Liveticker Ukraine-Krieg: Pentagon gibt Hilfsgelder für Kiew frei

30.04.2026 11:04 Uhr
11:04 Uhr
Ukraine bittet USA um Details des russischen Vorschlags für Waffenruhe
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat nach eigenen Angaben sein Team damit beauftragt, sich bei der US-Regierung nach Details des russischen Vorschlags für eine kurzfristige Waffenruhe zum 9. Mai zu erkundigen. Auf der Plattform X schreibt der Politiker:
"Die Ukraine strebt Frieden an und leistet die notwendige diplomatische Arbeit, um ein echtes Ende dieses Krieges zu erreichen."
Die Regierung in Kiew werde klären, worum es konkret gehe: um einige Stunden Sicherheit für die Parade in Moskau oder um etwas mehr, so Selenskij. Die Vorschläge der Ukraine sind ein langfristiger Waffenstillstand, eine zuverlässige Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden.
"Die Ukraine ist bereit, in jedem würdevollen und effektiven Format darauf hinzuarbeiten."
Am Mittwochabend hatten Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-Amtskollege Donald Trump miteinander telefoniert. Das 90-minütige Gespräch fand auf Initiative der russischen Seite statt. Dabei ging es auch um eine Waffenruhe zum Tag des Sieges am 9. Mai. Die Präsidenten erörterten zudem die Lage im Iran-Krieg.
10:37 Uhr
Ein Toter bei andauernden ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 29. April bis 8 Uhr MESZ am 30. April 55 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 64-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem neun Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet ein Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Nähe der Siedlung Bobrowo sei ein Einwohner ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann habe in der Siedlung Pestschanoje Verletzungen erlitten. Dem Gouverneur zufolge gibt es auch Schäden. In der Siedlung Morkuschino ist die Fassade eines Wohnhauses beschädigt worden. In der Stadt Lgow sei das Dach eines leer stehenden Lokschuppens zu Schaden gekommen.
10:03 Uhr
Putin lobt Mut von Kämpfern aus Tschetschenien: Mehr als 70.000 Mann nehmen an Sonderoperation teil
Bei einer Beratung mit Russlands Präsident Wladimir Putin hat das Oberhaupt der Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, über den Beitrag seiner Region zur militärischen Sonderoperation in der Ukraine berichtet. Kadyrow hob hervor, dass Tschetschenien an den Kampfhandlungen aktiv beteiligt sei. Insgesamt habe man mehr als 70.000 Kämpfer ausgebildet und an die Kontaktlinie abkommandiert. Mehr als 12.000 Kämpfer seien inzwischen mit Staatsorden ausgezeichnet worden.
Darüber hinaus erwähnte Kadyrow das humanitäre Engagement der Republik. Die nach seinem Vater benannte Achmat-chadschi-Kadyrow-Stiftung habe seit dem Beginn der Sonderoperation Ende Februar 2022 insgesamt 2.830 Militärfahrzeuge und andere Kriegsgeräte gespendet. Außerdem seien für die Bevölkerung der Gebiete Cherson und Saporoschje sowie der Volksrepubliken Donezk und Lugansk fast 30.000 Tonnen humanitäre Hilfe geschickt worden.
Putin lobte den Mut der tschetschenischen Kämpfer, darunter der mehr als 20.000 Freiwilligen. Sie kämpften sowohl für Russland als auch für Tschetschenien, sagte der Staatschef.
09:35 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 60 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 29. April 40 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki – zehn,
- Knjase-Grigorowka – sieben,
- Gornostajewka – fünf,
- Golaja Pristan – fünf,
- Welikaja Lepeticha – acht,
- Nowaja Kachowka – fünf.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Donnerstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Lepeticha, Nowaja Kachowka, Aljoschki, Kachowka und Dnjeprjany seien insgesamt 25 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:01 Uhr
DVR meldet elf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden elf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik elf Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 29. April bis 0 Uhr am 30. April (Ortszeit) wurde eine zivile Person verletzt. Durch den Beschuss kamen 21 Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte und vier Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk sieben Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kam eine zivile Person ums Leben. Vier weitere Einwohner erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden ein Wohnhaus, zwei zivile Infrastrukturobjekte, ein Kommunalfahrzeug und ein Auto.
08:34 Uhr
Pentagon gibt Ukraine-Hilfsgelder frei
Das Pentagon hat nach Angaben von US-Kriegsminister Pete Hegseth die Auszahlung von Hilfsgeldern für die Ukraine in Höhe von 400 Millionen US-Dollar freigegeben. Nachdem sich die Freigabe zuvor über Monate verzögert hatte, sagte Pentagon-Haushaltschef Jay Hurst den Abgeordneten, die Mittel könnten nun ausgegeben werden. Wann die Hilfe tatsächlich in der Ukraine ankomme, hänge jedoch davon ab, "was sie mit dem Geld kaufen". Man werde den Empfehlungen des Kommandeurs des Europäischen Kommandos der Vereinigten Staaten (USEUCOM) folgen, um die Mittel bestmöglich einzusetzen, sagte Hurst weiter.
Nur einen Tag zuvor hatte der republikanische Senator Mitch McConnell das US-Kriegsministerium in einem Gastbeitrag in der Washington Post dafür kritisiert, die Mittel zurückzuhalten. Der Politiker bemängelte dabei:
"Die Ukraine-Hilfen, die wir vor Monaten beschlossen haben, verstauben jetzt im Pentagon."
08:02 Uhr
Nächtliche ukrainische Drohnenattacke auf Gebiet Wolgograd: Haus beschädigt, Bewohner verletzt
In der vergangenen Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte unter anderem das südrussische Gebiet Wolgograd mit unbemannten Luftfahrzeugen attackiert. Wie die örtliche Regierung auf der Plattform Telegram mitteilt, habe der gegnerische Drohnenangriff zivilen Infrastrukturobjekten in zwei Bezirken gegolten. Im Bezirk Alexejewskaja sei ein Einfamilienhaus beschädigt worden. Ein Bewohner habe eine Splitterverletzung erlitten und sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Weitere Einzelheiten werden bislang nicht mitgeteilt. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine anderen Opfer und Schäden.
07:30 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 189 ukrainische Drohnen

ArchivbildALEXANDER POLEGENKO / TASS Das russische Verteidigungsministerium meldet am Donnerstagmorgen weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die Luftabwehr in der vergangenen Nacht 189 gegnerische Drohnen abgeschossen. Sie seien über den Gebieten Astrachan, Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Tula und Uljanowsk abgefangen worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
29.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:57 Uhr
Saporoschje: Eine Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff
Die ukrainischen Streitkräfte haben mithilfe einer Drohne einen Angriff auf das Dorf Wasiljewka in der Region Saporoschje durchgeführt. Wie die Pressestelle des regionalen Gesundheitsministeriums mitteilte, wurde bei dem Angriff eine Anwohnerin verletzt. In der Mitteilung der Behörde heißt es:
"Eine Person wurde in Wasiljewka bei einem Drohnenangriff verwundet. Die Anwohnerin wurde direkt im Hof ihres Hauses verletzt."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
