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Liveticker Ukraine-Krieg – Puschilin: Ukrainische Truppen dürfen sich nicht zurückziehen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Puschilin: Ukrainische Truppen dürfen sich nicht zurückziehenQuelle: Gettyimages.ru © Anadolu Agency / Kontributor
  • 7.12.2022 08:48 Uhr

    08:48 Uhr

    LVR: Ukrainische Streitkräfte verlieren bei Artjomowsk täglich etwa ein Bataillon

    Die ukrainischen Streitkräfte verlieren bei Artjomowsk täglich bis zu einem Bataillon an Gefallenen und Verwundeten. Dies sagte Andrei Marotschko, ein Offizier der LVR-Volksmiliz, am Mittwoch in einer Sendung des Fernsehsenders Solowjow Live:

    "Die Verluste der ukrainischen Streitkräfte in Richtung Artjomowsk sind ziemlich hoch. Unseren Daten zufolge verlieren sie mindestens täglich bis zu einem Bataillon an Personal. Das sind sanitäre und nicht wiederkehrende Verluste."

    Marotschko wies darauf hin, dass die Ukraine auch bei Durchbruchsversuchen nahe Swatow und Kremennaja katastrophale Verluste erleidet. Es gebe täglich Versuche, die Verteidigungslinie in diesem Gebiet zu durchbrechen.

  • 08:14 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen DVR-Gebiet 32 Mal binnen 24 Stunden

    Artilleristen der ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet der Volksrepublik Donezk am Dienstag Tag 32 Mal beschossen und dabei 147 Geschosse abgefeuert. Unter Beschuss gerieten die folgenden elf Orte: Donezk, Zaizewo, Gorlowka, Schirokaja Balka, Maiorsk, Jassinowataja, Kaschtanowoje, Mineralnoje, Jakowlewka, Makeewka und Jelenowka. Dies berichtet die DNR-Vertretung auf Telegram:

    "In den vergangenen 24 Stunden meldete die Behörde 32 Fälle von Beschuss durch ukrainische Streitkräfte. In Richtung Donezk setzte der Feind Grad-Mehrfachraketenwerfer sowie 155-Millimeter- und 152-Millimeter-Artillerie ein."

  • 07:49 Uhr

    US-Außenministerium: USA liefern keine Waffen an Kiew, um Russland anzugreifen

    Wie der Sprecher des Außenministeriums Ned Price versicherte, drängt Washington die Ukraine nicht dazu, Ziele außerhalb ihres Territoriums anzugreifen. Laut der Nachrichtenagentur TASS sagte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag, dass es nur um die Lieferung von Verteidigungstechnik gehe. Laut Price haben die USA ihren ukrainischen Partnern "sehr deutlich mitgeteilt, dass es sich um Verteidigungsgüter" handelt. Er fügte auch hinzu:

    "Wir geben der Ukraine nicht die Möglichkeit, Angriffe außerhalb ihrer Grenzen durchzuführen. Wir ermutigen die Ukraine nicht, außerhalb ihrer Grenzen zuzuschlagen."

    Die US-Behörden werden die Ukraine so lange unterstützen, wie es nötig ist, um ihre Souveränität wiederherzustellen, antwortete Price auf die Frage, ob die USA den ukrainischen Behörden helfen würden, wenn sie versuchen, die Gebiete zurückzuerobern, die Teil Russlands geworden sind. Er sagte:

    "Wir werden die Ukraine so lange unterstützen, wie es nötig ist, um ihre Souveränität, ihre Unabhängigkeit und ihre territoriale Integrität wiederherzustellen, aber die genaue Dynamik müssen die Ukrainer selbst bestimmen."

    Weiter erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, dass die USA und ihre Verbündeten keine vorübergehende Pause der Kampfhandlungen befürworteten, da man befürchte, dass Russland eine solche Pause nutzen könnte, um seine Streitkräfte neu zu formieren und zu verstärken.

  • 07:17 Uhr

    Puschilin: Ukrainische Truppen dürfen sich nicht zurückziehen

    Die Spitzen der ukrainischen Streitkräfte zögern, Befehle für einen Rückzug zu erteilen, selbst wenn sich die Truppen in einer schlimmen Situation befinden, sagte der Chef der Volksrepublik Donezk (DVR) Denis Puschilin am Mittwoch in einem Interview mit TASS. Er erklärte:

    "Laut abgefangenen Funksprüchen weigern sich ihre Kommandeure, solche Befehle zu erteilen, wenn ukrainische Truppen sehen, dass das Halten eines bewohnten Gebiets nicht mehr möglich und völlig sinnlos ist und um die Erlaubnis zum Rückzug anfragen."

    In einigen Fällen seien Kommandeure, die ihr Leben und das Leben ihrer Untergebenen retten wollten, offenbar Repressionen ausgesetzt. "Manchmal werden Sperreinheiten aus Hardliner-Nationalisten hinzugezogen", so Puschilin.

    Nach Angaben des Beamten wurde eine große Anzahl von Söldnern, hauptsächlich aus Polen, in den Gebieten von Svatovo, Kremennaya und Artemovsk gesichtet.

