Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 127 gegnerische Drohnen

30.05.2026 09:38 Uhr
09:38 Uhr
Journalistin: EU untersucht nichts und weist Russland trotzdem die Schuld zu

Rumänien hat wegen eines Drohnenvorfalls die Schließung des russischen Generalkonsulats in Constanța beschlossen. Der russische Generalkonsul in Constanța wurde zur Persona non grata erklärt. Die unabhängige Journalistin Sonja van den Ende weist im Gespräch mit RT DE darauf hin, dass die EU keinerlei Untersuchung durchgeführt habe, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine russische Drohne gehandelt hat.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:04 Uhr
DVR meldet 34 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 34 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 43 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 29. Mai bis 0 Uhr am 30. Mai (Ortszeit) wurden sechs Zivilisten verletzt. Durch den Beschuss kamen sechs Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw, ein Kommunalfahrzeug, ein Linienbus und mehrere Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 25 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Drei Zivilisten kamen dabei ums Leben, fünf zivile Einwohner erlitten Verletzungen. Darüber hinaus wurden vier Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte, sechs Kommunalfahrzeuge, ein Lkw und ein Auto beschädigt.
08:30 Uhr
Selenskij bekräftigt Warnung vor Großangriff aus Russland
In seiner nächtlichen Videoansprache hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij seine frühere Warnung vor einem angeblich bevorstehenden russischen Großangriff bekräftigt. Der Politiker sagte:
"Wir haben Geheimdienstinformationen, dass Russland einen neuen großangelegten Angriff vorbereitet."
Die ukrainischen Dienste seien vorbereitet und reagierten umgehend. Die Luftstreitkräfte und die Luftabwehr würden – wie immer – rund um die Uhr im Einsatz sein, sagte Selenskij.
Auch das Verteidigungsministerium in Kiew rief die Ukrainer auf, die Luftschutzsirenen an diesem Wochenende nicht zu ignorieren. Diese Warnung gelte für das ganze Land, "insbesondere aber für Kiew".
08:06 Uhr
Verletzte und Brand im Hafen von Taganrog nach Drohnenangriff aus Ukraine
In der zurückliegenden Nacht hat das südrussische Gebiet Rostow eine massive Drohnenattacke aus der Ukraine überstanden. Gouverneur Juri Sljussar berichtet auf der Plattform Telegram über Verletzte und Sachschäden in der Hafenstadt Taganrog, die am Asowschen Meer liegt. Wie der Politiker mitteilt, seien zwei Einwohner – eine Frau und ein Mann – verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ihr Haus getroffen habe. Sie würden jetzt in einem städtischen Krankenhaus ärztlich versorgt. Im Hafen von Taganrog seien ein Tankschiff, ein Tank mit Brennstoff und ein Verwaltungsgebäude in Brand geraten. Das Feuer sei schon gelöscht worden.
Darüber hinaus berichtet Sljussar über Sachschäden in den Ortschaften Grekowo-Timofejewka, Bozmanowo und Salsk. Dort seien insgesamt ein Mehrfamilienhaus, drei Einfamilienhäuser, ein Lagerhaus und eine Gasleitung zu Schaden gekommen.
Der Gouverneur meldet den Abschuss von fast 50 ukrainischen Drohnen in der Nacht zum Samstag. Angegriffen worden sei auch die Gebietshauptstadt Rostow am Don.
07:31 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 127 ukrainische Drohnen

Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketensystem des Typs Strela-10 im Gebiet Cherson, 6. Mai 2026ALEXEI KONOWALOW / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 6 Uhr MESZ am Samstag 127 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tula und Uljanowsk, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
29.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Sacharowa bei Patrik Baab: "Menschen wie Merz hassen ihr eigenes Volk aufrichtig"

