Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte greifen Hafen-Infrastruktur im Gebiet Odessa an

12.07.2026 15:43 Uhr
15:43 Uhr
Opfer bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf LVR
Leonid Passetschnik, Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), berichtet auf der Plattform MAX über massive ukrainische Angriffe auf die Region. Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag habe die örtliche Luftabwehr über der LVR mehr als 40 Luftziele zerstört. Einigen gegnerischen Drohnen sei es jedoch gelungen, ihr Ziel zu erreichen und Schaden zuzufügen. Der Politiker meldet einen Toten und fünf Verletzte.
"In Lissitschansk traf eine ukrainische Drohne einen Kleintransporter des Straßendienstes. Ein 39-jähriger Arbeiter wurde verletzt. Sein 41-jähriger Kollege kam ums Leben."
Auch in Swatowo habe der Gegner einen Kleintransporter und ein Motorrad attackiert. Zwei Männer im Alter von 35 und 34 Jahren seien verletzt worden. Infolge eines Angriffs auf den Bezirk Belokurakino habe ein 48 Jahre alter Mann Verletzungen erlitten. In Kremennaja sei eine 75-jährige Frau in ihrem Wohnhaus verletzt worden.
Darüber hinaus meldet Passetschnik einen Angriff auf einen Lebensmittelmarkt in Stachanow. Mehrere Geschäfte und Lkw seien beschädigt worden. In Starobelsk habe der Gegner ein Wohnhaus attackiert, sodass ein Brand ausgebrochen sei. Als ein Feuerwehrteam am Ort des Geschehens eingetroffen sei, habe das ukrainische Militär erneut zugeschlagen. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden.
15:10 Uhr
Selenskij bildet Regierung um und setzt Ministerpräsidentin Swiridenko ab
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat eine Kabinettsumbildung angekündigt. Er begründete dies unter anderem mit einem außenpolitischen Strategiewechsel, um Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken. Auf der Plattform X schrieb der Politiker, er habe darüber mit Regierungschefin Julia Swiridenko gesprochen.
"Wir haben festgestellt, dass für die Veränderung eine Erneuerung des Ministerkabinetts nötig ist."
Er dankte Swiridenko für ihren Einsatz und kündigte an, ihr die Leitung der Diplomatie mit den wichtigsten Partnern der Ukraine anzubieten.
Ukraine is changing its political strategy. Each priority area of foreign policy will be assigned to a specific person with substantial experience who is capable of implementing what we agree on at the leaders’ level and what the Ukrainian people expect. The most important of… pic.twitter.com/YVdZJu6KUZ
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 12, 2026Bislang nannte Selenskij keinen Kandidaten für die Nachfolge der 40-Jährigen. Sie hatte das Amt der Ministerpräsidentin vor etwa einem Jahr angetreten. Zuvor war sie Vizeregierungschefin und Wirtschaftsministerin der Ukraine.
14:37 Uhr
Skandal um Russlands Präsenz bei Biennale von Venedig: EU-Kommission empfiehlt Entzug der Förderung
Die EU-Kommission hat empfohlen, die Förderung der Biennale von Venedig in Höhe von zwei Millionen Euro einzustellen. Hintergrund ist der Streit um den russischen Pavillon bei der diesjährigen Kunstschau. Die für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, schreibt auf der Plattform X:
"Die Kommission empfiehlt der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) offiziell, die Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro an die Biennale von Venedig zu kündigen."
In einem weiteren Eintrag fügt sie hinzu, die mit Steuergeldern finanzierte Kultur in Europa sollte demokratische Werte fördern und schützen. Diese Werte würden im heutigen Russland nicht respektiert.
Die Biennale begann am 9. Mai. Zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs Ende Februar 2022 nimmt Russland mit seinem landeseigenen Pavillon wieder an der Kunstschau teil. Derzeit ist der Pavillon jedoch für das breite Publikum geschlossen. Außerhalb ist eine Installation auf einem großen Bildschirm zu sehen.
14:05 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Energodar an: Mehrere Opfer und Schäden
Das ukrainische Militär hat erneut in der AKW-Stadt Energodar zugeschlagen, die sich im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje befindet. Wie Bürgermeister Maxim Puchow auf der Plattform MAX schreibt, habe der Gegner am frühen Sonntagmorgen mit einer Drohne eine Bushaltestelle angegriffen. Eine 55-jährige Frau sei ums Leben gekommen. Vier weitere Zivilisten hätten dabei Verletzungen erlitten. Ein Einwohner sei ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Außerdem meldet der Politiker eine neue Attacke auf ein Krankenhaus in der Stadt. Vor der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sei ein unbemanntes Luftfahrzeug detoniert. Glücklicherweise sei niemand zu Schaden gekommen.
Ferner berichtet Puchow über einen Angriff auf ein Geschäft. Das ukrainische Militär habe demnach drei Drohnen eingesetzt. Das Dach, die Fassade und die Fenster des Gebäudes seien beschädigt worden.
13:40 Uhr
RT DE-Exklusiv: Russischer Soldat berichtet über Einsätze und Gefangene

