Liveticker Ukraine-Krieg – Rutte nach Oreschnik-Schlag: Ziel für Kiew nun "überleben" statt "siegen"

13.01.2026 21:21 Uhr
21:21 Uhr
LVR: Frau stirbt bei ukrainischem Drohnenangriff, Mann verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf ein Auto in der Stadt Swatowo in der Lugansker Volksrepublik (LVR) ist eine Frau ums Leben gekommen, ein Mann wurde verletzt. Dies teilt die Regionalregierung mit.
"Eine 45-jährige Frau kam bei einem Drohnenschlag auf einen Pkw in Swatowo ums Leben. Die ukrainischen Streitkräfte lenkten die Drohne gezielt auf das Fahrzeug."
Der Fahrer erlitt Sprengverletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Beifahrerin starb noch am Unfallort.21:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 33 weitere ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Behörde auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 16:00 Uhr MEZ bis 18:00 Uhr MEZ 33 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Asowsches Meer – 14,
- Teilrepublik Krim – 11,
- Region Krasnodar – 3,
- Gebiet Belgorod – 2,
- Schwarzes Meer – 2,
- Gebiet Wolgograd – 1.
20:45 Uhr
Britischer Militärchef ignoriert russische Warnungen vor Truppeneinsatz in der Ukraine

Archivbild: Luftmarschall Richard Knighton während der Rüstungsmesse Defence and Security Equipment International (DSEI) in London (10. September 2025)Urheberrechtlich geschützt Trotz russischer Warnungen planen Großbritannien und Frankreich, Truppen in die Ukraine zu entsenden, sobald es zu einem Waffenstillstand kommt. Er sei zuversichtlich, dass britische Truppen im Falle eines Einsatzes in der Ukraine sicher wären, erklärte der britische Generalstabschef Richard Knighton.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.20:22 Uhr
Abstimmung gescheitert: Kiew vorerst ohne Verteidigungs- und Energieminister
Nach einer Abstimmung in der Werchowna Rada ist die Ukraine vorerst ohne Verteidigungsminister, Energieminister und Leiter des Sicherheitsdienstes SBU geblieben. Die Abgeordneten konnten am Dienstag keine neuen Kandidaten bestätigen.
Zuvor hatte das Parlament die Entlassung von Denis Schmygal als Verteidigungsminister, von Michail Fjodorow als Digitalminister sowie von Wassili Maljuk als SBU-Chef gebilligt.
Wie der Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak mitteilte, fehlten anschließend die Stimmen, um Schmygal zum Energieminister und Ersten Vizepremier zu ernennen. Auch für die Berufung Fjodorows zum Verteidigungsminister habe es keine Mehrheit gegeben. Ein Kandidat für den Posten des SBU-Chefs wurde von Wladimir Selenskij nicht vorgeschlagen.
Laut Schelesnjak soll am Mittwoch ein erneuter Abstimmungsversuch erfolgen.
19:43 Uhr
Taganrog: Frau stirbt nach ukrainischem Drohnenangriff
Bei einem Angriff ukrainischer Drohnen auf Taganrog ist eine Frau ums Leben gekommen. Dies teilt Gouverneur des Gebiets Rostow, Juri Sljussar, auf Telegram mit.
"Gegen Ende des Tages erreichte uns die bittere Nachricht aus Taganrog, das heute Morgen beschossen wurde. Eine 65-jährige Frau ist ums Leben gekommen."
Zum Zeitpunkt des Angriffs habe sie an ihrem Arbeitsplatz Reinigungsarbeiten in einem Gebäude ausgeführt, das infolge des Einschlags einstürzte. Rettungskräfte setzen die Trümmerbeseitigung fort, eine Schadenskommission ist im Einsatz.Laut Behördenangaben wurden in Taganrog acht Wohnhäuser, zwei Industrieanlagen und sechs Fahrzeuge beschädigt. In der Nacht zuvor habe die Luftabwehr sieben Drohnen über dem Gebiet Rostow abgeschossen.
19:13 Uhr
Russische Streitkräfte zerstören Drohnenleitstelle des Gegners im Gebiet Sumy
Spezialisten der russischen Truppen für unbemannte Systeme haben ein Lager sowie einen Gefechtsstand für Drohnen der ukrainischen Streitkräfte mit einer Geran-2-Drohne getroffen. Das Ziel befand sich im Raum der Ortschaft Mironowka im Gebiet Sumy. Dies meldet das russische Verteidigungsministerium auf Telegram.
18:40 Uhr
Rutte nach Oreschnik-Schlag: Ziel für Kiew nun "überleben" statt "siegen"
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat nach dem jüngsten russischen Schlag mit dem System Oreschnik die Zielsetzung für Kiew geändert – von "siegen" zu "überleben". Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Bis zuletzt hatte Rutte in öffentlichen Auftritten betont, die Ukraine müsse den Konflikt "gewinnen". Nun sagte er auf einem Forum am Dienstag:
"Wir leisten diese Unterstützung, weil euer Kampf unser Kampf ist. Ihr müsst in diesem Krieg überleben."Auf die Nachfrage eines Moderators, ob er nun nicht mehr von "siegen", sondern von "überleben" spreche, wich Rutte aus. Ziel des Westens sei es, "die Ukraine stark an den Verhandlungstisch zu bringen", erklärte er.
18:20 Uhr
"Weckruf für Moskau" – Scott Ritter über Angriff auf Putins Residenz

Im Gespräch mit Andrew Napolitano bezeichnet der ehemalige Offizier des US-Marine Corps und einstige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter den jüngsten Drohnenangriff auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin als entscheidendes Ereignis.
Seiner Ansicht nach habe Russland zunächst an die Aufrichtigkeit von US-Präsident Trump geglaubt. Der Angriff, den Ritter der CIA und damit indirekt dem US-Präsidenten zuschreibt, habe dies jedoch schlagartig geändert. "Das ist ein Weckruf", so Ritter.
Er sieht dadurch das Ende jeglicher Hoffnung auf eine Verlängerung des im Februar auslaufenden New-START-Vertrags sowie auf atomare Rüstungskontrollen. Trotz alledem halte Moskau diplomatische Kanäle offen, werde aber keine Verhandlungen über eine Lösung des Ukraine-Konflikts mehr führen – dieser ende "gewaltsam", sobald alle russischen Ziele erreicht seien.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:49 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 40 weitere ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Behörde auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 11:00 Uhr MEZ bis 16:00 Uhr MEZ 40 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Teilrepublik Krim – 22,
- Gebiet Belgorod – 7,
- Asowsches Meer – 6,
- Gebiet Wolgograd – 2,
- Gebiet Rostow – 2,
- Gebiet Brjansk – 1.
17:17 Uhr
Rutte: "Europäische Waffenbestände für die Ukraine sind erschöpft"
Die Waffenlager in Europa sind weitgehend leer. Dies erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte. "Aber in den USA gibt es noch etwas", fügte er hinzu.
"Nach drei bis vier Jahren Krieg wurden viele Bestände in Europa aufgebraucht oder zerstört. Deshalb müssen wir uns stärker auf das verlassen, was noch in den Vereinigten Staaten vorhanden ist."
Dort gebe es "zum Glück noch erhebliche Reserven", was für die Ukraine von großer Bedeutung sei, so Rutte.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

