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Liveticker Ukraine-Krieg – Ungarischer Premier: Westen befindet sich im Krieg mit Russland

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Ungarischer Premier: Westen befindet sich im Krieg mit RusslandQuelle: AFP © GABRIEL BOUYS
  • 27.01.2023 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:48 Uhr

    "Achmat"-Befehlshaber Alaudinow: Die DVR kann in einem oder anderthalb Monaten vollständig befreit sein

    Laut RIA Nowosti könnten die russischen Streitkräfte das Gebiet der Volksrepublik Donezk (DVR) in einem oder anderthalb Monaten befreien, wie der Kommandeur der "Achmat"-Spezialkräfte und stellvertretende Kommandeur des 2. Armeekorps der Lugansker Volksrepublik (LVR), Apty Alaudinow, gegenüber dem Fernsehsender Rossija 1 erklärte:

    "Ich denke, dass wir in den nächsten ein bis maximal eineinhalb Monaten die Befreiung der Volksrepublik Donezk erleben werden."

    Nach Angaben von Alaudinow rücken die russischen Einheiten nun in alle Richtungen vor. Zugleich erleide Kiew schwere Verluste.

    Heute Morgen berichtete Jan Gagin, Berater des amtierenden DVR-Chefs, über die Erfolge der russischen Truppen bei Ugledar. Ihm zufolge sei es ihnen gelungen, sich im Osten und Südosten der Stadt zu verschanzen. Apty Alaudinow erklärte seinerseits, die russische Armee schließe die operative Einkreisung von Artjomowsk ab.

    Ein Berater des amtierenden Chefs der Donezker Volksrepublik, Igor Kimakowski, sagte, Kiew sei nun gezwungen, seine Truppen aus der Nähe von Artjomowsk nach Ugledar zu verlegen, wo russische Truppen eingedrungen seien.

  • 22:37 Uhr

    Ukrainische Behörden melden Schäden an Infrastruktur der Stadt Saporoschje

    Der von Kiew ernannte Sekretär des Stadtrates der vorübergehend von der Ukraine kontrollierten Stadt Saporoschje Anatoli Kurtew erklärt, dass mehrere Infrastruktureinrichtungen in der Stadt getroffen worden seien, von denen eine in Flammen stehe.

    Zuvor hatten ukrainische Medien über Explosionen in den Städten Kriwoi Rog und Saporoschje berichtet.

  • 21:56 Uhr

    USA haben vor, auf Jahrestag des Beginns der russischen Spezialoperation in der Ukraine zu reagieren

    Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Karine Jean-Pierre hat bei einem Briefing am Freitag erklärt, dass die Vereinigten Staaten beabsichtigten, auf den bevorstehenden Jahrestag des Beginns der russischen Militäroperation in der Ukraine zu reagieren. Die Sprecherin wörtlich:

    "Die Planung, wie wir auf den Jahrestag reagieren werden, ist in vollem Gange, sowohl hier im Weißen Haus als auch in anderen Behörden. Aber wie üblich werde ich mich nicht in interne Diskussionen vertiefen und keine der Optionen aufzählen, die wir derzeit in Betracht ziehen."

    Allerdings erklärte sie, dass die US-Behörden derzeit keine Absicht hätten, Präsident Joe Biden aus diesem Anlass nach Europa reisen zu lassen.

  • 21:24 Uhr

    Russische Sprache an der Kiewer Mogila-Akademie verboten

    Die Verwaltung der Mogila-Akademie in Kiew hat den Gebrauch der russischen Sprache innerhalb der Mauern der Hochschulbildung-Einrichtung offiziell verboten. Dies berichtete das Mitglied des Aufsichtsrates der Universität Gennadi Subko, der ehemaliger stellvertretender ukrainischer Ministerpräsident ist:

    "Es ist verboten, die russische Sprache innerhalb der Mauern der Nationalen Universität Kiewer Mogila-Akademie zu verwenden. Da an der Universität schon lange kein Russischunterricht mehr stattfindet, betrifft das Verbot nun auch die zwischenmenschliche Kommunikation. Das gilt für alle: Lehrer, Schüler, Verwaltungspersonal."

