Liveticker Ukraine-Krieg – Forbes: Russische Drohne Molnija-2 bereitet Kiew Kopfschmerzen

30.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:56 Uhr
Kallas: Rückkehr zu normalen Beziehungen mit Moskau unmöglich ‒ auch nach Beendigung des Konflikts
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, dass es selbst nach Beendigung des Konflikts in der Ukraine keine Rückkehr zu den gewohnten Beziehungen zwischen der EU und Russland geben könne. Auf einer Pressekonferenz mit den Außenministern der baltischen und nordeuropäischen Staaten sagte sie:
"Lassen Sie mich abschließend sagen: Wir sind uns hier alle einig, dass es keine Rückkehr zu normalen Beziehungen mit Russland geben kann, selbst wenn Moskau diesen Krieg in der Ukraine beendet. Nächsten Monat werden die Außenminister in Zypern die Diskussion über unseren Umgang mit Russland und darüber fortsetzen, wie wir unsere Interessen am besten schützen können."
21:32 Uhr
Ukrainische Drohne trifft Ölraffinerie in Perm – 1.500 Kilometer hinter der Frontlinie

Am Mittwochmorgen wurde eine Ölraffinerie im russischen Perm von einer ukrainischen Drohne getroffen. Die Mitarbeiter wurden evakuiert. Es gab keine Verletzten, wie der Gouverneur des Gebiets Perm mitteilte. In der Region gilt weiterhin Alarmzustand wegen "Drohnengefahr".
Die Anlage ist eine der größten Ölraffinerien Russlands und wird von der "Lukoil-Permnefteorgsintez" betrieben.
Ökologische Folgen sind bereits sichtbar: Einwohner berichten, dass sich der Himmel über Perm verdunkelt hat und schwarzer Regen gefallen ist.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
21:11 Uhr
Russische Delegationsleiterin in Wien: Westen verstärkt die Ursachen der Ukraine-Krise
Die Leiterin der russischen Delegation bei den Abrüstungsverhandlungen in Wien, Julia Schdanowa, erklärte auf der jüngsten Sitzung des OSZE-Forums für Sicherheitskooperation, dass die westlichen Länder, anstatt zur Beseitigung der Ursachen des Ukraine-Konflikts beizutragen, diese verschärfen, indem sie die Militarisierung der umliegenden Gebiete vorantreiben. Sie betonte:
"Jedem unvoreingenommenen Menschen ist bereits klar, dass nicht so sehr die Ukraine, sondern vielmehr ihre westlichen Hintermänner über die Beendigung der Kampfhandlungen entscheiden werden. Wie wir jedoch hier bei der OSZE sehen und hören, entspricht dies nicht den geopolitischen Interessen der meisten europäischen Staaten: Anstatt die Ursachen des Konflikts zu beseitigen, tragen sie zu deren Verschärfung bei, indem sie die Militarisierung der an Russland angrenzenden Gebiete fortsetzen."20:49 Uhr
Vizepremier: "Lage in Tuapse ist schwierig, Schaden muss von Experten bewertet werden"
Der Schaden durch den Brand in der Ölraffinerie in Tuapse und der Zeitrahmen für die Wiederaufnahme des Exports von Erdölprodukten würden von Experten bewertet, teilte der russische Vizepremier Alexander Nowak am Rande des Kaukasischen Investitionsforums mit. Er bezeichnete die Lage rund um die Ölraffinerie, die von ukrainischen Streitkräften angegriffen wurde, als schwierig. Auf die Frage nach der Wiederaufnahme des Ölexports aus Tuapse antwortete Nowak:
"Die Lage dort ist so schwierig, dass nach Abschluss der Löscharbeiten Experten die Situation, den Schaden und die Möglichkeiten für die Wiederherstellung bewerten müssen."20:21 Uhr
Selenskij zum Waffenstillstand: Die Ukraine will keinen "taktischen Trick"

