Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Armee nimmt zwei weitere Orte im Gebiet Sumy ein

26.05.2026 19:24 Uhr
19:24 Uhr
Großbritannien verhängt neue Sanktionen gegen Russland
Großbritannien hat neue Sanktionen gegen 18 Privatpersonen und Unternehmen verhängt, die angeblich mit Russland verbunden und zur Umgehung bestehender Strafmaßnahmen genutzt worden sind. Es handelt sich unter anderem um Banken, Finanznetzwerke und Kryptowährungsplattformen. Britischen Unternehmen sei es verboten, Zahlungen für sie abzuwickeln oder Korrespondenzbankbeziehungen zu unterhalten. Vermögenswerte der Betroffenen würden eingefroren, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Außenministeriums in London.
Insbesondere erwähnt das britische Außenministerium das angeblich von der russischen Führung unterstützte A7-Netzwerk. Dieses sei genutzt worden, um Geld zu transferieren, Beschaffungen zu finanzieren und ausländische Bankensysteme zur Umgehung von Beschränkungen auszunutzen.
👾 SANCTIONED: Crypto and illicit finance networks exploited by Russia to circumvent UK sanctions. We are tracking down and shutting off the financial lifelines that sustain Putin’s war machine. pic.twitter.com/mpN815Ab8O
— Foreign, Commonwealth & Development Office (@FCDOGovUK) May 26, 2026Die britische Außenministerin Yvette Cooper wird mit den Worten zitiert:
"Wenn der Kreml glaubt, dass er unsere Sanktionen umgehen kann, indem er sich hinter Kryptowährungsnetzwerken und Schattenfinanzsystemen versteckt, irrt er sich gewaltig."
18:49 Uhr
Russischer Diplomat: Westen vertuscht Kiews Verbrechen
Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums, wirft dem Westen Vertuschung ukrainischer Verbrechen vor. Während seiner Rede beim Internationalen Sicherheitsforum erklärte er:
"Eines der Hauptprobleme, mit dem wir konfrontiert werden, ist die Schuld des Westens. Sie geben der Ukraine nicht nur Geld und Waffen, sondern treiben sie zu Morden und vertuschen ihre Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung."
18:18 Uhr
Auswärtiges Amt wirft Russland Eskalation vor
Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin, Sergei Netschajew, einbestellt. Die deutschen Diplomaten warfen Russland Eskalation und Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen und deutsche Fernsehstudios vor. Außerdem verurteilte die Bundesregierung die Warnung Russlands an Auslandsvertretungen in der Ukraine, dass alle ausländischen Bürger Kiew verlassen sollten.
Der Versuch, die Ukraine und ihre Unterstützer zu spalten, werde keinen Erfolg haben, hieß es in einem entsprechenden Eintrag auf der Plattform X. Das Auswärtige Amt stehe in ständigem Kontakt mit der deutschen Botschaft in Kiew und seinen Partnern. Die Sicherheit der Mitarbeitenden vor Ort habe höchste Priorität.
Wir haben #Russland heute deutlich gemacht: Wir lassen uns durch Drohungen nicht einschüchtern und werden die #Ukraine 🇺🇦 weiter kraftvoll unterstützen. 2/2
— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) May 26, 2026Russland greift nach eigenen Angaben nur militärische Ziele im Nachbarland an. Angriffe auf zivile Objekte weist die Führung in Moskau entschlossen zurück.
17:27 Uhr
Politico: EU-Staaten gegen Ernennung eines Russland-Sondergesandten
Laut einem Bericht der Zeitung Politico sprechen sich mehrere europäische Staaten, die die Ukraine unterstützen, gegen die Ernennung eines Sondergesandten für den Dialog mit Russland aus. Die betreffenden EU-Staaten fürchten demnach, ein solcher Schritt könnte die Bemühungen schwächen, den Druck auf Russland durch Sanktionen aufrechtzuerhalten. Politico zitiert:
"Hochrangige Beamte aus Ländern, die die Ukraine unterstützen, lehnen die Idee eines europäischen Sondergesandten ab und argumentieren, dass eine solche Ernennung die Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Sanktionsdrucks auf Russland untergraben könnte."
In Russland wird hingegen wiederholt betont, dass die gegen das Land verhängten Sanktionen nicht gewirkt hätten und die Wirtschaft wachse.
16:59 Uhr
Abgeordneter: Vorbereitung Odessas auf Rundumverteidigung zeigt Widerspruch zu Kiews Frontdarstellung
Die Vorbereitungen zur Rundumverteidigung von Odessa zeigen laut dem ukrainischen Parlamentsabgeordneten Artjom Dmitruk, dass die ukrainische Führung die Lage an der Front falsch darstellt. Er schrieb auf Telegram:"Wenn Selenskij erneut über 'Stabilisierung der Front', ein angeblich zuverlässiges Luftabwehrsystem und vollständige Kontrolle der Lage spricht, werden bereits rückwärtige Städte auf Rundumverteidigung vorbereitet. Das ist eines der wenigen aussagekräftigen Signale dafür, was tatsächlich passiert."
Nach seiner Einschätzung verschärfe sich die Lage nicht nur an der Front, sondern auch im Hinterland. Zudem wachse der innere Widerstand gegen die Regierung von Präsident Wladimir Selenskij, während die Mobilisierungsreserven sich dem Ende zuneigten.
