Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau wirft Kiew 1.971 Verstöße gegen Osterwaffenruhe vor

12.04.2026 15:56 Uhr
15:56 Uhr
Mercouris: Kiew kann nach Ostern die letzten Gebiete im Donbass verlieren
Kiew läuft Gefahr, nach der Osterpause die Kontrolle über die letzten Gebiete im Donbass zu verlieren, erklärte der britische Militärexperte Alexander Mercouris auf seinem YouTube-Kanal. Seiner Meinung nach ist es an der Zeit, dass der Westen über die militärischen Realitäten nachdenkt und seine Herangehensweise an die Ukraine überprüft. Mercouris betonte:
"Nach Ostern werden wir im Konflikt weitaus mehr Bewegung sehen als in letzter Zeit. Und dann werden wir vielleicht beobachten, wie die Städte im Donbass eine nach der anderen fallen (...) Ich kann nur sagen, dass die Niederlage der ukrainischen Streitkräfte noch bitterer und vollständiger ausfallen wird. Und der Sieg Russlands wird noch eindrucksvoller und vielleicht unerwarteter sein, als alle gedacht hätten."15:18 Uhr
Orbán: Druschba-Pipeline werde sofort nach dem Wahlsieg geöffnet

Archivbild: Viktor OrbánRIA Nowosti / Ekaterina Tschesnokowa / Sputnik Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán geht davon aus, dass die Regierung in Kiew den Betrieb der Transit-Ölpipeline Druschba am Tag nach seinem möglichen Sieg bei den Parlamentswahlen wieder aufnehmen werde. Dies teilte der ungarische Regierungschef der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Auf die Frage nach dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Transits von russischem Öl nach Ungarn durch das Gebiet der Ukraine antwortete Orbán:
"Wir werden die Wahlen gewinnen, und am nächsten Morgen werden die Ukrainer sie wieder in Betrieb nehmen."14:40 Uhr
Orbán: Kiew wird Druschba-Ölpipeline nach Ungarn-Wahl wieder in Betrieb nehmen
Am heutigen Sonntag stimmen die ungarischen Bürger über das neue Parlament ab. Ministerpräsident Viktor Orbán hat bereits am Morgen in Budapest seine Stimme abgegeben. Im Falle seiner Wiederwahl werde er weiterhin weder Geld noch Waffen in die Ukraine schicken, damit Kiew den Konflikt mit Russland nicht fortsetzen könne, kündigte der Politiker gegenüber Medien an. Zugleich bekräftigte der Premier, Ungarn werde der Ukraine weiterhin humanitäre Hilfe leisten und Flüchtlinge aufnehmen.
In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti gab sich Orbán zuversichtlich, dass sein Land nach der Wahl wieder russische Ölimporte über die bisher durch Kiew gesperrte Pipeline Druschba erhalten werde. In dem Zusammenhang wird der Premier wie folgt zitiert:
"Wir werden die Wahl gewinnen, und am nächsten Morgen werden die Ukrainer sie [die Pipeline] wieder in Betrieb nehmen."
14:06 Uhr
Norwegen trainiert ukrainische Saboteure - Für Angriffe auf Russland in der Arktis

ArchivbildUrheberrechtlich geschützt Ukrainische Soldaten sind zu gemeinsamen Übungen mit norwegischen Spezialeinheiten nach Norwegen gereist, um den Einsatz von Drohnen in den kalten Gewässern der Norwegischen See zu trainieren. Mögliche Ziele sind russische Handels- und Kriegsschiffe in den nördlichen Breiten. Experten gehen davon aus, dass Oslo und Kiew unter realen Bedingungen Sabotagepläne gegen Russland in der Arktis ausarbeiten könnten. Was sehen sie als ihre Ziele an und wie kann Moskau seine Interessen schützen?
Mehr dazu in dieser Analyse von Andrei Restschikow auf unserer Website.
