Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verhängt Sanktionen gegen 225 Kapitäne der Schattenflotte

22.02.2026 17:58 Uhr
17:58 Uhr
Orbán: Napoleon und Hitler konnten Russland nicht besiegen – jetzt versucht es Kaja Kallas

Viktor Orbán hat am Samstag bei einer Antikriegs-Kundgebung in Békéscsaba über die Ambitionen der EU, Napoleon und Hitler zu übertreffen, gespottet.
"Meiner Meinung nach ist dies ein Fehler, und jeder, der sich dieser europäischen Idee anschließt, wird letztendlich sein eigenes Land in Schwierigkeiten bringen. Er wird sein eigenes Land ruinieren. Nicht Russland wird hier wirtschaftlich zusammenbrechen, sondern die Europäische Union", sagte Orbán.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
17:23 Uhr
Budapest will 20. EU-Sanktionspaket blockieren
Ungarn beabsichtigt, das 20. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland zu blockieren, bis die Ukraine die Öllieferungen über die Pipeline "Druschba" wieder aufnimmt. Das berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine Erklärung des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó. TASS berichtet:
"Er [Szijjártó] schrieb auf der Plattform X, dass der Rat der Außenminister der EU-Länder bei seiner Sitzung am 23. Februar beabsichtige, das 20. Paket antirussischer Sanktionen zu verabschieden, Budapest dies jedoch blockieren werde. Szijjártó fügte hinzu, dass sein Land keine Entscheidungen zulassen werde, die 'für Kiew wichtig' seien, solange es den Öltransit nach Ungarn und in die Slowakei über die Pipeline 'Druschba' nicht wieder aufnehme."
16:59 Uhr
TASS: Kiew bereitet Serie von Angriffen auf Süddonezk für den 23. Februar vor
Wie die Nachrichtenagentur TASS von russischen Sicherheitskräften erfahren hat, bereiten ukrainische Streitkräfte im Gebiet Dnjepropetrowsk eine Reihe von Raketenangriffen auf die befreiten Gebiete in Richtung Süddonezk vor. Diese sollen am Tag des Verteidigers des Vaterlandes, der in Russland am 23. Februar begangen wird, stattfinden. Außerdem werden Angriffe mit Drohnen erwartet. Die Sicherheitskräfte teilten mit:
"Der Feind bereitet von seinen Stellungen in der Region Dnjepropetrowsk aus bis zum 23. Februar eine Reihe von Angriffen auf die befreiten Gebiete im Süden von Donezk vor. Es wird erwartet, dass für die Angriffe Raketen- und Rohrartillerie eingesetzt werden."16:22 Uhr
Russland mit Flagge erlaubt – Konflikt um Paralympische Spiele 2026

Noch Monate vor Beginn der Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sorgt die Teilnahme russischer Athleten unter eigener Flagge für politischen Streit: Die Ukraine droht mit einem Boykott der Eröffnungsfeier und fordert vom Internationalen Paralympischen Komitee ein Verbot russischer Symbole. Sportminister Matwei Bednyi spricht von einer empörenden Entscheidung, während Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa Kiew vorwirft, olympische Grundwerte zu missachten.
IPC-Präsident Andrew Parsons hat dagegen bestätigt, dass Russland erstmals seit 2014 wieder mit Flagge und Hymne antreten darf, was auch Kritik aus mehreren europäischen Staaten auslöste. Unterstützung kommt aus Moskau, unter anderem vom Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Der russische Paralympics-Athlet und Gesprächsgast im Video, Jaroslaw Swjatlosawski, bezeichnet die Entscheidung als Sieg der Gerechtigkeit und warnt davor, den Sport durch politischen Druck weiter zu beschädigen.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:43 Uhr
Verteidigungsminister Healey will britische Truppen in die Ukraine schicken
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat in einem Artikel für die Zeitung The Telegraph erneut die Unterstützung seines Landes für die Ukraine bekräftigt. Kurz vor dem vierten Jahrestag des Kriegsbeginns erinnerte er an die militärische Hilfe und die Großzügigkeit der britischen Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen aus dem osteuropäischen Land. London arbeite mit seinen Verbündeten an der Bildung einer sogenannten Koalition der Willigen, die mit ihren Friedenstruppen die Ukraine nach der Beendigung des Krieges schützen soll. Dabei brachte Healey seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Krieg im laufenden Jahr enden müsse, und erklärte:
"Ich will der Verteidigungsminister sein, der britische Truppen in die Ukraine schickt – denn das wird bedeuten, dass dieser Krieg endlich vorbei ist."
Gleichzeitig räumte der Minister ein, dass es keine größere Belastung für einen Verteidigungsminister oder eine Regierung gebe, als Truppen in Auslandseinsätze zu schicken. Ein sicheres Europa brauche aber eine starke und souveräne Ukraine. Healey sprach sich zudem für eine stärkere Einbindung der ukrainischen Streitkräfte in NATO-Übungen aus.
🇬🇧🇺🇦🇷🇺Britain's Defence Secretary John Healey vows to deploy British troops to Ukraine before 2026 ends – but only after a peace deal with Putin seals the war.https://t.co/RBcdqm90dG
— OMNIS (@project_omnis) February 22, 202615:10 Uhr
Außenministerium: Finnland kann Kiew nicht mehr helfen
Die finnische Außenministerin Elina Valtonen erklärte, dass ihr Land keine Möglichkeiten mehr habe, der Ukraine zu helfen. Finnland habe Kiew alles geschickt, was es aus seinen Beständen zur Verfügung stellen konnte, sagte die finnische Außenministerin in einem Interview mit dem Sender Yle. Im Medienbericht dazu heißt es:
"Nach Angaben der Ministerin hat Finnland alles aus seinen Beständen geschickt, was möglich war. Jetzt ist es wichtig, das EU-Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro auf den Weg zu bringen."14:40 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere 73 ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldet weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Wie die Behörde auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6 bis 12 Uhr MEZ 73 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Brjansk – 52,
- Gebiet Belgorod – 18,
- Gebiet Kaluga – 2,
- Gebiet Kursk – 1.
Weitere Einzelheiten teilte das Ministerium nicht mit.
14:08 Uhr
Neutralität in Gefahr? Streit um Österreichs Militärpläne

