Liveticker Ukraine-Krieg – Helsinki: Finnland wusste im Voraus von Kiews Angriff auf St. Petersburg

4.06.2026 10:51 Uhr
10:51 Uhr
Gebiet Kursk: Fast 140 ukrainische Drohnen binnen 24 Stunden abgeschossen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 190 Geschosse auf die Region abgefeuert.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 3. Juni bis 9:00 Uhr am 4. Juni wurden insgesamt 139 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. 18 Mal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldete drei Verletzte.
Zu Schaden kamen mehrere Privathäuser und Fahrzeuge.
10:10 Uhr
Mehrere Opfer bei Drohnenangriff auf einen Zug auf der Krim
Bei einem Drohnenangriff auf einen Vorortzug auf der Krim kam eine Person ums Leben und drei weitere erlitten Verletzungen, wie der Republikchef Sergei Aksjonow auf Telegram mitteilte.
"Infolge des Angriffs einer gegnerischen Drohne auf einen Pendlerzug, der aus Asowskoje nach Kertsch fuhr, kam eine Person ums Leben und drei weitere wurden verletzt. Rettungskräfte sind vor Ort."
09:22 Uhr
Helsinki: Finnland wusste im Voraus von Kiews Drohnenangriff auf St. Petersburg
Finnlands Militär sei bereit gewesen, ukrainische Drohnen, die in Richtung St. Petersburg flogen, abzuschießen, falls sie den finnischen Luftraum verletzt hätten. Dies erklärte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen in einem Interview mit Ilta-Sanomat.
Seinen Angaben zufolge habe das finnische Militär im Voraus von dem bevorstehenden Angriff gewusst.
"Wir gehen nicht im Detail darauf ein, welches Aufklärungssystem und welche anderen Methoden wir zur Lagebeurteilung nutzen, aber wir konnten die Situation vorhersehen und hatten in der Nacht ausreichende Bereitschaft."
Wären die Drohnen auf finnisches Territorium gerichtet gewesen, wären die finnischen Streitkräfte bereit gewesen, sie abzuwehren, so Häkkänen.
"Deshalb wurde der Luft- und Seeverkehr in der Nähe der Regionen Porvoo und Lappeenranta etwas eingeschränkt, und unsere Flotte wurde ausreichend einsatzbereit gehalten."
In der Nacht zum 3. Juni haben die ukrainischen Streitkräfte einen Drohnenangriff in St. Petersburg verübt. Die Luftabwehr hat 59 Drohnen in der Region abgeschossen. Mehrere Gebäude wurden beschädigt. Es gab mehrere Verletzte, aber keine Todesopfer.
08:12 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 270 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Donnerstag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen, dass die russische Luftabwehr insgesamt 272 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen hat.
Die gegnerischen Drohnen wurden zwischen 20:00 Uhr am 3. Juni und 7:00 Uhr am 4. Juni über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rostow, Rjasan, Tambow, der Republik Krim sowie den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres zerstört.
07:38 Uhr
Tote und Verletzte nach Angriff auf Simferopol
Bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt Simferopol kamen drei Menschen ums Leben und sieben weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der Krim, Sergei Aksjonow, auf Telegram mitteilte.
"Bei einem gegnerischen Angriff auf unbewohnte Objekte in Simferopol kamen nach vorläufigen Angaben drei Menschen ums Leben und sieben weitere erlitten Verletzungen."
Die Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz.
3.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Ukraine-Krieg: RT organisiert Videoschalte zwischen gefangenem Kolumbianer und Familie

Die russischen Streitkräfte teilten mit, einen kolumbianischen Staatsbürger gefangen genommen zu haben, der als einziger Überlebender seiner Einheit in russische Gefangenschaft geraten sei. Nach Angaben russischer Behörden stammt ein großer Teil der ausländischen Kämpfer in den ukrainischen Streitkräften aus Kolumbien.
