Liveticker Ukraine-Krieg – Regierungskonsultationen: Selenskij heute in Berlin

14.04.2026 15:41 Uhr
15:41 Uhr
Sicherheitskreise melden mehr europäische Drohnen im Einsatz
Europäische Staaten haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen ihre Lieferungen an die Ukraine angepasst. Statt klassischer Munition würden zunehmend Drohnen bereitgestellt. Wie es heißt, setzten ukrainische Einheiten im Einsatzgebiet verstärkt auf sogenannte Kamikaze-Drohnen, vor allem vom Flugzeugtyp und aus europäischer Produktion. Ein Vertreter der Sicherheitsstrukturen erklärte:
"Zahlreiche Hinweise aus Trümmerteilen zeigen, dass Länder wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich den Schwerpunkt auf die Produktion und Lieferung solcher Drohnen gelegt haben."
Zuvor hätten vor allem Artilleriemunition, Raketen und Militärtechnik im Mittelpunkt gestanden. Nun würden vermehrt Drohnen geliefert, die laut Quelle auch bei Angriffen auf zivile Infrastruktur eingesetzt würden.
15:11 Uhr
Merz und Selenskij kündigen "strategische Partnerschaft" an
Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij haben nach deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin eine strategische Partnerschaft zwischen ihren Ländern verkündet.
Berlin und Kiew wollen auch bei der Digitalisierung und wirtschaftlichen Entwicklung zusammenarbeiten. "Wir wünschen uns eine souveräne und demokratische Ukraine als einen kraftvollen Partner in einem freien, sicheren und wohlhabenden Europa", sagte Merz.
14:37 Uhr
Peskow: Russische Fortschritte beeinflussen Verhandlungen mit Kiew
Kiew sei sich bewusst, dass sich die Verhandlungsbedingungen im Zuge der Entwicklungen an der Front verändern könnten. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow:
"In Kiew ist man sich darüber im Klaren, dass sich mit dem Fortschreiten und einer für uns positiven Dynamik auch die Verhandlungen verändern werden."
Zugleich betonte er, dass die militärische Sonderoperation aus russischer Sicht erfolgreich verlaufe und die ukrainische Führung darüber informiert sei.
14:13 Uhr
Haubitzen zerstören Anlagen ukrainischer Armee im Raum Charkow (Video)
Artilleriebesatzungen des russischen Truppenverbands Nord griffen Stützpunkte, Befestigungen und Drohnenleitstellen der Ukraine im Gebiet Charkow an. Bei den Angriffen setzte das russische Militär Haubitzen vom Typ Msta-S ein. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
13:40 Uhr
Energieanlagen im Raum Saporoschje nach massiven ukrainischen Angriffen beschädigt
In der Nacht zum Dienstag hat das ukrainische Militär die Energieinfrastruktur im südlichen Teil des Gebiets Saporoschje mit Drohnen attackiert. Wie Gouverneur Jewgeni Balizki auf Telegram bekanntgibt, wurden durch heftige Angriffe mehrere Energieanlagen beschädigt.
Laut dem Beamten ist es in der Region zu einem teilweisen Stromausfall gekommen. Hierbei teilt Balizki mit:
"Die Energietechniker arbeiten mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben und eine stabile Stromversorgung für die Verbraucher wiederherzustellen."
13:19 Uhr
Gebiet Cherson: Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen gemeldet
Im Gebiet Cherson sind nach Angaben der Behörden mehrere Zivilisten durch Minenexplosionen und Drohnenangriffe getötet und verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wladimir Saldo mit.
In Aljoschki starb demnach ein Mann des Jahrgangs 1956 beim Auslösen einer Mine. In Radenks im Kreis Aljoschki kam ein weiterer Mann ums Leben, als sein Fahrzeug eine Mine überfuhr.
In Welikaja Lepeticha wurden zwei Männer durch einen Drohnenangriff verletzt, einer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Zudem wurde in Tarassowka ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzministeriums durch den Abwurf eines Sprengkörpers verletzt.
Darüber hinaus wurden ein Lager für humanitäre Hilfe in Nowowladimirowka sowie ein Mehrfamilienhaus in Nowaja Kachowka beschädigt. Laut dem Gouverneur wurden insgesamt zwei Menschen getötet und drei verletzt.
