Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee greift Energieanlagen und Rüstungswerke des Gegners an

13.01.2026 13:52 Uhr
13:52 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 15 weitere ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Wie die Behörde auf Telegram schreibt, hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6:00 Uhr MEZ bis 11:00 Uhr MEZ 15 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Teilrepublik Krim – 10,
- Gebiet Wolgograd – 2,
- Gebiet Kursk – 2,
- Asowsches Meer – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
13:14 Uhr
Militärexperte: Seit Jahresbeginn mehr russische Vorstöße bei Orechow
Seit Jahresbeginn hätten die russischen Streitkräfte ihre Aktivitäten in der Gegend bei Orechow im Gebiet Saporoschje erheblich verstärkt. Dies berichtet der Militärexperte Andrei Marotschko. Er fügt hinzu, dass die Region im Januar für die russischen Truppen insgesamt von vorrangiger Bedeutung sei.
Während der Neujahrsfeiertage haben die russischen Streitkräfte sechs Ortschaften befreit, darunter Siedlungen im Gebiet Saporoschje.
12:36 Uhr
Medienbericht: Russische Streitkräfte zerstören Drohnenkontrollzentren des Gegners bei Konstantinowka
Soldaten des russischen Truppenverbands Süd haben zwei Drohnenkontrollzentren und zwei Munitionsdepots des Feindes in der Nähe von Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) zerstört. Dies meldet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.
Außerdem wurden am selben Frontabschnitt drei Beobachtungsposten und zwei Bunker des Gegners zerstört.
12:11 Uhr
Vier zivile Einwohner des Gebiets Saporoschje durch Angriffe aus Ukraine verletzt
Das ukrainische Militär setzt seine Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje fort. Gouverneur Jewgeni Balizki spricht von neun Attacken in den vergangenen 24 Stunden und meldet Opfer unter der Zivilbevölkerung. Infolge einer Drohnenattacke auf den Bezirk Wassiljewka erlitten zwei ältere Frauen und ein älterer Mann Verletzungen. Außerdem kam eine Einwohnerin des Bezirks Michailowka zu Schaden. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
Darüber hinaus berichtet Balizki über mehrere beschädigte Mehrfamilienhäuser in der Stadt Wassiljewka.
11:55 Uhr
Kiew versäumt millionenschwere Zahlung an IWF
Kiew hat eine millionenschwere Zahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) versäumt, wie aus dem von RIA Nowosti analysierten Zahlungsplan des IWF hervorgeht.
Die Frist lief am Montag um 00:00 Uhr Washingtoner Zeit (06:00 Uhr Berliner Zeit) ab. Die Ukraine hätte einen Teil ihrer Schulden in Höhe von 125.737.500 Sonderziehungsrechten (SDR) zurückzahlen müssen. Es handelt sich um die Rückzahlung von Mitteln, die über den Kreditmechanismus des IWF bereitgestellt wurden, der aus den Ressourcen der Mitgliedsländer des Fonds finanziert wird.
Bis Dienstagmorgen gab es keine Bestätigung über den Eingang der Mittel im Zahlungskalender des IWF.
11:43 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium berichtet auf Telegram über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag schreibt, hat der Truppenverband Nord seine Position verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Miropolje im Gebiet Sumy sowie Stariza und Woltschanskije Chutora im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner verlor mehr als 185 Kämpfer. Dabei wurden 17 Wagen, ein Geschütz, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und zwei Materiallager zerstört.
Der Truppenverband West hat ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Gruschewka, Petrowka, Blagodatowka und Kupjansk-Uslowoi im Gebiet Charkow, Nowojegorowka im Gebiet Lugansk, Jarowaja, Sosnowaja, Drobyschewo und Iljitschewka in der DVR getroffen hat. Bis zu 190 ukrainische Armeeangehörige wurden getötet oder verletzt. Der Gegner verlor einen Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 13 Pickups, ein Geschütz und drei Munitionslager.
Auch der Truppenverband Süd hat seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Sakotnoje, Resnikowka, Petrowskoje, Priwolje, Minkowka, Konstantinowka und Stepanowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 165 Armeeangehörige. Fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 14 Wagen und zwei Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Mitte hat ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte im Raum der Ortschaften Belizkoje, Grischino, Kriworoschje, Wodjanskoje, Torezkoje, Russin Jar, Wolnoje und Suchezkoje in der DVR sowie Nowopodgorodnoje und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen hat. Der Gegner verlor bis zu 400 Armeeangehörige. Dabei wurden ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, neun Pickups und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt.
