Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Weiteres Treffen mit Russland in der nächsten Woche möglich

11.02.2026 19:11 Uhr
19:11 Uhr
Rada-Abgeordnete Besuglaja: Internationale Legion der Ukraine wird aufgelöst
Der ukrainische Oberbefehlshaber Alexander Syrski löst die Internationale Legion der Ukraine auf. Ausländische Kämpfer würden in Sturmeinheiten versetzt, erklärte die Rada-Abgeordnete Marjana Besuglaja auf Telegram:
"Syrski löst gerade jetzt die Internationale Legion auf. Die Ausländer werden aufgelöst und in Sturmeinheiten überführt."
Bereits Ende 2025 kursierten Gerüchte über eine Auflösung der Internationalen Legionen. Im Dezember hatte die ukrainische BBC berichtet, dass alle vier Einheiten der Landstreitkräfte, die seit Beginn des Konflikts als "Internationale Legionen" geführt wurden, bis Ende 2025 aufgelöst werden sollten. Damals kam es jedoch nicht zu einer Reform.
Zuvor hatten russische Sicherheitsbehörden mitgeteilt, dass ausländische Legionäre wegen hoher Verluste massenhaft in Sturmtrupps versetzt würden.
18:21 Uhr
Selenskij: Weiteres Treffen mit Russland in der nächsten Woche möglich
Die Ukraine hat einem Vorschlag der USA zugestimmt, in der nächsten Woche eine weitere Runde der Verhandlungen mit Russland durchzuführen, erklärt Präsident Wladimir Selenskij gegenüber Bloomberg. Ihm zufolge sollte das Treffen am 17. oder 18. Februar in den USA stattfinden. Ob Russland Gesprächen in den USA zustimmen würde, sei unklar.
Als Hauptthema nennt Selenskij die US-Initiative über eine Freihandelszone im Donbass. Sowohl Kiew als auch Moskau stünden dieser Idee skeptisch gegenüber. Selenskij betont:
"Keine der Parteien ist von der Idee einer Freihandelszone begeistert – weder die Russen noch wir. Wir haben unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema. Laut Vereinbarungen möchten wir ins nächste Treffen mit einer Vision kommen, wie eine solche Freihandelszone aussehen könnte."
17:53 Uhr
"Financial Times": Ukraine bereitet für Mitte Mai Präsidentschaftswahlen vor

Das muss ein anderer gewesen sein: Der Selenskij, der auf dem Foto am 21. April 2019 seine Stimme im zweiten Wahlgang der ukrainischen Präsidentschaftswahl abgibt, hatte versprochen, nur eine Amtszeit Präsident bleiben zu wollen.Urheberrechtlich geschützt Die "Financial Times" berichtet unter Verweis auf namentlich nicht genannte Quellen, dass Kiew die Präsidentschaftswahlen gemeinsam mit einem Referendum über ein Friedensabkommen plane. Hintergrund sei eine Forderung Washingtons, beide Abstimmungen bis zum 15. Mai abzuhalten.
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17:29 Uhr
LVR: Zwei Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff
In der Lugansker Volksrepublik haben die ukrainischen Streitkräfte in der Siedlung Swatowo ein ziviles Fahrzeug mit einer Drohne angegriffen. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Dies teilt die Regierung der LVR auf Telegram mit:
"Zwei Einwohner des Swatowo-Bezirks wurden bei einem Angriff einer feindlichen Drohne auf ein ziviles Auto verletzt. Die Betroffenen erlitten multiple Splitterwunden und wurden hospitalisiert."
Das Fahrzeug brannte vollständig aus.
16:53 Uhr
EU-Parlament billigt Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine
Das Europäische Parlament hat einen Kredit über 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 für die Ukraine gebilligt. Das geht aus dem Abstimmungsergebnis hervor.
Damit ist die letzte notwendige Hürde für die endgültige Genehmigung des Kredits genommen. Von den 642 anwesenden Abgeordneten stimmten 458 für den Kredit, 140 dagegen und 44 enthielten sich.
Der Beschluss über einen gemeinsamen EU-Kredit zur Deckung des Finanzbedarfs der Ukraine für die Jahre 2026 und 2027 war bereits beim EU-Gipfel im Dezember 2025 gefasst worden. Belgien hatte damals die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für diesen Zweck blockiert. Von den 90 Milliarden Euro sollen 60 Milliarden in Militärhilfe fließen, wobei Waffen aus EU-Staaten Vorrang haben.
16:20 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen
Einheiten der russischen Flugabwehr haben zwischen 9 und 16 Uhr Moskauer Zeit 26 unbemannte Flugzeuge der Ukraine zum Absturz gebracht. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden die Flugziele über folgenden Regionen des Landes zerstört:
- zwölf über dem Gebiet Belgorod,
- acht über dem Gebiet Kursk,
- drei über dem Gebiet Brjansk,
- zwei über der Teilrepublik Krim,
- ein über dem Gebiet Rjasan.
