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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet erneut erfolgreiche offensive Handlungen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet erneut erfolgreiche offensive HandlungenQuelle: Sputnik © VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION
  • 28.01.2023 15:12 Uhr

    15:12 Uhr

    Ukrainischer Militärausbilder verrät Schwierigkeiten beim Fahren eines Leopard-Panzers

    Die ukrainischen Streitkräfte werden Probleme haben, die neuen Leopard-2-Panzer einzusetzen, wenn sie in der Ukraine eintreffen. Dies berichtet die Zeitung Financial Times.

    Dem Artikel zufolge seien die deutschen Panzer moderner und komplexer als ihre sowjetischen Gegenstücke, an die die Ukrainer gewöhnt sind. Und dies werde den Truppen Schwierigkeiten bereiten. Die Autoren zitierten einen Ausbilder der ukrainischen Streitkräfte mit den Worten:

    "Es ist, als würde man ein Auto aus den 1950er Jahren fahren und dann in einen Porsche einsteigen."

    Nach langen Diskussionen über die Lieferung westlicher Panzer an Kiew hatte sich die Bundesregierung am Mittwoch bereit erklärt, der Ukraine Leopard-2-Kampffahrzeuge zu liefern. Geplant ist die Aufstellung von zwei Panzerbataillonen, wobei Berlin in der ersten Phase eine Kompanie von 14 A6-Kampfpanzern aus Bundeswehrbeständen verlegen wird. Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministers, Boris Pistorius, könnten die Panzer Ende März in der Ukraine eintreffen.

  • 14:44 Uhr

    Medwedew warnt die "verlebte Alte Welt" vor Vergeltung

    Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew kritisiert Versuche des Westens, Waffenlieferungen an Kiew mit der angeblichen Verhinderung eines Weltkrieges zu erklären. Er sagte, dass im Falle eines dritten Weltkrieges Panzer und Kampfjets der Ukraine und der "verlebtenAlten Welt" nicht helfen würden. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Medwedew:

    "Erstens wird die Verteidigung einer Ukraine, die niemand in Europa braucht, die verlebteAlte Welt nicht vor Vergeltungsmaßnahmen bewahren, wenn etwas passiert. Zweitens: Wenn ein dritter Weltkrieg ausbricht, wird er leider nicht mit Panzern oder gar Kampfjets geführt werden. Dann ist sicher, dass alles zu Boden geht."

    Mit diesen Worten kommentierte er insbesondere die Äußerungen des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Dieser hatte zuvor erklärt, dass der Dritte Weltkrieg beginnen würde, wenn russische Panzer in Kiew und "an den Grenzen Europas" auftauchten, und dass die in die Ukraine geschickten Waffen eine Eskalation verhindern sollten.

  • 14:16 Uhr

    Kiew führt nach eigenen Angaben Gespräche über Lieferung von Kampfflugzeugen und Raketen mit größerer Reichweite

    Der Berater des Leiters des ukrainischen Präsidentenbüros, Michail Podoljak, hat in einem Fernsehinterview erklärt, dass die Regierung in Kiew ihren Partnern täglich sagen sollte, wie notwendig Kampfflugzeuge und Raketen mit einer größeren Reichweite für die Ukraine seien, statt sich unzufrieden zu zeigen. Podoljak zufolge seien solche Gespräche bereits im Gange.

    "Erstens laufen die Verhandlungen bereits. Zweitens laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Drittens verstehen unsere Partner all das."

    Der hochrangige Berater brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Kampfmittel der Ukraine in Kürze zur Verfügung stehen werden.

    Nach dem Beschluss mehrerer westlicher Länder, Kiew Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen, hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij am 26. Januar dazu aufgerufen, seinem Land auch Kampfflugzeuge und Raketen mit einer größeren Reichweite zu liefern. Der ukrainische Außenminister, Dmitri Kuleba, gab seinerseits bekannt, dass einige europäische Kollegen bereits an Möglichkeiten arbeiteten, der Ukraine Kampfflugzeuge vom Typ F-16 zu liefern.

