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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau und Kiew tauschen Kriegsgefangene aus

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau und Kiew tauschen Kriegsgefangene ausQuelle: TASS
  • 11.04.2026 14:38 Uhr

    14:38 Uhr

    Verteidigungsausschuss kritisiert Pistorius' Reformtempo

    Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius Versäumnisse bei der Reform der Bundeswehr zur Last gelegt. Der CDU-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND):

    "Was wir dringend brauchen, ist eine Gesamtverteidigungsbeschaffungsplanung ‒ über Einzelbeschaffungen hinaus. Uns ist das außerordentlich wichtig. Das Ministerium muss sich hier bewegen."

    Defizite gebe es offenkundig bei der Luftverteidigung, der Anschaffung von Drohnen und im Weltraum. Doch benötige man einen genaueren Überblick.

    Röwekamp kritisierte auch das langsame Tempo bei der Steigerung der Zahl von Soldaten:

    "Uns fehlt weiterhin ein Aufwuchsplan für die aktive Truppe und damit eine Antwort auf die Frage: Wie wollen wir auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten kommen? Der Minister wollte eigentlich bis Ostern ein Konzept vorlegen. Das ist auch notwendig."

  • 14:09 Uhr

    Zwei Tote und sieben Verletzte bei Drohnenattacke auf Jassinowataja in DVR

    Die Stadt Jassinowataja in der Volksrepublik Donezk hat am Samstagmorgen eine folgenschwere ukrainische Drohnenattacke erlebt. Wie Bürgermeister Alexander Penjajew auf Telegram mitteilte, habe eine gegnerische Kamikazedrohne Sprengsätze abgeworfen und sei daraufhin detoniert. Dadurch seien vier Wohnhäuser zu Schaden gekommen.

    Außerdem meldet der Politiker Opfer unter der Zivilbevölkerung. Demnach seien infolge der Attacke zwei Menschen ums Leben gekommen. Sieben Einwohner hätten Verletzungen erlitten. Sie würden derzeit im Krankenhaus ärztlich versorgt.

  • 13:40 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Miropolje, Nowodmitrowka und Choten im Gebiet Sumy sowie Stariza, Pokaljanoje, Woltschanskije Chutora, Weterinarnoje, Sybino und Semljanki im Gebiet Charkow getroffen hat. Der Gegner habe mehr als 180 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe außerdem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen, vier Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie ein Munitions- und zwei Materiallager zerstört.

    Auch der Truppenverband West habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Tscherwony Sokol, Schijkowka, Kutkowka und Borowaja im Gebiet Charkow sowie Stary Karawan, Krasny Liman und Swjatogorsk in der DVR getroffen. Dabei seien mehr als 190 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 28 Wagen, vier Geschütze, einen Mehrfachraketenwerfer, eine Anlage der elektronischen Kampfführung sowie drei Munitions- und vier Materiallager verloren.

    Der Truppenverband Süd habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Konstantinowka, Iljinowka, Kriwaja Luka, Nikolajewka, Artjoma und Slawjansk in der DVR getroffen habe. Das russische Ministerium beziffert die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 160 Soldaten. Dabei seien ein Transportpanzer, ein Mannschaftstransporter, fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 21 Wagen, ein Geschütz, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie drei Munitions- und vier Materiallager zerstört worden.

    Auch der Truppenverband Mitte habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Rubeschnoje, Belizkoje, Prijut, Iwanowka, Sergejewka und Grischino in der DVR sowie Nowopodgorodnoje und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 345 Kämpfer verloren. Fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und zwei Geschütze seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch ebenfalls fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Pokrowskoje und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowossjolowka, Wosdwischewka und Werchnjaja Tersa im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 285 Armeeangehörige. Dabei seien vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sechs Wagen außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Saporoschez, Orechow und Nowoandrejewka im Gebiet Saporoschje getroffen. Bis zu 40 ukrainische Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Zudem habe das russische Militär elf Wagen und vier Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Rüstungswerke, militärisch relevante Energieanlagen und Verkehrsinfrastrukturen, Lager mit Seedrohnen und unbemannten Luftfahrzeugen sowie 152 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe dagegen in den vergangenen 24 Stunden zwölf Lenkbomben und 259 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 133.387 Drohnen, 655 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.822 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.699 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.393 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:01 Uhr

    Russland und Ukraine tauschen Kriegsgefangene aus

    Russland und die Ukraine haben im Vorfeld des orthodoxen Osterfestes erneut Dutzende Kriegsgefangene ausgetauscht. Das russische Verteidigungsministerium spricht auf der Plattform MAX von jeweils 175 Armeeangehörigen, die demnächst in ihre jeweilige Heimat zurückkehren werden. Derzeit befinden sich die russischen Armeeangehörigen in Weißrussland, wo sie vor der Heimkehr psychologische und ärztliche Unterstützung erhalten. Auch zu Hause steht ihnen nach Angaben der Militärbehörde in Moskau eine Rehabilitierung in medizinischen Einrichtungen bevor.

    Das Verteidigungsministerium erwähnt insbesondere die Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate.  

    Außerdem berichtet die Militärbehörde über die Rückkehr von sieben Zivilisten, die beim Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem russischen Grenzgebiet Kursk im März 2025 illegal entführt worden waren. Laut Medienberichten handelt es sich um die letzten der insgesamt 165 Geiseln, die sich bislang im ukrainischen Gebiet Sumy befunden haben. Der älteste der nun zurückgekehrten Einwohner des Gebiets Kursk ist 91 Jahre alt, der jüngste ist 30 Jahre alt.

