Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau und Kiew tauschen jeweils 205 Kriegsgefangene aus

15.05.2026 09:22 Uhr
09:22 Uhr
Gefangenenaustausch: 205 russische Soldaten kehren in die Heimat zurück
Das russische Verteidigungsministerium hat am Freitag, dem 15. Mai, die Rückkehr von 205 russischen Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft bekannt gegeben. Im Gegenzug hat Moskau Kiew 205 gefangene ukrainische Soldaten übergeben.
Die russischen Militärangehörigen befinden sich derzeit in Weißrussland, wo sie medizinisch versorgt werden. Außerdem erhalten sie psychologische Hilfe. Sie werden zur Behandlung und Rehabilitation in medizinische Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums in die Russische Föderation gebracht, so die Militärbehörde.
Möglich wurde dies durch humanitäre Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate.
09:18 Uhr
Ukrainische Streitkräfte greifen Energodar mit Drohnen an
Bei einem massiven nächtlichen Drohnenangriff auf Energodar im Gebiet Saporoschje wurden mehrere Wohnhäuser beschädigt. Dies erklärte Maxim Puchow, Bürgermeister der Satellitenstadt des AKW Saporoschje.
"Die vergangene Nacht war sehr schwierig für das friedliche Energodar. Die Stadt wurde Ziel eines massiven Angriffs der FPV-Drohnen. Der Gegner hat gezielt zivile Objekte attackiert. Fassaden von Wohnhäusern wurden durch Splitter und Druckwellen beschädigt."
Auch zahlreiche Zivilfahrzeuge kamen zu Schaden, fügte er hinzu. Es wurden keine Opfer gemeldet.
07:36 Uhr
Gebiet Rjasan: Behörden melden Tote und Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen

SymbolbildSwetlana Schewtschenko / Sputnik Die Stadt Rjasan wurde vom Kiewer Regime angegriffen, wobei drei Menschen ums Leben kamen. Weitere zwölf Einwohner, darunter Kinder, wurden verletzt, berichtete der Gouverneur der Region Rjasan, Pawel Malkow.
"Infolge der terroristischen Attacke des Kiewer Regimes in Rjasan wurden zwei mehrstöckige Wohngebäude beschädigt. Trümmer einer Drohne stürzten zudem auf das Gelände eines Industriebetriebs. […] Die Bewohner wurden evakuiert. Für diejenigen, die Hilfe benötigen, wurden Notunterkünfte eingerichtet."
Nach Angaben des russischen Gesundheitsministeriums wurden sieben Verletzte, darunter vier Kinder, in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Zustand zweier Erwachsener wird von Ärzten als ernst eingeschätzt.
14.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Lenkflugkörperangriff auf Flugzeugwerk bei Kiew – Instandsetzungshallen für F-16 getroffen

