Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Kiew bittet um Raketen für Patriots aus Bundeswehr-Beständen

4.06.2026 15:18 Uhr
15:18 Uhr
Russische Armee befreit weitere Ortschaft im Gebiet Saporoschje
Das russische Militär hat eine weitere Siedlung im Gebiet Saporoschje befreit, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag.
"Die Einheiten des Truppenverbandes Ost haben infolge der aktiven und entschlossenen Handlungen die Ortschaft Komsomolskoje im Gebiet Saporoschje befreit."
Die Befreiung dieser Ortschaft ermöglichte die Durchführung weiterer Offensivaktionen in westlicher Richtung. Dies teilten die russischen Sicherheitsdienste gegenüber TASS mit.
"Sie ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung der Voraussetzungen für weitere Offensivoperationen des Truppenverbandes Ost in westlicher Richtung."
14:44 Uhr
NATO-Genaralsekretär: Putin kann nur mit Selenskijs Segen Paraden abhalten

Bei seinem Besuch in Kiew am Mittwoch hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte die ukrainischen Drohnenangriffe im russischen Hinterland ausgiebig gewürdigt. Besonders die jüngsten Treffer auf eine Ölanlage in Sankt Petersburg nutzte er für eine auffallend sarkastische Zuspitzung. Rutte stichelte, die Ukraine sei bei ihren Luftschlägen mittlerweile so erfolgreich, dass Putin die Parade zum 9. Mai nur noch dank eines Dekrets von Selenskij habe abhalten können. Zudem spottete er, dass die Parade fünf Minuten früher als erlaubt beendet worden sei, da Putin kein Risiko habe eingehen wollen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:15 Uhr
Moskau: USA setzen sich weiterhin für Lösung des Ukraine-Konflikts ein
Washington sei weiterhin bereit, sich für die Lösung des Konflikts in der Ukraine einzusetzen. Dies erklärte Michail Galusin, Russlands stellvertretender Außenminister, gegenüber Journalisten am Rande des Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF).
"Obwohl die US-Unterhändler derzeit vor allem mit der Nahostkrise beschäftigt sind, ist die US-Regierung weiterhin bestrebt, die Suche nach einer politisch-diplomatischen Lösung im Rahmen von Dreiergesprächen zu unterstützen. Das sehen wir, und das wissen wir zu schätzen."
13:39 Uhr
Medien: Kiew bittet um zusätzliche Raketen für Patriot-Systeme aus Bundeswehr-Beständen
Kiew habe Berlin gebeten, in diesem Jahr Dutzende zusätzliche Abfangraketen für Patriot-Systeme aus dem Bestand der Bundeswehr zu liefern, um die ukrainische Luftabwehr gegen die zunehmenden russischen Angriffe zu verstärken. Dies meldete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Wie es heißt, habe die Ukraine "einen Deal vorgeschlagen, wonach sie die Raketen im Austausch für die Lieferung von Abfangraketen an Deutschland erhalten würde, die voraussichtlich erst in Zukunft produziert werden."
Nach Angaben der Agentur prüfe die Bundesregierung die Anfrage der ukrainischen Seite, eine Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden. Laut einer der Quellen könnte die Entscheidung vor oder im Laufe des NATO-Treffens im Juli bekannt gegeben werden.
12:59 Uhr
Gebiet Belgorod meldet Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs des Gebiets Belgorod wurden binnen 24 Stunden infolge der ukrainischen Attacken 75 Orte in 16 Bezirken getroffen. Der Gegner hat 28 Geschosse abgefeuert und 216 Drohnen eingesetzt, von denen 116 abgeschossen wurden.
Bei den Angriffen kamen zwei Zivilisten ums Leben, drei zivile Einwohner erlitten Verletzungen.
Zu Schaden kamen zwei Mehrfamilienhäuser, 34 Privathäuser, eine soziale Einrichtung, sechs Betriebe, drei Infrastrukturobjekte sowie 39 Fahrzeuge.
