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Liveticker Ukraine-Krieg: Italien lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine bis Ende des Jahres ab

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Italien lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine bis Ende des Jahres ab© John MACDOUGALL / AFP
  • 7.12.2022 11:26 Uhr

    11:26 Uhr

    US-Verteidigungsetat sieht Ausschluss Russlands aus G20 vor

    Laut einem Haushaltsentwurf, der dem Verteidigungsausschuss des US-Repräsentantenhauses am Dienstag vorgelegt wurde, planen die USA, Russlands Zusammenarbeit mit etlichen internationalen Organisationen wie etwa den G20 zu erschweren.

    Vertreter Russlands sollen von der Arbeit der G20, des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, des Finanzstabilitätsrats, der Internationalen Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden und der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden ausgeschlossen werden. Das Dokument sieht auch entsprechende Maßnahmen in diesem Zusammenhang vor.

    Zuvor hatten die beiden Häuser des US-Parlaments zwei unterschiedliche Entwürfe des Verteidigungshaushaltes vorbereitet. Damit diese übereinstimmen, wurde ein Ausschuss mit Vertretern beider Häuser eingerichtet. Nun müssen die Parlamentarier über die Vorlage abstimmen. Anschließend muss der Entwurf von US-Präsident Joe Biden unterzeichnet werden.

  • 11:10 Uhr

    Ukrainische Truppen feuern zwölf Granaten auf mehrere Stadtteile von Donezk

    Artilleristen der ukrainischen Streitkräfte haben die Donezker Stadtteile Kiewski und Kuibyschewski beschossen und dabei in fast anderthalb Stunden zwölf Granaten im NATO-Kaliber 155 Millimeter abgefeuert. Das berichtet die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen in Bezug auf Kriegsverbrechen der Ukraine.

  • 10:54 Uhr

    Zentralrat der Juden sieht Juden und Muslime als Brücke für Ukraine-Flüchtlinge

    Der Zentralrat der Juden hat die Leistung der jüdischen und muslimischen Gemeinden bei der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine betont. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte der Deutschen Presse-Agentur:

    "Nicht nur in der ersten Phase des Ankommens, sondern auch danach können jüdische und muslimische Gemeinden eine Brücke für das Zusammenleben in Deutschland bilden."

    Viele Juden und Muslime in Deutschland hätten in der eigenen Familie eine Migrations- oder Fluchtgeschichte.

    "Sie wissen, was die Menschen, die aus der Ukraine hier ankommen, brauchen, damit eine gute Integration gelingen kann."

    Die jüdischen Gemeinden hatten seit der deutschen Einheit bereits viele Einwanderer aus Russland, der Ukraine und anderen osteuropäischen Staaten aufgenommen. Zu Beginn des Ukraine-Kriegs legten sie eigene Hilfsprogramme unter anderem zur Vermittlung von Unterkünften auf.

    Das Bündnis Malikitische Gemeinde, ein muslimischer Dachverband, mit dem der Zentralrat der Juden im Projekt Schalom Aleikum zusammenarbeitet, kümmert sich seinerseits um Geflüchtete aus der Ukraine, die ursprünglich aus muslimischen Ländern stammen, darunter Menschen mit tunesischer, marokkanischer oder algerischer Staatsbürgerschaft.

  • 10:11 Uhr

    LVR-Miliz berichtet über erhebliche Verluste der ukrainischen Armee

    Am Dienstag hat das ukrainische Militär große Verluste an Personal und Ausrüstung erlitten, teilt die Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk (LVR) mit.

    Nach Angaben der LVR-Miliz seien am Dienstag bis 80 ukrainischen Soldaten ums Leben gekommen. Dazu seien zwei Artilleriegeschütze, drei Schützenpanzer, zwei Drohnen und 14 Spezialfahrzeuge zerstört worden.

    Weiter betont die LVR-Volksmiliz, die ukrainische Armee setze den Beschuss der Zivilinfrastruktur der Republik fort. Am Vortag seien zwei HIMARS-Raketen des Mehrfachraketenwerfers М142 in der Siedlung Starobelsk eingeschlagen. Dabei seien drei Mitarbeiter des örtlichen Getreidespeicherunternehmens verletzt worden.

  • 09:50 Uhr

    Mordanschlag auf stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Melitopol

    Auf Nikolai Wolyk, den stellvertretenden Bürgermeister von Melitopol, wurde vor dessen Haus ein Anschlag verübt. Hierbei sei niemand verletzt worden, teilte Wladimir Rogow, ein Mitglied des Hauptrates der Gebietsverwaltung von Saporoschje, der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.

    "Der Angriff ereignete sich gestern früh, als Wolyk aus seinem Haus ging, im Eingangsbereich. Es handelte sich um eine improvisierte Sprengladung, wie sie auch von den Selenskij-Terroristen verwendet werden. Diese war voll von zerstörerischen Teilen, nur durch Zufall wurden weder er noch die Bewohner des Hauses verletzt."

  • 09:13 Uhr

    Italien lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine bis Ende des Jahres ab

    Rom wird bis Ende des Jahres kein neues Militärhilfepaket für die Ukraine schnüren. Die Nachrichtenagentur ANSA zitiert den italienischen Verteidigungsminister Guido Crozetto mit den Worten:

    "Ich versichere Ihnen, dass es vor Ende des Jahres keinen neuen Erlass über Militärlieferungen an Kiew geben wird. Wir werden sehen, welche Entscheidung die Regierung über die künftige Hilfe für die Ukraine trifft und was dies bedeuten wird."

