International

Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau wirft Kiew 1.971 Verstöße gegen Osterwaffenruhe vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau wirft Kiew 1.971 Verstöße gegen Osterwaffenruhe vorQuelle: Sputnik
  • 12.04.2026 11:39 Uhr

    11:39 Uhr

    Einblick in Kiews eskalierenden Drohnenkrieg gegen die russische Infrastruktur

    Die Massenproduktion von Drohnen für Angriffe aus großer Entfernung und sich wandelnde Taktiken verändern das Schlachtfeld – und erzwingen ein Umdenken bei den Luftverteidigungsstrategien. Das zeigen die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur tief im russischen Hinterland.

    Mehr dazu in dieser Analyse von Dmitri Kornew auf unserer Website.

  • 11:08 Uhr

    Abgestürzte Drohne in Finnland gefunden

    In Finnland sind eine abgestürzte Drohne und ein nicht explodierter Sprengkopf entdeckt worden. Der Fund sei im Süden des Landes gemacht worden, teilte die Polizei am Samstag auf der Plattform X mit. Die Drohne sei den Angaben zufolge in einem unbewohnten Gebiet entdeckt worden. Die örtlichen Behörden meldeten keine Verletzten. Zur Herkunft der Drohne und zum mutmaßlichen Absturzdatum wurden keine Angaben gemacht. Allerdings erklärte die Polizei:

    "Nach aktuellem Kenntnisstand ähnelt das in einem Wald bei Iitti gefundene unbemannte Fluggerät jenen, die Ende März in Südostfinnland entdeckt wurden."

    Bereits am 29. März waren zwei Drohnen in Finnland abgestürzt. Eine dritte wurde zwei Tage später entdeckt. Zwei der Drohnen wurden damals als ukrainisch identifiziert. Kiew entschuldigte sich bei Helsinki für die Vorfälle und erklärte, die Drohnen seien vermutlich aufgrund russischer Einwirkung von ihren Flugrouten abgewichen und in Finnland abgestürzt.

  • 10:37 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet am Sonntag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine im Zeitraum vor dem Beginn der Osterwaffenruhe um 15 Uhr MESZ am 11. April. Wie die Militärbehörde auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Matschulischtscha, Batschewsk und Suchodol im Gebiet Sumy und Swetlitschnoje, Ternowaja und Grafskoje im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 125 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sieben Wagen, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Der Truppenverband West habe Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Nowonikolajewka, Senkowo und Welikaja Schapkowka im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 200 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem einen Transportpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 18 Wagen, drei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und vier Munitionslager verloren.  

    Der Truppenverband Süd habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Konstantinowka, Kondratowka, Nowossjolowka und Kramatorsk in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 145 Soldaten. Dabei seien ein Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 20 Wagen, zwei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung, drei Materiallager und zwei Brennstoffdepots zerstört worden.

    Der Truppenverband Mitte habe Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Fjodorowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowonikolajewka, Grischino, Belizkowo, Dobropolje, Lenina und Sergejewka in der DVR getroffen. Das ukrainische Militär habe mehr als 325 ukrainische Soldaten verloren. Zudem seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Dibrowa, Podgawrilowka und Malomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Dolinka, Wosdwischewka, Seljonoje und Rownoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 300 Armeeangehörige. Der Gegner habe darüber hinaus drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Wagen und ein Geschütz verloren.

    Der Truppenverband Dnjepr habe Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Stadt Cherson getroffen. Dabei seien mehr als 50 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem 28 Wagen, zwei Geschütze, eine Radaranlage und ein Munitionslager zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf 38 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe dagegen im selben Zeitraum sechs Lenkbomben und 134 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 133.521 Drohnen, 656 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.838 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.699 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.408 Geschütze und Mörser verloren.

  • 10:06 Uhr

    Russland wirft Ukraine 1.971 Verstöße gegen Osterwaffenruhe vor

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet über zahlreiche Verstöße gegen die von Präsident Wladimir Putin ausgerufene Waffenruhe durch die ukrainischen Streitkräfte. Die Militärbehörde in Moskau teilt in ihrem täglichen Frontbericht mit, dass alle russischen Truppengruppierungen seit 15 Uhr MESZ am Samstag und bis dato den Waffenstillstand strikt befolgt hätten und an den bisher eingenommenen Stellungen stehen geblieben seien. Dabei betont das Ministerium auf der Plattform MAX:    

    "Trotz der ausgerufenen Osterwaffenruhe griffen Einheiten der Streitkräfte der Ukraine in der Nacht aus dem Raum der Ortschaft Pokrowskoje her dreimal russische Stellungen im Raum der Ortschaften Gai (zweimal) und Otradnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk an. Alle Attacken wurden abgeschlagen."

    Darüber hinaus seien vier Versuche des Gegners gescheitert, eine Offensive gegen russische Truppen im Raum der Ortschaften Kondratowka und Nowaja Setsch im Gebiet Sumy sowie Kaleniki in der Volksrepublik Donezk zu unternehmen. Zudem habe das ukrainische Militär die russischen Grenzgebiete Kursk und Belgorod mit zwei unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Als Folge seien mehrere Zivilisten, darunter ein Kind, verletzt worden.

