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Liveticker Ukraine-Krieg – Ungarischer Premier: Westen befindet sich im Krieg mit Russland

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Ungarischer Premier: Westen befindet sich im Krieg mit RusslandQuelle: AFP © GABRIEL BOUYS
  • 27.01.2023 21:24 Uhr

    21:24 Uhr

    Russische Sprache an der Kiew-Mogila-Akademie verboten

    Die Verwaltung der Kiew-Mogila-Akademie in Kiew hat den Gebrauch der russischen Sprache innerhalb der Mauern der Hochschulbildung-Einrichtung offiziell verboten. Dies berichtete das Mitglied des Aufsichtsrates der Universität Gennadi Subko, der ehemaliger stellvertretender ukrainischer Ministerpräsident ist:

    "Es ist verboten, die russische Sprache innerhalb der Mauern der Nationalen Universität Kiew-Mogila-Akademie zu verwenden. Da an der Universität schon lange kein Russischunterricht mehr stattfindet, betrifft das Verbot nun auch die zwischenmenschliche Kommunikation. Das gilt für alle: Lehrer, Schüler, Verwaltungspersonal."

    Die Kiew-Mogila-Akademie ist eine der ältesten Universitäten der Ukraine. Sie wurde 1615 gegründet und gilt als eine der renommiertesten Universitäten des Landes.

  • 21:02 Uhr

    Polen initiiert Koalition zur Versorgung der Ukraine mit gepanzerten Fahrzeugen

    Der stellvertretende polnische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak hat zur Einrichtung einer Koalition zur Lieferung moderner gepanzerter Fahrzeuge an die Ukraine angeregt. Diesbezüglich schrieb er auf Twitter:

    "Auf meine Initiative erwägen wir in einer Gruppe von Staaten, die Leopard-2A4-Panzer besitzen, gemeinsam eine Koalition von Spendern moderner Panzerwaffen für die Ukraine zu gründen."

  • 20:42 Uhr

    Verteidigungsminister Pistorius hält Lieferung von Kampfjets an die Ukraine für ausgeschlossen

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine eine scharfe Absage erteilt. In einem Interview stellte der Politiker klar:

    "Ich halte das für ausgeschlossen. Kampfflugzeuge sind viel komplexere Systeme als Kampfpanzer und haben eine ganz andere Reichweite und Feuerkraft. Da würden wir uns in Dimensionen vorwagen, vor denen ich aktuell sehr warnen würde."

    Zuvor hatte bereits Bundeskanzler Olaf Scholz eine solche Lieferung abgelehnt.

    Nachdem der Westen grünes Licht gegeben hatte, der Ukraine Panzer zur Verfügung zu stellen, begann Präsident Wladimir Selenskij, auf die angeblich notwendige Übergabe von Langstreckenraketen und Kampfjets zu pochen.

  • 20:14 Uhr

    Medien: Brasilien übergibt Deutschland keine Panzergranaten, damit sie nicht in die Ukraine gelangen

    Die brasilianische Zeitung Folha de S. Paulo berichtet, dass sich der Präsident Luiz Inácio Lula da Silva geweigert habe, die Übergabe von Panzermunition an Deutschland in Erwägung zu ziehen, weil er befürchte, dass diese an die Ukraine geliefert würden.

    Nach Angaben der Zeitung war die Entscheidung am 20. Januar bei einem Treffen eines Vertreter der Arbeiterpartei mit den Armeechefs sowie Verteidigungsminister José Múcio Monteiro getroffen worden, am Vorabend der Entlassung des Leiters der Landstreitkräfte, Júlio Cesar de Arruda. Es soll Arruda gewesen sein, der bei dem Treffen die Lieferung von Panzermunition an Deutschland zur Sprache gebracht hatte.

    Folha de S. Paulo fügt hinzu, dass der brasilianische Staatschef seine Weigerung damit begründet habe, "dass es sich nicht lohnt, die Russen zu provozieren".

  • 19:55 Uhr

    Ukrainisches Kabinett verbietet Beamten Auslandsreisen ohne überzeugende Gründe

    Das ukrainische Kabinett hat einen Beschluss gefasst, wonach Beamte nicht mehr ohne triftigen Grund ins Ausland reisen dürfen. Dies gab der ukrainische Ministerpräsident Denis Schmygal auf Telegram bekannt und präzisierte:

    "Volksvertreter, Beamte, Vertreter lokaler Behörden, Staatsanwälte, Richter und viele andere Beamte können die Staatsgrenze auf der Grundlage einer Geschäftsreise überschreiten."

    Schmygal fügte hinzu, dass Beamte die Ukraine verlassen können, um Verhandlungen zu führen, sich in ärztliche Behandlung zu begeben oder sich um minderjährige Kinder zu kümmern.