Archivbild: Wladimir SelenskijRIA Nowosti / Sputnik Wladimir Selenskij lehnte den vom russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagenen Waffenstillstand ab, der seiner Meinung nach eine "taktische Täuschung" sein könnte. Dies erklärte er in einem Interview mit der Agentur Bloomberg. Selenskij habe bislang keine Vorschläge aus Washington und Moskau erhalten. Er betonte zudem, dass Kiew einen langfristigen Waffenstillstand wolle, keinen vorübergehenden. Das ukrainische Staatsoberhaupt sagte:
"Sie wollen, dass die Parade für ein paar Stunden ruhig verläuft, und dann die Angriffe wieder aufnehmen. Wir wollen nicht, dass ein Waffenstillstand zu einer taktischen Täuschung seitens der Russischen Föderation wird."
19:47 Uhr
Jekaterinburg: Schüler wegen Verkaufs von Stadtpanoramen an Kiew für einen Angriff festgenommen
In Jekaterinburg wurden mehrere Jugendliche festgenommen, die den ukrainischen Geheimdiensten Panoramaaufnahmen der Stadt übermittelt hatten. Diese Materialien könnten laut einer Quelle bei dem Angriff am 25. April verwendet worden sein.
Den vorliegenden Informationen zufolge dauerten die Vorbereitungen mindestens drei Monate. Zur Datenerhebung wurden Schüler eingesetzt, die auf die Dächer von Hochhäusern kletterten und Ansichten der Stadt aufnahmen. Im Februar und März wurden sie dann beim Eindringen in Objekte entdeckt, schreibt der Telegram-Kanal Mash.
Einige von ihnen wurden von Mitarbeitern der Rosgwardija festgenommen. Auf den Handys wurden Panoramafotos und Videoaufnahmen gefunden, die gegen Bezahlung weitergeleitet worden waren. Es wird behauptet, dass auf der Grundlage des erhaltenen Materials ein Computermodell der Stadt erstellt wurde. Dieses wurde zur Nachbearbeitung der Bilder einer Drohnenkamera verwendet, damit diese sich auch ohne Internetverbindung zum Ziel bewegen konnte.19:15 Uhr
Sacharowa: "Selenskij provoziert einen nuklearen Konflikt"

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij provoziere einen nuklearen Konflikt, indem er die NATO-Mitgliedschaft und Atomwaffen als Sicherheitsgarantie für die Ukraine fordere, behauptet die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. Die Diplomatin warnt in diesem Zusammenhang:
"Dabei riskiert Westeuropa, das erste Opfer eben dieser nuklearen Erpressung zu werden."
Wenn die Europäer Selenskij nicht aufhalten würden, würden sie "die Folgen dieses ganzen Wahnsinns" nicht vermeiden können.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
18:52 Uhr
Politologe: Wegen der russischen Geheimdienste bekommt die Ukraine keine Atomwaffen
Die russischen Geheimdienste beabsichtigen, jeglichen Versuchen der Ukraine, mit Unterstützung europäischer Staaten Atomwaffen zu erwerben, entschlossen entgegenzuwirken. Dies erklärte der Vorsitzende des Kollegiums des Zentrums für Eurasienstudien und -entwicklung, Juri Samonkin, im Gespräch mit dem Portal News.ru. Seiner Einschätzung nach sei Moskau bereit, militärische Gewalt einzusetzen, um eine solche Bedrohung bereits in den frühesten Phasen zu neutralisieren. Der Experte betonte:
"Kurzfristig würde die Errichtung von Nuklearanlagen direkt vor der Nase Russlands einer Niederlage der Ukraine gleichkommen, da diese sofort zerstört würden, egal wo sie sich befinden. Die gesamte ukrainische Infrastruktur steht unter Beobachtung. Unser Geheimdienst arbeitet vorausschauend. Mit diesem Trumpf signalisieren wir der westlichen Gemeinschaft, dass sie die Situation nicht eskalieren lassen soll. Auf jeden Fall wird die Russische Föderation keinerlei terroristische Anschläge oder die Herstellung von Atomwaffen für die ukrainische Armee zulassen."18:27 Uhr
Magyar stimmt dem EU-Beitritt der Ukraine erst nach Klärung der Rechte ungarischer Minderheiten zu
Wie die Agentur Bloomberg unter Berufung auf ihre Quellen berichtet, hat Péter Magyar, Vorsitzender der bei den Wahlen in Ungarn als Sieger hervorgegangenen Tisza-Partei, der EU eine Bedingung gestellt, die erfüllt werden muss, damit Budapest den EU-Beitritt der Ukraine billigt. Den Quellen zufolge wurde diese Frage am Mittwoch bei seinem Treffen mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, in Brüssel erörtert. Dabei, so Bloomberg, wiederholen Magyars Bedingungen im Wesentlichen die Liste von elf Forderungen, die der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán im Jahr 2024 an Kiew gestellt hatte. Eine der wichtigsten ist dabei die Regelung der Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Bloomberg schreibt:
"Madyar möchte, dass der nationalen Minderheit seines Landes in der Ukraine zusätzliche Rechte gewährt werden, bevor er den offiziellen Verhandlungen Kiews über den Beitritt zur Europäischen Union zustimmt."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


