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Liveticker Ukraine-Krieg – Tschechische Munitionsinitiative: Nur Hälfte der Mitglieder verblieben

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Tschechische Munitionsinitiative: Nur Hälfte der Mitglieder verblieben© Urheberrechtlich geschützt
  • 26.05.2026 21:24 Uhr

    21:24 Uhr

    "Nastja, hilf mir!" – Letzte Nachrichten einer ermordeten Studentin an ihre Angehörigen

    Darja Serdijuk ist eine der Schülerinnen, die beim Angriff auf ein Wohnheim der Berufsschule in Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik am Freitag getötet wurden. Ihre Cousine Nastja ist mit ihrer Mutter, Darjas Tante, aus Sankt Petersburg angereist, um Abschied zu nehmen.

    Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • 21:13 Uhr

    DVR: Vier ukrainische Soldaten wegen Angriffe auf Zivilisten verurteilt

    Vier ukrainische Militärangehörige sind in der Donezker Volksrepublik zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Wie der Pressedienst des Obersten Gerichts der Republik mitteilt, handelte es sich bei den Angeklagten um Angehörige einer Mörserbatterie der 36. ukrainischen separaten Brigade der Marineinfanterie.

    Nach Angaben der Behörde wurde im Rahmen der Ermittlung festgestellt, dass die Angeklagten in den Jahren 2020 bis 2021 vorsätzlich Wohnhäuser und Objekte der zivilen Infrastruktur in der Donezker Volksrepublik unter Beschuss genommen haben. Sie wurden wegen versuchten Mordes und Sachbeschädigung für schuldig befunden. Der Kommandeur der Mörserbatterie, Sergei Mischtschenko, wurde zu 23 Jahren Haft, Kommandeur der Batteriekompanie Denis Siwez zu 22 Jahren, Richtschütze Gennadi Trufin zu 23 Jahren und Mörserschütze Artjom Schura zu 21 Jahren Haft verurteilt.

  • 20:51 Uhr

    Nebensja: Anschlag auf Starobelsk ist moralisches Scheitern des Westens

    Die Reaktion der westlichen Staaten auf den ukrainischen Angriff auf die Berufsschule in Starobelsk verdeutlicht das moralische Scheitern des Westens, betont Russlands Botschafter bei der UNO, Wassili Nebensja. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Stabsquartier der UNO erklärte er:

    "Das sind nicht bloß doppelte Standards. Das ist ein moralisches Scheitern und eine Schande."

    Nebensja fügte hinzu, dass Russland bereit sei, Vertreter des UN-Sicherheitsrats nach Starobelsk einzuladen:

    "Ich bin jederzeit bereit, die Kollegen aus dem Sicherheitsrat einzuladen. Ich bin mir aber nicht sicher, dass alle Kollegen aus dem Sicherheitsrat meine Einladung wahrnehmen."

    Während der Konferenz zeigte Nebensja den versammelten Journalisten Aufnahmen des zerbombten Studentenheims und Aussagen von Zeugen.

  • 20:35 Uhr

    Tschechische Munitionsinitiative: Nur Hälfte der Mitglieder verblieben

    Die Koalition von Ländern, die auf Tschechiens Initiative hin Munition an die Ukraine liefern, ist um die Hälfte geschrumpft, meldet der tschechische Präsident Petr Pavel. Die Zeitung Financial Times zitiert ihn dazu:

    "Die Initiative arbeitet nach wie vor, doch die neue Schwierigkeit besteht darin, dass nur noch etwa neun Mitgliedsstaaten finanzielle Beiträge leisten."

    Im vergangenen Jahr hätten sich Pavel zufolge noch 18 Staaten an der Initiative beteiligt. Dabei weigerte sich das tschechische Präsidialamt, die ausgetretenen Länder zu benennen. Laut Financial Times seien noch Deutschland und "einige skandinavische Länder" in der Koalition verblieben.

    Pavel betonte, dass Kiew im Rahmen der Initiative etwa 50 Prozent der gesamten Großkaliber-Munition erhalte.

  • 19:56 Uhr

    Selenskij klagt über Mangel an Luftabwehrraketen

    Nach der Erklärung des russischen Außenministeriums über systematische Angriffe gegen Betriebe der ukrainischen Rüstungsindustrie in Kiew klagt der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij gegenüber den USA, dass die Ukraine nicht genügend Raketen für Luftabwehr besitze. In einer Videoansprache, die auf seinem Telegramkanal veröffentlicht wurde, sagte er:

    "Was den Schutz des Himmels angeht, sprechen wir mit allen Partnern über diese Angelegenheit. Leider gab es seit Langem keine Fortschritte mit Amerika über die Erweiterung der Produktion von Raketenabwehrmitteln. Wir bemühen uns, diese Arbeit in Europa zu beschleunigen."

    Auch bei einem Treffen mit der Fraktion der Regierungspartei "Diener des Volkes" klagte Selenskij über die USA. Wie die Rada-Abgeordnete Olga Wassilewskaja-Smagljuk auf Telegram berichtete, würden die USA laut Selenskij Luftabwehrraketen "in recht beschränkter Menge" verkaufen.

