Liveticker Ukraine-Krieg: Odessa und Tschernomorsk unter massiven Angriffen durch "Geran"-Drohnen

6.06.2026 17:59 Uhr
17:59 Uhr
Papst ruft Putin zu Verhandlungen mit Ukraine auf
Papst Leo XIV. hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Verhandlungen mit der Ukraine aufgefordert. Während seines Flugs in die spanische Hauptstadt Madrid sagte der Pontifex:
"Man sollte zu Verhandlungen zurückkehren. Man muss Druck ausüben, damit Gewalt und Krieg enden und eine Lösung gefunden wird."
Der Papst betonte, dass er sich große Sorgen um die Ukraine mache. Die Lage werde immer schlimmer.
"Zu viele Menschen sterben dort, wir müssen der Gewalt und dem Krieg ein Ende setzen."
17:28 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Sewastopol an: Schäden und zwei Verletzte
Am Samstag hat auch die Stadt Sewastopol auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim eine ukrainische Drohnenattacke überstanden. Gouverneur Michail Raswoschajew gibt auf Telegram bekannt, dass die russische Luftabwehr über vier Bezirken der Stadt acht unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen habe. Der Politiker meldet zwei Verletzte: Ein Mann sei während der Attacke draußen gewesen, ein anderer habe sich in seinem Haus befunden. Beide hätten leichte Splitterverletzungen erlitten.
Darüber hinaus berichtet Raswoschajew über Sachschäden. Demnach sei eine abgeschossene Drohne gegen ein fünfgeschossiges Wohnhaus geprallt. Da die Drohne nicht detoniert sei, seien die Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Etliche Fensterscheiben seien zerborsten. In einer Wohnung seien der Balkon und eine Wand beschädigt worden.
16:52 Uhr
Bürgermeister von Energodar: Kiew ändert Taktik bei Angriffen auf die Stadt
Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Bürgermeister von Energodar, der Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, Maxim Puchow, berichtet, haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffstaktik gegen Energodar geändert und greifen die Stadt nun nachts an. Dabei setzen sie schwere Hexacopter vom Typ "Baba-Jaga" ein. In seinen Profilen in den sozialen Netzwerken schrieb Puchow:
"Die Lage in Energodar bleibt sehr angespannt. Die Angriffe im Mai wurden durch solche im Juni abgelöst, und der Feind hat seine Taktik geändert. Nun schweben nachts schwere Hexakopter vom Typ Baba-Jaga über der Stadt und werfen gezielt Sprengstoff auf unser friedliches Leben ab. Allein in den letzten beiden Nächten: Am 4. Juni wurden etwa 20 Fahrzeuge beschädigt, Fenster und Fassaden von Wohnhäusern zerstört. Am 5. Juni brach ein Feuer in dem Gebäude in der Zentralstraße 4 aus. Das Feuer zerstörte ein Postamt, eine Bank, ein Parteibüro und ein Sportgeschäft. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten, die an ein Wohnhaus angebaut sind, in dem Menschen leben."
16:21 Uhr
Putin: "Die ukrainischen Streitkräfte haben völlig den Verstand verloren"

