Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Truppen lassen gefallene Soldaten im Gebiet Sumy zurück

3.03.2026 11:36 Uhr
11:36 Uhr
Selenskij unentschlossen über Kandidatur bei Ukraine-Wahl
Wladimir Selenskij sagt, er sei sich nicht sicher, ob er bei möglichen künftigen Wahlen in der Ukraine kandidieren werde.
In einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera behauptet er, dass die Ukraine erst nach Beendigung des Konflikts bereit sein werde, Wahlen abzuhalten.
In einem Interview mit dem Portal Axios im Februar sagte Selenskij, in der Ukraine könnten möglicherweise gleichzeitig mit einem Referendum über ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts Präsidentschaftswahlen stattfinden. Dabei räumte er ein, dass er als Kandidat antreten könnte, falls die Wahl unter den Bedingungen eines möglichen Waffenstillstands abgehalten werde.
Die Notwendigkeit von Wahlen in der Ukraine wurde im Dezember 2025 vom US-Präsidenten Donald Trump bekräftigt, der Selenskij zuvor als "Diktator ohne Wahlen" bezeichnet und darauf hingewiesen hatte, dass dessen Zustimmungsrate auf 4 Prozent gesunken sei. Selenskij, dessen Amtszeit am 20. Mai 2024 endete, erklärte sich bereit, Wahlen abzuhalten, forderte jedoch von den USA und den europäischen Verbündeten, deren "Sicherheit zu gewährleisten". Zugleich betonte er wiederholt, ein Waffenstillstand sei Voraussetzung für die Durchführung von Wahlen.
11:28 Uhr
Ukrainische Truppen ziehen sich bei Sewersk zurück
Die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte konnten den Angriffen der russischen Armee nicht standhalten und haben sich in den letzten Tagen auf die zweite Verteidigungslinie bei Nikiforowka in der Volksrepublik Donezk zurückgezogen. Dies teilt der Militärexperte Andrei Marotschko mit.
Seinen Angaben zufolge gelang es den russischen Streitkräften in den letzten Tagen, südöstlich der Ortschaft Kriwaja Luka vorzustoßen.
11:16 Uhr
Miroschnik: 230.000 Russen nach ukrainischen Angriffen ohne Strom in Vorwoche
In seinem Wochenbericht über die Folgen ukrainischer Angriffe auf Russland hat Rodion Miroschnik, der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums für Fragen im Zusammenhang mit den ukrainischen Verbrechen, unter anderem über Stromabschaltungen in Russland berichtet. Den Statistiken zufolge waren im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 1. März rund 230.000 russische Bürger vorübergehend ohne Strom. Am stärksten betroffen war das Grenzgebiet Belgorod mit 60.000 Menschen ohne Elektrizität, gefolgt von der Volksrepublik Lugansk mit 47.600 Betroffenen. Im Gebiet Cherson waren es 33.700 Menschen.
10:44 Uhr
Zahlreiche Schäden bei ukrainischen Angriffen auf 59 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 59 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens zwei Geschosse ab und setzte 199 Drohnen ein, von denen 108 abgeschossen wurden.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod eines Einwohners der Siedlung Golowtschino. In der Siedlung Neschegol wurde ein Kämpfer der Verteidigungseinheit Orlan bei der Ausübung seines Dienstes verletzt.
Gladkow meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach wurden in den letzten 24 Stunden insgesamt zerstört oder beschädigt: fünf Mehrfamilienhäuser, 19 Einfamilienhäuser, fünf soziale Einrichtungen, ein Betrieb, ein Landwirtschaftsbetrieb, vier Infrastrukturobjekte, eine Garage, zwei Stromleitungen, eine Gasleitung, drei Lkw und 29 Autos.
10:31 Uhr
Explosionen in der Umgebung von Charkow gemeldet
Im Umland von Charkow sollen sich Explosionen ereignet haben, berichtet der ukrainische Fernsehsender Obschtschestwennoje. Zuvor hatte derselbe Sender bereits über Explosionen in der Stadt Charkow selbst berichtet.
Nach Angaben der Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Transformation wurde in einem Teil der Region Charkow eine Luftangriffswarnung ausgerufen.
10:13 Uhr
IWF-Kredit: Ukraine erhält ersten Teil in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar
Die Ukraine hat den ersten Teil eines über vier Jahre laufenden Kredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) ausgezahlt bekommen. Premierministerin Julia Swiridenko schrieb am Dienstag auf X, dass die Ukraine 1,5 Milliarden US-Dollar erhalten habe. Die Mittel würden zur Finanzierung des Haushaltsdefizits und zur Stabilität des Finanzsystems verwendet.
