Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Die Ukraine kann die Front nicht halten

30.01.2026 19:01 Uhr
19:01 Uhr
Trump sieht gute Chancen für Frieden in der Ukraine
US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, er sei zuversichtlich, eine Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine erreichen zu können. Dies sagte er bei der Unterzeichnung von Dekreten im Oval Office:
"Ich glaube, dass wir gute Chancen haben, eine Lösung zu erreichen. Wir sind dem Ergebnis sehr nahe."
18:42 Uhr
Ex-Diplomat sieht NATO-Auflösung als Schlüssel zum Ukraine-Konflikt
Der Zerfall der NATO könne die Hauptursache des Ukraine-Konflikts beseitigen und dessen Beilegung ermöglichen. Dies schreibt der ehemalige britische Diplomat Ian Proud in einem Beitrag für Strategic Culture.
"Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, wonach die USA ihren Fokus auf den Pazifik richten und damit die Grundlagen der NATO so stark schwächen, dass es zu ihrem Zerfall kommt, würde die Hauptursache des Krieges in der Ukraine verschwinden."
Eine Auflösung des Bündnisses würde laut Proud die gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur "radikal verändern" und die Beziehungen des Westens zu Russland verbessern.
Zuvor hatte die Washington Post über die Gefahr berichtet, dass die NATO aufgrund zahlreicher interner Spannungen an Bedeutung verlieren könnte.
18:17 Uhr
Neues Kabinett der Niederlande setzt Militärhilfe für Kiew fort
Das neue Koalitionskabinett der Niederlande will die Ukraine über mehrere Jahre hinweg militärisch und finanziell unterstützen. Zudem spricht sich die Regierung erneut für die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten Kiews aus. Dies geht aus dem am Freitag vorgestellten Koalitionsvertrag hervor.
"Der Konflikt in der Ukraine betrifft die Sicherheit ganz Europas. Deshalb werden wir die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine über mehrere Jahre fortsetzen und uns weiter für die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte einsetzen."
Zugleich wird betont, dass ein möglicher EU- und NATO-Beitritt der Ukraine von der Erfüllung der entsprechenden Kriterien abhängt. Die Niederlande wollten Kiew dabei "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" unterstützen.
17:43 Uhr
Russland: Westen ignoriert ukrainische Angriffe auf Kernkraftwerke
Der Westen ignoriere mehrere Versuche des ukrainischen Militärs, russische Atomkraftwerke anzugreifen, erklärt Russlands Vertreter bei internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow. Im Rahmen einer Sondersitzung des Verwaltungsrats der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) erklärt er:
"Man sollte hervorheben, dass in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 die Streitkräfte der Ukraine zweimal versucht haben, die Leistungsblöcke des AKW Smolensk anzugreifen. Zwei Angriffe wurden gegen das AKW Kursk verübt. In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober und in der Nacht auf den 13. November 2025 griff die ukrainische Seite das AKW Nowoworonesch an. Bezeichnenderweise haben die westlichen Länder diese Tatsachen ignoriert."
17:16 Uhr
FT: Westen weist Selenskijs Aussagen zu verzögerten Raketenlieferungen zurück
Westliche Vertreter haben Aussagen von Wladimir Selenskij über Verzögerungen bei der Lieferung von Patriot-Raketen an die Ukraine als unzutreffend bezeichnet. Dies berichtet die Financial Times.
"Zwei westliche Beamte, die mit den Abläufen der PURL-Initiative vertraut sind, sagten, Selenskijs Vorwurf sei falsch."Selenskij hatte erklärt, die Lieferverzögerungen seien darauf zurückzuführen, dass Europa seinen Finanzierungsbeitrag im Rahmen der Initiative "Prioritized Ukraine Requirements List (PURL)" nicht geleistet habe. Das Programm sieht beschleunigte Waffenlieferungen über Beiträge der NATO-Staaten vor.
17:00 Uhr
NYT: Die Ukraine kann die Front nicht halten

Symbolbild: Ein ukrainischer SoldatFrancisco Richart Barbeira/NurPhoto / Gettyimages.ru Laut der New York Times ist die Ukraine nicht in der Lage, die rund 700 Meilen (ca. 1.127 Kilometer) lange Frontlinie dauerhaft zu sichern. Dafür fehlten Ressourcen und Personal. Zu diesem Schluss kommt die Zeitung nach einer Analyse der Lage rund um Guljaipole.
"Der Fall eines Kommandopostens Ende Dezember verdeutlicht das Kernproblem der ukrainischen Armee nach vier Jahren zermürbenden Krieges. Der Ukraine fehlen die Truppen, um an allen Abschnitten zu kämpfen."
