Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Vier Ortschaften im Gebiet Saporoschje befreit

15.02.2026 17:38 Uhr
17:38 Uhr
Kiew verlegt seine am besten ausgebildeten Sturmtruppen in Richtung Saporoschje
Das Kommando der ukrainischen Armee hat die am besten ausgebildeten Sturmtruppen aus anderen Gebieten in Richtung Saporoschje verlegt. Dies berichtet die Agentur TASS unter Berufung auf den Chef des Generalstabs der russischen Armee, General Waleri Gerassimow. Er erklärte unter anderem:
"Die Truppengruppe Ost treibt ihren Vormarsch im östlichen Teil der Region Saporoschje voran. Um unseren Vormarsch zu stoppen, hat das feindliche Kommando die am besten ausgebildeten Sturmtruppen aus anderen Gebieten in diese Richtung verlegt. Die Verbände der Truppengruppe schlagen die Angriffe des Feindes souverän zurück, die feindlichen Formationen erleiden erhebliche Verluste."
16:53 Uhr
Aufrüstung ohne Rückhalt: Kaum Soldaten für Merz' NATO-Pläne

Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz angekündigt, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas auszubauen und mit einer Brigade in Litauen die NATO Ostflanke zu stärken. Doch der Realitätstest fällt ernüchternd aus.
Nach Spiegel-Informationen fehlen massiv Freiwillige für den Einsatz nahe der russischen Grenze. Während die Bundeswehr mit fragwürdigen Werbeideen um Soldaten wirbt, wächst der politische und gesellschaftliche Widerstand. Im Video kritisieren unter anderem Sevim Dağdelen vom BSW, Klaus Ernst vom BSW sowie der Publizist Werner Rügemer die Militarisierung, die Ukraine Politik und die Abhängigkeit Europas von den USA.
Zeitgleich startet die NATO mit Arctic Sentry eine neue Arktis Mission, an der sich Deutschland mit Eurofightern beteiligt. In München protestieren zahlreiche Menschen gegen Aufrüstung und Konfrontation und fordern Diplomatie, Verhandlungen und eine europäische Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands statt weiterer Eskalation.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
16:18 Uhr
Außenministerium: Kiew reagiert nicht aufs Angebot zur Einrichtung der Feuerpause-Kontrollstelle
Kiew hat das Angebot Russlands zur Einrichtung einer bilateralen Stelle zur Überwachung und Kontrolle der Feuerpause ignoriert, sagte der stellvertretende Außenminister Russlands, Michail Galusin. Damit bremst die ukrainische Seite den Verhandlungsprozess. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS erklärte er:
"Kiew hat unsere Vorschläge zur Steigerung der Effizienz des Verhandlungsprozesses durch die Einrichtung eines bilateralen Zentrums zur Überwachung und Kontrolle des Waffenstillstands sowie von Arbeitsgruppen zur Lösung militärischer, politischer und humanitärer Fragen unbeantwortet gelassen. Auch auf unsere Bereitschaft, die Ebene der Delegationsleiter aufzuwerten, gab es keine klare Reaktion."15:48 Uhr
Klitschko: Kiew ist am Rande des Zusammenbruchs
Wie der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, gegenüber der Zeitung Financial Times erklärte, steht Kiew am Rande des Zusammenbruchs. Die Hauptstadt befinde sich in dieser Lage aufgrund von Schäden an kritischen Infrastruktureinrichtungen, die in den letzten zwei Monaten entstanden seien, erklärte er. Die Einwohner der Stadt seien mit massiven Ausfällen der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung konfrontiert. Klitschko ist überzeugt, dass seine langjährige politische Feindschaft mit Präsident Wladimir Selenskij die Situation nur noch verschlimmert. Nach Angaben des Bürgermeisters habe Selenskijs Einmischung in die lokale Selbstverwaltung durch die Ernennung von Militärverwaltungen wichtige Dezentralisierungsreformen geschwächt. Er erinnerte auch an die Strafverfahren gegen Beamte der Hauptstadt und merkte an, dass diese politisch motiviert seien.
15:21 Uhr
Zwischen Front und Heimat: Dokumentarfilme über Liebe, Krieg und Wiedersehen

