Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau bestätigt Einsatz von Oreschnik und Iskander gegen Ziele in Ukraine
24.05.2026 16:42 Uhr
16:42 Uhr
Ex-Rada-Abgeordneter: Angriff auf Moskau von Kiew gemeinsam mit London vorbereitet
Der massive Drohnenangriff auf Moskau am vergangenen Wochenende ist das Werk ukrainischer und westlicher Geheimdienste, insbesondere Großbritanniens. Dies erklärte der Politologe und Abgeordnete der Werchowna Rada der V. bis VII. Legislaturperiode, Spiridon Kilinkarow, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS. Kilinkarow brachte die Drohnenangriffe zudem mit der Lage an der Frontlinie in Verbindung. Der ehemalige Abgeordnete sagte:
"Wessen Werk ist das? Ist es nur das Werk der ukrainischen Geheimdienste? Nein, natürlich nicht. Hinter all dem stehen westliche Geheimdienste, insbesondere die Briten. Ihre Aufgabe ist es natürlich, Russland zu provozieren. Da auf dem Schlachtfeld nichts erreicht wird, bleibt dem ukrainischen Militär nichts anderes übrig, als punktuelle, großangelegte Raketen- und Drohnenangriffe durchzuführen."16:08 Uhr
Oberst: Nachtangriff in Nikolajew traf Sitzung des SBU mit ausländischen Beratern
Wie Oleg Iwannikow, Berater der Russischen Akademie für Raketen- und Artilleriewissenschaften und Oberstleutnant der Reserve, in einem Interview mit der Zeitung Argumenty i Fakty berichtete, führten russische Truppen in der Nacht einen hochpräzisen Angriff auf das Gebäude des Sicherheitsdienstes der Ukraine in Nikolajew durch und töteten dabei wichtige Mitarbeiter des Geheimdienstes sowie ausländische Berater. Nach Angaben des Experten nutzte das russische Kommando präzise Geheimdienstinformationen, um den Schlag genau in dem Moment auszuführen, in dem die Führungskräfte am stärksten konzentriert waren. Iwannikow merkte an:
"Es ist nicht auszuschließen, dass der Angriff während einer geheimen nächtlichen Besprechung von Vertretern der örtlichen SBU-Dienststelle mit ausländischen Beratern und Betreuern aus der Zentrale organisiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt könnten sich bis zu 35 Personen im Gebäude befunden haben, darunter mindestens 5–7 Offiziere, Oberstleutnants oder Oberste."15:33 Uhr
Waggon mit Brennstoff im Gebiet Kursk angegriffen: 76 Menschen müssen evakuiert werden
Das ukrainische Militär hat erneut im Bezirk Lgow des russischen Grenzgebiets Kursk zugeschlagen. Gouverneur Alexander Chinschtein teilt auf der Plattform Telegram mit, dass eine ukrainische Drohne Eisenbahngleise attackiert habe. Dabei habe ein Waggon mit Brennstoff Feuer gefangen. Der Politiker bezeichnet die Attacke als "niederträchtig".
Der Gouverneur meldet weder Todesopfer noch Verletzte. Aus Sicherheitsgründen müssten aber 76 Menschen aus der benachbarten Ortschaft in Sicherheit gebracht werden. Man werde sie zunächst einmal bei ihren Verwandten unterbringen. Bei Bedarf werde die Regierung des Gebiets Kursk ihnen eine Unterkunft zur Verfügung stellen, so Chinschtein.
15:05 Uhr
Wadephul und Merz verurteilen Raketenangriff auf Kiew
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat den russischen Raketenangriff auf die Ukraine verurteilt. Auf der Plattform X schrieb der CDU-Politiker:
"Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation."
Dies bestärke ihn darin, die beim jüngsten NATO-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen. Nur eine starke Ukraine werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken bewegen können.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die russischen Attacken auf die Ukraine scharf. Er bezeichnet die Angriffe und den Einsatz des Oreschnik-Raketensystems in einem Beitrag auf der Plattform X als rücksichtslose Eskalation:
"Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine."
