Liveticker Ukraine-Krieg – Forbes: Russische Drohne Molnija-2 bereitet Kiew Kopfschmerzen

30.04.2026 21:11 Uhr
21:11 Uhr
Russische Delegationsleiterin in Wien: Westen verstärkt die Ursachen der Ukraine-Krise
Die Leiterin der russischen Delegation bei den Abrüstungsverhandlungen in Wien, Julia Schdanowa, erklärte auf der jüngsten Sitzung des OSZE-Forums für Sicherheitskooperation, dass die westlichen Länder, anstatt zur Beseitigung der Ursachen des Ukraine-Konflikts beizutragen, diese verschärfen, indem sie die Militarisierung der umliegenden Gebiete vorantreiben. Sie betonte:
"Jedem unvoreingenommenen Menschen ist bereits klar, dass nicht so sehr die Ukraine, sondern vielmehr ihre westlichen Hintermänner über die Beendigung der Kampfhandlungen entscheiden werden. Wie wir jedoch hier bei der OSZE sehen und hören, entspricht dies nicht den geopolitischen Interessen der meisten europäischen Staaten: Anstatt die Ursachen des Konflikts zu beseitigen, tragen sie zu deren Verschärfung bei, indem sie die Militarisierung der an Russland angrenzenden Gebiete fortsetzen."20:49 Uhr
Vizepremier: "Lage in Tuapse ist schwierig, Schaden muss von Experten bewertet werden"
Der Schaden durch den Brand in der Ölraffinerie in Tuapse und der Zeitrahmen für die Wiederaufnahme des Exports von Erdölprodukten würden von Experten bewertet, teilte der russische Vizepremier Alexander Nowak am Rande des Kaukasischen Investitionsforums mit. Er bezeichnete die Lage rund um die Ölraffinerie, die von ukrainischen Streitkräften angegriffen wurde, als schwierig. Auf die Frage nach der Wiederaufnahme des Ölexports aus Tuapse antwortete Nowak:
"Die Lage dort ist so schwierig, dass nach Abschluss der Löscharbeiten Experten die Situation, den Schaden und die Möglichkeiten für die Wiederherstellung bewerten müssen."20:21 Uhr
Selenskij zum Waffenstillstand: Die Ukraine will keinen "taktischen Trick"

Archivbild: Wladimir SelenskijRIA Nowosti / Sputnik Wladimir Selenskij lehnte den vom russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagenen Waffenstillstand ab, der seiner Meinung nach eine "taktische Täuschung" sein könnte. Dies erklärte er in einem Interview mit der Agentur Bloomberg. Selenskij habe bislang keine Vorschläge aus Washington und Moskau erhalten. Er betonte zudem, dass Kiew einen langfristigen Waffenstillstand wolle, keinen vorübergehenden. Das ukrainische Staatsoberhaupt sagte:
"Sie wollen, dass die Parade für ein paar Stunden ruhig verläuft, und dann die Angriffe wieder aufnehmen. Wir wollen nicht, dass ein Waffenstillstand zu einer taktischen Täuschung seitens der Russischen Föderation wird."
19:47 Uhr
Jekaterinburg: Schüler wegen Verkaufs von Stadtpanoramen an Kiew für einen Angriff festgenommen
In Jekaterinburg wurden mehrere Jugendliche festgenommen, die den ukrainischen Geheimdiensten Panoramaaufnahmen der Stadt übermittelt hatten. Diese Materialien könnten laut einer Quelle bei dem Angriff am 25. April verwendet worden sein.
Den vorliegenden Informationen zufolge dauerten die Vorbereitungen mindestens drei Monate. Zur Datenerhebung wurden Schüler eingesetzt, die auf die Dächer von Hochhäusern kletterten und Ansichten der Stadt aufnahmen. Im Februar und März wurden sie dann beim Eindringen in Objekte entdeckt, schreibt der Telegram-Kanal Mash.
Einige von ihnen wurden von Mitarbeitern der Rosgwardija festgenommen. Auf den Handys wurden Panoramafotos und Videoaufnahmen gefunden, die gegen Bezahlung weitergeleitet worden waren. Es wird behauptet, dass auf der Grundlage des erhaltenen Materials ein Computermodell der Stadt erstellt wurde. Dieses wurde zur Nachbearbeitung der Bilder einer Drohnenkamera verwendet, damit diese sich auch ohne Internetverbindung zum Ziel bewegen konnte.19:15 Uhr
Sacharowa: "Selenskij provoziert einen nuklearen Konflikt"

