Liveticker Ukraine-Krieg: Washington lässt Selenskijs Bitte um mehr Luftabwehrmittel unbeantwortet

28.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Ungarn schließt Waffenlieferungen an Kiew weiterhin aus
Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar erklärt, dass Budapest weiterhin kein Kriegsgerät an die Ukraine liefern werde. In einem Beitrag auf X anlässlich seines Treffens mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte er unter anderem:
"Ich habe den Generalsekretär informiert, dass Ungarn keine Waffen oder militärische Ausrüstung an die Ukraine liefern wird."
I held important talks with Mark Rutte in Brussels.
— Magyar Péter (Ne féljetek) (@magyarpeterMP) May 28, 2026
Hungary will once again be a reliable partner in the world’s strongest military alliance.@SecGenNATO and I agreed that Hungarian soldiers are doing excellent work as part of NATO’s peacekeeping mission in Kosovo.
I informed… pic.twitter.com/pVaBWkdY4H21:47 Uhr
DVR: Drei Tote und fünf Verwundete nach ukrainischen Drohnenangriffen
In der Donezker Volksrepublik sind am heutigen Donnerstag drei Zivilisten durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verwundet.
Nach Angaben von Republikchef Denis Puschilin wurden drei Arbeiter der regionalen Wasserwerke in der Stadt Uglegorsk bei einem Angriff auf ihr Fahrzeug getötet. Der vierte Arbeiter, ein 44-jähriger Mann, wurde schwer verletzt. Er befindet sich in medizinischer Behandlung.
Ein weiterer Zivilist wurde auf der Straße zwischen Charzyssk und Ilowaisk verwundet. Außerdem erlitten ein Einwohner von Gorlowka und zwei Einwohner von Amwrossijewka Verletzungen.
21:33 Uhr
Russland erlaubt Privatunternehmen Anschaffung von Luftabwehrmitteln
In Russland ist ein rechtlicher Rahmen entwickelt worden, der privaten Unternehmen die Anschaffung von Luftabwehrmitteln größeren Kalibers ermöglicht, darunter Drehtürme, Flak-Komplexe sowie Radar- und EloKa-Anlagen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RBC unter Berufung auf eine Quelle im russischen Verteidigungsministerium.
Die Quelle erklärte, dass die Organisation des Luftschutzes ziviler Infrastruktur im Rahmen des allgemeinen Luftabwehrsystems nach wie vor dem Verteidigungsministerium unterstehe. Die zunehmenden Drohnenangriffe erforderten jedoch die Aufstellung zusätzlicher mobiler Luftabwehreinheiten. Um deren Ausrüstung zu beschleunigen, würden die von Privatunternehmen finanzierten Luftabwehrmittel unmittelbar an die Luftabwehreinheiten der jeweiligen Region weitergeleitet.
Die Quelle fügte hinzu, dass die rechtlichen Mechanismen für die Anschaffung passiver Schutzmittel wie EloKa-Anlagen und Kleinwaffen durch private Unternehmen bereits existierten. Inzwischen sei auch ein Mechanismus für den Erwerb von Großkaliberwaffen geschaffen worden.
21:11 Uhr
Medien: Washington lässt Selenskijs Bitte um mehr Luftabwehrmittel unbeantwortet
Der Brief des ukrainischen Staatschefs Selenskij an US-Präsident Donald Trump, in dem er nach weiteren Lieferungen von Luftabwehrkomplexen und Raketen fragt, ist ohne Antwort geblieben. Wie die ukrainische Zeitung Kyiv Independent zuvor berichtete, hatte Selenskij den entsprechenden Brief vor dem Hintergrund eines zunehmenden Munitionsmangels verfasst.
Das Weiße Haus und die Republikanische Partei zeigten bisher keine Reaktion auf Selenskijs Anfrage. Unter anderem berichtete der Fernsehkanal NBC News:
"Die USA haben den Brief nicht kommentiert."
Auch in sozialen Netzwerken des Sprechers des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sowie der Mitglieder beider Ausschüsse für auswärtige Angelegenheiten finden sich keine Erwähnungen des Briefs, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Indessen warf Floridas Vertreterin im Repräsentantenhaus, Anna Paulina Luna, in einem Tweet am 28. Mai Kiew vor, eine diplomatische Lösung des Konflikts zu verhindern.
