Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee zieht sich bei Sewersk zurück

3.03.2026 13:39 Uhr
13:39 Uhr
Lawrow: Position der Trump-Regierung zur Ukraine bleibt unverändert
Die Position der Regierung von US-Präsident Donald Trump zur Ukraine bleibt unverändert, erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow.
"Ich werde nicht ins Detail gehen, aber ich kann bestätigen, dass die Position der Trump-Regierung unverändert bleibt. Sie wurde im Wesentlichen in den Vereinbarungen von Anchorage festgeschrieben."
13:21 Uhr
Russland klagt vor EU-Gericht wegen eingefrorenen Staatsvermögens
Die russische Zentralbank hat wegen des Einfrierens ihrer Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg Klage beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht. Dies teilte die Notenbank am Dienstag auf der Plattform Telegram mit. Die Klage richte sich gegen einen Beschluss vom Dezember 2025, die Gelder auf unbestimmte Zeit zu blockieren. Zur Begründung hieß es, das Einfrieren sei mit "schwerwiegenden Verfahrensverstößen" verhängt worden, da es per Mehrheitsentscheidung und nicht wie vom EU-Recht gefordert einstimmig angenommen worden sei.
"Die EU-Verordnung verletzt die grundlegenden und unveräußerlichen Rechte auf Zugang zur Justiz und Unverletzlichkeit des Eigentums sowie den Grundsatz der Staatenimmunität."
Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die mutmaßlichen Verfahrensverstöße stünden im Mittelpunkt der Klage.
Das im Dezember veröffentlichte EU-Dokument zur Sperrung der Gelder schließt eine Klage Russlands vor EU-Gerichten gegen die Entscheidung aus. Die Zentralbank schätzt, dass westliche Länder rund 300 Milliarden Dollar an Staatsvermögen Russlands festgesetzt haben. Der größte Teil dieser Vermögenswerte ist in Europa bei dem belgischen Zentralverwahrer Euroclear eingefroren.
13:06 Uhr
Wohnhaus und Auto durch ukrainische Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Brjansk beschädigt
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Dienstag erneut im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Gouverneur Alexander Bogomas meldet zwar keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über Sachschäden. Bei einer Attacke auf die Siedlung Slutschewsk sei ein Wohnhaus beschädigt worden. Bei einem Angriff auf die Siedlung Sapessotschje sei ein ziviles Fahrzeug zu Schaden gekommen.
12:57 Uhr
Ukrainische Drohne tötet Mann im Gebiet Cherson
Die jüngsten ukrainischen Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson haben erneut ein Menschenleben gefordert. Gouverneur Saldo teilt auf Telegram mit, es handele sich um einen Autoinsassen, der von einer ukrainischen Drohne nahe der Siedlung Welikije Kopani getötet worden sei. Ein weiterer Mann habe zahlreiche Splitterverletzungen und eine Gehirnquetschung erlitten. Er werde derzeit in einem Krankenhaus der Stadt Skadowsk behandelt. In der Ortschaft Kairy sei ein Einwohner des Jahrgangs 1970 verletzt worden. Er sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus der Stadt Genitschesk eingeliefert worden.
Saldo berichtet zudem von beschädigten Wohnhäusern in den Ortschaften Welikije Kopani, Priwetnoje, Dolmatowka, Ljubimowka und Knjase-Grigorowka. In Welikaja Lepeticha sei außerdem ein ziviles Auto beschädigt worden.
12:49 Uhr
Peskow: Bisher keine Anzeichen für Einfluss der Nahost-Krise auf die Verhandlungen zur Ukraine
Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, wie sich die Beteiligung der USA am Konflikt im Nahen Osten auf den Verlauf der Verhandlungen zur Ukraine auswirken werde, sagt Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten. Die Zeit werde es zeigen.
12:33 Uhr
Ukrainischer Experte prognostiziert starken Anstieg der Benzinpreise
Aufgrund der Lage im Nahen Osten sei in naher Zukunft mit einem starken Anstieg der Benzinpreise in der Ukraine zu rechnen, sagt Dmitri Ljouschkin, Experte und Gründer des Logistikunternehmens Prime.
"Die Preise an den Tankstellen sind über das Wochenende bereits um 1 Griwna gestiegen. Diese Woche könnte noch eine weitere Griwna hinzukommen, und danach hängt alles von der Lage in Iran ab. Wenn der Ölpreis unter 80 US-Dollar pro Barrel bleibt, könnte der Preisanstieg in der Ukraine etwa 5 Griwna pro Liter betragen. Wenn der Ölpreis jedoch 100 US-Dollar pro Barrel übersteigt, könnten Benzin und Diesel bereits um 10 Griwna teurer werden."
Ihm zufolge werde Benzin in der Ukraine bis zum "Zeitpunkt der Klarheit" mit Iran um 1 bis 2 Griwna pro Woche teurer werden.
"Wir haben 20 Prozent des Marktes verloren [...] Im Falle einer Entspannung des Konflikts innerhalb von drei bis vier Wochen könnten die Preise um 2 bis 3 Griwna sinken. Aber eine vollständige Rückkehr zum früheren Niveau ist nicht zu erwarten."