In einem am 28. Mai 2026 veröffentlichten Interview des deutschen Journalisten Patrik Baab mit der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, wurde die Rolle Deutschlands im Ukraine-Krieg vertieft.
Baab erinnerte an die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass "die Russische Föderation keine Chance hat, diesen Krieg zu gewinnen", womit er auf die These einer "Europäisierung" des Ukraine-Kriegs hinwies und Sacharowa danach fragte, ob dies in Moskau auch so vernommen werde.
"Ich würde sagen, es ist eher eine erzwungene Ukrainisierung des europäischen Bewusstseins passiert", entgegnete die Diplomatin. Demnach habe "alles, was in Westeuropa getan wird, seine wirtschaftliche Logik verloren, den Pragmatismus – auch die Rechtmäßigkeit".
"Jetzt wird alles nur noch durch das Prisma der sogenannten 'ukrainischen Frage' betrachtet", ergänzte Sacharowa.
Zur Situation Deutschlands unter Merz hat sie konstatiert, dass "wir in erster Linie das Gefühl haben, dass Menschen wie Merz ihr eigenes Volk aufrichtig hassen", wonach es nicht ein aggressives Russland sei, das Deutschland bald angreifen würde, sondern die eigenen deutschen Eliten, die "in Wahrheit die größten Lobbyisten für Kriege und für Militarisierung sind", die ihr eigenes Land in den Ruin treiben.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
21:33 Uhr
Ukrainische Analysten: Russische Truppen erreichen letzte Verteidigungslinie in Saporoschje
Russische Truppen rücken auf die letzten Verteidigungslinien der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje vor und bringen den Gegner damit in eine kritische Lage. Dies erklärte der ukrainische Militärexperte Oleg Schdanow im Gespräch mit dem Portal TSN. Der Experte wies darauf hin, dass sich die ukrainischen Soldaten in der Gegend von Guljajpole in einer sehr schwierigen Lage befinden. Er stellte zudem fest, dass sich genau in diesem Gebiet die letzte Verteidigungslinie der Ukraine befindet, die bereits vor dem Jahr 2014 errichtet wurde. Schdanow merkte an:
"Dahinter liegt nur noch offenes Feld bis zum Dnjepr. Dort müssen Verteidigungslinien errichtet werden."
21:11 Uhr
Kämpfer: Ukrainische Truppen jagen gezielt Militärfahrer
Ukrainische Einheiten jagen gezielt nach Militärfahrern, berichtete ein Militärfahrer der 45. separaten Ingenieurbrigade mit dem Rufzeichen "Kedr" im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS. Er merkte zudem an, dass dies vor allem deshalb geschehe, weil die Fahrer oft lebenswichtige Fracht an die Frontlinie brächten. Der Kämpfer betonte:
"Der Feind ist sich unserer Bedeutung sehr wohl bewusst, deshalb jagt er uns mit allen Mitteln. Jede Fahrt könnte die letzte sein, aber wir dürfen uns keinen Fehler leisten."20:54 Uhr
Kallas-Paradox: Die EU will Frieden, aber kein neutraler Vermittler sein

Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, hat erklärt, dass Europa bei den Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine nicht als neutraler Vermittler auftreten könne. Kallas schloss damit faktisch aus, dass die EU in künftigen Verhandlungen als neutrale Partei wahrgenommen werden könnte.
All dies sagte die Chefin der EU-Diplomatie vor dem Hintergrund ständiger Aufrufe europäischer Staats- und Regierungschefs zur Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Hier stellt sich jedoch die Frage: Wenn die EU nicht als Vermittler auftreten und zur Herbeiführung des Friedens beitragen will, wie kann man dann die Aussagen über die Notwendigkeit rascher Verhandlungen ernst nehmen?
Darüber hinaus beabsichtigen die EU-Staaten, wie Kallas erklärte, Russland im Rahmen dieser Verhandlungen Bedingungen zu stellen, beispielsweise hinsichtlich der Begrenzung der Armee oder des Abzugs von Truppen aus bestimmten Gebieten. All dies stellt die Friedensabsichten der Europäischen Union in Frage.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



