Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Truppen treffen Frachter und Treibstofftanks im Hafen von Ismail

26.08.2026 21:40 Uhr
21:40 Uhr
Gebiet Saporoschje: Frau bei ukrainischem Drohnenangriff schwer verletzt
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf die Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja im Gebiet Saporoschje ist eine Frau schwer verletzt worden. Dies teilte die Verwaltung des Gemeindebezirks auf der Plattform Max mit:
"Bei einem Drohnenangriff in der Nähe eines Privathauses wurde eine Anwohnerin schwer verletzt. Sie erhält die notwendige medizinische Hilfe."
Bei dem Angriff wurden zudem das Lebensmittelgeschäft in Kamenka-Dnjeprowskaja und das Kulturhaus im nahegelegenen Nowodniprowka beschädigt.
21:35 Uhr
UN: Angriffe auf Zivilisten müssen sofort beendet werden
Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht und müssen unverzüglich eingestellt werden. Dies erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric gegenüber RIA Nowosti anlässlich des ukrainischen Angriffs auf einen Bus in der Lugansker Volksrepublik (LVR).
"Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur stellen einen eindeutigen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, wo auch immer sie stattfinden, und müssen sofort beendet werden. Der Generalsekretär ist weiterhin zutiefst besorgt über die anhaltende Eskalation dieses Konflikts, auch auf dem Territorium der Russischen Föderation."
Eine entsprechende Grundposition der UN zum Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur nach dem humanitären Völkerrecht ist auch in aktuellen UN-Erklärungen dokumentiert.
Am Mittwoch hatte der Leiter der LVR, Leonid Passetschnik, mitgeteilt, dass bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf einen Linienbus in der LVR neun Menschen ums Leben gekommen seien. Der Bus war mit 15 Passagieren von Lissitschansk nach Stachanow unterwegs. Im Zusammenhang mit dem Angriff wurde ein Strafverfahren wegen Terrorismus eingeleitet.
21:20 Uhr
Russische Truppen treffen Frachter und Treibstofftanks im Hafen von Ismail