  • 19:24 Uhr

    Großbritannien verhängt neue Sanktionen gegen Russland

    Großbritannien hat neue Sanktionen gegen 18 Privatpersonen und Unternehmen verhängt, die angeblich mit Russland verbunden und zur Umgehung bestehender Strafmaßnahmen genutzt worden sind. Es handelt sich unter anderem um Banken, Finanznetzwerke und Kryptowährungsplattformen. Britischen Unternehmen sei es verboten, Zahlungen ​für sie abzuwickeln oder Korrespondenzbankbeziehungen zu unterhalten. Vermögenswerte der Betroffenen ⁠würden eingefroren, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Außenministeriums in London.  

    Insbesondere erwähnt das britische Außenministerium ​das angeblich von der russischen Führung unterstützte A7-Netzwerk. Dieses sei genutzt worden, um Geld zu transferieren, Beschaffungen zu finanzieren und ausländische Bankensysteme zur ​Umgehung von Beschränkungen auszunutzen.

    Die britische Außenministerin Yvette Cooper wird mit den Worten zitiert:

    "Wenn der Kreml glaubt, dass er unsere Sanktionen umgehen kann, indem er sich hinter Kryptowährungsnetzwerken und Schattenfinanzsystemen versteckt, irrt er sich gewaltig."

  • 18:49 Uhr

    Russischer Diplomat: Westen vertuscht Kiews Verbrechen

    Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums, wirft dem Westen Vertuschung ukrainischer Verbrechen vor. Während seiner Rede beim Internationalen Sicherheitsforum erklärte er:

    "Eines der Hauptprobleme, mit dem wir konfrontiert werden, ist die Schuld des Westens. Sie geben der Ukraine nicht nur Geld und Waffen, sondern treiben sie zu Morden und vertuschen ihre Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung."

  • 18:18 Uhr

    Auswärtiges Amt wirft Russland Eskalation vor

    Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin, Sergei Netschajew, einbestellt. Die deutschen Diplomaten warfen Russland Eskalation und Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen und deutsche Fernsehstudios vor. Außerdem verurteilte die Bundesregierung die Warnung Russlands an Auslandsvertretungen in der Ukraine, dass ⁠alle ausländischen Bürger Kiew verlassen sollten.

    Der ⁠Versuch, die Ukraine und ihre Unterstützer zu spalten, werde keinen Erfolg haben, hieß es in einem entsprechenden Eintrag auf der Plattform X. Das Auswärtige Amt stehe in ständigem Kontakt mit der deutschen Botschaft in Kiew und seinen Partnern. Die Sicherheit der Mitarbeitenden vor Ort habe höchste Priorität.

    Russland greift nach eigenen Angaben nur militärische Ziele im Nachbarland an. Angriffe auf zivile Objekte weist die Führung in Moskau entschlossen zurück.

  • 17:27 Uhr

    Politico: EU-Staaten gegen Ernennung eines Russland-Sondergesandten

    Laut einem Bericht der Zeitung Politico sprechen sich mehrere europäische Staaten, die die Ukraine unterstützen, gegen die Ernennung eines Sondergesandten für den Dialog mit Russland aus. Die betreffenden EU-Staaten fürchten demnach, ein solcher Schritt könnte die Bemühungen schwächen, den Druck auf Russland durch Sanktionen aufrechtzuerhalten. Politico zitiert:

    "Hochrangige Beamte aus Ländern, die die Ukraine unterstützen, lehnen die Idee eines europäischen Sondergesandten ab und argumentieren, dass eine solche Ernennung die Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Sanktionsdrucks auf Russland untergraben könnte."

    In Russland wird hingegen wiederholt betont, dass die gegen das Land verhängten Sanktionen nicht gewirkt hätten und die Wirtschaft wachse.

  • 16:59 Uhr

    Abgeordneter: Vorbereitung Odessas auf Rundumverteidigung zeigt Widerspruch zu Kiews Frontdarstellung

    Die Vorbereitungen zur Rundumverteidigung von Odessa zeigen laut dem ukrainischen Parlamentsabgeordneten Artjom Dmitruk, dass die ukrainische Führung die Lage an der Front falsch darstellt. Er schrieb auf Telegram:

    "Wenn Selenskij erneut über 'Stabilisierung der Front', ein angeblich zuverlässiges Luftabwehrsystem und vollständige Kontrolle der Lage spricht, werden bereits rückwärtige Städte auf Rundumverteidigung vorbereitet. Das ist eines der wenigen aussagekräftigen Signale dafür, was tatsächlich passiert."

    Nach seiner Einschätzung verschärfe sich die Lage nicht nur an der Front, sondern auch im Hinterland. Zudem wachse der innere Widerstand gegen die Regierung von Präsident Wladimir Selenskij, während die Mobilisierungsreserven sich dem Ende zuneigten.

    Zuvor hatten die ukrainischen Streitkräfte mitgeteilt, dass Odessa erneut auf eine Rundumverteidigung vorbereitet werde. Demnach würden unter anderem Panzergräben, Bunker, Stacheldraht, sogenannte "Drachenzähne" sowie weitere Befestigungen errichtet.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.