Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij zielt auf EU-Beitritt schon 2027 ab

27.01.2026 20:17 Uhr
20:17 Uhr
Moskalkowa: Mehr als 1.800 russische Kriegsgefangene im vergangenen Jahr in die Heimat zurückgebracht
Im Jahr 2025 wurden über 1.851 russische Soldaten aus der ukrainischen Gefangenschaft zurückgebracht, erklärt die Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa. Interfax zitiert die Beamte:
"Allein durch Appelle an mich, wenn ich Verhandlungen führe und die Zusammenarbeit vorantreibe, konnten wir an der Freilassung von 1.851 Gefangenen mitwirken."
Moskalkowa betont, dass dieses Ergebnis unter anderem den Bemühungen des Präsidenten, des Verteidigungsministeriums, des Außenministeriums, der Sicherheitsdienste, der Mitglieder der Verhandlungsmission im Istanbul-Format und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zu verdanken ist.
19:35 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört weiterhin gegnerische Drohnen
Die russische Flugabwehr hat zwischen 13 und 20 Uhr Moskauer Zeit 18 Drohnen der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Das Verteidigungsministerium listet die Regionen des Landes, wo die Flugziele zum Absturz gebracht wurden, wie folgt auf:
- über dem Gebiet Belgorod sechs,
- über der Teilrepublik Krim und dem Schwarzen Meer je vier,
- über dem Gebiet Brjansk drei,
- über dem Gebiet Kursk eines.
19:13 Uhr
Orbán warnt vor "ukrainischer Bedrohung" für Ungarns kommende Wahlen

Am Montag, dem 26. Januar 2026, hat der ungarische Regierungschef Viktor Orbán sich per Videobotschaft über soziale Medien zu ukrainischen Versuchen geäußert, die im Frühling 2026 in seinem Land stattfindende Parlamentswahl zu beeinflussen.
Orbán spricht dabei von "äußerst beleidigenden und drohenden Äußerungen gegen Ungarn und die ungarische Regierung" seitens verschiedener ukrainischer Politiker – darunter auch des ukrainischen Staatspräsidenten Wladimir Selenskij selbst.
Des Weiteren merkte Orbán an, dass Ungarns nationale Sicherheitsbehörden mittlerweile von einer Strategie ausgehen, diese Attacken seien "Teil einer koordinierten Serie von Handlungen, die darauf abzielt, sich in die Wahlen in Ungarn einzumischen". Orbán konkretisierte zwar nicht, auf welche Aussagen er sich bezieht, aber Selenskij hat bei einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum letzte Woche in Davos dem ungarischen Volksvertreter vorgeworfen, "europäische Interessen" zu verraten.
Die ungarischen Parlamentswahlen sind für den 12. April 2026 angesetzt.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
18:48 Uhr
Drohnenangriff auf Gebiet Cherson: Krankenhausmitarbeiter verletzt
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Dienstag ihre Angriffe auf das Gebiet Cherson fortgesetzt. Laut Gouverneur Wladimir Saldo wurde wegen einer Drohnenattacke ein Mitarbeiter des Krankenhauses der Stadt Golaja Pristan verletzt. Zur Zeit des Angriffs war der Mann mit dem Fahrrad zur Arbeit unterwegs. Er wurde mit mittelschweren Verletzungen hospitalisiert.
18:27 Uhr
Aserbaidschan liefert elektrische Ausrüstung an die Ukraine
Aserbaidschan hat der Ukraine elektrische Ausrüstung übergeben. Nach Angaben der staatlichen Medien wurde die humanitäre Lieferung vom Energieministerium in Baku auf Anordnung von Präsident Ilcham Alijew durchgeführt.
17:45 Uhr
Weißrussischer Sicherheitsrat: Kiew muss die Tötung des ukrainischen Volkes stoppen
Alexander Wolfowitsch, Sekretär des weißrussischen Sicherheitsrats, erklärt, dass die frühere Sowjetrepublik Maßnahmen treffe, damit sich der Ukraine-Krieg nicht auf Weißrussland ausweite. Sein Land setze dabei nicht auf eine Aufstockung der Streitkräfte, was der einheimischen Wirtschaft schaden könnte, sondern auf eine hochwertige Ausbildung von Soldaten. Darüber hinaus prüfe Weißrussland die Erfahrungen anderer Staaten und neue Waffen.
Gleichzeitig rät er der Führung in der benachbarten Ukraine, den bewaffneten Konflikt "mit allen Kräften" zu beenden. Die weißrussische Nachrichtenagentur BelTA zitiert Wolfowitsch mit den Worten:
"Sie müssen mit allen Kräften den Krieg und die Tötung ihres Volkes, des leidgeprüften ukrainischen Volkes, stoppen. Sie denken aber nicht daran, wobei Abertausende Ukrainer täglich in diesem Konflikt sterben. Es gibt keinen einzigen Politiker, dessen Kinder an der vordersten Front kämpfen. Eben deswegen geht der Krieg weiter."
Der Generalleutnant wirft zudem Polen und den baltischen EU-Ländern vor, den Wohlstand ihrer Völker für die Militarisierung aufzuopfern. Diese Länder steigerten ihre Militäretats, kauften Waffen und errichten Militärinfrastrukturen in der Nähe der weißrussischen Grenze. Somit zeigten sie, dass sie keine friedlichen Vorsätze hätten, resümiert Wolfowitsch.
17:15 Uhr
Wadephul: "Russland erwägt keinen Angriff auf die NATO, weil wir stark sind"