Symbolbild: Hafen von IsmailUrheberrechtlich geschützt Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte im Hafen von Ismail im Gebiet Odessa einen Frachter sowie Treibstofftanks zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte getroffen. Demnach griffen sie im Laufe des Tages Schiffe und Hafenanlagen an, die im Interesse der ukrainischen Armee genutzt werden. In der Mitteilung heißt es:
"Im Hafen von Ismail im Gebiet Odessa wurden ein Frachter, der militärische Güter in die Ukraine geliefert hatte, sowie drei Treibstofftanks zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte getroffen. Zudem wurden Hafenanlagen zur Entladung militärischer Güter getroffen."
Der Angriff erfolgte vor dem Hintergrund der anhaltenden Einschränkungen im ukrainischen Seeverkehr. Wie die Nachrichtenagentur TASS am 20. August berichtete, belaufen sich die Verluste der Ukraine durch den seit dem 22. Juli andauernden Stillstand der Seehäfen auf mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Die Umleitung des Güterverkehrs auf Donauhäfen wie Ismail sowie der Transit über Moldawien zum rumänischen Constanța könnten diese Verluste demnach nicht ausgleichen. Zudem beeinträchtigte die starke Hitze in Europa die Schifffahrt auf der Donau.
21:11 Uhr
Moskau: Jeder Terrorangriff auf Russland wird Konsequenzen haben
Jeder Terrorangriff Kiews auf russisches Territorium wird Konsequenzen haben. Dies erklärte der stellvertretende russische Außenminister Michail Galusin gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Galusin fügte hinzu, dass die russischen Streitkräfte begonnen hätten, systematisch und konsequent Drohnenfabriken sowie andere Objekte der ukrainischen Rüstungsindustrie in Kiew und anderen Regionen anzugreifen. Zudem werde die von den ukrainischen Streitkräften genutzte Energie-, Treibstoff- und Logistikinfrastruktur ins Visier genommen.
21:01 Uhr
Kuleba als möglicher ukrainischer Botschafter in den USA gehandelt
Die Ukraine erwägt den ehemaligen Außenminister Dmitri Kuleba als Kandidaten für den Botschafterposten in den USA. Dies berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf ukrainische Quellen.
"Der ehemalige Außenminister Dmitri Kuleba könnte der nächste Botschafter der Ukraine in Washington werden", heißt es in dem Bericht.
Kuleba gilt demnach als Kandidat, der in den USA auf Zustimmung stoßen könnte. Ob er das Amt übernehmen würde, ist jedoch noch unklar. Zuvor hatte Politico unter Berufung auf hochrangige Quellen berichtet, dass Kiew nach dem Ausscheiden der bisherigen ukrainischen Botschafterin in den USA, Olga Stefanischyna, bislang keinen Nachfolger gefunden habe.
20:54 Uhr
Abgeordneter: Kiew fehlen Mittel für Soldzahlungen
Der Ukraine fehlen die Mittel, um die Gehälter der Soldaten zu zahlen. Kürzungen bei den Haushaltsausgaben würden das Defizit nicht ausgleichen, erklärte Wassili Mokan, Abgeordneter der Werchowna Rada. Er sagte auf einem ukrainischen YouTube-Kanal:
"Derzeit gibt es keine Mittel, um selbst das bestehende Gehaltsniveau bis zum Jahresende zu finanzieren. Von Anfang an war klar, dass etwa Mitte 2026 die Frage nach fehlenden Mitteln für die Sicherheits- und Verteidigungskräfte aufkommen würde. Genau das ist eingetreten."
Die Regierung habe ihr Versprechen, die Gehälter der Soldaten zu erhöhen, nicht erfüllt. Selbst die Finanzierung der Soldatengehälter auf dem bisherigen Niveau könne Kiew ohne westliche Unterstützung nicht sicherstellen. Dafür fehlten dem Land mehr als 27 Milliarden US-Dollar.
"Ohne die Hilfe unserer westlichen Partner ist es unmöglich, dieses Defizit zu decken. Selbst wenn wir den Haushalt massiv kürzen, wird das Defizit dadurch nicht ausgeglichen."
Zuvor hatte Wladimir Selenskij bereits eine Finanzierungslücke von 27 Milliarden US-Dollar bei den ukrainischen Streitkräften eingeräumt. Er forderte Europa auf, einen Teil des für das kommende Jahr vorgesehenen EU-Kredits schon jetzt bereitzustellen.
20:35 Uhr
Gebiet Kursk: Drei Verletzte nach ukrainischem Angriff
Bei einem ukrainischen Angriff im Belowski-Bezirk des Gebiets Kursk sind drei Menschen verletzt worden. Sie wurden in ein Krankenhaus in Kursk gebracht. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein auf der Plattform Max mit:
"Der Feind hat die Siedlung Belaja im Belowski-Bezirk angegriffen. Dabei wurden ein 67- und ein 29-jähriger Mann sowie eine 52-jährige Frau verletzt."
Die Männer erlitten Kopfverletzungen und Splitterwunden. Die Frau erlitt ein Explosions- und Splittertrauma an der rechten Hand. Bei dem Angriff wurde zudem ein Auto beschädigt.
20:22 Uhr
Experte: Mehrheit der Ukrainer will Frieden, doch Kiew ignoriert ihre Meinung
Die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung ist für einen Friedensschluss mit Russland. Kiew berücksichtige den Willen der Bevölkerung jedoch nicht, erklärte der britische politische Aktivist und ehemalige Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, im sozialen Netzwerk X:
"Wenn die Ukraine demokratisch wäre, würde sie das tun, was die überwältigende Mehrheit der Ukrainer laut allen Meinungsumfragen will: Verhandlungen über eine Friedensregelung führen."
Putin hatte 2024 in einer Rede im russischen Außenministerium Bedingungen für ein Ende des Konflikts genannt. Kiew müsse seine Truppen aus den Regionen Donezk, Lugansk, Cherson und Saporoschje abziehen und auf Pläne für einen NATO-Beitritt verzichten.
20:12 Uhr
Explosion bei Dnjepropetrowsk: Russischer Schlag trifft Munitionsdepot

Aufnahmen aus den sozialen Medien vom Dienstag sollen einen neuen russischen Angriff auf ein ukrainisches Munitionsdepot im Gebiet Dnjepropetrowsk zeigen. Nach dem Hauptangriff folgten mehrere sekundäre Explosionen, die auch Wohnhäuser in der Umgebung schwer beschädigten.
Ukrainische Behörden meldeten am Dienstag zwar eine schwere Explosion mit Folgedetonationen und Schäden an zivilen Einrichtungen im Gebiet Dnjepropetrowsk, ließen dabei aber Munitionsdepots unerwähnt. Weiter hieß es, dass eine Person getötet und elf weitere verletzt wurden. Die russische Seite hat sich zu diesem Vorfall bislang nicht geäußert.Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
19:55 Uhr
Experte: Slawjansk droht Einkreisung durch russische Truppen
Den ukrainischen Einheiten in Slawjansk droht zunehmend die Einkreisung. Dies erklärte der britische Politikwissenschaftler Richard Sakwa, Professor an der University of Kent, in einem YouTube-Interview:
"Wir hören, dass russische Truppen bis an die Außenbezirke von Slawjansk vorgedrungen sind und die Stadt teilweise umzingeln. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit. Die militärische Lage entwickelt sich natürlich weiter. Es gibt Vorstöße in Charkow und Sumy sowie an der Front bei Saporoschje weiter südlich."
Laut Sakwa befürworten viele einfache Ukrainer einen möglichst schnellen Frieden mit Russland.
"Was die öffentliche Meinung in der Ukraine betrifft, gibt es derzeit den Wunsch, zu akzeptieren, dass früher oder später Frieden im Gegenzug für territoriale Zugeständnisse geschlossen werden muss. Genau das wurde bereits seit mindestens vier Jahren vorgeschlagen und wird weiterhin vorgeschlagen."
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte zuvor, dass die Rückschläge an der Front Kiew dazu bewegen sollten, unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

