Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet Präzisionsangriffe auf Ziele in Kiew und Umgebung

22.08.2026 12:35 Uhr
12:35 Uhr
Zwei Tote und 13 Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 77 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 77 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen hat. Der Gegner habe mindestens 32 Geschosse abgefeuert und 301 Drohnen eingesetzt, von denen 160 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nikolskoje sei ein Mann ums Leben gekommen, ein weiterer habe Verletzungen erlitten. Bei der Attacke einer FPV-Drohne auf ein Auto sei in der Nähe der Ortschaft Rasumnoje eine Frau getötet worden, zwei weitere Insassen seien verletzt worden. Bei einer ähnlichen Attacke habe ein Mann in der Nähe der Siedlung Ustinka Verletzungen erlitten. Ein Mann und eine Frau seien in der Siedlung Wolokonowka zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ein Geschäft angegriffen habe. Ein weiterer Einwohner habe bei einem Drohnenangriff auf einen Betrieb Verletzungen erlitten. Bei der Detonation einer Drohne sei eine Einwohnerin der Siedlung Pjatnizkoje verletzt worden, ein weiterer Einwohner habe bei einer Drohnenattacke Verletzungen erlitten. Zudem seien im Gebiet vier Angehörige der örtlichen Drohnenabwehr Orlan bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt worden. Außerdem sei in Belgorod ein Feuerwehrmann ärztlich behandelt worden, der noch am 19. August Verletzungen erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden 31 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Geschäft, zwei Betriebe, ein Infrastrukturobjekt, zwei Garagen, mehrere Gas- und Stromleitungen, zwei Busse, ein Lkw, drei Kleintransporter, acht nicht näher definierte Fahrzeuge und 31 Autos zerstört oder beschädigt worden.
12:09 Uhr
"Gleichberechtigung" – Ex-Verteidigungsminister Kiews fordert Wehrpflicht für Frauen

Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow hat sich am Donnerstag zur Wehrpflicht für Frauen geäußert. "Gleichberechtigung bedeutet, dass auch Frauen in der Armee dienen müssen", erklärte er in einem Interview mit dem ukrainischen Ableger von Radio Free Europe/Radio Liberty. Resnikow war von 2021 bis 2023 im Amt.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
11:40 Uhr
Ein Todesopfer und sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 21. August bis 8 Uhr MESZ am 22. August 148 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 117-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 19 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet mehrere Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Pestschanoje sei ein 69-jähriger Mann ums Leben gekommen. Im Bezirk Kursk seien vier Menschen verletzt worden. In den Bezirken Belaja und Sudscha seien ein Mann und eine Frau zu Schaden gekommen. Infolge der Attacken seien insgesamt 15 Einfamilienhäuser, zwei Verwaltungsgebäude, zwei Garagen und 19 Autos beschädigt oder zerstört worden.
11:02 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 21. August achtzehn Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kairy — 4,
- Welikije Kopani — 6,
- Aljoschki — 5,
- Sagi — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Dnjeprjany, Kasatschji Lageri und Korsunka seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:37 Uhr
Bundesverteidigungsministerium äußert sich zur Fahnenflucht ukrainischer Soldaten
Das Bundesverteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben Kenntnis von Fällen ukrainischer Soldaten, die sich bei der Ausbildung in Deutschland abgesetzt haben. Weitere Details dazu werden aber nicht genannt. Eine Sprecherin des Ausbildungskommandos ("Special Training Command") in Strausberg bei Berlin wird mit den Worten zitiert:
"Dass sich vereinzelt Angehörige der ukrainischen Streitkräfte während der Ausbildung in Deutschland entfernt haben, ist dem Bundesministerium der Verteidigung bekannt."
Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben keine Rolle bei der Feststellung ukrainischer Fahnenflüchtiger und verweist auf die dafür zuständigen Stellen der ukrainischen Administration.
Hintergrund ist ein Bericht der Zeit, wonach allein in Sachsen-Anhalt 80 Fälle bekannt sind, in denen ukrainische Soldaten desertiert seien, die zur Ausbildung in Deutschland gewesen seien. Deutschlandweit sollen es demnach einige Hundert sein.
Die ZEIT berichtete von ukrainischen Soldaten, die während ihrer Ausbildung in Deutschland desertieren. Das Verteidigungsministerium spricht von »vereinzelten« Vorfällen. https://t.co/lfNAvpvFLx
— DIE ZEIT (@zeitonline) August 21, 2026Im Rahmen einer EU-Mission haben 22 Teilnehmernationen nach Angaben der Bundeswehr bis Anfang 2026 bereits rund 87.000 ukrainische Soldaten aus- und weitergebildet. Deutschland bildete demnach als einer der wesentlichen Träger bisher rund 29.000 Soldaten – unter anderem in Gefechtsausbildung, Waffenausbildung, Wartung, Instandhaltung und Logistik, Sanitätsdienst sowie ABC- und Minenabwehr.
10:05 Uhr
Macgregor: Die Mehrheit der Deutschen ist gegen einen Krieg mit Russland