Wladimir Putin hat die Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf das Gelände des Kernkraftwerks Saporoschje verurteilt. Putin warnte, mögliche Folgen einer Beschädigung könnten auch Europa treffen, und forderte die europäischen Unterstützer Kiews auf, über ihre eigene Sicherheit nachzudenken. Der russische Präsident sagte:
"Es ist keineswegs sicher, dass der Wind in Richtung des Territoriums der Russischen Föderation wehen würde – er könnte auch nach Europa ziehen."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:49 Uhr
Außenministerium: Kiew will nach Beendigung der Militäroperation keine Russen mehr ins Land lassen
Nach Beendigung des Konflikts sollen für russische Staatsbürger bei der Einreise in die Ukraine strenge Maßnahmen gelten. Dies erklärte Außenminister Andrej Sibiga, dessen Äußerungen die Agentur UNIAN zitiert. Für russische Staatsbürger "werden besondere restriktive Verfahren gelten, und diese gelten derzeit bereits für Besuche in der Ukraine", teilte der Minister mit und fügte hinzu:
"Für uns ist Russland ein feindliches Land, ein Aggressorland. Ein russischer Staatsbürger kann ohne Sondergenehmigung, ohne Visum und ohne Überprüfung oder Filterung durch alle unsere zuständigen Behörden nicht in die Ukraine einreisen."
15:16 Uhr
Odessa und Tschernomorsk unter massiven Angriffen durch "Geran"-Drohnen
Odessa und Tschernomorsk waren in der vergangenen Nacht einem massiven Angriff durch die russischen Streitkräfte ausgesetzt. Nach vorläufigen Angaben waren an dem Angriff etwa fünfzig "Geran"-Drohnen beteiligt. Laut lokalen Telegram-Kanälen waren am Himmel über Odessa deutlich helle Blitze zu sehen, wobei der Hauptangriff auf die Hafen- und Militärinfrastruktur der Region gerichtet war.
Einheimischen Telegram-Kanälen zufolge brach nach den Angriffen ein Feuer aus. Die Flammen waren aus der Ferne zu sehen. Außerdem waren die Gebiete Charkow, Poltawa, Dnjepropetrowsk und Sumy von den nächtlichen Angriffen betroffen.14:39 Uhr
Frau und zwei Kinder durch ukrainische Attacke auf Grenzgebiet Brjansk verletzt
Das ukrainische Militär hat am Samstag auch im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Der interimistische Gouverneur Jegor Kowaltschuk berichtet auf der Plattform MAX über einen Angriff auf die Siedlung Tschubkowitschi im Bezirk Starodub. Der Gegner habe dabei mehrere FPV-Drohnen eingesetzt. Eine Frau, ihr sechs Jahre alter Sohn und ihre sieben Jahre alte Tochter seien verletzt worden. Man habe die Opfer umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt. Weitere Einzelheiten gibt der Gouverneur nicht bekannt.
14:04 Uhr
Herabfallende Drohnenteile töten Autofahrer im russischen Gebiet Twer
Gouverneur Witali Koroljow teilt auf der Plattform MAX mit, dass die russische Luftabwehr in der zurückliegenden Nacht über dem Gebiet Twer fünf ukrainische Drohnen abgeschossen habe. Der Politiker meldet dabei Opfer und Schäden. So seien im Bezirk Rschew Drohnenteile auf ein fahrendes Auto herabgefallen. Der Fahrer sei ums Leben gekommen. Die örtliche Regierung werde die Familie des Getöteten unterstützen.
Ferner berichtet Koroljow über Sachschäden. Im Bezirk Nelidowo seien eine Postfiliale und ein zweigeschossiges Wohnhaus beschädigt worden. In einem Wohnhaus im Bezirk Scharkowski seien mehrere Fensterscheiben zu Bruch gegangen, als Wrackteile einer abgeschossenen Drohne davor herabgestürzt seien.
13:40 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Schewtschenko im Gebiet Charkow befreit

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Schewtschenko im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht und zudem ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Kolodesnoje, Ternowaja, Gratschowka und Isbizkoje im Gebiet Charkow sowie Lesnoje, Pustogorod, Choten und Wolnaja Sloboda im Gebiet Sumy getroffen. Der Gegner habe dabei bis zu 210 Soldaten verloren. Ein Kampfpanzer und sechs Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Tscherwony Oskol und Berjosowka im Gebiet Charkow sowie Schtschurowo und Losowoje in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 180 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Autos und zwei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Nikolajewka, Druschkowka, Nikolaipole und Konstantinowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 175 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem einen Kampfpanzer des Typs Leopard, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und vier Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Raiskoje, Beloserskoje, Sergejewka, Dobropolje und Matjaschewo in der DVR und Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 280 Armeeangehörige verloren. Sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos und zwei Geschütze seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setzte seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Samoilowka, Seljonoje, Neschenka, Tscherwony Jar und Omelnik im Gebiet Saporoschje sowie Gawrilowka und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 385 Kämpfer. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, drei Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Orechow, Jurkowka und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje sowie Noworaisk und Suchanowo im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 45 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 17 Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Drohnenwerke und -basen, militärisch relevante Energie- und Verkehrsinfrastrukturen und 153 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden 13 Lenkbomben, vier HIMARS-Raketen und 911 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 157.327 Drohnen, 661 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.637 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.729 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.241 Geschütze und Mörser verloren.
13:07 Uhr
Deutsche Stimmen beim Petersburger Forum: Dialog statt Konfrontation

Am dritten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg hat die Plenarsitzung mit Reden von Wladimir Putin, dem usbekischen Präsidenten, der tansanischen Präsidentin und dem chinesischen Vizepräsidenten im Mittelpunkt gestanden. Unser Korrespondent Roman Ziskin berichtete über die politischen und wirtschaftlichen Schwerpunkte, darunter Putins Kritik an den westlichen Sanktionen, der WTO-Erosion und Selenskijs Brief.
Am Rande des Forums sprachen zudem der Unternehmer Thomas Bruch, der sächsische Landtagsabgeordnete Jörg Urban und der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré über Dialog mit Russland, wirtschaftliche Schäden durch Sanktionen und die Notwendigkeit neuer Zusammenarbeit.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