Die Ministerpräsidentin dankte den Partnern ihres Landes für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Die Regierung in Kiew setze die vereinbarten Reformen fort, um die makroökonomische Stabilität zu wahren, die staatlichen Institutionen zu stärken und die europäische Integration der Ukraine voranzutreiben.
Der IWF-Kredit beläuft sich insgesamt auf 8,1 Milliarden US-Dollar und ist Teil eines internationalen Unterstützungspakets für die Ukraine in Höhe von 136,5 Milliarden US-Dollar.
10:04 Uhr
Ukrainische Truppen nehmen Wohnhaus in AKW-Stadt Energodar unter Beschuss
Die Behörden der Stadt Energodar im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje melden eine nächtliche Attacke aus der Ukraine. Wie Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram schreibt, schlug ein Geschoss direkt auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses ein. In zahlreichen Wohnungen gingen die Fensterscheiben zu Bruch. Durch die Druckwelle wurden mehrere Autos in Mitleidenschaft gezogen.
Der Bürgermeister meldet ein Opfer. Es handelt sich um einen Mann des Jahrgangs 1982. Er erlitt Splitterverletzungen und wurde ärztlich versorgt. Sein Leben sei jetzt außer Gefahr, schreibt Puchow. Der Politiker verurteilt die Attacke als Terroranschlag:
"Das ist ein gezielter Terrorakt gegen eine Stadt, deren Einwohner schliefen. Ich bin mir sicher, dass jeder Beteiligte an diesem Verbrechen seiner verdienten Strafe nicht entgehen wird. Das Übel muss bestraft werden."
09:56 Uhr
Podoljaka: "Gestern haben wir mit dem Artillerie-Beschuss von Kramatorsk begonnen"

Die Konterattacken der ukrainischen Truppen im Gebiet der militärischen Sonderoperation Russlands waren zwar stellenweise erfolgreich, aber die Kiewer Kräfte sind nicht in der Lage, das Blatt zu wenden. Selbst an den Abschnitten, wo die russischen Streitkräfte in Bedrängnis sind, kann die russische Armee weiterhin Offensivoperationen durchführen.
In den Worten von Juri Podoljaka rücken die Streitkräfte Russlands "ohne jede Eile" an mehreren Frontabschnitten vor. Mehr dazu in seiner Videoanalyse auf unserer Website.
09:38 Uhr
Medien: Ausländische Söldner plündern in Putiwl
Lateinamerikanische Söldner, die ihren Vertrag mit den ukrainischen Streitkräften gekündigt haben und nicht an den Kämpfen an der Front teilnehmen wollen, führen angeblich Plünderungen in der Stadt Putiwl in der Region Sumy durch. Dies meldet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die russischen Sicherheitskräfte.
"Die Einwohner von Putiwl beklagen sich in sozialen Netzwerken, dass in der Umgebung der Stadt Gruppen spanischsprachiger Plünderer ihr Unwesen treiben."
09:15 Uhr
Militärexperte: Ukrainische Armee hat Gegend entlang des Kanals Sewerski Donez-Donbass vermint
Soldaten der ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet entlang des Kanals Sewerski Donez-Donbass vermint, behauptet der Militärexperte Andrei Marotschko.
Er fügt hinzu, dass die Analyse der Lage an den östlichen Grenzen des Ballungsraums Slawjansk-Kramatorsk eine Zunahme der Waffen, der militärischen Ausrüstung und des Personals der ukrainischen Streitkräfte in diesem Abschnitt gezeigt habe.
"Aus der Art der Aktionen des Gegners lässt sich schließen, dass die Zunahme der Waffen, der Technik und des Personals der bewaffneten Formationen der Ukraine mit einer Verstärkung der Verteidigungsfähigkeit in diesem Abschnitt zusammenhängt."
Die Einwohner der Volksrepublik Donezk erhalten nicht mehr als 35 Prozent der benötigten Wassermenge, da Kiew den Betrieb des wichtigen Kanals Sewerski Donez-Donbass, der in einem Vorort von Slawjansk beginnt, unterbrochen hat. Seit Juli 2025 wird in einigen Städten die Wasserversorgung nach einem Zeitplan geregelt. Die Behörden ergreifen Maßnahmen, um die Wasserkrise zu überwinden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