14:38 Uhr
ARD-Studio in Kiew durch Druckwelle beschädigt
Ein russischer Drohnen- und Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew hat auch das ARD-Auslandsstudio getroffen. Das zentral gelegene Studio des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sei bei dem Angriff in der Nacht von Samstag auf Sonntag massiv beschädigt und in Teilen zerstört worden, teilte der WDR am Sonntag in Köln mit. Wahrscheinlich eine Druckwelle habe Fenster bersten, Räume verwüsten und Wände einstürzen lassen. Demnach hätten sich zu dem Zeitpunkt keine Mitarbeiter im Studio befunden.
WDR-Intendantin Katrin Vernau zeigte sich sehr erleichtert, dass keine Mitarbeiter bei diesem Angriff verletzt worden seien. Doch zeige sich erneut, unter welch gefährlichen Bedingungen das Team in Kiew seit Jahren arbeite.
"Ich habe großen Respekt vor dem Mut und der Leistung unseres Teams."
Die russischen Luftangriffe seien seit Jahren Teil der brutalen Lebensrealität in der Ukraine, sagte der Studioleiter in Kiew, Vassili Golod. Vor Ort werde nun die statische Sicherheit des Gebäudes überprüft. Die Produktion und aktuelle Live-Berichterstattung sollten mit mobilen technischen Lösungen und Ausweichmöglichkeiten weiter gewährleistet werden, hieß es.
Die Ukraine hat einen der massivsten russischen Luftangriffe durchlebt. Hunderte Drohnen, Dutzende Raketen, Tote, Verletzte, heftige Zerstörung. Druckwellen haben auch das ARD-Studio Kyjiw erreicht. Unser Team ist zum Glück unverletzt. Die Statik des Gebäudes muss geprüft werden. pic.twitter.com/vpzzj2PnEi
— Vassili Golod (@VassiliGolod) May 24, 202614:09 Uhr
Gouverneur meldet zahlreiche ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 23. Mai bis 8 Uhr MESZ am 24. Mai 85 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 98-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über einen Verletzten. Der 69 Jahre alte Mann sei in der Nähe der Ortschaft Scheptuchowka auf einen Sprengsatz getreten. Im Dorf Ryschewka sei ein Wohnhaus beschädigt worden. Im Dorf Woronok sei das Dach einer Produktionshalle einer Farm zu Schaden gekommen.
13:40 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 23. Mai 19 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse pro Ort listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 4,
- Welikaja Lepeticha — 5,
- Dnjeprjany — 3,
- Kasatschji Lageri — 2,
- Nowaja Kachowka — 2,
- Tawrijsk — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Gornostajewka, Nowaja Majatschka, Staraja Sburjewka und Sagi seien insgesamt 19 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
13:06 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Chmelewka, Rjasnoje, Ulanowo und Wolnaja im Gebiet Sumy sowie Sosnowka und Petropawlowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei habe der Gegner bis zu 175 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 20 Autos, zwei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.
Auch der Truppenverband West habe günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Krasny Liman und Sidorowo in der DVR sowie Balakleja und Monatschinowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien bis zu 180 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe außerdem drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos, drei Geschütze und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, wobei er ukrainische Stellungen nahe den Ortschaften Piskunowka, Nikolajewka, Nowossjolowka, Stenki und Konstantinowka in der DVR getroffen habe. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 90 Kämpfer. Ein Kampfpanzer, ein Schützenpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 18 Autos, vier Geschütze, ein Mehrfachraketenwerfer und ein Artillerieaufklärungsradar seien außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Mitte habe günstigere Stellungen bezogen und dabei ukrainische Stellungen in der Nähe der Ortschaften Schewtschenko, Wassilewka, Sergejewka, Belizkoje, Nowogrischino, Torezkoje, Kutscherow Jar, Dobropolje und Nowofedorowka in der DVR sowie Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner habe mehr als 305 Armeeangehörige verloren. Darüber hinaus seien ein Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Autos, zwei Geschütze und vier Anlagen der elektronischen Kampfführung eliminiert worden.
