Liveticker Ukraine-Krieg – Beloussow: Vertragsrekrutierung der Armee läuft schneller als geplant

7.04.2026 20:46 Uhr
20:46 Uhr
Ex-Branchenvertreter: Mobilisierung von Fahrern führt zu Problemen bei Treibstofflieferungen
Die Mobilisierung von Fahrern in der Ukraine hat laut Leonid Kosjantschuk, dem ehemaligen Leiter des Branchenverbands "Vereinigung der Betreiber des Mineralölmarktes", zu Problemen bei der Treibstoffversorgung geführt. Dies sagte er in einem Interview mit dem YouTube-Kanal "Superposition":
"Wir haben ein Problem mit der Lieferung. Warum? Weil viele Fahrer zwangsrekrutiert wurden. Ein anderer Teil ist einfach untergetaucht, um dem zu entgehen. Fahrer für solche Transporte gibt es in der Ukraine ohnehin nicht viele. Derzeit gibt es Transportmittel, aber niemanden, der sie fährt."
Zuvor hatte der Leiter des ukrainischen Büros für Migrationspolitik, Wassili Woskoboinik, erklärt, der Personalmangel im Land liege bei rund 30 Prozent und erreiche in einzelnen Branchen bis zu 50 Prozent.
20:24 Uhr
Bericht: Drohnenlieferung mit Drogen im Gebiet Charkow entdeckt
Im Gebiet Charkow haben Einsatzkräfte einen ukrainischen FPV-Drohnenflug mit einer mutmaßlichen Drogenladung entdeckt und abgeschossen. Dies teilte die Verwaltung des Innenministeriums der Region mit, wie RIA Nowosti berichtet.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 28. März im Dorf Dwuretschnaja im Bezirk Kupjansk. Die Drohne trug ein angehängtes Paket. Als "Fracht" wurde ein in blaues Isolierband gewickelter Gegenstand identifiziert. In diesem befanden sich mehrere Zip-Beutel mit kristallinen Substanzen. Nach einer Untersuchung handele es sich um synthetische Opioide. Die Substanzen wurden als schwere Drogen eingestuft.
Zudem hieß es, die Drohne sei von Stellungen der ukrainischen Nationalgarde-Einheit "Hartija" gestartet worden. Aufgrund einer fehlerhaften Navigation habe sie ihr Ziel jedoch verfehlt und sei in ein von russischen Kräften kontrolliertes Gebiet gelangt.
19:59 Uhr
Vance: Europäische Energiepolitik hat Ukraine-Konflikt mit vorbereitet
Die europäischen Staaten haben nach Ansicht des US-Vizepräsidenten J. D. Vance zur Entstehung des Ukraine-Konflikts beigetragen. Dies sagte er auf einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán:
"Die Samen dieses Konflikts wurden lange vor Beginn der Kampfhandlungen gesät."
Die Ursachen lägen aus seiner Sicht in der Energiepolitik. Europäische Staaten hätten sich bewusst von russischen Öl- und Gaslieferungen aus dem Osten abgekoppelt. "Das war ein enormer Fehler", erklärte der US-Vizepräsident.
Zudem äußerte sich Vance zur Rolle der Europäischen Union in den Verhandlungen über die Ukraine. Diese versuche seit längerer Zeit vergeblich, einen Platz am Verhandlungstisch zu erhalten. Bereits zuvor hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärt, die EU habe keinen Anspruch auf eine Teilnahme an solchen Gesprächen.
19:35 Uhr
Beloussow: Vertragsrekrutierung der Armee läuft schneller als geplant

Der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow.Wadim Sawitzki / Sputnik Der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow hat erklärt, die Aufstockung der Streitkräfte mit Vertragssoldaten verlaufe schneller als geplant. Dies berichtet RIA Nowosti:
"Alle Pläne werden erfüllt. Wir stellen neue Einheiten und Verbände auf. Derzeit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Ausbildung und Koordination. Das gilt insbesondere für Truppen unbemannter Systeme."Zuvor hatte Beloussow mitgeteilt, dass 47 Regionen das Moskauer Modell eines einheitlichen Einberufungszentrums übernehmen wollten. Die Umsetzung eines solchen Projekts könne nach Ende der militärischen Sonderoperation beginnen.
19:19 Uhr
Ukrainische Drohnenangriffe in Belgorod und DVR: zwei Zivilisten verletzt
Im Gebiet Belgorod sind zwei Zivilisten bei einem Drohnenangriff auf ein Auto verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Die Verletzten, die Sprengstoff- und Splitterverletzungen erlitten haben, wurden ins Kreiskrankenhaus Schebekino gebracht, wo sie die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Das Fahrzeug wurde beschädigt.
