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Liveticker Ukraine-Krieg – Berater des DVR-Chefs: Russische Truppen führen schwere Kämpfe um Ugledar

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Berater des DVR-Chefs: Russische Truppen führen schwere Kämpfe um UgledarQuelle: Sputnik © WIKTOR ANTONJUK
  • 28.01.2023 10:38 Uhr

    10:38 Uhr

    The Telegraph: Lieferung von Jagdflugzeugen aus Großbritannien an Ukraine erst nach Russlands Rückzug möglich

    Die Zeitung The Daily Telegraph berichtet unter Berufung auf Quellen in den Luftstreitkräften des Vereinigten Königreichs, dass London momentan keine Lieferungen von Jagdflugzeugen an die Ukraine in Erwägung ziehe. Solche Hilfe sei nach Ansicht des britischen Kommandos "nicht vorrangig". Gleichzeitig schlossen die Quellen des Blattes derartige Lieferungen in Zukunft aber nicht aus. Sie kämen infrage, wenn sich die russischen Truppen aus der Ukraine zurückziehen und wenn in der Ukraine die Notwendigkeit entstehen würde, den Luftraum des Landes zu überwachen, um ihn zu schützen.

    Zuvor hatte der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland und jetzige Vize-Außenminister, Andrei Melnyk, moderne Kampfjets gefordert. Die Verbündeten sollten eine starke Kampfjet-Koalition auf die Beine stellen, mit US-amerikanischen F-16 und F-35, Eurofightern und Tornados, französischen Rafale und schwedischen Gripen-Jets, so der Diplomat.

  • 10:04 Uhr

    Ukrainischer Botschafter in Frankreich rechnet mit 321 zu liefernden westlichen Kampfpanzern

    In einem Interview für den Fernsehsender BFMTV hat der ukrainische Botschafter in Frankreich mitgeteilt, dass der Westen seinem Land insgesamt 321 schwere Panzer versprochen habe. Wadim Omeltschenko betonte, dass die Liefertermine unterschiedlich seien. Es sei aber sehr wichtig, dass die ukrainische Armee diese Kampfpanzer so schnell wie möglich erhalte. Kiew sei sich des Risikos bewusst, dass die Lieferungen mehrere Monate in Anspruch nehmen könnten. Sollten die Panzer erst im August oder September eintreffen, wäre es zu spät.

  • 09:37 Uhr

    UNHCR: Russische Raketenangriffe lösen keine neue Fluchtbewegung aus

    Die jüngsten russischen Raketenangriffe haben nach Angaben der Vereinten Nationen keine neue große Fluchtbewegung aus der Ukraine ausgelöst. Das sagte der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Kiew. Dass derzeit nicht vermehrt Menschen die Ukraine verließen, sei ihm auch in der benachbarten Republik Moldau bei einem Besuch von den Behörden bestätigt worden.

    Wegen des Winters kehrten jedoch weniger Menschen in die Ukraine zurück als noch vor dem Beginn der russischen Raketenangriffe auf das ukrainische Energiesystem im vergangenen Oktober, so Grandi. Der Winter erweise sich durch den Konflikt in einigen Regionen als sehr hart. Das sei für viele Menschen nicht sehr ermutigend. Insgesamt verbrachte der UN-Beamte sechs Tage in der Ukraine und besuchte die Städte Odessa, Nikolajew, Dnepropetrowsk, Saporoschje, Charkow und Poltawa.

    Die UN geben die Zahl der aus der Ukraine geflüchteten Menschen mit knapp 8 Millionen an. Hinzu kommen etwa 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge. Der Bundesregierung zufolge sind bislang über eine Million Menschen aus der Ukraine in Deutschland untergekommen.

  • 09:03 Uhr

    Russlands Vize-Außenminister Syromolotow: USA werben Hacker an und trainieren ukrainische "IT-Armee"

    Der stellvertretende Außenminister Russlands, Oleg Syromolotow, hat in einem Interview für die Agentur TASS den USA vorgeworfen, Cyberoperationen gegen sein Land durchzuführen. Moskau wisse Bescheid, dass Washington Hacker anwerbe und die ukrainische "IT-Armee" ausbilde.

    "Es ist schon bezeichnend, dass die USA ihre aggressiven Grundprinzipien in die Tat umsetzen."

    Der russische Diplomat hob hervor, dass Washington mit seinen Verbündeten im IT-Bereich nach wie vor eine äußerst gefährliche Vorgehensweise an den Tag lege. Er warf den USA vor, den Informationsraum zu militarisieren. Daher gebe es momentan keine Ansätze für eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Moskau und Washington im Bereich Cybersicherheit.

    "Ich betone es noch einmal: Das ist nicht unsere Wahl. Die US-Amerikaner haben alle Brücken abgebrochen."

    Mehr zum ThemaRussland warnt vor Cyberangriffen aus Ukraine: NATO verteilt unkontrolliert über Kiew Cyberwaffen

  • 08:30 Uhr

    LVR-Behörden melden HIMARS-Angriff auf Nowoalexandrowka: Getreidespeicher getroffen

    Die Behörden der Volksrepublik Lugansk haben am Samstagmorgen einen Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Ortschaft Nowoalexandrowka gemeldet. Dabei seien auf die Siedlung drei HIMARS-Geschosse abgefeuert worden, die einen Getreidespeicher und zwei Schuppen eines landwirtschaftlichen Betriebes getroffen hätten. Es gebe Schäden an landwirtschaftlichen Geräten, hieß es. Über Opfer wurde nichts bekannt.

