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Liveticker Ukraine-Krieg: Großer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Großer Angriff auf Kiew mit Raketen und DrohnenQuelle: AP © Efrem Lukatsky
  • 24.05.2026 09:31 Uhr

    09:31 Uhr

    Zwei Tage Trauer um 21 Tote nach Angriff auf Berufsschule in Starobelsk

    Das Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), Leonid Passetschnik, hat nach dem blutigen ukrainischen Angriff auf die Berufsschule in der Stadt Starobelsk zwei Tage Trauer angeordnet. Wie der Politiker auf der Plattform MAX schrieb, werde die Trauer am 24. und 25. Mai gelten. Den Angriff auf das Lehrgebäude und das Wohnheim der Bildungseinrichtung bezeichnete Passetschnik als "zynisch" und "barbarisch".

    Am späten Samstagabend hatte das russische Katastrophenschutzministerium die Bergungsarbeiten am Ort des Geschehens für abgeschlossen erklärt. Nachdem alle Leichen aus den Trümmern geborgen worden waren, stieg die Gesamtzahl der Toten auf 21. Die Zahl der Verletzten erreichte 42.

    Das Wohnheim und das Lehrgebäude waren in der Nacht zum Freitag getroffen worden, als sich dort mehr als 80 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aufgehalten hatten. Russland sprach von einem gezielten Angriff auf eine zivile Einrichtung. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Angriff als "Manifestation des Neonazismus" und kündigte eine Reaktion an. Der ukrainische Generalstab warf Moskau dagegen Desinformation vor und behauptete, in der Stadt habe eine auf Drohnenangriffe spezialisierte russische Militäreinheit operiert. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff scharf.

  • 09:03 Uhr

    DVR meldet acht ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben binnen der vergangenen 24 Stunden acht Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik zehn Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 23. Mai bis 0 Uhr am 24. Mai (Ortszeit) wurde ein Zivilist verletzt. Durch den Beschuss kamen zwei Wohnhäuser, ein ziviles Infrastrukturobjekt, ein Lkw und mehrere Autos zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk sieben Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Acht Zivilisten, darunter ein Kind, erlitten Verletzungen. Außerdem wurden zwölf Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Autos beschädigt.

  • 08:36 Uhr

    Ukrainische Drohnen setzen Infrastrukturobjekt im Gebiet Wladimir in Brand

    In der Nacht zum Sonntag haben die ukrainischen Streitkräfte unter anderem das russische Gebiet Wladimir nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau mit Drohnen angegriffen. Gouverneur Alexander Awdejew meldete auf der Plattform MAX einen Brand infolge des Angriffs. Ohne Einzelheiten mitzuteilen, schrieb der Politiker, dass ein Infrastrukturobjekt im Bezirk Kameschkowo getroffen worden sei. Die Flammen hätten eine Fläche von 800 Quadratmetern erfasst. Awdejew meldete weder Todesopfer noch Verletzte.

  • 08:00 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 33 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr am Samstag bis 6 Uhr am Sonntag (MESZ) 33 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Kaluga, Kursk, Orjol, Rjasan, Smolensk und Twer sowie über dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar und der Teilrepublik Krim zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 07:21 Uhr

    Großer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen

    In der Nacht und am frühen Sonntagmorgen ist es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu mehreren Explosionen gekommen. Die örtlichen Behörden meldeten einen massiven Angriff aus Russland. Demnach setzte das russische Militär Drohnen und ballistische Raketen ein. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien ebenfalls von Explosionsgeräuschen. Das gesamte Ausmaß des Angriffs auf Kiew und dessen Folgen waren zunächst nicht absehbar. In sozialen Medien tauchten Videos auf, die den Einsatz einer modernen russischen Rakete des Typs Oreschnik zeigen sollen.

    Bereits am Samstagabend hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gewarnt, es sei mit einem Oreschnik-Angriff zu rechnen. Auch Kiew sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Ob Russland bei dem nächtlichen Angriff auf Kiew tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete einsetzte, blieb zunächst unklar. Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.

    Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens ein Todesopfer und etwa 20 Verletzte. Dem Politiker zufolge seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben.

    Auch andere Landesteile der Ukraine wurden angegriffen. Im Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, zudem seien Militärflugzeuge aufgestiegen.

  • 23.05.2026 21:00 Uhr

    21:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 20:57 Uhr

    Bericht: Antirussischer Kurs führt EU unvermeidlich in Wirtschaftskrise

    Das Bestreben der EU-Spitzenpolitiker, an ihrem antirussischen Kurs festzuhalten, führt Europa in eine unvermeidliche Wirtschaftskrise, warnt Michele Blanco, Kolumnist des italienischen Portals L'Antidiplomatico. Aufgrund der sinnlosen antirussischen Haltung der europäischen Bürokraten sind die EU-Länder gezwungen, russische Energieträger zu einem um ein Vielfaches höheren Preis zu kaufen. Blanco erinnerte daran, dass Italien seine Militärausgaben wegen der angeblichen russischen Bedrohung weiter erhöht, während die Gasrechnungen exponentiell steigen, elf Millionen Bürger des Landes von Armut bedroht sind und junge Menschen auf der Suche nach Arbeit ins Ausland fliehen. Der Kolumnist stellt die Frage:

    "An diesem Punkt müssen wir uns fragen: Haben wir diese sogenannte 'herrschende Klasse' verdient?"

  • 20:32 Uhr

    Sacharowa: Tokio verbietet Berichterstattung über ukrainische Angriffe auf Starobelsk

    Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber Journalisten erklärte, hat Tokio japanischen Journalisten untersagt, über die Situation im Zusammenhang mit dem ukrainischen Angriff auf die Hochschule in Starobelsk zu berichten. Sacharowa erklärte insbesondere:

    "Wir haben Informationen erhalten, dass Tokio, genauer gesagt die zuständige Behörde, japanischen Korrespondenten, die in Russland akkreditiert sind, buchstäblich verboten hat, in irgendeiner Weise über die Lage rund um Starobelsk zu berichten. Da hat man es also, ihre sogenannte Demokratie, ihre Meinungsfreiheit."

  • 20:04 Uhr

    "Nein, wir schämen uns nicht" – UN-Sitzung zum ukrainischen Angriff auf Berufsschule

    Nach dem ukrainischen Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk (LVR) hat Russland eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats einberufen. Russlands ständiger UN-Botschafter Wassili Nebensja bezeichnete die Stellungnahmen der Teilnehmer aus der Europäischen Union als beschämend und sprach von einer Verhöhnung der Opfer.

    Unterdessen bot Russland in Moskau akkreditierten Auslandskorrespondenten einen Besuch am Ort der Tragödie an. BBC lehnte das Angebot ab, während CNN erklärte, derzeit im Urlaub zu sein.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website

  • 19:37 Uhr

    Überlebende in Starobelsk: "Die Drohnen haben gezielt und vielfach zugeschlagen"

    Die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation, Jana Lantratowa, die sich am Ort des Anschlags in Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik aufhält, berichtet nach Gesprächen mit Studenten, die den Angriff ukrainischer Drohnen überlebt haben, dass die Drohnen nach deren Angaben gezielt auf das Studentenwohnheim abgefeuert worden seien. In ihren sozialen Netzwerken schrieb Lantratowa:

    "Der Feind greift gezielt die Wehrlosesten an – die Zivilbevölkerung. Die überlebenden Studenten berichten, dass die Drohnen lange über ihnen kreisten und gezielt in das Wohnheim einschlugen! Und es waren nicht nur ein oder zwei Treffer, sondern sehr viele."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.