Zuvor hatten die ukrainischen Streitkräfte mitgeteilt, dass Odessa erneut auf eine Rundumverteidigung vorbereitet werde. Demnach würden unter anderem Panzergräben, Bunker, Stacheldraht, sogenannte "Drachenzähne" sowie weitere Befestigungen errichtet.
16:22 Uhr
Militärexperte: Russische Armee steht 25 Kilometer vor Sumy
Die am heutigen Dienstag vom russischen Verteidigungsministerium bekannt gegebene Einnahme der Orte Sapselje und Rjasnoje im Gebiet Sumy bringt die russische Armee der Stadt Sumy näher, erklärt der Militärexperte Oleg Iwanow. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn dazu:
"Die Front rückt näher an Sumy heran, und von Sapselje bis zur Stadt sind es etwa 25 Kilometer."
Iwanow merkte an, dass die Offensive der russischen Streitkräfte im Gebiet Sumy die Sicherheitszone erweitere. Durch ihren Rückzug von der Grenze weg habe das ukrainische Militär weniger Möglichkeiten, zum Einsatz von Drohnen gegen russische Grenzgebiete.
15:49 Uhr
Wolodin: Verantwortung für Angriff auf Kinder in Starobelsk liegt bei Selenskij

Fotos der getöteten Kinder nach dem ukrainischen Angriff auf Starobelsk am 22. Mai 2026.Jewgeni Bijatow/RIA Nowosti / Sputnik Der Vorsitzende der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, sagte während einer Plenarsitzung, die Verantwortung für den Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk trage der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und sein Umfeld:
"Das ist die Verantwortung Selenskijs und seiner Helfer. Verbrecher sind diejenigen, die Raketen und Drohnen auf Kinder, ältere Menschen und Frauen richten. Die Antwort muss hart sein."
Wolodin bezeichnete den Angriff auf Kinder in Starobelsk als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das nicht verjährt.
"Das Kiewer Verbrechensregime hat Drohnen auf wehrlose Kinder gerichtet. 21 Kinder sind gestorben, die meisten davon waren Mädchen. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das alles kann dazu führen, dass wir Waffen einsetzen, die keine Spuren von irgendjemandem hinterlassen. Aber so weit darf es nicht kommen."
Zudem äußerte er sich kritisch über den US-Unternehmer Elon Musk und dessen Satellitensystem Starlink:
"Elon Musk muss verstehen, dass seine Satelliten zur Tötung von Kindern genutzt werden."
15:15 Uhr
Ex-Berater Kutschmas: Warnung des russischen Außenministeriums vor Angriffen "sehr ernst" nehmen
Der ehemalige Berater des ukrainischen Ex-Präsidenten Leonid Kutschma, Oleg Soskin, hat dazu aufgerufen, die Warnung des russischen Außenministeriums vor weiteren sogenannten Vergeltungsschlägen auf Kiew ernst zu nehmen. In einem YouTube-Interview sagte er:"Bereiten Sie sich vor. Alles läuft nach Plan. Natürlich ist das sehr ernst. Sie warnen alle offen."
Gleichzeitig machte er den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij für die Eskalation verantwortlich und warf ihm vor, Russland durch seine Aussagen und Handlungen systematisch zu provozieren. "Die Kiewer sollten fliehen", so Soskin abschließend.
14:57 Uhr
Peskow: Neonazismus in Kiew ist gefährlich für Europa
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die Erscheinungsformen des Neonazismus in der Ukraine als Gefahr für Europa bezeichnet:"Faktisch findet in der Mitte Europas auf staatlicher Ebene eine offizielle Verherrlichung von Nazi-Verbrechern und deren Helfern statt. Ich weiß nicht, ob das in europäischen Hauptstädten jemandem gefällt, aber uns gefällt das überhaupt nicht."
Seiner Meinung nach zeige das Kiewer Regime damit seine "wahre Natur" und seine "braune Ausrichtung".
"Und das unterstreicht erneut die Berechtigung und Richtigkeit der Entscheidung über den Beginn der militärischen Sonderoperation."
14:40 Uhr
Schoigu: NATO übt Angriffe auf Unionsstaat Russland–Weißrussland
Laut dem Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Sergei Schoigu, trainieren die NATO-Staaten bei laufenden Militärübungen Szenarien für Angriffe auf den Russisch-Weißrussischen Unionsstaat. Dies erklärte Schoigu bei einem Treffen mit dem weißrussischen Sicherheitsratssekretär Alexander Wolfowitsch:
"Im Rahmen zahlreicher Militärübungen – derzeit laufen praktisch sieben gleichzeitig – trainieren die NATO-Streitkräfte Szenarien für Schläge gegen den Unionsstaat."
Die westlichen Staaten würden ihre aggressiven Pläne gegenüber Russland und Weißrussland nicht verbergen, sagte Schoigu weiter. Zudem werde in vielen europäischen Ländern die nationalsozialistische Ideologie wiederbelebt und die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umgeschrieben. Weißrussland bleibe Russlands engster Verbündeter. Die beiden Staaten sind nicht nur durch eine gute Nachbarschaft, sondern auch durch "eine gemeinsame Geschichte sowie kulturelle und geistige Verbundenheit" miteinander verknüpft.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