Bei einer Pressekonferenz mit der lettischen Außenministerin Baiba Braže in Riga am Montag hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul die militärische Abschreckungskraft der NATO auffällig hervorgehoben. Seine Hauptbotschaft: Ein Angriff Russlands auf das Bündnisgebiet werde aus einem einfachen Grund ausbleiben – weil die NATO schlicht stark sei.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
16:49 Uhr
Russischer Diplomat: Kiews Angriffe töten 71 Zivilisten seit Jahresbeginn
Mindestens 71 russische Zivilisten, drei von ihnen Minderjährige, sind seit Jahresbeginn durch Angriffe der ukrainischen Streitkräfte getötet worden, berichtet Rodion Miroschnik, ein Sonderbotschafter des Außenministeriums in Moskau. Die Gesamtzahl der Betroffenen schätzen die Behörden auf 328 Menschen, darunter 18 Minderjährige.
Diese Statistiken führt Miroschnik auf absichtliche Angriffe der Ukraine auf belebte Orte, den zivilen Verkehr, Wohnhäuser sowie medizinische und soziale Einrichtungen zurück.
16:22 Uhr
Drei Verletzte im Gebiet Belgorod durch Attacken aus Ukraine
Aus dem russischen Grenzgebiet Belgorod werden erneut Verletze durch Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow berichtet über drei Opfer unter der Zivilbevölkerung. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, seien zwei Arbeiter eines Betriebs in der Siedlung Nowostrojewka-Perwaja zu Schaden gekommen, als in ihrer Nähe eine ukrainische Drohne detoniert sei. Nach der ärztlichen Untersuchung in einem Krankenhaus in der Stadt Graiworon habe man bei ihnen ein Barotrauma diagnostiziert. Infolge der Attacke sei zudem ein Auto beschädigt worden. In der Siedlung Samostje habe ein siebenjähriges Mädchen ebenfalls ein Barotrauma erlitten, als eine ukrainische FPV-Drohne in seiner Nähe explodiert sei. Im Haus des Kindes seien die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Durch die Detonation sei zudem ein Auto beschädigt worden, so Gladkow.
16:00 Uhr
Auch Slowakei will gegen Einfuhrstopp für Gas aus Russland klagen
Nach Ungarn will auch die Slowakei den von der EU beschlossenen Einfuhrstopp für Gas aus Russland gerichtlich anfechten. Ministerpräsident Robert Fico kündigte dem Nachrichtenportal Dennik N zufolge an, man wolle dagegen vorgehen, dass der Beschluss mit qualifizierter Mehrheit angenommen worden sei. Auch Ungarn hatte zuvor erklärt, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen das Verbot klagen zu wollen.
Die beiden EU-Binnenstaaten, die auf ihre Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland verweisen und trotz des Ukraine-Krieges engere Beziehungen zu Moskau pflegen, hatten am Montag gegen den Importstopp gestimmt. Die EU will die Gasgeschäfte mit ihrem früheren Hauptlieferanten beenden und Russland somit eine wichtige Einnahmequelle entziehen. Das Gesetz sieht vor, den Import von Flüssigerdgas (LNG) bis Ende 2026 und den Bezug von Pipeline-Gas bis Ende 2027 einzustellen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

