Liveticker Ukraine-Krieg: Stromversorgung in Ukraine verschlechtert sich weiter

24.01.2026 11:34 Uhr
11:34 Uhr
TASS: Ukraine-Treffen in Abu Dhabi auch am Samstag hinter verschlossenen Türen
Der zweite Tag der Gespräche in Abu Dhabi, an denen die Vertreter Russlands, der USA und der Ukraine teilnehmen, findet erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine eigene Quelle.
Alle Parteien sollen demnach zugestimmt haben, dass die Medienvertreter nicht zugelassen werden und das Treffen hinter geschlossenen Türen ausgetragen wird.
11:07 Uhr
Wieder tausende Gebäude in Kiew ohne Strom
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach dem nächtlichen Angriff aus Russland wiederholt tausende Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten worden. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko spricht auf Telegram von rund 6.000 betroffenen Häusern. Dabei präzisiert er:
"Die meisten davon sind jene, die nach dem Beschuss am 9. und 20. Januar bereits zweimal an das Heizungsnetz angeschlossen wurden oder die bald angeschlossen werden sollten."
Auch die Wasserversorgung sei am linken und teilweise am rechten Dnjepr-Ufer beeinträchtigt, so Klitschko. Der Politiker meldet zudem mindestens ein Todesopfer und vier Verletzte infolge der Attacke.
Die Außentemperatur in Kiew liegt derzeit bei minus zwölf Grad.
10:32 Uhr
Gouverneur meldet zahlreiche ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 23. Januar bis 5 Uhr MEZ am 24. Januar 14 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 49 Mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus drei Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abließen.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über Schäden in der Siedlung Nowoiwanowka im Bezirk Rylsk. Dort sei eine Garage völlig ausgebrannt. Ein Auto sei beschädigt worden.
10:03 Uhr
Frankreich leitet mutmaßlichen russischen "Schatten"-Tanker nach Marseille um
Die französische Marine hat den festgesetzten Öltanker "Grinch" in den Hafen von Marseille umgeleitet. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Ermittlerkreisen. Die Marine hatte das Schiff unter dem Verdacht abgefangen, zur sogenannten Schattenflotte zu gehören. Das Schiff soll zudem unter falscher Flagge gefahren sein. Das Schiff, das Anfang Januar den russischen Hafen Murmansk verlassen hatte, fuhr unter der Flagge der Komoren.
Ein Großteil des russischen Erdöls wird von einer sogenannten Schattenflotte transportiert, die versucht, sich westlichen Kontrollen und Sanktionen zu entziehen.
09:35 Uhr
Stromversorgung in Ukraine verschlechtert sich weiter
Die Energiesituation in der Ukraine hat sich nach den jüngsten russischen Luftangriffen "erheblich" verschlechtert. Das teilte der Netzbetreiber Ukrenergo mit. In den meisten Regionen sei es zu Stromausfällen gekommen, wodurch auch die Heizungen ausgefallen seien. Mehrere Anlagen würden nach den jüngsten Angriffen repariert. Man hoffe, die Arbeiten in "naher Zukunft" abschließen zu können.
"Die Anlagen arbeiten an der Grenze ihrer Kapazitäten."
Auch Energieminister Denis Schmygal nannte die Stromversorgungslage schwierig. Zugleich sagte er jedoch, dass er eine Verbesserung der Lage erwarte.
"Dank der gemeinsamen Anstrengungen von Ukrenergo und den Verteilernetzbetreibern sehen wir eine Tendenz zur teilweisen Stabilisierung."
09:02 Uhr
Orbán: "Atomschlag in die Magengrube" – EU winkt 800 Milliarden der Ukraine-Forderung durch

Die Ukraine hat bei der EU einen Finanzbedarf von 800 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre eingereicht. Nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel berichtete Viktor Orbán am Donnerstag von einem noch nicht veröffentlichten Dokument, dem zufolge die EU diesen Antrag sowie weitere 700 Milliarden Euro für Militärausgaben gebilligt habe. Der ungarische Regierungschef zeigte sich schockiert darüber, dass die Forderungen offenbar eins zu eins übernommen wurden und die Finanzierung über neue gemeinsame Schulden erfolgen soll.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
08:30 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: 46 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden in dem von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 23. Januar 23 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Staraja Sburjewka — 6,
- Nowaja Sburjewka — 5,
- Nowaja Kachowka — 7,
- Malokachowka — 3,
- Malaja Lepeticha — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kasatschji Lageri, Nowaja Kachowka, Golaja Pristan, Sawodowka und Malaja Lepeticha seien insgesamt 23 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:04 Uhr
DVR meldet einen ukrainischen Angriff binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden einen Angriff durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurde auf das Territorium der Volksrepublik ein Geschoss abgefeuert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 23. Januar bis 0 Uhr am 24. Januar (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Berichte über Infrastrukturschäden lagen ebenfalls nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk auch einen Angriff aus der Ukraine gemeldet. Berichte über Opfer und Schäden lagen nicht vor.
07:31 Uhr
Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi: Gespräche gehen am Samstag weiter

Die trilaterale Gruppe aus Russland, den USA und der Ukraine hat in Abu Dhabi ihre ersten Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Konflikts aufgenommen. Die Verhandlungen werden am Samstag fortgesetzt. Moskau beharrt weiterhin auf dem Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass als zentrale Bedingung.
Über Zusammensetzung, Ablauf und Schwerpunkte der Verhandlungen, darunter Sicherheitsfragen, die Territorialfrage sowie mögliche russische Beiträge zum Wiederaufbau nach einem Friedensschluss, berichtet unser Korrespondent Iwan Medwedew. Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
07:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 75 ukrainische Drohnen

Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketensystem vom Typ Panzir-S in Sotschi, 7. Februar 2014WALERI SCHARIFULIN / TASS Russlands Verteidigungsministerium meldet am Samstagmorgen auf der Plattform Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 75 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Rostow – 46,
- Gebiet Belgorod – 22,
- Teilrepublik Krim – 3,
- Gebiet Kursk – 2,
- Gebiet Woronesch – 1,
- Gebiet Brjansk – 1.
Weitere Einzelheiten teilte das Ministerium nicht mit.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