    Er fügte hinzu, dass die jüngsten Anfragen Kiews angesichts der Energieknappheit in erster Linie Infrastrukturanlagen betreffen würden. Insbesondere an Generatoren seien die ukrainischen Behörden interessiert.

  • 08:48 Uhr

    LVR: Ukrainische Streitkräfte verlieren bei Artjomowsk täglich etwa ein Bataillon

    Die ukrainischen Streitkräfte verlieren bei Artjomowsk täglich bis zu einem Bataillon an Gefallenen und Verwundeten. Dies sagte Andrei Marotschko, ein Offizier der LVR-Volksmiliz, am Mittwoch in einer Sendung des Fernsehsenders Solowjow Live:

    "Die Verluste der ukrainischen Streitkräfte in Richtung Artjomowsk sind ziemlich hoch. Unseren Daten zufolge verlieren sie mindestens täglich bis zu einem Bataillon an Personal. Das sind sanitäre und nicht wiederkehrende Verluste."

    Marotschko wies darauf hin, dass die Ukraine auch bei Durchbruchsversuchen nahe Swatow und Kremennaja katastrophale Verluste erleidet. Es gebe täglich Versuche, die Verteidigungslinie in diesem Gebiet zu durchbrechen.

  • 08:14 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen DVR-Gebiet 32 Mal binnen 24 Stunden

    Artilleristen der ukrainischen Streitkräfte haben das Gebiet der Volksrepublik Donezk am Dienstag Tag 32 Mal beschossen und dabei 147 Geschosse abgefeuert. Unter Beschuss gerieten die folgenden elf Orte: Donezk, Zaizewo, Gorlowka, Schirokaja Balka, Maiorsk, Jassinowataja, Kaschtanowoje, Mineralnoje, Jakowlewka, Makeewka und Jelenowka. Dies berichtet die DNR-Vertretung auf Telegram:

    "In den vergangenen 24 Stunden meldete die Behörde 32 Fälle von Beschuss durch ukrainische Streitkräfte. In Richtung Donezk setzte der Feind Grad-Mehrfachraketenwerfer sowie 155-Millimeter- und 152-Millimeter-Artillerie ein."

  • 07:49 Uhr

    US-Außenministerium: USA liefern keine Waffen an Kiew, um Russland anzugreifen

    Wie der Sprecher des Außenministeriums Ned Price versicherte, drängt Washington die Ukraine nicht dazu, Ziele außerhalb ihres Territoriums anzugreifen. Laut der Nachrichtenagentur TASS sagte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag, dass es nur um die Lieferung von Verteidigungstechnik gehe. Laut Price haben die USA ihren ukrainischen Partnern "sehr deutlich mitgeteilt, dass es sich um Verteidigungsgüter" handelt. Er fügte auch hinzu:

    "Wir geben der Ukraine nicht die Möglichkeit, Angriffe außerhalb ihrer Grenzen durchzuführen. Wir ermutigen die Ukraine nicht, außerhalb ihrer Grenzen zuzuschlagen."

    Die US-Behörden werden die Ukraine so lange unterstützen, wie es nötig ist, um ihre Souveränität wiederherzustellen, antwortete Price auf die Frage, ob die USA den ukrainischen Behörden helfen würden, wenn sie versuchen, die Gebiete zurückzuerobern, die Teil Russlands geworden sind. Er sagte:

    "Wir werden die Ukraine so lange unterstützen, wie es nötig ist, um ihre Souveränität, ihre Unabhängigkeit und ihre territoriale Integrität wiederherzustellen, aber die genaue Dynamik müssen die Ukrainer selbst bestimmen."

    Weiter erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, dass die USA und ihre Verbündeten keine vorübergehende Pause der Kampfhandlungen befürworteten, da man befürchte, dass Russland eine solche Pause nutzen könnte, um seine Streitkräfte neu zu formieren und zu verstärken.

  • 07:17 Uhr

    Puschilin: Ukrainische Truppen dürfen sich nicht zurückziehen

    Die Spitzen der ukrainischen Streitkräfte zögern, Befehle für einen Rückzug zu erteilen, selbst wenn sich die Truppen in einer schlimmen Situation befinden, sagte der Chef der Volksrepublik Donezk (DVR) Denis Puschilin am Mittwoch in einem Interview mit TASS. Er erklärte:

    "Laut abgefangenen Funksprüchen weigern sich ihre Kommandeure, solche Befehle zu erteilen, wenn ukrainische Truppen sehen, dass das Halten eines bewohnten Gebiets nicht mehr möglich und völlig sinnlos ist und um die Erlaubnis zum Rückzug anfragen."

    In einigen Fällen seien Kommandeure, die ihr Leben und das Leben ihrer Untergebenen retten wollten, offenbar Repressionen ausgesetzt. Puschilin fügte hinzu:

    "Manchmal werden Sperreinheiten aus Hardliner-Nationalisten hinzugezogen."

    Nach Angaben des Beamten wurde eine große Anzahl von Söldnern, hauptsächlich aus Polen, in den Gebieten von Svatovo, Kremennaya und Artemovsk gesichtet.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.