Liveticker Ukraine-Krieg – Putin über Gesprächsangebot: "Sie bitten um ein Treffen und töten Kinder"

5.06.2026 19:53 Uhr
19:53 Uhr
Putin: Ukraine produziert keine eigenen modernen Waffen
Der russische Präsident Wladimir Putin betont, dass die Ukraine nicht über eigene Produktionskapazitäten für solche Waffen verfügt, wie Russland sie besitze. Er sagte dies auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF):
"Auf der anderen Seite gibt es keine eigene Produktion solcher Wirkmittel, wie sie Russland hat. Das sind Hyperschallwaffen, das sind Marschflugkörper in der gesamten Bandbreite sowie eine Reihe weiterer Mittel, die auch andere Länder nicht haben. Zum Beispiel ein solches Mittel mittlerer Reichweite wie 'Oreschnik', über das viel gesprochen wurde."
Zudem erklärte Putin, dass die unbemannten Luftfahrzeuge der Ukraine überwiegend aus westlichen Ländern geliefert würden.
"Was moderne Mittel betrifft, darunter auch die unbemannte Luftfahrt, ist das leider so, das sind neue Realitäten. Im Wesentlichen kommen sie aus westlichen Ländern in die Ukraine. Dort wird im Grunde nur noch zusammengebaut. Zwar versuchen sie selbst etwas zu entwickeln, aber es gelingt ihnen nur wenig."
19:35 Uhr
"Boom boom boom" – USA beschließen neue Militärhilfen für Kiew

Das US-Repräsentantenhaus hat ein neues Finanzpaket für die Ukraine verabschiedet. Der Gesetzentwurf wurde mit 226 zu 195 Stimmen angenommen und sieht mehr als eine Milliarde US-Dollar für Sicherheits- und Wiederaufbauhilfen sowie weitere acht Milliarden Dollar in Form von Krediten für die ukrainische Verteidigung vor. Zudem enthält die Vorlage neue Sanktionen gegen wichtige Bereiche der russischen Wirtschaft.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
19:19 Uhr
Putin zu Selenskijs "offenem Brief": "Ich habe ihn nur flüchtig gelesen"
Der russische Präsident Wladimir Putin hat erklärt, er habe das sogenannte "offene Schreiben" des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij nur kurz überflogen. Er sagte auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF):
"Mein Pressesprecher Dmitri Peskow hat mir dieses Schreiben gestern noch gezeigt. Ehrlich gesagt hatte ich keine Zeit, es anzusehen. Heute Morgen hat mir Peskow dieses Papier erneut gegeben, ich habe es nur flüchtig gelesen."
Weiter kritisierte der russische Präsident die öffentliche Form des Schreibens. Die ukrainische Seite habe den Beziehungen damit einen öffentlichen Charakter gegeben, was "was nicht ganz richtig oder gar falsch" sei. Zudem enthalte der Text Elemente von "Respektlosigkeit". Putin verwies dabei auch auf persönliche Anspielungen Selenskijs, unter anderem auf sein Alter.
"Natürlich spielt das Alter eine Rolle, aber viele andere politische Akteure arbeiten in meinem Alter oder sind älter. Entscheidend sind Arbeitsfähigkeit und Leistungsfähigkeit."Peskow erklärte, dass es derzeit keine offiziellen Kommunikationskanäle zwischen Moskau und Kiew gebe. Putin habe jedoch mehrfach ein Treffen mit Selenskij in Moskau vorgeschlagen, sofern dieser Gesprächsbereitschaft zeige. Zudem erklärte er, er habe sich nie grundsätzlich gegen ein Treffen gestellt, sehe derzeit jedoch keinen Sinn darin.
18:45 Uhr
Schweden: Gericht erlaubt mögliche Übergabe von Frachter "Caffa" an die Ukraine
Ein schwedisches Gericht hat entschieden, dass der im März in der Ostsee festgesetzte Frachter "Caffa" an die Ukraine übergeben werden kann. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft das Schiff im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens beschlagnahmt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Die "Caffa" war Anfang März 2026 nahe Trelleborg gestoppt worden. Das unter guineischer Flagge fahrende Schiff war von Casablanca nach St. Petersburg unterwegs und stand laut schwedischer Behörden auf ukrainischen Sanktionslisten. Die Behörden nannten den Auftraggeber des Verfahrens offiziell nicht, Medienberichte gehen jedoch von der Ukraine aus.
Laut der russischen Botschaft in Stockholm bestand die Besatzung aus elf Personen, darunter zehn russische Staatsbürger. Der Kapitän wurde festgenommen und später in Malmö in Untersuchungshaft genommen. Die übrige Besatzung verließ Schweden Mitte Mai. Das Schiff liegt weiterhin im Hafen von Trelleborg. Die Reederei hat drei Wochen Zeit, um Berufung einzulegen. Falls die Anfechtung erfolglos bleibt, könnte eine Übergabe bereits Ende Juni erfolgen.
Laut der Staatsanwaltschaft wird zudem geprüft, ob das Schiff an den Staat übergeben werden kann, der das Verfahren initiiert hat. Der Fall könnte somit erstmals eine dauerhafte Übertragung eines mit Russland in Verbindung stehenden Frachters an die Ukraine ermöglichen.
18:18 Uhr
Fico fordert EU zu Dialog mit Putin auf
Nach der Explosion einer ukrainischen Seedrohne in Rumänien hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico die Europäische Union zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen. Er sagte am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro:"Wir müssen reden, reden und nochmals reden, einen Dialog führen. Jemand muss anfangen, mit Präsident Putin normal zu sprechen. Es ist mir egal, ob das eine Delegation von EU-Staats- und Regierungschefs ist oder ein starker Kanzler beziehungsweise Präsident eines starken Landes. Aber wir müssen anfangen zu reden."
Er warnte vor einer weiteren Eskalation des Konflikts:
"Noch fünf oder sechs solcher Vorfälle, und wir werden plötzlich feststellen, dass wir uns alle in einem Weltkrieg befinden. Damit will ich nichts zu tun haben."Später bestätigten die ukrainischen Seestreitkräfte, dass es sich bei dem in Rumänien explodierten Objekt um ein ukrainisches unbemanntes Überwasserfahrzeug gehandelt habe.
17:47 Uhr
Klaus von Dohnanyi bei Illner: "Ukraine soll NATO-Beitritt aus ihrer Verfassung streichen"

