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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Konaschenkow: Weiterer HIMARS zerstört

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Konaschenkow: Weiterer HIMARS zerstörtQuelle: www.globallookpress.com © Senior Airman Beaux Hebert
  • 13.08.2022 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

  • 21:50 Uhr

    Frankreich steigt aus gemeinsamer Entwicklung für indisches Venus-Projekt aus

    Im Dezember 2024 will Indien eine Sonde zur Venus starten; sie soll den Planeten 2025 erreichen, wenn die Entfernung zwischen Erde und Venus ein Minimum erreicht.

    Für diese Mission ist ein Messgerät geplant, das die Zusammensetzung der Venus-Atmosphäre durch Spektroskopie erkunden sollte. Dieses Gerät sollte von russischen und französischen Wissenschaftlern gemeinsam entwickelt werden.

    Jetzt hat Frankreich seine Zusammenarbeit aufgekündigt. Das teilte der stellvertretende Direktor des Raumforschungsinstituts der russischen Akademie der Wissenschaften für das ExoMars-Projekt und Leiter der Abteilung für planetare Physik, Oleg Korablew, heute mit.

    "Wir haben das Problem [mit Bauteilen] gelöst, wir führen alle vorbereitenden Schritte durch, suchen Lieferanten, alles ist in Ordnung", sagte Korablew. "Unglücklicherweise hat die französische Raumfahrtagentur mitgeteilt, dass sie an einer Teilnahme an diesem Projekt nicht länger interessiert ist, aber wir können alles selbst kaufen."

    Die beiden Seiten waren sich bereits über die Aufteilung der Kosten einig gewesen. Die Arbeit an dem Gerät hat allerdings noch nicht begonnen, da die Bestätigung des Starttermins durch Indien noch aussteht.

    Ein Versäumen des geplanten Termins wäre sehr ungünstig für die gesamte Mission. Der nächste mögliche Zeitpunkt, an dem Erde und Venus einander nahe genug sind, ist erst im Jahr 2031.

  • 21:15 Uhr

    Explosion bei der Sokol-Fabrik in Cherson

    In Nowaja Kachowka im Gebiet Cherson kam es in der Nähe der Sokol-Fabrik nach Auskunft der zivil-militärischen Verwaltung zu einer heftigen Explosion.

    Ein Vertreter der Verwaltung sagte:

    "Das ist das Zentrum des Sokol-Viertels, die Sokol-Fabrik, Zivilbevölkerung … Das ist die am dichtesten besiedelte Gegend der Stadt."

    Rettungsdienste sind zum Ort des Vorfalls unterwegs. Bisher gibt es weder Berichte über die Ursache noch über eventuelle Opfer. Allerdings war das Gebiet Cherson in der letzten Zeit immer wieder von ukrainischer Seite beschossen worden.

  • 20:40 Uhr

    Wiederaufbau von Mariupol schreitet voran

    Beim Wiederaufbau von Mariupol wird unübersehbar auf Bautechniken zurückgegriffen, die schon zu Zeiten der Sowjetunion verwendet wurden. In dieser Geschwindigkeit ist das nur unter Einsatz vorgefertigter Bauelemente möglich. Die Ergebnisse können sich aber sehen lassen, wie das Video aus dem folgenden Tweet belegt:

    Der Text dazu lautet übersetzt: Mariupol – in drei Monaten haben sie mehr gebaut als die Ukraine in Jahrzehnten. Die russische Regierung und das Verteidigungsministerium tun alles, um zu vermeiden, dass Menschen im Winter in Kellern leben müssen. Sie leben in ihren neuen, komfortablen Wohnungen.

    Derartige Bautechniken kamen auch in beiden deutschen Staaten zum Einsatz, als noch massiv Wohnungen gebaut wurden; ganze Stadtviertel wurden noch in den 1980ern so errichtet. Inzwischen fehlt dafür in Deutschland das qualifizierte Personal. Die Bauteile müssen sehr passgenau platziert werden.

    In Russland ist dieses Wissen offenkundig nicht verloren gegangen.

  • 20:20 Uhr

    Konaschenkow: Weiterer HIMARS zerstört

    "In der Nähe des Ortes Kramatorsk in der Volksrepublik Donezk wurden ein HIMARS-Raketenwerfer und ein Depot mit dazugehöriger Munition vernichtet", meldete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow heute.

    Damit dürfte mittlerweile mehr als die Hälfte der HIMARS aus dem Verkehr gezogen sein. Ohnehin wurden die Raketen dieses Geräts, das eine Reichweite von 30 bis 80 Kilometern besitzt und mit sechs Raketen von 227 Millimetern Durchmesser beladen werden kann, in letzter Zeit immer häufiger abgefangen.

    Des Weiteren, so Konaschenkow, seien in der Region Nikolajew zwei Mi-24-Hubschrauber der ukrainischen Armee auf dem Flugplatz zerstört worden, außerdem vier ukrainische Kommandostellungen sowie Truppen und militärische Ausrüstung an 143 verschiedenen Orten.

  • 20:00 Uhr

    Sacharowa: Montenegro folgt mechanisch der zerstörerischen Linie des Westens

    Auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Montenegro reagierte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mit gewohnter Schärfe. Sie erklärte:

    "Wir sehen den Akt der montenegrinischen Behörden als eine weitere Episode des hybriden Feldzugs, den der Westen und seine Lakaien gegen Russland begonnen haben. Wir sehen in diesem Zug den Unwillen und die Unfähigkeit des offiziellen Podgorica, sich von der Politik zu lösen, mechanisch dieser destruktiven Linie zu folgen – zum Schaden der internationalen Sicherheit und ebenso seiner eigenen nationalen Interessen."