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij provoziere einen nuklearen Konflikt, indem er die NATO-Mitgliedschaft und Atomwaffen als Sicherheitsgarantie für die Ukraine fordere, behauptet die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. Die Diplomatin warnt in diesem Zusammenhang:
"Dabei riskiert Westeuropa, das erste Opfer eben dieser nuklearen Erpressung zu werden."
Wenn die Europäer Selenskij nicht aufhalten würden, würden sie "die Folgen dieses ganzen Wahnsinns" nicht vermeiden können.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
18:52 Uhr
Politologe: Wegen der russischen Geheimdienste bekommt die Ukraine keine Atomwaffen
Die russischen Geheimdienste beabsichtigen, jeglichen Versuchen der Ukraine, mit Unterstützung europäischer Staaten Atomwaffen zu erwerben, entschlossen entgegenzuwirken. Dies erklärte der Vorsitzende des Kollegiums des Zentrums für Eurasienstudien und -entwicklung, Juri Samonkin, im Gespräch mit dem Portal News.ru. Seiner Einschätzung nach sei Moskau bereit, militärische Gewalt einzusetzen, um eine solche Bedrohung bereits in den frühesten Phasen zu neutralisieren. Der Experte betonte:
"Kurzfristig würde die Errichtung von Nuklearanlagen direkt vor der Nase Russlands einer Niederlage der Ukraine gleichkommen, da diese sofort zerstört würden, egal wo sie sich befinden. Die gesamte ukrainische Infrastruktur steht unter Beobachtung. Unser Geheimdienst arbeitet vorausschauend. Mit diesem Trumpf signalisieren wir der westlichen Gemeinschaft, dass sie die Situation nicht eskalieren lassen soll. Auf jeden Fall wird die Russische Föderation keinerlei terroristische Anschläge oder die Herstellung von Atomwaffen für die ukrainische Armee zulassen."18:27 Uhr
Magyar stimmt dem EU-Beitritt der Ukraine erst nach Klärung der Rechte ungarischer Minderheiten zu
Wie die Agentur Bloomberg unter Berufung auf ihre Quellen berichtet, hat Péter Magyar, Vorsitzender der bei den Wahlen in Ungarn als Sieger hervorgegangenen Tisza-Partei, der EU eine Bedingung gestellt, die erfüllt werden muss, damit Budapest den EU-Beitritt der Ukraine billigt. Den Quellen zufolge wurde diese Frage am Mittwoch bei seinem Treffen mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, in Brüssel erörtert. Dabei, so Bloomberg, wiederholen Magyars Bedingungen im Wesentlichen die Liste von elf Forderungen, die der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán im Jahr 2024 an Kiew gestellt hatte. Eine der wichtigsten ist dabei die Regelung der Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Bloomberg schreibt:
"Madyar möchte, dass der nationalen Minderheit seines Landes in der Ukraine zusätzliche Rechte gewährt werden, bevor er den offiziellen Verhandlungen Kiews über den Beitritt zur Europäischen Union zustimmt."17:53 Uhr
Medwedew: Weitere 127.000 russische Bürger verpflichten sich seit Jahresanfang als Vertragssoldaten
Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, hat am Donnerstag aktuelle Rekrutierungsstatistiken enthüllt. Ihm zufolge hätten sich weitere 127.000 russische Bürger seit Jahresbeginn als Vertragssoldaten verpflichtet. Im Gesamtjahr 2025 seien es 450.000 Männer und Frauen gewesen. In seiner Rede vor Teilnehmern des Bildungsforums "Snanije" (auf Deutsch "Wissen") fügte Medwedew hinzu:
"Weitere 10.000 Personen haben einen Vertrag über den Dienst in Freiwilligen-Einheiten geschlossen. Im Grunde handelt es sich um denselben Vertragsdienst, der aber nicht so eng mit dem Verteidigungsministerium verbunden ist, obwohl diese Jungs im Großen und Ganzen die gleichen Aufgaben erfüllen."
Diese Rekrutierungszahlen erklärte der frühere russische Präsident mit der Vaterlandsliebe seiner Landsleute. Er besichtige oft Trainingszentren und befrage Vertragssoldaten nach den Gründen für ihre Entscheidung. Dabei bekomme er oft ein und dieselbe Antwort zu hören: "Wer sonst, wenn nicht ich?" Davor habe er tiefen Respekt, erklärt Medwedew.
17:28 Uhr
Forbes: Das ukrainische Militär kommt mit der russischen Drohne Molnija-2 nicht zurecht

Archivbild: Russischer Kämpfer mit UAV Molnija-2RIA Nowosti / Sergei Bobyljow / Sputnik Eine kostengünstige russische Drohne mit einfacher Konstruktion und flexibler Taktik hat sich unerwartet als ernsthaftes Problem für das ukrainische Drohnenabwehrsystem erwiesen, schreibt Forbes. Ihre Wirksamkeit verändert die Spielregeln und zeigt, in welche Richtung sich der Technologiekrieg tatsächlich entwickelt. Das Magazin berichtet:
"Die Ukraine muss ihre Mittel zur elektronischen Kriegsführung und zum kinetischen Schutz noch weiterentwickeln, um Systemen wie der Molnija-2 entgegenwirken zu können. […] Die Drohne Molnija-2 spiegelt einen grundlegend anderen Ansatz wider. Anstatt auf Technologie zu setzen, wird eine kostengünstige Konstruktion in Kombination mit einfachen und flexiblen Taktiken genutzt, wodurch die ukrainische Verteidigung umgangen wird. Dadurch eignet er sich gut für einen Zermürbungskrieg, in dem Kosten, Umfang und Anpassungsgeschwindigkeit nicht weniger wichtig sind als die Leistungsfähigkeit."16:51 Uhr
Bericht: Kiew hielt Kortschakowka mit Instruktoren und Sperrtruppen
Der Nachrichtenagentur TASS wurde aus russischen Sicherheitskreisen mitgeteilt, dass das Kommando der 71. Luftlandebrigade der ukrainischen Streitkräfte im Versuch, die Ortschaft Kortschakowka im Gebiet Sumy zu halten, Instruktoren und Soldaten der Sperrtruppen in Kampfgruppen versetzt habe. Eine Quelle der Agentur berichtete:
"Das Brigadekommando versuchte, die Ortschaft zu halten, indem es Ausbilder und Kriegsverbrecher aus den Sperrtruppen, die in den letzten Tagen von unseren Soldaten vernichtet worden waren, in Kampfgruppen versetzte."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