Beim Festival "RT.DOC: Time of Heroes" werden Dokumentarfilme über das Alltagsleben im vom Krieg zerrütteten Donbass präsentiert. Nach Stationen in sieben russischen Städten ist das Festival nun auch im Donbass angekommen. Soldaten sehen Filme über sich selbst und darüber, wie sehr sie zu Hause geliebt und erwartet werden.
Die Vorführungen fanden entlang der gesamten Frontlinie in fünf Einheiten und einem Krankenhaus statt. Die Generalproduzentin des Festivals, Jekaterina Jakowlewa, besuchte die Frontlinie persönlich und erlebte ein emotionales Wiedersehen mit ihrem Bruder, der Verwundete von der Frontlinie evakuiert.
In diesem Dokumentarfilm erleben Sie die tiefsten Gefühle der Kämpfer und ihre sehnsüchtig erwarteten Wiedersehen mit ihren Lieben. Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:37 Uhr
EU-Außenbeauftragte Kallas will russische Zugeständnisse für Frieden sehen
Bei den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine muss es nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutlich mehr um Zugeständnisse vom Kreml gehen. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte die Estin, Europa habe dabei viele Mitsprachemöglichkeiten. Als Beispiel nannte die EU-Chefdiplomatin die Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen und den Umgang mit den eingefrorenen Vermögenswerten.
Nach den Worten von Kallas müssten Russland und die USA die Europäer bei ernsthaften Gesprächen über den Frieden einbinden:
"Wenn wir nicht einfach allem zustimmen, was Amerika aushandelt, dann müssen sie mit uns sprechen."
Derzeit sitze Europa bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch, weil die Russen wirklich glaubten, dass sie das, was sie militärisch nicht erreicht hätten, nun am Verhandlungstisch erreichen könnten und dass die Amerikaner ihnen dies liefern würden. Europa könne aber diesen Dingen nicht zustimmen.
"Jetzt kommt ein Punkt, an dem auch die Russen verstehen, dass die Dinge, die sie tatsächlich brauchen oder von denen sie glauben, dass die Amerikaner sie ihnen liefern werden, von Europa abhängig sind."
14:10 Uhr
Mobilfunk-Reparateur im russischen Gebiet Brjansk verletzt
Gouverneur Alexander Bogomas meldet auf Telegram eine massive ukrainische Drohnenattacke auf das russische Grenzgebiet Brjansk. Seit 5 Uhr MEZ habe die russische Luftabwehr über der Region mehr als 80 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen.
"Unsere Zivilisten und zivilen Objekte leiden unter den barbarischen Handlungen der ukrainischen Streitkräfte. Die Folgen könnten viel schlimmer sein, wenn nicht unsere Verteidiger da wären."
Der Politiker berichtet über mindestens ein Opfer unter der Zivilbevölkerung. Es handele sich um einen Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters Megafon, der im Bezirk Zlynka eine Mobilfunkanlage repariert habe. Der Verletzte sei ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt worden.
13:39 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört innerhalb von vier Stunden 102 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 7 Uhr bis 11 Uhr MEZ 102 Drohnen unschädlich gemacht. Demnach seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Brjansk, Kaluga und Tula sowie über dem Großraum Moskau abgeschossen worden. Drei Drohnen seien im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden, heißt es. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
13:08 Uhr
Gouverneur meldet zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 17 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 17 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 18 Geschosse abgefeuert und 23 Drohnen eingesetzt, von denen sechs abgeschossen worden seien.
Die aktuelle Statistik berichtet über zwei Verletzte. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann und eine Frau. Sie seien verletzt worden, als eine FPV-Drohne ihr Auto in der Siedlung Oktjabrski angegriffen habe. Außerdem habe am Samstag ein Mann ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Belgorod aufgesucht, nachdem er noch am 13. Februar bei einer Raketenattacke ein Barotrauma erlitten habe.
Gladkow meldet darüber hinaus Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden ein Mehrfamilienhaus, vier Einfamilienhäuser, ein Betriebsgebäude, Betriebsausrüstung und zwei Autos beschädigt worden.
12:36 Uhr
"Panikmache um Putin ist primitiv und unseriös" – Orbán sieht Gefahr in Brüssel

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat bei seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation im Budapester Várkert Bazár die Europäische Union zur zentralen Bedrohung für Ungarn erklärt. Am Samstag, dem 14. Februar 2026, forderte er dazu auf, das Misstrauen gegenüber Russland abzulegen. Die westliche Panikmache vor einer russischen Bedrohung bezeichnete der Politiker dabei als "primitiv und unseriös". Stattdessen mahnte er, den Fokus konsequent auf Brüssel zu richten.
Orbán warf der EU sowie westlichen Großkonzernen – insbesondere dem Energieriesen Shell und dem Finanzinstitut Erste Bank – vor, eine "Kriegsallianz" gebildet zu haben. Er beschuldigte sie, als "Blutzöllner" massiv am Sterben in der Ukraine zu verdienen, während sie gleichzeitig versuchten, Ungarn von günstiger russischer Energie abzuschneiden. Mit Blick auf die Parlamentswahl am 12. April 2026 stilisierte er seine Fidesz-Partei zum Bollwerk gegen ausländische Agenten und versprach, "Ungarn wieder groß zu machen".
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