    Die Kiewer Mogila-Akademie ist eine der ältesten Universitäten der Ukraine. Sie wurde 1615 gegründet und gilt als eine der renommiertesten Universitäten des Landes.

  • 21:02 Uhr

    Polen initiiert Koalition zur Versorgung der Ukraine mit gepanzerten Fahrzeugen

    Der stellvertretende polnische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak hat zur Einrichtung einer Koalition zur Lieferung moderner gepanzerter Fahrzeuge an die Ukraine angeregt. Diesbezüglich schrieb er auf Twitter:

    "Auf meine Initiative erwägen wir in einer Gruppe von Staaten, die Leopard-2A4-Panzer besitzen, gemeinsam eine Koalition von Spendern moderner Panzerwaffen für die Ukraine zu gründen."

  • 20:42 Uhr

    Verteidigungsminister Pistorius hält Lieferung von Kampfjets an die Ukraine für ausgeschlossen

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine eine scharfe Absage erteilt. In einem Interview stellte der Politiker klar:

    "Ich halte das für ausgeschlossen. Kampfflugzeuge sind viel komplexere Systeme als Kampfpanzer und haben eine ganz andere Reichweite und Feuerkraft. Da würden wir uns in Dimensionen vorwagen, vor denen ich aktuell sehr warnen würde."

    Zuvor hatte bereits Bundeskanzler Olaf Scholz eine solche Lieferung abgelehnt.

    Nachdem der Westen grünes Licht gegeben hatte, der Ukraine Panzer zur Verfügung zu stellen, begann Präsident Wladimir Selenskij, auf die angeblich notwendige Übergabe von Langstreckenraketen und Kampfjets zu pochen.

  • 20:14 Uhr

    Medien: Brasilien übergibt Deutschland keine Panzergranaten, damit sie nicht in die Ukraine gelangen

    Die brasilianische Zeitung Folha de S. Paulo berichtet, dass sich der Präsident Luiz Inácio Lula da Silva geweigert habe, die Übergabe von Panzermunition an Deutschland in Erwägung zu ziehen, weil er befürchte, dass diese an die Ukraine geliefert würden.

    Nach Angaben der Zeitung war die Entscheidung am 20. Januar bei einem Treffen eines Vertreter der Arbeiterpartei mit den Armeechefs sowie Verteidigungsminister José Múcio Monteiro getroffen worden, am Vorabend der Entlassung des Leiters der Landstreitkräfte, Júlio Cesar de Arruda. Es soll Arruda gewesen sein, der bei dem Treffen die Lieferung von Panzermunition an Deutschland zur Sprache gebracht hatte.

    Folha de S. Paulo fügt hinzu, dass der brasilianische Staatschef seine Weigerung damit begründet habe, "dass es sich nicht lohnt, die Russen zu provozieren".

  • 19:55 Uhr

    Ukrainisches Kabinett verbietet Beamten Auslandsreisen ohne überzeugende Gründe

    Das ukrainische Kabinett hat einen Beschluss gefasst, wonach Beamte nicht mehr ohne triftigen Grund ins Ausland reisen dürfen. Dies gab der ukrainische Ministerpräsident Denis Schmygal auf Telegram bekannt und präzisierte:

    "Volksvertreter, Beamte, Vertreter lokaler Behörden, Staatsanwälte, Richter und viele andere Beamte können die Staatsgrenze auf der Grundlage einer Geschäftsreise überschreiten."

    Schmygal fügte hinzu, dass Beamte die Ukraine verlassen können, um Verhandlungen zu führen, sich in ärztliche Behandlung zu begeben oder sich um minderjährige Kinder zu kümmern.

  • 19:27 Uhr

    Frankreich behauptet, es befinde sich nicht im Krieg mit Russland

    Nach Ansicht der Sprecherin des französischen Außenministeriums Anne-Claire Legendre ist die Lieferung von Waffen an die Ukraine keine Beteiligung an dem Konflikt. Sie behauptet, dass Frankreich sich nicht im Krieg mit Russland befindet:

    "Wir befinden uns nicht im Krieg mit Russland. Weder wir noch unsere Partner tun es. Die Lieferung von Waffen an die Ukraine zur Selbstverteidigung ist keine Beteiligung an Kampfhandlungen."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.