Einwohner bestätigten, dass die ukrainischen Streitkräfte dort kaum präsent sind. Es habe an Technik, Munition und regelmäßiger Rotation gefehlt. Eine Einwohnerin erzählte:
"Es gab eine Artilleriestellung. Alle zwei Tage kam sie, feuerte vielleicht zehn Schüsse ab – das war’s. Dann einmal pro Woche, dann alle zwei Wochen, dann einmal im Monat. Das zeigt: Es sind keine Leute mehr da."
Auch Soldaten sprechen von massivem Personalmangel. Ein Angehöriger der 260. Brigade erklärte, ein Bataillon sollte 500 Mann stark sein. Tatsächlich könne man froh sein, wenn es 100 seien, von denen vielleicht nur 50 wirklich kampffähig sind. Guljaipole ist nur ein Beispiel. Laut der Zeitung bleibt der Personalmangel ein Schlüsselfaktor für die militärischen Niederlagen Kiews.
16:44 Uhr
Rumänien rettet Ukrainer nach Grenzübertritt in den Karpaten
Rumänische Bergretter und Grenzpolizisten haben in den Karpaten zwei ukrainische Staatsbürger gerettet, die beim illegalen Grenzübertritt die Orientierung verloren hatten. Dies teilt der Rettungsdienst Salvamont mit.Der Notruf sei über die Nummer 112 eingegangen. Die beiden unter 30-jährigen Männer gaben an, stark zu frieren, keine Verpflegung zu haben und völlig orientierungslos zu sein. Sie saßen in einem schwer zugänglichen Gebiet mit tiefem Schnee fest. Nach mehreren Stunden erreichten die Retter und die Grenzpolizei die Männer.
"Ihr Zustand ist kritisch: Sie leben, aber ihre Kleidung ist durchnässt und bis zur Hüfte durchgefroren, die Fortbewegung fällt ihnen äußerst schwer."
Vor Ort erhielten sie Erste Hilfe sowie heißen Tee und Energieriegel. Anschließend begann der Abstieg. Die Rettungsaktion dauerte rund drei Stunden. Derzeit befinden sie sich im Krankenhaus. Laut Behördenangaben planen sie keine Rückkehr in die Ukraine und wollen in Rumänien bleiben.16:15 Uhr
TASS: Russische Armee zerstört Zug mit ukrainischen Sperrtrupps
Russische Truppen haben im Gebiet Charkow einen Zug zerstört, der Soldaten einer ukrainischen Sperreinheit transportierte. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine Quelle beim russischen Militär:
"Im Gebiet Charkow haben Russlands Streitkräfte einen Zug zerstört, der das Personal des 17. Sonderzentrums der Hauptverwaltung des militärischen Rechtspflegediensts der Ukraine transportierte."
Die Quelle fügte hinzu, dass es sich um eine Einheit der Militärpolizei handele, die in Lwow basiert. Zuvor war sie an den Frontabschnitt Charkow verlegt worden, um Massendesertion unter den ukrainischen Truppen zu unterbinden.
15:45 Uhr
Russische Armee zerstört MLRS-Raketenwerfer und ukrainische Seedrohne binnen einer Woche
Zwischen dem 24. und 30. Januar haben Russlands Streitkräfte nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums durch Drohnenangriffe insgesamt drei Mehrfachraketenwerfer des ukrainischen Militärs ausgeschaltet. Wie die Behörde weiter anmerkt, wurde unter anderem eine Abschussanlage vom Typ MLRS aus US-amerikanischer Produktion vernichtet.
Zudem meldet die Behörde, dass die russische Luftabwehr entlang der gesamten Frontlinie vier Lenkgleitbomben, 46 HIMARS-Raketen, eine für Angriffe auf Bodenziele umgebaute S-200-Luftabwehrrakete sowie 822 Starrflügler-Drohnen abgeschossen hat. Die Schwarzmeerflotte hat zusätzlich ein ukrainisches unbemanntes Schnellboot zerstört.
15:29 Uhr
Zwei Kilometer der Frontlinie aufgrund von Desertionen in der ukrainischen Armee ungeschützt
Ein Teil eines der mechanisierten Bataillone der 110. Brigade der ukrainischen Streitkräfte desertierte von seinen Stellungen in der Nähe der Ortschaft Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk. Nach Angaben von Igor Komakowski, dem Berater des DVR-Chefs, sei ein zwei Kilometer langer Frontabschnitt ungeschützt geblieben.
"Die 110. Brigade der ukrainischen Streitkräfte setzt fort, Verluste in den Gebieten Saporoschje und Dnjepropetrowsk zu erleiden. Nach letzten Angaben der gegnerischen Seite sind die Soldaten des 3. mechanisierten Bataillons der Brigade einfach von ihren Stellungen bei Pokrowskoje geflohen. Dadurch blieb ein mindestens zwei Kilometer langer Abschnitt der Frontlinie entblößt."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
