International

Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Kiews Truppen werden Donbass verlassen müssen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Kiews Truppen werden Donbass verlassen müssenQuelle: AP © Andriy Andriyenko / 65. Mechanisierte Brigade der Ukraine

 

  • 10.05.2026 19:05 Uhr

    19:05 Uhr

    Gouverneur des Gebietes Kursk meldet einen Verletzten nach ukrainischem Drohnenangriff

    Ukrainische Truppen haben erneut das Gebiet Kursk angegriffen. Laut Gouverneur Alexander Chinstein schlug eine FPV-Drohne in ein privates Haus ein. Ein 52-jähriger Mann wurde verletzt. Der Mann erhält erste medizinische Hilfe, ferner wird er ins Krankenhaus nach Kursk eingeliefert.

  • 18:28 Uhr

    Moskau: Kiews Truppen werden Donbass verlassen müssen

    Kiew ist durchaus bewusst, dass die ukrainischen Streitkräfte den Donbass verlassen müssen, glaubt Juri Uschakow, der Berater des russischen Präsidenten.

    Man kann noch mehrere Verhandlungsrunden durchführen, nichts wird sich aber ändern, bis die Ukraine den Truppenabzug beschließt, erklärte Uschakow und betonte:

    "Sie wissen in der Ukraine, dass sie es tun müssen und früher oder später sowieso tun werden."

    Außerdem bestritt Uschakow, dass die USA Interesse an der Ukraine-Frage verlieren. Die jüngsten Telefonkontakte zwischen Washington und Moskau bezeugen das Gegenteil. Auch die Initiative von US-Präsident Donald Trump über einen Waffenstillstand ist nennenswert. In Kürze würden die US‑Gesandten Steven Witkoff und Jared Kushner Moskau besuchen, um den russisch-amerikanischen Dialog zur Ukraine-Krise fortzusetzen.

  • 17:52 Uhr

    Moskau fordert Jerewan zur Klarstellung wegen Selenskij-Besuchs auf

    Russland wartet auf eine Klarstellung Armeniens bezüglich des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Dass Armenien "eine Plattform für absolut antirussische Aussagen" bereitstellt, ist "abnorm" und "stimmt nicht mit dem Geist der Beziehungen zwischen Moskau und Jerewan zusammen". Warum Premierminister Nikol Paschinjan diese Aussagen nicht "auszubalancieren" versuchte, ist Russland unklar.

    Einen Armenien-EU-Gipfel durchzuführen, ist ein souveränes Recht Armeniens, fügt Peskow hinzu. Es ist für Moskau am wichtigsten, dass Jerewan keine antirussische Haltung einnimmt.

  • 17:18 Uhr

    Peskow zeigt sich sicher über russischen Sieg im Ukraine-Konflikt

    Die militärische Sonderoperation wird unbedingt mit dem Erfolg der russischen Streitkräfte beendet, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit Journalisten. TASS zitiert den Beamten mit den Worten:

    "Es ist unser Krieg. Und wir werden ihn gewinnen."

  • 17:00 Uhr

    Proteste in Berlin: Merz-Figur klammert sich an Atombomben-Attrappe

    Am Samstag haben in Berlin zahlreiche Menschen gegen die Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz protestiert. Die Demonstranten warfen der Regierung vor, die Militärausgaben auf Kosten des Sozialstaats zu priorisieren. Beim Protestzug sorgte ein Wagen mit einer Atombomben-Attrappe für Aufsehen, an die sich eine Merz-Figur klammerte – eine scharfe Kritik an der massiven Erhöhung der Rüstungsausgaben. Der Wagen wurde von Polizeifahrzeugen eskortiert, während die Teilnehmer lautstark forderten, die Gelder lieber in den Erhalt des deutschen Sozialstaats zu investieren.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 16:43 Uhr

    Schröders Vertrauter kritisiert Reaktion der Bundesregierung auf Putins Vorschlag

    Ein enger Vertrauter des Altkanzlers Gerhard Schröder wirft der Bundesregierung vor, eine mögliche Vermittlerrolle des SPD-Politikers im Ukraine-Krieg durch ihre Reaktion unmöglich gemacht zu haben. Der frühere russische Honorarkonsul und niedersächsische SPD-Landesgeschäftsführer Heino Wiese sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND):

    "Nachdem sich die Bundesregierung so dümmlich geäußert hat, wäre es ohnehin keine reale Option."

