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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland hat nun "Schlüssel zum letzten Bollwerk" des Gegners im Donbass

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland hat nun "Schlüssel zum letzten Bollwerk" des Gegners im DonbassQuelle: Sputnik © VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION
  • 4.07.2026 13:05 Uhr

    13:05 Uhr

    Podoljaka: Gegner bestätigt bessere Taktik russischer Stoßtrupps

    Der ukrainisch-russische Militäranalyst Juri Podoljaka sieht Bewegung an mehreren Frontabschnitten. Im Süden beschreibt er heftige Kämpfe bei Orechow, Plawni und im Abschnitt des Truppenverbands Ost, wo durch beiderseitige Vorstöße große Grauzonen entstanden sind. Zugleich hebt er eine veränderte russische Angriffstaktik hervor, wodurch die ukrainischen Drohnen deutlich an Wirkung verloren haben. Selbst Kiew muss die verbesserte Taktik einräumen, erklärt Podoljaka. Auch bei Kupjansk, Bely Kolodes und im Raum Sumy meldet er anhaltende Gefechte und russische Vorstöße.

    Die Analyse gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 12:38 Uhr

    Ukrainische Drohne greift Siedlung im Grenzgebiet Brjansk an: ein Toter und zwei Verletzte

    Der interimistische Gouverneur des russischen Gebiets Brjansk, Jegor Kowaltschuk, wirft den ukrainischen Streitkräften ein "weiteres barbarisches Verbrechen" gegen die Zivilbevölkerung in der Grenzregion vor. Wie der Politiker auf der Plattform MAX mitteilt, habe der Gegner am Samstag die Ortschaft Tschaikowitschi mit einem unbemannten Luftfahrzeug angegriffen. Die Drohne sei in einem Wohnhaus eingeschlagen. Ein Zivilist sei dabei ums Leben gekommen, zwei weitere seien mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

    Kowaltschuk spricht den Angehörigen des Todesopfers sein Beileid aus. Man werde die Familie finanziell unterstützen. Infolge der Drohnenattacke sei ein Wohnhaus völlig zerstört worden. Sieben Einfamilienhäuser und acht Autos seien beschädigt worden, so der Interimsgouverneur.

  • 12:04 Uhr

    Warschau und Kiew versuchen, Zwist um UPA-Ehrung zu entschärfen

    Die Außenminister Polens und der Ukraine haben sich in Warschau um eine Beruhigung im Streit über die schwierige Geschichte ihrer Völker im Zweiten Weltkrieg bemüht. Der polnische Minister Radosław Sikorski und sein Kiewer Gast Andrei Sibiga seien sich einig gewesen, "dass Wahrheit, Respekt und das Gedenken an die Opfer weiterhin zentrale Elemente der bilateralen Beziehungen sind". Das teilte das polnische Außenministerium mit.

    Sibiga schlug nach eigenen Angaben ein Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung vor. Die Maßnahmen beinhalteten demnach Beratungen zwischen den Außenministerien, die Organisation eines Treffens von Historikern sowie die Einbeziehung der "religiösen Anführer beider Nationen".

    Der Streit war Ende Mai aufgeflammt, als der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij einer Armee-Einheit den Beinamen "Helden der UPA" verliehen hatte. Die sogenannte Ukrainische Aufstandsarmee hatte im Zweiten Weltkrieg mit den deutschen Besatzern kollaboriert und in der heutigen Westukraine Zehntausende Polen ermordet.

    In Polen löste die Ehrung der UPA Empörung aus. Der rechtskonservative Präsident Karol Nawrocki entzog Selenskij den höchsten polnischen Orden. Aus Protest gaben zahlreiche ukrainische Regierungsbeamte ebenfalls die ihnen von Polen verliehenen Auszeichnungen zurück.

