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Liveticker Ukraine-Krieg: Merz schließt EU‑Beitritt für Kiew bis 2027 aus

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Merz schließt EU‑Beitritt für Kiew bis 2027 aus© Urheberrechtlich geschützt
  • 29.01.2026 08:07 Uhr

    08:07 Uhr

    Kiews Truppen unternehmen mehrere Artillerieangriffe auf Gebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte haben binnen der vergangenen 24 Stunden zwölf Artillerieangriffe auf Städte und Ortschaften im Gebiet Kursk unternommen, berichtet Gouverneur Alexander Chinstein. Zudem wurden neun unbemannte Flugzeuge zum Absturz gebracht. Die regionalen Behörden verzeichneten keine Opfer unter Zivilisten oder Sachschäden.

  • 07:33 Uhr

    Flugabwehr zerstört mehrere Drohnen der Ukraine in vergangener Nacht

    In der vergangenen Nacht haben Einheiten der russischen Flugabwehrtruppen neun unbemannte Flugzeuge der Ukraine zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Regionen des Landes, über denen die Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden, listet das Ressort wie folgt auf:

    • vier über dem Gebiet Rostow,
    • je zwei über dem Gebiet Brjansk und der Teilrepublik Krim,
    • eines über dem Gebiet Woronesch.
  • 07:00 Uhr

    Merz schließt EU‑Beitritt für Kiew bis 2027 aus

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union deutlich ausgeschlossen. Im Gespräch mit Journalisten nach Beratungen der Spitzen von SPD und Union erklärte der deutsche Regierungschef:

    "Ein Beitritt der Ukraine zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen. Es geht nicht."

    Der Beitrittsprozess für jedes Land dauere in der Regel einige Jahre, führte Merz weiter aus. Die Ukraine müsse eine Perspektive haben, Mitglied der Europäischen Union zu werden, es sei aber ein längerfristiger Prozess. Merz betonte:

    "Wir können auf dem Weg dorthin die Ukraine langsam heranführen an die Europäische Union. Das ist immer möglich, aber ein so schneller Beitritt geht einfach nicht."

  • 28.01.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:55 Uhr

    Russischer Diplomat kritisiert EU-Politik gegenüber erwerbsunfähigen Ukrainern

    Rodion Miroschnik, Sondergesandter des russischen Außenministeriums für die Verbrechen des Kiewer Regimes, hat die geplante Kürzung von Kinderleistungen für erwerbsunfähige Ukrainer in Polen kritisiert. Seiner Ansicht nach verdrängt die EU "unnötige Ukrainer" schrittweise aus ihrem Gebiet.

    "Die pragmatischen Europäer wollen nur arbeitsfähige Migranten mit niedrigen Gehaltsansprüchen bei sich haben. Humanität, wie eine Werbeaktion für Kinder, Alte und Erwerbsunfähige, wird schrittweise zurückgefahren."

    Die Sprecherin des polnischen Innenministeriums, Katarzyna Galęcka, hatte im Dezember 2025 angekündigt, dass ukrainische Staatsbürger künftig besondere Rechte und Privilegien in Polen verlieren sollen. Bislang genießen sie laut einem Sondergesetz Priorität gegenüber anderen Ausländern, beispielsweise beim Aufenthaltsrecht, beim Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zur medizinischen Versorgung und zur Sozialhilfe.

  • 21:44 Uhr

    Protest in Kiew: Einwohner blockieren Straße wegen fehlender Heizung

    Einwohner des Kiewer Stadtteils Trojeschtschyna im Desnjanski-Bezirk haben eine Straße blockiert, um gegen die Abschaltung der Heizung in ihren Häusern zu protestieren. Dies berichtet das ukrainische Medium Strana.ua.

    Laut Angaben der Redaktion ist die Heizung in Trojeschtschyna bereits seit mehr als einer Woche ausgefallen. Zuvor hatte das ukrainische Innenministerium im Bezirk zwei Zeltlager mit jeweils sechs Zelten und Stromgeneratoren eingerichtet.