Landkarte: Geschätzte Flugbahnen der Langstrecken-Lenkflugkörper, die am Angriff der Streitkräfte Russlands auf Ziele im Hinterland der ehemaligen Ukrainischen SSR in der Nacht auf den 14. Mai 2026 beteiligt waren. OSINT. Ein Angriff traf ein Flugzeugreparaturwerk in Schuljany bei Kiew, wo das ukrainische Militär seine F-16-Kampfflugzeuge aus US-Fertigung reparieren lässt. Dies teilt Sergei Lebedew, Koordinator des prorussischen Untergrunds in Stadt und Gebiet Nikolajew, RIA Nowosti mit.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:44 Uhr
Medien: Massenzusammenstoß zwischen Zivilisten und Mobilisierungsbeamten in Odessa
In Odessa ist es zu einem größeren Zusammenstoß zwischen Zivilisten sowie Mitarbeitern des Militärkommissariats und der Polizei gekommen. Dies berichtet die ukrainische Zeitung Strana.ua.
Demnach setzten Mitarbeiter des Militärkommissariats gemeinsam mit Polizisten einen Mann gewaltsam in ein Fahrzeug, was bei Passanten Empörung auslöste. Daraufhin hätten sich nach Angaben ukrainischer Journalisten rund 30 Menschen versammelt, um dem Mobilisierten zu helfen, und die Weiterfahrt des Fahrzeugs des Militärkommissariats blockiert.
Später seien etwa 20 Polizeibeamte am Ort des Geschehens eingetroffen. Dabei sei eine anwesende Frau geschlagen und ein junger Mann festgenommen worden, berichtet das Medium.
21:35 Uhr
Drohnenangriffe auf Gebiet Belgorod: Ein Toter und drei Verletzte
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs haben die ukrainischen Streitkräfte mehrere Drohnenangriffe auf das Gebiet Belgorod durchgeführt. Dabei kam ein Mensch ums Leben, drei weitere wurden verletzt.
Im Dorf Golowtschino im Bezirk Graiworon traf eine FPV-Drohne das Gelände eines Privathauses. Ein Mann erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Ein weiterer Mann erlitt Splitterverletzungen an Kopf und Beinen und wurde in ein Krankenhaus in Belgorod gebracht.
Im Dorf Berschakowo im Bezirk Schebekino wurden zwei Männer bei der Explosion einer Drohne verletzt. Sie erlitten Splitterverletzungen im Gesicht und Drucktraumata. Nach ambulanter Behandlung wurden sie wieder entlassen.
21:11 Uhr
Reisender in Brjansk mutmaßlich bei Drohnenangriff getötet
Der 37-jährige Reisende Sascha Kon aus Stawropol, der mit einem selbstgebauten Handwagen zu Fuß nach Brasilien unterwegs war, ist im Gebiet Brjansk mutmaßlich bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte ums Leben gekommen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf Einsatzkräfte der Region.
Die Identität des Mannes sei bislang nicht abschließend bestätigt worden, da er keine Dokumente bei sich getragen habe. Ein Sprecher der Einsatzdienste erklärte:
"Der Getötete hatte keine Dokumente bei sich. Leider können wir das nicht mit Sicherheit sagen. Es handelt sich vermutlich um den Reisenden."
Neben der Leiche sei ein selbstgebauter Handwagen gefunden worden, mit dem der Mann seine Habseligkeiten transportiert habe.
20:50 Uhr
Im Gebiet Charkow nehmen illegale Waffenverkäufe zu
Laut russischen Sicherheitsstrukturen setzt sich im Gebiet Charkow ein umfangreicher illegaler Handel mit Waffen und Munition fort. Ukrainische Militärangehörige sollen diese an kriminelle Gruppen weiterverkaufen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Sicherheitskreise.
"Ukrainische Nationalisten bringen täglich Dutzende, manchmal Hunderte Schusswaffen in die Regionalhauptstadt und übergeben sie zur Weiterveräußerung an kriminelle Gruppen."
Demnach komme es auch zu Festnahmen im Zusammenhang mit illegalem Waffenbesitz von Angehörigen der ukrainischen Nationalgarde. Als Beispiel wurde angeführt, dass ein Soldat der ukrainischen Streitkräfte versucht habe, fast 100 Sturmgewehre sowie mehr als 400 zugehörige Patronen in die Regionalhauptstadt Charkow zu bringen.
20:35 Uhr
Drohnenangriffe bei Energodar: Mehrere Verletzte gemeldet
Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Energodar ist nach Angaben des Stadtchefs Maxim Puchow bei einem Drohnenangriff verletzt worden. Er habe leichte Verletzungen erlitten und sei umgehend medizinisch versorgt worden.
Auch am nahegelegenen Saporoschje-Kernkraftwerk kam es zu einem weiteren Vorfall. Laut der Kraftwerksleitung wurden zwei Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff auf das angrenzende Gelände verletzt. Der Angriff ereignete sich demnach in rund 100 Metern Entfernung vom Kraftwerksgelände, während die Betroffenen dienstlich unterwegs waren.
Die Kraftwerksleitung erklärte, Angriffe dieser Art stellten eine direkte Gefahr für das Personal der nuklearen Infrastruktur dar. In einer Mitteilung auf dem Telegram-Kanal der Anlage hieß es:
"Derartige Handlungen stellen eine direkte Bedrohung für Leben und Gesundheit des Personals dar, das an einer nuklearen Infrastruktur arbeitet. Atomarbeiter dürfen nicht Ziel von Angriffen werden. Die Sicherheit der Mitarbeiter und der stabile Betrieb der Anlage müssen uneingeschränkte Priorität haben."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