Der frühere Hamburger Bürgermeister und langjährige SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi hat in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" neue diplomatische Initiativen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gefordert.
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17:29 Uhr
Putin über Selenskijs Gesprächsangebot: "Sie bitten um ein Treffen und töten Kinder"
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Gesprächsangebot des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Berufskolleg in Starobelsk scharf kritisiert. Auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF) sagte er:
"Was bedeutet das? Sie bitten um ein Treffen und begehen gleichzeitig solche schrecklichen Verbrechen wie die Tötung von Kindern."
Nach Angaben des russischen Präsidenten habe ihn zuvor ein Unternehmer kontaktiert und berichtet, er sei nach Kiew eingeladen worden. Putin habe ihm geantwortet, er könne ihn weder als Unterhändler entsenden noch ihm die Reise verbieten. Der Unternehmer habe sich daraufhin mit Selenskij getroffen und dessen Wunsch nach einem persönlichen Treffen mit Putin übermittelt.
Putin erklärte, er sehe keinen Sinn in "leeren Treffen". Entscheidend seien konkrete Vereinbarungen.
"Ein solches Treffen hat nur für die ukrainische Seite Bedeutung, um die russische Offensive zu stoppen."17:22 Uhr
Ukrainische Soldaten reichen Tausende Beschwerden bei Ombudsstelle ein
Das Büro der ukrainischen Militärombudsfrau hat in den ersten vier Monaten seiner Arbeit mehr als 8.000 Beschwerden bearbeitet. Dies geht aus einer Mitteilung des Büros von Wladimir Selenskij hervor, die dem Bericht der Militärombudsfrau Olga Reschetilowa gewidmet ist. Die meisten Beschwerden betreffen die medizinische Versorgung und die Überweisung an militärärztliche Kommissionen.
Reschetilowa sprach zudem von "systematischen Verstößen in einzelnen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte". Ihren Angaben zufolge verschweigen Kommandeure Probleme häufig, anstatt mit dem Ombudsbüro zusammenzuarbeiten.16:59 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 135 ukrainische Drohnen ab
Die russische Luftabwehr hat am Donnerstag zwischen 08:00 und 14:00 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 135 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Den Angaben zufolge wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Orjol, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula sowie über der Region Moskau, der Region Krasnodar, der Krim und dem Schwarzen Meer vernichtet.
16:46 Uhr
Ukraine bricht Waffenstillstand um AKW Saporoschje
Kiews Militär hat den zuvor von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) vermittelten lokalen Waffenstillstand im Umland des Atomkraftwerks Saporoschje gebrochen. Der Pressedienst des Kraftwerks gibt dazu bekannt:
"Heute um 13:15 Uhr hat eine Drohne der Streitkräfte der Ukraine während der Reparaturarbeiten im Rahmen eines von der IAEA vermittelten Waffenstillstands beim Strommast Nr. 20 der 750-Kilovolt-Stromleitung 'Dnjeprowskaja' eine Sprengladung auf Angehörige eines Minenräumtrupps des Verteidigungsministeriums Russlands abgeworfen."
Der Meldung zufolge wurden bei dem Angriff fünf Soldaten verwundet. Der Pressedienst des AKW betont:
"Dieser Zwischenfall ereignete sich in den ersten Stunden des Waffenstillstands, der zur Reparatur der Dnjeprowskaja-Stromleitung vereinbart wurde. Diese Stromleitung hat eine wichtige Bedeutung für die Sicherheit des AKW Saporoschje.
Der Vorfall ist eine grobe Verletzung der ukrainischen Sicherheitsgarantien, die von einer Note der IAEA vom 4. Juni 2026 bestätigt wurden."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