  • 19:27 Uhr

    Frankreich behauptet, es befinde sich nicht im Krieg mit Russland

    Nach Ansicht der Sprecherin des französischen Außenministeriums Anne-Claire Legendre ist die Lieferung von Waffen an die Ukraine keine Beteiligung an dem Konflikt. Sie behauptet, dass Frankreich sich nicht im Krieg mit Russland befindet:

    "Wir befinden uns nicht im Krieg mit Russland. Weder wir noch unsere Partner tun es. Die Lieferung von Waffen an die Ukraine zur Selbstverteidigung ist keine Beteiligung an Kampfhandlungen."

  • 18:45 Uhr

    Ukrainisches Verteidigungsministerium kündigt Bildung neuer Drohnen-Einheiten an

    Das ukrainische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass es gesonderte Militäreinheiten für den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge in Leben rufe. Auf dem Telegram-Kanal des Ressorts hieß es:

    "Die weltweit ersten Drohnen-Angriffkompanien sind im Entstehen."

    Für die neuen Einheiten sollen Starlink-Satellitenkommunikation, Drohnen und Munition bereitgestellt werden. Es wird berichtet, dass die Entscheidung zur Schaffung dieser neuen Art von Militärformationen vom ukrainischen Oberbefehlshaber Waleri Saluschny getroffen worden sei.

    Weiter heißt es, dass dies eine der Reformen sei, die notwendig seien, um die ukrainischen Truppen mit Drohnen auszustatten und ihre Produktion im Land zu erweitern. Die Anzahl der neuen militärischen Verbände und die genaue Art der ihnen zur Verfügung stehenden Drohnen werden nicht genannt.

  • 18:18 Uhr

    Ungarischer Ministerpräsident: Westen befindet sich im Krieg mit Russland

    Nach Ansicht des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ist die Realität so, dass sich der Westen "im Krieg mit Russland befindet" und jeden Tag weiter vorankommt. Orbán fuhr fort:

    "Der Westen mag denken, dass er sich nicht im Krieg mit Russland befindet, aber indem sie immer mehr Waffen schickt und sich einer tatsächlichen militärischen Intervention nähert, spielen die westlichen Führungen ein äußerst gefährliches Spiel mit sich selbst, mit Russland und mit der westlichen Öffentlichkeit."

    Orbán schloss auch das Szenario eines Atomwaffeneinsatzes nicht aus.

  • 17:57 Uhr

    Spanien will Leopard-Panzer an die Ukraine abgeben

    Die Verteidigungsministerin Spaniens Margarita Robles hat sich verpflichtet, im Frühjahr Kampfpanzer vom Typ Leopard an die Ukraine zu schicken. Vor Journalisten erklärte sie diesbezüglich:

    "Es handelt sich nicht um einzelne Lieferungen jedes Landes, sondern um absolut koordinierte Aktionen, denn kein Land handelt im Alleingang. Auf jeden Fall gehen alle Verbündeten davon aus, dass die Lieferung bis zum Frühjahr stattfinden wird."

    Robles nannte jedoch nicht die genaue Anzahl der Panzer, die nach Kiew verlegt werden sollen.

  • 17:30 Uhr

    Schwester von Kim Jong-un: Nordkorea wird immer im selben Graben mit russischer Armee und russischem Volk sein

    Pjöngjang werde immer an der Seite Moskaus stehen, "im selben Graben" wie die russische Armee und das russische Volk sein, so Kim Yo-jong, die Schwester des nordkoreanischen Staatschefs und stellvertretende Vorsitzende des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Koreas. Die Funktionärin wörtlich:

    "Wir werden immer im selben Graben mit der Armee und dem Volk Russlands sein, das sich erhoben hat, um die Würde und die Ehre des Staates, die Souveränität und die Sicherheit des Landes zu verteidigen."

    Zur Entwicklung des Konflikts in der Ukraine brachte Kim Yo-jong zum Ausdruck, dass die USA "der Hauptschuldige" an der Situation seien und eine Bedrohung für die strategische Sicherheit Russlands darstellten. Sie äußerte zudem die Meinung, dass "die Welt ohne die USA ein hellerer, sicherer und ruhigerer Ort wäre".

    Die Schwester von Kim Jong-un unterstrich, dass die Vereinigten Staaten Instabilität auf der Welt provozierten, indem sie Kiew mit Waffen vollpumpten. Sie wies auch darauf hin, dass die USA einen "Stellvertreterkrieg mit dem Ziel der Zerstörung der Russischen Föderation" führten.

    Überdies wünschte sie Russland, westliche Waffen, die an die Ukraine geliefert werden, "in Schutt und Asche zu legen".

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.