Liveticker Ukraine-Krieg – Reuters: Deutschland bezahlt 50.000 Drohnen für Kiews Truppen

12.07.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
Euractiv: "Koalition der Willigen" kommt am Montag in Paris zusammen
Der französische Präsident Emmanuel Macron empfängt am Montag, dem 13. Juli, Repräsentanten der Länder der "Koalition der Willigen", berichtet das Nachrichtenportal Euractiv.
Demnach erwartet der Élysée-Palast mindestens 25 Staats- und Regierungschefs. Im Zentrum des Treffens stünden weitere Unterstützung der Ukraine, insbesondere im Bereich Flugabwehr, und die Einrichtung eines Flugabwehrsystems.
Die Verbündeten sollen beabsichtigen, ihr "Einheitsgefühl" und die Bereitschaft zur Kooperation nach den G7- und NATO-Gipfeln in Ankara zu stärken, bei denen Kiew Militärhilfe im Wert von 70 Milliarden Euro zugesagt worden sei.
Wie ein Berater von Macron gegenüber Euractiv betont, werde das Treffen demonstrieren, dass die westlichen Verbündeten die Ukraine weiterhin unterstützen, sodass Moskau nicht auf eine "Müdigkeit vom Konflikt" hoffen könne.
20:50 Uhr
Flugverbotszone über Ukraine: Für Trump zu hohes Kriegsrisiko

Der ukrainische illegitime Präsident mit abgelaufenen Befugnissen, Wladimir Selenskij (l.), und US-Präsident Donald Trump beim NATO-Treffen in Ankara (Türkei), 8. Juli 2026Urheberrechtlich geschützt Neuerdings wird viel spekuliert, ob Washington eine Flugverbotszone im ukrainischen Luftraum erzwingen könnte. Ein solcher Versuch birgt allerdings derart hohe Sicherheitsrisiken für die USA selbst, dass er kaum realistisch erscheint.
Mehr dazu lesen Sie hier auf unserer Webseite.
20:33 Uhr
Slowakischer Präsident: Einige NATO-Länder wollen Kiew keine Hilfe leisten
Einige NATO-Länder, darunter die Slowakei, lehnen die Beteiligung an der neuen Militärhilfe für die Ukraine im Wert von 70 Milliarden Euro ab. Dies erklärte der slowakische Präsident Peter Pellegrini in einem Interview für den Sender TA3.
Ihm zufolge werde Bratislava dem Plan weder militärisch noch finanziell beitragen. Ungarn, Tschechien und mehrere andere Länder hätten eine ähnliche Position eingenommen. Pellegrini betonte:
"Die Slowakei steht mit dieser Haltung nicht allein. Unsere Position ist richtig. Wir werden weder Waffen liefern noch uns finanziell an der weiteren Aufrüstung der Ukraine beteiligen."
Der Präsident hob hervor, dass die Unterstützung der Ukraine keine Pflicht für alle NATO-Mitglieder sein sollte. Jedes Land habe das Recht, Entscheidungen aufgrund von Möglichkeiten seiner Wirtschaft und des Zustands seiner Streitkräfte zu treffen.
Auf dem jüngsten NATO-Gipfel sei vor allem über die militärische Unterstützung für die Ukraine gesprochen worden, ohne der diplomatischen Lösung des Konflikts viel Aufmerksamkeit zu schenken, ergänzte Pellegrini. Er resümierte:
"Es gibt keine rein militärische Lösung für diesen Konflikt. Wenn er andauert, wird es ein jahrelanger Abnutzungskrieg sein."
20:15 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört im Laufe des Tages mehr als 200 Drohnen
Einheiten der Flugabwehr haben im Laufe des Tages 220 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die unbemannten Flugzeuge zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über sieben Gebieten des Landes sowie über der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim, dem Asowschen und Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
19:52 Uhr
Ukrainische FPV-Drohne trifft Auto in Energodar – drei Zivilisten tot
Eine ukrainische FPV-Drohne hat in Energodar im Gebiet Saporoschje ein Auto mit Zivilisten getroffen. Laut Gouverneur Jewgeni Balizki kamen im Ergebnis der absichtlichen Attacke drei Insassen ums Leben.
Andere FPV-Drohnen blieben weiterhin im Gebiet des Angriffs und verhinderten damit schnelle Hilfe für die Opfer, fügt der Gouverneur hinzu.
Kürzlich hatte Alexei Lichatschow, der Chef des russischen Staatsunternehmens Rosatom, über vier Tote und vier Verletzte durch ukrainische Angriffe am Sonntag berichtet.
19:25 Uhr
Reuters: Deutschland bezahlt 50.000 Drohnen für die Ukraine

