Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Weitere zwei Ortschaften befreit

30.04.2026 14:39 Uhr
14:39 Uhr
Am zweiten Tag in Folge: Ukrainische Drohnen greifen Perm im Uralvorland an
Gouverneur Dmitri Manochin hat den Einschlag einer ukrainischen Drohne auf einem Industriegelände in der Region Perm im äußersten Osten Europas bestätigt. Auf der Plattform MAX schrieb der Politiker, dass keine chemische Bedrohung für die Bevölkerung bestehe. Es gebe weder Todesopfer noch Verletzte. Das Personal des getroffenen Betriebs befinde sich in Schutzräumen.
Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Interfax berichtete über heulende Sirenen in der Gebietshauptstadt Perm. Der örtliche Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen für sämtliche Starts und Landungen gesperrt.
In russischen Telegram-Kanälen waren Fotos und Videos zu sehen, die eine große Rauchwolke zeigten. Gouverneur Manochin warnte jedoch seine Landsleute davor, solche Aufnahmen zu teilen, da sie dem Gegner behilflich sein könnten.
Bereits am Mittwoch hatte sich eine ähnliche Attacke ereignet. Die Ukraine meldete damals einen Angriff auf eine Ölpumpstation in der Nähe von Perm. Die Stadt liegt im Uralvorland, rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
14:10 Uhr
Mehrere Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 29 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 29 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod von drei Frauen in der Siedlung Wosnessenowka. Sie seien ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne einen Passagierbus attackiert habe. Acht weitere Zivilisten seien verletzt worden. Bei gegnerischen Attacken auf andere Ortschaften gebe es weitere neun Verletzte.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden insgesamt drei Mehrfamilienhäuser, 17 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, drei Betriebe, zwei Geschäfte, ein Schuppen, ein Lagerhaus, zwei Garagen, eine Stromleitung, ein Passagierbus, zwei Traktoren, fünf Lkw, zwei Kleintransporter und 23 Autos zerstört oder beschädigt worden.
13:37 Uhr
Russlands Außenministerium schließt Einsatz von Atomwaffen gegen Ukraine aus
Das russische Außenministerium schließt einen Einsatz von Atomwaffen bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine aus. Russlands Sonderbotschafter Andrei Beloussow hat bei einer UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York erklärt, dass Moskau kein Interesse daran habe, dass Atomwaffen jemals zum Einsatz kämen. Dabei betonte der Diplomat:
"Wir halten es für notwendig, unbegründete Spekulationen in Abrede zu stellen, wonach Russland angeblich die Möglichkeit erörtere, Atomwaffen in der Ukraine einzusetzen, oder mit einem Atomwaffeneinsatz drohe. Es liegt auf der Hand, dass dies absichtlich getan wird, um die antirussische Hysterie anzufachen."
Moskau tue zudem sein Bestes, um jegliche militärische Konfrontation mit anderen Atommächten zu verhindern. Russland sei an einer Eskalation nicht interessiert, sagte Beloussow.
13:06 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Weitere zwei Ortschaften befreit

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Donnerstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Kortschakowka im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle gebracht und zudem ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Miropolje, Kondratowka, Tscherwonoje, Nowaja Setsch und Chrapowschtschina im selben Gebiet sowie Ternowaja, Kolodesnoje, Pokaljanoje und Stariza im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 240 Armeeangehörige verloren. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos und ein Artillerieaufklärungsradar außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Netschwolodowka, Kowaljowka, Monatschinowka, Kutkowka und Schijkowka im Gebiet Charkow sowie Tatjanowka, Stary Karawan, Krasny Liman und Prischib in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 190 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus einen Transportpanzer, 16 Autos, drei Geschütze, einen Raketenwerfer und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Druschkowka, Podolskoje, Konstantinowka, Kriwaja Luka, Artjoma, Kramatorsk und Rai-Alexandrowka in der DVR getroffen habe. Die Militärbehörde in Moskau beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 100 Soldaten. Dabei seien ein Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Autos, vier Geschütze und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört worden.
Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaft Nowoalexandrowka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Matjaschewo, Prijut, Wassilewka, Grusskoje, Kutscherow Jar, Schewtschenko und Dobropolje in der DVR sowie Natalowka, Nowopawlowka, Nowopodgornoje und Marjewka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner habe einen Verlust von mehr als 295 Armeeangehörigen hinnehmen müssen. Zudem seien ein Schützenpanzer, ein Transportpanzer, sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Dolinka, Kopani, Rosowka, Werchnjaja Tersa, Barwinowka, Ljubizkoje und Wosdwischewka im Gebiet Saporoschje sowie Welikomichailowka und Dobropassowo im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 275 Soldaten. Der Gegner habe außerdem vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos und eine Panzerhaubitze verloren.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Dimitrowo, Kamyschewacha, Orechow und Saporoschez im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 25 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem zwölf Autos, ein Flugabwehrraketensystem, drei Radaranlagen und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung eliminiert.
Ferner meldet die Militärbehörde in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energieanlagen, Drohnenbasen und 141 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sieben Lenkbomben, zwei HIMARS-Raketen und 571 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Darüber hinaus habe die russische Schwarzmeerflotte vier ukrainische Wasserdrohnen zerstört.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 139.321 Drohnen, 658 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.090 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.712 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.675 Geschütze und Mörser verloren.
12:38 Uhr
Kochlöffel statt AK-Gewehr: Soldaten geben Kochkurse für Kinder