13:09 Uhr
Zwei Tote und neun Verletzte bei Angriffen auf 35 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 35 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 24 Geschosse abgefeuert und 115 Drohnen eingesetzt, von denen 50 abgeschossen worden seien.
In der Statistik beklagt der Politiker zwei Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Schebekino sei ein Ehepaar ums Leben gekommen. Drei weitere Männer seien verletzt worden. Auf der Autostraße Sosuli – Grusskoje hätten eine Frau und zwei Männer Verletzungen erlitten, als eine Drohne ihr Auto angegriffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Siedlung Samostje seien zwei Männer verletzt worden. In der Stadt Graiworon habe eine Einwohnerin ein Barotrauma erlitten, als in ihrer Nähe eine Drohne detoniert sei.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden 35 Einfamilienhäuser, eine Kirche, vier Geschäfte, ein Betriebsgebäude, zwei Stromleitungen, eine Gasleitung, ein Traktor, sechs Lkw, ein Bus, ein Minibus, 28 Autos und ein Motorrad zerstört oder beschädigt worden.
12:37 Uhr
Kremlsprecher Peskow: Russland will stabilen Frieden in Ukraine
Anlässlich der Osterwaffenruhe hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow erneut die Ziele der russischen Sonderoperation in der Ukraine kommentiert. Im Gespräch mit dem Westi-Reporter Pawel Sarubin sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass Moskau einen stabilen Frieden im Nachbarland wolle. Peskow betonte dabei:
"Ein stabiler Frieden kann eintreten, wenn wir unsere Interessen gewährleisten und jene Ziele erreichen, die wir uns von Anfang an gesetzt haben. Das kann man buchstäblich im Heute-Modus lösen."
Damit dies möglich sei, müsse Wladimir Selenskij die ihm bestens bekannten Bedingungen akzeptieren. Die ukrainische Führung habe aber bislang nicht genug Mut, die Verantwortung für ihre Beschlüsse zu übernehmen. Eben deswegen werde die Sonderoperation fortgesetzt, fügte der Kremlsprecher hinzu.
Peskow bestätigte zudem die Worte von US-Vizepräsident JD Vance, wonach sich der Streit momentan um "ein paar Quadratkilometer" drehe. Der Kremlsprecher sagte:
"Das sind wirklich gezählte Kilometer. Grob gesagt, es geht um 17 oder 18 Prozent des Territoriums der Volksrepublik Donezk, die wir noch zu befreien haben."
Die USA hätten inzwischen eine Pause in den Verhandlungen eingelegt, da sie jetzt beschäftigt seien. Russland habe Verständnis dafür, erklärte Peskow.
12:10 Uhr
JU-Chef Winkel plädiert für Rückkehr zur Wehrpflicht im nächsten Januar
Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, hat eine Rückkehr zur Wehrpflicht schon im kommenden Januar gefordert. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte der Politiker:
"Wir diskutieren seit Jahren, dass der Bundeswehr zehntausende Soldaten fehlen. Ich glaube kaum, dass wir Putin damit beeindrucken, indem wir nun Fragebögen durch das Land schicken und mit einem irren bürokratischen Aufwand auswerten. Auch hier ist Mut zu Entscheidungen gefordert: Wiedereinführung der Wehrpflicht ab dem 1. Januar 2027."
Die CDU-geführte Koalition mit der SPD streitet darüber, ob eine Wehrpflicht zurückkommen soll. Die Fraktionsspitzen von Union und SPD haben aber eine grundsätzliche Einigung darüber erzielt, wie ein künftiger freiwilliger Wehrdienst in Deutschland aussehen soll. Seit dem 1. Januar 2026 erhalten alle jungen Männer, die das 18. Lebensjahr vollenden, Post von der Bundeswehr. Sie sind dazu verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen und darin unter anderem Angaben zu Fitness, Hobbys, Qualifikationen und der generellen Bereitschaft zum Dienst an der Waffe zu machen. Wer den Fragebogen nicht an die Bundeswehr zurücksendet, riskiert ein Bußgeld. So will Verteidigungsminister Boris Pistorius nach offiziellen Angaben aus seinem Ministerium künftig bis zu 20.000 neue Rekruten pro Jahr für die Armee gewinnen.
