Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Kiew bittet um Raketen für Patriots aus Bundeswehr-Beständen

4.06.2026 18:13 Uhr
18:13 Uhr
"Hier gibt es Kaffee": Warum BBC beim SPIEF ist – aber nicht in Starobelsk

Auf dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF) erklärte der britische Journalist Steve Rosenberg, warum die "BBC" nicht nach Starobelsk gereist war. Nach seinen Angaben sei eine geplante Reise in die Volksrepublik Lugansk aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sieht darin blanken Zynismus: Während die BBC einen Besuch am Ort der Tragödie mit Verweis auf Sicherheitsbedenken ablehne, sei Rosenberg beim SPIEF präsent – dort, wo es "Kaffee, interessante Redner und keine weinenden Mütter" gebe.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
17:49 Uhr
EU bereitet Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldawien vor
Die Ukraine und Moldawien können nach einer zweijährigen Hängepartie auf den offiziellen Beginn der Verhandlungen über einen EU-Beitritt hoffen. Nach Angaben der derzeitigen zyprischen EU-Ratspräsidentschaft sind die Vorbereitungen für die formelle Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts eingeleitet worden. Im Idealfall sollen die Gespräche am 15. Juni am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg gestartet werden können.
Im ersten Verhandlungsabschnitt, der offiziell erstes Cluster genannt wird, müssen die Länder zeigen, dass ihr Justizsystem und die öffentliche Verwaltung den EU-Standards entsprechen. Der Prozess der Beitrittsverhandlungen ist thematisch in insgesamt sechs Abschnitte eingeteilt, die aus jeweils mehreren Kapiteln bestehen. Die Verhandlungen ziehen sich in der Regel über Jahre hin, und es ist auch nicht ausgemacht, dass sie erfolgreich abgeschlossen werden können.
Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldawien waren eigentlich im Juni 2024 eröffnet worden. Die Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts mit der Ukraine wurde dann allerdings von Ungarn mit einem Veto blockiert. Erst nach der Abwahl des langjährigen ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán im April kam wieder Bewegung in den Prozess.
17:20 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson – Mann durch Drohnenangriff getötet
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 3. Juni 24 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki – sechs,
- Welikaja Lepeticha – fünf,
- Golaja Pristan – fünf,
- Proletarka – vier,
- Solonzy – vier.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Donnerstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kachowka, Gornostajewka und Kairy seien insgesamt 16 Geschosse abgefeuert worden. Infolge der Artillerieattacken seien ein Wohnhaus in Welikaja Lepeticha und mehrere Autos in Petropawlowka und Briljowka beschädigt worden.
Gouverneur Wladimir Saldo meldet darüber hinaus ein Todesopfer in der Ortschaft Bechtery. Bei ihm handele es sich um einen Mann des Jahrgangs 1966. Er sei ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne einen Traktor attackiert habe. Wie der Politiker ferner mitteilt, sei eine weitere ukrainische Drohne auf das Gelände des Zentralen Bezirkskrankenhauses in der Stadt Aljoschki gestürzt. Saldo meldet aber weder Todesopfer noch Verletzte durch diese Attacke.
16:47 Uhr
FSB: Einwohner von Sewastopol wegen Zusammenarbeit mit SBU festgenommen
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat in der Republik Krim einen Mann, Jahrgang 1963, festgenommen, der mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) zusammengearbeitet haben soll. Dies teilte die Pressestelle des FSB mit.
Es wurde festgestellt, dass der Mann von einem SBU-Mitarbeiter für eine Zusammenarbeit angeworben worden sei. Auf seine Anweisung habe der Festgenommene Informationen über russische Militärangehörige an ukrainische Geheimdienste weitergegeben. Zudem soll er geplant haben, die Fahrzeuge ihrer Familienangehörigen visuell zu beobachten.
Ein Strafverfahren wegen Landesverrats wurde eingeleitet. Dem Mann droht eine lebenslange Haftstrafe.
16:15 Uhr
Ungarn einigt sich mit Ukraine in Minderheitenfrage
Ungarn und die Ukraine haben sich nach Angaben der Regierung in Budapest auf ein Abkommen zu den Rechten der ungarischen Minderheit in der Ukraine geeinigt. Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar erklärte auf der Plattform X, nach dreiwöchigen Verhandlungen mit der Regierung in Kiew habe sein Team erreicht, was sein Vorgänger Viktor Orbán in einem Jahrzehnt nicht geschafft habe. Das umfassende Abkommen verbessere die Bildungschancen sowie sprachliche, kulturelle und politische Rechte der mehr als 100.000 Mitglieder der ungarischen Minderheit in der westukrainischen Region Transkarpatien. Die Ukraine habe sich verpflichtet, die Änderungen zeitnah rechtlich umzusetzen. Diese Zusage werde auch im ukrainischen Aktionsplan für den Weg zu einem EU-Beitritt festgehalten.
Magyar erklärte zugleich, Ungarn sei weiter gegen einen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine. Falls es Kiew in den nächsten 10 bis 15 Jahren gelingen sollte, alle Beitrittskapitel mit der EU abzuschließen, werde Ungarn den Beitritt unterstützen – abhängig von einem rechtlich verbindlichen Referendum.
15:43 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Donnerstag heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.420 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 195 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär zwei gepanzerte Kampffahrzeuge und elf Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär etwa 210 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband zwei Mannschaftstransportwagen vom Typ M113 aus US-Produktion, neun Autos, drei Artilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung.
Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd musste das ukrainische Militär etwa 165 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden vier gepanzerte Kampffahrzeuge, elf Autos, drei Feldartilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 370 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte drei gepanzerte Kampffahrzeuge, sechs Autos und drei Artilleriegeschütze außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von etwa 430 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich vier gepanzerte Kampffahrzeuge, acht Autos und eine Radaranlage.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 50 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband drei Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Drohnenlager, Startplätze für Langstreckendrohnen und Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 142 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben vier gelenkte Bomben, zwei Geschosse für Mehrfachraketenwerfer vom Typ Vampire aus tschechischer Produktion und 601 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 156.058 unbemannte Luftfahrzeuge, 661 Flugabwehrraketensysteme, 29.608 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.729 Mehrfachraketenwerfer, 35.210 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 63.297 militärische Spezialfahrzeuge eliminiert.
15:18 Uhr
Russische Armee befreit weitere Ortschaft im Gebiet Saporoschje
Das russische Militär hat eine weitere Siedlung im Gebiet Saporoschje befreit, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag.
"Die Einheiten des Truppenverbandes Ost haben infolge der aktiven und entschlossenen Handlungen die Ortschaft Komsomolskoje im Gebiet Saporoschje befreit."
Die Befreiung dieser Ortschaft ermöglichte die Durchführung weiterer Offensivaktionen in westlicher Richtung. Dies teilten die russischen Sicherheitsdienste gegenüber TASS mit.
"Sie ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung der Voraussetzungen für weitere Offensivoperationen des Truppenverbandes Ost in westlicher Richtung."
14:44 Uhr
NATO-Genaralsekretär: Putin kann nur mit Selenskijs Segen Paraden abhalten

