Liveticker Ukraine-Krieg – Prorussischer Widerstand: Intensität der Kämpfe in Cherson nimmt zu

2.04.2026 08:41 Uhr
08:41 Uhr
Ukrainische Drohnenleitstände vom russischen Truppenverband Ost zerstört
Im Zuständigkeitsbereich des russischen Truppenverbands Ost hat das ukrainische Militär neun Drohnenleitstände verloren. Michail Gerassimow, Pressesprecher des Verbands, berichtet dazu:
"In den vergangenen 24 Stunden verlor der Gegner fünf Starlink-Stationen, 21 Starrflügler-Drohnen und neun Drohnenleitstände."
Bei Angriffen gegen ukrainische Stellungen kamen unter anderem schwere Flammenwerfer zum Einsatz, so Gerassimow weiter.
08:08 Uhr
Russischer Truppenverband Süd zerstört 60 ukrainische Unterstände
Am vergangenen Tag haben Einheiten des russischen Truppenverbands Süd unter anderem 60 ukrainische Unterstände zerstört. Wadim Astafjew, Pressesprecher des Verbands, berichtet:
"An Frontabschnitten Kramatorsk, Konstantinowka und Slawjansk zerstörten Einheiten der Truppen für unbemannte Systeme 15 Antennen, einen Starlink-Terminal und acht Roboter-Landkomplexe. Es wurden zehn Drohnenleitstände sowie 60 Unterstände mit ukrainischem Militärpersonal getroffen, 14 gegnerische Drohnen wurden abgeschossen."
07:35 Uhr
Prorussischer Widerstand: Intensität der Kämpfe in Cherson nimmt zu

Archivbild: Stele an der Einfahrt zur Stadt Cherson.Urheberrechtlich geschützt Die Intensität der Kämpfe in unmittelbarem Umland der Stadt Cherson hat zugenommen, meldet der städtische prorussische Widerstand. Die Organisation "Chersoner Widerstand" berichtet laut Angaben der Nachrichtenagentur TASS:
"Selenskijs Regime will verbrannte Erde nach sich lassen. In der vergangenen Woche nahm die Intensität der Kämpfe zu. In der Nähe der Antonow-Brücke und der Belogrudy-Insel zermalmen russische Truppen das ukrainische Militär und rücken in Richtung der Gebietshauptstadt vor."
Vertreter des Widerstands betonten weiter, dass Kiew für ukrainische Soldaten vorsätzlich Bedingungen schaffe, die weder einen Rückzug noch ein Aufgeben zulassen:
"Die nazistische Führung beabsichtigt, sowohl das Territorium als auch die Soldaten zu vernichten."
Leonid Iwlew, Duma-Abgeordnete von der Republik Krim, erklärte parallel dazu gegenüber TASS, dass Kiew trotzt der Besatzung von Cherson die Stadtbewohner nicht mehr für Bürger der Ukraine halte. Damit bezog er sich auf die Meldung des russischen Gebietsgouverneurs Wladimir Saldo, wonach ukrainische Rekrutierungsbeamte die informelle Erlaubnis erhalten hatten, Waffen gegen die Stadtbewohner einzusetzen.
07:04 Uhr
Luftabwehr schießt 147 ukrainische Drohnen über russischen Regionen ab
In der vergangenen Nacht hat Russlands Luftabwehr 147 ukrainische Drohnen über den Regionen des Landes abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium teilt dazu mit:
"In der vergangenen Nacht wurden im Zeitraum zwischen 23:00 und 07:00 Uhr Moskauer Zeit 147 ukrainische Starrflügler-Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk, Smolensk, Tula, Kaluga, Krasnodar, den Republiken Krim, Baschkortostan, Adygeja sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört."
1.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Selenskij: Kiew und Washington wollen Sicherheitsgarantien verstärken
Die Ukraine und die USA arbeiten nach Angaben des ukrainischen Machthabers Wladimir Selenskij an einer Verstärkung der Sicherheitsgarantien. Konkrete Details nannte er nicht. Selenskij erklärte, er habe ausführlich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie mit Jared Kushner gesprochen. Später hätten sich auch US-Senator Lindsey Graham und NATO-Generalsekretär Mark Rutte zugeschaltet.
In einer Videobotschaft auf Telegram sagte Selenskij:
"Wir haben darüber gesprochen, wie die Diplomatie gestärkt werden kann und welche Schritte möglich sind. Auch über Sicherheitsgarantien und die Einbindung der Europäer. Wir haben vereinbart, die Sicherheitsgarantien zu verstärken."
Welche Garantien konkret gemeint sind und wie diese umgesetzt werden sollen, blieb offen.
21:52 Uhr
Deutscher Rüstungskonzern liefert erste Drohnen an die Ukraine
Das deutsche Unternehmen Quantum Systems hat die erste Lieferung taktischer Drohnen des Typs Linza 3.0 an die ukrainischen Streitkräfte bekannt gegeben. Wie auf der Website des Unternehmens zu lesen ist, hat das Gemeinschaftsunternehmen Quantum Frontline Industries die Produktion der ersten Systeme abgeschlossen. In der Mitteilung heißt es:
"Diese Systeme werden an die ukrainischen Streitkräfte geliefert."
Demnach plant das Unternehmen, seine Produktionskapazitäten noch in diesem Jahr auszubauen und die Lieferungen von Drohnen an ukrainische Einheiten zu erhöhen. Weitere Details wurden nicht genannt.
Zuvor hatte Quantum Systems im Rahmen der Initiative "Build With Ukraine" mit dem ukrainischen Start-up Frontline Robotics eine Vereinbarung zur Massenproduktion von Drohnen geschlossen. Laut Medienberichten sollen ab 2026 rund 10.000 Drohnen im Wert von 40 Millionen Euro in einem neuen Werk produziert werden – ausschließlich für den Einsatz in der Ukraine.
21:41 Uhr
US-Experte warnt: NATO-Austritt könnte Ukraine-Armee kollabieren lassen
Ein möglicher Austritt der USA aus der NATO würde der Ukraine schweren Schaden zufügen. Diese Einschätzung äußerte der pensionierte US-Oberstleutnant Daniel Davis auf der Plattform X:
"Das würde die Ukraine plötzlich allein zurücklassen und vermutlich ihre militärische Niederlage beschleunigen – nicht durch eine nüchterne Verhandlungslösung zu bestmöglichen Bedingungen, sondern durch den plötzlichen Zusammenbruch ihrer Armee."
Auch die europäischen Verbündeten würden sich laut Davis "im Stich gelassen und gedemütigt" fühlen.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump laut The Telegraph erklärt, er erwäge einen Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Bündnis. Trump habe die NATO stets als "Papiertiger" betrachtet. Washington habe seine Verbündeten im Ukraine-Konflikt automatisch unterstützt, jedoch keine Hilfe bei einer Operation gegen Teheran erhalten.
Trump hatte die NATO-Partner wiederholt wegen mangelnder Unterstützung kritisiert und einen Stopp von Hilfsleistungen nicht ausgeschlossen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zudem, der Präsident werde nach einer möglichen Einigung im Konflikt mit Iran über die Zukunft des Bündnisses entscheiden.
21:27 Uhr
Uschakow: Truppenabzug aus Donbass würde Weg für Frieden ebnen

Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow.Kristina Kormilitsyna / Sputnik Ein Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass durch Wladimir Selenskij könnte laut dem russischen Präsidentenberater Juri Uschakow neue Perspektiven für eine Friedenslösung eröffnen. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Westi sagte er:
"Wenn er die Entscheidung treffen würde, die Truppen abzuziehen, und wir anschließend überprüfen könnten, dass dies geschehen ist, würden sich natürlich Perspektiven für die Regelung vieler Fragen eröffnen, einschließlich der Beendigung der Kampfhandlungen."
Zuvor hatte Wladimir Selenskij erklärt, Moskau habe Kiew zwei Monate für den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass eingeräumt. Andernfalls würden sich die Bedingungen für ein mögliches Friedensabkommen zum Nachteil der Ukraine verschlechtern.
21:11 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff in Gorlowka: Zivilist verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Gorlowka ist ein Zivilist verletzt worden. Dies teilt Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mit. Zugleich erklärte Prichodko beim Sender Solowjow Live, die Zahl der Drohnenangriffe auf die Stadt sei dank des Schutzsystems "Kuppel des Donbass" deutlich gesunken.
"Das System hat sich bewährt. Früher hatten wir 340 bis 350 Angriffe pro Woche, jetzt liegt diese Zahl bei 70 bis 75 Drohnen."
Ein Teil der Drohnen dringe jedoch weiterhin in das Stadtgebiet ein. Das System "Kuppel des Donbass" wurde im Herbst 2023 in der Volksrepublik Donezk unter Beteiligung des russischen Inlandsgeheimdienstes entwickelt. Nach früheren Angaben wurden damit insgesamt mehr als 50.000 ukrainische Drohnen neutralisiert.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