Der Truppenverband Ost setzt seinen Vormarsch fort, wobei er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Werchnjaja Tersa, Barwinowka, Ljubizkoje, Rosowka, Nowoukrainka, Salisnitschnoje, Schowtnewoje, Ternowatoje und Priluki im Gebiet Saporoschje sowie Bratskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen hat. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 270 Kämpfer. Das ukrainische Militär verlor dabei zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und neun Wagen.
Der Truppenverband Dnjepr hat Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Dnjeprowskoje im Gebiet Cherson sowie Orechow und Pawlowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei wurden bis zu 65 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt. Außerdem hat das russische Militär einen Kampfpanzer, zehn Wagen, zwei Geschütze, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung und drei Lager mit Munition und Kriegszubehör zerstört.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt verloren: 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 108.665 Drohnen, 645 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.085 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.640 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.538 Geschütze und Mörser.
11:39 Uhr
Russland bestätigt Vergeltungsschlag gegen Energieanlagen und Rüstungswerke in Ukraine
Das russische Verteidigungsministerium bestätigt auf Telegram einen massiven Angriff auf Ziele in der Ukraine. In einer entsprechenden Mitteilung vom Dienstag heißt es, dass bei der Attacke in der Nacht bodengestützte Hochpräzisionswaffen und Drohnen eingesetzt wurden, um militärisch relevante Energieanlagen und Rüstungsbetriebe im Nachbarland zu treffen. Es handelte sich hierbei um einen Vergeltungsschlag nach ukrainischen Angriffen auf zivile Infrastrukturen in Russland. Alle anvisierten Ziele wurden getroffen, heißt es.
Außerdem meldet die Militärbehörde in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Lager mit Langstreckendrohnen und 150 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr hat in den vergangenen 24 Stunden hingegen elf Lenkbomben, zwei HIMARS-Raketen und 207 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
11:20 Uhr
Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren
Die Ukraine hat die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA vergeben. Die Regierung in Kiew erteilte die Entwicklungsrechte für den Standort im zentralen Gebiet Kirowograd an die Dobra Lithium Holdings. Dies bestätigte Ministerpräsidentin Julia Swiridenko am Montag auf der Plattform Telegram.
Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung wird das Unternehmen eines der größten Lithium-Vorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen. Hinter dem Projekt stehen die Firmen TechMet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen US-Dollar anziehen. TechMet wird nach Angaben der US-Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft DFC von der US-Regierung unterstützt. Lithium ist ein wichtiges Metall, das unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt wird.
Laut einer Vereinbarung mit den USA sichert Kiew Washington einen bevorzugten Zugang zu ukrainischen Rohstoffgeschäften und lenkt die Mittel in den Wiederaufbau der Ukraine.
11:09 Uhr
Gouverneur meldet ukrainische Angriffe auf 26 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Ortschaften im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 26 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens sechs Geschosse ab und setzte 56 unbemannte Luftfahrzeuge ein, von denen 24 abgeschossen wurden.
In der aktuellen Statistik meldet der Politiker zwar keine Opfer unter der Bevölkerung. Dennoch berichtet er über viele Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden zehn Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, ein Geschäft, ein Betrieb, eine Scheune, eine Garage, eine Stromleitung, ein Kleintransporter und acht Autos zerstört oder beschädigt.
10:51 Uhr
Wadephul bekräftigt gemeinsame Haltung mit USA zu NATO-Beistandspflicht
Nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio in Washington hat Außenminister Johann Wadephul die Einigkeit mit den USA unter anderem in Bezug auf die NATO-Beistandspflicht betont. Die Partnerschaft sei stark, sagte Wadephul und verwies auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Einigkeit herrsche auch über die Verbindlichkeit der Beistandspflicht nach NATO-Artikel 5. Dies sei ein klares Signal an Russland, sagte der CDU-Politiker.
Europe needs reliable partners in #Washington — and the United States needs Europe as well. We share core interests: defending democracy, freedom, and self-determination. Thank you for the warm welcome, trustful & in-depth exchange today in DC, @secrubio.🇩🇪🤝🇺🇸 pic.twitter.com/KITG8O5btv
— Johann Wadephul (@AussenMinDE) January 12, 2026
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