12:20 Uhr
Energodar nach ukrainischen Angriffen auf Infrastruktur ohne Strom
Die Energieobjekte in Energodar, der Satellitenstadt des AKW Saporoschje, wurden nach ukrainischen Angriffen beschädigt. Dies erklärte der Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram.
"Infolge der nächtlichen Angriffe des Kiewer Regimes auf das Gebiet Saporoschje hat sich die Situation bezüglich der Stromversorgung in der Stadt verschlechtert. Die Attacken auf zivile Infrastruktur haben zur Beschädigung der Energieobjekte geführt."
Er merkte an, dass die Gefahr erneuter Angriffe hoch sei. Kritische Infrastrukturen werden über Notstromaggregate versorgt.
In einem Kommentar für RIA Nowosti präzisierte die Verwaltung der Stadt, dass ganz Energodar derzeit ohne Stromversorgung sei.
11:39 Uhr
Experte: Kiew erleidet Verluste bei Konstantinowka
Die ukrainischen Streitkräfte erleiden Verluste bei dem Versuch, die Front bei der Stadt Konstantinowka in der DVR zu stabilisieren. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber TASS.
"Derzeit muss das ukrainische Kommando die Front bei Konstantinowka stabilisieren. Es hat bisher jedoch nichts Positives erreicht – nur erhöhte medizinische und unersetzliche Verluste."
Marotschko merkte an, dass sich die operative und taktische Lage an diesem Frontabschnitt für ukrainische Kämpfer derzeit deutlich verschlechtert hat. Die ukrainische Armee ist daher gezwungen, ihre Kräfte und Ausrüstung auf Reservestellungen zurückzuziehen.
10:51 Uhr
Gebiet Kursk: Fast 140 ukrainische Drohnen binnen 24 Stunden abgeschossen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 190 Geschosse auf die Region abgefeuert.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 3. Juni bis 9:00 Uhr am 4. Juni wurden insgesamt 139 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. 18 Mal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldete drei Verletzte.
Zu Schaden kamen mehrere Privathäuser und Fahrzeuge.
10:10 Uhr
Mehrere Opfer bei Drohnenangriff auf einen Zug auf der Krim
Bei einem Drohnenangriff auf einen Vorortzug auf der Krim kam eine Person ums Leben und drei weitere erlitten Verletzungen, wie der Republikchef Sergei Aksjonow auf Telegram mitteilte.
"Infolge des Angriffs einer gegnerischen Drohne auf einen Pendlerzug, der aus Asowskoje nach Kertsch fuhr, kam eine Person ums Leben und drei weitere wurden verletzt. Rettungskräfte sind vor Ort."
09:22 Uhr
Helsinki: Finnland wusste im Voraus von Kiews Drohnenangriff auf St. Petersburg
Finnlands Militär sei bereit gewesen, ukrainische Drohnen, die in Richtung St. Petersburg flogen, abzuschießen, falls sie den finnischen Luftraum verletzt hätten. Dies erklärte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen in einem Interview mit Ilta-Sanomat.
Seinen Angaben zufolge habe das finnische Militär im Voraus von dem bevorstehenden Angriff gewusst.
"Wir gehen nicht im Detail darauf ein, welches Aufklärungssystem und welche anderen Methoden wir zur Lagebeurteilung nutzen, aber wir konnten die Situation vorhersehen und hatten in der Nacht ausreichende Bereitschaft."
Wären die Drohnen auf finnisches Territorium gerichtet gewesen, wären die finnischen Streitkräfte bereit gewesen, sie abzuwehren, so Häkkänen.
"Deshalb wurde der Luft- und Seeverkehr in der Nähe der Regionen Porvoo und Lappeenranta etwas eingeschränkt, und unsere Flotte wurde ausreichend einsatzbereit gehalten."
In der Nacht zum 3. Juni haben die ukrainischen Streitkräfte einen Drohnenangriff in St. Petersburg verübt. Die Luftabwehr hat 59 Drohnen in der Region abgeschossen. Mehrere Gebäude wurden beschädigt. Es gab mehrere Verletzte, aber keine Todesopfer.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