    Insgesamt meldet das Ministerium im Zeitraum von 15 Uhr MESZ am 11. April bis 7 Uhr MESZ am 12. April 1.971 ukrainische Verstöße gegen die Waffenruhe. Unter anderem habe es 258 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern, Geschützen, Panzern und Mörsern und 1.329 Attacken mit FPV-Drohnen gegeben.

  • 09:32 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 50 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer, die das ukrainische Militär im Laufe des Samstags unternommen hat. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 11. April 28 Geschosse auf sieben Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Nowaja Kachowka — 7,
    • Kairy — 4,
    • Tawrijsk — 3,
    • Knjase-Grigorowka — 4,
    • Staraja Sburjewka — 2,
    • Ljubimowka — 3,
    • Kochany — 5.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Korsunka, Nowaja Kachowka, Kardaschinka und Dnjeprjany seien insgesamt 24 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 09:05 Uhr

    Selenskij schlägt Russland dauerhafte Waffenruhe vor

    Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat in seiner abendlichen Videobotschaft Russland erneut eine dauerhafte Waffenruhe vorgeschlagen. Er hoffe, dass die Waffenruhe dieses Mal funktioniere, sagte der Politiker auf der Plattform X.

    "Ostern sollte eine Zeit der Sicherheit und des Friedens sein. Es wäre richtig, wenn der Waffenstillstand über die Feiertage hinaus andauern würde. Wir haben diesen Vorschlag an Russland weitergeleitet, und sollte Russland erneut den Krieg dem Frieden vorziehen, wird es der Welt und insbesondere den Vereinigten Staaten einmal mehr zeigen, wer wirklich wofür steht."

    Gleichzeitig warnte Selenskij Russland vor Verstößen gegen die Waffenruhe:

    "Die Ukraine wird symmetrisch reagieren. Wenn es keine russischen Raketen oder Drohnen gibt, werden wir auch im Luftraum eine Waffenruhe einhalten. Die gleiche Aufgabe gilt für die Frontlinie. Aber jede ukrainische Einheit behält sich das Recht auf eine Reaktion vor."

  • 08:33 Uhr

    Drei Verletzte durch ukrainische Angriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region, die das ukrainische Militär im Laufe des Samstags unternommen hat. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 11. April bis 6 Uhr MESZ am 12. April neun ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Es habe darüber hinaus 15 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet drei Verletzte, darunter ein Kind. Die Attacke habe sich am Samstag in der Stadt Lgow ereignet. Dort habe eine ukrainische Drohne eine Tankstelle angegriffen. Die Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Tanksäule und drei Autos seien zu Schaden gekommen. Bei einer anderen Attacke seien ein Wohnhaus und mehrere Schuppen in der Siedlung Alexandrowka beschädigt worden. In der Siedlung Schtschokino sei ebenfalls ein Schuppen zu Schaden gekommen.

  • 08:01 Uhr

    Orbán warnt am Wahlkampfende: "Frieden ist das wichtigste Ziel dieser Wahl"

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Vorabend der Parlamentswahl erneut betont, dass nur ein Sieg seiner Partei Fidesz verhindern könne, dass sein Land in den Ukraine-Krieg hineingezogen werde. Vor Tausenden Anhängern sagte der Regierungschef in Budapest:

    "Frieden ist das wichtigste Ziel dieser Wahl. Wir werden unsere Kinder nicht in den Krieg ziehen lassen. Wir haben nichts mit diesem Krieg zu tun. Es ist ein Bruderkrieg zwischen zwei slawischen Völkern."

    Orbán wies zugleich den von vielen Kritikern geäußerten Vorwurf zurück, eine russlandfreundliche Politik zu betreiben. Dass der Vorwurf nicht stimme, zeige sich auch daran, dass die derzeitige US-Regierung ihn unterstütze.

    Der Oppositionschef Péter Magyar betonte dagegen in der ostungarischen Stadt Debrecen vor mehr als 10.000 Anhängern seiner bürgerlichen Partei Tisza, dass es darum gehe, der Korruption Einhalt zu gebieten. Während Orbán russische Agenten geholt habe und den Interessen Moskaus diene, werde seine künftige Regierung das Land wieder in Europa verankern.

    "Der Platz Ungarns ist, war und wird in Europa sein."

  • 07:29 Uhr

    DVR meldet einen ukrainischen Angriff binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden einen Angriff durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik vier Geschosse abgefeuert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 11. April bis 0 Uhr am 12. April (Ortszeit) kamen zwei Zivilisten ums Leben. Sieben Menschen erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden acht Wohnhäuser beschädigt.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk neun Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen acht Wohnhäuser und vier zivile Infrastrukturobjekte.

  • 11.04.2026 21:00 Uhr

    21:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.