Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Militärkommissare verschleppen Bauarbeiter in Odessa

4.08.2026 21:40 Uhr
21:40 Uhr
Selenskij erlaubt Ex-Häftlingen Wechsel zu Mobilisierungsbeamten
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat ein Gesetz unterzeichnet, das ehemaligen Häftlingen im Dienst der ukrainischen Streitkräfte den Wechsel zu territorialen Rekrutierungszentren (TZK) ermöglicht. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Website der Werchowna Rada hervor.
Das Gesetz erweitert die sozialen und rechtlichen Garantien für ehemalige Gefangene, die zur Ableistung des Militärdienstes aus der Haft entlassen wurden. Es sieht unter anderem Urlaubsanspruch, die Möglichkeit eines Wechsels in andere Einheiten sowie zusätzliche Gründe für eine Entlassung vor.
Nach einem Jahr Dienst können ehemalige Häftlinge demnach in andere Einheiten versetzt werden. Nach einer Krankheit, Verwundung, Verletzung oder Gehirnerschütterung erhalten sie unabhängig von ihrer bisherigen Dienstzeit zudem das Recht, in TZK oder Versorgungseinheiten zu wechseln.
21:31 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 304 ukrainische Drohnen ab
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Luftabwehr innerhalb von zwölf Stunden 304 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Laut diesen Angaben wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol und Tula, über dem Gebiet Moskau sowie über dem Schwarzen Meer abgeschossen.
21:22 Uhr
Medien: Unter neuen Ukraine-Flüchtlingen in Tschechien überwiegen Männer
Die Zahl der Männer im erwerbsfähigen Alter unter den neu ankommenden ukrainischen Flüchtlingen in Tschechien nimmt zu. Dies berichtet das tschechische Nachrichtenportal Novinky.
"Während in den ersten Jahren nach Beginn des Ukraine-Konflikts unter den aus der Ukraine nach Tschechien eingereisten Flüchtlingen Frauen, Kinder und ältere Menschen überwogen, nimmt in letzter Zeit die Zahl der ankommenden Männer zu. Im Jahr 2025 waren es etwa 20.000 mehr als Frauen, obwohl der Frauenanteil unter den ukrainischen Flüchtlingen 2024 noch bei 56,3 Prozent lag."
Als einen Grund nennt Novinky die seit Herbst 2025 geltende Ausreiseerlaubnis für junge Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren, die nicht der Mobilisierung unterliegen. Wehrpflichtig sind in der Ukraine Männer ab 25 Jahren.
Derzeit haben rund 380.000 ukrainische Flüchtlinge in Tschechien einen Status des vorübergehenden Schutzes. Nach Angaben der EU hat Tschechien gemessen an der eigenen Bevölkerungszahl die meisten ukrainischen Flüchtlinge unter den EU-Staaten aufgenommen.
Laut dem Arbeitsministerium haben seit Februar 2022 rund 150.000 eingereiste Ukrainer in Tschechien eine feste Arbeit gefunden, vor allem im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor. In beiden Bereichen herrscht laut Ministerium ein akuter Arbeitskräftemangel.
21:11 Uhr
Medien: Militärkommissare verschleppen Bauarbeiter in Odessa
Mitarbeitern des ukrainischen Militärersatzamtes (TZK) wird vorgeworfen, in Odessa das Gelände eines Wohnkomplexes betreten und Arbeiter einer Baufirma entführt zu haben. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua. In einem vom Portal veröffentlichten Video ist zu sehen, wie mehr als zehn Männer mit Sturmhauben das Gelände betreten und Menschen in orangefarbenen Westen hinterherlaufen.
21:01 Uhr
Ukraine: Verluste im Agrarsektor könnten drei Milliarden Dollar erreichen
Die direkten Verluste des ukrainischen Agrarsektors aufgrund von Problemen mit den Schwarzmeerhäfen könnten sich in diesem Jahr auf bis zu drei Milliarden US-Dollar belaufen. Dies erklärt der ukrainische Vizeagrarminister Taras Wyssozki der Nachrichtenagentur Reuters:
"Die direkten Verluste für den ukrainischen Landwirtschaftssektor könnten in diesem Jahr zwischen 1,5 und drei Milliarden Dollar betragen."
Laut dem Minister könnten alternative Exportwege für Getreide aus der Ukraine nur die Hälfte der bislang über die Schwarzmeerhäfen abgewickelten Mengen abdecken. Zu den Ersatzrouten zählen Transporte über die Donau sowie per Bahn und Lkw. Dabei sei der Schienenverkehr die wichtigste Alternative.
Die notwendigen Kapazitäten der alternativen Routen würden laut Wyssozki frühestens Ende August erreicht. Gleichzeitig würden die Transportkosten für die Produzenten um 45 bis 50 US-Dollar pro Tonne steigen. Die ukrainischen Erzeuger spüren die Folgen der Probleme mit der Seelogistik bereits: Die Preise für Ölsaaten und Getreide sind im Durchschnitt um 30 Prozent gefallen.
20:55 Uhr
"Das ist mein Papa!" – Vater vor den Augen seiner Tochter in Kiew zwangsrekrutiert