Mehr zum Thema – US-Kongressabgeordnete Luna zu Selenskij: "Wir sind nicht euer Sparschwein"
20:55 Uhr
Lawrow zu EU-Forderungen: "Ich kommentiere keine idiotischen Erklärungen"

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am 28. Mai 2026 erklärt, dass man Russland im Falle von Verhandlungen Gegenbedingungen für ein Friedensabkommen stellen werde. Ziel sei es, von Russland die gleichen Zugeständnisse zu fordern, die Moskau von Kiew fordere.
Das gesamte Video finden Sie hier auf unserer Webseite.
20:27 Uhr
Russlands OSZE-Botschafter: Europa bewegt sich zum Krieg gegen Russland
Europa bewege sich "mit Siebenmeilenschritten" auf einen Krieg gegen Russland zu, erklärt Russlands Botschafter bei der OSZE, Dmitri Poljanski. Während einer Sitzung des OSZE-Rats erklärte er:
"Durch das Liebäugeln mit den ukrainischen Nazis säen Sie die Samen eines Konflikts in Europa, und wenn sie tatsächlich Wurzel schlagen, werden diese Widersprüche nicht mehr durch Diplomatie zu lösen sein. Besteht Ihre wirkliche Aufgabe darin, den Konflikt mit Russland unvermeidbar zu machen?"
Poljanski verwies auf europäische Waffenlieferungen an Kiew, zunehmende Truppenkonzentration an russischen Grenzen und Manipulationen der öffentlichen Meinung in Europa in Bezug auf eine angebliche Unvermeidbarkeit eines Kriegs gegen Russland. Der Diplomat betonte:
"Wir bewegen uns tatsächlich mit Siebenmeilenschritten auf einen Krieg zu. Europa stellt sein Territorium an Selenskij für Angriffe gegen Objekte in Russland bereit. Viele europäische Staaten wurden zu einem Hinterland für das ukrainische Militär, zu einem Ausbildungsplatz für Kämpfer, zu einem logistischen Hub für Waffenlieferungen und zu einem Startplatz für Drohnen."
20:01 Uhr
Ukraine erwartet in zehn Monaten Gripen-Kampfjets
Die Ukraine rechnet mit der Lieferung schwedischer Gripen-Kampfjets innerhalb der nächsten zehn Monate, verkündet Präsident Wladimir Selenskij auf einer Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson.
Zukünftig beabsichtigte Kiew, bis zu 150 Militärflugzeuge zu kaufen. Laut ukrainischen Medien würden die Kampfjets vollständig ausgerüstet geliefert, einschließlich der Raketen mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern.
Ukrainische Piloten fingen bereits mit der Ausbildung an den Gripen an, führt Selenskij aus. Eines der Hauptziele sei es, die Zahl der Piloten zu erhöhen, die für die Ausbildung bereit wären.
19:34 Uhr
Kallas: EU will Waffenruhe als Vorbedingung für Gespräche mit Russland
Die Europäische Union besteht nach wie vor auf einem Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt als Vorbedingung der Verhandlungen mit Russland, erklärt Außenbeauftragte Kaja Kallas auf einer Pressekonferenz nach dem informellen Außenministertreffen in Zypern.
Zudem werde Russland mit "Sabotageakten und Einmischung in Wahlen in der EU" sowie mit "Verletzungen des europäischen Luftraums" aufhören müssen.
Die Personalstärke der ukrainischen Armee einzuschränken, wäre eine Bedrohung für die europäische Sicherheit, daher werde die EU auch militärische Einschränkungen für Russland fordern, fügt Kallas hinzu. Jedes Friedensabkommen sollte das Recht der Ukraine auf den Beitritt zu jedem Bündnis enthalten.
18:52 Uhr
Schoigu: 56 Länder beteiligen sich an Kämpfen gegen Russland in der Ukraine
An der Produktion und Einsatzvorbereitung von ukrainischen Drohnen sind insgesamt 56 Länder beteiligt, sagt der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu. Im Rahmen seiner Pressekonferenz beim Internationalen Sicherheitsforum antwortete er auf eine Frage bezüglich der gemeinsamen Drohnenproduktion von Deutschland und der Ukraine:
"Ich würde dabei Deutschland nicht gesondert sehen, denn wenn man alles zusammennimmt, kämpfen faktisch 56 Länder gegen uns. Wir sprechen nicht nur von diesen Drohnen."
Schoigu führte weiter aus, dass für Drohneneinsätze auch Steuerung und Datenübermittlung über Satellitennetzwerke notwendig sind, und erklärte:
"Das umfasst die Eingabe des Flugauftrags, die Kurskorrektur und noch vieles mehr. Deshalb ist hier nicht nur Deutschland beteiligt, sondern es haben viele Länder daran mitgewirkt."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