  • 13:47 Uhr

    Russland schießt neun ukrainische Drohnen und MiG-29-Kampfflugzeug ab

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat auf seinem Briefing am Samstagnachmittag bekannt gegeben, dass die russischen Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden 86 gegnerische Einheiten und insgesamt 124 Orte mit Personal und Kampfgerät der ukrainischen Streitkräfte getroffen hätten. Die russische Luftwaffe habe nahe der Ortschaft Krasnoarmeisk auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk ein ukrainisches Kampflugzeug vom Typ MiG-29 abgeschossen. Die russische Flugabwehr habe zudem neun ukrainische Drohnen unschädlich gemacht und acht reaktive Geschosse vom Typ HIMARS und Olcha abgefangen.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau habe die Ukraine seit dem Beginn der russischen Sonderoperation 381 Flugzeuge, 204 Hubschrauber, 2.976 Drohnen, 402 Flugabwehrraketenkomplexe, 7.656 Panzerfahrzeuge, 992 Mehrfachraketenwerfer sowie 3.944 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:25 Uhr

    Russland meldet erneut erfolgreiche offensive Handlungen

    Das Verteidigungsministerium in Moskau hat am Samstag erfolgreiche offensive Handlungen der russischen Armee im Rahmen der Sonderoperation in der Ukraine gemeldet. Wie der Behördensprecher, Generalleutnant Igor Konaschenkow, bei seinem täglichen Briefing mitteilte, seien am Frontabschnitt Kupjansk in den letzten 24 Stunden mindestens 25 ukrainische Armeeangehörige getötet worden. Darüber hinaus hätten die ukrainischen Streitkräfte dort einen Panzerwagen, zwei Pick-ups, eine selbstfahrende Haubitze vom Typ Gwosdika und eine US-Haubitze vom Typ M-777 verloren.

    Bei russischen Luft- und Artillerie-Angriffen seien am Frontabschnitt Krasny Liman mehr als 50 ukrainische Kämpfer ums Leben gekommen. Zudem seien dort ein Schützenpanzer, zwei Panzerwagen und eine US-Haubitze vom Typ M-777 außer Gefecht gesetzt worden.

    Am Frontabschnitt Donezk hätten die russischen Truppen erfolgreiche offensive Handlungen durchgeführt und dabei günstigere Positionen bezogen. Dort seien mehr als 30 ukrainische Soldaten getötet worden. Der Gegner habe in den letzten 24 Stunden einen Schützenpanzer, zwei Fahrzeuge, einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad, eine Selbstfahrlafette vom Typ Pion, eine Haubitze vom Typ Hyazinth-B, zwei Haubitzen vom Typ MSTA-B, eine US-Haubitze vom Typ M-777 und ein US-Artillerieaufklärungsradar vom Typ AN/TPQ-37 verloren.

    An den Frontabschnitten südlich von Donezk und in Saporoschje habe die russische Armee ihre erfolgreichen offensiven Handlungen fortgesetzt und dabei zwei ukrainische Lager mit Munition und Kampfgeräten zerstört. An diesen beiden Frontabschnitten wurden in den letzten 24 Stunden insgesamt bis zu 70 ukrainische Kämpfer getötet. Zerstört worden seien zwei ukrainische Schützenpanzer, drei Panzerwagen, zwei Pick-ups, drei Haubitzen vom Typ D-20 und D-30 sowie eine selbstfahrende Haubitze vom Typ Gwosdika.

  • 12:51 Uhr

    Scholz verteidigt Waffenlieferungen an Ukraine: "Russland darf nicht damit durchkommen, Grenzen mit Gewalt zu verschieben"

    Angesichts der Sorgen vieler Bürger, dass Deutschland der Ukraine nun Kampfpanzer zur Verfügung stellt, erklärt Bundeskanzler Olaf Scholz in seinem Videoblog, dass die Regierung die Sicherheit Deutschlands immer im Blick behalte. Der furchtbare, brutale und sinnlose Krieg sei von Russlands Staatschef Wladimir Putin angezettelt worden. Die Verluste seien riesig.

    "All das ereignet sich in einem Land, das nicht weit weg von unserem liegt."

    Scholz ruft seine Mitbürger auf, der Bundesregierung zu vertrauen. Man treffe Entscheidungen, die immer abgewogen und international abgestimmt seien. Berlin unterstütze Kiew humanitär und militärisch, verhindere eine Eskalation zu einem Krieg zwischen Russland und der NATO hin, und unternehme keine Alleingänge.

    "Denn unser Ziel ist klar: Russland darf nicht damit durchkommen, Grenzen mit Gewalt zu verschieben."

