Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee erbeutet wichtige Dokumente im gegnerischen Hinterland

14.04.2026 19:34 Uhr
19:34 Uhr
TASS: Laut ukrainischen Soldaten helfen Zivilisten im von Kiew kontrollierten Teil der DVR russischer Armee
Einwohner in den Gebieten der Volksrepublik Donezk (DVR), die unter Kontrolle der Ukraine stehen, übermitteln den russischen Truppen regelmäßig Informationen über Aktivitäten der Stoßtrupps und Ausrüstung der ukrainischen Einheiten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden Russlands.
Ukrainische Nationalisten beschwerten sich demnach in den sozialen Netzwerken, dass im Donbas nur noch prorussisch eingestellte Einwohner geblieben seien. Sie trauten sich, Staatssymbole Russlands auch in Konstantinowka zu zeigen, wo derzeit heftige Kämpfe stattfänden.
19:03 Uhr
Berlin und Kiew vereinbaren Waffendeal in Milliardenhöhe
Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums haben sich die Ukraine und Deutschland auf ein neues Militärpaket im Wert von vier Milliarden Euro geeinigt.
Dafür wird das Geld verwendet:
- Berlin finanziert einen Vertrag über mehrere hundert Patriot-Raketen und liefert 36 IRIS-T-Raketensysteme an Kiew;
- Deutschland investiert Mittel in Höhe von 300 Millionen Euro in die Entwicklung von Langstreckenwaffen, um die ukrainische Waffenproduktion auszubauen;
- Beide Länder wollen eine gemeinsame Produktion von KI-gesteuerten Mid-Strike-Drohnen aufbauen. Zunächst sollen 5.000 unbemannte Luftfahrzeuge für die ukrainischen Streitkräfte produziert werden.
18:19 Uhr
Gebiet Sumy: Vermisste ukrainische Kompanien und Rückzüge gemeldet
Im Gebiet Sumy gelten nach Angaben russischer Sicherheitskreise mehrere Kompanien der ukrainischen Streitkräfte als vermisst. Betroffen sei die 158. Separate mechanisierte Brigade. Ein Gesprächspartner sagte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
"Aus Nachrufen geht hervor, dass in Waldgebieten nördlich von Pissarewka mehrere Kompanien der 158. Brigade als vermisst gelten."
Zudem habe sich die Lage für ukrainische Truppen im Südosten der Region verschlechtert, insbesondere im Raum Miropolje. Dort würden Angehörige über Probleme bei der Bergung gefallener Soldaten berichten. Weiter hieß es, ukrainische Einheiten hätten sich aus Stellungen nahe der Ortschaft Miropolskije zurückgezogen. Das Kommando des 14. Armeekorps habe demnach den Verlust der Ortschaft bestätigt.
17:47 Uhr
Russische Soldaten eliminieren Ziele entlang der Front (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Panzersoldaten und Artilleristen des Truppenverbands Ost im Einsatz. Wie es heißt, zerstörten sie mithilfe eines T-80BWM-Panzers und Haubitzen vom Typ D-30 gegnerische Stützpunkte in den Gebieten Dnjepropetrowsk und Saporoschje.
17:17 Uhr
RIA Nowosti: Keine weiteren Gespräche über Russland-Sanktionen in EU
Die ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union planen derzeit keine Wiederaufnahme der Beratungen über das 20. Sanktionspaket gegen Russland. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf eine eigene Quelle.
"Soweit ich weiß, steht ein solcher Punkt noch nicht auf der Tagesordnung", sagte die Quelle der Agentur.
Wie es heißt, machte die Quelle keine Angaben dazu, wann die EU das Thema wieder erörtern würde, angesichts der Tatsache, dass die Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán die Parlamentswahl in Ungarn verloren hat.
Die Regierung unter Orbán hatte im Februar das 20. Sanktionspaket gegen Russland blockiert.
16:43 Uhr
AKW Saporoschje erneut für einige Stunden ohne externe Stromversorgung
Das Kernkraftwerk Saporoschje hat am Dienstagmorgen erneut vorübergehend die externe Stromversorgung vollständig verloren. Die Ursache war der Ausfall einer Hochspannungsleitung. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte auf der Plattform X mit, dass Dieselgeneratoren automatisch angesprungen seien, um die sicherheitsrelevanten Systeme aufrechtzuerhalten. Demnach habe der Stromausfall 90 Minuten lang gedauert.
