Liveticker Ukraine-Krieg – Trump: Russland will Friedensdeal, Selenskij muss sich beeilen

13.02.2026 21:02 Uhr
21:02 Uhr
"Russland muss wirtschaftlich und militärisch am Ende sein" – Merz nicht bereit für Gespräche

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Freitag, dem 13. Februar 2026, im Hotel Bayerischer Hof die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eröffnet.
In der direkt anschließenden Podiumsdiskussion stellte der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, zumindest von deutscher Seite aus einen erneuten Versuch zu unternehmen, Gespräche mit Russland aufzunehmen.
Merz erklärte dazu, dass solche Initiativen derzeit "nicht sinnvoll" seien, da Russland laut seiner Aussage "nicht ernsthaft bereit zu reden" ist. Er verwies darauf, dass ein Ende des Krieges erst dann realistisch werde, wenn das Land "wirtschaftlich und militärisch am Ende" sei. Der Bundeskanzler ergänzte dabei, man nähere sich diesem Zeitpunkt bereits an, sei aber noch nicht am Ziel. Zudem unterstrich er die historische Dimension der Lage mit der Behauptung, dass dieser Krieg bereits länger andauere als der Zweite Weltkrieg.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:35 Uhr
Flugabwehr zerstört knapp 50 ukrainische Drohnen über Gebieten Brjansk, Kursk und Belgorod
Einheiten der russischen Flugabwehr haben 41 unbemannte Flugzeuge der Ukraine über dem Gebiet Brjansk zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Zudem wurden fünf Drohnen über dem Gebiet Kursk und eine über dem Gebiet Belgorod abgeschossen. Die Flugabwehr zerstörte alle Flugziele zwischen 14 und 20 Uhr Moskauer Zeit.
20:18 Uhr
Bericht: Russischer Sonderbeauftragter Dmitrijew reist zu Gesprächen mit US-Vertretern nach Genf
Nach Angaben einer unterrichteten Quelle wird Kirill Dmitrijew, Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, in nächster Zukunft zu Verhandlungen mit US-Vertretern nach Genf reisen.
Dmitrijew konzentriere sich auf die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten. Nach wie vor würde der Beamte nicht der russischen Delegation angehören, die an den dreiseitigen Gesprächen zwischen Moskau, Kiew und Washington beteiligt sei.
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuvor betont, dass Dmitrijew sich im Rahmen der Russland-USA-Arbeitsgruppe mit Fragen der "potenziellen Handels- und Wirtschaftskooperation" befasst.
20:00 Uhr
Merz zeigt sich zu Gesprächen mit Russland bereit – "wenn es sinnvoll ist"
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich zurückhaltend nach der Aussage des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über die Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland. Man wäre zu Gesprächen dann bereit, wenn es sinnvoll wäre. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz erklärt der Regierungschef:
"Wenn es sinnvoll ist, zu reden, dann sind wir zu Gesprächen bereit."
Russland demonstriere jedoch keine Bereitschaft zu "ernsthaften Gesprächen", meint Merz.
19:40 Uhr
Trump: Russland will Friedensdeal, Selenskij muss sich beeilen

US-Präsident Donald Trump. Aufnahme vom 11. Februar 2026Urheberrechtlich geschützt US-Präsident Donald Trump glaubt, dass Wladimir Selenskij sich in Richtung Frieden bewegen sollte. Russland sei an einer Lösung des Konfliktes interessiert. Im Gespräch mit Journalisten betont Trump:
"Russland will ein Abkommen, Selenskij muss sich beeilen, sonst verpasst er eine große Chance. Er muss handeln."
19:28 Uhr
Medien: Russland entsendet mindestens 15 Vertreter zu Gesprächen nach Genf
Russland entsendet eine Delegation von 15 bis 20 Vertretern zum dreiseitigen Treffen in Genf, erklärt die Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit Verweis auf eine Quelle. Gespräche in der Schweiz seien eine Fortsetzung der Verhandlungen in Abu Dhabi, nun aber in einem erweiterten Format, um sowohl militärische als auch andere Aspekte der Beilegung zu erörtern.
Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow findet das Treffen von Vertretern Moskaus, Kiews und Washingtons am 17. und 18. Februar in Genf statt. Als Leiter der russischen Delegation wurde Präsidentenberater Wladimir Medinski erklärt.
19:10 Uhr
Gegenoffensive an der Südfront: Schwere Kämpfe im Raum Saporoschje und Dnjepropetrowsk

Die Gegenangriffe des Gegners an der Südfront haben begonnen und erstrecken sich über einen breiten Frontabschnitt.
Besonders im Raum Saporoschje sowie im Einsatzgebiet der Verbände Ost und Dnjepr kommt es zu heftigen Kämpfen, deren Ausgang noch nicht absehbar ist, berichtet der ukrainisch-russische Militäranalyst Juri Podoljaka in seinem jüngsten Frontbericht.
Auch in den Abschnitten Slawjansk–Kramatorsk, Liman und Kupjansk dauern die schweren Gefechte an. Die Lage bleibt dynamisch und hochintensiv.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
18:53 Uhr
Peskow: Europäer nehmen nicht an Ukraine-Gesprächen in Genf teil
Die nächste Runde der Ukraine-Gespräche in Genf werde im trilateralen Format ohne Beteiligung Europas stattfinden, erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow.
"Nein, es handelt sich nur um ein trilaterales Format, also zwischen Russland, den USA und der Ukraine. Europäer werden nicht teilnehmen", so antwortete Peskow auf die Frage, ob Vertreter der EU oder internationaler Organisationen sich in irgendeiner Form an den Verhandlungen beteiligen werden.
18:31 Uhr
Mehrere Ortschaften im Gebiet Kursk ohne Strom
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, sei eine Stromleitung infolge eines Angriffs auf die Region beschädigt worden.
"Infolge eines Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf den Bezirk Rylsk wurde eine Stromleitung beschädigt. In der Stadt Rylsk, den Bezirken Rylsk, Korenewo und Gluschkowo ist es zum Stromausfall gekommen. Es wurde auch eine Unterbrechung der Wärmeversorgung registriert."
Die Wiederherstellungsarbeiten seien im Gange, so Chinstein.
17:54 Uhr
Gebiet Saporoschje: Kiews Truppen greifen soziale Einrichtung an – ein Verletzter
Ukrainische Truppen haben erneut das Gebiet Saporoschje unter Beschuss genommen. Laut Gouverneur Jewgeni Balizki traf der Gegner ein Verwaltungsgebäude im Ort Sladkowodnoje. In dem Gebäude befinden sich ein Stab der humanitären Hilfe und ein Postamt. Im Ergebnis des Angriffs wurde ein Mann des Jahrgangs 1988 verletzt.
Die ukrainischen Streitkräfte führten eine gezielte Attacke durch, um die Arbeit der sozialen Einrichtung zu stören, betont Balizki.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