  • 12:29 Uhr

    Umfrage in Italien zu Waffenlieferungen an Ukraine: Mehrheit der Italiener dagegen

    Laut einer Euromedia-Umfrage, die die Zeitung La Stampa veröffentlicht hat, sprechen sich mit 52 Prozent die meisten Italiener gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus. 68 Prozent der Befragten sind gegen eine Intervention der NATO im Ukraine-Krieg. Die Gegner von Waffenlieferungen befürchten, dass diese Form der Hilfe zu einer Eskalation des Konflikts und einer direkten Beteiligung der NATO am Kriegsgeschehen führen könnte.

    Nur 33,9 Prozent der Italiener sprechen sich demnach dafür aus, Waffen an Kiew zu liefern. 16,2 Prozent sind für eine Intervention des westlichen Militärbündnisses. Jeder dritte Italiener (32,5 Prozent) glaubt an einen künftigen Waffenstillstand mit Russland, den man der Ukraine aufzwingen wird.

  • 11:44 Uhr

    Macron will trotz Kritik Dialog mit Russland fortsetzen

    Bei einem Empfang im Élysée-Palast zum asiatischen Mond-Neujahr hat der französische Staatschef seine Bereitschaft verteidigt, den Dialog mit Russland aufrechtzuerhalten. Die Gewährleistung der Ordnung in der Welt sei die Pflicht aller Länder. Die Souveränität und die territoriale Integrität sollten von allen geachtet werden. Dies gelte "unabhängig von den Freundschaften und Allianzen".

    "Manche haben mir vorgeworfen, dass ich mit Russland spreche. Ich werde auch weiterhin mit Russland sprechen."

    Zuvor hatte der französische Präsident bei seinem US-Besuch Ende November/Anfang Dezember 2022 in einem Interview für den Fernsehsender TF1 erklärt, dass die künftige Sicherheitsarchitektur in Europa auch Garantien für Russland vorsehen müsse. Der Konflikt in der Ukraine könne nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden, der einzige Ausweg aus der Krise führe über Verhandlungen. Für diese Worte wurde Macron in der Ukraine und in den baltischen EU-Ländern scharf kritisiert.

  • 11:07 Uhr

    Russlands Nationalgarde meldet Zerstörung einer Anlegestelle mit ukrainischen Booten

    Die russische Nationalgarde (Rosgwardija) hat am Samstag auf Telegram bekannt gegeben, in der vergangenen Woche in den Gebieten Cherson und Saporoschje "mehr als 700 taktische Aufgaben" erfüllt zu haben. Unter anderem seien dort vier ukrainische Beobachtungspunkte und ein Anlegeplatz mit Booten zerstört worden. Der Gegner habe vorgehabt, auf das linke Dnjepr-Ufer überzusetzen.

    Außerdem hieß es, dass Einheimische die Sicherheitsbehörde über Verstecke mit Waffen informiert hätten. Aufgrund dessen seien sieben Verstecke mit Maschinengewehren, TNT-Sprengkörpern, Zündern, Granaten und Patronen entdeckt worden.

  • 10:38 Uhr

    The Telegraph: Lieferung von Jagdflugzeugen aus Großbritannien an Ukraine erst nach Russlands Rückzug möglich

    Die Zeitung The Daily Telegraph berichtet unter Berufung auf Quellen in den Luftstreitkräften des Vereinigten Königreichs, dass London momentan keine Lieferungen von Jagdflugzeugen an die Ukraine in Erwägung ziehe. Solche Hilfe sei nach Ansicht des britischen Kommandos "nicht vorrangig". Gleichzeitig schlossen die Quellen des Blattes derartige Lieferungen in Zukunft aber nicht aus. Sie kämen infrage, wenn sich die russischen Truppen aus der Ukraine zurückziehen und wenn in der Ukraine die Notwendigkeit entstehen würde, den Luftraum des Landes zu überwachen, um ihn zu schützen.

    Zuvor hatte der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland und jetzige Vize-Außenminister, Andrei Melnyk, moderne Kampfjets gefordert. Die Verbündeten sollten eine starke Kampfjet-Koalition auf die Beine stellen, mit US-amerikanischen F-16 und F-35, Eurofightern und Tornados, französischen Rafale und schwedischen Gripen-Jets, so der Diplomat.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.