in Betrieb sein – in den baltischen und nordischen Staaten", schrieb Selenskij auf der Plattform X. "Schon Mitte Februar werden wir die Produktion unserer Drohnen in Deutschland sehen." Er werde das erste unbemannte Luftfahrzeug persönlich in Empfang nehmen.
Die Produktion werde in einer Fabrik anlaufen, die betriebsbereit sei, so Selenskij. Genauere Angaben machte er nicht.
18:43 Uhr
Ex-Premier: Ukraine wollte Teil eines europäischen Energiesystems werden, das nicht existiert
Laut dem ehemaligen ukrainischen Regierungschef Nikolai Asarow hat die Krise in der Ukraine mehrere Ursachen. Dazu äußert er sich in einem auf Telegram veröffentlichten Post.
Nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 seien sämtliche systematische Aktivitäten zur Erhaltung, Entwicklung und Modernisierung des Energiesektors eingestellt worden, meint Asarow.
Und weiter:
"Geld wurde veruntreut. Die Gebühren wurden erhöht, angeblich um die Ausrüstung zu modernisieren, doch dies wurde nicht umgesetzt."
Wie Asarow betont, verließ die Ukraine erstens das mit Russland vereinigte Energiesystem und erklärte, sie werde Teil des einheitlichen europäischen Energiesystems werden.
Ex-Premier führt hierbei aus:
"Es gibt kein einheitliches europäisches Energiesystem – nur mehrere Stromnetzringe, die verschiedene Länder miteinander verbinden."
Zweitens sei alles im Land zerstört worden: Transformatoren- und Kabelfabriken sowie andere elektrotechnische Betriebe, die zur Aufrechterhaltung der Stromerzeugung, der Stromnetze und der Hauptverteilungssysteme beigetragen hätten.
Dann habe Kiew angekündigt, alles im Westen erwerben zu wollen. "Aber Europa produziert so etwas nicht!", betont der Ex-Premier der Ukraine.
18:19 Uhr
Präzise Treffer an gesamter Front: Russische Drohnenpiloten am Werk (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Fachleute des Rubikon-Zentrums für unbemannte Systeme entlang der Front im Einsatz. Wie es heißt, machten die Drohnenpiloten Fahrzeuge, Artilleriegeschütze, Teile der Funkmeldesysteme, Anlagen der elektronischen Kampfführung, Drohnenleitstellen, temporäre Truppenstandorte, Drohnen und Erdbunker der ukrainischen Armee samt Personal unschädlich.
17:53 Uhr
Zivilist durch ukrainische Drohnenattacke im Raum Brjansk verletzt
Ukrainische Kämpfer haben am Sonntagnachmittag (Ortszeit) die Siedlung Ponurowka gezielt mit FPV-Drohnen angegriffen. Dies gibt Gouverneur Alexander Bogomas bekannt.
"Infolge der terroristischen Aktionen des Kiewer Regimes erlitt leider ein Zivilist eine Quetschwunde", schreibt der Beamte auf Telegram. Der Mann sei mittlerweile medizinisch versorgt worden. Bei dem Angriff sei auch ein Auto beschädigt worden.
Rettungskräfte sind laut dem Gouverneur vor Ort im Einsatz.
17:33 Uhr
Orbán: Ein westlicher Soldat ohne russische Zustimmung in Ukraine bedeutet Krieg

Ungarns Premier Viktor Orbán hat auf einer Veranstaltung am Samstag gewarnt, dass sich sein Land im Krieg befinden würde, wenn auch nur ein einziger westlicher Soldat ohne Absprache mit den Russen auf ukrainischem Gebiet auftauchen sollte.
"Ich sehe keine Vereinbarung, in der die Russen akzeptieren würden, dass amerikanische – solange Trump Präsident ist, ist dies keine Gefahr – oder europäische Soldaten auf ukrainischem Gebiet stationiert sind."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
17:03 Uhr
Russland testet im Kampfgebiet das neueste Kamikaze-Geschoss
Der russische Waffenhersteller Kalaschnikow präsentiert auf der Rüstungsmesse World Defense Show 2026 in Saudi-Arabien seine neueste Entwicklung – das Kamikaze-Geschoss vom Typ Rus-PE. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen Sprecher des Unternehmens.
"Die Entwicklung dieses Produkts dauerte mehrere Jahre, und es wurde bereits im Kampfeinsatz an der Frontlinie getestet", berichtete der Sprecher. "Wir glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, unseren Kunden dieses Produkt vorzustellen."
Wie es heißt, ist das Kamikaze-Geschoss Rus-PE die erste tragbare Munition aus russischer Produktion. Die gesamte Ausstattung könne von einem Soldaten getragen werden, was ihr Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Produkten sei, teilte der Vertreter des Herstellers mit.
"Es werden keine zusätzlichen Fahrzeuge oder Infrastruktur zum Starten benötigt. Nach der Zielerfassung stellt der Soldat die Startanlage auf und feuert das Geschoss ab."
Zuvor war berichtet worden, dass es sich beim Rus-PE-Geschoss um ein System handelt, das für den 24/7-Betrieb ausgelegt worden ist und in einem Temperaturbereich von minus 40 bis plus 50 Grad Celsius eingesetzt werden kann.
Die Waffenmesse in Saudi-Arabien findet vom 8. bis 12. Februar statt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