  • 08:01 Uhr

    Israelischer Botschafter in Deutschland: Israel hilft Ukraine "hinter den Kulissen"

    Nach Angaben des israelischen Botschafters in Deutschland, Ron Prosor, unterstütze sein Land die Ukraine mehr als öffentlich bekannt. Israel helfe, "allerdings hinter den Kulissen und deutlich mehr, als bekannt" sei, wird der Diplomat von den Zeitungen der Funke Mediengruppe zitiert. Prosor warb um Verständnis für die israelische Zurückhaltung bei diesem Thema:

    "Wir haben die Russen in Syrien. Wie Sie wissen, unterbindet die israelische Armee regelmäßig Waffenlieferungen aus dem Iran nach Syrien und Libanon. Darunter sind auch iranische Drohnen und Raketen, die Russland in der Ukraine einsetzt."

    Außerdem gebe es eine große jüdische Gemeinde in Russland.

    "Das sind die zwei Hauptgründe, aus denen wir uns bedeckt halten."

    Israel hat Russland zwar mehrfach wegen des Ukraine-Krieges klar verurteilt, bleibt jedoch insgesamt eher zurückhaltend und lehnt bislang Waffenlieferungen an die Ukraine strikt ab.

    Russland bestreitet den Einsatz iranischer Drohnen in der Ukraine. Und auch der Iran weist solche Berichte als "unbegründet" zurück.

  • 07:36 Uhr

    DVR meldet 40 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden 

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 40 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik mindestens 195 Geschosse abgefeuert. Dabei setzte das ukrainische Militär Mehrfachraketenwerfer sowie Geschosse im Kaliber 155 und 152 Millimeter ein. Unter Beschuss gerieten vier Städte und Ortschaften, darunter auch Donezk.

    Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 00:00 Uhr am 27. Januar bis 00:00 Uhr am 28. Januar (Ortszeit) wurden keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Ein Einwohner der Stadt Ugledar sei verletzt worden, hieß es. In Donezk, Gorlowka und Staromichailowka kamen insgesamt 13 Wohnhäuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 48 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden in Donezk zwei Zivilisten verletzt, darunter auch ein zehnjähriges Kind.

  • 07:00 Uhr

    Berater des DVR-Chefs: Russische Truppen führen schwere Kämpfe um Ugledar

    Der Berater des Interimschefs der Volkrepublik Donezk, Jan Gagin, hat gegenüber der Agentur RIA Nowosti schwere Kämpfe um die Stadt Ugledar gemeldet. Ihm zufolge habe die russische Armee inzwischen die östlichen und die südöstlichen Vororte der Stadt eingenommen. Gagin erklärte ferner, dass es in Ugledar ein großes Industriegelände gebe, was die Erstürmung der Stadt erschwere. Die ukrainische Armee verschanze sich dort, wie sie dies zuvor im Steinsalzbergwerk in Soledar und in den unterirdischen Räumen des Hüttenwerks Asow-Stahl in Mariupol getan habe. Die in Ugledar kämpfenden ukrainischen Truppen nannte Gagin einen "Flickenteppich" aus verschiedenen Einheiten, die kaum Koordination miteinander hätten.

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij beschrieb in seiner abendlichen Videoansprache am Freitag die Lage im Donbass ebenfalls als schwierig. Insbesondere bei Bachmut und Ugledar bleibe die Situation äußerst angespannt, sagte er.

  • 27.01.2023 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:48 Uhr

    "Achmat"-Befehlshaber Alaudinow: Die DVR kann in einem oder anderthalb Monaten vollständig befreit sein

    Laut RIA Nowosti könnten die russischen Streitkräfte das Gebiet der Volksrepublik Donezk (DVR) in einem oder anderthalb Monaten befreien, wie der Kommandeur der "Achmat"-Spezialkräfte und stellvertretende Kommandeur des 2. Armeekorps der Lugansker Volksrepublik (LVR), Apty Alaudinow, gegenüber dem Fernsehsender Rossija 1 erklärte:

    "Ich denke, dass wir in den nächsten ein bis maximal eineinhalb Monaten die Befreiung der Volksrepublik Donezk erleben werden."

    Nach Angaben von Alaudinow rücken die russischen Einheiten nun in alle Richtungen vor. Zugleich erleide Kiew schwere Verluste.

    Heute Morgen berichtete Jan Gagin, Berater des amtierenden DVR-Chefs, über die Erfolge der russischen Truppen bei Ugledar. Ihm zufolge sei es ihnen gelungen, sich im Osten und Südosten der Stadt zu verschanzen. Apty Alaudinow erklärte seinerseits, die russische Armee schließe die operative Einkreisung von Artjomowsk ab.

    Ein Berater des amtierenden Chefs der Donezker Volksrepublik, Igor Kimakowski, sagte, Kiew sei nun gezwungen, seine Truppen aus der Nähe von Artjomowsk nach Ugledar zu verlegen, wo russische Truppen eingedrungen seien.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.