15:59 Uhr
Tausende Haushalte im Gebiet Saporoschje ohne Strom
Fast 10.000 Haushalte im Bezirk Kamenka-Dneprowskaja im Gebiet Saporoschje seien ohne Stromversorgung, berichtet TASS unter Berufung auf die örtlichen Behörden.
"Wegen der Reparaturarbeiten sind 9.856 Nutzer in der Stadt Kamenka-Dneprowskaja und in den Ortschaften Wodjanoje, Dneprowka und Mitschurino ohne Strom."
Laut den Behörden hätten die ukrainischen Streitkräfte versucht, Energieinfrastrukturanlagen in dem Bezirk anzugreifen.
15:35 Uhr
Gebiet Belgorod: Drohnenangriff der Ukraine auf Betrieb – drei Verletzte
Im Gebiet Belgorod hat ein ukrainischer Drohneneinsatz ein Produktionsunternehmen im Dorf Golowino getroffen. Dabei wurden drei Menschen verletzt, teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit.
"Im Dorf Golowino hat ein Drohneneinsatz der ukrainischen Streitkräfte ein Produktionsunternehmen attackiert. Drei Personen wurden verletzt. Zwei Männer erlitten Splitterwunden am Bauch und im Gesicht, bei einem dritten Mann wurde vorläufig eine Barotraumatisierung diagnostiziert. Die Verletzten werden zur Untersuchung von Rettungsteams in das städtische Krankenhaus Nr. 2 in Belgorod transportiert."
Bei dem Angriff wurden zudem eine Garage und drei Fahrzeuge beschädigt.
15:01 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr die Ukraine im Laufe des Tages etwa 1.255 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 215 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär 15 Autos, einen Vampire-Raketenwerfer aus tschechischer Produktion, ein Feldartilleriegeschütz sowie vier Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär etwa 160 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband drei gepanzerte Kampffahrzeuge vom Typ HMMWV aus US-Produktion, 20 Autos, drei Artilleriegeschütze und vier Munitionslager der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßte das ukrainische Militär mehr als 140 Kämpfer ein. Zwei gepanzerte Kampffahrzeuge vom Typ Kasak, 14 Autos sowie zwei Feldartilleriegeschütze wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor das ukrainische Militär etwa 315 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee zerstörte vier gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Pick-ups und zwei Feldartilleriegeschütze.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von mehr als 380 Kämpfern hinnehmen. Zudem zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich acht gepanzerte Kampffahrzeuge, 16 Autos und zwei Artilleriegeschütze.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf etwa 45 Soldaten. Außerdem setzte der Verband zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Autos, fünf Artilleriegeschütze, darunter eine Haubitze vom Typ M777 aus US-Produktion, zwei Stationen für elektronische Kampfführung sowie ein Munitionslager der ukrainischen Armee außer Gefecht.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Energieanlagen und Objekte der Transportinfrastruktur angegriffen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte verwendet wurden. Überdies wurden vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner in 141 Bezirken getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben 14 gelenkte Bomben, drei HIMARS-Raketen aus US-Produktion und 458 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 670 gegnerische Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 113.526 unbemannte Luftfahrzeuge, 650 Flugabwehrraketensysteme, 27.596 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.662 Mehrfachraketenwerfer, 33.201 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 54.092 militärische Spezialfahrzeuge eliminiert.
14:33 Uhr
Lawrow: Europa ist aufgewacht und sendet Signale an Russland
Europa sei "aufgewacht" und beginne, Signale für einen Dialog mit Moskau zu senden, erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei der Fragestunde in der Staatsduma:
"Europa ist aufgewacht und versucht, Signale zu senden. Darauf wies kürzlich auch Macron hin, ebenso wie der finnische Präsident Alexander Stubb, der ein bekennender Russophob ist."
Kritisch äußerte sich Lawrow zu Stubbs Aussage: "'Wir werden irgendwann mit Russland sprechen, aber die Zeit ist noch nicht gekommen.' Was soll diese Aussage? Will er uns damit einen Gefallen tun?" Lawrow wertete dies als Zeichen von Selbstverliebtheit und als Versuch, sich als "starker Mann" vor Wählern und Kollegen zu inszenieren. Gleichzeitig betonte der Minister, Russland werde keine eigenen Initiativen gegenüber Europa starten, wolle aber eingehende Signale prüfen:
"Von unserer Seite wird es keine Hinweise oder Initiativen geben. Wenn sie umdenken, können sie sich gern an uns wenden – wir werden diese Anfragen im Rahmen unserer Interessen prüfen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