    "Wir behalten uns das Recht vor, in Übereinstimmung mit den allgemein akzeptierten Gepflogenheiten Maßnahmen zu ergreifen."

    Am 12. August erklärte Montenegro einen russischen Diplomaten zur Persona non grata. Zuvor waren bereits vier weitere russische Diplomaten ausgewiesen worden.

  • 19:30 Uhr

    Vertrag über 1.000 iranische Drohnen abgeschlossen?

    Nach einem Bericht des Journalisten Elijah J. Magnier hat Russland tatsächlich einen Vertrag über den Kauf von 1.000 iranischen Drohnen abgeschlossen. Zuvor soll Iran bereits einige Exemplare und einen Simulator für Test- und Ausbildungszwecke geliefert haben.

    Der Kauf ist dem Bericht zufolge Teil einer verstärkten strategischen Kooperation zwischen den beiden Ländern, in deren Rahmen unter anderem jüngst ein iranischer Satellit von der russischen Raketenbasis in Kasachstan gestartet wurde. Die ersten iranischen Drohnen sollen bereits in der Ukraine zum Einsatz gekommen sein.

    Magnier zitiert eine "gut informierte iranische Quelle" mit der Aussage:

    "Der Kauf von Drohnen durch eine Supermacht wie Russland ist ein bedeutender Beleg, der die Qualität und Entwicklung der iranischen Industrie bestätigt, der es gelungen ist, hoch entwickelte Drohnen wie die Shahid 129 zu produzieren, die länger als 24 Stunden fliegen kann."

    Magnier ist ein Journalist, der seit über 35 Jahren in den Ländern des Nahen Ostens arbeitet und meist sehr verlässliche Informationen liefert.

  • 18:57 Uhr

    Finnland legt Mechanismus zur Verringerung der Erteilung von Touristenvisa an Russen fest

    Finnland hat festgelegt, wie es den Mechanismus für die Ausstellung von Touristenvisa an Russen ändern wird – in der Woche steht dafür möglicherweise nur ein Tag zur Verfügung. Dies gab der finnische Außenminister Pekka Haavisto bekannt. Er sagte:

    "In der Praxis könnte das bedeuten, dass man montags ein Touristenvisum und von Dienstag bis Freitag ein Visum für Familie, Studium, Arbeit oder andere zwingende Gründe beantragen kann."

    Der Minister fügte hinzu, dass das Land damit die Ausstellung von Touristenvisa an Russen deutlich verlangsamen würde, auch diese Maßnahme sei auf nationaler legislativer Ebene durchführbar.

    Die Zahl der von Finnland ausgestellten Schengen-Visa an Russen ist deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des finnischen Außenministeriums erhielt das Land im Juli etwa 17.200 Visumanträge für Russland, wobei es sich weigerte, den Prozentsatz der abgelehnten Visa zu nennen. Wie finnische Medien berichten, ist die finnische Botschaft in Moskau der Spitzenreiter bei den Ablehnungen im Juli, wobei der Hauptgrund für die Ablehnungen die Unangemessenheit des Hauptziels war.

    Im Jahr 2019, also vor der Pandemie, hatten Russen 786.407 Visumanträge eingereicht, von denen im Durchschnitt nur 0,7 Prozent abgelehnt worden waren, wie die Behörde zuvor berichtet hatte.

    Mehr zum Thema - Estlands Premierministerin fordert totales und EU-weites Einreiseverbot für Russen

  • 18:40 Uhr

    Denkmal für russischen Schriftsteller Maxim Gorki von ukrainischen Behörden demontiert

    Das Denkmal für den russischen Schriftsteller Maxim Gorki ist in der Stadt Alexandrija im Gebiet Kirowograd in der Ukraine abgerissen worden. Dies berichtet die ukrainische Online-Ausgabe Strana.ua:

    "Die Büste des russischen und sowjetischen Schriftstellers Maxim Gorki neben einer Schule wurde heute in Alexandrija, dem Bezirkszentrum des ukrainischen Gebiets Kirowograd, demontiert."

    Es wird von den ukrainischen Behörden behauptet, dass das Denkmal bis zu einer weiteren Entscheidung der städtischen Behörden aufbewahrt werde.

    Maxim Gorki (eigentlich Alexei Peschkow) gehört zu den größten russischen Schriftstellern. Sein bedeutendes Werk umfasst vor allem erzählende, unter anderem den Roman "Die Mutter", und dramatische Werke, wie zum Beispiel "Nachtasyl".

  • 18:13 Uhr

    Slowakei übergibt Selbstfahrgeschütze an die Ukraine

    Die Slowakei hat der Ukraine eine Reihe von Selbstfahrlafetten Zuzana 2 des "NATO"-Kalibers 155 Millimeter übergeben. Dies gab der Leiter des Büros von Wladimir Selenskij Andrei Jermak bekannt:

    "Die Selbstfahrgeschütze Zuzana 2 haben die Ukraine erreicht. 155-Millimeter-Kaliber."

    Die Übergabe der Selbstfahrlafetten wurde auch vom slowakischen Verteidigungsminister Jaroslav Naď bestätigt:

    "Ich freue mich, bestätigen zu können, dass die ersten vier slowakischen Panzerhaubitzen des Typs Zuzana bereits in den Händen der ukrainischen Streitkräfte sind."