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Liveticker Ukraine-Krieg – US-Militärdienstleister: Verluste von 70 Prozent für Kiews Armee Routine

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – US-Militärdienstleister: Verluste von 70 Prozent für Kiews Armee RoutineQuelle: Gettyimages.ru © Metin AktaÅ/Anadolu Agency
  • 8.12.2022 09:53 Uhr

    09:53 Uhr

    DVR-Volksmiliz: Zwei ukrainische Drohnen abgeschossen

    In den vergangenen 24 Stunden haben russische Soldaten acht gepanzerte ukrainische Fahrzeuge vernichtet. Außerdem wurden zwei ukrainische Drohnen abgeschossen. Mehr als 30 ukrainische Soldaten wurden dabei getötet, berichten Behörden der Donezker Volksrepublik am Donnerstagmorgen.

  • 09:31 Uhr

    LVR-Volksmiliz: Bis zu 75 ukrainische Soldaten an einem Tag getötet

    Iwan Filiponenko, offizieller Vertreter der Volksrepublik Lugansk (LVR), berichtet über die Entwicklungen an der Frontlinie innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Er schreibt, russische Soldaten hätten drei ukrainische Panzer, fünf gepanzerte Mannschaftstransportwagen, vier Drohnen und 17 Spezialfahrzeuge vernichtet. Dabei seien bis zu 75 ukrainische Soldaten getötet worden. 

  • 09:05 Uhr

    DVR: Zwei tote Zivilisten nach Beschuss durch ukrainische Armee

    In den vergangenen 24 Stunden haben ukrainische Streitkräfte insgesamt 186 Geschosse verschiedener Kaliber auf die Volksrepublik Donezk abgefeuert. Dabei sollen die Artilleristen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und HIMARS eingesetzt haben. Dies teilt die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen am Donnerstagmorgen mit.

    Bei den Angriffen wurden 13 Ortschaften getroffen, sechs Wohnhäuser und sieben Infrastrukturobjekte wurden beschädigt. In der Stadt Gorlowka sind zwei Zivilisten ums Leben gekommen.

  • 08:40 Uhr

    Medienbericht: Biden-Regierung erwägt Lieferung von Kassettenmunition an Ukraine

    Ukrainische Beamte und Abgeordnete haben in den vergangenen Monaten die Biden-Administration und die US-Kongressmitglieder aufgefordert, dem ukrainischen Militär Kassettenmunition zur Verfügung zu stellen, eine Waffe, die in mehr als 100 Ländern verboten ist. Dies berichtet der Nachrichtensender CNN.

    Hochrangige Beamte der Biden-Regierung sollen diese Anfrage seit Monaten abgewogen und nicht sofort abgelehnt haben. Da westliche militärische Arsenale und Vorräte mehr und mehr erschöpft würden, habe Kiew den USA deutlich gemacht, dass man Kassettenmunition verwenden könne. Die Biden-Regierung habe diese Option als letztes Mittel nicht vom Tisch genommen, falls die Vorräte an anderen Waffen gefährlich zur Neige gingen.

  • 08:01 Uhr

    Selenskij über Kämpfe um Artjomowsk: "Eine harte Konfrontation"

    In der Nacht zum Donnerstag hat der Präsident der Ukraine die Lage rund um die derzeit besonders heftig umkämpfte Stadt Artjomowsk kommentiert. Er sagte:

    "Dort gibt es eine sehr harte Konfrontation. Jeder Meter zählt."

    In einer Videoansprache erklärte er, am Abend seien die meisten Stromausfälle in der Stadt Kiew und im Gebiet Kiew, in den Gebieten Lwow, Schitomir, Chmelnizki, Poltawa, Winniza und Sakarpatje zu verzeichnen gewesen.

    Selenskij unterstrich, dass es in den meisten Städten und Gebieten planmäßige Stromabschaltungen gebe. Ihm zufolge sei es derzeit unmöglich, das Energiesystem des Landes vollständig wiederherzustellen.

  • 07:34 Uhr

    Scholz: Wir tun alles, um direkten Krieg zwischen Russland und NATO zu verhindern

    Den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung Ouest-France teilte Bundeskanzler Olaf Scholz mit, dass die Gefahr einer atomaren Eskalation des Ukraine-Krieges nach seiner Ansicht geringer geworden sei. Scholz ist außerdem der Meinung, dass der Krieg in der Ukraine sofort beendet und die russischen Truppen aus der Ukraine abgezogen werden sollten. "Richtig ist, dass es dann um die Frage geht, wie wir Sicherheit für Europa erreichen können", sagte er mit Blick auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu möglichen Sicherheitsgarantien für Russland. Scholz wörtlich:

    "Natürlich sind wir bereit, mit Russland über Rüstungskontrolle in Europa zu sprechen. Das haben wir schon vor dem Krieg angeboten und an dieser Position hat sich nichts geändert."