In einem exklusiven Interview mit RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet der russische Aufklärungszugführer "SAM" über seinen Weg vom Zimmermann zum Soldaten, gefährliche Einsätze und die Gefangennahme gegnerischer Kämpfer. Sein Grundsatz: Wenn möglich, soll das Leben des Gegners geschont werden. Kraft schöpfe er aus der Verantwortung für seine Kameraden und dem Gedanken an seine Großmutter, die ihn großgezogen hat.
Das Interview gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
13:04 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Stepok und Mogriza im Gebiet Sumy sowie Stariza, Bakschejewka, Bely Kolodes, Wodjanoje, Wessjoloje, Losowaja und Ustinowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 185 Soldaten verloren. Zudem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 13 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen und dabei Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Malejewka und Peski-Radkowskije im Gebiet Charkow sowie Krasny Liman und Schtschurowo in der DVR getroffen. Mehr als 220 ukrainische Armeeangehörige seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und ein Geschütz zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Orechowatka, Nikolajewka, Druschkowka, Tschassow Jar, Kondratowka und Nikolaipole in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 155 Armeeangehörige. Der Gegner habe sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 30 Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Torezkoje, Rubeschnoje, Annowka, Schewtschenko und Sergejewka in der DVR und Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 355 Kämpfer verloren. Ein Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sieben Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Timoschewka, Ljubizkoje, Mirowka und Noworosowka im Gebiet Saporoschje sowie Romanki, Podgawrilowka, Gawrilowka und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 495 Kämpfer. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Jurkowka und Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje sowie Nowoalexandrowka im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 55 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 17 Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Lager mit Langstreckendrohnen und Munition sowie 158 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden elf Lenkbomben und 585 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 179.525 Drohnen, 665 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.128 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.756 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.735 Geschütze und Mörser verloren.
12:38 Uhr
Selenskij will nach Explosionen bei Kiew verantwortliche Militärs bestrafen
Bei einem russischen Raketenangriff sind vor einigen Tagen in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew Munitionslager in die Luft gegangen. Jetzt will Präsident Wladimir Selenskij die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wischnjowoje anzulegen, doch all diese Vorschriften seien missachtet worden, klagt der Politiker in einer auf X veröffentlichten Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Orte in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern errichten.
Laut Selenskij seien für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften die Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.
Das russische Militär hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf die Ukraine gestartet. Ziel war neben Kiew auch die Stadt Wischnjowoje unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch die Einschläge und die Folgeexplosionen kamen in Wischnjowoje nach Behördenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Wegen der andauernden Explosionsgefahr mussten die Behörden hunderte Anwohner evakuieren. Tagelang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.
12:09 Uhr
Ein Todesopfer und sieben Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 68 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 68 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 31 Geschosse abgefeuert und 219 Drohnen eingesetzt, von denen 111 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Stadt Graiworon sei ein Kind ums Leben gekommen. Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleintransporter sei in der Siedlung Politotdelski ein Mann verletzt worden. Bei einer Attacke auf einen Minibus seien in der Siedlung Perwomaiski vier Menschen zu Schaden gekommen. Bei der Detonation zweier Drohnen seien zwei Einwohner der Siedlung Krasnaja Jaruga verletzt worden. Außerdem sei ein Mann ärztlich versorgt worden, der noch am 3. Juli mehrere Splitterverletzungen erlitten habe. Auch eine Frau, die noch am 9. Juli in der Stadt Schebekino verletzt worden sei, habe ärztliche Hilfe bekommen.
Der Krisenstab meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden fünf Mehrfamilienhäuser, 23 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Verwaltungsgebäude, ein Geschäft, ein Betrieb sowie ein Lagerhaus zerstört oder beschädigt worden. Betroffen seien außerdem sechs Infrastrukturobjekte, vier Garagen, eine Gasleitung, eine Stromleitung, fünf Lkw, zwei Busse, ein Kleintransporter, zwei Minibusse und 28 Autos.
11:33 Uhr
Drei Verletzte und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 11. Juli bis 8 Uhr am 12. Juli (MESZ) 95 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 47-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem zehn Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet drei Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Bei ihnen handele es sich um eine Frau und zwei Männer im Alter von 59, 60 und 39 Jahren. Sie seien bei den Attacken auf die Ortschaften Iljok, Tolpino und Rylsk verletzt worden. Der Politiker wünscht ihnen eine schnellstmögliche Genesung. Infolge der Attacken seien im Gebiet fünf Einfamilienhäuser, eine Möbelfabrik, zwei Garagen und drei Autos beschädigt worden.
11:01 Uhr
Niederlande: Unbekannte beschmieren sowjetische Soldatengräber

Unbekannte haben auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof im niederländischen Leusden rund 150 Grabsteine mit neonazistischen Parolen beschmiert. Polizei, die Stiftung Sovjet Ereveld und die niederländische Regierung verurteilten die Schändung, während die russische Botschaft eine rasche Aufklärung forderte.
Die unabhängige Journalistin Sonja van den Ende sieht den Vorfall als Folge zunehmender gesellschaftlicher Radikalisierung und antirussischer Rhetorik.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

