Liveticker Ukraine-Krieg: Türkei drängt auf neues Abkommen zwischen Russland und Ukraine

1.09.2026 10:09 Uhr
10:09 Uhr
Ukrainische Drohnen setzen Hafen im russischen Gebiet Leningrad in Brand
In der vergangenen Nacht hat die russische Luftabwehr über dem Gebiet Leningrad im Nordwesten des Landes erneut einen massiven ukrainischen Drohnenangriff abgeschlagen. Wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram bekannt gibt, seien über der Region 52 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen worden. Der Politiker meldet weder Todesopfer noch Verletzte.
Dennoch berichtet Drosdenko über Sachschäden im Hafen Ust-Luga. Dort sei es zu einem Brand gekommen. Vor Ort seien Rettungs- und Sicherheitskräfte im Einsatz.
Ust-Luga ist ein wichtiger russischer Exporthafen. Er liegt am Finnischen Meerbusen in der Nähe der estnischen Grenze und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Dünger, Öl und Kohle aus dem eurasischen Land. Die Ukraine greift den Hafen regelmäßig an.
09:04 Uhr
EU-Verteidigungsminister diskutieren Hilfen für Ukraine
Die Verteidigungsminister der Europäischen Union beraten an diesem Dienstag im irischen Wicklow über die weitere Unterstützung der Ukraine. Dabei wird es unter anderem um die Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie gehen. Auch die Zukunft der EU-Mission EUMAM zur Ausbildung ukrainischer Soldaten soll besprochen werden. Ins Gespräch sollen außerdem die EU-Weltraumstrategie für Sicherheit und Verteidigung sowie die Lage am Golf und im Nahen Osten kommen.
08:36 Uhr
DVR meldet 24 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 24 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 29 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 31. August bis 0 Uhr am 1. September (Ortszeit) wurde eine zivile Person verletzt. Durch den Beschuss wurden darüber hinaus fünf Wohnhäuser, sieben zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw, Kommunalfahrzeuge, ein Bus und mehrere Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 25 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person erlitt dabei Verletzungen. Zu Schaden kamen sechs Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.
08:31 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 516 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Montag bis 7 Uhr MESZ am Dienstag 516 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Samara, Saratow, Smolensk, Twer, Tula und Uljanowsk, dem Großraum Moskau, der Teilrepublik Krim und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:02 Uhr
Russland meldet Angriffe auf Rüstungswerke in Kiew und Häfen in Odessa
Russlands Verteidigungsministerium hat am Dienstagmorgen über weitere Angriffe auf Objekte in der Ukraine berichtet, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schrieb, seien bei den Attacken in der Nacht zum 1. September Rüstungswerke und Energieanlagen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und deren Umgebung getroffen worden. In der Schwarzmeer-Stadt Odessa und dem umliegenden Gebiet habe das russische Militär zwei Häfen attackiert, wo der Gegner Militärgüter sowie Brenn- und Schmierstoffe gelagert habe. Für die Attacken seien Hochpräzisionswaffen und Langstreckendrohnen eingesetzt worden, hieß es. Weitere Details gab die russische Militärbehörde nicht bekannt.
Die ukrainischen Behörden bestätigten die Luftangriffe. Demnach seien zu Beginn des neuen Schuljahres in der Ukraine mindestens vier Menschen getötet worden. Die Militärverwaltung von Kiew erklärte auf der Plattform Telegram, es seien drei Tote und fünf Verletzte zu beklagen. In der Ortschaft Borispol, östlich von Kiew, sei demnach ein Wohnhaus getroffen worden. Acht Menschen hätten Verletzungen erlitten. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, als eine Industrieanlage in Borispol getroffen worden sei.
07:29 Uhr
Türkei drängt auf neues Abkommen zwischen Russland und Ukraine

Archivbild: Ein mit ukrainischem Getreide beladene Frachter "Zante" passiert am 2. November 2022 den Bosporus.ERDEM SAHIN / EPA / TASS Die Türkei setzt sich für ein neues Abkommen zwischen den Kriegsparteien Russland und Ukraine etwa zum Export von Getreide über das Schwarze Meer ein. Man stehe dazu mit Kiew und Moskau in Kontakt, erklärte der türkische Außenminister Hakan Fidan in Istanbul vor Journalisten.
"Wir arbeiten an einem weiteren Abkommen, ähnlich wie das Getreideabkommen."
Ein solches Abkommen hatte es bereits nach Kriegsbeginn im Jahr 2022 gegeben, nachdem die Türkei und die UN mit Russland und der Ukraine ein Abkommen zur Verschiffung ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer ausgehandelt hatten. Es lief aber im Jahr 2023 aus.
Fidan rief die Kriegsparteien zudem mit dem Blick auf Drohnenangriffe gegen Schiffe im Schwarzen Meer zur Zurückhaltung auf. Die Angriffe seien nicht nur eine Bedrohung für die Sicherheit auf dem Schwarzen Meer, sondern auch für die Lebensmittelsicherheit weltweit, warnte der Minister.
Die Ukraine und Russland gehören zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt. Fallen ihre Mengen auf dem Weltmarkt weg, werden nicht nur höhere Preise befürchtet, sondern auch Engpässe oder sogar Hunger, etwa in afrikanischen Staaten. Wegen der gegenseitigen Angriffe im Schwarzen Meer fahren dort im Moment kaum Getreidefrachter.
31.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff tötet Mann im Gebiet Belgorod
Das russische Gebiet Belgorod meldet ein weiteres Opfer der ukrainischen Angriffe. Wie der regionale Operativstab berichtet, ist ein Zivilist bei einem ukrainischen Drohnenangriff gegen ein Objekt der Verkehrsinfrastruktur in der Stadt Waluiki ums Leben gekommen. Drei weitere Männer haben zudem Splitterverletzungen erlitten und wurden in ein Krankenhaus eingewiesen.
Laut weiteren Angaben der Behörde wurden zudem in den Gebietskreisen Schebekino und Graiworon mehrere Fahrzeuge und Gebäude beschädigt.
21:28 Uhr
WSJ: Ukraine fehlen Tausende Abfangdrohnen
Die Ukraine leidet an einem akuten Mangel an Drohnen, die die neuesten Modelle der russischen Angriffsdrohnen vom Typ Geran abfangen könnten. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Verweis auf einen ungenannten ukrainischen Beamten. Demnach werde das Abfangen der neuesten Geran-Modelle durch deren hohe Geschwindigkeit erschwert.
Der Gesprächspartner des WSJ gab an, dass Kiew nur in unzureichender Menge über Abfangdrohnen für die neuen Geran verfüge. Zwar besitze das ukrainische Militär Hunderte solcher Abfangdrohnen, allerdings werden Tausende benötigt, so der Bericht.
21:04 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt 180 ukrainische Drohnen ab
Im Verlauf des heutigen Montags haben die russischen Luftabwehrkräfte insgesamt 180 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie das russische Verteidigungsministerium berichtet, wurden die Drohnen im Zeitraum zwischen 08:00 und 20:00 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Swerdlowsk, Smolensk, Tula und Moskau sowie über der Krim und dem Schwarzen Meer zerstört.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