Russische Soldaten sind nicht nur an der Front im Einsatz, sondern engagieren sich auch im zivilen Leben. Die Einheit "Küche Z" aus dem Freiwilligenkorps bringt Kindern in einem Internat in Lugansk das Kochen bei. Mit regelmäßigen Kochkursen wecken die Soldaten die Begeisterung der jungen Menschen für kulinarisches Handwerk.
Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij berichtet von vor Ort. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
12:09 Uhr
Ukrainische Drohne tötet Einwohner der AKW-Stadt Energodar
Die Verwaltung der Stadt Energodar im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje meldet einen tödlichen Angriff aus der Ukraine. Bürgermeister Maxim Puchow hat der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mitgeteilt, dass eine ukrainische Drohne am Donnerstagmorgen in der Nähe eines Geschäfts eingeschlagen sei. Dabei sei ein Zivilist ums Leben gekommen.
Energodar liegt am linken Dnjepr-Ufer. Dort leben unter anderem die Mitarbeiter des AKW Saporoschje. Das größte Kernkraftwerk Europas wird seit dem Frühling 2022 von Russland betrieben. Momentan produziert es aus Sicherheitsgründen keinen Strom.
11:36 Uhr
USA steuern Millionen zu Tschernobyl-Reparatur bei
Die USA wollen nach Angaben der Führung in Kiew 100 Millionen Dollar zur Reparatur der Sicherheitshülle über dem Unglücksreaktor des vor rund 40 Jahren havarierten AKW Tschernobyl beitragen. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij spricht auf der Plattform X von einem wichtigen Schritt der Unterstützung seitens der USA und dankt dem Land.
Der Politiker behauptet, mehr als 500 Millionen Euro seien nötig für die Reparatur, nachdem im vergangenen Jahr eine russische Drohne den Stahlbogen über dem Unglücksreaktor beschädigt habe. Die Ukraine arbeite mit ihren Partnern daran, das zu erreichen. Jeder Beitrag bringe dieses Ziel näher.
An important step of support by the United States – a $100 million contribution for the repair of the Chornobyl confinement, which was damaged by Russia’s strike on the night of February 14 last year. This was a deliberate attack by Russia on the Chornobyl plant, carried out with… https://t.co/M5dXNvdaew
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 29, 2026Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl außer Kontrolle geraten. Es trat der größte anzunehmende Unfall ein. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus. Die Katastrophe jährte sich am vergangenen Sonntag zum 40. Mal.
11:04 Uhr
Ukraine bittet USA um Details des russischen Vorschlags für Waffenruhe
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat nach eigenen Angaben sein Team damit beauftragt, sich bei der US-Regierung nach Details des russischen Vorschlags für eine kurzfristige Waffenruhe zum 9. Mai zu erkundigen. Auf der Plattform X schreibt der Politiker:
"Die Ukraine strebt Frieden an und leistet die notwendige diplomatische Arbeit, um ein echtes Ende dieses Krieges zu erreichen."
Die Regierung in Kiew werde klären, worum es konkret gehe: um einige Stunden Sicherheit für die Parade in Moskau oder um etwas mehr, so Selenskij. Die Vorschläge der Ukraine sind ein langfristiger Waffenstillstand, eine zuverlässige Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden.
"Die Ukraine ist bereit, in jedem würdevollen und effektiven Format darauf hinzuarbeiten."
Am Mittwochabend hatten Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-Amtskollege Donald Trump miteinander telefoniert. Das 90-minütige Gespräch fand auf Initiative der russischen Seite statt. Dabei ging es auch um eine Waffenruhe zum Tag des Sieges am 9. Mai. Die Präsidenten erörterten zudem die Lage im Iran-Krieg.
10:37 Uhr
Ein Toter bei andauernden ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 29. April bis 8 Uhr MESZ am 30. April 55 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 64-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem neun Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet ein Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Nähe der Siedlung Bobrowo sei ein Einwohner ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann habe in der Siedlung Pestschanoje Verletzungen erlitten. Dem Gouverneur zufolge gibt es auch Schäden. In der Siedlung Morkuschino ist die Fassade eines Wohnhauses beschädigt worden. In der Stadt Lgow sei das Dach eines leer stehenden Lokschuppens zu Schaden gekommen.
10:03 Uhr
Putin lobt Mut von Kämpfern aus Tschetschenien: Mehr als 70.000 Mann nehmen an Sonderoperation teil
Bei einer Beratung mit Russlands Präsident Wladimir Putin hat das Oberhaupt der Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, über den Beitrag seiner Region zur militärischen Sonderoperation in der Ukraine berichtet. Kadyrow hob hervor, dass Tschetschenien an den Kampfhandlungen aktiv beteiligt sei. Insgesamt habe man mehr als 70.000 Kämpfer ausgebildet und an die Kontaktlinie abkommandiert. Mehr als 12.000 Kämpfer seien inzwischen mit Staatsorden ausgezeichnet worden.
Darüber hinaus erwähnte Kadyrow das humanitäre Engagement der Republik. Die nach seinem Vater benannte Achmat-chadschi-Kadyrow-Stiftung habe seit dem Beginn der Sonderoperation Ende Februar 2022 insgesamt 2.830 Militärfahrzeuge und andere Kriegsgeräte gespendet. Außerdem seien für die Bevölkerung der Gebiete Cherson und Saporoschje sowie der Volksrepubliken Donezk und Lugansk fast 30.000 Tonnen humanitäre Hilfe geschickt worden.
Putin lobte den Mut der tschetschenischen Kämpfer, darunter der mehr als 20.000 Freiwilligen. Sie kämpften sowohl für Russland als auch für Tschetschenien, sagte der Staatschef.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