  • 11:40 Uhr

    Zwölf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Belgorod: Zahlreiche Haushalte ohne Strom

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 62 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe dabei mehrere Raketen und mindestens 20 Geschosse abgefeuert sowie 204 Drohnen eingesetzt, von denen 122 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über viele Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Eine Einwohnerin von Belgorod habe eine Splitterverletzung an einem Auge erlitten. In der Siedlung Bessonowka sei ein Mann verletzt worden, als eine ukrainische Drohne sein Auto attackiert habe. Ein Einwohner der Siedlung Rakitnoje sei bei einer ähnlichen Attacke zu Schaden gekommen. Nahe der Siedlung Potschajewo sei ein Mann verletzt worden, als eine FPV-Drohne ihn angegriffen habe. Ein Einwohner der Siedlung Fischtschewo habe bei der Detonation einer Drohne Verletzungen erlitten. In der Stadt Schebekino seien drei Menschen verletzt worden, als in ihrer Nähe eine FPV-Drohne detoniert sei. In der Siedlung Nowaja Tawolschanka sei ein Einwohner zu Schaden gekommen. In einem Betrieb in der Siedlung Pojana seien zwei Mitarbeiter – eine Frau und ein Mann – verletzt worden. Eine weitere Frau habe in der Siedlung Beljanka Verletzungen erlitten, als in ihrer Nähe eine ukrainische Drohne detoniert sei. Außerdem habe ein Mann eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem er noch am 2. Juli in der Siedlung Neschegol ein Barotrauma des Ohres erlitten habe.

    Der Krisenstab meldet darüber hinaus zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden sieben Mehrfamilienhäuser, 20 Einfamilienhäuser, eine Energieanlage, drei soziale Einrichtungen, zwei Verwaltungsgebäude, zwei Betriebe, sieben Geschäfte, ein Infrastrukturobjekt, ein Lagerhaus, eine Scheune, eine Garage, zwei Stromleitungen, zwei Gasleitungen, ein Traktor, vier Lkw und 57 Autos zerstört oder beschädigt worden.

    Zudem berichtet der Krisenstab über einen massiven Stromausfall in der Stadt Belgorod, nachdem das ukrainische Militär in der Nacht die Gebietshauptstadt mit Raketen beschossen habe. Auch die Wasserversorgung sei gestört worden. Man tue alles Mögliche, um die Folgen der Attacken möglichst schnell zu beheben, heißt es.

  • 11:06 Uhr

    Russlands Generalstab über Konstantinowka: "Schlüssel zum letzten Bollwerk des Kiewer Regimes im Donbass"

    Nach der Einnahme der Stadt Konstantinowka durch die russische Armee hat der Leiter der Operativen Hauptverwaltung des Generalstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation, Generaloberst Sergei Rudskoi, ein Briefing in Moskau abgehalten, bei dem er über Einzelheiten der Operation berichtete. Der ranghohe Militär bezeichnete die Ortschaft, die Russland gestern vollständig unter seine Kontrolle gebracht hatte, als "Schlüssel zum letzten Bolwerk des Kiewer Regimes im Donbass" – und zwar zum Ballungsgebiet Kramatorsk-Slawjansk. Demnach hätten in diesem wichtigen Logistik- und Industrieknotenpunkt Anfang 2022 mehr als 78.000 Menschen gelebt. In Bezug auf ihre Fläche und Einwohnerzahl sei die Stadt das siebtgrößte Verwaltungszentrum im Donbass gewesen. Die ukrainische Führung habe dort seit dem Jahr 2014 und insbesondere nach dem Verlust der Stadt Bachmut ein gut befestigtes Verteidigungssystem eingerichtet, erklärte Rudskoi.

    "Im Großen und Ganzen war Konstantinowka das am besten befestigte und gestaffelte Verteidigungsgebiet der ukrainischen Streitkräfte. Neben Slawjansk, Kramatorsk und Druschkowka war sie eine der vier sogenannten Festungsstädte, welche die wichtigste Verteidigungslinie der ukrainischen Streitkräfte im Donbass bilden."