SymbolbildNikoletta Stoyanova / Gettyimages.ru Deutschland wird die Beschaffung von 50.000 Kampfdrohnen für die Ukraine finanzieren. Wie Reuters unter Verweis auf Quellen mitteilt, handelt es sich bei dem Auftrag um FPV-Drohnen vom Typ Shrike. Die unbemannten Flugzeuge, ausgestattet mit Software der US-Rüstungsfirma Auterion, werden vom ukrainischen Unternehmen SkyFall produziert
Auterion-Geschäftsführer Lorenz Meier erklärt, dass der Vertrag in Höhe von etwa 90 Millionen Euro von einem europäischen Land finanziert werde.
Im Gespräch mit Reuters gibt Meier die Lieferung einiger Drohnen an die Ukraine bekannt, der Rest sollte noch in diesem Jahr übergeben werden. SkyFall bestätigt die Beteiligung Deutschlands, weigert sich jedoch, Einzelheiten des Deals zu melden.
18:33 Uhr
Kiew rechnet frühestens 2028 mit ersten Patriot-Lieferungen aus Deutschland
Die Ukraine wird die ersten Patriot-Raketen im Rahmen eines Vertrags mit Deutschland frühestens 2028 erhalten. Dies erklärt Roman Kostenko, Oberst des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU und Sekretär des Parlamentsausschusses für Nationale Sicherheit.
Kostenko erinnert daran, dass der Vertrag mit Deutschland die Lieferung von mehr als 600 Patriot-Raketen vorsieht. Realistisch betrachtet laufe die Produktion in Deutschland erst jetzt an, die ersten Lieferungen seien erst deutlich nach 2028 geplant.
18:10 Uhr
Moskau und Region wehren massiven Drohnenangriff ab – Hunderte Ziele zerstört

SymbolbildSergei Bobyljow / Sputnik Innerhalb von 24 Stunden sind rund 300 unbemannte Flugzeuge in Richtung Moskau und in die Region um die Hauptstadt geflogen, erklärt Bürgermeister Sergei Sobjanin. Die Flugabwehr neutralisierte den Großteil der Flugziele auf großer Entfernung. Dabei wurden 45 Drohnen im Anflug auf Moskau zerstört.
17:49 Uhr
Vier Tote, mehrere Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf AKW-Stadt Energodar
Bei den ukrainischen Angriffen auf Energodar am Sonntag sind vier Zivilisten ums Leben gekommen. Dies berichtet Alexei Lichatschow, der Chef des russischen Staatsunternehmens Rosatom. In einer Erklärung des Beamten zur Lage in der Stadt beim AKW Saporoschje heißt es:
"Nur zwei Tage nach dem Treffen mit der IAEA erlebten wir in Energodar den bisher blutigsten Tag. Vier Menschen wurden getötet – zwei Frauen und zwei Männer. Es gibt vier Verletzte, einer von ihnen wurde schwer verwundet."
Seit dem 27. April, dem Beginn der großangelegten Eskalation, wurden bereits elf Zivilisten getötet, die Zahl der Verletzten beläuft sich auf Dutzende, betont Lichatschow.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