Laut Macgregor regieren europäische Regierungen am Willen ihrer eigenen Bürger vorbei, um einen Kurs gegen Russland fortzusetzen. Die Menschen in Europa seien kriegsmüde und wollten sich lieber um die Themen Wirtschaft und Migration im eigenen Land kümmern, statt sich mit dem Ukraine-Konflikt zu belasten. Wladimir Putin müsse daher nur abwarten, bis Europa unter seinen eigenen inneren Problemen zusammenbricht und die Unterstützung für die Ukraine von selbst stoppt. Macgregor lobt zugleich Putins Geduld und meint, man solle ihm dafür dankbar sein.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:31 Uhr
Ukrainische Drohnen setzen Ozon-Logistikzentrum im Gebiet Samara in Brand
In der zurückliegenden Nacht hat das russische Wolga-Gebiet Samara einen massiven Drohnenangriff aus der Ukraine überstanden. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilt auf der Plattform MAX mit, dass die russische Luftabwehr Dutzende Drohnen abgefangen habe. Der Politiker meldet dennoch Schäden und Opfer.
Ohne Einzelheiten mitzuteilen, schreibt Fedorischtschew, dass im Gebiet Samara ein Industriebetrieb zu Schaden gekommen sei. Außerdem sei ein Logistikzentrum des Online-Händlers Ozon getroffen worden. Es gebe Verletzte, denen man ärztliche Hilfe erweisen werde.
Der Online-Händler Ozon bestätigt die Attacke auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Demnach sei dort infolge des Angriffs ein Brand ausgebrochen. Mehr als 500 Mitarbeiter seien innerhalb von wenigen Minuten evakuiert worden, einige hätten aber Verletzungen erlitten. Das Lager sei jetzt außer Betrieb.
09:04 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 457 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 457 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Rostow, Saratow, Samara, Uljanowsk, Orjol, Kaluga, Tula, Tambow und Kirow, der Region Krasnodar und der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:36 Uhr
Wadephul trifft zu Besuch in Kiew ein
Bundesaußenminister Johann Wadephul ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen, um dem Land die anhaltende Unterstützung Deutschlands im Konflikt mit Russland zu versichern. Der CDU-Politiker sagte nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug in Kiew:
"Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen."
Wadephul verwies darauf, dass die Ukraine in den Sommermonaten "auf das Härteste" von Russland angegriffen worden sei, und warf Moskau "wahllosen Mord an Zivilisten" sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen. Juli und August seien die tödlichsten Monate für die ukrainische Zivilbevölkerung seit mehr als vier Jahren gewesen. Niemals zuvor habe Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland abgefeuert.
"Wir sehen das Leid, wir sehen, wie dieses Land gekämpft hat, und wir werden dieses Land weiter unterstützen."
Der Außenminister sicherte der Ukraine auch schon mit Blick auf den Winter, in dem verstärkte Angriffe auf die Energieinfrastruktur erwartet werden, weitere Hilfe zu.
🇺🇦🇩🇪 Bundesaußenminister Johann #Wadephul ist zu einem unangekündigten Besuch in der #Ukraine eingetroffen. Es ist in erster Linie ein Solidaritätsbesuch: Am Montag jährt sich die ukrainische Unabhängigkeit zum 35. Mal. Eine Wirtschaftsdelegation begleitet Wadephul. pic.twitter.com/n089aikBxC
— Steffen Wurzel 🇪🇺 吳策 (@SteffenWurzel) August 22, 202608:02 Uhr
DVR meldet 40 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 40 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 45 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 21. August bis 0 Uhr am 22. August (Ortszeit) kamen drei Zivilisten, darunter ein Minderjähriger, ums Leben, 13 weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden zwei Wohnhäuser, sechs zivile Infrastrukturobjekte sowie ein Passagierbus und mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos, beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 33 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden drei Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen drei Wohnhäuser, sechs zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