In mehreren weiteren Ortschaften wurden zudem Sachschäden gemeldet, darunter beschädigte Fahrzeuge, Wohnhäuser sowie ein ungenutztes Kindergartengelände. Insgesamt seien rund 30 Siedlungen betroffen gewesen.
12:54 Uhr
Über 180 Drohnenangriffe auf Gebiet Belgorod gemeldet – mehrere Verletzte
Im Gebiet Belgorod wurden innerhalb eines Tages mehr als 180 Drohnenangriffe aus der Ukraine registriert. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit.
Demnach waren 15 Gemeinden direkt betroffen, 59 Ortschaften standen unter Beschuss. Insgesamt wurden 183 Drohnenangriffe verzeichnet, von denen 113 über dem Gebiet abgeschossen wurden.
Nach Angaben der Behörden wurden acht Zivilisten verletzt. Zudem kam es zu Sachschäden. Betroffen waren demnach Wohnhäuser, Fahrzeuge sowie landwirtschaftliche, soziale und industrielle Einrichtungen.
12:36 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstag über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Wie es heißt, haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den gegnerischen Einheiten entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt. Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 1.180 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- ein Panzer
- 95 Fahrzeuge
- zwölf Artilleriegeschütze
- 20 gepanzerte Kampffahrzeuge
- elf Anlagen der elektronischen Kampfführung
- zehn Munitionslager
- neun Lagerhallen für Ausrüstung.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 142 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz.
Entlang der Frontlinie zerstörte die Luftverteidigung 14 Lenkbomben, sechs Raketen aus dem HIMARS-Mehrfachraketenwerfer und 391 ukrainische Starrflüglerdrohnen. In Gewässern des Schwarzen Meeres wurden zwei Seedrohnen unschädlich gemacht.
12:08 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium meldet Einsatz im Hinterland
Das russische Verteidigungsministerium hat eine Operation im ukrainischen Hinterland gemeldet, bei der wichtige Dokumente und mehrere Gefangene erbeutet worden sein sollen. Laut dem Ministerium entdeckte eine Gruppe unter der Leitung von Garde-Leutnant Dmitri Birjukow einen temporären Stützpunkt der ukrainischen Streitkräfte. In dessen Nähe wurde ein Fahrzeug beobachtet, in das Dokumentenkisten verladen wurden.
"Unter dem Schutz von Rauchgranaten haben sich die Aufklärer auf verschiedene Flanken verteilt und ohne einen einzigen Schuss mehrere Kämpfer festgesetzt."
Demnach wurden drei Gefangene sowie die erbeuteten Unterlagen in die eigenen Stellungen gebracht. Auf Grundlage dieser Informationen habe das Kommando anschließend Ziele identifiziert und diese mit Raketen angegriffen. Das Ministerium erklärte zudem, die Operation habe zur "Befreiung eines Ortes im Rahmen der militärischen Sonderoperation" beigetragen.
11:42 Uhr
Bericht: Kolumbianische Söldner kehren schwer verletzt aus Ukraine zurück
Nach ihrem Einsatz in der Ukraine sollen kolumbianische Söldner teilweise schwer verletzt in ihre Heimat zurückgekehrt sein. Dies berichtet eine mit dem Rekrutierungsumfeld vertraute Quelle gegenüber RIA Nowosti. Der Informant sagte:
"Mir sind drei Fälle bekannt, in denen Männer mit schweren Verletzungen zurückgekehrt und zu etwa 70 Prozent behindert sind."
Demnach habe ein Kämpfer ein Bein verloren, ein weiterer einen Arm sowie Splitterverletzungen erlitten. Ein dritter Kämpfer sei durch Granatsplitter im Gesicht und am Körper schwer verletzt worden. Zugleich hieß es, über das Schicksal der Mehrheit der kolumbianischen Kämpfer in der Ukraine sei nichts bekannt.
Im März hatte Kolumbien vor dem Hintergrund der Rekrutierung seiner Staatsbürger für den Krieg in der Ukraine ein Gesetz zur Ratifizierung der UN-Konvention gegen Söldnertum beschlossen. Präsident Gustavo Petro bezeichnete Söldnertum zudem als "Plünderung des Landes".
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.