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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland und Ukraine tauschen erneut Gefallene aus

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
  • 9.04.2026 16:38 Uhr

    16:38 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs während des vergangenen Tages bekannt.

    In den Gebieten Charkow und Sumy verloren Kiews Truppen bei Gefechten gegen den russischen Truppenverband Nord über 195 Soldaten. Zudem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 14 Autos, ein Artilleriegeschütz, ein Grad-Mehrfachraketenwerfer, eine Eloka-Anlage sowie elf Munitions- und Materiallager zerstört.

    Einheiten des Truppenverbands West verbesserten ihre taktische Stellung, wobei das ukrainische Militär hier bis zu 190 Kämpfer einbüßen musste. Fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 19 Autos, zwei Artilleriegeschütze und eine Eloka-Anlage wurden ausgeschaltet.

    Auch der Truppenverband Süd setzte seinen Vormarsch fort. An diesem Abschnitt beliefen sich ukrainische Verluste auf über 175 Soldaten. Außerdem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 16 Autos, vier Artilleriegeschütze, ein Grad-Mehrfachraketenwerfer, eine Eloka-Anlage und vier Lager eliminiert.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor Kiews Militär über 325 Soldaten. Neun gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos, drei Artilleriegeschütze und eine Eloka-Anlage wurden zerstört.

    Der Truppenverband Ost drang tiefer in die ukrainische Verteidigung ein, wobei Kiew am entsprechenden Frontabschnitt über 315 Soldaten verlor. Zudem wurden fünf gepanzerte Fahrzeuge und zehn Autos außer Gefecht gesetzt.

    Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr hatte das ukrainische Militär bis zu 55 Tote zu beklagen. Überdies wurden 14 Autos, ein Artilleriegeschütz, eine Radaranlage vom Typ RADA RPS-42 aus israelischer Produktion und drei Eloka-Anlagen ausgeschaltet.

    Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie sieben Lenkgleitbomben, ein HIMARS-Geschoss sowie 339 Starrflügler-Drohnen ab.

  • 16:02 Uhr

    Medien: Selenskij kritisiert Vance wegen Ungarn-Reise

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat den US-Vizepräsidenten JD Vance wegen dessen Reise nach Budapest kritisiert. Dies berichtet die Zeitung The Guardian.

    "Selenskij bezeichnete die Reise des US-Vizepräsidenten nach Budapest zur Unterstützung von Viktor Orbán als 'nutzlos'."

    Zugleich erklärte Selenskij, er plane keine Einmischung in die Wahlen in Ungarn. Vance hatte zuvor Äußerungen Selenskijs gegenüber Orbán als "absurd und inakzeptabel" bezeichnet und erklärt, ukrainische Dienste hätten versucht, Wahlen in den USA und Ungarn zu beeinflussen.

    Budapest wirft Kiew seit Längerem vor, sich in den Wahlkampf einzumischen, um eine oppositionelle Regierung unter Führung der Partei Tisza an die Macht zu bringen. Diese befürwortet eine stärkere Unterstützung der Ukraine sowie einen beschleunigten EU-Beitritt.

  • 15:24 Uhr

    Medien: Kiew hat von Norwegen versprochene F-16-Jets nicht erhalten

    Die Ukraine hat die von Norwegen noch im Jahr 2023 versprochenen F-16-Kampfjets immer noch nicht erhalten, berichtete der norwegische Fernsehsender NRK. Nach seinen Angaben sei keiner von den sechs Kampfflugzeugen in der ukrainischen Armee in Dienst gestellt worden.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 14:57 Uhr

    Syrski spricht von entscheidendem Gegenüberstehen mit Russland

    Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrski, hat das militärische Verhältnis zu Russland als "entscheidendes Gegenüberstehen" bezeichnet. In einem Beitrag auf Telegram erklärte Syrski, die russischen Streitkräfte hätten ihre Einheiten für unbemannte Systeme weiter ausgebaut. Er schlussfolgerte:

    "Wir haben kein Recht, in diesem entscheidenden Gegenüberstehen aufzuhören."

    Bereits in der vergangenen Woche hatte Syrski die russischen Streitkräfte in einem Interview als eine der stärksten Armeen der Welt bezeichnet und insbesondere deren Ausstattung mit modernen Waffensystemen wie Drohnen und Raketen hervorgehoben.