    Nach Angaben von Rudskoi habe der Gegner während der erbitterten Kämpfe um Konstantinowka rund 13.500 Armeeangehörige verloren. Darüber hinaus habe das russische Militär dort 14 Kampfpanzer, 283 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 1.400 Autos, 200 Geschütze und acht Mehrfachraketenwerfer außer Gefecht gesetzt. Die russischen Truppen seien nun gerade dabei, die Stadt von einzelnen ukrainischen Kämpfern zu säubern. Die russischen Streitkräfte seien weiterhin auf dem Vormarsch auf das Ballungsgebiet Kramatorsk-Slawjansk. Der Truppenverband West sei gerade dabei, die Stadt Krasny Liman einzunehmen.

  • 10:33 Uhr

    Massive Drohnenattacke auf Sankt Petersburg und Gebiet Leningrad: 72 Drohnen abgefangen

    Die Behörden der Stadt Sankt Petersburg und des umliegenden Gebiets Leningrad haben am Morgen eine massive Drohnenattacke aus der Ukraine gemeldet. Sowohl Gouverneur Alexander Beglow als auch Gouverneur Alexander Drosdenko teilten mit, dass über der Region 72 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen worden seien. Beglow erklärte diesbezüglich, dass es der Gegner auf ein Ölterminal im Seehafen der Millionenstadt abgesehen habe. Eine abgeschossene Drohne sei in der Stadt Peterhof herabgestürzt. Der Politiker meldete weder Opfer noch Schäden.

    Drosdenko teilte mit, dass Wrackteile einer abgeschossenen Drohne in der Nähe des Hafens Wyssozk herabgestürzt seien. Auch er meldete weder Opfer noch Schäden.

    Der Flughafen Pulkowo setzte den Betrieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend aus.

  • 10:01 Uhr

    Die Befreiung von Konstantinowka wird sich auf die gesamte Sonderoperation auswirken

    Russlands Truppen schließen die Befreiung einer der größten und strategisch wichtigsten Städte des Donbass – Konstantinowka – ab. Dabei haben sie eine bestimmte Taktik angewandt, um diesen vom Gegner befestigten Abschnitt der Front zu durchbrechen.

    Die Befreiung von Konstantinowka bringt nicht bloß eine Industriestadt mit langjährigen Traditionen zurück. Es überrascht nicht, dass die Operation zur Befreiung der Stadt unter der persönlichen Kontrolle des russischen Oberbefehlshabers Wladimir Putin gestanden hat.

    Mehr dazu in dieser Analyse von Dmitri Gubin und Jewgeni Krutikow auf unserer Website.

  • 09:37 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 35 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 3. Juli 22 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Kachowka — 6,
    • Kostogrysowo — 4,
    • Malyje Kopani — 3,
    • Knjase-Grigorowka — 7,
    • Nowaja Majatschka — 2.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kairy, Kachowka und Gornostajewka seien insgesamt 14 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 09:09 Uhr

    Sechs Verletzte und Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 3. Juli bis 8 Uhr MESZ am 4. Juli 123 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 93-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem zehn Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet sechs Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Bei ihnen handele es sich um Mitarbeiter der Verwaltung des Bezirks Rylsk. Sie seien zu Schaden gekommen, als vor dem Verwaltungsgebäude ein Sprengsatz explodiert sei. In der Stadt Rylsk seien außerdem vier Wohnhäuser, ein Geschäft und zwei Autos beschädigt worden. Schäden seien auch in den Ortschaften Makejewo, Durowo, Alexandrowka, Lgow, Uslanka und Korotschka entstanden. Infolge der Attacken aus der Ukraine seien dort insgesamt drei Einfamilienhäuser, eine Tankstelle, eine Stromleitung und zwei Autos beschädigt worden.

  • 08:35 Uhr

    DVR meldet neun ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden neun Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik neun Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 3. Juli bis 0 Uhr am 4. Juli (Ortszeit) wurden drei Zivilisten verletzt. Durch den Beschuss kamen ein Wohnhaus, drei zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Lkw zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 15 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kam eine zivile Person ums Leben, vier weitere zivile Einwohner erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw und Autos.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.