    Scholz verteidigte einmal mehr den Umfang der deutschen Unterstützung für die Ukraine. Deutschland gehöre nach den USA zu den Ländern, die die Ukraine auch mit Waffen am stärksten unterstützten, so der Kanzler. Für die Rettung der Friedensordnung in Europa nehme Deutschland auch wirtschaftliche Nachteile in Kauf und gebe mehr Geld für seine Verteidigungsfähigkeit aus. Zugleich betonte Scholz:

    "Wir tun alles, um zu verhindern, dass es zu einem direkten Krieg zwischen Russland und der NATO kommt. Ein solcher Konflikt hätte nur Verlierer auf der ganzen Welt."

  • 07:02 Uhr

    US-Militärdienstleister: Verluste von 70 Prozent für ukrainische Armee Routine

    Eine weitere Bestätigung der außerordentlich hohen Verluste der ukrainischen bewaffneten Formierungen kommt von einer unerwarteten Seite. Andrew Milburn, Gründer des in den USA ansässigen privaten Militärdienstleisters Mozart Group, der auf ukrainischer Seite aktiv ist, sprach das Thema in einem Interview mit dem US-Blatt Newsweek an. Die Rede war dabei speziell von den Kämpfen um Artjomowsk im Donezbecken:

    "Sie erleiden extrem hohe Verluste. Die Information, die man in den Medien liest, die 70-prozentigen Verluste seien Routine, ist nicht übertrieben."

    Milburn zufolge hat Kiew Probleme bei der Truppenaufstockung. Häufig werden Rekruten ohne Grundausbildung ohne Umweg an die Front geschickt. Das wisse man nach Milburns Angabe deswegen, weil sein Militärunternehmen nicht nur mit der Evakuierung von Zivilisten von den Frontlinien, sondern auch mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten betraut sei:

    "Typischerweise haben 80 Prozent unserer Neuzugänge, die von der Front kommen, zuvor noch nie in ihrem Leben eine Waffe abgefeuert."

  • 00:22 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 7.12.2022 23:47 Uhr

    23:47 Uhr

    Staatsduma: Washingtons Erklärung über "Genozid" in der Ukraine belanglos – Genozid woanders zu suchen

    Die vom Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des US-Senats jüngst verabschiedete Resolution zur "Anerkennung des russischen Vorgehens in der Ukraine als Völkermord", die zu Tribunalen und weiteren Sanktionen gegen Russland aufruft, hat keinerlei Kraft. Diese Wertung gab der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten der russischen Staatsduma Leonid Slutski:

    "Diese Resolution hat keine Kraft – kann keine Kraft haben. Ihr vergeudet Papier für nichts und wieder nichts."

    Er wies auch darauf hin, dass die gesamte derzeitige Situation um die Ukraine das Ergebnis des dort vom Westen konsequent aufgebauten Anti-Russland-Projekts, wiederholter Provokationen und dem Erschaffen von Bedrohungen gegen die Sicherheit Russlands sei. Völkermord habe man indes ganz woanders zu suchen:

    "Völkermord ist eine Realität, die sich durch das Leben aller Menschen im Donbass zieht: Der Tod in Flammen, als Menschen in Odessa lebendig verbrannt wurden; die Vertreibung all jener, die Russisch sprechen und denken, aus ihrem eigenen Heimatland; die seit 2014 praktisch täglichen Raketenangriffe auf alte Menschen und Kinder."  

  • 23:42 Uhr

    UNO: Knapp acht Millionen ukrainische Flüchtlinge in Europa

    Nach Schätzungen des Hohen Kommissariats der Vereinten Nationen zu Flüchtlingsfragen (UNHCR) sind zwischen dem 24. Februar – dem Beginn der russischen militärischen Sonderoperation in der Ukraine – und dem 6. Dezember 2022 insgesamt 7.832.493 Flüchtlinge aus der Ukraine in anderen Ländern Europas angekommen. Dies berichtete das UNHCR am Mittwoch.

    An dieser Zahl hat Russland den größten Anteil, dort kamen 2.852.395 Flüchtlinge unter. Es folgen Polen mit 1.529.355, Deutschland mit 1.021.667 und die Tschechische Republik mit 467.862 Personen. Deutlich weniger entfiel auf Italien mit 173.231, Spanien mit 156.753, Bulgarien mit 146.659, Großbritannien mit 147.800, Frankreich mit 118.994 und die Slowakei mit 102.873 Flüchtlingen aus der Ukraine. Die übrigen Staaten Europas nahmen von der genannten Gesamtzahl nicht mehr als 100.000 Personen auf.

    In den jeweiligen nationalen Programmen der Gastgeberländer seien 4.805.531 Flüchtlinge für vorübergehenden Schutz und Unterstützung registriert.

    Nach Angaben des UNHCR seien seit dem 24. Februar mit 16.087.565 Personen insgesamt deutlich mehr Menschen aus der Ukraine in Nachbarländern angekommen, in der Zwischenzeit seien jedoch 8.309.718 Personen in die Ukraine zurückgekehrt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.