Österreich steht vor einer doppelten Belastung: Während Inflation und geplante Sozialkürzungen viele Menschen treffen, will die Regierung massiv in die Aufrüstung investieren. Die EU hat dafür die nationale Ausweichklausel aktiviert, nachdem Finanzminister Markus Marterbauer einen Antrag gestellt hatte, um zusätzliche Schulden für das Bundesheer zu ermöglichen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner begrüßt die Entscheidung, betont jedoch, sie sei kein Freibrief.
Scharfe Kritik kommt unter anderem von der FPÖ-Europaabgeordneten Petra Steger, die eine Aushöhlung der Neutralität sieht. Parallel diskutiert die Regierung unter Kanzler Christian Stocker eine Verlängerung des Wehrdienstes, während Sozialleistungen und Familienbeihilfen gekürzt werden sollen – trotz weiterhin hoher Inflation. Kinderrechtsorganisationen warnen vor steigender Kinderarmut.
Der Unternehmer und Gesprächsgast im Video, Gerald Sakuler, hält zusätzliche Militärausgaben für unnötig und warnt angesichts einer Staatsverschuldung von rund 85 Prozent des BIP vor einer weiteren Abkehr von der Neutralität.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:39 Uhr
Erneut Opfer im russischen Grenzgebiet Belgorod
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf das russische Grenzgebiet Belgorod fort. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet zwei Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Wie der Politiker auf Telegram schreibt, sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne nahe der Ortschaft Perwomaiski sein Auto angegriffen habe. Gladkow drückt der Familie und den Angehörigen des Todesopfers sein aufrichtiges Beileid aus.
Darüber hinaus berichtet der Gouverneur über eine Schwerverletzte in der Siedlung Zerkowny. Die Mitarbeiterin eines Betriebs habe ein Bein verloren, als eine FPV-Drohne in ihrer Nähe detoniert sei. Die Frau sei in ein Krankenhaus der Gebietshauptstadt Belgorod eingeliefert worden. Man erweise ihr alle notwendige Hilfe. Ein Betriebsgebäude sei beschädigt worden.
13:10 Uhr
Russland bestätigt Vergeltungsschlag gegen Ziele in Ukraine
Das russische Verteidigungsministerium bestätigt auf Telegram einen massiven Angriff auf Ziele in der Ukraine. Die Behörde spricht von einem Vergeltungsschlag, nachdem das ukrainische Militär zivile Infrastrukturobjekte in Russland angegriffen habe. Als Reaktion darauf habe das russische Militär Drohnen sowie hochpräzise boden- und luftbasierte Langstreckenwaffen eingesetzt, um Rüstungswerke und Energieanlagen anzugreifen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze. Alle anvisierten Ziele seien getroffen worden.
Darüber hinaus berichtet die Behörde in Moskau über erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf ein Logistikzentrum, ein Drohnenlager und 144 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Gleichzeitig habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden fünf Lenkbomben, sieben HIMARS-Raketen und 326 Drohnen abgefangen.
Zuvor haben die ukrainischen Behörden eine massive russische Attacke in der Nacht zum Sonntag gemeldet. Von den Angriffen waren demnach die Hauptstadt Kiew, Odessa und die Zentralukraine betroffen. Präsident Wladimir Selenskij schrieb auf der Plattform X, dass mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden seien. Unter den Verletzten sei auch ein Kind.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