Ein am Sonntag veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Mann in Kiew auf offener Straße vor den Augen seiner kleinen Tochter zwangsrekrutiert wird. Das Mädchen schreit mehrfach nach ihrem Vater, während er in ein Polizeiauto gezerrt wird.
"Das ist mein Papa!", hört man das kleine Kind unmissverständlich rufen.
Das Video ist eines von zahlreichen aktuellen Beispielen aus den ukrainischen sozialen Medien, die zeigen, wie Männer am helllichten Tag auf offener Straße von der Polizei oder Mitarbeitern der territorialen Rekrutierungszentren gegen ihren Willen mobilisiert werden.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:39 Uhr
Kiews Armee setzt Angriffe auf Gebiet Belgorod fort – ein Verletzter
Nach einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf einen Lastwagen im Dorf Nikolskoje im Gebiet Belgorod hat sich ein Mann in ärztliche Behandlung begeben. Dies teilte der operative Stab des Gebiets mit. Bei dem Mann wurde demnach eine Splitterverletzung am Oberschenkel festgestellt. Nach der medizinischen Versorgung konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.
20:20 Uhr
Medien: Russische Luft- und Weltraumkräfte sind führend in Europa
Laut dem US-Magazin The National Interest nehmen die russischen Luft- und Weltraumkräfte (WKS) eine führende Position in Europa ein.
Dem Bericht zufolge verfügt Russland über die größte Flotte von Kampfflugzeugen in Europa mit mehr als 900 Maschinen. Dazu gehören verschiedene Versionen der Jagdflugzeuge Su-30 und Su-35 sowie der Jagdbomber Su-34. Im Artikel heißt es:
"Russland bleibt außerdem eines der wenigen Länder der Welt, das über ein eigenes Kampfflugzeug der fünften Generation verfügt – die Su-57. Man sollte sich keine Illusionen über die angebliche Schwäche der russischen Luft- und Weltraumkräfte machen. Die WKS Russlands sind die stärksten in Europa und ohne Konkurrenz."
Auf den weiteren Plätzen folgen dem Bericht zufolge die Türkei, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Zuvor hat der Business Insider unter Berufung auf westliche Experten berichtet, die russischen Luft- und Weltraumkräfte seien seit Beginn der militärischen Sonderoperation erfahrener und gefährlicher für die NATO geworden. Die Experten warnten damals vor einer größeren Bedrohung für die westliche Luftwaffe in Europa und forderten eine Neubewertung der Fähigkeiten der russischen Streitkräfte.
20:00 Uhr
Gebiet Belgorod: Fünf Feuerwehrleute bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt
Im Gebiet Belgorod sind fünf Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzes bei einem erneuten Drohnenangriff auf ein Einsatzfahrzeug verletzt worden. Dies teilt der operative Stab des Gebiets mit.
In der Stadt Schebekino geriet demnach ein Lastwagen nach einem Drohnenangriff in Brand. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Als die Einsatzkräfte den Ort verlassen wollten, traf ein FPV-Drohnenangriff ihr Dienstfahrzeug.
Die fünf Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht und erhalten dort medizinische Hilfe. Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr wurde beschädigt.
19:49 Uhr
Scott Ritter: "Putin hat die Samthandschuhe abgelegt"

Der ehemalige Offizier des US-Marine Corps und einstige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter analysiert im Gespräch mit Andrew Napolitano die russische Strategie in der Ukraine als umfassenden Abnutzungskrieg. Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich anfangs zurückgehalten, um internationale Beziehungen nicht zu gefährden.
Er habe abgewartet, bis ein hartes Vorgehen alternativlos geworden sei. Da dieser Punkt nun erreicht sei, versuche Russland durch die Blockade Odessas und die Zerstörung der Infrastruktur, den vollständigen Kollaps der Ukraine von innen heraus zu erzwingen.Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