Unterdessen griff eine ukrainische Drohne in der Stadt Gorlowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) einen Linienbus an. Laut des Stadtobersten Iwan Prichodko gab es keine Verletzten.18:50 Uhr
Medien: Russland warnt Baltikum vor Folgen wegen ukrainischer Drohnen
Russland hat die baltischen Staaten vor Konsequenzen gewarnt, sollten sie den Überflug ukrainischer Drohnen zulassen. Das berichtet die Zeitung The Times:"Moskau hat NATO-Mitgliedstaaten im Baltikum gewarnt, dass sie eine Antwort erhalten werden, wenn sie der Ukraine erlauben, ihren Luftraum für Drohnenangriffe gegen Russland zu nutzen."
Zuvor hatte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärt, bei Missachtung der Warnungen werde es eine Antwort geben.
Hintergrund sind Vorfälle in der Region: Lettlands Premierministerin Evika Siliņa teilte am 25. März mit, dass eine ukrainische Drohne in Lettland eingedrungen sei und nahe der Grenze zu Weißrussland abgestürzt sei. Das Militär untersucht den Vorfall. Auch aus Litauen wurde ein ähnlicher Fall gemeldet. Laut Verteidigungsminister Robertas Kaukėnas kam eine Drohne vom Kurs ab, stürzte ab und explodierte.
18:34 Uhr
Drohnenangriffe der Ukraine: Drei Zivilisten in LVR und Gebiet Brjansk verletzt
In der Lugansker Volksrepublik (LVR) sind zwei Männer bei einem Drohnenangriff auf ein ziviles Fahrzeug verletzt worden. Dies teilt die Regionalregierung auf Telegram mit. Unterdessen wurde im Gebiet Brjansk ein weiterer Mann verletzt. Laut Gouverneur Alexander Bogomas griffen ukrainische Drohnen das Dorf Kossizy im Sewski-Bezirk an. Dabei seien drei zivile Fahrzeuge beschädigt worden. Einsatzkräfte sind vor Ort.18:06 Uhr
Orbán rechnet mit baldiger Aufhebung der ukrainischen Ölblockade
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Zuversicht geäußert, dass sich sein Land nach den Parlamentswahlen am 12. April von der ukrainischen Ölblockade befreien und erneut russisches Öl erhalten werde. Im Rahmen einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit dem US-Vizepräsidenten J. D. Vance in Budapest erinnerte Orbán daran, dass Ungarn seit dem 27. Januar kein russisches Öl über die Druschba-Pipeline erhalte und deshalb auf eigene strategische Reserven zurückgreifen musste. Er fügte hinzu:
"Wir machen zwei Dinge. Wir wurden vom Öl abgeschnitten, doch wir müssen die ungarische Wirtschaft und ungarische Nutzer mit Treibstoff und Energie versorgen. Gleichzeitig müssen wir die Ukrainer zwingen, den Betrieb der Pipeline wieder aufzunehmen. Wir haben einen Plan, wie das zu tun ist, und setzen ihn Schritt für Schritt um."
17:37 Uhr
Vize-Ministerpräsident der DVR fordert Höchststrafe für Angreifer auf Schule im Saporoschje
Ukrainische Militärangehörige, die im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Schule im Gebiet Saporoschje am heutigen Dienstag stehen, sollen sich vor einem Militärtribunal verantworten, fordert der stellvertretende Ministerpräsident der Donezker Volksrepublik, Kirill Makarow. In einem Interview für die Nachrichtenagentur TASS betont er:
"Es kann nur eine Strafe geben: ein Militärtribunal und eine lebenslange Haftstrafe oder Höchststrafe ohne Recht auf Begnadigung. Sowohl jene, die den Befehl gaben, als auch jene, die ihn ausführten, wussten hervorragend, wohin das Geschoss fliegt. Und Ausreden 'ich sah es nicht' funktionieren im Jahr 2026 nicht. Alle sahen es und griffen trotzdem an."
Makarow betonte den vorsätzlichen Charakter des Angriffs und führte aus, dass ein zufälliger Angriff gegen eine Schule bei gegenwärtigem Stand der Militärtechnik ausgeschlossen sei:
"Heute gibt es an der Front so viele Aufklärungsdrohnen und Beobachtungssysteme, dass der Pilot nicht bloß das Gebäude, sondern den einzelnen Schultisch mit dem Kind dahinter sieht. Jeder Befehl passiert Dutzende Augen. Wärmesensoren, hochauflösende Kameras, Feuerkorrektur in Echtzeit – derjenige, der den Knopf drückte, sah, dass er eine Schulklasse angreift. Das Gleiche gilt für den Angriff auf den Krankenwagen."
17:06 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff auf Auto in Belgorod – Ehepaar verletzt
Im Gebiet Belgorod sind bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf ein Auto ein Mann und eine Frau verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Demnach erlitt der Mann multiple Splitterverletzungen an Beinen und Arm. Die Frau zog sich Splitterverletzungen am Kopf, an Brust und Bauch sowie einen Beinbruch zu.
Vorbeifahrende brachten die Verletzten in ein zentrales Krankenhaus in Borisowka. Der Zustand der Frau wird als kritisch eingeschätzt. Die Ärzte leisten die notwendige Hilfe. Das Fahrzeug brannte vollständig aus.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