  • 07:09 Uhr

    Weltgesundheitsorganisation: Mehr als 17.000 Zivilisten seit Februar in der Ukraine getötet

    Die Zahl der in der Ukraine seit Februar getöteten Zivilisten hat 17.000 überschritten. Unter den Getöteten sind mehr als 400 Kinder. Dies berichtete UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Er sagte:

    "Nach Angaben des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte wurden seit dem 24. Februar 2022 bis zum 1. Dezember 17.023 Zivilisten getötet, darunter 419 Kinder. Wir wissen jedoch, dass die tatsächliche Zahl weitaus größer ist."

    Darüber hinaus habe die Weltgesundheitsorganisation mindestens 715 Angriffe auf das Gesundheitswesen im Land registriert. Insgesamt 630 Gesundheitseinrichtungen angegriffen geworden, in 61 Fällen seien Mitarbeiter betroffen gewesen.

    Laut Griffiths wurden mehr als 14 Millionen Menschen gewaltsam aus ihrer Heimat in der Ukraine vertrieben. Es gebe 6,5 Millionen Binnenvertriebene, und mehr als 7,8 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine verteilten sich über ganz Europa. Die aktuelle kalte Jahreszeit stelle eine besondere Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar, so Griffiths weiter.

  • 6.12.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:55 Uhr

    Neue Panzerabwehrkanonen für Polen

    Der Telegram-Kanal Wojennyj Oswedomitel meldet die Lieferung einer ersten Ladung von 24 koreanischen 155-Millimeter-Panzerabwehrkanonen vom Typ K9 Thunder.

    Die schweren Waffen seien im Hafen von Gdynia entladen worden.

  • 22:48 Uhr

    Polen will deutsches Flugabwehr-Angebot akzeptieren: keine Patriots in der Ukraine

    Polen will die von Deutschland zur Verteidigung seines Luftraums angebotenen Patriot-Flugabwehrsysteme nun doch annehmen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Man arbeite daran, die Patriots auf polnischem Gebiet zu stationieren und sie dem polnischen Kommandosystem zu unterstellen, schrieb Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak auf Twitter. 

    Allerdings hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) bereits darauf bestanden, dass die deutschen Flugabwehrsysteme Teil der integrierten NATO-Luftverteidigung sind. Davon, die Waffensysteme einem polnischen Kommando zu unterstellen, war zunächst keine Rede.

    Vor zwei Wochen hatte Lambrecht die Verlegung der Patriots nach Polen vorgeschlagen. Blaszczak nahm das Angebot zunächst an. Einen Tag später schlug er jedoch überraschend vor, die deutsche Flugabwehr statt in Polen auf ukrainischem Gebiet zu stationieren. Dies hatte in Berlin für Verstimmung gesorgt. Nun schrieb Blaszak hierzu:

    "Nach einer Diskussion mit dem deutschen Verteidigungsministerium war ich enttäuscht über die Entscheidung, die Unterstützung für die Ukraine abzulehnen. Die Stationierung von Patriots in der Westukraine würde die Sicherheit von Polen und Ukrainern erhöhen."

    Inzwischen arbeite man daher daran, die Patriots in Polen zu stationieren.

  • 22:30 Uhr

    Luftalarm am Flughafen der Stadt Engels

    Wie der Telegram-Kanal Readovka meldet, haben Einwohner der Stadt Engels an der Wolga einen kurzen Videoclip veröffentlicht, der das Ertönen einer Luftschutzsirene in der Nähe jenes Flugplatzes zeigt, der gestern Ziel eines Drohnenangriffs geworden war.

    Es wird vermutet, der Alarm sei ausgelöst worden, um die Systeme zu testen.

    Nach Angaben von Anwohnern und Medienberichten aus Engels sei die Lage jetzt ruhig. Bei dem Alarm habe es sich lediglich um eine Übung gehandelt.

  • 22:05 Uhr

    UN-Botschafter Nebensja: Russland zu Verhandlungen über eine Lösung der Ukraine-Frage bereit

    Wie TASS meldet, habe Russland seine Bereitschaft zu Verhandlungen bekräftigt, um jene Gründe zu beseitigen, die es zur Einleitung einer besonderen Militäroperation in der Ukraine gezwungen haben. Dies erklärte der Ständige Vertreter Russlands im UN-Sicherheitsrat, Wassili Nebensja, am Dienstag. Er sagte wörtlich:

    "Bei den Debatten über die Ukraine-Krise in der Generalversammlung haben wir das Interesse einer großen Mehrheit der Mitgliedstaaten an einer diplomatischen Lösung der Situation in der Ukraine festgestellt. Wir reagieren auf diese Signale mit aller Ernsthaftigkeit und bekräftigen unsere Bereitschaft zu Verhandlungen, um die Gründe zu beseitigen, die uns zu einer besonderen Militäroperation in der Ukraine gezwungen haben."

    Nebensja fügte hinzu:

    "Diese Logik wird von fast allen Staaten verstanden, außer von den Ländern des kollektiven Westens und dem Kiewer Regime."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.