12:09 Uhr
Lawrow: Russland gegen nukleares Wettrüsten
Russland war und ist weiterhin kategorisch gegen Maßnahmen, die ein nukleares Wettrüsten provozieren könnten, betont der russische Außenminister Sergei Lawrow.
"Wir werden weiterhin die Grundsätze der Nichtverbreitung von Atomwaffen verteidigen und uns entschieden gegen Maßnahmen aussprechen, die diese Grundsätze untergraben und ein Wettrüsten mit Atomwaffen provozieren könnten."
11:42 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, brachte der Truppenverband Nord die Ortschaft Bobyljowka im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle und traf zudem ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Rogosnoje, Chrapowschtschina, Miropolje und Pokrowka im Gebiet Sumy und Werchnjaja Pissarewka, Golubowka, Malinowka und Krugloje im Gebiet Charkow. Der Gegner verlor mehr als 205 Armeeangehörige. Dabei wurden ein Transportpanzer, 23 Wagen, eine Selbstfahrlafette sowie jeweils fünf Munitions- und Materiallager zerstört.
Der Truppenverband West verbesserte ebenfalls seine taktische Position, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Monatschinowka, Nowoossinowo, Woltschi Jar und Borowaja sowie Krasny Liman in der DVR traf. Dabei wurden bis zu 190 gegnerische Kämpfer getötet oder verletzt. Der Gegner verlor drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 23 Wagen, fünf Geschütze und vier Munitionslager.
Auch der Truppenverband Süd verbesserte seine Position an der vordersten Linie und traf ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Kondratowka, Konstantinowka, Schabelkowka, Nikiforowka, Rai-Alexandrowka und Druschkowka in der DVR. Das russische Ministerium beziffert die jüngsten ukrainischen Personalverluste auf mehr als 120 Soldaten. Ein Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 22 Wagen, drei Geschütze, zwei Munitionslager und fünf Lager mit Kriegszubehör wurden zerstört.
Der Truppenverband Mitte bezog ebenfalls günstigere Stellungen, wobei er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Nowoalexandrowka, Belizkoje, Nowopawlowka und Nowonikolajewka in der DVR und Nowogrigorowka im Gebiet Dnjepropetrowsk traf. Zwei Transportpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 14 Wagen und zwei Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort und traf zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Dobropassowo und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Seljonaja Dibrowa, Boikowo, Ljubizkoje, Barwinowka und Werchnjaja Tersa im Gebiet Saporoschje. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 350 Armeeangehörige. Der Gegner verlor vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen, ein Geschütz und ein Munitionslager.
Der Truppenverband Dnjepr brachte die Ortschaft Wesseljanka im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle und traf ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kamyschewacha und Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje. Dabei wurden bis zu 65 gegnerische Soldaten getötet oder verletzt. Das russische Militär zerstörte zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, drei Wagen, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Munitionslager.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Militärflugplätze, Energieanlagen und Häfen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutzte, sowie auf 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr fing in den vergangenen 24 Stunden zwölf Lenkbomben und 136 Drohnen ab.
Nach russischen Angaben verlor die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation vor gut vier Jahren insgesamt: 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 119.156 Drohnen, 651 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.995 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.680 Mehrfachraketenwerfer sowie 33.597 Geschütze und Mörser.
11:36 Uhr
Selenskij unentschlossen über Kandidatur bei Ukraine-Wahl
Wladimir Selenskij sagt, er sei sich nicht sicher, ob er bei möglichen künftigen Wahlen in der Ukraine kandidieren werde.
In einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera behauptet er, dass die Ukraine erst nach Beendigung des Konflikts bereit sein werde, Wahlen abzuhalten.
In einem Interview mit dem Portal Axios im Februar sagte Selenskij, in der Ukraine könnten möglicherweise gleichzeitig mit einem Referendum über ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts Präsidentschaftswahlen stattfinden. Dabei räumte er ein, dass er als Kandidat antreten könnte, falls die Wahl unter den Bedingungen eines möglichen Waffenstillstands abgehalten werde.
Die Notwendigkeit von Wahlen in der Ukraine wurde im Dezember 2025 vom US-Präsidenten Donald Trump bekräftigt, der Selenskij zuvor als "Diktator ohne Wahlen" bezeichnet und darauf hingewiesen hatte, dass dessen Zustimmungsrate auf 4 Prozent gesunken sei. Selenskij, dessen Amtszeit am 20. Mai 2024 endete, erklärte sich bereit, Wahlen abzuhalten, forderte jedoch von den USA und den europäischen Verbündeten, deren "Sicherheit zu gewährleisten". Zugleich betonte er wiederholt, ein Waffenstillstand sei Voraussetzung für die Durchführung von Wahlen.
11:28 Uhr
Ukrainische Truppen ziehen sich bei Sewersk zurück
Die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte konnten den Angriffen der russischen Armee nicht standhalten und haben sich in den letzten Tagen auf die zweite Verteidigungslinie bei Nikiforowka in der Volksrepublik Donezk zurückgezogen. Dies teilt der Militärexperte Andrei Marotschko mit.
Seinen Angaben zufolge gelang es den russischen Streitkräften in den letzten Tagen, südöstlich der Ortschaft Kriwaja Luka vorzustoßen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