RT organisierte für den Mann eine Videoschalte mit seiner Familie. Es sei der erste Kontakt seit seiner Festnahme gewesen. Russische Behörden weisen zudem darauf hin, dass Söldnertum nach kolumbianischem Recht strafbar ist.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 3. Juni 2026]
Die Reportage gibt es hier auf unserer Website.21:55 Uhr
Rubio: Trump betrachtet Gespräche mit Russland nicht als Zugeständnis
US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, Präsident Donald Trump betrachte den Dialog mit Russland – anders als frühere US-Regierungen – nicht als Zugeständnis Washingtons. Während einer Anhörung im Repräsentantenhaus sagte er:
"Er betrachtet Verhandlungen nicht als Zugeständnis, wie es in der Vergangenheit üblich war. Manchmal führen sie zu Ergebnissen, manchmal zu nichts. Und manchmal erweisen sich solche Kommunikationskanäle in Zeiten potenzieller Konflikte oder Krisen als außerordentlich wertvoll."
Zugleich äußerte sich der Außenminister zu den künftigen Beziehungen zwischen Washington und Moskau. Auf die Frage der Kongressabgeordneten Anna Paulina Luna nach der Bedeutung der Beziehungen zu einer Großmacht wie Russland antwortete Rubio:
"Ich denke, unsere Beziehungen werden freundschaftlicher sein und sich leichter aufrechterhalten lassen, sobald der Krieg in der Ukraine beendet ist."
21:50 Uhr
Rutte: NATO hat fast sechs Milliarden Dollar für US-Waffen an Kiew ausgegeben
Die NATO-Staaten haben nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte bereits fast sechs Milliarden US-Dollar für den Kauf amerikanischer Waffen und Ausrüstung für die Ukraine bereitgestellt.
"Eine Form unserer Unterstützung für die Ukraine ist das PURL-Programm, über das die NATO die Ukraine mit notwendiger amerikanischer Ausrüstung versorgt, die von Verbündeten und Partnern finanziert wird. Verbündete und Partner haben bereits Verpflichtungen in Höhe von fast sechs Milliarden US-Dollar übernommen, und diese Unterstützung wird fortgesetzt."
Rutte war am Mittwoch nach Kiew gereist, um an einer Sitzung des Nordatlantikrats auf Ebene der Ständigen Vertreter sowie an einem Treffen des NATO-Ukraine-Rats teilzunehmen.
21:41 Uhr
Botschafter: Britische Rüstungsunternehmen könnten zu Zielen russischer Gegenmaßnahmen werden
Einrichtungen britischer Unternehmen, die Waffen für die ukrainischen Streitkräfte herstellen, könnten nach den Worten des russischen Botschafters in London, Andrei Kelin, im Bedarfsfall zu Zielen russischer Gegenmaßnahmen werden. Kelin sagte in einem Interview mit Sky News:
"Die Produktion ukrainischer Rüstungsgüter wird in verschiedene Länder verlagert, darunter das Vereinigte Königreich, Dänemark und Kanada. Dadurch werden diese Länder selbst verwundbar. Sollte sich die Situation nicht ändern, werden wir zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Reihe von Gegenmaßnahmen ergreifen müssen. Ich werde nicht sagen, welche das sind, aber wir kennen die Adressen der Unternehmen, die Waffen an die Ukraine liefern. Wir haben sie öffentlich gemacht und sie wären leichte Ziele."
Zugleich betonte der Diplomat, dass Russland und Großbritannien im Ukraine-Konflikt diametral entgegengesetzte Positionen vertreten.
"Das Vereinigte Königreich tut alles, um Russland eine strategische Niederlage zuzufügen. Das wissen wir aufgrund der Waffenlieferungen und finanziellen Unterstützung für die Ukraine. Zudem verhängt London neue Sanktionen und erhöht den Druck. Darüber hinaus untergräbt es die Verhandlungen mit den Amerikanern und Präsident Donald Trump. All das trägt selbstverständlich nicht zur Lösung bei. Das sind nicht einmal unfreundliche Schritte, sondern feindselige Handlungen."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