Der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort und habe zuletzt Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Gawrilowka, Malinowka, Dibrowa, Katerinowka und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk, Nowonikolajewka, Tressjanka, Lesnoje und Ljubizkoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 265 Kämpfer. Ein Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Preobraschenka, Kamyschewacha, Malokaterinowka, Marjewka und Grigorowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Der Gegner habe mehr als 50 Kämpfer verloren. Das russische Militär habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zehn Autos, drei Geschütze und vier Anlagen der elektronischen Kampfführung eliminiert.
Ferner teilt das Ministerium in Moskau mit, dass die russische Schwarzmeer-Flotte im östlichen Teil des Schwarzen Meeres eine ukrainische Seedrohne zerstört habe. In den letzten 24 Stunden habe die russische Luftabwehr sieben Lenkbomben, sechs Vampire-Raketen und 320 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 151.824 Drohnen, 661 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.468 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.725 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.075 Geschütze und Mörser verloren.
12:39 Uhr
Umfrage: Nur wenige Deutsche glauben an Verteidigungsfähigkeit ihres Landes
Laut einer Umfrage haben viele Menschen in Deutschland Zweifel an der Verteidigungsfähigkeit ihres Landes. In einer Befragung des Instituts INSA im Auftrag der Bild am Sonntag schlossen sich lediglich 17 Prozent der Befragten eher oder vollständig der Aussage an, daran zu glauben, dass die Bundeswehr Deutschland im Angriffsfall ausreichend verteidigen könnte. 72 Prozent gingen demnach eher oder gar nicht davon aus.
Die Sorge vor einem möglichen russischen Angriff auf Deutschland ging zugleich zurück: 38 Prozent zeigten sich besorgt, jeder Zweite hingegen nicht. Einer INSA-Umfrage vom September 2025 zufolge hatte sich damals noch eine Mehrheit der Befragten (52 Prozent) über einen Angriff Russlands besorgt gezeigt.
Zwei Drittel der Befragten stimmten der Umfrage zufolge zu, sich Sorgen darüber zu machen, dass Cyberangriffe, Sabotageakte oder gezielte Desinformation das Leben in Deutschland beeinträchtigen könnten. Knapp über ein Fünftel (22 Prozent) zeigte sich über solche möglichen Gefahren dagegen eher nicht oder gar nicht besorgt.
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut INSA nach eigenen Angaben 1.005 Personen im Zeitraum vom 21. bis 22. Mai 2026.
12:10 Uhr
Medwedew fordert noch härtere Angriffe auf Kiew
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und frühere Staatschef, Dmitri Medwedew, hat die massiven nächtlichen Angriffe Russlands gegen Ziele in der Ukraine als Antwort auf ukrainische "Terrorangriffe gegen Kinder" in Russland gerechtfertigt. Damit meinte er offenbar den blutigen Angriff auf die Berufsschule in der LVR-Stadt Starobelsk mit 21 Toten. Dabei bezeichnete Medwedew den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij als "drogensüchtiges Scheusal" und warf der Führung in Kiew vor, den russischen Vergeltungsschlag absichtlich provoziert zu haben. So sei es einfacher, Geld und Waffen zu erbetteln und zu stehlen, schrieb der Politiker auf der Plattform Telegram.
"Sie wollten unbedingt massive Einschläge in Kiewer Einrichtungen verzeichnen"
Zudem spekulierte der Vize-Chef des Sicherheitsrates darüber, dass solche Angriffe aus Russland einen Teil der ukrainischen Wählerschaft um die in Kiew regierenden "Bastarde" konsolidieren könnten. Dies sollte aber kein Grund für Russland sein, auf solche Vergeltungsschläge zu verzichten.
"Man muss zurückschlagen – wie heute eben und noch stärker! Denn Ruinen und graue Asche anstelle der hauptstädtischen Wahrzeichen demoralisieren den Feind nicht weniger als der Verlust der Truppenfahne."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.