  • 14:35 Uhr

    Peskow: Europäische Staaten verweigern Kontakte mit Russland

    Die Staaten Europas weigern sich nach wie vor, Kontakte mit Russland aufzunehmen, erklärt der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow. Bei einem Gespräch mit Journalisten erklärte er:

    "Russland sucht nach guten, gegenseitig vorteilhaften und gegenseitig respektvollen Beziehungen zu allen Ländern, darunter zu Ländern Europas, die zu unserem Leidwesen gegenwärtig völlig auf jegliche Kontakte verzichten."

    Peskow betonte dabei, dass Russland kein Land bedrohe, das nicht plane, seine Sicherheit zu unterwandern.

  • 14:13 Uhr

    Mehr als 110 Drohnen über Belgorod – ein Toter und elf Verletzte

    Im Gebiet Belgorod ist bei Angriffen innerhalb von 24 Stunden ein Zivilist ums Leben gekommen, elf weitere wurden verletzt. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Demnach wurden 30 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen. Dabei seien fünf Geschosse abgefeuert und 116 Drohnen eingesetzt worden. 59 davon wurden abgeschossen oder elektronisch unterdrückt. Zudem sei ein Luftballon über dem Kreis Korotschanski zerstört worden. 19 Privathäuser sowie mehrere zivile Objekte, darunter soziale und kommerzielle Einrichtungen, Infrastruktur, ein Verwaltungsgebäude, eine Bushaltestelle und 19 Fahrzeuge, wurden beschädigt.

  • 13:45 Uhr

    Kreml: Keine Entscheidung zu möglichem Oster-Waffenstillstand

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat bislang keine Entscheidung zu einem möglichen Waffenstillstand zu Ostern getroffen. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf Nachfrage von Journalisten. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erklärt, die Ukraine sei bereit für eine Feuerpause zu Ostern.

  • 13:30 Uhr

    Russland und Ukraine tauschen Gefallene aus

    Russland und die Ukraine haben Leichen von gefallenen Militärangehörigen ausgetauscht. Wie der Vertreter der russischen parlamentarischen Koordinationsgruppe für Angelegenheiten der Sonderoperation, Schamsail Saralijew, berichtete, wurden der ukrainischen Seite 1.000 gefallene Soldaten übergeben. Im Gegenzug erhielt Russland 41 eigene Gefallene.

    Der letzte Gefallenenaustausch hatte am 26. Februar stattgefunden, als Moskau Kiew ebenfalls 1.000 ukrainische Gefallene im Austausch für 35 russische übergeben hatte.

    Anfang April hatte Russlands Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa zudem berichtet, dass im Vorfeld des orthodoxen Osterfests, das am 12. April begangen wird, ein Gefangenenaustausch vorbereitet werde.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 13:12 Uhr

    Lawrow: Informelle Kontakte zur Ukraine laufen weiter

    Laut dem russischen Außenminister Sergei Lawrow laufen die Kontakte zum Ukraine-Thema weiterhin, allerdings überwiegend in informeller und vertraulicher Form:

    "Die Kontakte zum Ukraine-Thema laufen bei uns weiter, informell und vertraulich. Über längere Zeit haben wir keine besonderen Perspektiven für die Wiederaufnahme des Dialogs gesehen."

    Er räumte ein, dass mögliche US-amerikanische Vermittler derzeit mit anderen außenpolitischen Aufgaben beschäftigt seien. Dadurch sei es zu einer "gewissen Pause" im Prozess gekommen, da sich eine einzige Gruppe von Vermittlern um mehrere internationale Themen gleichzeitig kümmere.

  • 12:53 Uhr

    Finnische Firma plant Produktion von Boden-Drohnen mit ukrainischem Partner

    Das finnische Unternehmen New Paakkola will gemeinsam mit einem ukrainischen Partner bodengestützte Drohnen produzieren. Dies berichtete der finnische Rundfunk Yle. Demnach hat das Unternehmen eine vorläufige Vereinbarung mit der ukrainischen Firma Remtechnology sowie mit finnischen Investoren unterzeichnet.

    Geplant ist die Produktion von kettengetriebenen Bodenplattformen, auf denen je nach Bedarf unterschiedliche Ausrüstung installiert werden kann. Laut Unternehmensangaben soll der Schwerpunkt des Projekts nicht auf der Ukraine, sondern auf den nordischen Märkten liegen. Der Hersteller betont, die Systeme an die nordischen Klima- und Geländebedingungen anzupassen. Der Produktionsstart ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.