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi betonte in diesem Zusammenhang, dass der Verlust der externen Stromversorgung erneut die erheblichen Risiken für die nukleare Sicherheit unter Kriegsbedingungen verdeutliche. Das am AKW tätige IAEA-Team überwache weiterhin die Lage vor Ort.
Power has been successfully restored to the ZNPP through the Ferosplavna-1 330 kV power line, bringing an end to the loss of offsite power after approximately 90 minutes. The plant’s emergency diesel generators have since been safely shut down. The IAEA team at the plant… https://t.co/7ispKteeGr
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) April 14, 2026Alexei Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti den Stromausfall. Er machte Kiew dafür verantwortlich, weil das ukrainische Militär die einzige betriebsfähige Hochspannungsleitung unter Beschuss genommen habe. Die zurückliegende Nacht sei unruhig gewesen, da der Gegner nach der Osterwaffenruhe wieder aktiv sei.
Es war bereits das 14. Mal, dass das von Russland kontrollierte AKW die externe Stromversorgung vollkommen verloren hat. Einmal dauerte der Stromausfall mehr als einen Monat. Das inzwischen stillgelegte AKW produziert keinen Strom mehr, braucht ihn aber für seine Kühlanlagen.
16:17 Uhr
Ex-Sprecherin kritisiert Selenskijs Darstellung der Frontlage
Die ehemalige Pressesprecherin von Wladimir Selenskij, Julija Mendel, hat Zweifel an dessen Darstellungen über die Lage an der Front geäußert. In einem Beitrag auf X schrieb sie:
"Während hier Millionen Menschen erneut der gestrigen Rede Selenskijs über angebliche Erfolge an der Front applaudierten, sind russische Truppen in der Region Sumy weiter vorgerückt."
Mendel bezeichnete die Situation als "surreal". Täglich werde über verlorene Positionen und Opfer berichtet, während große Medien weiterhin von Erfolgen der Ukraine sprächen.
Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt, Rückschläge an der Front sollten Kiew dazu bewegen, sich bereits jetzt an den Verhandlungstisch zu setzen. Auch der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja verwies auf Verluste ukrainischer Einheiten und eine nachlassende Gefechtsfähigkeit.
15:41 Uhr
Sicherheitskreise melden mehr europäische Drohnen im Einsatz
Europäische Staaten haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen ihre Lieferungen an die Ukraine angepasst. Statt klassischer Munition würden zunehmend Drohnen bereitgestellt. Wie es heißt, setzten ukrainische Einheiten im Einsatzgebiet verstärkt auf sogenannte Kamikaze-Drohnen, vor allem vom Flugzeugtyp und aus europäischer Produktion. Ein Vertreter der Sicherheitsstrukturen erklärte:
"Zahlreiche Hinweise aus Trümmerteilen zeigen, dass Länder wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich den Schwerpunkt auf die Produktion und Lieferung solcher Drohnen gelegt haben."
Zuvor hätten vor allem Artilleriemunition, Raketen und Militärtechnik im Mittelpunkt gestanden. Nun würden vermehrt Drohnen geliefert, die laut Quelle auch bei Angriffen auf zivile Infrastruktur eingesetzt würden.
15:11 Uhr
Merz und Selenskij kündigen "strategische Partnerschaft" an
Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij haben nach deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin eine strategische Partnerschaft zwischen ihren Ländern verkündet.
Berlin und Kiew wollen auch bei der Digitalisierung und wirtschaftlichen Entwicklung zusammenarbeiten. "Wir wünschen uns eine souveräne und demokratische Ukraine als einen kraftvollen Partner in einem freien, sicheren und wohlhabenden Europa", sagte Merz.
14:37 Uhr
Peskow: Russische Fortschritte beeinflussen Verhandlungen mit Kiew
Kiew sei sich bewusst, dass sich die Verhandlungsbedingungen im Zuge der Entwicklungen an der Front verändern könnten. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow:
"In Kiew ist man sich darüber im Klaren, dass sich mit dem Fortschreiten und einer für uns positiven Dynamik auch die Verhandlungen verändern werden."
Zugleich betonte er, dass die militärische Sonderoperation aus russischer Sicht erfolgreich verlaufe und die ukrainische Führung darüber informiert sei.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.