11:39 Uhr
Einblick in Kiews eskalierenden Drohnenkrieg gegen die russische Infrastruktur

SymbolbildRT Die Massenproduktion von Drohnen für Angriffe aus großer Entfernung und sich wandelnde Taktiken verändern das Schlachtfeld – und erzwingen ein Umdenken bei den Luftverteidigungsstrategien. Das zeigen die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur tief im russischen Hinterland.
Mehr dazu in dieser Analyse von Dmitri Kornew auf unserer Website.
11:08 Uhr
Abgestürzte Drohne in Finnland gefunden
In Finnland sind eine abgestürzte Drohne und ein nicht explodierter Sprengkopf entdeckt worden. Der Fund sei im Süden des Landes gemacht worden, teilte die Polizei am Samstag auf der Plattform X mit. Die Drohne sei den Angaben zufolge in einem unbewohnten Gebiet entdeckt worden. Die örtlichen Behörden meldeten keine Verletzten. Zur Herkunft der Drohne und zum mutmaßlichen Absturzdatum wurden keine Angaben gemacht. Allerdings erklärte die Polizei:
"Nach aktuellem Kenntnisstand ähnelt das in einem Wald bei Iitti gefundene unbemannte Fluggerät jenen, die Ende März in Südostfinnland entdeckt wurden."
Poliisi ja muut viranomaiset tutkivat Iitistä metsästä löytynyttä miehittämätöntä ilma-alusta. Tilanteesta ei aiheudu vaaraa asukkaille.https://t.co/jxV5ig0V4s
— Suomen poliisi (@SuomenPoliisi) April 11, 2026Bereits am 29. März waren zwei Drohnen in Finnland abgestürzt. Eine dritte wurde zwei Tage später entdeckt. Zwei der Drohnen wurden damals als ukrainisch identifiziert. Kiew entschuldigte sich bei Helsinki für die Vorfälle und erklärte, die Drohnen seien vermutlich aufgrund russischer Einwirkung von ihren Flugrouten abgewichen und in Finnland abgestürzt.
10:37 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet am Sonntag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine im Zeitraum vor dem Beginn der Osterwaffenruhe um 15 Uhr MESZ am 11. April. Wie die Militärbehörde auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Matschulischtscha, Batschewsk und Suchodol im Gebiet Sumy und Swetlitschnoje, Ternowaja und Grafskoje im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 125 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sieben Wagen, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Der Truppenverband West habe Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Nowonikolajewka, Senkowo und Welikaja Schapkowka im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 200 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem einen Transportpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 18 Wagen, drei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und vier Munitionslager verloren.
Der Truppenverband Süd habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Konstantinowka, Kondratowka, Nowossjolowka und Kramatorsk in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 145 Soldaten. Dabei seien ein Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 20 Wagen, zwei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung, drei Materiallager und zwei Brennstoffdepots zerstört worden.
Der Truppenverband Mitte habe Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Fjodorowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowonikolajewka, Grischino, Belizkowo, Dobropolje, Lenina und Sergejewka in der DVR getroffen. Das ukrainische Militär habe mehr als 325 ukrainische Soldaten verloren. Zudem seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Dibrowa, Podgawrilowka und Malomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Dolinka, Wosdwischewka, Seljonoje und Rownoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 300 Armeeangehörige. Der Gegner habe darüber hinaus drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen und ein Geschütz verloren.
Der Truppenverband Dnjepr habe Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Stadt Cherson getroffen. Dabei seien mehr als 50 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem 28 Wagen, zwei Geschütze, eine Radaranlage und ein Munitionslager zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf 38 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe dagegen im selben Zeitraum sechs Lenkbomben und 134 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 133.521 Drohnen, 656 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.838 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.699 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.408 Geschütze und Mörser verloren.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