    Der Bezirksleiter Maksim Bachmatow warnte, dass die städtischen Versorgungsbetriebe Straßentoiletten ausheben müssten, falls aufgrund der anhaltenden Energiekrise die Abwasserleitungen in den Mehrfamilienhäusern einfrieren. Grund für die kritische Lage sei die Abschaltung des Heizkraftwerks. Eine Alternative zur Wiederinbetriebnahme gebe es derzeit nicht.

  • 21:35 Uhr

    Frau bei ukrainischem Drohnenangriff auf Energodar schwer verletzt

    Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Energodar im Gebiet Saporoschje ist eine Frau schwer verletzt worden. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dies teilte Bürgermeister Maxim Puchow mit.

    Zuvor hatte Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet, dass bei dem Angriff eine Frau ums Leben gekommen sei. Puchow bestätigte diese Angaben und erklärte, eine weitere Frau sei mit schweren Verletzungen in die städtische Klinik gebracht worden. Ihr Zustand werde als ernst eingeschätzt, die Ärzte leisteten qualifizierte Hilfe.

    Angesichts der Lage rief der Bürgermeister die Einwohner zu besonderer Vorsicht auf. Die Gefahr erneuter Angriffe bestehe weiterhin. Menschenansammlungen sollten gemieden und die Situation aufmerksam beobachtet werden.

  • 21:22 Uhr

    Orbán: Die Ukraine wird EU-Kredite nicht zurückzahlen

    Ungarns Premierminister Viktor Orbán ist überzeugt, dass die Ukraine die Milliardenkredite der EU nicht zurückzahlen wird. Ein Mitschnitt der Aussage wurde auf Facebook veröffentlicht:

    "Nach meinen Berechnungen hat Europa der Ukraine bereits 195 Milliarden Euro überwiesen und will weitere 90 Milliarden schicken. Die EU hat dafür selbst Kredite aufgenommen und dieses Geld der Ukraine gegeben – in der Hoffnung, dass es zurückgezahlt wird. Eher gewinnt die Oppositionspartei Tisza die Wahlen, als dass die Ukraine den Kredit zurückzahlt."

    Zuvor hatte Orbán die Bereitschaft der EU kritisiert, nahezu alle Forderungen Kiews zu erfüllen, und dies mit dem Bild einer "goldenen Kreditkarte" über 800 Milliarden Dollar kommentiert.

  • 21:11 Uhr

    Berliner Zeitung: Schröders Aussagen erschüttern Feindbild Russlands im Westen

    Die Äußerungen des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder untergraben das negative Russlandbild im Westen. Die Berliner Zeitung schreibt dazu:

    "Die politische Klasse will nicht hören, dass Russen keine Barbaren sind. Sie pflegt ihr Feindbild."

    Die Nervosität bei jeder Infragestellung des Feindbildes sei kein Zufall, heißt es in dem Beitrag. Sie zeige die Unsicherheit einer politischen Elite, die nicht nur die militärische Unterstützung der Ukraine vorantreibe, sondern auch einen "hybriden ideologischen Krieg" gegen Russland führe – und dabei nicht wisse, wie stark diese Politik noch von der Bevölkerung getragen werde.

    Der Autor reagiert auch auf Aussagen des estnischen Außenministers Margus Tsahkna, der Schröders Appell, Russland nicht zu dämonisieren, als "Horror" bezeichnete. Die Warnung davor, "143 Millionen Russen und ihren Staat" zu verteufeln, sei offenbar selbst "ein Grund zur Besorgnis", heißt es.

    Zuvor hatte Schröder in einem Beitrag für die Berliner Zeitung gefordert, die energiepolitische Zusammenarbeit mit Russland wieder aufzunehmen. Zudem sprach er sich gegen eine Dämonisierung Russlands aus und bezeichnete das Land als "Ort großer Kultur".

  • 20:54 Uhr

    Kiews Armee terrorisiert Volksrepublik Donezk weiter – ein Toter 

    Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte im Schebekinski-Bezirk des Gebiets Belgorod ist ein Zivilist ums Leben gekommen. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow teilte auf Telegram mit:

    "Bei einem weiteren gezielten Angriff seitens der ukrainischen Streitkräfte ist ein Zivilist getötet worden. Im Dorf Nowaja Tawolschanka griffen zwei Drohnen ein Auto an. Der Mann erlag noch am Tatort seinen Verletzungen."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.