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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau bestätigt Einsatz von Oreschnik und Iskander gegen Ziele in Ukraine

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
  • 24.05.2026 12:10 Uhr

    12:10 Uhr

    Medwedew fordert noch härtere Angriffe auf Kiew

    Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und frühere Staatschef, Dmitri Medwedew, hat die massiven nächtlichen Angriffe Russlands gegen Ziele in der Ukraine als Antwort auf ukrainische "Terrorangriffe gegen Kinder" in Russland gerechtfertigt. Damit meinte er offenbar den blutigen Angriff auf die Berufsschule in der LVR-Stadt Starobelsk mit 21 Toten. Dabei bezeichnete Medwedew den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij als "drogensüchtiges Scheusal" und warf der Führung in Kiew vor, den russischen Vergeltungsschlag absichtlich provoziert zu haben. So sei es einfacher, Geld und Waffen zu erbetteln und zu stehlen, schrieb der Politiker auf der Plattform Telegram.

    "Sie wollten unbedingt massive Einschläge in Kiewer Einrichtungen verzeichnen"

    Zudem spekulierte der Vize-Chef des Sicherheitsrates darüber, dass solche Angriffe aus Russland einen Teil der ukrainischen Wählerschaft um die in Kiew regierenden "Bastarde" konsolidieren könnten. Dies sollte aber kein Grund für Russland sein, auf solche Vergeltungsschläge zu verzichten.         

    "Man muss zurückschlagen – wie heute eben und noch stärker! Denn Ruinen und graue Asche anstelle der hauptstädtischen Wahrzeichen demoralisieren den Feind nicht weniger als der Verlust der Truppenfahne."

  • 11:30 Uhr

    Russland bestätigt Einsatz von Oreschnik, Iskander, Kinschal und Zirkon gegen Ziele in Ukraine

    Russlands Verteidigungsministerium bestätigt den massiven nächtlichen Angriff auf Ziele in der Ukraine. Auf der Plattform Telegram schreibt die Behörde, dass es sich um einen Vergeltungsschlag nach Terrorattacken der Ukraine gegen zivile Objekte in Russland gehandelt habe. Das russische Militär habe ballistische Raketen des Typs Oreschnik und Iskander sowie Hyperschallraketen des Typs Kinschal und Marschflugkörper des Typs Zirkon eingesetzt. Darüber hinaus seien luft-, see- und bodengestützte Langstreckenwaffen und Drohnen verwendet worden. Die Attacke habe Kommandopunkten, Luftwaffenstützpunkten und Rüstungsunternehmen im Nachbarland gegolten. Alle anvisierten Ziele seien getroffen worden, heißt es.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Erdölraffinerien, Energie- und Verkehrsobjekte, welche der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Munitionslager, Brennstoffdepots und 149 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern.

    Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin eine Reaktion angekündigt, nachdem die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum Freitag eine Berufsschule in der Stadt Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk (LVR) angegriffen hatten. Die Bergungsarbeiten wurden erst am späten Samstagabend abgeschlossen. Infolge der Attacke kamen 21 Menschen ums Leben. Weitere 42 erlitten Verletzungen.

    Nach den massiven russischen Angriffen am Sonntagmorgen meldete der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwei Tote. Mindestens 56 Einwohner sollen verletzt worden sein. Weitere zwei Tote und neun Verletzte wurden aus der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt gemeldet.

  • 11:01 Uhr

    Russische Wirtschaft im Wandel: Fokus auf neue Partnerschaften und Handel

    Russland baut seine wirtschaftlichen und internationalen Beziehungen weiter aus. Zum 95-jährigen Bestehen der russischen Außenhandelsakademie hat Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow erklärt, dass Russland trotz globaler Spannungen eine offene Volkswirtschaft bleibe und in Bereichen wie Technologie, Energie, Bildung und Verwaltung weltweit gefragte Kompetenzen entwickelt habe. Besonders die Eurasische Wirtschaftsunion spiele laut Reschetnikow eine zentrale Rolle für Stabilität, Handel und internationale Partnerschaften.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.

  • 10:34 Uhr

    Ein Toter und sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 47 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 47 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 34 Geschosse abgefeuert und 127 Drohnen eingesetzt, von denen 68 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer berichtet. Am frühen Sonntagmorgen sei in der Stadt Graiworon ein Einwohner ums Leben gekommen, als in seiner Nähe eine Drohne explodiert sei. Im Bezirk Borissowka seien fünf Menschen, darunter ein Angehöriger der Drohnenabwehreinheit Orlan, verletzt worden. Ein weiterer Mann habe Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Am Samstag habe zudem ein Einwohner der Siedlung Nikolajewka ein Krankenhaus in Belgorod aufgesucht, nachdem er bereits am 22. Mai mit seinem Traktor auf einen Sprengsatz aufgefahren sei und ein Explosionstrauma erlitten habe.