    Aus Regierungskreisen hatte es zuvor geheißen, der Wunsch des russischen Präsidenten Wladimir Putin nach einer Vermittlerrolle Schröders reihe sich ein in eine Serie von "Scheinangeboten" und sei "Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands".

  • 16:22 Uhr

    SPD-Außenpolitiker wollen Putins Vorschlag zu Schröder prüfen lassen

    SPD-Außenpolitiker fordern eine ernsthafte Prüfung des Vorschlags des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukrainekrieg zu nutzen. Der Spiegel zitiert den außenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, mit den Worten:

    "Jedes Angebot muss ernsthaft geprüft werden, wie verlässlich es ist. Wir können nämlich nicht akzeptieren, dass allein die USA und Russland über die Zukunft der Ukraine und der europäischen Sicherheit entscheiden. Unser Ziel muss es sein, mit am Verhandlungstisch zu sitzen. Wenn eine Bedingung dafür ist, den ehemaligen deutschen Bundeskanzler zu beteiligen, sollte das in enger Abstimmung mit unseren europäischen Partnern abgewägt und im Vorfeld nicht sofort kategorisch ausgeschlossen werden."

    Ein erster Test der Glaubwürdigkeit wäre eine verlängerte Waffenruhe, die für beide Seiten gelte, so Ahmetovic. Ähnlich äußert sich gegenüber dem Spiegel auch der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner:

    "Ich begrüße jede Initiative, die den Krieg beenden könnte."

    Bislang sei Europa nicht an den Verhandlungen beteiligt und könne keine Vorschläge machen.

    "Wenn das über jemand wie Schröder gelingen würde, wäre es fahrlässig, das auszuschlagen."

  • 16:00 Uhr

    Eurostat: Zahl ukrainischer Flüchtlinge in EU nimmt leicht ab

    Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat ist die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge in der Europäischen Union zuletzt leicht gesunken. Am 31. März 2026 besaßen demnach insgesamt 4,33 Millionen Ukrainer vorübergehenden Schutzstatus in der EU. Im Vergleich zu Ende Februar 2026 sank die Gesamtzahl um 68.980 – ein Rückgang um 1,6 Prozent.

    Die EU-Länder, die die meisten ukrainischen Flüchtlinge aufgenommen haben, sind Deutschland (1.274.955 Personen oder 29,4 Prozent aller Ukrainer in der EU), Polen (961.405 oder 22,2 Prozent) und Tschechien (379.820 oder 8,8 Prozent).

  • 15:38 Uhr

    Ein Verletzter durch ukrainische Attacken auf Gebiet Saporoschje

    Gouverneur Jewgeni Balizki meldet andauernde ukrainische Attacken auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje, obwohl Moskau und Kiew bis zum 11. Mai eine Waffenruhe vereinbart haben. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe ein Mann des Jahrgangs 1982 auf der Autostraße Skelki–Wassiljewka Verletzungen erlitten, als der Gegner dort mit einem unbemannten Luftfahrzeug zugeschlagen habe. Darüber hinaus sei in der Siedlung Skelki ein Wohnhaus zu Schaden gekommen. Infolge einer Drohnenattacke in der Nähe der Ortschaft Dolgoje seien ein Auto und zwei Lkw beschädigt worden.

  • 15:10 Uhr

    Bundesregierung weist Putins Schröder-Vorschlag als "Scheinangebot" zurück

    Die Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem möglichen baldigen Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und einer möglichen Vermittlung durch Altkanzler Gerhard Schröder stoßen in der Bundesregierung auf deutliche Skepsis. Aus Regierungskreisen in Berlin heißt es, man habe die Äußerungen zur Kenntnis genommen. Sie reihten sich in eine Serie von Scheinangeboten ein und seien Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands.

    "Deutschland und Europa lassen sich dadurch aber nicht spalten."

    Russland habe seine Bedingungen nicht geändert. Deswegen sei die Verhandlungsoption nicht glaubwürdig.

    "Ein erster Test der Glaubwürdigkeit wäre es, wenn Russland die Waffenruhe verlängert."

    Beide Seiten haben sich unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump auf eine Waffenruhe bis zum 11. Mai geeinigt.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.