Bei seinem Besuch in Kiew am Mittwoch hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte die ukrainischen Drohnenangriffe im russischen Hinterland ausgiebig gewürdigt. Besonders die jüngsten Treffer auf eine Ölanlage in Sankt Petersburg nutzte er für eine auffallend sarkastische Zuspitzung. Rutte stichelte, die Ukraine sei bei ihren Luftschlägen mittlerweile so erfolgreich, dass Putin die Parade zum 9. Mai nur noch dank eines Dekrets von Selenskij habe abhalten können. Zudem spottete er, dass die Parade fünf Minuten früher als erlaubt beendet worden sei, da Putin kein Risiko habe eingehen wollen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:15 Uhr
Moskau: USA setzen sich weiterhin für Lösung des Ukraine-Konflikts ein
Washington sei weiterhin bereit, sich für die Lösung des Konflikts in der Ukraine einzusetzen. Dies erklärte Michail Galusin, Russlands stellvertretender Außenminister, gegenüber Journalisten am Rande des Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF).
"Obwohl die US-Unterhändler derzeit vor allem mit der Nahostkrise beschäftigt sind, ist die US-Regierung weiterhin bestrebt, die Suche nach einer politisch-diplomatischen Lösung im Rahmen von Dreiergesprächen zu unterstützen. Das sehen wir, und das wissen wir zu schätzen."
13:39 Uhr
Medien: Kiew bittet um zusätzliche Raketen für Patriot-Systeme aus Bundeswehr-Beständen
Kiew habe Berlin gebeten, in diesem Jahr Dutzende zusätzliche Abfangraketen für Patriot-Systeme aus dem Bestand der Bundeswehr zu liefern, um die ukrainische Luftabwehr gegen die zunehmenden russischen Angriffe zu verstärken. Dies meldete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Wie es heißt, habe die Ukraine "einen Deal vorgeschlagen, wonach sie die Raketen im Austausch für die Lieferung von Abfangraketen an Deutschland erhalten würde, die voraussichtlich erst in Zukunft produziert werden."
Nach Angaben der Agentur prüfe die Bundesregierung die Anfrage der ukrainischen Seite, eine Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden. Laut einer der Quellen könnte die Entscheidung vor oder im Laufe des NATO-Treffens im Juli bekannt gegeben werden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