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden fünf Mehrfamilienhäuser, zwölf Einfamilienhäuser, vier Geschäfte, zwei soziale Einrichtungen, ein Verwaltungsgebäude, ein Infrastrukturobjekt, ein Lagerhaus, zwei Stromleitungen, zwei Lkw, ein Landwirtschaftsfahrzeug und 19 Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 10:07 Uhr

    Kiew wirft Moskau Einsatz von Hyperschallrakete Oreschnik vor

    Bei den nächtlichen Angriffen auf die Ukraine soll Russland ukrainischen Angaben zufolge auch eine Hyperschallrakete des Typs Oreschnik eingesetzt haben. Der Leiter der Kommunikationsabteilung der ukrainischen Luftstreitkräfte Juri Ignat bestätigte den Einsatz der Waffe im ukrainischen Medium RBK-Ukraine. Ignat zufolge sei der Abschuss vom russischen Truppenübungsplatz Kapustin Jar erfolgt. Die Rakete sei daraufhin im Raum Belaja Zerkow etwa 80 Kilometer südlich von Kiew eingeschlagen. Das ukrainische Militär gab außerdem bekannt, dass Russland bei seiner nächtlichen Attacke insgesamt 600 Drohnen und 90 Raketen eingesetzt habe. In sozialen Medien tauchten Videos auf, die den Einsatz einer modernen russischen Rakete des Typs Oreschnik zeigen sollen.

    Ein Kommentar des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.

    Die ukrainischen Behörden korrigierten inzwischen die Zahl der Opfer in Kiew und seiner Umgebung nach oben. Demnach sei die Zahl der Toten auf vier gestiegen. Weitere 65 Menschen seien verletzt worden.

  • 09:31 Uhr

    Zwei Tage Trauer um 21 Tote nach Angriff auf Berufsschule in Starobelsk

    Das Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), Leonid Passetschnik, hat nach dem blutigen ukrainischen Angriff auf die Berufsschule in der Stadt Starobelsk zwei Tage Trauer angeordnet. Wie der Politiker auf der Plattform MAX schrieb, werde die Trauer am 24. und 25. Mai gelten. Den Angriff auf das Lehrgebäude und das Wohnheim der Bildungseinrichtung bezeichnete Passetschnik als "zynisch" und "barbarisch".

    Am späten Samstagabend hatte das russische Katastrophenschutzministerium die Bergungsarbeiten am Ort des Geschehens für abgeschlossen erklärt. Nachdem alle Leichen aus den Trümmern geborgen worden waren, stieg die Gesamtzahl der Toten auf 21. Die Zahl der Verletzten erreichte 42.

    Das Wohnheim und das Lehrgebäude waren in der Nacht zum Freitag getroffen worden, als sich dort mehr als 80 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aufgehalten hatten. Russland sprach von einem gezielten Angriff auf eine zivile Einrichtung. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Angriff als "Manifestation des Neonazismus" und kündigte eine Reaktion an. Der ukrainische Generalstab warf Moskau dagegen Desinformation vor und behauptete, in der Stadt habe eine auf Drohnenangriffe spezialisierte russische Militäreinheit operiert. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff scharf.

  • 09:03 Uhr

    DVR meldet acht ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben binnen der vergangenen 24 Stunden acht Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik zehn Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 23. Mai bis 0 Uhr am 24. Mai (Ortszeit) wurde ein Zivilist verletzt. Durch den Beschuss kamen zwei Wohnhäuser, ein ziviles Infrastrukturobjekt, ein Lkw und mehrere Autos zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk sieben Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Acht Zivilisten, darunter ein Kind, erlitten Verletzungen. Außerdem wurden zwölf Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Autos beschädigt.

  • 08:36 Uhr

    Ukrainische Drohnen setzen Infrastrukturobjekt im Gebiet Wladimir in Brand

    In der Nacht zum Sonntag haben die ukrainischen Streitkräfte unter anderem das russische Gebiet Wladimir nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau mit Drohnen angegriffen. Gouverneur Alexander Awdejew meldete auf der Plattform MAX einen Brand infolge des Angriffs. Ohne Einzelheiten mitzuteilen, schrieb der Politiker, dass ein Infrastrukturobjekt im Bezirk Kameschkowo getroffen worden sei. Die Flammen hätten eine Fläche von 800 Quadratmetern erfasst. Awdejew meldete weder Todesopfer noch Verletzte.

  • 08:00 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 33 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr am Samstag bis 6 Uhr am Sonntag (MESZ) 33 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Kaluga, Kursk, Orjol, Rjasan, Smolensk und Twer sowie über dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar und der Teilrepublik Krim zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 07:21 Uhr

    Großer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen

    In der Nacht und am frühen Sonntagmorgen ist es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu mehreren Explosionen gekommen. Die örtlichen Behörden meldeten einen massiven Angriff aus Russland. Demnach setzte das russische Militär Drohnen und ballistische Raketen ein. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien ebenfalls von Explosionsgeräuschen. Das gesamte Ausmaß des Angriffs auf Kiew und dessen Folgen waren zunächst nicht absehbar. In sozialen Medien tauchten Videos auf, die den Einsatz einer modernen russischen Rakete des Typs Oreschnik zeigen sollen.

    Bereits am Samstagabend hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gewarnt, es sei mit einem Oreschnik-Angriff zu rechnen. Auch Kiew sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Ob Russland bei dem nächtlichen Angriff auf Kiew tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete einsetzte, blieb zunächst unklar. Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.

    Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens ein Todesopfer und etwa 20 Verletzte. Dem Politiker zufolge seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben.

    Auch andere Landesteile der Ukraine wurden angegriffen. Im Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, zudem seien Militärflugzeuge aufgestiegen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.