  • 12:30 Uhr

    Drei Tote und fünf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 15 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 15 Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 32 Geschosse abgefeuert und 48 Drohnen eingesetzt, von denen 34 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik beklagt der Politiker den Tod von drei Menschen. In der Siedlung Nowaja Tawolschanka sei eine Frau ums Leben gekommen, als der Gegner die Ortschaft unter Beschuss genommen habe. Infolge einer Drohnenattacke auf einen Lkw seien in der Nähe der Siedlung Wosnessenowka zwei Männer getötet worden. Ein weiterer Mann habe Verletzungen erlitten, als eine ukrainische FPV-Drohne sein Auto in der Nähe der Siedlung Krasny Oktjabr attackiert habe. Bei einer ähnlichen Attacke in der Siedlung Golowtschino seien zwei Männer zu Schaden gekommen. Zwei Einwohner der Stadt Graiworon seien mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem eine FPV-Drohne ein Geschäft angegriffen habe.

    Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden fünf Einfamilienhäuser, ein Geschäft, ein Betrieb, zwei Stromleitungen, zwei Lkw und drei Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 12:07 Uhr

    Estland bestellt weitere US-Mehrfachraketenwerfer

    Estland rüstet vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs weiter auf: Das baltische EU- und NATO-Land erwirbt drei zusätzliche US-Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS mit Munition und Ausrüstung. Darüber sei ein Kaufvertrag mit dem Hersteller Lockheed Martin unterzeichnet worden, teilt das Estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen in Tallinn mit. Die Auslieferung der Raketensysteme sei im kommenden Jahr vorgesehen.

    Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur zufolge wird der Erwerb der Raketensysteme mit einer Reichweite von 300 Kilometern die Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit seines Landes und der NATO erheblich stärken. In der Mitteilung wird der Politiker mit den Worten zitiert:

    "Dies ist eine bewusste und langfristige Anstrengung, die die Umsetzung der NATO-Verteidigungspläne unterstützt."

    Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Die Vereinbarung umfasst demnach auch Investitionen von Lockheed Martin in Höhe von rund elf Millionen US-Dollar (etwa 9,4 Millionen Euro) in die Verteidigungsindustrie des an Russland grenzenden Baltenstaats.

  • 11:35 Uhr

    Ein Verletzter bei neun ukrainischen Angriffen auf Gebiet Saporoschje

    Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet über andauernde ukrainische Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, hat der Gegner in den vergangenen 24 Stunden die Region neunmal unter Beschuss genommen.

    Bei den Angriffen sei ein Zivilist zu Schaden gekommen. Bei dem Verletzten handele es sich um einen 63 Jahre alten Einwohner der Stadt Kamenka-Dnjeprowskaja. Durch die Attacke sei außerdem das Dach des Zentralen Bezirkskrankenhauses beschädigt worden. Das Personal und die Patienten seien unversehrt geblieben. Der Brand sei umgehend gelöscht worden. Außerdem seien im Haus der Kultur die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. In der Siedlung Tschernosjomnoje habe eine ukrainische Drohne ein ziviles Auto beschädigt.

  • 11:06 Uhr

    Ukrainische Drohnen beschädigen Erdöldepot und Wohnhäuser in Region Krasnodar

    Nach einer nächtlichen ukrainischen Drohnenattacke auf die südrussische Region Krasnodar meldet der örtliche Krisenstab mehrere Schäden. Wie die Behörde auf der Plattform Telegram schreibt, sei in der Ortschaft Krymsk ein Erdöldepot in Brand geraten. Am Morgen seien die Flammen eingedämmt worden. An den Löscharbeiten hätten sich 80 Feuerwehrleute und 29 Löschfahrzeuge beteiligt.

    In der Hafenstadt Noworossijsk seien drei Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern und ein Einfamilienhaus beschädigt worden. Dort seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Herabfallende Drohnenteile hätten darüber hinaus ein Lagerhaus in Brand gesetzt. Das Feuer sei jedoch schnell gelöscht worden. Der Krisenstab meldet weder Todesopfer noch Verletzte.

  • 10:34 Uhr

    Ukraine kündigt "Ramstein"-Treffen für 15. April an

    Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat bei einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius für den 15. April ein neues Treffen im sogenannten Ramstein-Format vereinbart. Bei den Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe solle es darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilte das Ministerium in Kiew mit.

    "Den Partnern werden vorrangige Bereiche der Zusammenarbeit vorgestellt, insbesondere bei der Stärkung der Luftabwehr, der Entwicklung von Drohnensystemen sowie beim Austausch von Daten und Technologien."

    Nach ukrainischen Angaben bereiteten die Ukraine und Deutschland eine Reihe gemeinsamer Projekte vor, die "in naher Zukunft" umgesetzt werden sollen.

    Vom Bundesverteidigungsministerium gab es zunächst keine Informationen zu dem Telefonat. Unklar war auch, ob die Gespräche per Videoschalte oder an einem konkreten Ort stattfinden sollen.

    Seit 2022 hat es in dem in Ramstein gegründeten Format, zu dem auch Deutschland gehört, Dutzende Sitzungen gegeben.

  • 10:08 Uhr

    Gouverneur meldet andauernde ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über mehrere Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, wurden im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 10. April bis 6 Uhr MESZ am 11. April 17 ukrainische Drohnen abgeschossen. Außerdem nahm die gegnerische Artillerie in dieser Zeit viermal evakuierte grenznahe Ortschaften unter Beschuss. Darüber hinaus gab es 14 Angriffe, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abwarfen.

    Chinstein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Berichte über Schäden liegen ebenfalls nicht vor.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.